Supergut lesbar, in der Verdauung etwas schwerer.
Inhalt: Marmeladenoma, die in Zusammenarbeit mit ihrem Enkel immer wieder Leute auf die Märcheninsel lockt, schreibt hier über ihr Leben.
Alles beginnt mit einer glücklichen Kindheit und großen Plänen für die Zukunft. Doch der Tod der Mutter und der Krieg durchkreuzen viel.
Nach dem Krieg beginnt eine Zeit der Entbehrungen, die schwere Gründung einer eigenen Familie, weitere Niederschläge im Leben und doch weitere Aufstiege und Schicksalsschläge.
Marmeladenoma erzählt, wie es zu ihrem Stream und zum Hype gekommen ist. – Am Ende gibt es noch einen Brief an alle ihre Leser mit einer klarn Botschaft.
Fazit: Marmeladenoma hat ihre eigene Lebensgeschichte aufgeschrieben. Eine Story, die nicht immer einfach war. – Sie lässt in ihren Streams immer mal die eine oder andere Anekdote durchblitzen. Außerdem erinnert sie mich mit ihrer Art so hart an meine eigene Oma, dass ich diese Frau einfach nur mögen muss!
Diese Frau ist einfach nur bewundernswert. Diese Biografie ist eine der ehrlichsten und rührigsten, die ich je gelesen habe. Eindrücklich und voller Gefühl beschreibt sie wichtige Stationen ihres Lebens. Da haben wir die Kindheit, die großen Pläne, was das Leben angeht und die Unterbrechung durch den Tod der Mutter und den Krieg, den ein Kind in dieser Situation nicht härter hätte treffen können.
Erlebnisse in der Kinderlandverschickung, die Abenteuer, bis sie endlich wieder zu Hause ist.
Die Stiefmutter, über die sie herrlich, aber ohne Hass berichtet und dann der Tod vom Vater.
Unverkennbar, diese Liebe zu Märchen. Diese Verbundenheit zu diesen Geschichten. Der Anker und die Hilfe, die sie ihr immer wieder waren.
Ein Leben in reiner und wahrer Form und eine Frau, die alles verarbeitet hat und weitergemacht hat.
Der Stoff lies sich leicht lesen, aber nicht leicht verarbeiten. Stellenweise hatte ich Tränen in den Augen. Mehrfach musste ich einen Kloß runterwürgen und immer wieder hatte ich einen sehr realistischen film in meinem Kopfkino.
Diese Frau ist großartig! Unermüdlich kämpft sie für Werte wie Unterstützung und Zusammenhalt, während ich schon Probleme habe, meinem Nachbarn zu vertrauen.
Das Buch ist ein kleines, aber feines Hardcover, was dann auch den Preis erklärt. – Denn der hat mich zunächst vom Kauf abgehalten. Aber am Ende hat dann doch die Neugier gesiegt und das Buch ist in meinem Besitz gelandet.
Jedes Kapitel ist mit einer kleinen Titelseite gestaltet. Nur ein blaues Blatt mit dem gelben Titel darauf. In geschwungener Schrift und ohne weiteren Zierrat. Aber den braucht es auch nicht. Auch so macht das Buch etwas her, als wäre es ein großes und bedeutendes Werk der Literaturgeschichte.
Immer wieder eingestreut sind einzelne Seiten mit Bildmaterial. Fotos aus Kindertagen, und auch aus der jetzigen Zeit. In jedem Fall haben die Bilder noch einmal eine ganz eigenen Wirkung auf mich gehabt. Sie haben mir zum Beispiel gesagt, dass diese Frau wirklich den Zweiten Weltkrieg als Kind volle Breitseite erlebt hat. Allein das ist eine Lebenserfahrung, um die ich sie nicht beneide, die sie aber wirklich jedem in unserer derzeitigen Generation voraus hat.
Die Seitenaufteilung war sehr augenfreundlich und angenehm zu lesen. Ich habe voll drin gesteckt und hatte stellenweise dabei ein wirklich sehr lebensechtes Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Das komplette Buch hatte ich an einem Abend, in einem Rutsch durch.
Fans der Marmeladenoma müssen dieses Buch lesen. Alle anderen sollten an einer ungeschönten und ehrlichen Biografie interessiert sein.