Paul Mendelson Die Straße ins Dunkel

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Inhaltsangabe zu „Die Straße ins Dunkel“ von Paul Mendelson

Die Dunkelheit, die nicht vergeht

Ein Unbekannter tötet Polizisten. Polizisten, die vor über zwanzig Jahren ein Massaker an einer schwarzen Familie verübten. Auch Colonel Vaughn de Vries war damals dabei, als unfreiwilliger Zeuge des Verbrechens. Und schon damals kämpfte er gegen eine korrupte Hierarchie im Polizeiapparat.

Höhere Stellen behindern ihn auch bei seinem neuen, seinem heikelsten Fall: Eine Milliardärin - grausam ermordet. Der Vater war eine Stütze des Apartheid-Regimes. Hauptverdächtiger: Ihr schwarzer Liebhaber, Sohn eines einflussreichen Politikers. Vaughn de Vries steht vor vielen Fragen: Geht es um Hautfarbe, Geld oder Macht? Wer hatte ein Interesse am Tod der Frau? Wer hat kein Interesse daran, dass die Wahrheit herauskommt?

Sehr, sehr gut. Ich bin begeistert!

— hans-bubi

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  • Ein empfehlenswertes Buch einer Reihe, die Paul Mendelson hoffentlich fortsetzen wird

    Die Straße ins Dunkel

    WinfriedStanzick

    24. March 2017 um 08:57

    Nach „Die Unschuld stirbt, das Böse lebt“ hat der zeitweise in Südafrika lebende britische Schriftsteller Paul Mendelson mit „Die Strasse ins Dunkel“ nun seinen zweiten Kriminalroman mit seinem Ermittler Colonel Vaughn de Vries und seinem schwarzen Warrent Officer Don February vorgelegt.Er spielt in Kapstadt und beschäftigt sich am Beispiel eines aktuellen Kriminalfalles wieder mit einer dunklen Vergangenheit, die in Südafrika einfach nicht vergehen will. Alter Rassismus, die Wunden, die noch offen sind und die damit verbundenen unbeglichenen Rechnungen, die im Laufe der Herrschaft des ANC zu so etwas wie einem neuen Rassismus geführt haben. Wie kommt man aus diesen Fallen heraus? Gibt es für das neue Südafrika eine Zukunft, in der schwarz und weiß friedlich und vertrauensvoll zusammenleben können? Vaughn de Fries versucht das in der Zusammenarbeit mit seinem Assistenten, und auch mit der Gerichtsmedizinerin Anna Jafari entwickelt sich so etwas wie eine Beziehung, die von Respekt und Achtung geprägt ist.Der Roman beginnt mit einer Szene im Jahr 1994, als weiße Polizisten an einer schwarzen Familie ein Massaker verüben, das vertuscht wird. Auch Vaughn de Fries war damals als junger Polizist als eher unfreiwilliger Zeuge dieses Verbrechens mit dabei und hat seither geschwiegen.Als nun Zug um Zug ein unbekannter Täter Polizisten ermordet, die bei diesem Massaker dabei waren, wird die Vergangenheit plötzlich wieder lebendig. Zumal auch beim Hauptstrang der Handlung, den Ermittlungen um den grausamen Mord an einer Milliardärin namens Taryn Holt, eine korrupte Hierarchie im Apparat der Polizei Vaugns Ermittlungen behindert.Der Vater des Opfers war einer der Hauptstützen des Apartheidregimes, der mutmaßliche Täter, ihr schwarzer Liebhaber, seinerseits Sohn eines mächtigen ANC-Politikers.Vaughn de Vries gerät mitten hinein in gefährliche Machtinteressen, zumal er selbst auch als Zeuge des damaligen Massakers auf der Abschussliste des unbekannten Polizistenmörders steht.Paul Mendelson zeigt in seinem spannenden Thriller eine Gesellschaft, in der Ungleichheit und Rassismus blühen wie ehedem. Es geht um Schuld in der Vergangenheit, über Moral und entsprechendes Handeln und zwischen den Zeilen immer wieder darum, ob es für das zerrissene Land eine Zukunft gibt, ob das Spiel von Macht und ihrem Missbrauch immer so weiter geht.In der Person seines Ermittlers, der sich seiner Vergangenheit stellt und mühsam versucht, Vertrauen aufzubauen, beschreibt er einen Menschen, die Südafrika in der Zukunft brauchen wird, genauso wie Menschen wie sein Assistent Don February und die Medizinerin Anna Jafari.Ein empfehlenswertes Buch einer Reihe, die Paul Mendelson hoffentlich fortsetzen wird.

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  • Zwei Seiten einer Medaille?

    Die Straße ins Dunkel

    Havers

    08. February 2017 um 19:00

    Der britische Autor Paul Mendelson zeichnet in seinem zweiten Roman „Die Strasse ins Dunkel“ ein bedrückendes Bild der südafrikanischen Gesellschaft, die noch immer mit tiefgehenden Verletzungen kämpft. Mit Wunden, die nicht nur der alte, sondern auch der neue Rassismus versursacht hat. Mit Machtstrukturen, die sich zwar verschoben, aber im Kern nicht geändert haben. Mit einer Vergangenheit, die noch immer Einfluss auf die südafrikanische Gegenwart nimmt. Schwarz und weiß, zwei Seiten einer Medaille? Die Kap-Region, eine schillernde Kulisse, aber nicht das Südafrika der Reisemagazine. Dies hat Paul Mendelson nach „Die Unschuld stirbt, das Böse lebt“ wiederum als Hintergrund für seinen zweiten Thriller mit Colonel Vaughn De Vries gewählt hat. Dieser ermittelt als Leitender in einem Mordfall, der so eigentlich nicht hätte passieren dürfen. Taryn Holt, eine schwerreiche Erbin und Kunstmäzenin, wird in ihrer Villa abgeschlachtet, was für den Ermittler zwei Fragen aufwirft. Zum einen, wie der Täter die extremen Sicherheitsvorkehrungen dieser „Gated Community in bester Lage“ überwinden konnte, zum anderen natürlich die nach Täter und Motiv. Das Arrangement des Leichnams lässt ein Verbrechen aus Hass vermuten, es könnte aber ebenso mit der Art und Weise zusammenhängen, mit der Holts Vater zu dem Familienvermögen gekommen ist. Zur gleichen Zeit treibt ein Copkiller sein Unwesen. Er tötet der Reihe nach Polizisten, die vor zwanzig Jahren gemeinsam eine schwarze Familie in den Townships ermordeten. De Vries war zwar nicht aktiv daran beteiligt, wurde aber Zeuge des Vorfalls und schwieg aus falsch verstandener Loyalität…und Angst um seine eigene Familie. Aber niemand wird verschont, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass auch De Vries für sein Schweigen zur Rechenschaft gezogen wird. Niemand wird in Paul Mendelsons Roman verschont, der die Lügen und Widersprüche einer Gesellschaft thematisiert, die auf Ungleichheit aufgebaut ist. Ganz gleich, ob schwarz oder weiß, Unrecht ist und wird geschehen. Und das ist keine Frage der Hautfarbe. Ein Thriller über Schuld und Moral, über die Zerissenheit eines Landes und nicht zuletzt über das Streben nach Macht und deren Missbrauch. Aber auch über Veränderungen in kleinen Schritten.

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