Paul Kalanithi Bevor ich jetzt gehe

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Inhaltsangabe zu „Bevor ich jetzt gehe“ von Paul Kalanithi

„Dieses gehört zu der Handvoll Bücher, die für mich universell sind. Ich empfehle es wirklich jedem.“ ANN PATCHETT Was macht das eigene Leben lebenswert? Was tun, wenn die Lebensleiter keine weiteren Stufen in eine vielversprechende Zukunft bereithält? Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen, neues Leben entstehen zu sehen, während das eigene zu Ende geht? Bewegend und mit feiner Beobachtungsgabe schildert der junge Arzt und Neurochirurg Paul Kalanithi seine Gedanken über die ganz großen Fragen.

Sprachlich moderat, berührend zwar, aber auch unangenehm erschütternd. Ackern, ackern, ackern... - ist dieses Vermächtnis erstrebenswert?

— UtaRuscher
UtaRuscher

Buch über Krebserkrankung eines Chirurgen: https://sprachgewaltig.wordpress.com/2016/08/23/bestseller-vs-klassiker-rezension/

— RonjaEva
RonjaEva

Das Buch zeigt, wie unerwartet und "unpassend" Krankheit und Tod oft in unser Leben treten. Der Autor geht mit dem Thema sehr sachlich um.

— Saskia555
Saskia555

Ein grandioses Buch. Himmelhoch jauchzend bis am Boden zerstört. Und am Ende bricht es einem das Herz.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Schön geschrieben, aber doch traurig

— leserin
leserin

Dieses Buch ist so tiefgreifend, emotional und einleuchtend wie es selten der Fall ist.

— buecherkompass
buecherkompass

Die Autobiographie eines Arztes, der selbst zum Patienten wird. Keine leichte Lektüre, aber leider weniger tiefschürfend als erwartet.

— Schwertlilie79
Schwertlilie79

Eine Hommage an das Leben

— Hexchen123
Hexchen123

Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite vollgepackt mit Emotionen und einem wundervollen Schreibstil. Buchempfehlung!

— MintCandy
MintCandy

Eine tief traurige Geschichte, die jeden auf seine Art berühren wird.

— Elizzy
Elizzy

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    Bevor ich jetzt gehe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. October 2016 um 11:43

    Paul Kalanithi - warum sterben die Besten immer zu früh?Ich kannte ihn nicht. Nicht bevor mir sein Buch auf Spiegel Online ins Auge sprang. Schon bei der Inhaltsbeschreibung hatte ich einen Knoten im Bauch. Dieses Buch musste ich lesen, auch wenn es mich in einen emotionalen Abgrund schmeißt.Und es hat sich gelohnt!Kalanithi ist Neurochirurg - ein aufstrebender Mann, der keinen einfachen Job will, sondern einen, in dem er Menschen helfen kann. Doch sein Traum wird getrübt - er hat Lungenkrebs. Er ist gezwungen, seine Arbeit aufzugeben. Doch er kämpft. Er will es nicht wahrhaben und durchlebt alle körperlichen und seelischen Stadien seiner Krankheit, die er in diesem Buch festhält.Der Leser kann ihm auf Schritt und Tritt folgen, jede Höhe und Tiefe miterleben.Ich habe geweint, der Schmerz saß tief. Danke Paul, für dieses trotz deines Endes lebensbejahende Buch! Ich kann es jedem ans Herz legen. Ja, es ist sehr emotional und ernüchternd, aber das ist es wert!

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  • Traurige Lebensgeschichte

    Bevor ich jetzt gehe
    leserin

    leserin

    18. August 2016 um 16:24

    Der 37jährige Neurochirurg Paul Kalanithi hat eine Spitzenausbildung hinter sich gebracht, war im Begriff eine große Karriere in einer bekannten Klinik zu machen. Er erkrankte an einem Lungentumor, erlebte viele Höhen und Tiefen während seiner Krankheit, arbeitete sogar zeitweise als Neurochirurg weiter, bis ihn dann sein Tumor zum Aufhören zwingt. Er selbst ist der Autor des Buches und beschreibt seine Gefühle, die er vor seiner Erkrankung mit seinen Patienten erlebte und dann während der Zeit bis zu seinem Tod. Seine Frau Lucy und seine Familie kämpfen mit ihm bis zum Ende. Zu seiner großen Freude darf er auch noch die Geburt und ein paar Monate seine Tochter Candy miterleben. Paul schreibt in einer sehr ruhigen Art und Weise über den Tod, das Sterben, aber auch über das Leben.

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  • Was am Ende wirklich zählt.

    Bevor ich jetzt gehe
    buecherkompass

    buecherkompass

    11. August 2016 um 21:13

    Paul Kalanithi ist Neurochirurg. Er ist jung, engagiert, glücklich verheiratet und hat die besten Zukunftsaussichten. Die Jahre der medizinischen Ausbildung waren ermüdend, trotzdem scheint es das Leben gut zu meinen.Bis zu einer Diagnose die alles verändert: Paul hat Lungenkrebs.Bislang hielt der junge Arzt immer einen Plan für die Zukunft bereit. Nun ist es fraglich, ob es eine solche überhaupt geben wird.Was macht man, wenn man die Kontrolle über Leben und Tod verliert?Schweren Herzens entscheidet sich Paul letztlich dazu, die Verantwortung für seine medizinische Behandlung abzugeben. Der Neurochirurg ist nun einfach nur Patient.Ohne Angst blickt er dem Tod fortan ins Auge und hinterlässt uns mit diesem Buch einen Teil seiner selbst.Zunächst ist zu sagen, dass dieses Buch keine Fiktion ist. Und so kommt es, dass Paul Kalanithi sein Werk angesichts seiner Krankheit nie fertigstellen konnte. In einem Nachwort seiner Frau schreibt diese: "Dieses Buch ist in gewisser Weise unvollendet, abgebrochen durch die rapide Verschlechterung von Pauls Zustand, doch dies gehört ganz wesentlich dazu, es ist die Wirklichkeit dessen, was Paul durchmachte".So schwer diese Thematik wiegt, so ehrlich sind die Worte des Autors. Sein Leben lang setzte Paul sich mit Sinnfragen von Leben und Tod auseinander und fand hierauf schließlich seine eigenen Antworten. Die Tiefe der Emotionen von denen man beim Lesen ergriffen wird schmerzt und doch bereichern die Worte des Autors den Alltag.Mit seinem Buch hat Paul Kalanthi nicht nur seiner Tochter, sondern auch den Lesern einen wertvollen Schatz hinterlassen.Die Bewertung eines Lebenswerkes scheint mir nicht angemessen, doch kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen. Es ist mehr als die Hinterlassenschaft eines jungen Arztes und verdient somit eindeutig mehr als nur fünf Sterne.

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  • Wundervolle Worte eines Vaters an seine Tochter

    Bevor ich jetzt gehe
    Hexchen123

    Hexchen123

    15. June 2016 um 17:02

    Paul Kalanithi ist Neurochirug in Assistenzeit und hat es bald geschafft. Mit seiner Intelligenz und seinem Können steht ihm die Welt einer erfolgreichen Arztlaufbahn offen. Harte Zeiten liegen hinter ihm und seiner Frau, doch dies soll bald alles der Vergangenheit angehören. So war zumindest der Plan. Leider hat das Schicksal mit Paul andere Pläne. Er erkrankt an Lungenkrebs.Im ersten Teil von „Bevor ich jetzt gehe“ erzählt Paul von sich und seinem Leben als Arzt. Sein Herz schlägt sowohl für die Medizin als auch für die Schriftstellerei. Dennoch entscheidet er sich für die Medizin und die Neurochirurgie. Er lässt uns an seinem Arzt sein teilhaben, beschreibt die haarbreite Grenze zwischen Leben und Tod. Viele schreckliche Nachrichten musste er seinen Patienten schon überbringen und doch war eines seiner größten Ziele das Mensch bleiben. Nicht nur den offenen Schädel und das Kardzinom zu sehen, sondern vor allem den Menschen.Der zweite Teil des Buches beschreibt seinen Kampf mit dem Krebs. Von hoffen und bangen und aufgeben. Von der Entscheidung trotz seiner Krankheit ein Kind in die Welt zu setzen mit dem Wissen, dass er vermutlich nicht mal die ersten Schritte mitbekommen wird. Und während neues Leben entsteht und seine Tochter gesund das Licht der Welt erblickt, schwindet Pauls Leben immer mehr. Oft hat er mit seinen Patienten schon über das Leben mit der Krankheit und dem bevorstehenden Tod gesprochen. Doch wenn man dann selbst schwerkrank wird, steht man genauso hilflos dem Tod gegenüber wie jeder andere.Der Schreibstil von Paul ist wunderschön. Trotz der enormen Schwere dieses Themas schreibt er leicht und authentisch. Ich bin mir sicher, dass aus ihm nicht nur ein großartiger Arzt, sondern auch ein toller Autor geworden wäre. Das Einzige was etwas störend war sind die vielen medizinischen Fachbegriffe. Jedoch hat der Autor im weiteren Verlauf es gut erklärt, so dass man es als Laie auch gut verstehen kann.FazitAuch wenn dieses Buch sicherlich nicht zu den leichten Themen gehört, sollte es jeder lesen. Es berührt emotional doch sehr und fordert geradezu auf, sein Leben zu reflektieren. Die Worte, welche Paul für seine Tochter Cady hinerlassen hat, sind einfach nur wundervoll.

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  • [Rezension] Bevor ich jetzt gehe, Paul Kalanithi

    Bevor ich jetzt gehe
    zeilensehnsucht

    zeilensehnsucht

    14. June 2016 um 16:16

    Titel: Bevor ich jetzt gehe - Was am Ende wirklich zähltOriginaltitel: When Breath Becomes AirReihe: /Autor: Paul KalanithiVerlag: Albrecht Knaus VerlagGenre: Biografie, TrauerSeitenanzahl: 192Erscheinungsdatum: April 2016Preis: 19,99 € [Gebunden]Meine Erwartungen:Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, wusste ich das ich es lesen muss. Die Thematik ist herzzerreißend und doch gegenwärtig. Nach kurzer Recherchearbeit habe ich dann auch erfahren, dass es sich bei diesem Buch sozusagen um das Vermächtnis von Paul Kalanithi handelt. Dieses Buch ist das, was von seinem Leben überblieb. Und auch wenn ich ihn nicht gekannt habe, hat mich das Gefühl nicht losgelassen, dass ich diesem Menschen durch das Lesen seines Buches so etwas wie die letzte Ehre erweisen könnte.Das Cover:Das Cover erscheint mir in Anbetracht des Inhalts beinahe etwas zu locker, zu verspielt. Zu sehen ist eine geöffnete Tür, die im Sternenhimmel zu schweben scheint. Hinter der Tür ist ein türkiser Himmel zu sehen, bestückt mit weißen Wolken. Die Schriftart des Titels ist schön und passend gewählt.Zitate:"Nachdem wir einmal frühmorgens von einer nächtlichen Eskapade zurückgekommen und erwischt worden waren, befragte mich meine Mutter besorgt zu allen möglichen Drogen, die Teenager häufig nehmen, aber sie kam nie darauf, dass das bei weitem Berauschedste für mich der Gedichtband war, den sie mir in der Woche zuvor gegeben hatte. " (S. 36)"[...] Wenn der Lebensstil an erster Stelle steht, findet man einen Beruf, aber man hat keine Berufung." (S.62)"[...] Die vorrangige Pflicht des Arztes ist es nicht, den Tod abzuwenden oder einem Patienten sein altes Leben zurückzugeben, sondern einem Patienten und seinen Angehörigen Geborgenheit zu schenken und sie zu begleiten, bis sie selbst wieder stehen können, mit ihrem Leben wieder zurechtkommen und einen Sinn in ihrer Existenz sehen." (S. 143)Meine Meinung:Ich weiß eigentlich kaum was ich euch hier sagen soll. Wie erwartet, ist das Buch traurig und es ist mir schwer gefallen zu Ende zu lesen. Ich wusste schließlich wie tragisch es Enden wird.„Bevor ich jetzt gehe“ ist eine Biografie und ich kann es mir kaum anmaßen eine Bewertung darüber zu schreiben. Ich habe mich zwar für eine „Federanzahl“ entschieden, und doch bin ich nicht sehr glücklich darüber, dieses Buch zu bewerten, wie jedes andere. Es geht schließlich um das wahre Leben eines Menschen.Unterteilt ist die Geschichte in zwei Kategorien. Einmal Paul Kalanithis Arzt-Dasein und sein Dasein als Patient.Aus der Ich-Perspektive konnte man seinem Leben folgen. Er ist ein mutiger Mann gewesen. Wie er versucht hat Gleichgewicht wiederzuerlangen, wie er mit seiner Hoffnung, seinen Zweifeln und der Ernsthaftigkeit seines Zustandes umgegangen ist.Das Ende hat mich wirklich berührt. Der Moment in dem klar war, dass Paul Kalanithi kein Wort mehr geschrieben hat, sondern seine Frau sein scheinbar unvollendetes Buch zu einem Ende bringt. In dem sie beschreibt wie er gestorben ist, wie es ihr damit ergangen ist und selbst noch das ein oder andere über ihre Vergangenheit erzählt.Das schwierigste an diesem Buch war für mich ganz offensichtlich, dass es sich hierbei nicht um ein fiktives Buch handelt. Nicht wie bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder vielen anderen Geschichten (in denen es ebenfalls für den Hauptprotagonisten kein Happy End gibt).Nein, dieser Mann, der da von seinem Leben und insbesondere seinem Sterben berichtet, der sein Buch nicht einmal mehr hat beenden können, er ist wirklich gestorben. Seine Tochter die ihren Vater kaum hat kennenlernen dürfen und viel zu jung geblieben ist, als dass sie sich jemals an ihren Vater erinnern kann. Ihr bleibt als Trost einzig dieses Buch, doch was stellt das schon für einen Trost dar, zu lesen, wie der eigene Vater um sein Leben gebangt hat, wie er auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben gesucht hat und wie er sein Sterben akzeptierte, wenn sie sich doch eigentlich nichts anderes wünscht, als ihren Vater.Dieses Mädchen ist nun etwa 2 Jahre alt. Wie lange mag es dauern bis sie dieses Buch und seine letzte Zeilen an sie liest? Ich mag es mir kaum vorstellen.Die Botschaft die er der Welt hinterlässt regt zum Nachdenken an, rührt den Leser. Ich schrieb in meinen Erwartungen an dieses Buch, ich würde Paul Kalanithi damit hoffentlich seine letzte Ehre meinerseits erweisen. Ich kenne diesen Menschen nicht, und doch hat er es geschafft, mich sich näher zu bringen.Die Person unter euch, die dieses Buch lesen wird, erwartet Freude und Liebe. Trauer, Kummer und Schmerz. Die Geschichte eines Lebens, das viel zu kurz gewährt hat. Seine Botschaft ist klar: Wir haben nicht alle Zeit der Welt. Jeder stirbt irgendwann, doch wann ist ungewiss. Das Leben ist wertvoll, ein Geschenk.Ich vergebe 5 von 5 Sterne.an den Knaus Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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  • Bevor ich jetzt gehe

    Bevor ich jetzt gehe
    MintCandy

    MintCandy

    01. June 2016 um 12:39

    "Bevor ich jetzt gehe" ist der berührende Roman des Neurochirurgen Paul Kalanithi. Der Mediziner lebte für seine Patienten und hätte sich wohl nicht gedacht, dass er so schnell selbst Patient wird. Seine Diagnose: Krebs. Welche Auswirkungen diese Diagnose auf sein Leben und das seiner Frau hat, erfahrt ihr in diesem wundervollen und emotionalen Roman.Ich muss vorneweg sagen, dass es mir unfassbar schwer fällt, dieses Buch in angemessene Worte zu verpacken. Paul Kalanithi beschreibt nicht irgendeine Krankheitsgeschichte, sondern seine eigene. Er verarbeitet seine Erlebnisse und Gefühle auf eine so inspirierende und gefühlvolle Art und Weise, wie ich es bisher selten gelesen habe. Ich war von der ersten Seite an bei Paul und habe seine Geschichte in einem Rutsch gelesen, weil ich mich nicht von seinen Worten lösen konnte.  Mit diesem Buch muss man sich auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen. Zu Beginn erfahren wir, wie es um ihn steht und machen anschließend einen Sprung zu seinen beruflichen Anfängen. Im Kapitel "Der Arzt" berichtet Paul von seiner Leidenschaft für englische Literatur und Philosophie. Er hat ein ganz besonderes Talent seine Schicksalsgeschichte in Worte zu packen, die auf der einen Seite unglaublich berühren und traurig machen und auf der anderen Seite seinen Willen widerspiegeln. Paul entschließt sich nach seinem Studium der Literatur und Biologie für ein Medizinstudium. Die Beziehung zu seinen Patienten war ihm in seiner Karriere als Arzt immer besonders wichtig. "Ich hatte Angst, mich zu einem Tolstoischen Stereotyp eines Arztes zu entwickeln, einem Arzt, der sich nur mit hohlen Formalitäten beschäftigte, eine Krankheit bloß routinemäßig behandelte und dabei den Menschen vollkommen übersah." - Seite 77 Im darauffolgenden Kapitel "Der Patient" steht Paul plötzlich auf der anderen Seite und muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, nun selbst Patient zu sein. Er beschreibt, wie er und seine Frau Lucy mit der Situation umgegangen sind und wie er sein Leben von nun an in Angriff nehmen möchte. Weiter als Arzt praktizieren oder doch lieber einen Roman schreiben? Er beschreibt auf eindrucksvolle Weise, wie er mit seiner verbleibenden Zeit umgehen möchte und das er allmählich realisiert, was im Leben wirklich wichtig ist.  "Doch eine der grausamen Begleiterscheinungen von Krebs ist nicht nur, dass er die Zeit begrenzt, sondern auch die Energie, und damit reduziert er das Pensum, das man in einen Tag pressen kann, beträchtlich." -Seite 163  Mich hat dieser Roman nicht nur emotional berührt, sondern zudem zum sehr Nachdenken gebracht. Was ist wirklich wichtig im Leben? Wie will man seine verbleibende Zeit verbringen und vor allem mit wem? Paul wusste nicht, wie viel Zeit ihm wirklich noch bleibt, er wusste nur, dass es nicht genug ist. Während dem Schreibprozess an "Bevor ich jetzt gehe" ist Paul verstorben. Seine Frau Lucy hat im Nachwort ihre Perspektive seiner letzten Momente dargestellt auf gebührende Weise beendet. Es fällt mir wirklich nicht leicht dieses Buch in Worte zu fassen, denn es hat mich sprachlos gemacht. Ich bin wirklich froh, dieses Buch gelesen haben zu dürfen und kann es nur jedem ans Herz legen. 

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  • Ein bewegendes Buch eines begnadeten Arztes

    Bevor ich jetzt gehe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    02. May 2016 um 12:01

    Ein überaus begabter Neurochirurg, der schon unzählige Menschen mit Tumoren behandelt hat und sozusagen professionell tagtäglich in der Klinik mit Leben und Sterben umgeht, ist über Nacht konfrontiert mit der Diagnose, dass er selbst an Krebs erkrankt ist.Gleichzeitig wird deutlich, dass die Beziehung mit seiner geliebten Frau an eine Grenze gekommen ist. Sie sagt zu ihm: „Ich habe das Gefühl, dass wir nicht richtig miteinander verbunden sind. Ich will nicht durch Zufall von deinen Sorgen erfahren. Als ich dir gesagt habe, dass ich mich ausgeschlossen fühle, hast du das offenbar nicht für ein Problem gehalten. Für mich muss sich etwas ändern.“Die mörderischen Klinikschichten und sein enormer Ehrgeiz, ein großer Neurochirurg zu werden, haben Paul Kalanithi die Beziehung zu seiner Frau vernachlässigen lassen. Als sie von ihm von seiner Diagnose erfährt, und er ihr sagt, dass er sie brauche, sagt sie aber:  „Ich werde dich nie verlassen.“Und sie steht ihm bei bis zum Ende, schenkt ihm nach gemeinsamer Entscheidung durch eine künstliche Befruchtung noch ein Kind, das er in seinen letzten  Wochen glücklich im Arm hält.Bevor er sich entschied Arzt zu werden, war sein großer Traum zu schreiben. In seinem letzten Lebensjahr, nachdem eine Therapie, auf die er große Hoffnung gesetzt hatte, nicht anspricht, erfüllt er sich diesen Wunsch und schreibt dieses Buch.Nach einem Prolog, in dem er seine ersten Reaktionen auf die Krebsdiagnose beschreibt, erzählt er in einem ersten Teil seinen ambitionierten Werdegang als Arzt und in einem zweiten Teil sein Schicksal als Patient.Ganz am Ende seines durch den Tod beendeten Manuskripts, das seine Frau durch ein Nachwort ergänzt für die Veröffentlichung vorbereitet hat, schreibt er:„Alle Menschen unterliegen der Endlichkeit. Die meisten Pläne werden entweder verwirklicht oder aufgegeben, so oder so, sie gehören der Vergangenheit an. Die Zukunft, anstatt eine Leiter zu den Lebenszielen zu sein, verflacht zu immerwährender Gegenwart. Geld, gesellschaftlicher Staus, all die menschlichen Eitelkeiten haben so wenig Sinn – das ist alles bedeutungslos. In der Tat.“Er stirbt mit dem Gedanken an seine Tochter Cady, der er mit seiner Frau noch das Leben geschenkt hat.Ihr gibt er etwas auf den Weg, was auch der von der Lektüre bewegte Leser für sich hören kann: „Wenn du in einem dieser vielen Momente im Leben einen Bericht deiner Selbst geben musst, sag, wer du warst, was du getan und der Welt bedeutet hast.“Ein bewegendes Buch eines begnadeten Arztes, dem der Tod verwehrt hat, in die Fußstapfen seines Kollegen Oliver Sacks zu treten. „Bevor ich jetzt gehe“ bleibt sein einziges Buch und Vermächtnis an die Welt. Wie die es angenommen hat, davon zeugen die sensationellen Verkaufszahlen in den USA.

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  • Bevor ich jetzt gehe.

    Bevor ich jetzt gehe
    Elizzy

    Elizzy

    01. May 2016 um 14:45

    ZusammenfassendDieses Buch beinhaltet so viel mehr als nur die Geschichte von Paul. Es verbindet viele wichtige Gedanken und lässt einen über sich und sein Leben bzw. seine Art zu Leben nachdenken. „In unserer heutigen Welt, einer Welt asynchroner Kommunikation, in der wir uns so oft hinter Monitoren verstecken und unser Blick auf viereckige Geräte gerichtet ist, die in unserer Hand klingeln, und in der unsere Aufmerksamkeit von kurzlebigen Geschehnissen absorbiert wird – halten Sie inne und tretetn Sie in einen Dialog mit meinem jung verstorbenen Kollegen, der nun alterslos in unserer Erinnerung lebt.“ S. 14-15Das Buch beginnt mit den einleitenden Worten von Abraham Verghese eines Arztes, Schriftstellers und Freundes von Paul. Sie vermitteln einem schon die richtige Stimmung und das Buch beginnt bereits mit sehr vielen klugen und gewichtigen Worten.Nach diesem Vorwort kommt Paul zu Wort. Er beginnt Mitten in seinem Leben – Mitten während eines ganz normalen Tages – wie das eben so ist. Mitten im Leben, das von einem Tag zum nächsten ein anderes wird. Doch seine Krankheit steht nicht von Anfang an im Mittelpunkt.Er schweift ab und erzählt von seiner Studienzeit und seiner Facharzt Ausbildung.Er lässt uns in sein Leben hineinblicken, in seine Persönlichkeit, seine Gedanken, Ängste, Hoffnungen und in seine Ehe. „Perfektion ist für uns Menschen unerreichbar, aber wir können daran glauben, dass wir uns ihr stetig annähern können.“ S. 102Lasst euch von seiner Geschichte tragen…hier geht es zur LeseprobeGefiel mir sehrIch mochte Paul.Ich fühle immer sehr mit den Protagonisten eines Buches mit und da dieses Buch etwas besonderes ist und auch autobiografisch kann ich im Nachhinein sagen; ich mochte Paul.Mir gefiel wie er als Arzt lernte, auf seine Art, richtig mit den Patienten umzugehen. Ich konnte aber auch die Angst spühren, die er selbst als Patient haben musste. Und ich konnte die Liebe spühren, die er für seine Frau und auch seine Tochter empfand. „Eine schwere Erkrankung war nicht lebensverändernd, sondern lebensvernichtend.“ S. 106Es war speziell die Krankheit, die man sich wirklich niemandem wünscht, aus der Sicht eines Arztes zu erleben. Ich habe mir sehr gewünscht, dass es doch noch Hoffnung für ihn gegeben hätte.Besonders gut gefielen mir auch die vielen Zitate aus den Büchern die er gelesen hatte und mit in seine Geschichte eingebaut hat. „Hemingway hat diesen Prozess in ähnliche Begriffe gefasst: reiche Erfahrungen machen und sich dann zurückziehen, um darüber nachzudenken und darüber zu schreiben. Um vorwärtszukommen, brauchte ich Worte.“ S. 130Gefiel mir nichtLeider fand ich einige Seiten etwas anstrengend, da er sehr sehr viele Fachausdrücke verwendete. Doch Grey’s Anatomy sei Dank, konnte ich mir doch einiges zusammen reimen.Schreibstil & CoverDer Schreibstil an sich ist natürlich erste Klasse – doch beinhaltete für mich zu viele Fachausdrücke.Das Cover ist wirklich sehr schön und passend.FazitIch lass das Buch sehr zügig durch und musste gegen Ende, vorallem beim Nachwort seiner Frau, sehr weinen. Es ist eine wahre Geschichte, die im alltäglichen Leben bestimmt zu oft geschieht, und uns immer wieder innehalten lässt.Manchmal müssen wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen wie kostbar unser Leben ist. Der Tod ist nicht aufzuhalten, deshalb sollten wir alles in unserer Macht stehende tun um zu Leben, solange uns die Zeit dazu vergönnt ist.Den Zeit, ist das Einzige was wir immer zu wenig haben werden. „Es ist noch nicht einmal der Anfang vom Ende – es ist lediglich das Ende des Anfangs.“ S. 150BewertungBuchlänge ♥♥♥♥ (4/5)Schreibstil ♥♥♥ (3/5)Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)Vielen Dank an Randomhouse und den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar!With LoveE.

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  • Traurig und verzaubernd zu gleich

    Bevor ich jetzt gehe
    ChrissisCorner

    ChrissisCorner

    01. May 2016 um 14:41

    Ich finde es sehr schwierig das Buch zu bewerten, weil es die persönlichen Gedanken von Paul Kalanithi sind und er viel aus seinem eigenen Leben erzählt. Ich bin es sonst gewöhnt eher Fiktionen zu lesen und deswegen hat mich dieses Werk um so mehr sehr bewegt.Paul Kalanithi erzählt zu Beginn viel aus seinem Leben. Ich fand es total spannend immer mehr über seine Liebe zur Literatur zu erfahren und war total davon fasziniert, was für Werke er schon in jugen Jahren gelesen hat. Man merkt deutlich, dass sein Schreibstile sehr vielseitig ist und verzaubert einen mit einem ganz eigenen und außergewöhnlichen Humor.Paul Kalanithi erzählt mehr als sehr sachlicht und fast schon ernüchternd von seiner Krankheit. Trotzdem sehr emotional.Ich würde das Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Thema Tod, Krankheit und Sterben auseinandersetzen will. Teilweise war das Buch sehr erdrückend und traurig, sodass ich es erst mal für kurze Zeit beiseitegelegt habe, bevor ich weiterlesen konnte.Ein sehr schönes und verzauberndes Buch, was gleichzeitig traurig ist. Es regt einen zum Nachdenken an.

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  • [Rezension] „Bevor ich jetzt gehe“ von Paul Kalanithi

    Bevor ich jetzt gehe
    Lesefeuer

    Lesefeuer

    27. April 2016 um 10:06

    „Bevor ich jetzt gehe“ ist die Biografie von Paul Kalanithi und erschien 2016 im Knaus Verlag.Paul Kalanithi war Neurochirurg und Autor. Er war gerade im 6. Jahr seiner Facharztausbildung und arbeitete als Assistenzarzt der Neurochirurgie. Im Laufe seiner Karriere hat er selbst bei vielen Menschen Tumore entfernt und ihnen zu einem neuen Leben verholfen, oder er begleitete sie auf ihrem letzten Weg. Aber dann wurde er selbst Patient, als er die Diagnose Krebs erhielt.Meine Meinung:Ich habe dieses Buch mit großem Respekt in die Hand genommen, da ich nicht ganz wusste, was mich erwartet. Ein wenig Bedenken hatte ich, dass ich die Packung Taschentücher nicht mehr aus der Hand legen kann beim Lesen. Glücklicherweise war dem nicht so. Ich hatte öfters mal einen Kloß im Hals und habe über einige Textstellen nachgedacht und auch im Nachwort musste ich die eine oder andere Träne vergießen, aber dennoch ist dies ein Buch, was man wohl so schnell nicht vergisst.Das Buch teilt sich in 6 Abschnitte. Es beginnt mit einem Vorwort von Abraham Verghese, was genauso gut auch ein Nachwort sein könnte. Verghese ist selbst Schriftsteller und Arzt und gab Kalanithi Tipps in Bezug auf das Buch und dessen Veröffentlichung. Es folgt der Prolog, geschrieben von Paula Kalanithi. Er schildert die Zeit, in der er die Diagnose bekam. Daraufhin folgen die zwei Hauptteile. Ein Teil beschäftigt sich mit Paula Kalanithi als Arzt und ein Teil beschäftigt sich mit Paula Kalanithi als Patient. Diesen Teil konnte er nicht mehr ganz zu Ende bringen als sich sein Gesundheitszustand schlagartig verschlechterte. Aber seine Frau schrieb das Nachwort und beschreibt die Tage und Wochen vor und nach seinem Tod. Der letzte Abschnitt ist voller Dankesworte.Auch als Arzt ist man nicht gefeit vor dem Krebs. Auch für Ärzte kann es das Todesurteil sein. Paul Kalanithi gibt uns aber mit seinem Buch Mut und Kraft und zeigt, dass man sein Leben genießen sollte – bis zum letzten Tag. Er ist der Meinung, dass wir so oder so sterben werden. Recht hat er! Diese Ansicht veränderte auch meine. Ich empfehle dieses Buch wirklich Jedem! Es ist von zeitloser Schönheit und kann die Sicht auf Dinge verändern. Ein Buch voller Mut und Zuspruch das Leben auszukosten so gut man nur kann.Das Cover empfinde ich als unscheinbar aber sehr passend. Für solch eine Art von Buch bedarf es nichts, was ausgefallen daher kommt.Paul Kalanithi war Neurochirurg und Autor. Er studierte Biologie, Englische Literatur, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie. Er wurde mit dem höchsten Nachwuchsforscherpreis der American Academy of Neurological Surgery ausgezeichnet. Mit nur 37 Jahren starb er im März 2015 während er an seinem Buch arbeitete. Er hinterlässt seine Familie, seine Frau Lucy und ihre gemeinsame Tochter. Das Buch brach bei seinem Erscheinen in den USA alle Rekorde und wurde auf Anhieb Nr.1 Bestseller.Fazit: 5 SterneIch möchte mich recht herzlich bei der randhomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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  • Ein Arzt schreibt über das Leben, Sterben und die ganz großen Fragen!

    Bevor ich jetzt gehe
    jasimaus123

    jasimaus123

    12. April 2016 um 13:40

    Paul Kalanithi war Neurochirurg und Atuor. Am 9. März 2015 starb er mit gerade einmal 37 Jahren an Krebs, doch bevor ich das letzte Mal seine Augen schloss, begann er sich einen Traum zu verwirklichen: ein Buch schreiben. In diesem schreibt er über die großen Fragen des Lebens, wie es sich anfühlt zu sterben und wie es für ihn war von einem Arzt plötzlich zum Patienten zu werden.Dieses Buch ist eine Art Biografie und ich weiß nicht ganz ob Paul sein Buch so beenden konnte, wie er es sich gewünscht hat. Doch das ist eines der Bücher, bei dem es keine Rolle spielt ob man vorne, hinten oder in der Mitte aufhört zu lesen. Überall erwarten den Leser aufgeworfene Fragen und interessante Gedankengänge, so das man sich bei diesem Buch kaum genug Zeit dafür nehmen kann nachzudenken. Besonders interessant fand ich auch, den Perspektivenwechsel den Paul durchmachte und beschrieb. Früher war er Arzt und rettete anderen Menschen Leben, doch innerhalb kürzester Zeit wird er zum Patienten und muss selbst gerettet werden." Vielleicht werde ich später sterben als ich heute annehme, aber ganz bestimmt früher als ich mir wünsche. "  Allein der Gedanke, das ich ein Buch von einem Mann lese, der durch den Krebs von seiner geliebten Familie gerissen wurde, bringt mich schon zum Weinen. Doch während des Lesens erwarteten mich natürlich auch noch einige Stellen, bei denen ich meine Tränen kaum zurückhalten konnte. Trotzdem ist es keine dieser üblichen Krebsgeschichten, mit viel Drama und Tränen. Es ist eher eine Lebensgeschichte, voller Schmerz, Freude und Kummer.Immer wieder zitierte Paul Kalanithi aus anderen Büchern und schreibt in seinem Buch oft über seine starke Liebe und Neigung der Literatur. Neben Neurologie hat er auch noch Philosophie studiert um das menschliche Gehirn sowohl psychisch als auch physisch kennen zu lernen. Paul Kalanithi war einer dieser Menschen der lernen und verstehen wollte. Für mich ist er ein unglaublich interessanter Mensch, dessen Gedankenwege wohl hunderte Bücher hätten füllen können.~ FAZIT ~ Dieses Buch hat mich nicht nur zum Nachdenken, sondern auch schmunzeln und weinen gebracht. Für mich zählt es auf jeden Fall zu den bewegendsten Büchern die ich dieses Jahr schon gelesen habe. Ich kann es auch wirklich nur jedem ans Herz legen, dieses Buch zu lesen denn ich bin mir sicher, das jeder etwas aus diesem Buch mit hinaus ins Leben nehmen kann.

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  • Bevor ich jetzt gehe....

    Bevor ich jetzt gehe
    Katzyja

    Katzyja

    11. April 2016 um 12:50

    Meine Zusammenfassung Es geht hier um die Geschichte eines jungen 37 Jährigen Arztes, der in seiner Laufbahn selbst mehrere Menschen operiert hat und ihnen schlimme Tumore entfernt hat. Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet hat oder ihnen zu einem neuem Leben verholfen hat, bis er selbst zum Patienten wurde. Trotz seiner Krebserkrankung hat er erstmal weiter als Arzt gearbeitet um anderen Menschen zu helfen. Bewertung Es ist sehr schwierig hier etwas zu schreiben. Ich habe noch keine Biografie rezensiert. Aber ich kann sagen, das mir das Buch sehr nahe ging. Ich habe es öfter weggelegt, da es immer schwer ist, sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Ich war traurig, sauer, unsicher ja, alles gemischt. Der Schreibstil ist sehr gut, hier hat man es ja mit einem harten Thema zu tun, aber obwohl der Autor hier über seine Krebserkrankung schreibt, liest es sich nicht verzweifelt, sondern eher mutig und aufklärend. Erst wurde erzählt, wie es in seinem Studium zuging, und wie Ärzte anfangs noch jeden Patienten als Menschen sehen und mit jedem einzelnen mitfühlen und wie sich das dann aber irgendwann reduziert, weil man einfach nicht alles an sich ranlassen darf, ich konnte es nachvollziehen obwohl es sich so krass anhört. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Zum ersten erzählt er als "der Arzt" und im zweiten dann als "der Patient", das liegt in seinem Fall eng beieinander. Ich habe viel nachgedacht während des lesens, über Dinge die man so eigentlich nicht im Kopf hat,vor allem wenn man noch jung ist. Im jungen Alter macht man sich ja eigentlich nicht so große Gedanken über den Tod, aber jeder muss sterben und das wird hier deutlich, denn Paul war schließlich auch erst 37 und dazu noch Arzt, irgendwie hat man ja selber auch so gedanken wie "Ärzte werden nicht krank" oder "sowas passiert eh nur anderen". Ich weiß gar nicht wie ich solch einem Buch eine perfekte Rezension geben soll, das ist echt schwer. Aber ich fand es schön das Buch zu lesen, da man sich dadurch mal Gedanken über die wirklich wichtigen Dinge im Leben macht und erinnert wird, das das Leben ein Geschenk ist. Auch sehr schön fand ich, das seine Frau am Ende noch ein Nachwort geschrieben hat, sodass man erfahren konnte, wie der Krebs weiter verlaufen ist und man hat gemerkt, das da eine menge Liebe vorhanden ist.  Mit seinem Buch hat sich der Autor irgendwie noch sein Traum erfüllt, da er sich damals in seiner Studienzeit zwischen Medizin und Schriftstellerei entscheiden musste, mit diesem Buch hat er beides erfolgreich geschafft.

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