Paul Watzawick Anleitung zum Unglücklich sein

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Inhaltsangabe zu „Anleitung zum Unglücklich sein“ von Paul Watzawick

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  • Nichts ist schöner als unsere Illusionen

    Anleitung zum Unglücklich sein

    R_Manthey

    25. June 2015 um 11:17

    Eine meiner schlechten Eigenschaften ist es, Bücher nicht nur von vorne, sondern auch von hinten zu beginnen. Manchmal erspart man sich damit die intellektuelle Qual, zu versuchen den Autor zu verstehen, denn hinten offenbart er uns nicht selten, wie wir sein Werk zu begreifen haben. Im Epilog dieses "Kultbuches" steht: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Das hat man uns schon gesagt, als wir noch Kinder waren. Und in unserem Kopf wissen wir es auch; aber glauben tun es nur einige wenige Glückliche. Glaubten wir es nämlich, dann wüßten wir, daß wir nicht nur die Schöpfer unseres eigenen Unglücklichseins sind, sondern genausogut unsere Glücklichkeit selbst schaffen könnten." Dann zitiert der Autor seinen Lieblingsschriftsteller Dostojewski: "Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, daß er glücklich ist. ... Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick...", um dann selbst das Buch mit dem Satz zu beenden: "So hoffnungslos einfach ist die Lösung." Wenn wir das Buch von vorne beginnen, dann gibt es viele Gründe zu schmunzeln oder zu lachen. Unsere täglichen Spielchen mit den anderen werden uns erklärt. Am Ende des Buches haben wir es verstanden, schließlich sind wir ja nicht bescheuert. Und beim Zuklappen des Textes sind wir dann auf der Stelle glücklich. Oder wie war die Logik? Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich finde das Buch gut. Ich habe auch gelacht, besonders natürlich über den Autor. Denn Paule ist ein Schlitzohr. Im Abschnitt "Vor Ankommen wird gewarnt" zitiert er zu Beginn das angebliche japanische Sprichwort "It is better to travel hopefully than to arrive.". Das genau ist das Grundprinzip dieses Buches. Wenn wir das Buch lesen, haben wir die Hoffnung, daß wir erkannt haben, was wir ändern müssen um glücklich zu sein oder auch nur glücklicher zu werden. Während des Lesens und vielleicht auch noch so lange wie sein Inhalt oder das, was wir dafür halten, in unserem Kopf ist, fühlen wir uns gut. Ja, so ist es, sagen wir uns. Und wir beschließen vielleicht, daß wir nun einiges ändern in unserem Leben. Und dann kommen wir bald wieder in der grausigen Realität an und merken, daß es nicht ganz so einfach ist wie gedacht. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es Leute schaffen, aus Sachbüchern Bestseller zu machen und damit reich zu werden. Paul hat es mir erklärt. Man muß unsere Illusionen verstärken, uns erklären wie schön und einfach alles sein kann, wenn wir nur wollten und es endlich begreifen würden. Bestimmt wird mich keiner für diese Zeilen lieb haben. Auch dazu hat Paul etwas geschrieben: "Wir haben es nicht gerne, wenn uns jemand an die Verlogenheit unserer eigenen Welt erinnert." Ein schönes Buch. Sehr empfehlenswert. Vor dem Verschenken wird nachdrücklich gewarnt.

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