Paul Watzlawick

 3,9 Sterne bei 686 Bewertungen

Lebenslauf von Paul Watzlawick

Paul Watzlawick wurde in Villach/Kärnten geboren und wuchs hier auch auf. Nach dem Abitur ging er nach Venedig und studierte Philologie und Philosophie. Nach seiner Promotion im Jahre 1949 ging er in die Schweiz und absolvierte eine Ausbildung zum Psychotherapeuten. Nach einigen Jahren ging er an die Universität von El Salvador. Dort hatte er den Lehrstuhl der Psychotherapie inne. In dieser Zeit verfasste er erste Artikel. 1960 holte ihn Don D. Jackson in das Mental Research Institute nach Paolo Alto, Kalifornien. Hier entwickelte er die meisten seiner Kommunikationstheorien. 1967 nahm er noch einen Lehrauftrag an der Stanford University neben seinem anderen Beruf an und lehrte bis zu seinem Tod im Jahr 2007 lebte.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Lösung ist immer der beste Fehler (ISBN: 9783849703899)

Die Lösung ist immer der beste Fehler

Neu erschienen am 11.06.2021 als Buch bei Carl-Auer Verlag GmbH.
Cover des Buches Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (ISBN: 9783492317771)

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Erscheint am 01.07.2021 als Taschenbuch bei Piper.
Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein (ISBN: 9783492317764)

Anleitung zum Unglücklichsein

Erscheint am 01.07.2021 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Paul Watzlawick

Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein (ISBN: 9783492273541)

Anleitung zum Unglücklichsein

 (373)
Erschienen am 01.12.2011
Cover des Buches Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (ISBN: 9783492243193)

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

 (47)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Amerika (ISBN: 9783492275750)

Gebrauchsanweisung für Amerika

 (32)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Menschliche Kommunikation (ISBN: 9783456849706)

Menschliche Kommunikation

 (13)
Erschienen am 08.04.2011
Cover des Buches Vom Schlechten des Guten (ISBN: 9783492243179)

Vom Schlechten des Guten

 (11)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein. (ISBN: B0045WXAOM)

Anleitung zum Unglücklichsein.

 (7)
Erschienen am 01.01.1983
Cover des Buches Die erfundene Wirklichkeit (ISBN: 9783492247429)

Die erfundene Wirklichkeit

 (7)
Erschienen am 01.07.2006

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Neue Rezensionen zu Paul Watzlawick

Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein (ISBN: 9783492273541)nana_what_elses avatar

Rezension zu "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick

"Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick
nana_what_elsevor 9 Monaten

Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. 

Aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick, Seite 10


Das verrät der Klappentext: Watzlawicks Anleitungen nicht zu befolgen ist der erste Schritt zum Glück. Paul Watzlawick hat mit seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ einen Millionen-Bestseller geschrieben – was nur den Schluss zulässt, dass Leiden ungeheuer schön sein muss. Anders als die gängigen „Glücksanleitungen“ führen Watzlawicks Geschichten uns vor Augen, was wir täglich gegen unser mögliches Glück tun. Nach der Lektüre werden auch sie begreifen, warum Sie den Nachbarn, den Sie um einen Hammer baten, am liebsten erschlagen würden. (Textrechte: Piper Verlag)


Unter einer Straßenlaterne steht ein Betrunkener und sucht und sucht. Ein Polizist kommt daher, fragt ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet: „Meinen Schlüssel.“ Nun suchen beide. Schließlich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten – aber dort ist es viel zu finster.“ 

Aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick, Seite 27


Persönlicher Leseeindruck: "Die Zahl derer, die sich ihr eigenes Unglück nach bestem Wissen und Gewissen selbst zurechtzimmern, mag verhältnismäßig groß scheinen. Unendlich größer aber ist die Zahl derer, die auch auf diesem Gebiet auf Rat und Hilfe angewiesen sind. Ihnen sind die folgenden Seiten als Einführung und Leitfaden gewidmet." (Seite 13) Schon nach den ersten einleitenden Zeilen weiß der geneigte Leser: Er hält etwas besonderes in Händen. Nicht den drölfzigtausendsten Selbstoptimierungs-Ladenhüter, keinen step-by-step Guide der mit Garantieversprechen zum ultimativen Glück führt, kein Selflove-Experiment, das sich verkehrter Psychologie bedient. 

Paul Watzlawick hat tatsächlich eine Anleitung zum Unglücklichsein geschrieben. Punkt. Wer befolgt, was in den Zeilen dieses Büchleins durchgespielt wird (und viele von uns tun dies bewusst oder unbewusst tagtäglich), wird damit dauerbeschäftigt sein, sich ausgiebig und immer wieder aufs Neue in seinem Leid zu suhlen, aus winzigkleinen Mückchen überlebensgroße Elefanten zu konstruieren und Unmengen an Energie auf Dinge zu ver(sch)wenden, die vor langer Zeit und/oder nie geschehen und streng genommen unwichtig und/oder einfach nicht zu ändern sind. 

Selten wird einem auf so schonungslose Art, aber dennoch mit frechem Augenzwinkern der Spiegel vorgehalten. Warum einfach das momentane Glück akzeptieren und genießen, wenn man stattdessen den Teufel in tausend Farben und Formen an die Wand malen kann? Warum im Hier und Jetzt leben, wo in der Vergangenheit doch so viele unverzeihliche Kränkungen stattgefunden haben und in der Zukunft viele weitere potenzielle Katastrophen lauern, über die man sich in Endlosschleifen den Kopf zerbrechen kann? 

„Anleitung zum Unglücklichsein“ führt dem Leser durch einen von Ironie und herrlichem Witz lebenden Perspektivenwechsel vor Augen, warum wir nicht nur unseres Glückes, sondern auch unseres eigenen Unglückes Schmied sind und die wichtigsten Schritte in ein möglichst leid- und jammervolles Leben einfacher getan sind, als man denkt. 


Machen wir uns nichts vor: Was oder wo wären wir ohne unsere Unglücklichkeit? 

Aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick, Seite 12


In kurz(weilig)en Kapiteln, die humoristische Anekdoten sowie Ausflüge in die Geschichte und Literatur bieten, werden die schier unendlichen Möglichkeiten, Trübsinn, Verdruss und Kränkung Einzug in die eigenen vier Wände und das Oberstübchen zu gewähren, ausgebreitet. 

Man nehme ein paar selbst gepanschte Worst-Case-Prophezeiungen, die sich zwangsläufig selbst erfüllen, mische sie mit dem Gedanken, dass früher alles besser war und verziere das Ganze mit ein paar Trotzreaktionen auf rationalen, gut gemeinten Rat. Das Rezept führt zwar zu einem etwas bitteren Ergebnis, ist aber zu 100% gelingsicher. 

Über Gegenstände – Knoblauch inbegriffen – läßt sich ziemlich leicht sprechen – aber über Liebe? Versuchen Sie es nur einmal ernsthaft. Noch sicherer, als die Erklärung eines Witzes dessen Humor abtötet, führt das Palavern über die scheinbar selbstverständlichsten Formen menschlicher Beziehungen fast garantiert in immer größere Probleme.

Aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick, Seite 80


Dass die „Anleitung zum Unglücklichsein“ gerade aus der Feder eines österreichischen Autors stammt, kann eigentlich kein Zufall sein. Denn im Land von „The Sound of Music“ ist nicht nur das Jodeln, sondern auch das Jammern schon lange inoffizielle olympische Disziplin. (Jawohl. Jetzt nörgle ich hier doch glatt herum, dass zu viel gejammert wird. Meta-Sudern, sozusagen. Ihr seht – bei all der hiesigen Semperei – habe ich die Anleitung zum Unglücklichsein schon ganz und gar verinnerlicht.) 


Sprachlich vollendet. Inhaltlich der Brüller. Was so gut unterhält, dabei ganz nebenbei auch noch eine Menge Wissen vermittelt und ohne erhobenen Zeigefinger für ein wenig Selbstreflexion sorgt, verdient das Prädikat Lesenswert! allemal. 


Fazit: Sollte man gelesen haben. Die Lektüre beschert heitere Lesestunden, und auch wenn sie vielleicht nicht nachhaltig glücklich macht, so öffnet sie dem ein oder anderen vielleicht doch die Augen dafür, dass er nicht derart unglücklich und vom Pech verfolgt ist, wie gedacht und oft genug bejammert. 


Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick 

Taschenbuch, 144 Seiten, Deutsch | Piper Verlag | ISBN: 978-3-492-24316-2

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Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein • Vom Schlechten des Guten (ISBN: 9783492244411)hulahairbabes avatar

Rezension zu "Anleitung zum Unglücklichsein • Vom Schlechten des Guten" von Paul Watzlawick

Lesenswert, aber nicht weltbewegend
hulahairbabevor einem Jahr

In „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick erzählt der Autor viele hintergründige Geschichten über das Unglücklichsein der Menschen. Dabei gibt er Hinweise darauf, wie man sich am besten Unglücklich macht. Bei näherer Betrachtung wird vermutlich jeder Mensch parallelen bei sich selber entdecken und anfangen sein tun zu hinterfragen. Was mir weniger gut gefallen hat war, dass die Aussagen teilweise sehr unglücklich verpackt sind. Manche Anekdoten wirken fast wie aus dem Zusammenhang gerissen und waren eher irritierend als inspirierend.

 

Allles in allem lesenswert, aber nicht weltbewegend.

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Cover des Buches Anleitung zum Unglücklichsein (ISBN: 9783492273541)Susanna_Schobers avatar

Rezension zu "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick

Na...ja. Vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden?
Susanna_Schobervor einem Jahr

Ich muss gestehen: Das war mein erstes Sachbuch. Und... Naaa jaaa, gut, es ging so? Einige Stellen, waren tatsächlich schlüssig, anderes war irgendwie anstrengend zu lesen. Das bin ich nicht gewöhnt 😁 Insgesamt, muss ich gestehen, dass ich nicht ganz verstanden habe, was mir dieses Buch jetzt beibringen/erklären will. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich das im Buch beschriebene, zum Großteil schon lebe? Wer weiß 🤷🏻‍♀️
Mal sehen, was mir in diesem Genre noch so unterkommt. Jetzt kehre ich aber mit einem erholten Seufzen, zu leichterer Lektüre, in Form eines Liebesromans, zurück 🙈

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Paul Watzlawick wurde am 25. Juli 1921 in Villach (Österreich) geboren.

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