Paul Lascaux Salztränen

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Salztränen“ von Paul Lascaux

Ein mysteriöser Autounfall im Emmental nahe Bern. Hans Bähler, Käseeinkäufer der Großhandelsfirma "Moloko", prallt ungebremst an einen Baum und stirbt. Privatdetektiv Heinrich Müller, der von einer Versicherung mit der Untersuchung des Falls beauftragt wird, macht sich auf den Weg in das abgelegene Tal. Dort lernt er die Ethnologiestudentin Lucy kennen, die Feldstudien bei Schweizer Ureinwohnern betreibt und sich schon bald als glänzende Partnerin bei den Ermittlungen erweist. Mit Scharfsinn und Intuition kommen die beiden einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das tief in der Vergangenheit des idyllischen Tals vergraben liegt.

Mord und Käse - eine interessante, leider unspannende Kombination

— gaby2707
gaby2707

Stöbern in Krimi & Thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Leider ziemlich enttäuschend.

reading_madness

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Very, very british feeling! Gelungener Krimi!

skyprincess

In tiefen Schluchten

Leider für mich weit weg vom Krimi, dafür viel spannendes und interessante für die Hugenotten

isabellepf

Der Nebelmann

subtiler, spannender Thriller!

Mira20

Nachts am Brenner

spannend, fesselnd mit einer Reise in die Vergangenheit

Gartenkobold

Finster ist die Nacht

Sympathische Ermittlerin und ein gemütlicher Krimi

mareikealbracht

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Mord und Käse - interessant, aber leider nicht spannend

    Salztränen
    gaby2707

    gaby2707

    01. May 2014 um 13:06

    Der private Ermittler mit eigener Detektei Heinrich Müller wird von einer Versicherung ins Emmental gerufen. Hier ist ein Milcheinkäufer bei einem Unfall (oder Mordanschlag?) in seinem Auto verbrannt. In einem Gasthof im Kurzgraben, in Kurzenau an der Kurzen beginnt er seine Nachforschungen bei den einheimischen Milchbauern. Schon bald schließt sich ihm die junge Nicole "Lucy" Himmel an, die sich derzeit in diesem Landstrich mit ethnolo-gischen Forschungen beschäftigt und im Lokal bedient. Als sich weitere ungeklärte Todesfälle aus der Vergangenheit auftun und es auch zu neuen Todesfällen kommt, kommen die beiden Dorfpolizisten Hans Zaugg und Hermann Blaser, sowie der Störfahnder der Berner Kantonspolizei Bernhard Spring zu den Ermittlungen hinzu. Die Zeichen deuten immer weiter dahin, dass es in der Vergangenheit einige dunkle Geheimnisse in der Bergidylle geben muss. Heinrich Müller ist ein Ermittler der etwas anderen Art. Mir kommt er etwas behäbig vor. Er nimmt mich über 12 Tage mit ins Emmental, wo ich einiges über die Herstellung von Käse und über das Bauernwesen in dieser abgelegenen Region mit ihren kleinen Tälern erfahre. Alle sind schnell beim "Du" - nur Müller tut sich anfangs etwas schwer damit. Bei den Gesprächen der Bauern in der Gastwirtschaft stehe ich nebenan, wenn sie ihrem Ärger über den andauernden Preisverfall bei Milch und Käse Luft machen. Gedankliche Abschweifungen von Müller werden kursiv dargestellt. Für mich hören sich diese gedanklichen Ergüsse etwas defus an und sind für mich nicht nachvollziehbar. Was mir auch fehlt ist die Spannung, die ich leider absolut vermisst habe. Die Geschichte insgesamt hat mir bis auf den Schluss und die fehlende Spannung gut gefallen. Die Auflösung der Fälle allerdings, die sehr kurz abgehandelt wurde, befriedigt mich ganz und gar nicht.   Wer einen spannenden, ausgereiften Krimi lesen will, der ist hier nicht richtig. Wer aber eine interessante Geschichte über die Käserei und die schönen Ecken des Emmentals sucht, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.    

    Mehr
  • Rezension zu "Salztränen" von Paul Lascaux

    Salztränen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. February 2013 um 20:59

    Der Privatdetektiv Heinrich Müller wird von einer Versicherung in ein kleines, enges Bergtal bestellt: Der Unfalltod eines Käsereimitarbeiters gibt Rätsel auf, nachdem die Polizei die ersten Spuren gesichert hat. Dabei geht es der Versicherung weniger um die Aufklärung eines möglichen Verbrechens, sondern einfach um die grundlegende Frage, ob sie überhaupt zahlen muss. Ein bisschen umhören soll Müller sich also. Was in einem kleinen Bergtal nicht wirklich einfach ist, denn die Städter (und unter diesen Begriff fallen praktisch alle Auswärtigen) werden grundsätzlich mit Misstrauen beäugt und erfahren erst einmal nichts. Doch der Detektiv hat Glück. Zwar erkennt man in ihm schnell den ehemaligen Polizisten, aber er quartiert sich in just dem Wirtshaus ein, in dem eine Ethnologiestudentin während ihres Studienaufenthalts Station macht. Nicole Himmler, genannt Lucy, hilft mit Hintergrundwissen aus und gemeinsam fällt die Recherche sehr viel einfacher. Müllers Fragen rühren offensichtlich in einem bis dato gut abgesetzen Sediment von Wissen, Ahnung und Vermutung. Es bleibt nicht bei einem Toten, Todesfälle aus der Vergangenheit werden zusätzlich ans Licht gezerrt und Müller sucht verzweifelt danach, alle miteinander in Verbindung zu bringen. Was das Buch für mich unter anderem lohnend gemacht hat, war die ausgezeichnete Schilderung der Käsewirtschaft. Das mag für den einen oder anderen nicht wahnsinnig spannend klingen, aber Europa und die Preisspirale haben auch im engen Emmental ihre Spuren hinterlassen, weswegen sich die Bauern zum Beispiel trefflich darüber aufregen können (und müssen), dass Supermarktkäse inzwischen ziemlich austauschbar schmeckt. Das Thema fand ich zudem sehr flüssig in der Handlung untergebracht und weil Müller dem Käser gut zuhört, erzählt der dann doch das eine oder andere über den toten Moloko-Mitarbeiter. Einen Auftritt verschafft Lascaux auch dem bekanntensten Dichter des Emmentals, Jeremias Gotthelf, den er immer wieder mit Beschreibungen von Land und Leuten zitiert. Lascaux erzählt ansonsten ohne viele Schnörkel und steckt die Liebe eher zu Gotthelf und der Milchwirtschaft. Den Fall macht diese Struktur komplizierter als nötig, denn am Ende haben alle möglichen Leute mit allen möglichen anderen Verknüpfungen, die diesen oder jenen Tod verursacht haben. Warum Müller die verschiedensten Todefälle miteinander verknüpfen will, bleibt ein Rätsel. Er löst alles auf, aber die Hinweise bis dorthin purzeln ihm heimlich vor die Füße. Doch am Ende will ich schon noch wissen, wie es mit der Detektei Müller weitergeht, wenn Müller die pfiffige Frau Himmler gerne als Ermittlungspartner in seine Detektei holen will. Sie wird sicher Ja sagen.

    Mehr