Paul M. Zulehner

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Entängstigt euch!, Aufruf zum Ungehorsam und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Pro Pope Francis

Neu erschienen am 17.09.2018 als Taschenbuch bei Patmos Verlag.

Alle Bücher von Paul M. Zulehner

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Aufruf zum Ungehorsam

Aufruf zum Ungehorsam

 (1)
Erschienen am 14.03.2012
Entängstigt euch!

Entängstigt euch!

 (1)
Erschienen am 21.03.2016
Neue Schläuche für jungen Wein

Neue Schläuche für jungen Wein

 (0)
Erschienen am 08.01.2018
Mitgift

Mitgift

 (0)
Erschienen am 18.05.2016
Vom Gesetz zum Gesicht

Vom Gesetz zum Gesicht

 (0)
Erschienen am 29.08.2016
Ein neues Pfingsten

Ein neues Pfingsten

 (0)
Erschienen am 31.01.2015

Neue Rezensionen zu Paul M. Zulehner

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Rezension zu "Aufruf zum Ungehorsam" von Paul M. Zulehner

Rezension zu "Aufruf zum Ungehorsam" von Paul M. Zulehner
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Das vorliegende neue Buch des streitbaren katholischen Theologen Paul M. Zulehner dokumentiert die Ergebnisse einer Befragung katholischer Geistlicher in Österreich, die eine Initiative mit dem Titel „Aufruf zum Ungehorsam“ letztlich verursacht hat.

Sie wollen, weltweit beachtet, nicht mehr länger bloße Resolutionen verabschieden, sondern durch verantwortliches am Evangelium orientiertem Handeln längst überfällige Reformen in der katholischen Kirche voranbringen.

Weil die öffentlichen und kirchlichen Wogen nach diesem Aufruf sehr hoch schlugen und er eine breite und auch internationale Aufmerksamkeit erfuhr, hat der ORF eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchen sollte, inwieweit dieser Aufruf einer pressuregroup Zustimmung bei den katholischen Pfarrern gefunden hat.

Interessant scheint mir vor allem, dass die unter 40-jährigen Priester diese Initiative völlig ablehnen. Sie selbst sind als Person eher weltabgewandt und neigen leicht zu einem autoritär stilisierten Gehorsamverständnis. Die älteren, vielleicht noch vom 2. Vatikanum geprägten Pfarrer erweisen sich als moderner und reformfreudiger als die jüngeren.

Dennoch, so resümiert der unerschütterlich an die Reform der katholischen Kirche glaubende Zulehner, sei die Zustimmung zu vielen einzelnen Aussagen der Initiative „Aufruf zum Ungehorsam“ bei Pfarrern und mehr noch bei Laien sehr hoch und er drückt seine Hoffnung aus, dass es möglich sei , etwas zu verändern und den Reformstau zu lösen: „Taten, nicht Worte reformieren die Kirche.“

Man wird abwarten müssen, was aus diesem Aufruf wird, ob seine Unterstützer etwas bewegen können und vor allem, ob es auch in Deutschland eine ähnliche Bewegung geben wird.

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Rezension zu "Seht her, nun mache ich etwas Neues" von Paul M. Zulehner

Rezension zu "Seht her, nun mache ich etwas Neues" von Paul M. Zulehner
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Er ist ein großer Optimist geblieben, der emeritierte Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner, der seit Jahrzehnten nicht aufhört, an eine Reform der christlichen Kirchen zu glauben und dafür mit Dutzenden von Schriften zu werben.
Immer wieder hat er mit vergleichenden Untersuchungen nach dem Wandel der religiösen Vorstellungen in der Gesellschaft gefragt und die Kirchen und ihre Vertreter aufgefordert, dem Wandel in der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen, indem sie sich auf ihre ureigensten Traditionen und Hoffnungen besinnen. „Wohin die Kirchen sich wandeln müssen“ lautet deshalb der Untertitel des vorliegenden Buches.

Er definiert nach einer ausführlichen Bestandsaufnahme und Analyse am Ende des Buches folgende Kernaufgaben jeder christlichen Kirche:

• „Sie l e b t als eine Gemeinschaft, die durch Gott selbst in Liebe geeint ist. Zu Recht wird sie daher mit den altwehrwürdigen Namen „Communio“ (Gemeinschaft) und „koinonia“ (gelebte Gemeinschaft) geehrt.
• Sie e r z ä h l t - vor allem wenn sie gefragt wird - davon, was ihr selbst offenbar geworden ist: Also das,
was der Sinn der ganzen Geschichte ist und wo diese herkommt und woraufhin sie hinausläuft.
* Und sie f e i e r t all das in staunender Dankbarkeit (eucharistein), was ihr von Gott her in ungeschuldeter
Huld widerfahren ist. In all dem enthüllt sie, was verhüllt in der Geschichte durch Gottes Engagement
geschieht, und treibt es mit der Kraft des ihr gegebenen Heiligen Geistes voran.“

Es ist nicht nur diese Sprache, die bei allem Wohlwollen den Rezensenten zweifeln lässt, ob Paul Zulehner bei allem demoskopischen Forschen tatsächlich in der Nähe der heutigen an ihrem Glauben zweifelnden und an ihrer Kirche verzweifelnden Menschen ist. Ich lese gerade mit großem theologischem Vergnügen das Buch von Arnd Brummer „Unter Ketzern. Warum ich evangelisch bin“, das in der edition chrismon erschienen ist, und auf eine, wie ich finde, überzeugende Weise beschreibt, warum das Papsttum in seiner gegenwärtigen Form und warum der Zustand der katholischen Kirche und die Lebenspraxis ihrer Priester alles andere als „evangelisch“ ist und warum er bei aller Kritik in der protestantischen Kirche die jesuanische Praxis, Gottesliebe und Ethik mehr erlebt als in der katholischen Kirche seiner Kindheit und Jugend.

Es gibt bei Zulehner keine wirklich kirchen- und organisationskritischen Stellen, keine Kritik am Vatikan und dem Papst. Er konstatiert nur, dass das Kirchenvolk beide als weltfremd erlebt. Dennoch stellt er die richtigen Fragen, für die er aber selbst keine Antwort weiß, vielleicht geht das auch gar nicht:

• Wohin geht der Weg der christlichen Kirchen in einer bunten weltanschaulichen Landschaft?
• Welche Visionen tagen sie?
• In welcher Gestalt können sie ihren Dienst am besten erfüllen?

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Rezension zu "Verbuntung" von Paul M. Zulehner

Rezension zu "Verbuntung" von Paul M. Zulehner
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Aktuelle Studie über die Religion im Leben der Menschen in Österreich

50 Jahre war es bei Erstellung des Buches her, seit das österreichische „Institut für kirchliche Sozialforschung“ 1970 die „Lage des Glaubens und der Kirche“ in Österreich per Fragebogen einer Untersuchung unterzog. Seitdem wird der damals zugrunde liegende Fragebogen durchgängig genutzt, seit 2000 unter Einbeziehung der protestantischen Minderheit im Land.
2010 wurde die Untersuchung auch in Bezug auf die muslimischen Bewohner erweitert.

Die aktuellen Ergebnisse der Umfragen liegen nun in diesem umfangreichen Band vor und nehmen fast alle aktuell diskutierten Stichworte in Fragen der religiösen Orientierung und Religionszugehörigkeit mit auf.

Zunächst stellen die Autoren eine „epochale Transformation“ als Ergebnis der Langzeituntersuchung vor. „Freiheit bringt Mobilität“, dies gilt auch im religiösen Bereich und so wandelt sich die Mitgliedschaft (oder auch nicht) in einer religiösen Vereinigung vom „Schicksal“ ehemaliger Zeiten zur „Wahl“ in der Gegenwart mitsamt vielfacher Folgen in Bezug auf labile Mitgliedschaften, Trennungs- und Bindungskräfte und vieles mehr.

Aus dieser „Freiheit der (auch inneren) Mobilität“ folgt der zweite, große Bereich der Studie, die Untersuchung und Darlegung der „weltanschaulichen Verbuntung“. Hier nimmt die Studie nicht nur religiös gebundene Menschen in den Blick, ein hochinteressantes Kapitel beschäftigt sich ausführlich ebenfalls mit der zunehmenden „Ungebundenheit“ (das „atheisierende Feld“). Abgeschlossen wird dieser Teil durch einen statistisch ausgewerteten Blick auf einen Vergleich zwischen den Religionsgemeinschaften. Der darstellende Teil des Buches wird abgeschlossen mit der Darstellung der Untersuchungsergebnisse in der Frage nach dem „Einfluss auf das Leben“. Was ist den Menschen heilig? Worauf lassen sie nichts kommen? Welche Prioritäten und Wichtigkeiten der persönlichen Lebensgestaltung stehen im Raum? Es wundert nicht, dass an oberster Stelle „gesund bleiben“ hier als Ergebnis festgehalten wird. Interessanter schon, dass die Wichtigkeit von „Verheiratet sein“ zugunsten von „Freunden“ abgenommen hat. Dies sind aber nur zwei kleine Eindrücke der vielfältigen Ergebnisse, welche die Studie zusammenträgt.

Eine Zusammenfassung schließt das Buch ab, in dieser bündelt sich in Tabellen, Schaubildern, Ranglisten und anderem noch einmal die der Studie zugrunde liegende Auswertung des Fragebogens.

Das Buch ist ein fast durchweg und rein statistisches Buch mit auswertenden Zwischentexten, wobei die Darstellung der Ergebnisse ein vielfaches Mehr an Raum einnimmt als die Resumes. Hoch gefüllt mit Daten und Inhalten ist das Buch am besten im Sinne eines Nachschlagwerkes zu nutzen, um konkreten Fragen eigenen Interesses nachzugehen. Im Gesamten stellt das Buch tatsächlich fast einzigartig in der Länge des Betrachtungszeitraums die Entwicklung der letzten 50 Jahre von einer (nicht nur) religiös festgefügten Welt zu einer innerlich wie äußerlich freien und mobilen Welt dar und zeigt, wie die Werte und Lebensumstände der Menschen (nicht nur) in Österreich mit dem Wandel der Zeiten einhergehen und welcher Status quo momentan an „Verbuntung“ im Raume steht. Als einfache Lektüre nicht geeignet, wohl aber zur Vertiefung eigener Interessen im Rahmen religiöser Standpunkte, Lebensvielfalt und geschichtlicher Veränderungen über ein halbes Jahrhundert hinweg.

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