Paul Torday Lachsfischen im Jemen

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Inhaltsangabe zu „Lachsfischen im Jemen“ von Paul Torday

Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama, ein passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen, hat einen Plan: Zum Wohle seines Heimatlandes sollen nordeuropäische Lachse in den Wadis des Wüstenstaates angesiedelt werden - koste es, was es wolle.Er beauftragt den britischen Wissenschaftler Dr. Alfred Jones mit dem Projekt. Jones gilt als internationale Größe in Sachen Lachs und Forellen. Gerade hat seine Publikation „Auswirkungen erhöhten Säuregehalts im Wasser auf die Larve der Köcherfliege" unter den Lesern von Trout & Salmon, der größten Zeitschrift für Profifischer in England, eine hitzige Debatte ausgelöst, und auch sonst verbucht er beruflich nur Erfolge. Zuerst verwirft er die Idee als komplett absurd. Aber ein paar gewiefte Politiker erfahren von dem Vorhaben und erkennen in ihm eine Möglichkeit, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken. Schon bald mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, und Dr. Jones muss sich darüber den Kopf zerbrechen, wie er es schafft, zehntausend schottische Lachse in die Wüste zu fliegen und sie zu überzeugen, dass sich in der sengenden Hitze genauso gut laichen lässt wie in den nebligen Highlands ... Entgegen allen Vorzeichen gelingt es dem Scheich allmählich, Jones' rationale Einwände zu Fall zu bringen - und dessen Frau Mary in Rage. Denn inzwischen hat der englische Fischereiexperte auch Harriet Chetwode-Talbot, die Immobilienberaterin des Scheichs, kennengelernt. Mit ihr begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise in den Jemen, und der schüchterne Wissenschaftler entwickelt eine Fähigkeit zur Liebe und zum Heldentum, die ihn selbst überrascht.

Manchmal verworren und mit unklaren Ziel aber doch amüsant und mit Überraschungen.

— Schlehenfee

Absurde Geschichte allerdings meist im Protokollstil und das mag ich nicht.

— buchhase

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    • 1702
  • Großartige Satire

    Lachsfischen im Jemen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. August 2014 um 07:37

    Der Fischereiexperte und Lachsangler Dr. Alfred Jones erhält eine Anfrage, die leichter nicht abzulehnen wäre: Er soll für Scheich Muhammad im Jemen ein Wadi zum Lachsfluss umbauen, sodass dort jederzeit geangelt werden kann. Der Scheich, passionierter Angler mit entsprechendem Grundbesitz in Schottland, hätte genug Geld, um seine Vision Realität werden zu lassen. Jones' Ablehnung folgt -Geld hin oder her- auf dem Fuß. Doch die zuständige Projektmanagerin Harriet Chetwode-Talbot ist ebenso hartnäckig wie die Vorgesetzten von Jones obrigkeitshörig sind. Von dem Lachsprojekt bekommen der PR-Berater des Premierministers sowie einige andere hochrangige Beteiligte in Behörden und Forschungszentren Wind. Ein solches Projekt, egal wie absurd, könnte für positive Nachrichten aus einem Nahostgebiet mit sonst eher negativer Presse sorgen. Jones wird infolgedessen kräftig unter Druck gesetzt, das Projekt anzunehmen. Auf der einen Seite wird Jones nun zum Spielball politischen Kalküls, denn die britische Regierung will irgendwie von der Zusammenarbeit eines jemenitischen Scheichs mit britischen Experten profitieren. Aber sie will der Sache auf keinen Fall einen offiziellen Anstrich verleihen. Kurz nach Projektstart fliegt Jones also aus dem Forschungszentrum und wird fortan von der Immobilienagentur beschäftigt, die den Scheich in England betreut. Auf der anderen Seite wird er zum Verführten. Der Scheich, ein Ruhepol und ruhiger Mensch mit einem festen Ziel vor Augen, steckt Jones mit seiner absoluten Hingabe für das Lachsprojekt an. In dieser erstklassigen Satire kommt niemand gut weg, nicht einmal Dr. Jones - wenn auch er der einzige ist, der an dem Projekt wächst und zu einem veränderten Menschen wird. Jones, ein kompetenter, aber schüchterner Mann, steht daheim unter dem Pantoffel. Verheiratet ist er mit seiner ehemaligen Kommilitonin Mary, einer hoch ehrgeizigen Finanzmanagerin, in deren Leben kein Platz zum leben ist. Sie ordnet alles ihrem Beruf unter und Alfred Jones hat "available" zu sein, wenn es ihr Terminkalender zulässt. Er wird gezwungenermaßen Werkzeuge für andere, macht die gesamte Arbeit und steht am Ende mit leeren Händen da (Mary im Prinzip ebenfalls, nur wird sie es nie merken). Er spürt den unfairen Usus, dass am Ende immer die Falschen den Hut nehmen müssen. Der charismatische Scheich, der schnell als positive Identifikation funktioniert hat, entlarvt sich bei guter Betrachtung auch nur als einer, der mit unfassbar viel Geld absurde Träume erfüllen will und Menschen nach Belieben steuert. Das Buch spielt mit der alten Idee des Briefromans und setzt die gesamte Geschichte aus zum Beispiel Mails, Tagebucheinträgen oder Zeitungsartikeln zusammen. Nach etwa einem Viertel kommen Verhörprotokolle dazu. Dieser Kniff baut Spannung auf, denn er schickt die Ahnungen für ein ungeplantes und unangenehmes Ende vorweg. Mit ihrem jeweiligen Stil verraten die Schriftstücke viel über die Beteiligten. Nur vom Scheich gibt es keine eigenen Passagen, sodass Al Muhammad als einzige Figur ausschließlich durch die Augen seiner Kontakte gesehen wird und seine Faszination lange erhalten bleibt. Torday hat eine sehr intelligente Satire auf eine opportunistische und damit unberechenbare Politik und Wirtschaft geschrieben. Der Stoff bot nicht nur anno 2011 die Grundlage für einen Film (berechtigterweise), sondern hat auch das Zeug, zum Klassiker unter den scharfzüngigen Analysen zu werden.

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  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    Obadja

    29. August 2012 um 23:18

    Das Buch ist von der Idee her sehr witzig - allerdings sorgt der Stil, unterschiedliche Textgattungen zu nehmen, dafür, dass das Buch einige Längen entwickelt. Ganz unvorhersehbar ist die Geschichte darüber hinaus auch nicht.

  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    wikingr

    26. June 2011 um 22:50

    Der Fischereiexperte Dr. Jones soll ein Konzept für die Ansiedlung von Lachsen im Jemen erarbeiten, weil ein reicher jemenitischer Scheich die Lachsfischerei auch in seiner Heimat betreiben möchte. Dr. Jones halt das Ansinnen für völligen Blödsinn und lehnt die Mitarbeit zunächst ab. Weil aber der Pressesprecher des Ministerpräsidenten in dem Wunsch des Scheichs eine für seinen Chef gut zu nutzende PR-Chance sieht, wird Druck auf Dr. Jones ausgeübt, so dass der sich schließlich mit dem Scheich trifft und von diesem für das Projekt gewonnen wird. Er muss dafür sogar seine Stelle im Ministerium aufgeben, wird aber jetzt erheblich besser bezahlt. Doch es gibt einige Probleme und schließlich mischt sich auch noch Al Quaida einEin wunderbares Buch, das in Form von Emails, Briefen und Tagebucheintragungen geschrieben ist. Es karikiert die PR-Maschinerie von Ministerien und bürokratische Hierarchien, aber auch und eingefahrene Zweier-Beziehungen. Eines der besten Bücher" das ich in jüngster Zeit gelesen habe.

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  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    Thaila

    18. July 2010 um 11:11

    Als der Fischereiwissenschaftler und Lachsexperte Alfred Jones eine Anfrage bekommt, ob er nicht bei einem Projekt beratend zur Seite stehen könne, dass Lachse im Jemen ansiedeln will, um dort den Sport den Fliegenfischens voranzutreiben, lehnt er indigniert ab. Zu abwegig erscheint ihm die Idee. Als er jedoch den charsimatischen Scheich Muhammed ibn Zaidi Tihama, den Auftraggeber dieser verückten Idee kennenlernt, lässt er sich von dessen politischer Vision - das Fliegenfischen als Friedensmaßnahme - begeistern. Voller Enthusiamus stürzt er sich in seine neue Aufgabe. Trotz großer Schwierigkeiten läuft das Projekt gut an, wäre da nicht die britische Politik, die sich der Idee zu bemächtigen suchen, um endlich mal positive puplicity aus dem Nahen Osten zu bekommen. Und auch die Medien stürzen sich wie die Geier auf das Projekt. Paul Torday ist mit [B]Lachfischen im Jemen[/B] eine großartige Politsatire gelungen. Mit feinem britischen Humor wird der störische, überpedantische und rationalistische Alfred Jones gezeichnet, der nach und nach bei der Arbeit im Jemen auch die Gefühlsseite des Lebens zu schätzen lernt und den man als Leser richtig lieb gewinnt. Richtig abgedreht wird der Roman allerdings, wenn die Politik ins Spiel kommt. Manchmal entwickeln sich jedoch fast kafkaske Momente des Grauens, wenn zum Beispiel eine junge Frau, deren Verlobter im Irak vermisst ist, zur Trauerbewältigung an eine nach Indien ausgesourcte Trauer-Hotline verwiesen wird. Auch der öffentlichsgeile Präsident Jay, dem jedes Thema recht ist, so lange er dabei gut aussieht, lässt einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleiben. Ein sehr unterhaltsamer Roman, der gleichzeitig zum Nachdenken anregt!

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  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:55

    Wenn die exzentrische Hobbywahl eines arabischen Scheichs auf die Exzentrik britischer Realpolitik trifft, dann: willkommen bei Lachsfischen im Jemen. Ein angesehener Fischereiexperte bekommt den Auftrag für einen reichen und eben ziemlich exzentrischen Scheich im Jemen eine Lachsfarm einzurichten, damit dieser dort seinem Hobby - Fliegenfischen - nachgehen kann. Der britische Premierminister - der in seiner Verschrobenheit auf eine ganz besondere Weise dem Scheich in nichts nachsteht - sieht in diesem Projekt die Chance, die eigene, desaströse Nahostpolitik in ein besseres Licht zu rücken und setzt alles daran, dem Scheich seinen Wunsch zu erfüllen. Aber es sind eben nicht nur die Exzentriker, die in diesem Spiel der Kräfte ein Wörtchen mitzureden haben, sondern auch die Extremisten... Köstlich scharfzüngig, überspitzt und doch genau beobachtet spielt Paul Torday mit den großen Themern der Politik und den kleinen Spleens derer, die sie betreiben.

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  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    Ann91

    28. September 2009 um 18:44

    Eine Lachsfarm im Wüstenstaat Jemen anlegen? Für den Wissenschaftler Alfred Jones, Spezialgebiet Lachs- und Forellenzucht, eine ebenso absurde wie unlösbare Aufgabe. Dennoch nimmt er sich des Projekts an und versucht, zehntausend Lachsen den Jemen anstatt schottischer Highlands schmackhaft zu machen. Für mich ein erfrischend anderes Buch, dass auf charmante Weise die heutige zielorientierte Gesellschaft aufs Korn nimmt. Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches: Eine reizvolle Mischung aus Auszügen aus dem Tagebuch von Alfred Jones, privater Briefwechsel und E-Mails, Pressestimmen und Interviews mit den Charakteren. Dadurch erhält der Leser Einblicke in jeden Charakter und sieht das "Lachsprojekt" in all seinen Facetten sowie dessen Ursprünge. Denn jeder der teilnehmenden Personen hat seine ganz privaten Gründe, dieses Projekt erfolgreich zu beenden. Darüberhinaus bringt die obengenannte Mischung sehr viel Abwechslung in das Buch, sodass es stets spannend bleibt. Ein Buch mit Wiedererkennungswert!

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  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    beate

    26. February 2009 um 15:32

    Das Buch basiert auf einer ganz witzigen Idee, es wird aber zu sehr ausgewalzt und zieht sich daher in die Länge. Es hätte eine Kurzgeschichte gereicht!

  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. February 2008 um 10:00

    Unterhaltungsroman mit Tiefgang und Hintergrund.

  • Rezension zu "Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    lokoschade

    19. December 2007 um 14:34

    Satire in seiner schönsten Form -

  • Rezension zu "Salmon Fishing in the Yemen" von Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    apfelschnute

    26. September 2007 um 16:27

    Fängt gut an, hat aber in der Mitte einige Längen, der Schluss versöhnt dann wieder.

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