Paul Glaser

 4.5 Sterne bei 20 Bewertungen

Alle Bücher von Paul Glaser

Paul GlaserDie Tänzerin von Auschwitz
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Die Tänzerin von Auschwitz
Die Tänzerin von Auschwitz
 (20)
Erschienen am 14.11.2016
Paul GlaserDancing with the Enemy
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Dancing with the Enemy
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 (0)
Erschienen am 18.06.2015
Paul GlaserDancing with the Enemy: My Family's Holocaust Secret
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Dancing with the Enemy: My Family's Holocaust Secret
Paul GlaserTanczac z wrogiem
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Tanczac z wrogiem
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 (0)
Erschienen am 01.01.2015

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Pongokaters avatar

Rezension zu "Die Tänzerin von Auschwitz" von Paul Glaser

Das Schicksal einer niederländischen Jüdin
Pongokatervor 6 Monaten

Das Schicksal einer niederländischen Jüdin ist das Thema dieses Buches. Genau genommen ist es die Tante des Autors, eines bedeutenden Arztes, von der er erst zufällig spät im Leben erfahren hat. Sein Vater hatte ihm in dem Glauben leben lassen, seine Vorfahren wären ausschließlich niederländische Katholiken. Auf eigene Faust nimmt er Kontakt zu seiner Tante Rosie auf und entdeckt die Geschichte einer Frau, die das Glück hatte, als Künstlerin des Tanzens und des Flirtens der Vernichtung zu entrinnen. Paul Glaser entdeckt auch, dass sehr viele Niederländer alles andere als Widerstandskämpfer waren, gerade in Bezug auf Juden. Seine Tante hatte alles unternommen, um nach dem Krieg nicht in den Niederlanden, sondern in Schweden leben zu dürfen. Und so streut er die Asche seiner verstorbenen Tante auf deren Wunsch auch in den schwedischen Mälar-See.

Eine bewegende Geschichte, die leider durch das -man muss es so hart sagen- schriftstellerische Unvermögen des Autors deutlich beeinträchtigt wird.

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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Die Tänzerin von Auschwitz" von Paul Glaser

Zeitgeschichte, wie sie interessanter nicht sein kann!!!
TanteGhostvor einem Jahr

Ehrlich erzählt, nicht durch Gefühlsduseleien aufgebauscht und doch erschütternd und fesselnd... - Geschichte im Kleinen.

Inhalt:
Die Frau ist in der war einfach nur stark! - Sie erzählt in ihrem Buch ihre Geschichte, wie sie es erlebt hat, als Juden noch normal leben konnten, wie der Antisemitismus und die Verfolgung begann, und wie sie sich lange Zeit widersetzte. Auch die Menschen in ihrer Umgebung machten eine schleichende und doch merkliche Veränderung durch.
Gnadenlos erzählt sie von dem Versteckspiel, dem Kampf ums Überleben und den Kampf um ein klein wenig Recht.
Zu schade, dass ihre restliche Familie am Ende mit ihr gebrochen hat und es am Ende ein Neffe ist, der sich ihr wieder anzunähern versucht und dabei auch wieder auf Schweigen stößt.

Der erste Satz:
"Im Jahr 2002 nahm ich an einer Tagung von Klinikchefs in Krakau teil."

Der letzte Satz:
"Rosen für Roosje. Schweigen."

Fazit:
Von Anfang an war da eine gewisse Spannung da. Die Geschichte hat sich von Anfang an einfach weiter entwickelt. Das drohende Unheil war förmlich mit den Händen zu greifen. Sowohl bei der aktuellen Geschichte, als auch bei der Geschichte der Tante. Dabei hat man bei beiden Handlungssträngen eine Entwicklung mit gemacht. Von dem kleinen naiven Menschlein, hin zu dem, was sie eben geworden sind, nachdem sie die Erkenntnisse hatten, die sie dann eben hatten. - Das allein hat mich an das Buch gefesselt.
Die Kapitelaufteilung war ziemlich vorteilhaft. Zwar hat die Tante Rosje mehr zu erzählen gehabt, als der Neffe, der die Geschichte quasi aufgedeckt hat, aber trotzdem waren beide Handlungsstränge sehr interessant. Die Kapitelaufteilung war in sofern gut gemacht, dass immer ein "Sachverhalt" abgearbeitet wurde und es dann zum nächsten über ging. So war das bei Rosje zum Beispiel die Ehemänner und Partner, berufliche Stationen, die sie gerade so durchlief oder eben die verschiedenen Lager und Transporte auf denen sie war.
Alles war in einem realistischen, ja fast neutralen Tonfall erzählt. Da wurde nichts dramatisiert, kein Hass geschürt oder sonstwie hoch gebauscht. Das war einfach alles ehrlich so beschrieben, wie es Rosje eben gesehen hat. Also konnte es durchaus sein, dass ein Aufseher direkt auch mal ein guter Mensch wurde, wenn gerade kein Vorgesetzter in der Nähe war. Und genau das hat mich so fasziniert. Die Ehrlichkeit, die trotz allem gefesselt hat, obwohl sie eben nicht hochdramatisch ausgeschmückt war. Das war gar nicht nötig!
Dann war auch alles so beschrieben, dass noch genügend Platz für meine eigene Fantasie geblieben ist. Ich hatte ein Kopfkino vor Augen, dass so schnell nicht getoppt werden wird, denn so einen Film hat man einfach nicht alle Tage. Einzig fasziniert hat mich die Tatsache, dass ich Rosje nie als abgemagerte Gestalt gesehen habe. Für mich war sie die ganze Zeit über die lebenslustige Frau, die sie eben auch am Anfang des Buches war.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Ein Zeugnis deutscher Geschichte, wie es ehrlicher nicht hätte sein können. Ohne groß aufgebauscht zu werden kann auch dieser Teil der Geschichte sehr aufschlussreich sein.
Ich habe es äußerst gern gelesen und habe es auch recht schnell durch gehabt. Entgegen meiner Gewohnheiten habe ich auch den Anhang gelesen, was ich sonst selten bis gar nicht mache. So hat der Leser noch erfahren, was aus den verschiedenen Personen geworden ist und was mit ihnen nach Abschluss der Geschichte geschehen ist. Ein zwar sachlicher, aber auch nicht weniger interessanter Teil des Buches, da man wirklich auch mal erfahren hat, wie in Einzelfällen zum einen mit Opfern, zum anderen aber auch mit Tätern umgegangen worden ist.
Dann gab es noch einen Teil mit Fotos. Eben jenen Fotos, die Rosje auf ihre Art innerhalb der Handlung gerettet hat. - Nicht alle, das hätte wohl zu weit geführt, aber doch ein ganzer Teil davon, der mir Rosje noch einmal gezeigt hat, wie sie wirklich war. Und ich musste feststellen, dass ich gar kein so falsches Bild von ihr hatte.

Ich kann hier wirklich nur eine Leseempfehlung aussprechen. Zum einen, weil es einfach nur ehrlich erzählt und absolut fesselnd ist, und zum anderen auch, weil es einfach nur kurz und knackig und nicht unnötig aufgebauscht wurde. - Ehrliche Geschichte eben. Genau so, wie sie wirklich war, von einem erzählt, der es wirklich selber erlebt hat.

(Auszüge des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Die Tänzerin von Auschwitz" von Paul Glaser

‚Man muss erst ausgestoßen werden, bevor man auserwählt sein kann.‘
sabatayn76vor 2 Jahren

Inhalt:
Als Paul Glaser - eher widerwillig - Auschwitz besucht, entdeckt er auf einem Koffer seinen Familiennamen, der in den Niederlanden eher selten ist. Daraufhin beginnt er, sich intensiv mit der Vergangenheit seiner Familie zu beschäftigen, findet jüdische Wurzeln und stößt auf die Geschichte seiner Tante Rosie/Roosje, die Tänzerin war und nach Auschwitz deportiert wurde.

Basierend auf Rosies Tagebuchaufzeichnungen, Fotos, Briefen, Notizen aus der Zeit des Krieges, persönlichen Gesprächen und Archivmaterial erzählt er in ‚Die Tänzerin von Auschwitz‘ vom Leben seiner Tante und ihrer Zeit in verschiedenen Konzentrationslagern.

Mein Eindruck:
Ich habe schon sehr viel über die Shoa gelesen und interessiere mich sehr für das Dritte Reich. Aus diesem Grunde war ich gespannt auf die Lektüre von Paul Glasers Buch, muss nach dem Lesen aber sagen, dass ich nicht vollends begeistert vom Buch bin.

Dies liegt zum größten Teil sicherlich daran, dass ich Rosie mit ihren Lügen, dem Fremdgehen, ihrer Naivität und gleichzeitig ihrer Abgebrühtheit, ihren Manipulationen und ihrer Berechnung sehr unsympathisch fand. Ich empfand die Schilderungen vor ihrer Zeit in Auschwitz durchweg eher negativ und voller Selbstmitleid.

Die Zeit in Auschwitz empfand ich als differenzierter ausgearbeitet und fesselnder, zuvor wies das Buch meiner Meinung nach ein paar Längen auf und war zudem sprachlich eher hölzern.

Mein Resümee:
Eine Shoa-Geschichte ist nicht automatisch eine fesselnde und berührende Geschichte, wie das Buch von Paul Glaser zeigt. Kann man lesen, aber ich würde andere Bücher zum Thema empfehlen, z.B. ‚Roman eines Schicksallosen‘ von Imre Kertész, ‚Die schönen Tage meiner Jugend‘ von Ana Novac oder ‚Und du bist nicht zurückgekommen‘ von Marceline Loridan-Ivens.

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