Paul Collins

 4.2 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor von Der Mord des Jahrhunderts, Cyberskin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Paul Collins

Paul Collins wurde 1969 geboren. Er ist Schriftsteller, Verleger und Privatdozent für Literatur an der Portland State University in Oregon.

Alle Bücher von Paul Collins

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Der Mord des Jahrhunderts

Der Mord des Jahrhunderts

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Erschienen am 01.02.2012
Core-Training total

Core-Training total

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Erschienen am 25.09.2009
Kettlebell-Workouts

Kettlebell-Workouts

 (0)
Erschienen am 25.02.2015
SF aus Australien

SF aus Australien

 (1)
Erschienen am 01.01.1986
Assyrian Palace Sculptures

Assyrian Palace Sculptures

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Erschienen am 01.10.2009
The Book of William

The Book of William

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Erschienen am 03.08.2010

Neue Rezensionen zu Paul Collins

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Der Mord des Jahrhunderts" von Paul Collins

Die Geburt der Sensationspresse!
kassandra1010vor einem Jahr

Eine kopflose Leiche im Jahr 1897 lässt New York nicht los und die Ermittlungen der Polizei verlaufen im Sand. Die Journalisten hingegen haben Lunte gerochen und schlachten den Fall bis ins letzte Detail.

Die Sensationslust kennt keine Grenzen. Ein paar Journalisten machen sich selbst auf die Suche nach dem Killer. Diese Hetzjagd wird mehr und mehr eine medialen Schlammschlacht.

Diese „Show“ gipfelt im Konkurrenzkampf zwischen Joseph Pulitzer und William Randolph Hearst.

Es tauchen erstmals Groupies auf, Medien stapel sich und als es um das Identifizieren des Leichnams geht, beschäftigt sich die Jury insbesondere um dessen „eigentümliches“ Gemächt.

Thorne, der vermeintliche Mörder, wartet derweil auf seine Vollstreckung in Sing Sing.

Der eigentliche Mord tritt ein wenig in den Hintergrund und wird zur Geburtsstunde der Boulevardpresse.

Der brodelnde Machtkampf der damaligen Zeitungsmogule ist derart spannend, das man nur so über die Geschichte hinwegfegt.

John Collins hat ein kleines Meisterwerk geschaffen. Man wirft einen Blick auf die Boulevardpresse, die Macht der Medienmogule und eine völlig hilflose Polizei und muss feststellen, das sich seit 1897 nichts geändert hat.

Mit Anhängen und diversen Quellenverzeichnissen ausgestattet weckt das Buch natürlich die Neugierde und man recherchiert fleißig nach.

Im Jahr 2012 wahr ich selbst in Californien und habe mir Hearst Castle angesehen. Das seit dem Tod von Hearst im Jahr 1951 zu einem „kleinen“ Museum erwachte Castle ist die reinste Augenweide. In jeder Ecke endeckt man die Verrücktheit Hearsts und versteht dessen Lebenslust und Streitbarkeit.

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Themistokeless avatar

Rezension zu "Der Mord des Jahrhunderts" von Paul Collins

Der Mord des Jahrhunderts
Themistokelesvor 3 Jahren

Wer bei diesem Titel einen wirklichen Krimi erwartet, dem kann ich jetzt schon sagen, auch wenn der Titel sehr nach Krimi klingt, ist der Roman trotzdem kein Krimi im üblichen Sinn, auch wenn er sich sehr intensiv mit einer Kriminalgeschichte beschäftigt. Was ihm jedoch auf gewisse Weise fehlt, ist die Spannung, die eigentlich einen Krimi ausmachen würde, denn die ist aufgrund seines Aufbaus, der einfach auf etwas anderes hinaus will, nicht wirklich vorhanden.

Der Roman behandelt nämlich einen sehr spektakulären Kriminalfall, der sich in New York abgespielt hat und bei dem eine zerstückelte Kopflose Leiche gefunden wurde. Betrachtet wird das Ganze jedoch eher stark aus der Ecke der Berichterstattung der Zeitungen und liest sich daher auch sehr wie ein Tatsachen bzw. Polizeibericht aus der Zeit. Spannung wird daher gar keine Aufgebaut, sondern einem die Fakten nach und nach dargelegt und auch, wie die Ermittlungen aufgebaut waren, warum sie so liefen, wie sie liefen und wieso sie unterschiedlichste Richtungen einschlugen, um am Ende wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Für mich sehr interessant daran war vor allen Dingen auch, wie sehr die Zeitungen in den ganzen Ermittlungen mit drin steckten und wie stark ehrlich damals alles davon beeinflusst wurde was in diesen drin stand, was von den Zeitungen behauptet wurde etc. Wenn man sich den ganzen Roman so anguckt, dann hat man wirklich so ziemlich das Gefühl, dass, wären die Zeitungen nicht gewesen und hätten sich verhalten, wie sie es taten, der ganze Fall nie gelöst worden wäre. Zudem ist es ehrlich auch interessant zu sehen, wie damals dann der Prozess geführt wurde, der den Mord an, vermutlich einem Herrn Guldensuppe, denn wirklich identifiziert werden, konnte die Leiche aufgrund des fehlenden Kopfes nie sicher, aufklären sollte. Gerade das die ganzen Einzelheiten, von denen der Roman berichtet, wirklich auf Tatsachen beruhen und man vieles wohl auch aus alten Zeitungen von damals wieder nachstellen könnte, macht einfach den Charme dieses Buches aus.

Was auf jeden Fall auch richtig klasse gemacht ist, auch wenn es weniger mit dem Inhalt zu tun hat, ist der Einband des Romans, der unter dem Schutzumschlag mit den unterschiedlichsten Ausschnitten aus den Zeitungen von damals verziert ist und was einfach nur genial aussieht und natürlich zu diesem Buch auch einfach grandios passt.

Ein mal vollkommen anderes Buch, mit verdammt vielen Tatsachen, die einem zwar nicht unbedingt auf eine spannende, aber auch in keine Fall auf eine trockene Weise präsentiert werden, der einfach auf seine besondere Art interessant ist und zudem noch ein mächtiges Verzeichnis im Anhang aufweisen kann, woher die ganzen in im verarbeiteten Informationen stammen. Von daher sicherlich kein Buch, wenn man wirklich einen spannenden Krimi lesen möchte, wenn man aber ein grundsätzliches Interesse an Kriminalfällen hegt aber ein sehr interessantes Buch.

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dingsbaers avatar

Rezension zu "Der Mord des Jahrhunderts" von Paul Collins

Rezension zu "Der Mord des Jahrhunderts" von Paul Collins
dingsbaervor 6 Jahren

Als im Sommer 1897 ein paar Kinder im East River in New York ein Päckchen finden, in dem sich der Oberkörper eines Mannes befindet, geht man zuerst von einem der üblichen Streiche der Medizinstudenten aus. Im Leichenschauhaus findet man aber Spuren eines Kampfes an der Leiche, die auf Mord hindeuten. Einen Tag später wird ein weiteres Paket gefunden und dessen Inhalt passt wie ein Puzzlestück an den ersten Fund. Außerdem wurden beide Bündel in einem Wachstuch der gleichen Art verpackt. Bevor die Polizei überhaupt die erste Spur verfolgt, sind die Reporter bereits unterwegs. Sie machen den Fall öffentlich und es beginnt der erste große Zeitungskrieg, angeführt durch die Verleger Hearst des Journals und Pulitzer der World. Dies allerdings behindert zunächst die Ermittlungen der Polizei, denn immer mehr falsche Zeugen und Hinweise tauchen auf. Der Wettstreit bringt aber allerdings auch neue Erkenntnisse für die Ermittlung + 2 Tatverdächtige können verhaftet und verurteilt werden. Doch damit ist der Zeitungskrieg noch lange nicht beendet.

Der Autor Paul Collins hat in seinem Buch den wahren "Fall Guldensuppe" sehr ordentlich und ausführlich recherchiert, was durch die Quellenangaben am Ende des Buches belegt wird. Er schafft es sehr nachvollziehbar, uns die damaligen Polizei- und Zeitungsarbeit näher zu bringen. Aber auch der Kampf der Zeitungen um die höchste Auflage und der Weg dorthin wird uns sehr gut vermittelt. Beide Seiten hatten mit den damaligen Gegebenheiten zu kämpfen und man lernte aus dem Fall und fand neue Lösungswege.

Das Cover gefällt mir sehr gut, denn es ist passend gewählt und baut direkt eine Verbindung zur Geschichte auf. Aber auch ein Blick unter den Schutzumschlag ist zu empfehlen: Hier wurden weitere Schlagzeilen und Bilder von früher abgedruckt. Dies gefällt mir persönlich sogar besser als das eigentliche Cover!

Insgesamt ist die Geschichte einfach und flüssig geschrieben. Leider erscheint sie mir stellenweise eher wie ein Sachbuch oder eine Zusammenfassung aus den damaligen Zeitungen; sie ist manchmal etwas zu langatmig und abschweifend.

Vorteilhaft ist aber, dass die Geschichte in die Bereich Opfer, Verdächtige, Anklage, Prozess und Urteil unterteilt wurde. Dazu gibt es jedes Mal eine Zeichnung aus den damaligen Zeitungen, was ich sehr positiv finde.
Durch die vielen falschen Spuren die von den Zeitungen gelegt wurden, fühlt man sich in die Geschichte hinein versetzt; man wird gezwungen, sich eine eigene Meinung zu bilden und mit zu rätseln. Man fühlt sich wie ein stiller Beobachter, nur mit dem heutigen Wissen um Themen wie z.B. die Spurensicherung. Interessant ist zu erfahren, wie das Vorgehen der Polizei oder vor Gericht damals war: Zeugen wurden unter Anwesenheit der Presse befragt, Gefangene konnten (fast) jederzeit besucht werden oder Verhandlungen wurden mal eben unterbrochen, weil es im Gerichtssaal roch oder die Geschworenen sich den Tatort anschauen sollten. Erschreckend fand ich aber, wie man mit den Fehlern des elektrischen Stuhles umgegangen ist und die Hingerichteten noch für wissenschaftliche Zwecke nutzte.

Ich finde das Buch ist für jeden, aber besonders für Leser geeignet, die sich für die Geschichte der Presse oder der Kriminalität interessieren.

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