Paul Lendvai Leben eines Grenzgängers

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Inhaltsangabe zu „Leben eines Grenzgängers“ von Paul Lendvai

Paul Lendvai, der international renommierte Osteuropa-Experte und Publizist, blickt zurück auf ein aufregendes Leben zwischen Ost und West: Die Jahre der Verfolgung als jüdischer Jugendlicher im Budapest der Vierzigerjahre, nur mit Glück entging er der Deportation nach Auschwitz, die Zeit des Berufsverbots und der Internierung als „politisch Unzuverlässiger“ Anfang der Fünfzigerjahre in Ungarn, die Geschichte seiner aufregenden Flucht 1956 über Prag und Warschau nach Wien, das Schreiben unter Pseudonym in den ersten Jahren in Österreich, um seine in Ungarn verbliebene Mutter zu schützen, sein beeindruckender Weg zum international bekannten Journalisten und weltweit anerkannten Osteuropa-Experten, Anekdoten aus dem Arbeitsalltag eines politischen Journalisten, Ansichten und Einsichten über sein Vaterland Ungarn und seine zweite Heimat Österreich, Geschichte und Geschichten aus der Politik dieser Länder, die Verleumdungskampagnen und Drohungen ungarischer Nationalisten gegen ihn wegen der schonungslosen Analyse in seinem letzten Ungarn-Buch und auch Persönliches und Privates aus Paul Lendvais Familienleben.

Sehr interessantes Interview über das Leben eines bekannten Journalisten und Ost- wie auch Südosteuropa Kenners.

— ban-aislingeach
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Interessantes und spannendes Gespräch mit und über das Leben eines international anerkannten Publizisten!

— Bücherwurm
Bücherwurm

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  • Journalismus war stets seine Berufung

    Leben eines Grenzgängers
    ban-aislingeach

    ban-aislingeach

    05. February 2017 um 15:10

    „Ungarn leidet an der „Krise des Unvorgesehenen““ (Zitat von Paul Lendvai) Die Biografie „Leben eines Grenzgängers“ berichtet über den ungarischen Journalisten Paul Lendvai, welcher 1929 geboren wurde. Das Buch ist am 01.03.2013 auf Deutsch im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen und umfasst 256 Seiten. Es ist keine klassische Biografie, sondern ein Interview mit Zsófia Mihancsik über Paul Lendvais Leben. Die ungarische Journalistin Zsófia Mihancsik arbeitete als Journalisten beim staatlichen Rundfunk. Als der „Medienkrieg“ jedoch ausbrach, kündigte sie dort um gegen die politischen Eingriffe in die staatlichen Medien zu protestieren. Danach arbeitete sie als freischaffende Journalistin. Bis sie 2010 die Chefredakteurin der Galamus Gruppe, eines Online-Nachrichtenportals, wurde. Paul Lendvai stammt aus einer jüdischen Familie und erlebte den zweiten Weltkrieg in seiner Kindheit. Fast wäre er zusammen mit seinem Vater in Auschwitz gelandet, aber kurz davor konnten die Beiden glücklicherweise gerettet werden. Danach versteckte sich die Familie. Tragischer Weise verlor Pauls Mutter jedoch fast ihre gesamte Verwandtschaft, welche in Siebenbürgen lebte im Holocaust. Da der Vater als Anwalt nur mittelmäßig verdiente, war die Familie niemals reich. Dennoch fehlte ihm nichts. Paul ging in jungen Jahren in die Politik, aber nicht für lange Zeit und ebenfalls arbeitete er nur kurze Zeit als Soldat. Seine Berufung war der Journalismus. Er landete im Gefängnis, weil er für eine sozialdemokratische Zeitung arbeitete, und durfte nach dem er das Gefängnis verlassen hatte drei Jahre nicht als Journalist arbeiten. Durch Zufall kam er dann nach Österreich, seinen Vater sah er nie wieder und seine Mutter konnte er erst Jahre später ebenfalls nach Wien holen. In der Hauptstadt Österreichs machte er jedoch Karriere als Journalist, Moderator und zudem war er Leiter der Osteuropa Redaktion des ORF. Bis heute leitet er die Diskussionsrunde Europastudio und gilt als Kenner von Ost- und Südosteuropa. Er landete während dem Kalten Krieges auf der schwarzen Liste und durfte deshalb mehrere Staaten des Ostblocks nicht besuchen. Da er kritisch über Ungarn berichtete, versuchte man zudem mehrmals seinen guten Ruf zu zerstören. Dank seinen guten Verbindungen und guten Anwälten überstand er diese Schmutzkampagnen mit keinem allzu großen Schaden. Paul Lendvai war dreimal verheiratet. Das erste Mal mit einer älteren Frau, zur Scheidung kam es als er Ungarn ohne sie verließ, was völlig verständlich war, immerhin hatte sie ihn betrogen als er im Gefängnis saß. Dann mit einer Engländerin, mit welcher er bis zu ihrem Tod bzw. bis zu ihrer schweren Krankheit glücklich verheiratet war. Ein Jahr nach deren Tod heiratete er seine jetzige Frau, eine Ungarin, welche seine Verbindungen zur alten Heimat wiederauffrischte. Die Fragen sind sehr gut gewählt und somit lernt man einiges über Paul Lendvai. Die Fragen bilden einen roten Faden von seiner Kindheit bis in sein jetziges Leben. Interessant bei diesem Stil fand ich, dass man die Gedanken des Journalisten lesen konnte und somit eine tiefere Verbindung zu ihm aufbauen konnte. Einen Punkt muss ich dem Buch leider wegen den fehlenden Fotografien abziehen. Positiv überrascht hat mich, dass ich vieles über Ungarn und auch über Orbáns Ungarn lernen dürfte. Diese spannende Biografie in Interviewform lege ich jenen Lesern ans Herz die sich für Journalismus und Journalisten interessieren.

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  • Leserunde zu "Goldregen" von Daniel Carinsson

    Goldregen
    ars-vivendi-Verlag

    ars-vivendi-Verlag

    Ein Bild, viele Leichen und noch mehr Fragen. Als Musikmanager und Teilzeitagent Adam Wischnewski das Bild zahlreicher in einem Gewässer versenkter Toter entdeckt, über das sämtliche Medien berichten, vermutet er einen Hintergrund fernab der Vermutungen der Öffentlichkeit. Der Tatort kann für ihn nur in Ungarn liegen, die Opfer glaubt er als Angehörige der Roma izu identifizieren. In aller Eile organisiert er eine Gypsicombo als Tarnung, mit der er auf einem Kreuzfahrtschiff die Donau hinunterfährt, um in Ungarn Erkundungen einzuholen. Die politischen Veränderungen dort lassen auch Adam nicht unberührt, da die rechtskonservative Fidesz-Partei unter anderem mit Hilfe ihrer »Garde« gerade dabei ist,  immer mehr Macht an sich zu reißen. Adam gerät so tiefer und tiefer zwischen die Fronten von Nationalisten und Roma-Clans und versucht in einem verworrenen Spiel der Kulturen, Spionage und Gewalt, das Rätsel zu lösen. Dieser Gypsi-Krimi bietet neben seiner politischen Aktualität und Brisanz sowohl ein Reiseabenteuer, das den Leser durch die faszinierenden Landschaften entlang der Moldau und im Nordosten Ungarns führt, als auch einen Einblick in das Leben und die Traditionen der Roma sowie eine eindringliche Liebeserklärung an ihre Musik. Leseprobe/Hörprobe : Zu diesem Titel aus dem ars vivendi verlag startet ab sofort eine Leserunde und ihr könnt 15 Bücher gewinnen. Ich bin Simon, arbeite bei ars vivendi und werde diese Leserunde begleiten. Ebenfalls mit dabei ist der Autor Daniel Carnisson, dem ihr unter der Rubrik »Fragen an den Autor«  eure Fragen zum Roman stellen könnt. Er wird diese in regelmäßigen Abständen beantworten. Uns beim ars vivendi verlag würde es sehr freuen, wenn ihr eure abschließenden Rezensionen auch weiter auf anderen Plattformen streuen könntet. Auch bei dieser Leserunde gibt es wieder kostenlose Rezensionsexemplare zu gewinnen. Da die Anzahl limitiert ist, freuen wir uns auf zahlreiche Bewerbungen. Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Bücher vorhanden sind, werden in guter alter Manier die Exemplare  zwischen den Teilnehmern verlost. Wer kein Buch gewinnen sollte (oder es schon hat), ist natürlich auch herzlich eingeladen, sich an der Leserunde zu beteiligen. Um die Bewerbungsrunde für uns alle etwas interessanter zu gestalten, würde ich mich freuen, wenn Ihr mir folgende Fragen beantwortet: Was verbindet Ihr mit der Gypsi-Kultur? Wie beurteilt Ihr die aktuelle Lage in Ungarn und wie beurteilt Ihr die Situation von Minderheiten in Deutschland?  Ich freue mich schon sehr auf eine interessante, abwechslungsreiche Leserunderunde! Viele Grüße Euer Simon

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  • Leserunde zu "Leben eines Grenzgängers" von Paul Lendvai

    Leben eines Grenzgängers
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Paul Lendvai blickt zurück "Paul Lendvai ist ein Stück des alten Österreich - kosmopolitisch, multikulturell, weltoffen. Er schuf die Europäische Rundschau und das Europastudio des ORF - ein großes Verdienst in einem Land, in dem ohnehin nicht sehr viele über den Tellerrand hinausschauen. Und jedes Mal erhob er seine Stimme, um Pauschalurteile zu entkräften, für Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber Österreich einzutreten." Hugo Portisch "Ein sehr persönliches Buch, bemüht um Wahrhaftigkeit, auch dort, wo es schmerzt. Und mit einem scharfen Blick auf Demokratievergessenheit und wieder aufkeimenden Antisemitismus." Barbara Frischmuth "Ein exzellentes Buch! Paul Lendvai antwortet auf die intelligenten Fragen von Zsófia Mihancski ehrlich, mit humorvoller Wärme, Überlegung und Weisheit. Er ist nicht nur der beste Ungarn-Experte, seine Erfahrungen und Kenntnisse der osteuropäischen Politik und Geschichte sind ebenso beispielhaft. Unsere Welt wäre eine bessere, wenn alle Journalisten so gewissenhaft, kultiviert und humanistisch wären wie er." András Schiff Worum geht's? Paul Lendvai, der international renommierte Osteuropa-Experte und Publizist, blickt zurück auf ein aufregendes Leben zwischen Ost und West: Die Jahre der Verfolgung als jüdischer Jugendlicher im Budapest der Vierzigerjahre, nur mit Glück entging er der Deportation nach Auschwitz, die Zeit des Berufsverbots und der Internierung als „politisch Unzuverlässiger“ Anfang der Fünfzigerjahre in Ungarn, die Geschichte seiner aufregenden Flucht 1956 über Prag und Warschau nach Wien, das Schreiben unter Pseudonym in den ersten Jahren in Österreich, um seine in Ungarn verbliebene Mutter zu schützen, sein beeindruckender Weg zum international bekannten Journalisten und weltweit anerkannten Osteuropa-Experten, Anekdoten aus dem Arbeitsalltag eines politischen Journalisten, Ansichten und Einsichten über sein Vaterland Ungarn und seine zweite Heimat Österreich, Geschichte und Geschichten aus der Politik dieser Länder, die Verleumdungskampagnen und Drohungen ungarischer Nationalisten gegen ihn wegen der schonungslosen Analyse in seinem letzten Ungarn-Buch und auch Persönliches und Privates aus Paul Lendvais Familienleben. Erscheinungstermin: 17. März 2013 (Österreich) > (ab 17. März) auch als E-Book verfügar! Paul Lendvai international angesehener Publizist, Autor und Osteuropa-Experte, schrieb viele Jahre als Korrespondent für die Londoner Financial Times und zahlreiche österreichische, Schweizer und deutsche Blätter. Er war ab 1982 Chefredakteur der Osteuropa-Redaktion des ORF und ab 1987 Intendant von Radio Österreich international. Heute ist er weiterhin Mitherausgeber und Chefredakteur der von ihm gegründeten internationalen Zeitschrift Europäische Rundschau, Leiter des Europa-Studios des ORF und Kolumnist des Standard. Er hat 15 Bücher publiziert, viele davon Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt, und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wollt ihr mehr über Lendvais aufregender Leben zwischen Ost und West erfahren? Dann bewerbt euch für die Leserunde zu "Leben eines Grenzgängers" und gewinnt eines von 15 Leseexemplaren. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Lasst uns bis einschließlich 26. März wissen, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt haben müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Wer liest mit? Bewerbungen" verwenden. Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Ein faszinierender Mann...

    Leben eines Grenzgängers
    Sikal

    Sikal

    21. August 2013 um 16:32

    Paul Lendvai - Journalist, Autor, Publizist - ein ungarischer Österreicher gilt als Kenner Osteuropas. Mit dem Buch „Leben eines Grenzgängers“ lässt er uns an seiner eigenen Geschichte teilhaben, erzählt von seiner Kindheit, seinem Aufwachsen in Ungarn, aber auch von seinem Sprung in eine andere Welt – eine Welt, die für ihn nah zu sein schien und doch so unendlich fern war. Ein Land, das ihn zwar aufgenommen hatte, doch etliche Stolpersteine auf dem Weg parat hielt. Erzählt wird dieses außergewöhnliche Leben in einem Interview mit der ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik - Paul Lendvai, sehr ehrlich und oft berührend, gibt hier  Antworten zu Fragen über Politik, Privates und zeigt sich von seiner gesellschaftskritischen Seite.  Zwischendurch analysiert er politische Netzwerke, spart nicht mit Ausführungen über Intrigen und liefert uns so leicht verständliche Zusammenhänge. Als Leser wird man angezogen von der Spannung, die sich durch dieses Buch wie ein roter Faden zieht. Seien es Auseinandersetzungen mit dem Kriegsgeschehen oder auch interessante Persönlichkeiten, die seinen Weg kreuzten. Das Buch beinhaltet einen Bildteil, der die Personen visualisiert, die manchen nur vom Hörensagen ein Begriff sind. Paul Lendvai kannte ich bisher nur von diversen Interviews aus dem Fernsehen, wo er mit seiner fachlichen Kompetenz und seinen objektiven Schlussfolgerungen immer gepunktet hat. Nun durfte ich auch Anteil an einigen persönlichen Dingen nehmen, kann jedem politisch oder gesellschaftlich interessierten Leser dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und werde auch in Zukunft gerne Interviews mit diesem bemerkenswerten Mann verfolgen.  

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  • Lebenserinnerungen und Einsichten in die Politik des osteuropäischen Raums in Form eines Gesprächs

    Leben eines Grenzgängers
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    07. June 2013 um 15:54

    Das Buch "Leben eines Grenzgängers" ist ein sehr interessantes Format. Es ist ausschliesslich die Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen dem Protagonisten Paul Lendvai und einer ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik. Für mich ein Debüt, ein solches Buch zu lesen. Biographien der herkömmlichen Art kennt man ja, auch mit kurzen Interviewabschnitten, aber ien Buch, das ausschliesslich in Gesprächsform geschrieben ist, war für mich so komplett neu. Und ich muss sagen: Ich bin sehr überrascht! Nicht nur über die Spannung des Buches, die angesprochenen Themen sind sehr interessant und auch recht unbekannt in Deutschland, auch die Art, so umfassend zu antworten, dass der Leser auch mit wenigen Kenntnissen der Politik im östlichen Europa, speziell Ungarn, ohne Mühe recht schnell die Problematik, die politischen Vorgänge und die Atmosphäre im umstrittenen Gebiet, in der früheren Zeit und in den einzelnen Redaktionen der Zeitungen für die Paul Lendvai arbeitete, erhält. Mir hat das Buch einerseits Spass gemacht, andererseits hat es mir geholfen, vieles zu verstehen und zum Dritten hat es mich entsetzt, wie weit wir entfernt sind von ehrlicher Berichterstattung, von Frieden und Fortschritt im umfassenden Europa. Der Leser erhält nicht nur eine Kurzbiographie des abwechslungsreichen Lebens des Mannes Paul Lendvai, der 1929 in Budapest geboren wurde, und heute als Experte für Osteuropäische Angelegenheiten gilt, sondern auch eine Aufklärung der Vorgänge im Osten und auch einen Einblick in die Arbeit eines Journalisten, Autoren und Auslandskorrespondenten, der auf ein sehr bewegtes und dramatisches Leben zurückblickt. Ich kannte als deutsche Leserin Paul Lendvai bisher nicht, von Kriegen im östlichen Europa habe ich nur durch Zufall erfahren, da ich nach einem schweren Überfall von einer Ärztin behandelt wurde, die sich hauptsächlich um Flüchtlingsopfer aus den östliche gelegenen Ländern Europas kümmert. Mit Ungarn hatte ich mich nur wegen des Tierschutzes befasst, da ich auch Tiere aus Ungarn vermittlet hatte. In welches Dynamitfass ich mich da begeben habe, ist mir nur nach und nach klar geworden, dieses Gespräch zwischen Paul Lendvai und Zsofia Mihancsik hat mir geholfen auch wieder neuen Mut zu fassen! So wie es Paul Lendvai geschafft hat zu flüchten, neu zu beginnen, den Tod der Familie zu verkraften, sich trotz allem weiter konzentriert mit den Vorwürfen und den Vorgängen zu befassen, die um sein Heimatland kreisen, so wie er Berufsverbot und persönliche Attacken weggesteckt hat, nebenbei Bestseller schrieb, für renommierte Zeitungen im Ausland arbeitete und sich nicht unterkriegen liess, so möchte ich mein Leben ebenfalls wieder weiterleben. Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Paul Lendvai ist ein absolut sympathischer, intelligenter Mann, der nie aufgab, sich nie brechen liess, der auch im höheren Alter keine Ängste produzierte, sondern die Kraft einsetzt um unermüdlich aufzuklären! Ohne selbst zu bewerten oder nach eigenem Vorteil zu suchen, liegt ihm an den Menschen, am Frieden und an der ehrlichen Berichterstattung! Vielen Dank dafür!

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  • Ein Rückblick auf das Leben eines vielseitigen Mannes

    Leben eines Grenzgängers
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2013 um 13:12

    „Leben eines Grenzgängers“ von Paul Lendvai ist für mich eine Biographie in Interviewform. Paul Lendvai ist beruflich sehr engagiert und war unter anderem als Autor, Publizist und Journalist tätig, der sich vor allen Dingen der Politik der osteuropäischen Staaten verschrieben hat. Was aufgrund seiner Biographie und seiner Herkunft (Ungarn) auch logisch erscheint. Die Fragen werden von Zsofia Mihancsik, einer ungarischen Journalistin, gestellt. Sie lässt fast keinen Themenbereich aus. Sie stellt ihm Fragen über seine Herkunft, Familie, Kindheit, seine Zeit in Ungarn und das neue Leben, was er sich in Österreich aufgebaut hat. Privates und berufliches wird von ihr unter die Lupe genommen und Paul Lendvai antwortet auf ihre Fragen sehr offen und ehrlich. Er berichtet von seinem Leben in Ungarn, seiner Flucht und seiner beruflichen Neuentwicklung in Österreich. Ich habe noch nie ein Buch in dieser Form gelesen, dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Man erfährt viele Dinge als Leser, die man vorher nicht wusste und über die man sich selten oder nie Gedanken gemacht hat. Viele Dinge, politische Ereignisse etc. waren aber nicht immer für mich leicht oder vollständig zu verstehen, da ich mich weder mit der ungarischen noch zum Beispiel mit der österreichischen Politik und Geschichte auskenne. An dieser Stelle hätte ich es als sehr hilfreich angesehen, wenn man das Glossar bzw. das Personenregister etwas ausgebaut hätte. So, dass nicht nur Namen vertreten sind und der Hinweis auf welchen Seiten, diese Persönlichkeiten vorkommen, sondern vielleicht ein kurzer Abriss der Geschichte der angesprochenen Länder und Kurzbiografien der wichtigsten Leute. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Bildteil im Buch. Die Bilder mit seinen Frauen, seiner Familie machen ihn einfach für mich als Leserin menschlicher und ein wenig greifbarer. Ein schöne Ergänzung zu den Inhalten zu seinem Leben, über die wir lesen konnten. „Leben eines Grenzgängers“ ist ein interessantes Buch über das Leben und Wirken von Paul Lendvai, der einen scharfen Blick auf die Politik der osteuropäischen Länder hat, auch mit Kritik an den westlichen Ländern nicht spart und uns auch die Staaten des Nationalsozialismus vor die Augen führt!

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  • Lesemarathon zum Welttag des Buches! (27.&28.04.)

    litschi

    litschi

    Hallo ihr Lieben! Der Welttag des Buches ist der Feiertag für alle Bücherfreunde und solche, die es werden wollen. Um die Welt mit ihrer Begeisterung für Bücher anzustecken, haben sich die Bloggerinnen Dagmar und Christina eine ganz besondere Aktion überlegt: „Blogger schenken Lesefreude!“. Sie haben etliche Blogger zusammengetrommelt, die am Welttag des Buches (23.04.) Bücher verschenken wollen. Mehr Informationen gibts im passenden Streamthema. Wir finden: eine tolle Idee! Und die perfekte Möglichkeit sich noch einmal mit Büchern zu versorgen vor unserem großen Lesemarathon, den wir am Wochende nach dem Welttag des Buches starten!  Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind was ihr so lest, haben wir uns auch ein paar Aufgaben ausgedacht, die ihr lösen könnt. Wir starten am Samstag, dem 27.04. um 09 Uhr und posten hier alle 2 Stunden eine neue Aufgabe. Reinschauen lohnt sich also :) Enden wird der Lesemarathon nach 24 Stunden, also am Sonntag, dem 28.04. um 09 Uhr.  Unter allen Teilnehmern, verlosen wir ein tolles Buchpaket! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Was werdet ihr so lesen? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt? Warum nehmt ihr teil und wart ihr bereits dabei? :) Aufgabenübersicht: 1. Aufgabe - 9 Uhr: Welches Buch liest du denn gerade und wie gefällt dir das Cover?  2. Aufgabe - 11 Uhr: Aus welchem Genre stammt das Buch, das du gerade liest? Liest du öfter Bücher aus diesem Genre? Wenn ja, was reizt dich besonders daran? Hast du vielleicht sogar besondere Empfehlungen aus diesem Genre für uns?  3. Aufgabe - 13 Uhr: Wir sind unheimlich neugierig… verrate uns doch bitte den 3. Satz auf deiner aktuellen Seite. 4. Aufgabe -15 Uhr: Hast du dich schon mal gefragt wie viele Leute eigentlich gerade das Gleiche lesen wie du? Schau gleich mal auf LovelyBooks nach und berichte uns!  5. Aufgabe - 17 Uhr:  Wo befindest du dich? An welchem Ort spielt das Buch, das du gerade liest? 6. Aufgabe - 19 Uhr:  Schreibe eine Kurzmeinung zu dem Buch, das du gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Wir sind gespannt, wie du dein aktuelles Buch findest! 7. Aufgabe - 21 Uhr: Beschreibe den Protagonisten/die Protagonistin deines Buches in drei Worten. 8. Aufgabe - 23 Uhr: Wir lieben gute Rezensionen! Belohne eine gute Rezension zu dem Buch das zu gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Das kannst du tun, indem du auf die Rezension und dann rechts auf das ♥ klickst. 9. Aufgabe - 01 Uhr: An alle Nachtleseeulen: verratet uns doch die besten Tipps und Tricks zum Wachbleiben. Wie haltet ihr euch wach, wenn euch die Augen schon zu fallen, ihr aber unbedingt weiterlesen wollt? 10. Aufgabe - 3 Uhr: Hast du eigentlich Gemeinsamkeiten mit einer Person aus dem Buch? Gibt es eine Figur mit der du dich identifizieren kannst? Welche ist das und wieso? 11. Aufgabe - 5 Uhr: Stell dir vor das Buch würde verfilmt werden. Wie müsste die Person sein, die die Hauptrolle spielt? Hast du einen konkreten Schauspieler vor Augen? Was hältst du generell von Buchverfilmungen? 12. Aufgabe - 7 Uhr: Es ist doch immer wieder toll Leser mit einem ähnlichem Buchgeschmack zu finden und sich auszutauschen. Auf LovelyBooks werden dir auf der eingeloggten Startseite in der rechten Leiste etwas weiter unten User mit ähnlichem Buchgeschmack angezeigt. Wie wäre es, wenn du einem von ihnen eine Buchempfehlung oder einfach nur einen netten Gruß an die Pinnwand postest? 13. Aufgabe - 9 Uhr: Wie viele Seiten hast du insgesamt gelesen? Wie hat dir der Lesemarathon gefallen? -- FAQs: a) Muss man wirklich 24h durchlesen?  Nein, natürlich nicht, jeder beteiligt sich in dem für ihn möglichen Rahmen. Das können auch nur 3-4 Stunden am Samstag sein, jeder liest eben wann, wie und wo er Zeit hat. Es geht hierbei um den Austausch und das Lesen zu zelebrieren. b) Braucht man einen Blog, um mitmachen zu können?  Anfangs war das so, dies wollen wir aber ändern. Darum kann man sich nun auch über LovelyBooks und Twitter beteiligen. Selbstverständlich kann man auf einem Blog in größeren Beiträgen länger berichten, Bilder von den Büchern etc. einbauen, aber wir wollen soviele Teilnehmer wie möglich erreichen bzw. zum Lesen bringen - egal auf welcher Website. c) Wie kann ich mich beteiligen?  Grundsätzlich kann jeder mitmachen, spontan einsteigen & kommentieren. Einfach mit der Kommentarfunktion hier posten und los geht's!

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    • 1046
  • Gutes Buch, aber nicht für jeden geeignet

    Leben eines Grenzgängers
    micluvsds

    micluvsds

    25. April 2013 um 11:14

    Der Journalist, Publizist und Autor Paul Lendvai gilt als einer der besten Ungarnspezialisten und als Osteuropaexperte. 1957 emigrierte der in Ungarn geborene Jude nach Wien, und hat dort im Laufe seines Lebens nicht nur viel veröffentlicht, sondern auch Kontakt zu unzähligen Politikern und bekannten Persönlichkeiten gehabt. Nun hat er seine Memoiren veröffentlicht. In Form eines Interviews mit der ungarischen Journalistin Zsófia Mihancsik berichtet er über sein Leben. Vorwiegend geht es dabei um politische Themen, doch auch über sein Privatleben spricht Paul Lendvai offen. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Aussagen von Paul Lendvai zu Ungarn, Osteuropa und der Politik im Laufe der vergangenen 6- 7 jahren sind fundiert und sehr interessant. Man merkt, dass es sich wirklich um einen Menschen handelt, der über den Tellerrand hinausschaut und sich mit allem, was er sagt und schreibt, ausführlich beschäftigt hat. Mein "Problem" -wenn man es so nennen will- mit dem Buch war aber, dass ich selber mich nur grob mit der politischen Geschichte Österreichs, Ungarns und auch des restlichen Osteuropas auskenne und daher viele Namen, die im Buch genannt wurden, entweder gar nicht oder nur grob kannte, so dass ich ohne nachzuschlagen vieles in dem Buch nicht wirklich einordnen konnte. Dennoch ist es ohne Frage für geschichtlich und politisch interessierte Leser ein wirklich informatives Werk. Ich vergebe 4 Sterne, empfehle das Buch aber nur Leuten, die entweder Interesse am Leben des Autors haben, oder die sich -privat oder beruflich- mit der Thematik auskennen.

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  • Leben eines Grenzgängers - gute Analysen der Politik

    Leben eines Grenzgängers
    mabuerele

    mabuerele

    22. April 2013 um 18:32

    Paul Lendvai ist Journalist, Publizist und Autor. Er gilt als exzellenter Kenner der Politik Osteuropas. Geboren in Ungarn hat er das Land 1957 verlassen. Seine neue Heimat und Wirkungsstätte wurde Wien. Er besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft. Das Buch ist in Form eines Interviews aufgebaut. Die Fragen stellt die ungarische Journalistin Zsofia Mihancsik. Dabei streift sie mit ihren Fragen sämtliche Aspekte aus dem Leben von Paul Lendvai, seine Kindheit, die Jugendjahre in Ungarn, das Leben in Österreich, seine Familie. Die Antworten sind sehr ehrlich und offen. Der Autor scheut sich nicht, die Fehler seines Lebens zuzugeben. Allerdings benennt er auch die Schwächen seiner Mitmenschen. Mir als Leser kommt es nicht zu, sein Leben zu kommentieren oder zu beurteilen. Ausführlich erzählt er über seine Arbeit. Rivalitäten und Intrigen werden dabei genauso angesprochen wie Hilfen, die er erhalten und die ihn auf seinen Lebensweg vorangebracht haben.   Die stärksten Stellen des Buches waren für mich seine politischen Analysen. Das betrifft den Antisemitismus gestern und heute, die Darstellung der Politik der momentanen ungarischen Regierung oder die Beurteilung und Einschätzung des Balkankrieges. Der Autor übt, wenn er es für richtig hält, auch Kritik an der Politik und der Reaktion westlicher Länder – meiner Meinung nach meist berechtigt. Ausführlich geht er darauf ein, wie es den ehemaligen KP-Chef Kadar gelungen ist, den Ungarn zu einem gewissen Wohlstand zu verhelfen und zu etwas mehr Freiheit als in den anderen Ländern des Ostblocks. Umso mehr schmerzt ihn die momentane Entwicklung in Ungarn. Das wird an mehreren Stellen deutlich, insbesondere dann, wenn Entwicklungen in Ungarn und in Österreich verglichen werden. Viele Politiker haben seinen Lebensweg gekreuzt. Einem von ihnen setzt er mit seinen Ausführungen ein besonderes Denkmal, dem langjährigen Bundeskanzler der Republik Österreich Bruno Kreisky. In diesem Zusammenhang bewegt der Autor auch die Frage, wie Individuen Politik und Geschichte prägen können und welche Macht moderne Kommunikationsmittel bei der Manipulation der Meinung haben. Letzteres musste er selbst schmerzhaft erleben. Ein Buch in Form eines Interviews wird natürlich die eine oder andere Frage nur anreißen, ohne sie auszudiskutieren. Jede Frage ist eine Momentaufnahme. Dass stört wenig, wenn man die gesellschaftlichen und historischen Fakten kennt. Für mich als Leser aus Deutschland bleibt doch die eine oder andere Lücke. Das Buch ist zuerst in Ungarisch veröffentlicht worden. Es enthält ein umfangreiches Personenregister. Leider wird darin nur auf die Textstellen verwiesen, wo die genannte Person erwähnt wird. Ich hätte mir einen kurzer Lebenslauf und wichtige Eckdaten gewünscht, denn nicht jede Person der ungarischen Geschichte ist mir gegenwärtig. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Für jeden politisch interessierten Leser enthält es viel Nachdenkenswertes.  

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  • Einblicke in ein langes Leben in und mit Österreich und Ungarn

    Leben eines Grenzgängers
    TochterAlice

    TochterAlice

    22. April 2013 um 09:20

    Paul Lendvai, der bekannte ungarisch-österreichische Journalist, hat im Alter von mehr als 80 Jahren seine Memoiren veröffentlicht und dies in besonderer Form: zunächst ist anzumerken, dass dieses Buch anders als seine bisherigen, durchaus zahlreichen Veröffentlichungen zunächst in ungarischer Sprache und nicht auf Deutsch in Österreich erschienen ist - ein Hinweis darauf, dass er trotz über 60 Jahren in Wien immer noch ein Grenzgänger ist. Der zweite bemerkenswerte Punkt ist die Form dieser Veröffentlichung: Lendvai wird von Zsófia Mihancsik, einer ungarischen Journalistin, die auch bereits einiges erlebt hat und über ein reiches Wissen aus Politik und Geschichte interviewt, was dem Buch den Charakter eines lockeren Gesprächs gibt. Zwei große Köpfe im Gespräch - ein Buch, das eine Fülle von Informationen und vor allem persönlichen Erlebnissen Paul Lendvais bietet, die Zsófia Mihancsik ihm gekonnt zu entlocken versteht. Doch ist aus meiner Sicht dieser Schreibstil ein ganz großer Nachteil des Buches, denn es wirkt auf mich ganz häufig wie ein Zwiegespräch, bei dem Außenstehende nichts zu suchen haben. Als Deutsche mit Interesse an osteuropäischer, doch nicht vorrangig ungarischer Geschichte sagen mir viele der hier erwähnten Namen nichts - und Mihanczik und Lendvai hangeln sich durch die gesamte ungarische und auch österreichische Politiklandschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Ganz klar ist es es Buch für Insider - für Kenner der Szenerie: also für Österreicher, mehr aber noch für Ungarn. Der unbeleckte Leser - so habe ich es zumindest erlebt - wird dabei allein gelassen. Ein Fototeil in der Mitte wird in wenig Bezug zum Buchinhalt gestellt - der Leser wundert sich über manche der eingestellten Fotos, wurde darüber doch nicht oder kaum berichtet - oder hat er es am Ende überlesen? Mir war zwischendurch nämlich einfach manchmal langweilig und ich hatte das Gefühl, hier wird einfach ungefiltert eine Geschichte auf mich losgelassen. Wahrscheinlich sollte genau das den Charme des Buches ausmachen, doch ist diese Botschaft leider nicht bei mir angekommen. Ein kurzer tabellarischer Lebenslauf Lendvais, ein Glossar, in dem die - zugegebenermaßen zahlreichen - wichtigsten im Buch erwähnten Persönlichkeiten, Ereignisse und Lokalitaten erläutert werden - das hätte viel dazu beigetragen, dass mir die Lektüre des Buches mehr Spass gemacht, der Inhalt mich stärker bereichert hätte. In dieser Form ist es trotz der Fülle von Informationen und vor allem persönlichen Eindrücken und Erlebnissen, die man sonst nie erfahren würde, leider kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.

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  • Rezension zu Paul Lendvai - Leben eines Grenzgängers

    Leben eines Grenzgängers
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    20. April 2013 um 06:38

    Die Erinnerungen Paul Lendvais an ein bewegtes Leben zwischen Ost und West, zwischen Nazi-Zeit, Kommunisten und schließlich der Befreiung seiner Heimat werden in diesem Buch in Interview-Form Revue passieren gelassen. Im Gespräch mit einer ungarischen Journalistin zeichnet er nicht nur sein Leben, welches geprägt war von Flucht und Neuanfängen, großer Politik und privaten Glücks- und Trauermomenten nach, sondern zeigt auch, weshalb er einer der bedeutendsten Journalisten zu Fragen politischer Entwicklungen in Osteuropa ist. Mir war Paul Lendvai zugegebenermaßen kein Begriff und da er vorwiegend in Österreich publiziert hat, sind mir auch dortige Entwicklungen wie die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit kaum bekannt. Das macht es bisweilen nicht ganz einfach, alle Erzählungen und Informationen nachzuvollziehen und sie einzuordnen. Spanend ist, den Lauf der Geschichte am Beispiel eines Menschen nachzuvollziehen, von der Judenverfolgung über die kritische Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zum Kalten Krieg und schließlich des Zusammenbruchs der Sowjetunion. Lendvai hat ein unglaubliches Wissen, auch im Detail, über die politische Lage, Strömungen und Zusammenhänge unserer östlichen Nachbarn, was viele neue Facetten dieser Länder für den Leser eröffnet. Gleichzeitig kann er sich, bedingt durch seine Lebensgeschichte, auch zur aktuellen Politik in Ungarn, seiner Heimat klar positionieren und ruft insbesondere den Westen dazu auf, die Gefahr, die dort droht, nicht zu ignorieren. Das Leben eines mutigen, hochkompetenten Mannes, der viel erlebt hat und viel zu berichten weiß.

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