Paul Divjak Kinsky

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Inhaltsangabe zu „Kinsky“ von Paul Divjak

Vom Schulabbrecher zum Wall Street Broker, vom Millionär zum verdeckten Ermittler. Die unglaubliche Geschichte eines jungen Adeligen, der die Machenschaften der kapitalistischen Herrscher für sich nutzen will und gleichzeitig auf der Suche nach Liebe, einem glücklichen Leben und der Wahrheit über sich selbst ist.

Kinsky erzählt die Geschichte eines Mannes um die 30. Er kommt aus gutem Hause, einem Umfeld mit Tradition. Seine Eltern lassen sich scheiden, als er ein kleines Kind ist. Seine Mutter wird Missionarin und zieht mit ihm durch die U.S.A. Mit 14 Jahren ist seine Schullaufbahn aus disziplinären Gründen definitiv beendet. Mit 16 Jahren beginnt er an der Wiener Börse zu spekulieren. An der Wall Street macht er wenig später innerhalb kürzester Zeit Millionen. Während er zunehmend illegalen Substanzen zuspricht, erschüttert der Crash der New Economy den Aktienmarkt. Mit einem Schlag verliert Kinsky alles. Wieder zurück in Österreich fasst er auf gänzlich neuem Terrain Fuß: er wird verdeckter Ermittler…

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  • Rezension zu "Kinsky" von Paul Divjak

    Kinsky

    HeikeG

    14. August 2008 um 16:31

    Alles bewegt sich. Alles ist Energie. Im seinem ersten Roman "Kinsky" lässt der Wiener Autor Paul Divjak seinen Protagonisten wahrlich über die Seiten wirbeln. "Ich möchte mehr zurück zu dem, was als Kind funktioniert hat. Den spielerischen Zugang betonen. Ich möchte schauspielern. Ein bisschen dies. Ein bisschen das. Ich möchte Dinge machen, die mir Spaß machen. Ohne mir zu überlegen, ob die Welt schlecht ist. Ob Lobbys aktiv sind. Wer gerade wem den Hahn zudreht. Ich möchte für mich und für meine Leute leben. Ohne mir Gedanken zu machen, was in der so genannten großen, weiten Welt passiert." So sinniert der Protagonist - Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau, der jedoch außer seinem Titel keine Erbmasse vorzuweisen hat - in diesem Buch am Ende seines Dauermonologes zu einem unbekannten Gegenüber. Davor erzählt er in rasantem Tempo und zum Teil mit sehr derber Sprache von seinem noch jungen Leben, welches bereits einige Höhen und Tiefen erlebt hat. Neue Ufer kannst du nur dann erforschen, neue Horizonte nur dann erreichen, wenn du agierst. Mit siebzehn hat er angefangen an der Wiener Börse zu spekulieren. Mit 20 ist er - obwohl Schulabbrecher - bereits ein schwerreicher Broker ("Ich hatte keine Ahnung vom Broken. Aber: Ich wurde Broker."), mit einem Büro in der Wallstreet, 12 Millionen Dollar Vermögen, 200 Mitarbeitern, einem 18-Stunden-Arbeitstag, "den Rest der Zeit war ich auf Drogen und in Clubs unterwegs… Voller Koks und Tabletten. Total komatös. Weggetreten. Ich war einfach anderswo. - Das war mein Leben." Doch nach dem Crash der New Economy kam der tiefe Fall. Nun fristet er sein Dasein als VE, als verdeckter Ermittler in Serbien, verdient 1.500 Euro, hat 80.000 Euro Schulden und ist der ständigen Gefahr des Auffliegens ausgesetzt. Dazwischen wirbelt Kinsky sprachlich geradezu um seinen Zuhörer. ("Ich war immer ein Mensch, der geglaubt hat, alles sei möglich. Es gibt alles. Das wusste ich.") Er sinniert über den Tod, über menschliche Bedürfnisse, den Sinn des Lebens, über Religion und die Kirche, über Drogendeals, Waffenschmuggel, den Staat und über Angst, Misserfolge und Heimweh ("Heimweh nach einem Ort im Inneren. Heimweh nach einem Zuhause. Nach einem Zuhause, das ich nie hatte.") Kinsky ist exhibitionistisch, ist exaltiert ("Ich war schon immer eine "Rampensau".). Er kann aber auch ganz leise Töne anschlagen, z.B. wenn er von seiner Freundin spricht. Um am Ende jedoch wieder Vollgas zu geben: "Ich bin nicht ausgebrannt. Ich fahre in hohem Tempo. Ich bin noch lange nicht am Ziel. Ich habe noch einen Ersatzreifen im Kofferraum …" Es ist ein Buch in einem unglaublich rasanten Tempo, in teilweise sehr derber Umgangssprache, mit kurzen knappen Hauptsätzen, die teils abschrecken, teils beängstigen, aber auch eine gewisse Faszination ausüben. Ein packendes, rhythmisches und wirklich eindringliches Debüt hat Paul Divjak vorgelegt. Ob alles wahr ist? Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall fordert er den Leser auf, ihm kein Wort zu glauben.

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  • Rezension zu "Kinsky" von Paul Divjak

    Kinsky

    Marion

    16. October 2007 um 09:45

    Die Geschichte eines junge Adeligen, der außer seinem Namen nichts geerbt hat und trotz Schulabbruch an der Wall Street Millionen macht und sie beim Crash der New Economy wieder verliert. Temporeich und in teils recht derber Sprache werden einem die unglaublichsten Geschichten um die Ohren gehauen.

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