Paul Faure Kreta

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Inhaltsangabe zu „Kreta“ von Paul Faure

28 Phot. a. Taf., 19 Zeichn. 2 Ktn. 477 S. 2., durchges. A.
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  • Rezension zu "Kreta" von Paul Faure

    Kreta
    Sokrates

    Sokrates

    16. February 2012 um 13:38

    Wer ähnliche kulturgeschichtliche Literatur wie „Die Welt der Karolinger“ von Pierre Riché lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Paul Faure, französischer Altertumsforscher, erhielt für dieses Buch den Prix S. Henri-Martin der Académie Française. Kreta besticht neben seine antiken Funden auch durch die Minoische Kultur. Hier steigt Faure ein und bezeichnet sie als den Beginn der antiken Kultur. Problematisch hierbei, dass Schrift- und materielle Kultur dürftig sind. So bleiben viele Interpretationen spekulativ. Darüber hinaus widmet sich Faure der Landschaft und der geologischen Verhältnisse, die bestimmte kulturelle Entwicklungen erst ermöglichten oder eben gerade unterbanden. So sind die klimatischen Verhältnisse schwierig und vor allem das Wasserproblem erschwerten seit je her Landwirtschaft und gesellschaftliche Entwicklung. Auch wenn fast nur archäologische Hinterlassenschaften (toter Stein...) bislang zu finden waren, versucht sich Faure an anthropologischen Deutungen, beschäftigt sich mit der uns überlieferten Mythologie, untersucht Wanderbewegungen und analysiert Sprachentwicklungen. Zum eigentlichen Leben der Kreter liefert er sehr viele Details: Lebens-, Ess- und Wohneigenheiten. Kulte oder die industrielle Entwicklung. Insgesamt eine sehr gut recherchierte, faktenreiche Einführung in einen spannenden Teil der frühgriechischen Kulturgeschichte und für Kreta-Reisende oder Altertumsfreunde eine Fundgrube.

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