Paul Keller

 4.6 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Ferien vom Ich, Hubertus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Paul Keller

Geboren am 6. Juli 1873 in Arnsdorf (Kreis Schweidnitz / Schlesien), gestorben am 20. August 1932 in Breslau Lehrer, Gründer der Zeitschrift "Die Bergstadt" und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren (Gesamtauflage: rund 5 Millionen (!) Exemplare)

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Ferien vom Ich

Ferien vom Ich

 (12)
Erschienen am 16.03.2011
Die Heimat : Roman aus d. schles. Bergen.

Die Heimat : Roman aus d. schles. Bergen.

 (2)
Erschienen am 01.01.1920
Grünlein: Eine deutsche Kriegsgeschichte

Grünlein: Eine deutsche Kriegsgeschichte

 (1)
Erschienen am 01.01.1915
Von Kleinen Leuten und grossen Dingen

Von Kleinen Leuten und grossen Dingen

 (1)
Erschienen am 01.01.1973
Stille Strassen

Stille Strassen

 (1)
Erschienen am 17.02.2013
Die Heimat

Die Heimat

 (1)
Erschienen am 01.02.2003
Marie Heinrich

Marie Heinrich

 (1)
Erschienen am 01.01.1986
Waldwinter

Waldwinter

 (0)
Erschienen am 01.06.1998

Neue Rezensionen zu Paul Keller

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Minjes avatar

Rezension zu "Grünlein: Eine deutsche Kriegsgeschichte" von Paul Keller

Kriegserlebnisse
Minjevor 3 Jahren

"Grünlein" von Paul Keller eschien 1915 im Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau.

Inhalt

Die Geschichte spielt 1914 im schlesischen Riesengebirge sowie in Polen. Der Müler Karl zieht aus in den Krieg. Er lässt seinen kleinen Sohn Hubert mit seiner alten Großmutter zurück. Der Hund Wolf sowie der Hausgeist Grünlein bleiben auch in Schlesien. Durch einen Trick gelingt Grünlein die Reise zu seinem Herrn nach Polen. Werden die beiden ihr zu Hause wiedersehen?

Meinung

Mir gefällt Grünlein. Was er alles erlebt, was er für Gefühle durchmacht, und alles, weil sein Herr in den Krieg gezogen ist. Seine Sehnsucht, seine Angst. Es ist dem Autoren  super gelungen, diesen Hausgeist zu beschreiben. Nur schade, dass Grünlein Rapunzel nicht mehr kennengelernt hat...
Wortschatz: Der Autor verwendet aufgrund der Zeit Worte, die heutzutage nicht mehr so gebräuchlich sind. Was ihm nicht negativ ausgelegt werden kann, da das Buch ja 1915 erschien.
Inhalt: Die Handlung der Geschichte ist gut nachvollziehbar.
Emotionen: Aufgrund der gewählten Thematik ist die Geschichte stellenweise traurig und verzweifelt. Trotzdem gelingt es dem Autoren, es schönes, ja ein hoffnungsvolles Ende zu schreiben. Und das er das geschafft hat, macht das Buch zu einem schönen Buch.

Fazit

Das Buch gibt einen relativ kleinen Einblick in den ersten Weltkrieg. Es ist aufgrund der Seitenanzahl schnell zu lesen.

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Ferien vom Ich" von Paul Keller

Die etwas andere Kur "Ferien vom Ich" von Paul Keller
Daphne1962vor 5 Jahren

„Ferien vom Ich“ von Paul Keller, gelesen von Sunga Weineck

Zum Autor

Der Schlesier Paul Keller war ein Heimatschriftsteller des späten Naturalismus. Mit 5 Millionen verkauften Büchern gehörte er 1931 zu den meistgelesenen Autoren. Etliche seiner Werke wurden bis in die 60er Jahre hinein verfilmt. 

Was hilft besser sich von seinen Problemen zu lösen, dem Stress zu entkommen, als eine Kur zu machen. Aber keine herkömmliche Kur, wie man sie heute so kennt. Der Arzt des kleinen Dörfchens hat da so eine Vision. Kuren und dabei aber zu arbeiten. In die Rolle einer anderen Person schlüpfen und auf dem Feld den Bauern bei der Bestellung der Felder zu helfen, die Ställe auszumisten und die Kartoffeln zu ernten. 

Da kommt der amerikanische Milliardär George B. Stefenson daher, er ist geschäftlich in Europa. Nachdem er einen Herzinfarkt kuriert empfiehlt ihm der Doktor "Ferien vom Ich". Schon schmieden die beiden Pläne, wie sich das am besten bewältigen lässt. Geld spielt keine Rolle. Die Vision des Arztes wird umgesetzt, alle Teilnehmer sollen unter anderen Namen und in Arbeitskleidung sich auf dem Gut „Schloss Domberg“ einfinden. Geleitet wird es von der bezaubernden „Eva“. Der Milliardär verliebt sich prompt in die Schöne Dame. Eine Novelle, etwas verstaubter Sprachstil, aber schön altmodisch und auch zeitweise recht amüsant. Ein kurzweiliges Hörbuch für Zwischendurch.

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Matrigas avatar

Rezension zu "Ferien vom Ich" von Paul Keller

Rezension zu "Ferien vom Ich" von Paul Keller
Matrigavor 7 Jahren

Fast unglaublich, daß dieser frische, originelle, vielschichtige, ebenso berührende wie erheiternde Roman knapp 100 Jahre alt ist! Anstelle einer Rezension möge er mit drei Zitaten für sich selbst sprechen:

»Für die Alkoholkranken, die Morphium- und Opiumsüchtigen hat man jetzt draußen Entziehungskuren, die großen Segen bewirken; wir wollen hier allen denen Entziehungskuren gewähren, die auf irgendeine Weise vom Leben vergiftet sind. Ganz generell werden alle erlöst von allem Eitlen und Hohlen ihres bisherigen Daseins, von der drückenden Last öffentlichen und privaten Lebens, von unnützen Bedürfnissen; individuell sollen sie erlöst werden von ihren Krankheiten, Lebenssünden und Lebensschwächen, von unfruchtbarer Sorge, Angst und Reue, sollen Kraft im Frieden und die kostbare Fähigkeit zur Freude wiedergewinnen.«
(S. 46)

»Die Großstadt ist keine gute Mutter. Dazu sind ihre Arme und Hände zu steinern hart, ist ihre Sprache zu laut und liebeleer, sind ihre Sinne zu flunkerig, sind ihre Wünsche ohne Heimlichkeitssinn zu sehr auf den Engrosramsch der Genüsse gerichtet, ist ihr Aufputz zu sehr abgespart den wahren Bedürfnissen ihrer Kinder. Von den Palasträumen ihrer Verwaltung aus regiert diese Stiefmutter Großstadt ihre Familie, die zum größten Teil in dumpfen Winkeln hockt und in engen Kammern schläft; in ihren glänzenden Parkanlagen dürfen barfüßige Jungen und zerlumpte Mädchen spazierengehen. Wie die niederträchtigste Amme, die ihren unruhigen Zögling mit Schnaps betäubt, errichtet sie in all ihren Vorstädten Destille neben Destille. Und wenn die Kinder gar zuviel darben und zu murren beginnen, schenkt ihnen diese „Mutter“ Großstadt einige Bonbons „öffentlicher Fürsorge“ oder billiger Lustbarkeit, Bonbons, die nicht satt, stark und gesund machen können, sondern nur den Magen ansäuern und die Zähne des Willens und Charakters verderben.
Wann endlich wird die Menschheit des trügerischen Schimmers müde sein, in Scharen ausziehen aus dem ungesunden Hause der Stiefmutter Großstadt und im großen Ferien machen von diesem jammervollen Ich?«
(S. 182 f.)

»Von den Patienten, die zu mir kommen und ihre Lebensberichte vor mir ausbreiten, haben die meisten an der Liebe gelitten. Männer wie Frauen. Denn nicht immer sitzt auf dem Felsen am Fluß die Lorelei und in dem scheiternden Kahn unten der Mann; oft schwimmt die Lore unten, und der Mann sitzt oben, wenn er sich auch nicht sein „golden Haar“ kämmt, sondern vielleicht nur einen schwarzen Bart streicht. Die Tragik ist immer die gleiche: der Kahn kippt um. Steht man dann als Leibes- und Seelenarzt am Ufer und wirft seinen Rettungsring aus, so ist das ein aufregendes, aber schönes Geschäft [...]. Habe ich so ein pudelnasses Menschenkind, das im romantischen Rheinstrom der Liebe verunglückte, ans Land gezogen, so lasse ich es erst ein wenig zu Atem kommen, und dann forsche ich es langsam aus, ob die (oder der), so auf dem Felsen gedudelt hat, nicht auch mancherlei Schwächen haben möge, und wird die Frage ein wenig zähneklappernd bejaht, so frage ich langsam weiter, bis sich ergibt, daß die (oder der), so auf dem Felsen gedudelt hat, eigentlich minderwertig, hingegen der (oder die), so in dem Kahn umkippte, wesentlich wertvoller sei, weshalb die ganze Unglücksfahrt eine Torheit gewesen, nach welcher man klüger geworden und gottlob ans feste Land und in trockene Kleider gekommen sei.
In den meisten Fällen hilft meine Methode; sie führt durch das Türlein: „Er ist es nicht wert, daß ich mich opfere“, in den Garten der Gesundung.
Einige Fälle sind hoffnungslos oder doch so schwerer Art, daß immer nur auf die Zeit gerechnet werden kann, die ihren langen Geduldfaden spinnt. Die stehen dann wie verloren und verzürnt in dem lustigen Ferienheim vom Ich, werden zuerst auf einsame Posten geschickt, wo ihnen kein lauter Ton wehe tut, aber wo eine kleine feste Pflicht sie aufrecht hält, und steigen, wenn die Lebenssehnsucht wieder erwacht, Stufe um Stufe ins Tal zurück.«
(S. 211 f.)

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Zusätzliche Informationen

Paul Keller wurde am 06. Juli 1873 in Arnsdorf (Schlesien) (Deutschland) geboren.

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