Paul Walz Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

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Inhaltsangabe zu „Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall“ von Paul Walz

Ein bestialischer Mord erschüttert Trier. Ein Biobauer der ersten Stunde wurde in seinem Vorzeigestall grausam umgebracht. Schnell findet Lichthaus einen Verdächtigen im Kreise der Familie. Als jedoch kurz darauf ein stadtbekannter Politiker vor Lichthaus’ Augen ermordet wird, stehen er und sein Team wieder am Anfang der Ermittlungen. Müssen sie den Täter doch in der Ökobranche suchen? Will jemand die Biolandwirtschaft in Misskredit bringen? Oder hat sich gar die Mafia in ihr eingenistet? Ein Journalist wittert einen weitreichenden Skandal und muss für seine Recherchen teuer bezahlen. Kann Lichthaus den Wahnsinn stoppen, bevor seine eigene Familie ins Visier gerät?

Spannender Kriminalfall unter Ökobauern

— elisabethjulianefriederica

Für einen Regionalkrimi geht es teils in Darstellung und Sprache ungewöhnlich hart zur Sache, was das Buch sehr lesenswert macht.

— Reinschrift

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  • Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Themistokeles

    15. January 2014 um 14:06

    Wenn ich an Regionalkrimis denke, dann habe ich entweder sofort die eher amüsanten Exemplare, die meist im bayrischen Raum spielen im Kopf oder die zwar ernsteren Regionalkrimis, wie sie zum Beispiel Nele Neuhaus schreibt. Von beiden Richtungen hebt sich dieser Krimi aber durchaus sehr ab, da er von seiner Note noch ein ganzes Stück härter ist an manchen Stellen, sowohl vom inhaltlichen, als auch von der Wortwahl her, was ihn doch aus der Masse an Regionalkrimis hervorschauen lässt. Ich muss jedoch auch sagen, obwohl der Krimi einige härtere Töne anschlägt, mag ich ihn sehr gern, da er mit den Intrigen rund um den Biobauernhof und den Diskrepanzen zwischen biologischer Herstellung und Wirtschaftlichkeit, sowie den politischen Einflüssen darauf einfach ein Thema anspricht, das ziemlich interessant ist. Ganz besonders auch, da die Charaktere in diesem Fall sehr interessant sind und selbst manchmal mit sich und anderen in Interessenkonflikte geraten oder auch einfach die Familienkonstruktionen sehr interessante Ausmaße annehmen. Dabei finde ich es auch sehr interessant, wie Walz seinen Protagonisten Lichthaus darstellt, da man bei ihm von Beginn an das Gefühlt hat, dass er ein ganz normaler Typ aus der Nachbarschaft sein könnte. Lichthaus wirkt an keiner Stelle irgendwie künstlich aufgeputscht, weder zum besonders Positiven, noch zum besonders Negativen. Allgemein ist er einfach ein Typ wie die Leser selbst, mit kleineren Problemen, die ihn aber nicht vollkommen dauerbelasten und der einem dadurch sofort sympathisch wird. Ein wenig hätte es mir, die ich Lichthaus bisher noch nicht kannte, vielleicht geholfen den ersten Band zu lesen, weil man so zunächst eher wenig über ihn erfährt und eher den Eindruck hat, man müsste ihn eigentlich schon kennen, aber das ist nicht si ausgeprägt, dass es mich beim Lesen wirklich gestört hätte. Aber gerade, dass der Krimi grundsätzlich nicht übertreibt, macht ihn für mich so interessant, weil er damit und seiner realitätsnahen Brutalität einfach sehr glaubhaft wirkt, einen großen Teil an Spannung bietet und das ganz eindeutig in einem sehr interessanten Umfeld, welches die Biobauern und auch diese kleine Dorfgemeinschaft drum herum bilden. Ein Krimi, den ich nur jedem empfehlen kann, der nach Spannung und einer super Geschichte sucht, bei dem Ermittler, wie Opfer und Täter irgendwie aus dem Leben gegriffen wirken.

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  • Leserunde zu "Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall" von Paul Walz

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    PaulWalz

    In „Bauernopfer“, meinem zweiten Krimi, schicke ich Kommissar Lichthaus und sein Team in die allzu brüchige Scheinwelt der ökologischen Landwirtschaft. Ein prämierter Ökolandwirt der ersten Stunde hängt massakriert in seinem Stall und jeder fragt sich, wieso um alles in der Welt ein Mann, der so im Einklang mit den Werten unserer Zeit stand, ermordet wurde. Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, da einerseits unter der Hochglanzfassade des Biohofs ein solcher Hass und eine Niedertracht innerhalb der Familie zutage treten, dass sich gleich mehrere Verdächtige aufdrängen. Auf der anderen Seite weisen die Spuren nach und nach auf einen Betrugsskandal mit Biolebensmitteln hin. Es müssen noch einige Menschen - sei es physisch oder auch psychisch - sterben, ehe Lichthaus die losen Fäden zusammengebunden hat. Neben dem Ziel eine auseinandergebrochene, an vermeintlichen Idealen gescheiterte Familie zu skizzieren, hat sich die Idee zur Story vor allem an den häufigen Ökoskandalen entzündet, die mir so sehr vor Augen führen, wie skrupellos Kriminelle den Wunsch von immer mehr Teilen der Bevölkerung nach besseren Lebensmitteln ausnutzen, um Kasse zu machen. Eine Leserunde bei Lovelybooks ist für mich absolutes Neuland, doch denke ich, dass es kaum einen Weg gibt, unmittelbarer mit den Lesern zu kommunizieren, und zwar schon während der Lektüre. Ich möchte euch also einladen mitzumachen, euch zu bewerben, und bin natürlich extrem gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird. Ich erhoffe von euch Lob aber auch Kritik, Fragen und Diskussionen aus denen ich für die zukünftigen Bücher lernen kann. Wer an der Leserunde teilnehmen will, kann sich jetzt bewerben und mir kurz seine Gründe aufzeigen, warum gerade dieses Buch für ihn interessant zu sein scheint. 10 von euch erhalten dann ein Exemplar zugeschickt und los geht´s. Natürlich sind alle eingeladen mitzulesen und ich werde möglichst jede Nachricht beantworten.

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  • Bauernopfer: spannender Kriminalfall unter Ökobauern

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    elisabethjulianefriederica

    04. January 2014 um 21:06

    Inhalt: Ein bestialischer Mord erschüttert Trier. Ein Biobauer der ersten Stunde wurde in seinem Vorzeigestall grausam umgebracht. Schnell findet Lichthaus einen Verdächtigen im Kreise der Familie. Als jedoch kurz darauf ein stadtbekannter Politiker vor Lichthaus’ Augen ermordet wird, stehen er und sein Team wieder am Anfang der Ermittlungen. Müssen sie  den Täter doch in der Ökobranche suchen? Will jemand die Biolandwirtschaft in Misskredit bringen? Oder hat sich gar die Mafia in ihr eingenistet? Ein Journalist wittert einen weitreichenden Skandal und muss für seine Recherchen teuer bezahlen. Kann Lichthaus den Wahnsinn stoppen, bevor seine eigene Familie ins Visier gerät? (Klappentext) Autor: Dier unter Pseudonym schreibende Paul Walz lebt mit seiner Familie in Trier. Er ist promovierter Diplom-Kaufmann und seit 2001 Professor an einer Hochschule im Rhein-Main-Gebiet . Neben Fachartikeln hat er einen ersten Kriminalroman unter dem Titel „Lichthaus kaltgestellt“ veröffentlicht. Ein weiterer ist in Planung. Mein Leseeindruck: Ein sehr fesselnder gut geschriebener Kriminalroman im Ökobauernmilieu. Ein brutaler Mord, das Opfer wurde gefoltert, der für mich schon ziemlich heftig zu lesen war.Die Auflösung des Falls war atemberaubend spannend und für mich absolut nicht vorhersehbar. Sehr sympathisch war mir das Ermittlerteam: Johannes Lichthaus, ein wohltuend „normaler“ Kommissar, gutmütiger Familienvater und sein Kollege Siran Özdemir, von denen ich auch sehr gerne weitere Bände lesen würde. Ein sehr empfehlenswerter anspruchsvoller Kriminalroman, den ich „in einem Rutsch“ durchgelesen habe. Ich warte gespannt auf Band 3.

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  • Bio ist nicht gleich Bio....

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    brineh

    10. December 2013 um 08:33

    Paul Walz hat mit seinem zweiten Buch bestätigt: er kann schreiben. Seine Geschichte um Bauer Görgen ist vielschichtig und verzweigt. Walz verliert seine Leser aber nicht - die Orientierung geht nicht verloren. Das Thema des Krimis "Bio ist nicht gleich Bio" setzt er - gut recherchiert sowohl im Thema als auch rund um die Örtlichkeiten - wunderbar um. Allein Lichthaus ist mir - obwohl Kommissar bei der Mordkommission und sicherlich einiges an Abgründen gewohnt - ein wenig zu sehr Gutmensch aus einer zu heilen Welt. Der dritte Lichthaus-Krimi ist wohl schon in Arbeit. Ich bin gespannt, in welcher Geschichte Paul Walz die Person Lichthaus weiterentwickelt.

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  • Bauernopfer

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    nataliea

    09. December 2013 um 16:35

    "Bauernopfer-Lichthaus zweiter Fall" behandelt ein sehr aktuelles Thema in der Lebensmittelbranche. Hierbei handelt es sich um den Betrug und Skandal mit und rund um Biolebensmitteln. Dieser Krimi kann problemlos ohne den ersten Fall gelesen werden. Zum Inhalt: ein Biobauer wird in seinem Vorzeigestall brutal ermordet. Zunächst verdächtigt Ermittler Lichthaus einen Angehörigen der Familie. Doch plötzlich wird ein bekannter Politiker im Beisein von Lichthaus getötet und dadurch tappen die Ermittler wieder im Dunkeln. Schließlich fragt sich Lichthaus, ob der Täter nicht in der Ökobranche zu suchen ist. Durch die neuen Sichtweisen kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht und Lichthaus' Familie gerät in Gefahr... Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, leicht verständlich und doch anspruchsvoll. Die Charaktere sind sehr authentisch und der Leser kann sich diese durch die detaillierte Beschreibungen sehr gut vor dem inneren Auge vorstellen. Neben den Protagonisten sind auch die verschiedenen Schauplätze rund um Trier eingehend beschrieben, sodass auch hierbei keinerlei Vorstellungsprobleme auftreten. Die Handlungen werden derart geschickt aufgebaut, dass man immer wieder überrascht und auch in die Irre geführt wird. Dadurch wird die Spannung über den gesamten Krimi gehalten und der Leser langweilt sich zu keinem Zeitpunkt. Diesen Krimi kann ich nur weiterempfehlen. Vor allem jetzt in der kalten Winterzeit ein absoluter Lesegenuss.

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  • Spannung von Anfang an

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    hoonili

    08. December 2013 um 16:29

    Johannes Lichthaus und Siran Özdemir ermitteln im Fall Horst Görgen. Er wurde tot auf seinem Biohof gefunden. Grausam gequält und aufgehängt finden sie ihn. Der Fall scheint nicht einfach zu sein, denn sehr viele Personen rücken ins Licht eines Verdächtigen. Aber bis der Täter gefunden wird, hat man das Buch schon fast ganz gelesen. Viel Spannung, flüssiger Schreibstil und ein sehr sympathischer Johannes Lichthaus haben mich von dem Krimi überzeugt. Teil 1 kenne ich noch nicht und kam trotzdem sehr gut klar.

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  • Pflanzt der Bauer Öko-Beete, denkt er kichernd an die Knete

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Gurke

    08. December 2013 um 12:08

    Pflanzt der Bauer Öko-Beete, denkt er kichernd an die Knete! Horst Görgen war einer der ersten in Trier, die ihren konventionellen Landwirtschaftsbetrieb auf die Ökoschiene umgestellt und seine eigene, kontrollierte Ware im Hofladen verkauft hat. Diese Nische hat ihm viel Umsatz eingebracht und natürlich zusätzlich Subventionen von der EU auf das Konto gespült. Nun hängt er tot in seinem Stall – ausgeblutet wie sonst nur seine Rinder, mit einem Rache-Psalm auf dem Klebeband über den ausgestochenen Augen, durch den der Täter Gerechtigkeit einfordert. Kommissar Lichthaus und sein Team vermuten den Schlächter im engeren Familienkreis und stellen schnell fest, dass hinter der heilen Landidylle höchstens die Kühe auf der Weide noch etwas zu lachen haben. Wären Görgens Söhne zu so einem Massaker fähig? Der ausschweifende Lebensstil des einen, der sich endlich aus den strengen demeter-Richtlinien freistrampeln wollte und die psychische Erkrankung des anderen sind zumindest starke Indizien. Durch mein Studium habe ich schon mehrere sogenannte Bio-Bauernhöfe im Umkreis besucht und interessiere mich auch privat sehr für das Thema artgerechte Tierhaltung, sodass der Schwerpunkt von „Bauernopfer“ mit der Vertuschung innerhalb der Ministerien, wenn es um erhöhte Schadstoffwerte und „unangekündigte“ Kontrolle zum Schutz der Verbraucher geht, meine Neugierde geweckt hat. Der Protagonist Johannes Lichthaus wirkt allerdings leider wie die Unschuld vom Lande mit einer Vorzeige-Ehe, die selbst für ein Märchen zu schön um wahr zu sein ist und einem perfekten Familienleben, bei denen er sogar Hausmann-Fähigkeiten aufblitzen lässt. Nur in seltenen Momenten im Disput mit seinem Chef oder während nächtlicher Albträume zeigen sich kleine Flecken auf seiner weißen Weste, die aber relativ flott wieder verblassen. Der Autor wollte mit ihm vielleicht eine Lichtgestalt an Tugendhaftigkeit der Brutalität gegenüberstellen und ich brauche auch keinen Kommissar, der durch diverse Ecken und Kanten nicht mehr rund läuft, aber wenigstens männlicher Biss sollte für einen Hüter des Gesetzes deutlicher werden – zumal ich ihn während des Lesens nicht als jungen Vater, sondern eher als mittelalten Großvater empfunden habe, was aber vielleicht daran liegt, dass wenig gerannt wird. Dass Paul Walz dann aber daraus so ein Öko-Spektakel gezaubert hat, war die Überraschung des Monats für mich, weil ich eher mit einem soliden Krimi inklusive einiger Spannungsmomente, aber nicht mit diesen erstklassigen Verstrickungen und dazu noch Morden, die einem Thriller würdig sind gerechnet hätte. Dazu verschlägt es die Leser noch in einer dramatischen Szene in das Trierer Amphitheater, was mich als ortsfremden ziemlich fasziniert hat, obwohl ich noch viel lieber die „Porta Nigra“ (wie auf dem Cover zu sehen) erkundet hätte, aber es warten bestimmt noch mehr Fälle auf den Pfälzer und somit noch einige römische Denkmäler. Der Skandal wird jedenfalls hochexplosiv beschrieben und lässt uns an der Echtheit der Bio-Produkte nachdrücklich zweifeln, somit ist dieser intelligente Krimi eine Bereicherung für jedes Krimi-Bücherregal und mit ein wenig mehr Schrulligkeit seitens der Charaktere auch etwas tollkühner.

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  • Tod auf dem Biobauernhof

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Starbucks

    08. December 2013 um 08:53

    Das Thema von Paul Walz‘ Trier-Krimi ‚Bauernopfer‘ hatte es mir angetan, wo es u.a. um Bio vs. konventionelle Landwirtschaft geht. Der Titel ist sehr gut gewählt und zweideutig, was mir gut gefällt. Das Cover zeigt die Porta Nigra, zeigt deutlich, dass es sich um einen Trier-Krimi handelt – da es jedoch um Bauern und Landwirtschaft geht, hätte ich ein Cover in diesem Zusammenhang gewählt. Das Buch selbst hat ein schönes Format und lässt sich gut lesen. Die Sprache bzw. Wortwahl und Beschreibungen sind z.T. sehr hart/heftig, was ich nicht erwartet hätte, was aber zum Thema auch passt. Zum Inhalt: Der Biobauer Görgen wurde ermordet. In seinem Umfeld gibt es einige Verdächtige; die Hauptverdächtigen stammen aus seiner eigenen Familie. Seine Söhne verstehen sich nicht. Der eine wollte gern einen normalen Bauernhof, keinen Biobauernhof, führen und soviel Profit wie möglich machen. Der andere wurde am Tatort gesehen. Die Mutter war stets unzufrieden mit dem Bauernleben, träumte vom Leben in der Stadt und verfiel dem Alkohol. So gab es recht zerrüttete und schwierige Familienverhältnisse, und lange Zeit sind doch recht viele irgendwie verdächtig. Die Spannung steigt also immer wieder, und das bis zum Schluss. Ein gutes Buch muss immer wieder Überraschungen bringen, und das tut „Bauernopfer“ ganz sicher. Geschickt wendet sich die Handlung immer wieder. Zuletzt ist man überrascht, und der Schluss der Geschichte ist schlüssig und logisch. Die Sprache des Autors hat mich absolut überzeugt – er kann immer wieder die Spannung steigern und drückt sich auch sehr angemessen - wie oben erwähnt - für sein Genre, aus. Alles in allem hatte ich einen großen Lesespaß und würde gern noch mehr von Paul Walz lesen. Der erste Lichthaus wartet ja schon bei mir, der dritte kommt sicher auch bald. Walz ist ein Autor, der sein Handwerk versteht. Das Buch hat daher volle Sternzahl verdient!

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  • überraschende Wendungen in einem komplexen Fall

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    tweedledee

    06. December 2013 um 16:55

    Ein Biobauer wird gefoltert und erhängt in seinem Vorzeigestall aufgefunden. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln und durchleutet die Familienverhältnisse, da sie hier den Täter vermutet. Die Familie ist gespalten, zerstritten und problembehaftet, es ergibt sich ein Anfangsverdacht gegen einen Sohn des Ermordeten und der Fall scheint gelöst. Doch dann passiert ein weiterer Mord, der ganz offensichtlich auf das Konto desselben Täters geht und plötzlich ergeben sich ganz andere Sichtweisen und Zusammenhänge zur Lebensmittelmafia. Die Ereignisse überschlagen sich....   In "Bauernopfer" greift der Autor Paul Walz ein aktuelles sowie brisantes Thema auf. Betrug mit Lebensmitteln, hier Bioprodukte von skrupellosen und gewissenlose Menschen verübt, die nur an ihren Profit denken und dafür über Leichen gehen. Die Vorkommnisse sind (leider) sehr gut vorstellbar und vermutlich nicht ganz so weit von der Realität entfernt, wie man sich wünscht. Für mich war es der erste Lichthaus-Fall, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Wissen aus dem ersten Fall fehlt. Man kann das Buch also problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Die Protagonisten sind Menschen, denen man im Alltag begegnen könnte, sie wirken authentisch mit ihren Stärken und Schwächen, sind detailliert gezeichnet, allen voran Lichthaus und seine engsten Kollegen. Natürlich steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, aber die kleinen privaten Episoden aus Lichthaus Familienleben bereichern die Handlung und runden sie ab. Der Autor hat einen eingängigen und anspruchsvollen Stil der sich flüssig lesen lässt, die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen. Die Schauplätze rund um Trier konnte ich mir gut vorstellen, da auch die Umgebungen detailliert beschrieben sind. Die Spannungskurve steigert sich stetig bis zum Ende und es fällt schwer, das Buch kurz aus der Hand zu legen. Man sollte diesen Krimi nicht in die Riege der üblichen Regionalkrimis einordnen, er hebt sich angenehm von der Masse ab und hat mich positiv überrascht.   Fazit: "Bauernopfer" ist ein intelligent aufgebauter Krimi mit vielen Verstrickungen, der trotzdem nicht konstruiert wirkt. Für mich ein Highlight 2013. 5 wohlverdiente Sterne von mir.

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  • Ein Toter auf dem Biohof, spannend, gut geschrieben, aktuell

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. December 2013 um 16:43

    Auf einem Biohof wird die Leiche von Inhaber Horst Görgen gefunden. Er war bei einem Routine-Wachgang nachts überfallen, gefoltert und im Stall aufgehängt worden. Johannes Lichthaus und sein Kollege Siran Özdemir, untersuchen den Fall: viele Verdächtige, eine Familientragödie und kriminelle Verstrickungen in der Ökobranche. Schließlich wird es richtig dramatisch, als der Sohn des Hofes, Alexander durchdreht und auf alles schießt, was sich bewegt... Gut geschrieben, teilweise sehr ausführliche Beschreibungen der Figuren und Umgebungen, die aber nicht stören, sondern sich gut in die dichte Atmosphäre einfügen. Besonders zur Mitte hin wird die Handlung immer spannender und man tappt auch als geübter Krimileser bis kurz vorm Ende im Dunkeln, wie alles zusammenhängt (die Lösung ist allerdings dann der Hammer und topaktuell!). So muss ein Krimi sein. Hat mir sehr gefallen. Sehr zu empfehlen!

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  • Opfer oder Täter? Wer vermag zu richten?

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. December 2013 um 16:12

    Die Rufe der Zugvögel drangen von fern her zu dem Mann, der in der nächtlichen Dunkelheit vom Wohnhaus auf dem Weg zu den Ställen seines Biohofes war, um dort wie jeden Abend nach dem Rechten zu sehen. Er legte den Kopf in den Nacken und lauschte den Schreien der Kraniche, die, den uralten Naturgesetzen folgend, ihre Bahn am Nachthimmel zogen. Ein Gefühl des Friedens überkam ihn, denn seit alters her galten diese majestätischen Vögel als Glücksbringer. In diesem Augenblick wusste er nicht, dass es das letzte Glück war, das er empfand, weil man ihn wenige Stunden später bestialisch ermordet in einem seiner Bio-Ställe auffinden würde, wo er an einem Balken wie an einem Galgen hängend, sein Leben ausgeblutet hatte wie ein Schlachtvieh. Johannes Lichthaus, der ermittelnde Kommissar, stand vor einem Rätsel. Die ersten Verdachtsmomente richteten sich auf die Familienmitglieder des Ermordeten. Da waren zwei Söhne, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, deren Hass aufeinander und auf den Vater unverkennbar war und eine Ehefrau, welche die meisten Stunden des Tages im Alkoholrausch verbrachte, vom Partner enttäuscht und haltlos - durchaus Umstände, die verdächtig machten. Bis ein weiterer Mord, dessen Opfer ein hohes Tier des Wirtschaftsministeriums war, ganz andere Erwägungen brachte. War es möglich, dass hier ein Kampf gegen die Öko-Landwirtschaft geführt wurde? Waren eventuell korrupte Kreise der Politik oder Drahtzieher der Mafia am Werk? Eine Journalistin musste für ihre bloßstellenden Recherchen zu einem Skandal teuer bezahlen, und der ermittelnde Kommissar geriet unter Zeitdruck, weil er dem grausamen Verbrechen ein Ende bereiten musste, bevor seiner Familie Gefahr drohte. Paul Walz hat einen ausgezeichneten Kriminalroman geschrieben. Das Buch hat einfach alles, was die Lektüre in diesem Genre auszeichnen sollte. Der Fall ist interessant und hochaktuell, die Protagonisten - allen voran Johannes Lichthaus - sind authentisch und nahe beim Leser, hervorragend skizziert und leicht vorstellbar. Mit flüssiger, gut gewählter Sprache führt der Autor den Leser durch eine Geschichte, deren Spannungsbogen zu keiner Zeit nachlässt, sondern sich im Fortgang der Geschehnisse stetig erhöht, um in einem furiosen, nicht vorhersehbaren Ende zu münden. Selbst die vereinzelten, brutalen Mordszenen und -beschreibungen haben durch die kühle, berichtende Distanziertheit keinerlei reißerischen Charakter. Ein intelligenter, interessanter Kriminalroman, der einem Freund dieses Genres sicherlich genussvolle Lesestunden bereitet und mit meiner uneingeschränkten Empfehlung auch alle zu vergebenden Sterne erhält.

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  • Rezension zu "Bauernopfer" von Paul Walz

    Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

    Kaninchen

    04. December 2013 um 21:59

    Krimileser werden mit dem Buch ihre Freude haben - die spannenden Kriminalhandlungen sind in diesem Buch Hauptsache. Es geht um die Ermittlungen des Hauptprotagonisten Johannes Lichthaus auf Grund eines Mordes an einem Bauern, welcher einen Biohof betrieb. Im Laufe des Buches kommt so einiges heraus - in der Familie des Mordopfers gibt es einige Ungereimtheiten und starke Spannungen. Es wird ein mutmaßlicher Täter ermittelt, doch es kommt zu weiteren Morden. Das Geschehen zwischen dem Protagonisten Lichthaus und Kollegen, Vorgesetzten, Tatverdächtigen, Presse und Familie lässt den Leser die Beteiligten und vor allem Lichthaus persönlich sehr gut kennenlernen. Ein wichtiger Einblick wird ebenfalls in die psychologisch bedingten Probleme gegeben, welche bei der Polizeiarbeit entstehen. In der Zeit der schwierigen Ermittlungen findet Lichthaus Ausgleich und Aufbau bei seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Die familiären Episoden lockern die spannenden Ermittlungen auf. Während der detailreich dargestellten Ermittlungen kommt die Politik ins Spiel. Die Handlungen sind stimmig und plausibel. Das Buch ist durchgehend spannend, da bis zum Schluss nicht klar ist, wer der tatsächliche Täter ist. Ein sehr guter Krimi.

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