Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie?

von Paul Schreyer 
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie?
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Informativ, lesenswert - spannende Analysen.

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Aufschlussreich, spannend, unterhaltsam bis zur letzten Seite. Definitiv kein 08/15 Zeitungszeug. Unbedingte Lesepflicht!

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Inhaltsangabe zu "Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie?"

Ist unsere Demokratie noch zu retten?
Das System steckt in der Krise. Liegt der Ausweg in mehr direkter Demokratie? Oder ist das Volk zu "dumm", um in wesentlichen Fragen selbst zu entscheiden? Lässt es sich zu leicht manipulieren und geht rechten Populisten auf den Leim? Wenn Außenseiter bei Wahlen erfolgreich sind, heißt es oft, die Bürger hätten "falsch" abgestimmt. Aber wer entscheidet, was "richtig" ist? In Deutschland gibt es freie Wahlen für alle erst seit gut hundert Jahren. Doch reichen Abstimmungen über die Zusammensetzung eines Parlamentes aus, um ein demokratisches System zu schaffen und eine Oligarchie, also eine Herrschaft der Reichen, zu verhindern? Oder gibt es vielleicht noch weitere, ganz andere wichtige Voraussetzungen für eine Demokratie, die bislang nicht erfüllt sind - weder in Deutschland noch anderswo?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864897030
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:224 Seiten
Verlag:Westend Verlag
Erscheinungsdatum:03.04.2018

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    Sikalvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Informativ, lesenswert - spannende Analysen.
    Wie ist es um unsere Demokratie bestellt?

     

    Paul Schreyer ist freier Journalist und Autor mehrerer Sachbücher. Mit diesem Buch „Die Angst der Eliten“ hinterfragt er die politischen Gegebenheiten, liefert Antworten auf Fragen, was „richtig“ und „falsch“ ist. Wer entscheidet das? Wie viel Vertrauen darf man in die BürgerInnen eines Landes haben? Wem darf man zutrauen, Entscheidungen für das „Volkswohl“ zu treffen? Und während des Lesens stellt man sich immer weitere Fragen – und mit etwas Nachdenken, kann man sich so manche Antwort selber geben …

     

    Das Buch ist in 14 Kapitel strukturiert und gleich im ersten Kapitel „Reichtum regiert“ wird man zu Beginn mit der Aussage eines Juristen konfrontiert: „Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides.“ Die darauf folgenden logischen Erklärungen des Autors erscheinen allesamt plausibel und können 1:1 angenommen werden. Warum und wieso sich Teile der Bevölkerung (die von der Regierung vernachlässigt werden oder sich zumindest so fühlen) anderen Gruppierungen zuwenden, ist verständlich. Die Wahrheit über den Populismus – dieser versucht Schreyer in einem Kapitel auf den Grund zu gehen, begründet Erfolge von Trump & Co.

     

    In einem Kapitel wird über Hassbotschaften und Meinungsfreiheit philosophiert und auch hier bekommen wir interessante Hintergründe, warum dies von „ganz oben“ getrieben wird und der Hinweis, dass „Hate Speech“ mit Religionen, Sexualität, ethnischem Hintergrund in Verbindung gebracht wird. Doch Arme sowie die Unterschicht werden hier nicht erwähnt.

     

    Schreyer bringt dermaßen viele Punkte hier unter, dass es den Rahmen einer Rezension sprengen würde, alle interessanten Themen anzusprechen. Immer wieder aktuell ist das Thema „Flüchtlinge“, welche Rolle die Medien an der Meinungsmache spielen und warum sich die Menschen weniger mit der Finanzlobby oder den Steuerflüchtlingen befassen als den Kriegen in Syrien und Afghanistan. Es wird analysiert woher die Angst der Eliten kommt und welche Auswirkungen dies für die Gesellschaft hat, wie sich die Parteiprogramme im Laufe der Zeit „anpassten“, was unter sozialer Gerechtigkeit verstanden wird und vieles mehr.

     

    Der Autor schafft es mit einem fesselnden Schreibstil Seite um Seite verfliegen zu lassen. Er trifft viele Probleme auf den Punkt, hat Lösungsansätze parat und deckt die Machenschaften der Elite auf, auch die dynamischen Jungpolitiker (wie Sebastian Kurz) bekommen ihr Fett weg, hier zeigt Schreyer einen Blick hinter die Kulissen, wie von Strategen Programme publiziert werden, ohne Ideologie im Hintergrund.

     

    „Es reicht nicht, bloß „gegen rechts“ oder „gegen links“ zu sein. Demokratie bedeutet vor allem eines: Bereitschaft zur Debatte.“

     

    Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen – außer, dass ich dem Buch viele Leser wünsche, die Schreyers Aussagen als Denkanstoß sehen. Gerne vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Wedmavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Aufschlussreich, spannend, unterhaltsam bis zur letzten Seite. Definitiv kein 08/15 Zeitungszeug. Unbedingte Lesepflicht!
    Aufschlussreich, spannend und unterhaltsam. Sehr lesenswert.

    Die Angst der Eliten habe ich sehr gern gelesen und empfehle das Buch gern auch weiter, v.a. an die Leser, denen es nicht egal ist, wie der Stand der Dinge in Sachen Demokratie in Deutschland und Europa ist, und wie es weitergehen soll. Auch diejenigen, die sich gefragt haben, warum es die Schere zw. dem Grundgesetz und der gelebten Realität gibt, finden hier gute Erklärungen.


    Klappentext passt sehr gut: „Ist unsere Demokratie noch zu retten?
    Das System steckt in der Krise. Liegt der Ausweg in mehr direkter Demokratie? Oder ist das Volk zu "dumm", um in wesentlichen Fragen selbst zu entscheiden? Lässt es sich zu leicht manipulieren und geht rechten Populisten auf den Leim? Wenn Außenseiter bei Wahlen erfolgreich sind, heißt es oft, die Bürger hätten "falsch" abgestimmt. Aber wer entscheidet, was "richtig" ist? In Deutschland gibt es freie Wahlen für alle erst seit gut hundert Jahren. Doch reichen Abstimmungen über die Zusammensetzung eines Parlamentes aus, um ein demokratisches System zu schaffen und eine Oligarchie, also eine Herrschaft der Reichen, zu verhindern? Oder gibt es vielleicht noch weitere, ganz andere wichtige Voraussetzungen für eine Demokratie, die bislang nicht erfüllt sind - weder in Deutschland noch anderswo?“


    Auch die Meinung von Prof. Rainer Mausefeld ist sehr treffend: „Paul Schreyer gibt eine kundige und engagierte Einführung in Facetten der gegenwärtigen Zerstörung demokratischer Substanz und stellt in gute lesbarer Form reiches Material zum eigenständigen Nachdenken bereit.“


    Rund 170 Seiten des Textes sind in 14 Kapiteln gegliedert. Nach einem kurzen Vorwort geht es gleich gut los mit „Reichtum regiert“, indem Schreyer wohl begründet darlegt, dass genau das der Fall ist, und dass politisches Desinteresse der Armen durchaus seine handfesten Ursachen hat. Kap.2 „Die Wahrheit über den Populismus“ ist auch spannend. Der Autor geht dem Phänomen auf den Grund. Er stellt vier Gründe vor, was daran am häufigsten als störend allg. genannt wird, und bringt eigene Meinung dazu. Zudem überlegt er u.a., warum so eine Partei wie AfD momentan Erfolg hat. Im Kap. 8 gibt er seinen Recherchen preis, wer da an der Spitze steht und wessen Interessen die Herrschaften zu verfolgen suchen. Mit „‘Hate Speech‘ und Meinungsfreiheit“ in Kap. 3 bringt Schreyer auch hier paar gute Dinge zur Sprache, v.a. all das, was man dazu in sog. Leitmedien vergeblich sucht. Im Kap. 4 „Traum von der Gemeinschaft“ spricht er über die Entstehung der EU, anfangend bei den Ursprüngen in der Nachkriegszeit. So dargelegt, sind diese Ausführungen ein Augenöffner, was EU eigentlich ist, kraft welcher Interessen und von welchem Geld diese Idee vorangetrieben wurde. Da wird einem anders bei. Sehr aufschlussreich ist auch das Kap. 7 „Die Angst vor dem Volksentscheid“, in dem Schreyer u.a. darlegt, warum man in Deutschland Volksentschiede nicht so gern durchführt. Im Kap. 13 „Vorsicht, Querfront!“ sagt er u.a. paar klare Worte über die Leitmedien, ihre Funktion und ihr bereitwilliges Einschwenken auf den Kurs der Eliten. „Der Mythos von der ‚neuen Zeit‘“, Kap. 14, ist auch gut. Da schaut Schreyer genauer, wer die neugewählten Jungdynamiker wie Sebastian Kurz, Emmanuelle Macron, etc. sind, v.a. wessen Interessen sie tatsächlich vertreten. Dabei ist Kap. 9 „Milliardäre machen Politik“ eine gute Grundlage dazu.


    Wer jetzt denkt, es wären langwierige Abhandlungen, der irrt sich aber gewaltig. Es sind knappe, aussagekräftige Ausführungen, von feiner Ironie durchdrungen, in einer starken, griffigen Sprache. Schon allein deshalb stellte dieses Buch für mich Lesevergnügen dar: dicht erzählt, stets auf den Punkt, nichts Überflüssiges, nur das, was eigene Argumentation begründet und die Ausführungen vorantreibt. So etwas legen heute nur wenige Hochprofies an den Tag. Schreyers Analysen, die oft historische Bezüge haben und einen prima Überblick verschaffen, sind echt stark.


    Fazit: Aufschlussreich, spannend und unterhaltsam bis zur letzten Seite. Definitiv kein 08/15 Zeitungszeug. Genau das Gegenteil davon. Paul Schreyer liefert mit seinen Darstellungen und just auf den Punkt gespitzten Fragen den reichhaltigen Boden für eigene Überlegungen zum heutigen Zustand der Demokratie uvm. Man sagt, ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Hier trifft es voll und ganz zu.


    5 Sterne und unbedingte Lesepflicht.


    Lesen Sie auch:

    „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“, Ulrich Mies und Jens Wernicke (Hrsg.)

    „Lügen die Medien?“, Jens Wernicke.

    „Wir sind die Guten“, Mathias Bröckers, Paul Schreyer.

    Werke von Noam Chomsky.       

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