Paul Heichen

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Cover des Buches Große Erwartungen (ISBN: 9783730608425)
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Rezension zu "Große Erwartungen" von Charles Dickens

MademoiselleMeow
Erwartungen fast erfüllt

𝐆𝐫𝐨ß𝐞 𝐄𝐫𝐰𝐚𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 ist ein Roman den ich schon länger lesen wollte, seit ich den Trailer zu der Verfilmung von 2012 gesehen habe. Aber vor dem Film, erst das Buch, dachte ich mir. Ich finde Charles Dickens passt gut in die Weihnachtszeit und deswegen habe ich es mir für diesen Monat aus der Bücherei ausgeliehen.


In der Geschichte geht es um den Waisenjungen Pip und wie er durch einen unbekannten Gönner in den Genuss von Bildung und Aussicht auf Wohlstand kommt und dabei auf so manches Hindernis stößt.


Das Buch war ein ganzes Stück Arbeit.
 Es umfasst etwa 600 Seiten und das ist lang für einen Klassiker. Die lesen sich nie schnell weg und ich wollte zwischendurch lieber andere Bücher lesen. Aber bei Klassikern muss man am Ball bleiben.


Dabei enthält der Roman allerlei interessante Figuren und Themen.

Da hätten wir die geisterhafte Miss Havisham. Am Hochzeitstag verlassen, vegetiert diese in ihrem Brautkleid vor sich hin und verlässt nie ihre Villa, die noch immer für den großen Tag vorbereitet ist. Unter Spinnenweben und Schimmel, versteht sich.


Pip’s Leben beginnt sich zum Guten zu wenden, als er zu Miss Havishams Unterhaltung eingeladen wird. Dort trifft er auf die gleichaltrige Estella, in die er sich sofort verliebt. Aber Estella ist kaltherzig und arrogant.


Auch ein entflohener Sträfling, den Pip unter Nötigung geholfen hat, spielt immer wieder ein Rolle, genauso wie der furchterregende Anwalt Mr. Jaggers.


Aber unsere Hauptfigur ist Pip, den wir durch verschiedene Lebensphasen begleiten. Er steigt auf und fällt, wird sich im klaren darüber was im Leben wirklich zählt, leistet Wiedergutmachung und beweist sein gutes Herz.


Nicht ganz nachvollziehbar fand ich seine Liebe zu Estella, die allein auf ihrer Schönheit beruht und die allenfalls Ehrlichkeit und die Loyalität gegenüber Miss Havisham als gute Eigenschaften zu bieten hat. Das hat allerdings einen sehr interessanten Grund.

Was mich aber überzeugen konnte, waren die warmherzigen Männerfreundschaften in dieser Geschichte.


Leider fand ich, dass der Roman einige Längen aufweist und recht ausschweifend geschrieben ist. Manche Figuren waren aufgrund ihrer Ausdrucksweise derart schwer zu lesen, dass ich diese Zeilen, manchmal nur überflogen habe.

Abgesehen davon ist es aber eine sehr schöne Geschichte über Moral mit geradezu märchenhaften Passagen, einigen Überraschungen und einem wunderbaren, versöhnlichen Ende. Sicher nicht mein letzter Charles Dickens Roman.

Cover des Buches Im Tunnel. Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783150144237)
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Rezension zu "Im Tunnel. Unheimliche Geschichten" von Charles Dickens

stefan182
Zwei unheimliche Geschichten

„Im Tunnel“, erschienen im Reclam Verlag, beinhaltet zwei unheimliche Geschichten von Charles Dickens: „Im Tunnel“ und „Des Mordes angeklagt“. „Im Tunnel“ handelt von einem Bahnwärter, dem an einem Bahntunnel Übernatürliches begegnet. Nach jeder Sichtung geschieht ein Unglück. Diese Kurzgeschichte besticht durch zweierlei: Einerseits besitzt sie eine gewisse Doppelbödigkeit, wodurch sie rätselhaft wirkt. Als Lesender erfährt man die Sichtungen des Bahnwärters nicht aus erster Hand, sondern von einem Ich-Erzähler, der von Begegnungen mit dem Bahnwärter erzählt und eine Portion Skepsis gegenüber dessen Sichtungen mitbringt. Dadurch weiß man als Lesender bis zuletzt nicht genau, was wirklich vorgefallen ist. Andererseits ist die Geschichte sehr atmosphärisch, was sowohl an der greifbaren Beschreibung des Tunnels, der sich in einer düsteren Schlucht befindet, als auch an der verschrobenen Art des Bahnwärters liegt. Klassischer ist die zweite Kurzgeschichte „Des Mordes angeklagt“. Sie handelt von einem Mordopfer, das als Geist sicher gehen will, dass der Täter überführt wird. Diese Geschichte ist insgesamt linearer und weniger rätselhaft als „Im Tunnel“. Abgerundet wird die Ausgabe des Reclam Verlags von einer Nachbemerkung, in der die beiden Horrorgeschichten in das weitere Werk von Dickens eingeordnet werden.

Cover des Buches Im Tunnel. Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783150144237)
sarah83sbookshelfs avatar

Rezension zu "Im Tunnel. Unheimliche Geschichten" von Charles Dickens

sarah83sbookshelf
Ein Charles Dickens ohne gesellschaftliche Kritik

"Im Tunnel" umfasst zwei Kurzgeschichten von Charles Dickens, die der Gattung Schauergeschichten zugeordnet werden können. Charles Dickens, der sich sonst durch das Aufzeichnen der gesellschaftlichen Missstände in Werken wie "Oliver Twist" einen Namen gemacht hat, veröffentliche auch Sachtexte über Londons Elendsvierteln und eben diese Schauergeschichten.
Wer bereits "Eine Weihnachtsgeschichte" gelesen hat, weiß, wie Charles Dickens mit Geistern oder anderem Übersinnlichen umgeht. Es wird viel angedeutet, doch gleichzeitig soll es auch so realistisch wie möglich beschrieben werden.
So spielt "Im Tunnel" in einem Eisenbahntunnel und erzählt die Geschichten von einem Wärter, der in unregelmäßigen Abständen Lichter sieht. Während in "Des Mordes angeklagt" sowohl Täter als auch Opfer ihr Spiel mit dem Sprecher der Geschworenen treiben.
Immer ist es der Schauer, der beim Lesen über den Rücken läuft und einen beim Lesen diese Ebene des Nichtwissens betreten lässt.
Gibt es diese Ahnungen oder ist alles pure Fantasie?
Wenn es nur Fantasie ist, gestaltet Dickens sie wirklich gut, auch wenn er für mich immer der Schöpfer von Scrooge sein wird.

Abgerundet wird die Ausgabe durch zahlreiche Worterläuterungen und einer kurzen historischen Einordnung der Texte in Dickens Gesamtwerk und in die damalige Zeit.

4 von 5 Schauern

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