Paul Sanker Chaos-Frauen und Macho-Männer

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Chaos-Frauen und Macho-Männer“ von Paul Sanker

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Chaos-Frauen und Macho-Männer" von Paul Sanker

    Chaos-Frauen und Macho-Männer
    storyteller

    storyteller

    24. August 2011 um 19:17

    Dieses Buch hatte ich schnell durch, weil die Geschichten allesamt gut geschrieben sind. Herzlichen Glückwunsch für die Auswahl, lieber Paul. Die Mischung ist dir hervorragend gelungen. Hier eine Liste der Autoren und Titel: Bräu, Andreas - Der Tag Bredendick, Annette - Oswalds Revier Emmert, Angelika - Zwischen Wahn, Sinn und Liebe Emmert, Angelika - Schuhe sind wie liebeskranke Kaninchen Fitzner, Michael – Verfänglich Flynn, Isabel – Wendepunkt Flynn, Isabel - Nichts gegen die Barben Habedank, Anne-Fahrstuhl Ickelsheimer, Bettina - Das ist ein Riesenseeadler Inkun, Abel – Ich war es ihr schuldig Karner-Schwetz, Christian – Fritzlbraun Labisch, Marianne - Der Traummann Lee Bendt, Juna - Mister Perfect Lind, Christiane - ...und dann sah ich ihn Lind, Christiane - Canard a la catastrophe Mahfouz, Laila – Tessa Mateja, Jakub - Traummann für Melanie Mundwiler, Beat - Por una cabeza - Um die Länge eines Kopfes Obermann, Eva-Maria - Mutter und Großmütter Plepelits, Karl - Die große Katastrophe Plepelits, Karl - Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig Plötner, Astrid - Ein teurer Denkzettel Rosok, Anja - Sehnsucht nach Australien Rosok, Anja - Samstag: Des Einen Glück, des Anderen Leid Sanker, Paul – Betty Scheitacker, Norbert - Fräulein Neu Schmidt, Michael – Emanzien Timpen, Claudia - Eine mutige Entscheidung Wirtz, Günter - Die perfekte Masche Die Platzierungen sind sicher Geschmacksache. Die meisten Geschichten haben mir gut gefallen, hier jetzt im Einzelnen: Betty – Paul Sanker: Ein Mann holt die beste Freundin seiner Frau vom Bahnhof ab und ist überzeugt, dass sie ihn aus purer Böswilligkeit um diesen Gefallen bat, denn seine beste Freundin wird sie nie werden. Die Abneigung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Schön bissig erzählt. Gehört für mich zu den besten Geschichten dieses Buches. Verfänglich – Michael Bensonmen: Ein Mann sieht in der Saunalandschaft die Frau, mit der er die Nacht verbringen will. Es gilt nur ihren Begleiter auszuschalten. Vermeintlich am Ziel seiner Wünsche angekommen, ergeben sich unerwartete Schwierigkeiten. Ich habe breit geschmunzelt bei dieser Geschichte. Nicht jeden Tag liest man erotische Tagträume von Männern. Sehr gut! Zwischen Wahn, Sinn und Liebe – Angelika Emmert: Eine Frau macht sich für den entscheidende Tag bereit, an dem Sie ihren Geliebten mit einem Brief davon überzeugen will, dass er seine Frau verlässt. Diese Story hat ein überraschendes Ende und ist gut geschrieben. Oswalds Revier – Annette Brendendick: Ein altes Mietshaus, in dem nur noch zwei alleinstehende Rentner wohnen, erhält Zuwachs. Ein junger Mann zieht ein. Die Dame, Agathe aus dem Parterre, schließt ihn gleich in ihr Herz. Oswald, heimlich in Agathe verliebt, sieht es gar nicht gern und ersinnt einen Plan. Absolut lesenswert! Fahrstuhl – Anne Habedank: Ein Zufall, eine Frau und ein Mann, die sonst beide immer die Treppe nehmen, treffen sich im Fahrstuhl. Er will nett sein, sie hält ihn für einen Macho. Aber dann bringt er sie zum Nachdenken. Hat mir auch sehr gut gefallen Bernie Wanker – Ich war es ihr schuldig: Über diese Geschichte werde ich nichts verraten, die müsst ihr schon selbst lesen. Dies ist eine abgrundtief böse Story, die in meinen Augen in einem Thriller fortgeführt werden sollte! Mein absoluter Favorit. Lieber Bernie, mein Angebot steht noch. Chris Lind – … und dann sah ich ihn: Eine (abgehalfterte) Frau sucht in einer Kneipe, den Mann, den sie diese Nacht abschleppen will. Es ist amüsant zu lesen, wie sie ihn begutachtet, das Für und Wider abwägt und schließlich die Initiative ergreift. Das abgehalftert habe ich in Klammern gesetzt, weil es im Text nicht erscheint, sondern das Bild ist, was die Autorin vor meinen Augen entstehen ließ. Paul Sanker hatte von einer Autorin berichtet, die ihn mit zwei total unterschiedlichen Schreibstilen verblüfft hatte. Damit kann nur Chris gemeint gewesen sein. Genial, wie sie hier in ganz anderer Form schreibt. Boah ej, echt! Chris Lind – Cannard á la catastophe: Die Eiskönigin, eine junge, attraktive Assistenzärztin, lädt ihren Chef, einen bekannten Casanova, zum Essen ein. Sie serviert ihm zwei Enten, die er nur in Erwartung der kommenden Liebesnacht herunterwürgen kann. Glückwunsch Chris, die Geschichte ist ein weiterer Höhepunkt dieses Buches. Eva-Maria Obermann – Mütter und Großmütter: Eine Mutter wird von einer Erkältung heimgesucht und will sich einen Tag schonen. Mann und Mutter übernehmen ihre Pflichten. Sie macht es sich auf dem Sofa gemütlich, den Tee griffbereit. Leider kommt mal wieder alles ganz anders. Ich mag Dialoge, daher gefällt mir auch diese Geschichte sehr gut. Karl Plepelits – Die große Katastrophe: Ein Ehebrecher gesteht seiner Frau die Affäre. Tränen, Wutausbruch, getrennte Betten, all das kennen wir aus diversen anderen Geschichten, aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes. Eigentlich mag ich keine offenen Enden, aber hier kann sich jeder das für ihn passende Ende stricken. Karl Plepelits – Siehe Allah ist verzeihend und barmherzig: Die Geschichte ist nicht schlecht geschrieben, aber mir persönlich zu eindimensional und voreingenommen. Das ist aber nur mein Geschmack, andere Leser sehen das vielleicht anders. Astrid Plötner – Ein teurer Denkzettel: Zwei Freunde, Chef und Angestellter, wollen beide ihr Glück versuchen und auf eine Kontaktanzeige antworten. Eine kesse Blondine sucht den Mann fürs Leben. Sie gehen eine Wette ein. Der Chef ist überzeugt, dass Porsche, Villa und Firma für ihn sprechen werden. Emanzien – Michael Schmidt: Michael hat ein Experiment gewagt. Er schreibt aus der Sicht einer Frau. Allerdings liegen die Prioritäten dann doch so, wie es wohl eher einem Mann würdig ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie ich sie beurteilt hätte, wenn sie wirklich von einer Frau verfasst worden wäre. Nicht nur diese Überlegung macht die Geschichte lesenswert. Günter Wirtz – Die perfekte Masche: Hendrik hat ein Glas zu viel getrunken, nur deshalb lässt er sich dazu herab seinem Freund, von der perfekten Anmachmasche zu berichten. Von dieser Masche hatte ich noch nie gehört. Wie Günter Wirtz die Geschichte aufbaut, gefällt mir sehr gut. Ich kann die Abneigung des Freundes so gut nachvollziehen, dass ich mich am Ende mit ihm freue. Wunderbar. Von diesem Autor würde ich gerne mehr lesen. Alle, die nicht erwähnt wurden, mögen bitte nicht traurig sein.

    Mehr