Goethes Leichen

von Paul Kohl 
3,3 Sterne bei6 Bewertungen
Goethes Leichen
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Igelmanu66s avatar

Goethe mal anders. Toll geschrieben, spannend und mit authentisch wirkendem Szenario.

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Historischer Krimi über teuflische Verstrickungen in der Klassikerstadt

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Inhaltsangabe zu "Goethes Leichen"

Weimar 1783: Eine Kindsmörderin wird enthauptet, junge Burschen
werden als Rekruten nach Preußen verkauft, ein Schmied und ein
Bauer ermordet. Auf der Suche nach einer wertvollen Handschrift irrt
Archivar Kestner im Labyrinth dieser Verbrechen umher – und erhofft
sich Hilfe von Geheimrat Goethe. Doch dieser fürchtet die Aufklärung seiner Taten und
weist ihn ab. Da erscheint Kestner Mephistopheles persönlich und lockt ihn in einen Keller
des abgebrannten Schlosses. Jetzt wird es für Kestner höllisch heiß.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954517169
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:15.10.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Goethe mal anders. Toll geschrieben, spannend und mit authentisch wirkendem Szenario.
    Goethe mal anders

    Kestner zog die Schublade seines Nachtkastens auf, wie er es immer machte, bevor er sich in einem neuen Hotelzimmer einrichtete. Oft hatten Gäste darin etwas liegen lassen. Er fand wie üblich eine Bibel, doch auch einen ausgeschnittenen Zeitungsartikel des »Weimarischen Wöchentlichen Anzeigers«. Er nahm ihn heraus. Er war von gestern, Samstag, den 22. November. Kestner las: »Zwei Morde in Weimar. Vor drei Tagen geschahen in Weimar zwei entsetzliche Morde. Der Schmied Konrad Bertold wurde in seiner Schmiede mit einem Hammer erschlagen und gefesselt in seiner Esse verbrannt. Der Bauer Jörg Jäckel wurde beim Melken rücklings mit einer Mistgabel erstochen. Die Täter sind noch nicht gefasst.«

     

    Weimar, im November 1783. Der Archivsekretär und Hofrat am Kurfürstlichen Hof Hannover Christian Kestner ist nach Weimar gereist, um in der dortigen Bibliothek eine wertvolle Handschrift abzuholen. Doch dies erweist sich als schwierig und während Kestner versucht, seinen Auftrag auszuführen, ist um ihn herum die Welt in Aufruhr. Die beiden Morde sind nicht die einzigen Dinge, die die Menschen bewegen! Eine Kindsmörderin soll hingerichtet werden, immer wieder werden junge Männer als Rekruten nach Preußen verkauft und irgendjemand scheint Kestner und seinen jungen Gehilfen Lorenz zu verfolgen. Selbst der Besuch bei seinem alten Freund Goethe sorgt nicht für die erwartete Freude, denn dieser hat sich irgendwie verändert…

     

    Historische Kriminalromane lese ich immer wieder gerne und dieser hier hat sich wirklich gelohnt. Als Kestner und Lorenz in Weimar eintreffen, haben sie ziemlich einfache Pläne: Die Bibliothek aufsuchen und Goethe treffen. Mit dem, was dann passiert, hatten sie nicht im Entferntesten gerechnet und die Ereignisse und Zustände in Weimar schockieren sie zutiefst. Schnell verlängert sich ihre To-Do-Liste um die Punkte: Zwei Morde aufklären, eine Hinrichtung verhindern, das System der Zwangsrekrutierungen ergründen und herausfinden, wer ihr unheimlicher Verfolger ist.

    Die beiden stellen das klassische Amateurermittlergespann dar, dessen Reiz auf der Gegensätzlichkeit der Charaktere beruht. Kestner ist ein Archivar mit Leib und Seele, der großen Wert auf Recht und Ordnung legt und den es glücklich macht, ein schönes Buch in den Händen zu halten. Lorenz hingegen ist ganz begeistert von den aus Frankreich herüberschwappenden Revolutionsgedanken, ein junger Heißsporn, der die Welt verbessern möchte und gerne (und oft) unüberlegt handelt. Wie meist bei solchen Paarungen ist reichlich Konfliktpotential da, was also nicht überraschend, hier aber gut umgesetzt ist.

    Besonders reizvoll ist das gesamte Szenario. Die Zustände in Weimar werden so ausdrucksstark und atmosphärisch dicht beschrieben, dass ich alles klar vor Augen hatte und manches Mal richtig erschüttert war. Diese Zeit war für einfache Menschen mehr als schwer und das wird sehr, sehr deutlich. Einige Schilderungen sind recht drastisch, aber ich denke, dass dies (leider) den damaligen Verhältnissen entspricht.

    Goethe lernt der Leser von einer sehr speziellen Seite kennen. Wer ihn bislang nur als Dichter kannte, wird überrascht sein. Der Autor hat zwar einen Roman geschrieben, die Handlung aber vor historischem Hintergrund angelegt, gut recherchiert und neben Goethe und Kestner noch weitere reale Personen agieren lassen. So wirkt alles sehr realistisch und die (vermutlich) fiktiven Handlungen und Dialoge bilden mit den historischen Tatsachen ein stimmiges Ganzes. Mit einer Ausnahme – und die heißt Mephistopheles. Dieser tritt in Erscheinung und bindet so auf interessante Weise auch noch die Faust-Thematik mit ein. Allerdings wurde das für meinen Geschmack zum Ende hin ein bisschen viel – ich mag’s einfach lieber real.

     

    Fazit: Goethe mal anders. Toll geschrieben, spannend und mit authentisch wirkendem Szenario.

     

    »Denn alles Bestehende ist wert, dass es zugrunde geht.«

    Kommentare: 11
    109
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    krimielses avatar
    krimielsevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Historischer Krimi über teuflische Verstrickungen in der Klassikerstadt
    Historischer Goethe-Krimi

    Im historischen Kriminalroman von Paul Kohl aus dem Emons-Verlag stecken neben einer teuflisch-spannenden und teils surrealen Handlung sehr gute Beschreibungen der vor-revolutionären misslichen Zustände in Weimar in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
    Goethe hat sich im Roman tatsächlich mit Mephistopheles eingelassen und tritt in sehr finsterer und selbstherrlicher Art so ganz unklassisch und inhumanistisch als drähteziehender Geheimrat des Herzogs Karl August in Erscheinung.

    Der Archivar Kestner wird 1783 nach Weimar entsandt, um eine wertvolle Zeichnung zurück zu ihrem rechtmäßigen Eigentümer, Kurfürst Georg III, nach Hannover zu bringen. Während Kestner gemeinsam mit seinem Gehilfen Lorenz in Weimar dem wertvollen Blatt nachjagt gerät er in einen Strudel aus Verbrechen und Missständen, die ihn zu Nachforschungen bewegen. Die erhoffte Hilfe von seinem alten Freund Geheimrat Goethe bleibt aus, weil dieser um Aufdeckung seiner finsteren Machenschaften fürchtet. Verfolgt und bedroht von Mephistopheles geraten Kestner und Lorenz in tödliche Gefahr.

    Das Buch lebt zum einen von der intelligent konstruierten Handlung, zum anderen vom sehr gut recherchierten historischen Hintergrund der Zustände und Figuren im Weimar des 18.Jahrhunderts. Sehr bildhafte Beschreibungen lassen beim Lesen Kopfkino entstehen und man fühlt sich in Goethes Klassikerstadt versetzt.
    Historische Gebäude, Personen und Ereignisse der damaligen Zeit werden geschickt mit der fiktiven Handlung verknüpft, so dass ich mich als Leser teilweise wirklich durch das spätherbstliche mystische und stinkende Weimar eilen sah, umgeben von finsteren Gestalten. Die Beschreibung der unfassbar grausamen Zustände und Ungerechtigkeiten haben mich den Atem anhalten lassen und die unglaublichen menschlichen Abgründe der Drahtzieher ließen mich frösteln.

    Der gut lesbare Sprachstil und die Zeichnung der Charaktere passt für mich sehr gut zu einem historischen Krimi. Alle handelnden Charaktere haben vom Autor einen plausiblen, glaubhaften und zum Teil sehr tragischen Hintergrund erhalten und wirken dadurch dreidimensional. Dass dabei Klassiker von Goethe als Figurenvorlagen herangezogen werden und dass Goethe selbst als Finsterling erscheint macht die besondere Würze dieses Buches aus.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch, wobei das ein sehr persönliches Empfinden ist. Im letzten Viertel des Buches glitt mir die Handlung zu sehr ins Surreale ab. Das passt zwar zur Mephistopheles-Geschichte und ist sicher auch ein kluger Kniff, um einen fulminanten Showdown zu erzeugen, hat mir persönlich aber nicht so gut gefallen, weshalb ich einen Stern abziehe.

    Fazit:
    Wer kluge historische Krimis an realen Schauplätzen und Vermischung von Geschichte und Fiktion liebt, ist bei diesem spannenden Buch bestens aufgehoben.

    Kommentare: 3
    59
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    Flohs avatar
    Flohvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Lobenswerte Recherche, grandioser Stil und zeitlose geschichtliche Thematik! TOP!
    Hintergründig, zeitlos und spannend!

    Autor Paul Kohl begibt sich in seinem neuen Werk „Goethes Leichen“ auf historischen Wegen und verbindet Kriminalliteratur mit höchst anspruchsvollen historischen Fakten und einem großen Bezug zu namhaften Größen Deutscher Geschichte von Faust bis hin zu Goethe. Als ich in einem Zeitungsartikel über diesen vielversprechenden Krimi las, hat mich nicht nur das Buch an sich sehr neugierig gemacht, sondern auch das Können und Umsetzen der spannenden Thematik zu einem packenden historischen Spannungsroman. Ich wurde nicht enttäuscht, dieser Autor versteht sein Können und sein Genre, er mischt Fiktion mit wahren Elementen und beschwört eine sehr fesselnde und höchst intelligente Spannung heraus, die jedoch seine Zeit und Muße braucht, bis sie die volle Wirkung auf den Leser erzielen kann. Vielseitig, recherchiert, fundiert, hochbrisant, thematisch fast zeitlos und grandios anspruchsvoll. Fiktiv, surreal und Real.

    Erschienen im emons Verlag (http://www.emons-verlag.de/)

    Inhalt:
    "Weimar 1783: Eine Kindsmörderin wird enthauptet, ein Schmied und ein Bauer ermordet und junge Burschen als Rekruten nach Preußen verkauft. Auf der Suche nach einer wertvollen Handschrift irrt Archivar Kestner im Labyrinth dieser Verbrechen umher – und erhofft sich Hilfe von Geheimrat Goethe. Doch dieser weist ihn ab. Da erscheint ihm Mephistopheles persönlich und lockt ihn in einen Keller des abgebrannten Schlosses. Jetzt wird es für Kestner höllisch heiß."

    Zum Schreibstil:
    Der deutsche Autor Paul Kohl war mir bisher leider völlig unbekannt. Nun bin ich durch einen Zeitungsbericht auf diesen Autor mit seinem neuen interessanten Werk „Goethes Leichen“ aufmerksam geworden. Historisches in einem zeitlosen Kriminalroman zu verbinden ist keine leichte Aufgabe für einen Autor und bedarf großes Geschick und Hintergrund. Doch der Autor Paul Kohl wirkt sehr sicher in seinem Genre und weiß  wovon er schreibt. Überzeugend, anspruchsvoll und sehr fundiert. Neben realen Ereignissen und Werken berühmter Genies a la Faust und Goethe und den größten Werken dieser geschichtlichen Denkmäler paart der Autor einen sehr spannend und komplex verwobenen Mordfall. Nach und nach entblättert sich hier ein perfider Antrieb, bestialische menschliche Abgründe und unvorstellbare Motivationen. Der Krimi  wirft seine Schatten zunächst weit zurück ins Jahr 1738 ins jüngere Mittelalter und entblößt schon dort die barbarischen Gesellschaftsformen und zeugt von grauenvollen Hinrichtungen und Morden. Autor Paul Kohl treibt es auf die Spitze des Nervenkitzels, auch wenn seine Spannung erst recht spät vom Leser Besitz ergreift, er schockiert und überrascht. Er trifft den Geschmack der Leser, die auf der Suche nach fesselnder Spannung und packenden historischen Einflüssen sind. Seine Story, seine Schauplätze, die Charaktere...alles scheint bis ins kleinste Detail recherchiert und durchdacht zu sein. Einzigartig und bemerkenswert.
    Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig und sehr authentisch dargelegt. Ein Schreibstil, der für unerträgliche Spannung, Neugier, Wissensdurst und Entsetzen sorgt.

    Schauplätze:
    Bei der Wahl der Schauplätze verdient der Autor Paul Kohl weitere Sterne. Er hat einen fundierten historischen Krimi erschaffen, der mit einer fast erschlagenen Vielzahl an Kulturen, Ländern und einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich Kunst, Geschichte, Poesie, Literatur, Macht und Ruhm glänzt. Paul Kohl definiert seine Schauplätze mit Details, das Buch erzeugt Bilder und erinnert stark an Verschwörungsfilme und großes Kino. Seine Recherche zahlt sich stimmig aus. Hut ab! Orte und Epochen, an denen ich als Leser noch nie war, werden mir so nahe gebracht wie meine eigene Hosentasche. Dennoch gibt P. Kohl nur so viel preis wie möglich, aber nur so viel wie nötig. Dieser Umstand beflügelt die Fantasie der Leser sehr und nimmt ihn mit in die beklemmende und kaltblütige Welt der Kunst und Literatur.
    Viele atemberaubende Sequenzen bringen den Leser aufgrund der Facette und des Wirkens zum Atemstillstand und zum Adrenalinkick!

    Charaktere:
    Bei der Wahl der Charaktere beweist der Autor ein gutes Händchen, dennoch hätte ich mir gerade hier mehr Tiefe gewünscht. Archivar Kestner stößt auf Unglaubliches und fühlt sich verantwortlich im Namen der Opfer Antworten zu finden und das Rätsel zu lösen. Durch seine Ambitionen und der Suche nach einem Verbündeten, gerät Kestner selbst in den Strudel aus Vergeltung, Mord und Hinterhalt. Zwar sind mir die Charaktere als „Laienermittler“ sympathisch und ganz nah, dennoch störe ich mich hier an einigen Fehltritten und etwas Blauäugigkeit. Dieser Krimi ist so intelligent und geballt, dass diese Naivität irgendwie nicht so recht ins Gesamtkonzept passt. Aber das wird Geschmackssache sein. Dennoch muss ich dem Autor zu Gute geben, dass er einen sehr stimmigen und komplexen Pool aus Haupt- und Nebenrollen erschaffen hat und diese stets stimmig und rund in Einklang bringt. Seine Figuren sind der Zeit angemessen und erzeugen ein stimmiges Werk seiner Zeit und Epoche. Da einige Aktionen  und Handlungen etwas weit hergeholt wirkten, muss ich hier leider einen Stern abziehen. Autor Paul Kohl schafft es dennoch durch seine Protagonisten eine längst vergangene Zeit zum Leben zu erwecken und schlimmste Verbrechen zu Tage zu führen. Er hat Protagonisten erschaffen, die alltäglicher und realer, stets der Epoche angepasst, nicht wirken können. Gerade die Hauptrollen, gar Heldenrollen, werden hier eher den laienhaften und unerfahrenen „ Ermittlern“ zugeteilt, das überrascht, das ist neu, das muss man mögen. Sein Team zieht alle Register und wird den Leser fesseln und verblüffen, mit dessen Handeln und dessen Folgen, sorgt für viel Spannung und unvorhersehbare Ereignisse, aber auch für zu viele Zufälle und Schicksalsfügung. Gleich zu Beginn ermöglicht der Autor seinen Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten und bietet zusätzlich eine gelungene Auswahl an Nebenrollen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen, und manche sind im großen Showdown gar nicht mehr am Leben.
    Gerade die Kunstwelt und die Skrupellosigkeit der Obrigkeiten, der Unterwelt und der Drahtzieher  lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich wird hier jeder Charakter vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Entdeckung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt.

    Meinung:
    Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser historischer Spannungsroman, mit viel Nervenkitzel, ausgesprochener Recherche, viel Hintergrund und Rasanz. Grandioser Anspruch, zeitlose Thematik. Hier liest man das Wissen und die Erfahrung des Autors durch seine Recherchen.  Mainstream? Fehlanzeige. Ich wurde unterhalten, geschockt, erschüttert und mit Spannung versorgt. Hier gibt es Historik auf großem Niveau in vielerlei Hinsicht! Komplex und überraschend! Vielleicht nicht immer von leichter Kost. Man merkt hier in jeder Zeile, wie der Autor mit seiner Story lebt und sich seine Welt aus Fiktion und realen Ereignissen zusammengewoben hat. Sehr geschickt lässt er drei Handlungsstränge zu einem großen Komplott zusammenlaufen. Sehr schlau und talentiert gelöst. WOW, von diesem Autor möchte ich unbedingt mehr lesen!

    Kritikpunkt:

    Der Autor Paul Kohl schafft ein stimmiges und atemberaubendes Bild an Charakteren und Protagonisten. Gerade der ambitionierte Archivar Kestner spielt hier eine starke Rolle. Leider wirkte gerade dieser Charakter auf mich etwas distanziert und manchmal zu übereilt handelnd. Daher wirkten Kestners Aktionen oft zu überspitzt und zu sehr von Zufall und Schicksal geprägt. Menno, dass ist der einzige Kritikpunkt in dem sonst so genialen Krimi mit dieser intelligenten Thematik und Umsetzung!

    Der Autor:
    "Paul Kohl, geboren 1937 in Köln, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft. Er war Buchhändler und Mitarbeiter bei Fernsehproduktionen. Heute ist er Hörfunk- und Buchautor und schreibt vorwiegend über geschichtliche und sozial kritische Themen. Seit 1970 lebt und arbeitet er in Berlin. 2014 erhielt er den Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk als Autor für Hörfunk features."

    Zum Cover:
    Das Cover ist sehr schlicht und verrät nicht viel. Hier wird man erst durch den Klapptext neugierig und weiß auch später die Feder zu deuten. Das Buch wirkt absolut hochwertig und liegt wunderbar in der Hand!

    Fazit:
    Wer Historie, stetig wachsende Spannung und Recherchel liebt, hohen Anspruch und Einblicke in die Kunst, Historie, Kirche und Macht nicht scheut, sich von gelungener Recherche fesseln lassen will, der muss dieses Buch lesen. 4 mehr als verdiente Sterne!!!

    Kommentare: 12
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    LittleMissEMmAs avatar
    LittleMissEMmAvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Art "Faust". Man taucht ein die Welt Goethes und des Faust. Und v.a. des Mephisto. Anfangs etwas langatmig, später zuweilen surreal.
    Kommentieren0
    Jana68s avatar
    Jana68vor 2 Jahren
    Liserons avatar
    Liseronvor 3 Jahren

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