Verfasst von besagtem Mann, der am 1. Tag des 20. Jahrhunderts geboren wurde und mit Beginn des neuen Jahrtausends sich vom Erdenleben verabschieden möchte, genau zu seinem 100. Geburtstag. In seinem letzten Domizil, einer Burg auf einer Klippe, beschreibt er die Wände mit seiner Lebensgeschichte, die eng mit Amelie verbunden ist, der Liebe seines Lebens.
Dieser Brief ist auch eine Art Geständnis von 10 Morden, die er begangen hat. Manche mit großer Absicht, manche fahrlässig und bei manchen wäre die Schuldfrage grundsätzlich zu klären. Doch er schreibt sich die Seele frei und das rückläufig, da er mit seinem letzten Mord im Altenheim mit 85 Jahren beginnt ..
Was für tolle Ideen in diesem Roman verwoben wurden. Ich habe das Hörbuch im Urlaub gehört und konnte gar nicht genug davon bekommen. Natürlich können manche derben Aussprüche und freizügigen Schilderungen Irritationen auslösen, doch ich finde sie passen zu der letztendlich undurchsichtigen Person des Raphael Ignatius Phoenix.
Der Schluss ist überrascht, passt aber zum insgesamt haarsträubenden Verlauf. Für mich gehen somit auch die magischen und phantastischen Einfälle vollkommen in Ordnung.
Das Hörbuch wird von Edgar M Böhlke ganz vorzüglich gelesen. Die Wandelbarkeit seiner Stimme ist beachtenswert und sehr passend zum Handlungsverlauf. Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 15 Stunden Hörvergnügen.
Fazit: ein langgezogener Mordsspaß














