Paul Sussman Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix

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Inhaltsangabe zu „Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix“ von Paul Sussman

Was haben ein Kürbis, die Reißleine eines Heißluftballons, ein Safe, eine Sahnetorte und ein Katapult gemeinsam? Sie dienen Raphael Ignatius Phoenix als zufällige (wirklich ganz unbeabsichtigte) Mordwerkzeuge. 10 Tage vor seinem 100. Geburtstag beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Aber nicht ohne zuvor all seine Morde – 10 an der Zahl – an die Wände seines hochherrschaftlichen Schlosses zu schreiben.

Leider eine Enttäuschung, da das Ende mich einfach nur ratlos zurückläßt und ich mit dieser Geschichte nichts mehr anfangen kann.

— Betsy
Betsy

Tolle Grundidee, aber die Umsetzung war eher "niedriges Niveau" und zu gewollt skurril. http://irveliest.wordpress.com

— Irve
Irve

Zurückgezogen auf einer Burg am Ende der Welt lebt der 99jährige Raphael Ignatius Phoenix. Er hat keine Lust mehr zu leben und bereitet ...

— Splashbooks
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    Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix
    Betsy

    Betsy

    14. July 2016 um 12:27

    "Dies wird der längste Abschiedsbrief in der Geschichte. Eine Grabschrift gigantischen Ausmaßes. Eine monströse Todesanzeige. Ein dicker, fetter Blauwal von einem Riesengeständnis. Und da es mit der Tablette enden wird, kann ich auch gleich mit der Tablette beginnen." In „Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix“ geht es um den 99jährigen Raphael, der zu Neujahr am Tage seines 100. Geburtstages seinen Selbstmord, mittels einer seit seinem 10. Lebensjahr aufbewahrten hochgiftigen Tablette,plant und auf die Idee kommt sein bisheriges Leben mittels eines Abschiedsbriefes, den er auf die Wände seiner Burg schreibt revue passieren zu lassen. Anders als andere Abschiedsbriefe, legt er hier zugleich seine Beichte über die von ihm begangenen Morde ab (sei es mit Vorsatz oder zufällig) und will dies als sein Erbe an die Nachwelt hinterlassen. Ich kann eigentlich gar nicht mehr viel zu dem Buch sagen. Die Idee fand ich anfangs wirklich grandios und ich war gespannt was mich erwarten würde, denn bei 100 Jahren Lebenszeit und der verheißungsvollen mörderischen Beichte, hab ich mir doch einiges erwartet, was leider dann so gar nicht erfüllt wurde. Anfangs war es noch ganz nett und skurril (zB sein Name in Initialen R.I.P, was sehr orignell ist), aber es wurde dann immer kurioser und für mich persönlich nicht wirklich unterhaltsam. Selbst bei der Darstellung der einzelnen Morde, die teilweise wirklich extrem lustig anmuten, konnte es mich nicht richtig mitreißen. Raphael rollt hier seine Geschichte rückwärts auf (also beginnend bei seinem letzten Mord bis zum ersten), was einerseits ganz gut gemacht wurde, andererseits aber auch etwas gewöhnungsbedürftig war. Ich war deshalb schon gespannt darauf, wie seine Erzählung wohl enden wird. Der Schluss warf dann aber so unendlich viele Fragen für mich auf, und ganz ehrlich, es war so dermaßen abgehoben, dass ich mich nachher ehrlich gefragt habe, ob ich nicht in einer Folge der Twilight Zone gelandet bin. Alles in allem sehr enttäuschend, auch wenn es sich schnell lesen lässt und der Anfang, wie gesagt, recht vielversprechend war. "Ich bin, könnte man sagen, kein vorsätzlicher Mörder, sondern ein instinktgeleiteter. Der geborene Mörder, wenn Sie so wollen. Ja, das trifft es - ich bin der geborene Mörder."Neben Raphael ist es besonders seine Jugendfreundin Emily, die hier eine tragende Rolle spielt und bei der ich mir nach den ersten Kapiteln schon Gedanken gemacht habe, da sie scheinbar immer dann auftaucht, wenn er sie braucht und genauso schnell wieder verschwindet. Es gab noch ein paar andere, sehr seltsame Andeutungen (die ich aber hier nicht näher verraten will, für alle die sich überraschen lassen wollen), bei denen ich erst recht auf die Auflösung gespannt war, was dann ja leider so gar nicht erfüllt wurde. Fazit: Für mich ein Reinfall und es zeigt daher wieder einmal sehr gut, wie toll eine Idee an und für sich sein kann und wie enttäuschend diese dann letztendlich umgesetzt wird. Kurzweilig ja, aber einfach zu übertrieben für meinen Geschmack und mit einem Ende, das mich etwas ratlos und sprachlos zurücklässt, weil es nicht wirklich Sinn macht und so gut wie nichts erklärt. Daher kann ich es persönlich jetzt nicht weiterempfehlen, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, daher möge jeder sich selbst ein Urteil darüber bilden.

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  • Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix, rezensiert von Henriette Kreimeyer

    Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix
    Splashbooks

    Splashbooks

    25. June 2016 um 09:41

    Raphael Ignatius Phoenix ist fast 100 Jahre alt und der geborene Mörder. Schon seine Initialen (R.I.P) deuten darauf hin. In seinem fast einem Jahrhundert umfassenden Leben hat er 10 Morde begangen, begonnen in der Minute seiner Geburt. Diese Morde wird er nun, 10 Tage vor seinem selbst gewählten Ende, der Welt erzählen, in dem er seine Lebensgeschichte aufschreibt, beginnend mit dem letzten Mord. Der britische Journalist Paul Sussman, welcher vor allem über Archäologie schrieb, wollte in diesem Roman etwas anderes ausprobieren. Er zeigte dieses Manuskript aber nur einem einzigen Agenten, welcher es ablehnte. Entmutigt legte er es zurück in die Schublade, für 15 weitere Jahre. Nach seinem überraschenden Tod 2012 (er war erst 45 Jahre) veröffentlichte seine Frau das Manuskript posthum. Zu seinen Lebzeiten schrieb er 33 Bücher und war als Journalist für verschiedene englischsprachige Zeitschriften tätig. Außerdem half er bei den Ausgrabungen im Tal der Könige. Auch wenn dieses Buch schwer einzuordnen ist, ist es vor allem eins, anders. Zumindest zu dem Zeitpunkt als es eigentlich erscheinen sollte. Zur Jahrtausendwende. Heute gibt es einige Bücher, die die Sichtweise eines sehr alten, nicht immer unser moralischen Normen entsprechenden Menschen erzählen, zum Beispiel: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand oder Ein Diktator zum Dessert. Doch dieses Buch sticht unter ähnlichen heraus, durch seinen überaus schwarzen Humor. Das Buch ist zynisch, sarkastisch und vor allem böse. Rest lesen unter:http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23827/das_letzte_gestaendnis_des_raphael_ignatius_phoenix

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  • Bitterböse Mordmethoden

    Das letzte Geständnis des Raphael Ignatius Phoenix
    Legeia

    Legeia

    14. June 2016 um 17:33

    Klappentext:Was haben ein Kürbis, die Reißleine eines Heißluftballons, ein Safe, eine Sahnetorte und ein Katapult gemeinsam? Sie dienen Raphael Ignatius Phoenix als zufällige (wirklich ganz unbeabsichtigte) Mordwerkzeuge. 10 Tage vor seinem 100. Geburtstag beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Aber nicht ohne zuvor all seine Morde – 10 an der Zahl – an die Wände seines hochherrschaftlichen Schlosses zu schreiben.Der Autor:Paul Sussman arbeitete als freier Journalist und Autor. Er schrieb unter anderem für den Independent, Guardian und Evening Standard. Mit seiner Frau und ihren zwei Kindern lebte er in London. Im Mai 2012 verstarb er unerwartet und hinterließ zahlreiche Freunde und Familienangehörige. Meine Meinung:"Dies wird der längste Abschiedsbrief in der Geschichte. Eine Grabschrift gigantischen Ausmaßes. Eine monströse Todesanzeige. Ein dicker, fetter Blauwal von einem Riesengeständnis..."So lässt Raphael Ignatius Phoenix den Leser an seinem (Ab)Leben teilhaben. So beginnt seine mörderische Geschichte. Der alte Mann, der zurückgezogen in einer Burg lebt, möchte seine Mordgelüste mit der Welt teilen, ihr zeigen, dass er tatsächlich einige Leichen im Keller hat, von denen niemand etwas ahnt. Aber das soll erst nach seinem Tod ans Tageslicht kommen. Und so schreibt er mit Filzstift auf die Wände seiner Burg, verrät, wen er wann umgebracht hat - nicht ohne gewissen Spott und mit der Selbstverliebtheit eines Mörders, der ungewöhnliche Methoden angewendet hat, um Personen ins Jenseits zu befördern, die ihm unliebsam geworden sind.Nun feiert er bald seinen 100. Geburtstag und will aus dem Leben scheiden: Eineinhalb Gran Strychnin, eineinhalb Gran Arsen, ein halbes Gran Zyankali und ein halbes Gran zerstoßene Brechwurzel, geformt in einer Tablette, soll ihm dabei behilflich sein.Bevor er aber seinen letzten Plan umsetzt, begleitet ihn der Leser durch die Jahrzehnte, rückwärts chronologisch - beginnend mit dem letzten Mord, und weiter bis zum Auftakt seiner tödlichen Karriere, die bis dato unentdeckt blieb.Er rühmt sich mit seinen Taten, berichtet rational und emotionslos, wie er sich gewisser Leute entledigt hat. Lässt keine Illusionen aufkommen, warum er diese oder jene Tat begangen hat. Recht ungewöhliche Mordmethoden wendete er dabei an. Stichworte sind hier ein Kürbis, ein Sahnetörtchen, ein Scheinwerfer oder die Reißleine eines Heißluftballons. Man merkt schon, dass es in dieser Geschichte ausgefallen zugeht.Und welche Rolle spielt Emily, das Mädchen, mit dem Raphael seit Kindertagen befreundet ist? Natürlich ist sie eine nun erwachsene Frau und kreuzt immer wieder seinen Weg auf geheimnisvolle Weise.Die Geschichte, die Raphael erzählt, ist bitterböse, sarkastisch und zynisch. Wenn man es auf die Spitzen treiben möchte, kann man sie durchaus amüsant finden. Auf jeden Fall ist sie andersartig.Der Schreibstil lässt die Seiten fliegen, wobei es auch so manche Längen gibt, aber diese lassen sich immer wieder umschiffen.Das Cover ist eindrucksvoll vom Verlag gestaltet worden. 4 Sterne.

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