Paul Torday Charlie Summers

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(5)
(11)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Charlie Summers“ von Paul Torday

Hector Chetwode-Talbot führt ein traumhaftes Leben. Sein Geld verdient er damit, in exklusiven Restaurants zu speisen und möglichst oft Golf zu spielen oder auf die Jagd zu gehen - dabei überredet er Bekannte und Kollegen, Millionen in dubiose Hedge fonds zu investieren. Vor allem aber sehnt sich der steife Junggeselle nach einer Familie und dem kleinen alltäglichen Glück. Dann platzt Charlie Summers in sein Leben und stellt es auf den Kopf. Kein Wunder, der naive Pechvogel will alles zu Geld machen, was ihm in die Hände fällt, Feingefühl ist für ihn ein Fremdwort, und er drückt nur zu gern ein Auge zu, wenn Delfine zu japanischem Hundefutter verarbeitet werden. Aber so befremdet Hector zunächst auch sein mag: Charlie und er sind Brüder im Geiste. Und auch äußerlich sehen sie sich verhängnisvoll ähnlich ...

Hundefutter und Bankenkrise?? Sehr amüsant zu lesen.

— buchhase

sehr unterhaltsam, ein Lesevergnügen...

— meterweise

Stöbern in Romane

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

Kukolka

Das Buch hat mich sehr bewegt, es war wichtig, diese Geschichte zu lesen.

buecher-bea

Herr Mozart feiert Weihnachten

Eindeutig gefälliger als der 1.Band - hier schneit Mozart in eine Patchworkfamilie herein und gibt den vermeintlichen Weihnachtsmann.

talisha

Kleine Fluchten

kleine Kurzgeschichten aus dem Alltag gegriffen, die zeigen, dass kleine Veränderungen/Momente Großes bewirken können ♥

suggar

Die Goldene Legende

Fesselnd und aktuell!

KristinSchoellkopf

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Leider die Erwartungen der Lücke nicht erfüllt...

Vielhaber_Juergen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Charlie Summers" von Paul Torday

    Charlie Summers

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:15

    Charlie Summers vermittelt keine tieferen Wahrheiten, weiß aber ungemein zu unterhalten und zeichnet ein stilsicheres Bild einer Gesellschaft im Höhenflug, die ohne es zu merken kurz vor ihrem Zusammenbruch steht.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/06/charlie-summers-buch/

  • Rezension zu "Charlie Summers" von Paul Torday

    Charlie Summers

    GOOMPI

    23. June 2012 um 21:55

    So etwas macht die Finanzkrise. Hector Chetwode-Talbot, von allen liebevoll “Eck” genannte, ist Broker, nein Trader, nein auch das nicht. Eigentlich hat Eck keinen “richtigen” Job und verdient trotzdem nicht schlecht, in dem Hedgefonds-Unternehmen seinens Freundes Bilbo. Zu Beginn des Buches sieht auch alles prächtig aus in Ecks Leben und dem seiner Freunde und Bekanntschaften. Doch nach einem Jagdausflug mit seinen besten Freund Henry, treffen sie auf Charlie Summers. Oder, man sollte vielleicht ehr sagen Mr. Summers drängt sich in Ecks Leben. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich das Leben langsam aber sicher für alle Menschen in Ecks, bzw. Charlies Umgebung. Paul Torday hat einen grandiosen Roman über die Schattenseiten der Gesellschaft, vorrangig des Finanzsektors und deren Auswirkungen auf das Gemüt der betroffenen Menschen, zu Papier gebracht. Dabei versteht er es dem Leser durchweg zu unterhalten. Anfangs ist der Roman noch recht heiter, doch es schwirrt schon hier etwas Melancholie mit hinein. Diese melancholische Stimmung nimmt mit der Zeit zu, woran immer das fehlende Geld die Schuld trägt. Dennoch überzeugt der Plot mit Humor und gerade zum Ende des Buches, mit Spannung. Diese Mischung aus unterschiedlichen Stimmungen macht das Buch gerade so interessant. Die Geschichte ist aus der Sicht von Eck geschrieben. Auf diese Weise erhält man eine subjektive Sicht der Dinge, was Torday, meiner Meinung nach, sehr gut umsetzt hat. Eck erzählt viel aus seinem Leben zu Beginn der Finanzkrise, aber auch immer wieder über Charlie. Doch obwohl das Buch “Charlie Summers” heißt, ist er nicht der Hauptprotagonist. Der Titel hat einen anderen Grund, den ich aber nicht verrate, da das Ende des Buches dann keinen Spaß mehr bringen wird. Das switchen zwischen den jeweiligen Personen und deren Handlungen, lässt es nicht zu, dass einem das lesen zu ennuyant wird. Allerdings sind die Fachausdrücke, des Finanzjargons, manchmal etwas mühsam (aber Eck geht es genauso). Torday legt hier eine durchdachte und informative Lektüre vor, die sich sich ein Finale erlaubt, dass man so nicht erwartet. Die Story ist gleichermaßen erheiternd und auch recht wehmütig. Ich hatte Spaß.

    Mehr
  • Rezension zu "Charlie Summers" von Paul Torday

    Charlie Summers

    Ulf_Borkowski

    22. February 2011 um 02:33

    Trotz des Titels ist die eigentliche Hauptfigur in Paul Torday‘s drittem Roman der ehemalige Offizier Hector Chetwode-Talbot, genannt Eck, der als Nebenfigur bereits in Torday’s Vorgänger-Roman „Bordeaux“ seinen Einstand gab. Hector Chetwoode-Talbot ist ein typischer Vertreter des englischen Landadels, auf einem Landsitz groß geworden, Eliteschulen, Militärkarriere in einem Garde-Grenadierregiment. Nach einem missglückten Einsatz in Afghanistan quittiert er jedoch seinen Dienst in der britischen Armee. Zurück in der Heimat, weiß der ehemalige Major zunächst nichts mit sich anzufangen, bis er seinen alten Schulkameraden Bilbo wieder trifft, der als Finanzmakler für Hedgefonds bereits ein Vermögen gemacht hat. Obwohl Eck -auch nach erfolgreicher Absolvierung eines Kurses für Broker- kaum weiß, was er verkauft, verläuft seine Karrierekurve von da an steil nach oben, denn er führt Bilbo aufgrund seiner hervorragenden gesellschaftlichen Kontakte immer mehr potente Kunden zu, die auf schnelles Geld aus sind. „Keiner wusste, wo das Geld eigentlich steckte: Es war überall und nirgends. Eine tolle Zeit für alle in der Branche. Wir nannten uns Finanzdienstleister, weil das so seriös klingt.“ Charlie Summers tritt als Zufallsbekanntschaft in das Leben von Eck, als dieser mit seinem besten Freund Henry Stanton, Lord Newark zum Golf spielen in Südfrankreich weilt. Von da an kreuzt Summers, der entgegen der Regeln der englischen Gesellschaft eine Einladung von Henry Newark, ihn in England zu besuchen, für bare Münze nimmt, immer wieder Chetwode-Talbots Weg, der ihm bei seinen kleinen Gaunereien rund um japanisches Hundefutter und belgischen Rotwein ein ums andere Mail aus der Patsche helfen muss. „Solange er denken konnte, hatte er von Betrügereien gelebt, von Hochstapelei der kleineren Sorte, und immer war er gescheitert und musste am Ende überstürzt fliehen. Er hatte weder die Kraft noch den Willen weiter zu machen.“ Als es kommt wie es kommen musste und Bilbo das Kapital ausgeht, zieht er Eck als Mittelsmann in einen windigen Deal mit Geldgebern aus dem Umfeld der Al Quaida. Als nicht nur das Geschäft platzt, sondern auch die Finanzblase selbiges zu tun scheint, sinkt Eck’s Stern am Himmel der Finanzbranche schneller als er aufgestiegen war. Nicht nur das er von Bilbo entlassen wird, sein neues Auto und seine schicke Londoner Stadtwohnung aufgeben muss, die Freundschaft mit Henry Newark an dessen finanziellen Verlust, den Eck mittelbar zu verantworten hat, fast zerbricht, auch ein internationales Terrornetzwerk scheint ihm, ob seines letzten Kommando-Unternehmens in Afghanistan, auf den Fersen zu sein. Da tritt ein letztes Mal der glücklose Charlie Summers in Hector Chetwode-Talbots Leben und erweist seinem Gönner den ersten und letzten Gefallen. Letzten Endes findet Eck sein Glück doch noch, abseits des Londoner Finanz-Jungels im Landhaus seiner Eltern, zusammen mit seiner Groß-Cousine Harriet Chetwode-Talbot, die er im Laufe der Geschichte immer wieder erfolglos umworben hatte und die dem geneigten Leser schon aus Torday’s Erstling „Lachsfischen im Jemen“ bekannt ist. Mit typischen englischen Humor und einem ausgeprägten Sinn für das Absurde bringt Paul Torday auf den Punkt, was die Finanzblase zum Platzen gebracht hat. Ein hochaktueller Gesellschaftsroman und eine beißende Kritik an der Welt der geldgierigen Finanzjongleure.

    Mehr
  • Rezension zu "Charlie Summers" von Paul Torday

    Charlie Summers

    Clari

    15. June 2010 um 12:00

    Die Weltwirtschaftskrise und ihre Vasallen,--eine Satire! Charlie Summers ist ein Hochstapler! Mit Unverfrorenheit und Chuzpe nähert er sich in Frankreich zwei englischen Freunden, die dort zum Urlaub und Golfspielen verabredet waren. Hector Chetwode- Talbot, genannt Eck, und sein Freund Henry Newark sind einigermaßen überrascht, als sich der schmuddelig aussehende Charlie Summers aufdringlich an ihre Fersen heftet. Zurück in England nimmt Summers die Gelegenheit wahr, um einer leicht dahingesagten und nicht ernst gemeinte Einladung auf das Gut von Lord Newark zu folgen. Er nistet sich bald darauf in dem kleinen unansehnlichen Ort Stanton St.Mary in der Nähe von Stanton Hall ein, um von dort aus seine dubiosen Geschäfte mit angeblich aus Japan stammendem Hundefutter zu starten. Inzwischen geht Eck seinen ebenfalls undurchsichtigen Geschäften mit Hedgefonds nach. Nachdem er die Armee verlassen hatte, war ihm ein Freund behilflich, ins Finanzgeschäft einzusteigen. Was Summers im Kleinen tut,das veranstaltet Eck in großem Stil: er schafft mit seinen Beziehungen die Kontakte zu potenziellen Großanlegern. Nach und nach dämmert ihm, dass er bei Geschäftskontakten behilflich ist, die zu kriminellen Machenschaften bei der Anlage großer Summen führen. Bankencrash und Finanzblasen, Freundschaften, Verrat an ihnen, die Liebe und unsaubere Geschäfte vereint Paul Torday zu einem spannenden Gesellschaftsbild, in dem Al Qaida und die Wirtschaftskrise von Ferne drohen und in dem sich der luderige Zeitgeist des 21. Jahrhunderts spiegelt. Der Autor ist ein famoser Erzähler. Mit Witz, trockenem Humor und ironischen Betrachtungen nimmt er sich aktuellen Themen der Zeit an. Die Generosität der guten englischen Gesellschaft erfährt bei allem finanziellen Desaster Würdigung. Paul Torday legt in seinen Erzählungen den Finger auf Wunden gesellschaftlichen Wildwuchses und überzieht und karikiert damit aktuelle Zeitströmungen. Nach seinem Roman „ Lachsfischen im Jemen“ ist ihm erneut ein humorvoll und spannend geschriebener Roman gelungen!

    Mehr
  • Rezension zu "Charlie Summers" von Paul Torday

    Charlie Summers

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    22. January 2010 um 09:59

    Paul Torday, britischer Autor, widmet sich in seinem neuen Roman „Charlie Summers“ dem hochaktuellen Thema der Weltwirtschaftskrise. Hector Chetwode-Talbot, genannt Eck, ist nach einem traumatischen Zwischenfall in Afghanistan aus der britischen Armee ausgeschieden. Zurück in England stellt ihn sein ehemaliger Schulfreund Bilbo ein, in seine Finanzdienstleistungsfirma, bei der natürlich nichts mit rechten Dingen zu geht. Eck, der gute gesellschaftliche Kontakte besitzt, soll Bekannte und Kollegen dazu überreden in einen dubiosen Hedgefonds zu investieren. So wird aus dem Hochstapler ein Broker. Eines Tages lernt Eck Charlie Summers kennen, einen kleinen Gauner und Verlierertyp, der zudem noch eine unglaubliche äußerliche Ähnlichkeit mit ihm selbst aufweist. Drei unterschiedliche Menschen beginnen mit betrügerischen Mittel zu arbeiten und praktizieren das, was die Finanzblase zum Platzen gebracht hat: Betrug. Hier wird erst in ungenießbaren holländischen Wein und dann in ein verdächtiges Hundefutterunternehmen investiert. Paul Torday lässt hier kaum etwas aus und entwirft ein Portrait des englischen Mittelstandes und das Bild einer hysterischen Gesellschaft am Vorabend der Weltwirtschaftskrise. Hochmut kommt auch hier vor dem Fall und der „Katzenjammer“ lässt nicht lange auf sich warten. Der britische Autor zeichnet mit trockenem Humor und leiser Ironie ein scharfes Psychogramm der Global Player und deren Opfer. Er führt dabei den Leser gerne auf falsche Fährten und kommt meist über Umwege des Erzählens zum Ziel. Ihm gelingt es stets den Leser mit dem Beschreiben scheinbar alltäglicher Banalitäten und zunächst unwahrscheinlicher Vorkommnisse zu überraschen, die dann im Laufe der Geschichte zu einer Allegorie heranwachsen und durchaus realistisch sind. Es ist absolut erstaunlich, wie formvollendet es dem Autor gelingt, in nur knapp dreihundert Seiten soviel hineinzupacken und dabei auch noch humorvoll, intelligent und unterhaltsam zu erzählen, ohne zu langweilen. „Charlie Summers“ ist ein satirischer Gesellschaftsroman und ein Exkurs in die korrupte, gierige und größenwahnsinnige Welt der Finanzjoungleure. Glücklicherweise kommt der Roman dabei ohne allzu trockene Fachterminologie aus und weiß den Leser zu fesseln. Wie sagte einst der schon vor Jahren aus der Finanzwelt ausgestiegene Experte Daniel Goeudevert: „Hedgefonds sind die modernen Massenvernichtungswaffen.“

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks