Paul Lascaux

 3.4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Salztränen, Schokoladenhölle und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Paul Lascaux

Sortieren:
Buchformat:
Schokoladenhölle

Schokoladenhölle

 (3)
Erschienen am 04.02.2013
Salztränen

Salztränen

 (4)
Erschienen am 01.02.2008
Wursthimmel

Wursthimmel

 (3)
Erschienen am 02.07.2008
Mordswein

Mordswein

 (1)
Erschienen am 11.07.2011
Gnadenbrot

Gnadenbrot

 (2)
Erschienen am 12.07.2010
Nelkenmörder

Nelkenmörder

 (1)
Erschienen am 01.07.2015
Feuerwasser

Feuerwasser

 (1)
Erschienen am 01.07.2009
Der Lückenbüsser

Der Lückenbüsser

 (0)
Erschienen am 09.03.2000

Neue Rezensionen zu Paul Lascaux

Neu
Norskehexs avatar

Rezension zu "Nelkenmörder" von Paul Lascaux

Nelkenmörder
Norskehexvor 3 Jahren

Inhalt:

Der Detektiv Heinrich Müller ersteigert das Reisetagebuch eines Renaissance-Künstlers, der in der Werkstatt von Sandro Botticelli arbeitete. Währenddessen wird die Detektei „Müller& Himmel“ von der Berner Polizei beauftragt sie in einem seltsamen Todesfall zu unterstützen. In Florenz wurde ein Berner Kunsthändler auf brutalste Weise ermordet. Müller und Himmel sollen sich vor Ort umsehen und bei der italienischen Polizei als Verbindungsleute fungieren. Kaum vor Ort treffen sie auf den Kontaktmann der florentiner Staatsanwaltschaft, der sie jedoch nicht in alles einweiht. Und plötzlich stehen sie in einer Fälscherwerkstatt. Nach ihrer Rückkehr nach Bern erhält Müller Drohungen einer Verdächtigen und ein Restaurator wird auf dieselbe Weise gequält wie der Tote in Florenz. Er überlebt, doch kann er zur Aufklärung des Verbrechens beitragen?


Persönliche Meinung:

Dies war der erste Krimi, den ich von Paul Lascaux gelesen habe. Seine Bücher stehen auf meiner Leseliste, weil die Titel immer interessant klingen. Der Nelkenmörder ist ein nett zu lesender Krimi, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Ich konnte nicht miträtseln, weil ich immer vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Ganz viel passiert in einer Hintergrundebene, auf die der Leser keinen Zugriff hat und plötzlich präsentiert irgendwer Schlussfolgerungen und es passiert irgendwas, das man als Leser hinnehmen muss.
Irgendwie wirkte das alles auf mich ein bisschen hingehudelt, damit man fertig wird und meist auch recht oberflächlich. Das Themenfeld Kunstmarkt, Kunstfälschungen und Kunstmafia wird – obwohl es das Motiv ist – nur angeritzt und man bekommt irgendwelche Infos serviert ohne, dass weiter drauf eingegangen wird. Auch aus den noch nicht genau bekannten Nelkenmeistern hätte man durchaus mehr machen können.
Die Figuren sind alle recht sympathisch gestrickt, aber wirken auch etwas behäbig. Die Idee, dass die Detektei mit einer Bar gekoppelt ist, finde ich echt witzig, das hab ich bisher so noch nicht gelesen. Allerdings kann die Bar nicht wirklich was abwerfen, weil die Detektive dauern mit dem Ermitteln beschäftigt sind. Da der Nelkenmörder aber mein erster Krimi mit Müller und Himmel war, kann es natürlich sein, dass in den vorherigen Büchern schon darüber geschrieben wurde.
Spannend war der Zeitsprung, den man mithilfe des Tagebuchs von Paul Löwensprung, mutmaßlich einer der Nelkenmeister, machte. So wurde das Florenz der Renaissancezeit und der Medici lebendig, in dem Botticelli seine bekanntesten Bilder malt und die schöne Simonetta Vespucci der Mittelpunkt der Gesellschaft ist.
Ein großer kunsthistorischer Fehler ist dem Autor allerdings unterlaufen, als er den Isenheimer Altar Martin Schongauer zugeschrieben hat, der ist nämlich von Matthias Grünewald (tut mir leid, aber da kommt der Kunsthistoriker in mir durch)

Insgesamt würde ich die Geschichte eher in die Kategorie Cosy-Krimi einordnen, wer also atemberaubende Spannung und knifflige Aufgaben sucht, der sollte zu einem anderen Krimi greifen. Wer einfach nur einen netten Krimi lesen möchte, der kann den Nelkenmörder recht flott durchlesen.

Kommentieren0
7
Teilen
gaby2707s avatar

Rezension zu "Salztränen" von Paul Lascaux

Mord und Käse - interessant, aber leider nicht spannend
gaby2707vor 5 Jahren

Der private Ermittler mit eigener Detektei Heinrich Müller wird von einer Versicherung ins Emmental gerufen. Hier ist ein Milcheinkäufer bei einem Unfall (oder Mordanschlag?) in seinem Auto verbrannt. In einem Gasthof im Kurzgraben, in Kurzenau an der Kurzen beginnt er seine Nachforschungen bei den einheimischen Milchbauern. Schon bald schließt sich ihm die junge Nicole "Lucy" Himmel an, die sich derzeit in diesem Landstrich mit ethnolo-gischen Forschungen beschäftigt und im Lokal bedient. Als sich weitere ungeklärte Todesfälle aus der Vergangenheit auftun und es auch zu neuen Todesfällen kommt, kommen die beiden Dorfpolizisten Hans Zaugg und Hermann Blaser, sowie der Störfahnder der Berner Kantonspolizei Bernhard Spring zu den Ermittlungen hinzu. Die Zeichen deuten immer weiter dahin, dass es in der Vergangenheit einige dunkle Geheimnisse in der Bergidylle geben muss.

Heinrich Müller ist ein Ermittler der etwas anderen Art. Mir kommt er etwas behäbig vor. Er nimmt mich über 12 Tage mit ins Emmental, wo ich einiges über die Herstellung von Käse und über das Bauernwesen in dieser abgelegenen Region mit ihren kleinen Tälern erfahre. Alle sind schnell beim "Du" - nur Müller tut sich anfangs etwas schwer damit. Bei den Gesprächen der Bauern in der Gastwirtschaft stehe ich nebenan, wenn sie ihrem Ärger über den andauernden Preisverfall bei Milch und Käse Luft machen.

Gedankliche Abschweifungen von Müller werden kursiv dargestellt. Für mich hören sich diese gedanklichen Ergüsse etwas defus an und sind für mich nicht nachvollziehbar. Was mir auch fehlt ist die Spannung, die ich leider absolut vermisst habe.

Die Geschichte insgesamt hat mir bis auf den Schluss und die fehlende Spannung gut gefallen. Die Auflösung der Fälle allerdings, die sehr kurz abgehandelt wurde, befriedigt mich ganz und gar nicht.  

Wer einen spannenden, ausgereiften Krimi lesen will, der ist hier nicht richtig. Wer aber eine interessante Geschichte über die Käserei und die schönen Ecken des Emmentals sucht, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.  

 

Kommentieren0
30
Teilen
gaby2707s avatar

Rezension zu "Wursthimmel" von Paul Lascaux

Hier geht´s um die Wurst
gaby2707vor 5 Jahren

Aktionskünstler F.K.Swiss lädt im Sommer zu einer Grillparty ein um sein  neuestes Werk vorzustellen. Mit von der Party sind der Detektiv Heinrich "Henry" Müller und seine Partnerin Nicole "Lucy" Himmel, denen die Jurybe-wertung zur Wahl der Wurstkönigin angetragen wird. Aber auch viele Andere sind gekommen um dem Spektakel beizuwohnen - nicht nur geladene Gäste.

Als Heinrich Müller die Siegerin der Wahl Wanda Wegmann aus ihrem Schrebergartenhäuschen abholen will, findet er sie erstochen. Am nächsten Morgen die nächste böse Überraschung: an einem Bratspieß hängt die Leiche von Philipp Ochsenbein, dem Vertriebschef der Metzgerei Trauber. Bernhard Spring, der Störfahnder der Berner Kantonspolizei bittet Müller und Himmel sich in die Ermittlungen als Detektive mit einzuschalten...

Im ersten Krimi von Paul Lascaux, den ich gelesen habe, ging es um Käse. Diesmal hat er sich Würstl ausgesucht. Ich lerne einiges aus der Welt der Schlachtung, des Vertriebs und der Schweizer Essgewohnheiten. Aber auch Einblicke in die erotische Fotografie werden mir nicht verwehrt. Heinrich Müller selbst bandelt in dieser Geschichte mit der Bardame Leonie an, die er auf dem Grillfest kennengelernt hat.

So locker und leicht mit einer spritzigen Ironie und einem Schuss Zynismus geschrieben, war das Buch in einem Rutsch ausgelesen.

Manchmal ging es allerdings, wie ich finde, so durcheinander, dass ich froh war, im Personenverzeichnis am Ende des Buches nachschlagen zu können. Für die immer wieder sparsam eingestreuten Schweizer Begriffe, die der Geschichte ihren eigenen Charme geben, gibt es ebenfalls am Ende des Buches ein Glossar.

Ein Zitat am Anfang des Buches von Bora Cosic sagt, wie ich finde, sehr viel über den Humor von Autor Paul Lascaux aus:  Opa sagte: Alles lässt sich einrenken, wenn man gesund ist, lange lebt und viel Geld hat." 

Kommentieren0
23
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 22 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks