Paul Murray

 3.8 Sterne bei 135 Bewertungen
Autor von Skippy stirbt, An Evening of Long Goodbyes und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Paul Murray

Skippy stirbt

Skippy stirbt

 (94)
Erschienen am 19.11.2012
An Evening of Long Goodbyes

An Evening of Long Goodbyes

 (23)
Erschienen am 24.09.2011
Der gute Banker

Der gute Banker

 (5)
Erschienen am 24.08.2016
Skippy Dies

Skippy Dies

 (13)
Erschienen am 19.08.2010
An Evening Of Long Goodbyes

An Evening Of Long Goodbyes

 (0)
Erschienen am 13.09.2005
The Mark and the Void

The Mark and the Void

 (0)
Erschienen am 04.06.2015
Skippy Dies

Skippy Dies

 (0)
Erschienen am 29.05.2012

Neue Rezensionen zu Paul Murray

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Farbwirbels avatar

Rezension zu "Skippy stirbt" von Paul Murray

Irgendwie ja - irgendwie nein
Farbwirbelvor einem Jahr

Auf Paul Murray bin ich im letzten Jahr gestoßen, weil sein 2015 erschienener Roman „Der gute Banker“ in einer Buchhandlung promotet wurde. Mittlerweile fotografiere ich immer die Covers der Bücher ab, die mein Interesse geweckt haben und ergänze sie erst später auf meine Wunschliste. Da mir der Roman aber zu teuer war, schnappte ich mir bei rebuy.de einen anderen Roman von ihm. Es handelt sich dabei um seine vorherige Veröffentlichung, die 2010 erschien. „Wenn Skippy stirbt“ ist ein stolzer Kawenzmann mit 780 Seiten – es gibt ihn aber auch in drei Teile geteilt zu erwerben. Wie dem auch sei… Jetzt der Roman!


Der Titel erlaubt dem Leser bereits die Annahme, der Protagonist würde im Laufe der Erzählung sterben. Genau dies geschieht bereits zu Beginn des Buchs, auch wenn Skippy selbst lange Zeit während der Erzählung am Leben ist. Da Wunder der zeitlichen Perspektive hat hier also zugeschlagen! Skippy, der eigentlich Daniel Juster heißt, lebt in einem wohlsituierten Jungeninternat mit langer Traditionsgeschichte. Dort ist er mit einem bunten Haufen an Jungs befreundet, allen voran sei hier Rupert Van Doren erwähnt. Dieser Junge ist absolut hochbegabt, glaubt an Leben außerhalb der Erde, ist dafür aber sozial recht unangepasst, was seinen Freunden immer wieder Kopfzerbrechen bringt. Die Jungs sind in einem Alter, in dem gerade die eigenen Hormone entdeckt, Mädchen interessant und erste Gehversuche auf dem Parkett der Liebe unternommen werden. Skippy verliebt sich ernstlich, weshalb sich eine Fehde zwischen ihm und dem Rüpel der Schule entwickelt.

Parallel wird der Geschichtslehrer Howard begleitet, dessen Verbindung zu Skippy folgende ist: Er wird vom Vize-Direktor gebeten, einen Blick auf Skippy zu werden und sich um ihn zu kümmern, da Skippy wohl verhaltensauffällig geworden sei. Dabei weiß niemand davon, dass Skippys Mutter an Krebs erkrankt ist oder sein Vater ihn meidet oder aber andere, sehr tiefschürfende Dinge, die erst im Laufe der Erzählung herauskommen. Howard nimmt seine Aufgabe nicht sonderlich ernst, dafür aber sein eigenes Leben. Er trennt sich, verknallt sich in eine neue Lehrerin, verliert sich in der Zeit des I. Weltkriegs und versucht tatsächlich am Ende gegen seinen Spitznamen „Hasenherz“ anzukämpfen, doch ob ihm das glückt?

Drogen, Alkohol und Rache sind ebenso Teil dieses dicken Romans, so wie auch einige andere wichtige Charaktere, doch würde dieser Rezension sonst ins Endlose gehen. Die Struktur des Romans ist eingängig: Skippys Tod, Hopeland, Heartland, Ghostland – die Aufteilung der Erzählung. Alle Teile sind ungefähr gleich lang, außer natürlich die Sterbeszene zu Beginn. Innerhalb dieser Teile sind Kapitel und Perspektivwechsel lediglich durch Absätze gekennzeichnet und man muss stets ein wenig Geduld haben, bis man herausfindet, aus welchem Leben gerade berichtet wird.


„Und die meisten sind schon breit“, ergänzte Dennis. „Faszinierend“, meint Ruprecht nachdenklich zu Skippy. „Das Ganze scheint nach einem ähnlichen Prinzip zu funktionieren wie der Supercollider. Du weißt ja, zwei Ströme gegensätzlich aufgeladener Partikeln werden bis knapp unter Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und prallen aufeinander. Nur dass hier Alkohol. Akzentuierte sekundäre Geschlechtsmerkmale und primitive ‚Rock and Roll‘-Rhythmen, an die Stelle der Geschwindigkeit treten.“ – S. 209


Der Schreibstil des Autors ist interessant, relativ stringent, aber da so viele Dinge angesprochen werden, überfrachtet der Inhalt den Schreibstil, wodurch dieser wiederum ausufernd wirkt. Vorwiegend bekommt man Gedankengänge oder Dialoge geschildert, immer mal auch kleine Episoden aus der Vergangenheit. Der Autor muss sehr gut recherchiert haben, denn es sind immense Wissensschätze bezüglich des Alls, des I. Weltkriegs, Drogen, Internatsdasein und anderem vorhanden. Es ist zum einen interessant davon zu lesen, zum anderen wird man auch hier überfrachtet. Der Schreibstil soll – glaube ich – stets etwas amüsantes, zynisches, sarkastisches haben, was immer wieder gelingt, dann aber auch ins Leere läuft.


Summa summarum bin ich zwiegespalten. Ich finde die Komplexität des Romans bemerkenswert, auf der anderen Seite sind einfach zu viele Themen darin verarbeitet worden. Ich mochte teilweise die Charakterdarstellung, doch andererseits war sie bei manchen Figuren absolut nicht nachvollziehbar. Das Setting und die Umstände sind wirklich krass – dadurch aber auch irgendwie unglaubwürdig. Der Autor hat wirklich viel gewollt mit diesem Roman. Ich für meinen Teil glaube, dass er zu viel wollte.  Der Roman wurde zu früh aus dem Ofen geholt, konnte nicht richtig garen. Ich denke, das ist wirklich schade, denn die fast 800 Seiten waren definitiv Arbeit, die sich gelohnt hätte, wenn sich ein vernünftiger Lektor dazugesetzt hätte oder ähnliches. Zum Ende hin war ich nur noch genervt von dem Werk, obwohl genau da viele wichtige Auflösungen berichtet wurden. Einfach schade!

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ralluss avatar

Rezension zu "Der gute Banker" von Paul Murray

Der Anal-Analyst
rallusvor 2 Jahren

Claude Martingale (Als Martingal bezeichnet man in der Wahrscheinlichkeitstheorie einen stochastischen Prozess, der über den bedingten Erwartungswert definiert wird und sich dadurch auszeichnet, dass er im Mittel fair ist. Martingale entstehen auf natürliche Weise aus der Modellierung von fairen Glücksspielen. Quelle Wikipedia) ist Analyst bei einer irischen Bank. Claude wollte eigentlich mit dem Umzug von Paris nach Dublin etwas in seinem Leben ändern, aber er verbringt seine Tage und Nächte einzig und alleine mit Arbeit. Das viele Geld kann er gar nicht ausgeben.

Wir befinden uns kurz nach der Bankenkrise, Claude arbeitet bei einer fiktiven Bank (wobei die im Buch beschriebenen irischen Banken sehr reale Vorbilder haben), die aus der Bankenkrise einigermaßen unbehelligt herausgekommen ist. Seine Kollegen in der Analyseabteilung sind, wie er, viel zu beschäftigt um ein Privatleben zu führen.

„‚Ich bin Claudes beste Freundin in dem Saftladen hier‘, springt Ish ihm zur Seite. ‚Komisch, oder? Heißt doch immer Frogs und Aussies kommen nicht klar miteinander? Weil die Frogs, die sind alle schmuh-schmuh-schmuh und die Aussies heymannhey. Aber wir passen zusammen wie die Faust aufs Auge, stimmt’s nicht, Claude?‘ Ich stelle mir die blauen Flecke und die Schreie vor. ‚Ja‘, sage ich.‘

Als Claude Paul den Schriftsteller kennenlernt, der über Claudes Leben schreiben möchte, beginnt er plötzlich darüber zu reflektieren.

„Konnte man an so einem Ort einen Roman ansiedeln? In einer Stadt, die keine ist? Bevölkert mit Menschen, die dafür bezahlt werden, nicht sie selbst zu sein? Er sagt, er wolle das Menschliche im Innern der Maschine finden, wollte inmitten der goldenen Abstraktionen das Konkrete aufspüren. Er glaubt zu erkennen, dass ich irgendwie anders bin, und ich stehe hier auf dem Balkon und spüre ein Prickeln bei dem Gedanken, dass auch ich das erkennen könnte. Aber was, wenn er falschliegt? Wenn er den Spiegel hochhält und da ist nichts?“

Paul beobachtet nun Claude, Tag und Nacht und bringt den zwielichtigen Igor mit in die Bank, der anfängt überall Kameras einzubauen. Was haben die beiden vor? Nur für einen Roman solch einen Aufwand? Die verschiedenen Welten von Paul und Claude geraten schließlich auf weitere skurrile Art und Weise zusammen. Claude würde gerne Ariadne, der schönen Kellnerin, nahekommen. Dazu braucht er eine Geschichte, eine Vorgehensweise, die Paul ihm zurechtschreiben soll. In der Zwischenzeit schreibt der ständige Verfall der Banken in Irland, weitere Geschichten, die auch Paul und Claude direkt oder indirekt betreffen.

Ein Buch über einen Finanzanalysten in einer Bank? *GÄHN* Wie langweilig, denn außer Arbeit gibt es über Claude nicht viel zu erzählen. Doch mit Paul und dessen Gefolgschaft als Gegenpol für den etwas biederen Claude, hebt dieser Schelmenroman, als Groteske herrlich und böse sein Haupt. Besonders die Banken haben es Paul Murray angetan, mit hämischer Freude seziert er diese unnützen Konzerne in ihre Einzelteile.

„Das ganze Wochenende habe ich mir den Kopf zermartert. Was hat er damit gemeint, als er sagte, er würde nicht zum Kern der Sache vordringen? Es ist einziger Zweck einer Bank, vom Kern der Sache abzulenken – Dinge in Zahlen und diese Zahlen dann in imaginäre Dinge zu verwandeln, dann die imaginären Dinge in einzelne Stücke aufzuteilen, die man kaufen oder verkaufen kann, geswappt oder gehedgt, hin und her, wieder und wieder, bis die zugrunde liegende Realität aus der sie hervorgegangen sind, vollkommen vergessen ist.“

Die handelnden Politiker bekommen natürlich auch ihr Fett weg, haben sie doch sinnloserweise das Geld des Landes in diese intransparenten Gebilde gesteckt, ohne zu wissen, was sie da tun. Naja, sie haben bestimmt auch ihren Anteil zugeschustert bekommen. Die Wut der Bevölkerung hätte eigentlich in diesen Tagen höher ausfallen müssen.

„‚Sollte man als Politiker nicht eine Weltanschauung haben? An irgendwas glauben oder so?‘ ‚Er glaubt an Geld. Noch wichtiger das Geld glaubt an ihn. ‚Wer weiß? Vielleicht glauben sie ja wirklich, dass die Royal Irish noch zu retten ist. Stecken wir halt noch ein paar Milliarden rein, schließen die Augen und hoffen das Beste. In der Bank nennen wir das ‚magisches Denken‘, sage ich ‚Das ist verbreiteter, als man erwarten würde.'“

Die Beschreibungen gleiten manches Mal in das Groteske ab, bleiben im Kern aber wahr. „Früher das größte Puff Europas, heute fast alles Banken.“, sinniert eine der Protagonisten, als er die Straßen Dublins betrachtet. Die Charaktere in Paul Murrays Der gute Banker sind auch herrlich dargestellt.  Da sind die Kollegen von Claude, die diesen Irrwitz zwar verstehen, aber immer zynisch weiter machen. Die Chefin von Claude, die ihr Fähnlein im Winde dreht und die Parolen von oben nachplappert. Und natürlich der große Magier Blankly, der CEO, der Memos wie: Denkt kontraintuitiv und: Es ist nicht alles Gold was glänzt an alle Mitarbeiter verschickt, es ihnen überlässt die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Blankly ist der typische Manager:

„Blankly würde durch das Grab seiner eigenen Mutter bohren, wenn er darunter Öl vermutete. Wenn Banker überhaupt einen Gedanken an die Natur verschwenden, dann den, dass sie der Schöpfer des mitleidlosen Modells des Survival of the Fittest ist, auf den der Markt basiert. Wenn eine Gattung ausstirbt, ein Fluss austrocknet, eine Zivilisation durch Hunger, Flut, Erdbeben oder Vulkanausbruch ausgelöscht wird, dann wird das in der Regel als fundamentale Schwachstelle in ihrem Businessplan gewertet.“

Überhaupt, die Grundarbeit der Analysten besteht darin, alle Daten in Kauf oder Verkauf umzusetzen, wobei die Resultate recht strittig sind:

„Einen Monat lang haben wir die Zahlen von fünf Jahren durchgeackert: die Aktien, die sie ausgesucht hatten, die Treffer, die Fehlschläge, das verdiente Geld, das verlorene Geld. Das Ergebnis war, dass eine willkürliche Auswahl der Aktien bessere Resultate erzielt hätte, als die von ihnen ausgesuchten. Einer hatte vielleicht in diesem Jahr mehr Glück, ein anderer im nächsten Jahr. Das heißt: Lass die Aktien aus einem Hut ziehen oder einen Affen mit Dartpfeilen auf eine Scheibe werfen und du erzielst auf lange Sicht die besseren Resultate.“

Ich liebe dieses Buch! Es ist so herrlich sarkastisch – und was das Schlimmste ist – Paul Murray hat mit allem Recht! Wer das Bankenumfeld nicht so gut kennt – keine Angst vor diesen ganzen Begriffen, die einem hier um die Ohren geworfen werden. Murray hat gut recherchiert und erklärt vieles, was wichtig ist. Wer allerdings etwas mit Hedgefonds und Swaps anfangen kann, dem droht hier der doppelte Spaß. Köstlich sind die mathematischen Modelle die in diesem Irrsinn aufgebaut werden. Da wird der als Nerd im Schrank lebend dargestellte russische Mathematiker dafür benutzt, irrationale Rendite zu erschaffen. Den Konkurs zu monetarisieren.

Aber im Grunde bedienen die Banken, wie die Illusionisten, nur die Wünsche der Menschen, die genau das bekommen was sie wollen.

„Schätze, die gute Nachricht für uns ist, dass Menschen Illusionen mögen. Sie mögen überzeugende Erzählungen, sie mögen gute Geschichten. Die über den brilianten CEO, der harte Entscheidungen trifft und das Unternehmen wieder auf Kurs bringt. Die über den cleveren Burschen im teuren Anzug, dessen scharfe Analysen vorhersagen, ob der Kurs steigt oder fällt. Sogar heute noch, wo uns alle Welt an die Gurgel will, wollen sie immer noch glauben, dass wir die Antworten haben. Das irgendwer die Antworten hat. Sie glauben eher das als die Wahrheit. Tatsächlich ist dies die einzig sichere Wette, die du anlegen kannst. Wenn er die Wahl hat zwischen einer komplizierten Wahrheit und einer simplen Lüge, nimmt der Mensch immer die Lüge. Auch wenn sie ihn umbringt.“

Bücher über die Finanzkrise 2008 haben wir schon viele gehabt, aber keines, das so herrlich boshaft, bissig und schonungslos damit umgeht wie dieses. Dabei hat Paul Murray ein paar schöne Kniffe in Petto, die diesen Roman zwischen einem Märchen und einer ernsthaften Geschichte durchlavieren.

Der gute Banker erreicht zwar nicht die Klasse von Skippy stirbt, aber es ist ungerecht, dass er bis jetzt noch nicht mal in Amazon mit einer Rezension bedacht wurde. Es ist ein höchst witziges, auf die Spitze getriebenes Buch, das mit der Finanzkrise abrechnet. Im Inhalt sehr fundiert, in der Aussage aber hämischen Witz ausgießt. Und die Verknüpfung von langweiligem Finanz-Analysten und chaotischen gescheiterten Schriftsteller ist überaus erquicklich. Ohne die Finanzkrise hätten wir solch ein Buch nicht gehabt. Und das wäre sehr schade gewesen.

Und am Ende geht einem auch noch mal das Herz auf, was will man mehr von einem Buch! Ein Buchhöhepunkt des Jahres .

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Rezension zu "Skippy Dies" von Paul Murray

Seabrook - No one’s bigger than this school
Fornikavor 2 Jahren

Nahe Dublin findet man das altehrwürdige Seabrook College for Boys. Hier treffen die unterschiedlichsten Jungs aufeinander. Skippy, der gerade die erste Liebe kennenlernt und prompt bei einem Donutwettessen das Zeitliche segnet. Sein pummeliger Zimmergenosse Ruprecht, der der nächste Einstein werden will und seine Zeit mit wissenschaftlichen Experimenten verbringt. Jeffrey, der ewige Zweite. Auch der Lehrkörper ist bunt gemischt; neben Howard, der als ehemaliger Schüler nun selbst als Lehrer vor der Tafel steht, findet man die erzkatholischen Priester, sowie den gescheiterten Hochleistungssportler Tom. Eine explosive Mischung und alle müssen den Vorgaben dieser Eliteschule genügen, die darum kämpft Tradition und Moderne zu verbinden.

 Witzig und komisch; traurig und berührend; skurril, zynisch und dabei verdammt ehrlich. „Skippy dies“ ist all das und viel mehr. Paul Murray hat eine tragische und doch wunderbare Geschichte geschaffen, die sich für mich zu einem echten Lesehighlight gemausert hat. Immer wieder brachte er mich mit skurrilen Momenten zum Lachen, während mir an anderer Stelle das Lachen im Halse stecken blieb. Das Ganze erzählt er in einem Ton, der sich von ernst bis flapsig alles erlaubt.

Die Charaktere sind sehr vielseitig gestaltet, allesamt sehr menschlich und nicht ohne Fehler. Murray hat das Talent sie dem Leser nahe zu bringen, auch wenn sie einem z.T. zutiefst unsympathisch sind. Doch auch für den letzten Fiesling entwickelt sich beim Leser so etwas wie Verständnis, man merkt, dass jede Figur ihr Päckchen zu tragen hat. Murray packt große Themen an, Liebe, Verlust, Einsamkeit und Wut. Anfangs ist es nicht leicht seiner Story zu folgen, doch es lohnt sich dran zu bleiben. Skippy stirbt, doch warum und wieso entfaltet sich erst mit der Zeit. Ich habe jede Seite genossen und kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich auch auf komplexere Geschichten einlassen kann.

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Gespräche aus der Community

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elane_eodains avatar
Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Leserunde zu "Hanna" von Sandra Jungen (Bewerbung bis 12. November)
- Leserunde zu "Das Schutzengelprogramm" von AR Walla (ebook, Bewerbung bis 15. November)
- Leserunde zu "Augenschön - Das Ende der Zeit (Band 1)" von Judith Kilnar (Bewerbung bis 15. November)
- Leserunde zu "Ich im Sternenmeer" von Lomason (Bewerbung bis 15. November)
- Leserunde und Buchverlosung zu "Seelenfall" von Michaela Weiß (Bewerbung bis 15. November bzw. bis 17. November)
- Leserunde zu "Kira: Bedrohung oder Rettung?" von Ive Marshall (ebook, Bewerbung bis 16. November) 
- Leserunde zu "Das Schicksal der Banshee" von Alina Schüttler (Bewerbung bis 18. November)
- Buchverlosung zu "Eva" von Lilian Adams (Bewerbung bis 19. November)
- Buchverlosung zu "Passiert. Notiert. Bedacht. Gelacht." von Rainer Neumann (Bewerbung bis 20. November)

(HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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