Paula Dreyser Calling USA

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Inhaltsangabe zu „Calling USA“ von Paula Dreyser

Leseprobe
Prolog: Ein Traum
Endlich, nach mehreren zittrigen Fehlversuchen, gelang es ihr, die vollständige Nummer über die Wählscheibe einzugeben. Die Leitung blieb trotzdem tot. Der Schweiß rann ihr von der Stirn. Es bestand kein Zweifel: Es ging um Leben und Tod! Etwas Schreckliches würde passieren, wenn sie ihn nicht erreichen konnte. Ich muss zu ihm fahren. Das ist die einzige Möglichkeit. Jetzt! Sofort! Ihre Gedanken rasten.
Voll Entsetzen stellte sie fest, dass ihr der Weg entfallen war, als hätte jemand mit einem höhnischen Grinsen die Information in ihrem Hirn gelöscht.
Verzweifelt presste sie eine Hand auf die Brust, in der Hoffnung, dass ihr Herz dann nicht mehr so heftig schlagen würde. Jemand klopfte an die Tür der Telefonzelle. Draußen stand ein großer, alter Mann, bekleidet mit einem grauen Regenmantel. Fast die gleiche Farbe hatten sein Haar und der kinnlange Vollbart. Von den verschwommenen Gesichtszügen des Mannes ging etwas Bösartiges aus. Während er heftig an der Tür rüttelte, sagte er etwas. Die Worte verstand sie nicht. Ihr wurde übel. Schwer atmend lehnte sie sich mit dem Rücken an eine Wand der Zelle und konnte nicht verhindern, dass sie vollkommen kraftlos langsam nach unten rutschte. Als sie hilflos auf dem Boden saß, riss der Mann mit zornigem Gesicht die Tür auf.
„Was zum Teufel soll das?“, schrie er. „Die Verbindung funktioniert nicht. Da kannst du machen, was du willst.“

Zwischenzeiten
Ende Februar 1991
Die USA sind jetzt mit Panzern im Irak.“ Lina sah ihre Enkelin erwartungsvoll an.
„Oma, was soll ich denn jetzt dazu sagen?“, entgegnete Lydia.
„Meinst du, dass Steve dort ist?“
Lydia begann, innerlich zu frieren. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, antwortete sie mit bebender Stimme. „Ich habe vor Jahren einige Male mit ihm telefoniert, da war er Zivilist und arbeitete gerade als Autoverkäufer.“
Trotzig hielt Lydia dem traurigen Blick ihrer Großmutter stand.
„Vielleicht war er Reservist. Dann kann er wieder eingezogen werden, wenn es einen Krieg gibt.“ Mit den Fingern der echten Hand trommelte Lina auf dem Tisch, während sie ihre Enkelin nicht aus den Augen ließ.
Das Geräusch der Finger auf dem Holz löste in Lydia einen Fluchtinstinkt aus. Ich will weg! Was ist nur los mit mir? Warum regt mich das so auf? „Oma, sieh mich nicht so an. Ich habe keine Ahnung, wo er ist und was er tut, aber ich glaube nicht, dass er im Irak kämpft. Es war 1983 oder 84, als wir das letzte Mal Kontakt hatten.“ Ich hoffe so sehr, dass er nicht im Golfkrieg ist.
„Wollte er dich da nicht sogar besuchen?“ Lina trank einen Schluck Kaffee, schmatzte dabei, weil sie ihr Gebiss nicht im Mund hatte.
Sie hörte auf, zu trommeln und Lydia entspannte sich etwas. Aber ihr Magen fühlte sich flau an. „Ja, aber es ist nichts daraus geworden, weil er keinen Pass hatte.“
„Ach“, Lina seufzte. „Ich mochte ihn, war ein netter Kerl und – hübsch.“
Lydias Sonnengeflecht vibrierte, nur ganz sacht, aber sie wusste, es würde heftiger werden. Sie hatte ihrer Großmutter etwas verschwiegen. Damals am Telefon hatte Steve davon gesprochen, dass er sich mit dem Gedanken tragen würde, wieder in die Armee einzutreten.
„Der Steve, der war doch bei den Panzern?“
„Ja Oma, genau.“ In Lydias Unterleib raste eine Achterbahn um eine sehr enge Kurve.

Alte Fotos
Februar 2014
„Wie meinst du das?“ Mit Entsetzen stellt Lydia fest, dass sie anfängt zu schwitzen. Auch das noch. Sind das jetzt die Wechseljahre oder ist es Aufregung?
„Na ja“, tönt es von ihrem Schreibtisch aus dem auf Lautsprecher geschalteten Handy. „Passieren kann dir nichts. Entweder du kriegst eine Antwort oder du kriegst keine.“
Ja, wenn es so einfach wäre, denkt Lydia aufgebracht. Was ist mit der Vorfreude, der Erwartung, der Angst? Sie nimmt ihren Kuli und beginnt damit, Strichmännchen auf ein Blatt Papier zu kritzeln. „Birgit, du hast ja recht, aber wenn die sich nicht melden, komme ich mir schon doof vor.“ Nicht nur das, fügt sie im Stillen hinzu, dann drehe ich wahrscheinlich durch. Unwillig schüttelt Lydia den Kopf, als könnte sie so die beunruhigenden Gedanken und Gefühle vertreiben, was ihr natürlich nicht gelingt. Frustriert wirft sie den Kuli auf die Schreibtischplatte.
„Also, ich finde es gut, dass du einen Teil von diesen Fotos zurückgeben willst“, redet Birgit fröhlich weiter. „Ich weiß noch genau, da waren auch welche von seiner Familie dabei und ein paar offizielle, in Uniform und so. Je älter man wird, umso mehr schätzt man Erinnerungen an früher. Und ich denke mal, dass Steve in Uniform für seine Familie auch nicht uninteressant ist.“
„Ja, ich wünschte nur, wir hätten mehr Bilder aus der Zeit. Heutzutage werden ständig Fotos mit den Handys geschossen und in die Welt hinausgepostet.“
„Ja, aber deshalb ist es auch nichts Besonderes mehr.“ Eine kurze Pause entsteht. „Erklär mir bitte nochmal, wieso du ausgerechnet jetzt diese Aktion startest? So richtig verstehe ich das nicht.“
Warum hat Birgit ihr nicht zugehört? Wieso muss sie das jetzt nochmal erzählen? Nur mit Mühe beherrscht Lydia ihre Stimme. „Laura verlangte Fotos von mir, weil sie für meinen 54. Geburtstag einen Film zusammenstellen möchte. Das war für mich der Anlass, meine alte Kiste hervorzuholen und darin herumzukramen. Da ist mir klar geworden, wie viele Bilder ich von ihm und seiner Familie habe. Irgendwie ist das nicht richtig.“ Sie erzählt Birgit nicht, dass beim Öffnen des Deckels das zuoberst liegende Bild auf ihren Schoß rutschte. Im Bruchteil einer Sekunde nahm sie nur noch die Augen des jungen Mannes wahr: grün und braun, gelbe Sprenkel. Hazel Eyes …

Lesen!

— RDooDoo

Eine deutschus-amerikanische Liebesgeschichte im Mainz der späten 70er Jahre.

— Tuzzi

Berührende und authentische Story!

— kingofmusic

Die Autorin nimmt uns mit in die Vor-Handy-, Vor-Smartphone und Vor-PC -Zeit. Trotzdem fanden die Menschen einander. Es gab ja Telefon.

— Waschbaerin

Schönes Buch zum entspannen, mit tollen geschichtlichen Hintergründen und ansprechendem Schreibstil.

— LaMensch

Lesetipp. Was hätte sein können wenn....Einfühlsame Liebesgeschichte einer deutsch-amerikanischen Beziehung in den 70iger Jahren.

— Gina1627

Eine Zeitreise in die 70iger Jahre Eine Geschichte über verpasste Gelegenheiten und verlorenen Chancen.

— Lilofee

Liebesgeschichte mit viel geschichtlichem Hintergrund

— Langeweile

Ein historisch super ausgearbeiteter Roman, der einen unglaublich unter die Haut geht!

— 9Sunny8

Realistisch, authentisch !

— BF4711

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  • Ein mitreißender Roman

    Calling USA

    mordsbuch

    09. August 2016 um 13:32

    BuchinfoCalling USA - Paula DreyserBroschiert - 324 Seiten - ISBN-13: 978-3944824543Verlag: VA - Verlag Aretz - Erschienen: 17. März 2016EUR 12,95KurzbeschreibungEs beginnt mit alten Fotos … Nach mehr als dreißig Jahren findet Lydia Steve wieder – über Facebook. Ende der siebziger Jahre waren sie ein Paar, eine junge Deutsche und ein amerikanischer Soldat. Der Hauptteil des Romans handelt von dieser Beziehung, von ihren Höhen und Krisen, dem heftigen, teilweise verzweifelten Bemühen der beiden und dem Scheitern am Ende. Der Leser wird zurückgeführt in die späten siebziger Jahre."Calling USA" ist aber mehr als ein Liebesroman. Es ist ein Buch über vielfältige, miteinander verwobene Beziehungen, denn Lydias und Steves persönliche Geschichte ist mit vielen anderen Geschichten verbunden. Eingebettet ist dieses „Beziehungs-Patchwork“ in die Ära des Kalten Krieges mit ihrer sehr speziellen Weltordnung, ihren Werten und Einstellungen und ihrem spezifischen Zeitgeist. Der Roman ist insoweit ein Stück erlebte Zeitgeschichte. Auch die Lokalgeschichte ist von Bedeutung. Der Roman spielt im Rhein-Main-Gebiet, in erster Linie in Mainz. Die meisten Schauplätze sind real, viele der geschilderten Ereignisse fanden tatsächlich statt.Die Frage ist, ob Lydia nach so vielen Jahren die Chance bekommt, das, was sie umtreibt, endlich zu klären, denn Steve ist schwerkrank …Bewertung„Calling USA“ ist der Debütroman der Autorin Paula Dreyser. Es ist der erste Teil der Reihe: Deutsch-amerikanische Begegnungen in Zeiten des Kalten Krieges.Die Autorin hat hier wirklich ein tolles Werk geschaffen. Durch ihre gute Recherchearbeit kann sie so detailliert schreiben, das man sich als Leser mit ihr auf eine Zeitreise begibt und man sich alles sehr deutlich vorstellen kann.Eine fesselnde Geschichte rund um die beiden Hauptcharaktere Lydia und Steve. Beide waren mir von Anfang an sympathisch.Ich finde die Mischung des Buches ist perfekt, zum einen die ergreifende Liebesgeschichte und zum anderen die Reise zurück in die 70er Jahre, in der vor allem die politische Situation der Zeit wiedergegeben wird.Mich konnte das Buch wirklich fesseln und ich bin gespannt wie diese Reihe weiter geht.Fazit: Ein mitreißender Roman. Ein Stück deutsche Geschichte gemischt mit einer gefühlvollen Liebesbeziehung. 5 Sterne!

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  • Die Geschichte von Lydia und Steve

    Calling USA

    RDooDoo

    06. August 2016 um 13:40

    Klappentext: Es beginnt mit alten Fotos … Nach mehr als dreißig Jahren findet Lydia Steve wieder – über Facebook. Ende der siebziger Jahre waren sie ein Paar, eine junge Deutsche und ein amerikanischer Soldat. Was mir gut gefallen hat: Die Autorin versteht es die Leser in eine andere Zeit zu versetzen und bringt wichtige Ereignisse in dieser Zeit in den Text ein. Dank einer umfassenden Recherche kommt man gut in der Zeit an. Die Charaktere sind gut gewählt und die Beziehung von Lydia und Steve ist realistisch und nachvollziehbar. Die Individualität einzelner Charaktere, wie zum Beispiel der Oma, geben dem Buch noch einen köstlichen Beigeschmack. Der Schreibstil regt zum weiterlesen an, sodass man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen.Was mir nicht so gut gefallen hat: Für mich persönlich waren es teilweise zu viele Charaktere, die ich nicht auseinander halten konnte. Mir ist bewusst, dass er gerade bei so einem Thema nicht einfach ist mit wenigen Charakteren zu arbeiten, aber dennoch habe ich oft relativ lange gebraucht, um zu verstehen, wer denn nun wer ist.Der Einstieg ist mir ein wenig schwer gefallen und manchmal hatte ich das Gefühl, das die Beziehung ein wenig in den Hintergrund gerückt ist.Fazit: Dennoch habe ich es sehr genossen dieses  Buch zu lesen. Für hoffnungslose Romantiker oder Leute, die auf Adrenalinkicks beim Lesen stehen, wird es nicht das richtige Buch sein, aber alle anderen, auch die, die normalerweise andere Sachen lesen, egal ob jung oder alt, sollten sich ernsthaft überlegen dieses Buch zu lesen.

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  • Eine Zeitreise in die 70ziger Jahre

    Calling USA

    Isabell47

    06. August 2016 um 07:56

    Das Buch startet die Zeitreise, als Lydia nach alten Fotos schaut und sich an damals - die 70ziger Jahre - erinnert. Damals wohnte sie bei ihren Eltern und traf sich in Clubs mit Freundinnen, um zu tanzen und Spaß zu haben. Hier trifft sie auch auf die GIs, die in Deutschland stationiert waren und die sie viel interessanter fand als die deutschen Jungen, die sie kannte. Linda verliebt sich in Steve, einem jungen GI. Ihren Eltern verheimlicht sie vieles und auch zunächst ihre Beziehung zu Steve, bis diese ihn schließlich Weihnachten kennenlernen. Ihre Eltern insbesondere die Mutter laden Steve jedoch nicht wieder ein und so trifft sich Linda mit ihm weiterhin außerhalb. Das Buch erzählt auch die Probleme, mit denen Linda und Steve zu kämpfen haben, Beziehung, Amerika, Ausbildung, Ansichten.......Das Buch endet im heute und Linda trifft Steve wieder... Die Frage nach dem Leben und was wäre wenn...Ein großartiges Buch, was mir einen Einblick in das Leben von damals gegeben hat. Durch den Schreibstil konnte ich mich sehr  gut in Linda hineinversetzen und die Menschen, die sie traf, vor meinem inneren Auge sehen. Es war eine Zeitreise, der besonderen Art, denn auch das Leben der "Nebenfiguren" wurde eindrucksvoll dargestellt und die winzigen Details schufen dann das großen Ganze.

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  • Schicksal, Liebesgeschichte, Zeitgeschehen Ende der 70er

    Calling USA

    Tuzzi

    06. August 2016 um 00:11

    Ich habe das Buch durch und es hat mir gut gefallen. Es ist einerseits irgendwie tragisch, dass Lydia und Steve nicht ihr Leben miteinander verbracht haben, andererseits haben sie beide eine Tochter und hatten sicherlich auch gute Zeiten. Dass sie nicht geheiratet haben, beruht in erster Linie auf Missverständnissen und unglücklichen Zufällen. So was nennt man Schicksal.Das Buch ist gut geschrieben, obwohl es nicht durchgehend spannend ist. Hier geht es wohl auch darum, die Situation zwischen Amerikanern und Deutschen in der schwierigen Zeit des Kalten Krieges aufleben zu lassen. Gut finde ich das Einarbeiten des aktuellen Zeitgehens, zum   RAF-Terrorismus, Schleyer-Entführung, amerikanische Manöver... immer wieder werden auch damals aktuelle Musiktitel erwähnt, sowie Zigaretten, Cola und Süßigkeiten.Die damalige Situation wird eigentlich gut getroffen. Man merkt, dass viele Zeitzeugen zu Wort gekommen sind.Das in bräunlichen Tönen gehaltene Titelbild passt optimal um zu verstehen, dass der Großteil des Buches ein Rückblick auf die späten 70er Jahre in Mainz und Umgebung ist.

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  • Leserunde zu "Calling USA" von Paula Dreyser

    Calling USA

    VA-Verlag

    Ganz herzlich lade ich alle interessierten Leser zur fünften Leserunde des VA-Verlages ein. Verlost werden 10 Bücher, Taschenbücher oder E-Books für den Kindle. Die Autorin begleitet die Leserunde, steht während der gesamten Zeit zur Verfügung. „Calling USA“ ist ein Liebesroman, aber auch ein Stück erlebte Zeitgeschichte. Der größte Teil der Handlung spielt in den späten 70er-Jahren KlappentextEs beginnt mit alten Fotos … Nach mehr als dreißig Jahren findet Lydia Steve wieder – über Facebook. Ende der siebziger Jahre lernten sie sich in Mainz kennen und waren mehrere Jahre ein Paar, eine junge Deutsche und ein amerikanischer Soldat. Am Ende scheiterte die Beziehung trotz aller Bemühungen. „Calling USA“ ist aber mehr als ein Liebesroman. Es ist ein Roman über Beziehungen, denn Lydias und Steves persönliche Geschichte ist mit vielen anderen Geschichten verwoben. Eingebettet ist dieses „Beziehungs-Patchwork“ in die Ära des Kalten Krieges mit ihrer sehr speziellen Weltordnung, ihren Werten und Einstellungen, ihrem spezifischen Zeitgeist und ihrer Alltagskultur. „Calling USA“ ist daher auch ein Stück erlebte Zeitgeschichte.Die Frage ist, ob Lydia nach so vielen Jahren die Chance bekommt, das, was sie umtreibt, endlich zu klären, denn Steve ist schwerkrank …Leseproben und weitere Informationen findet ihr auf der Webseite der Autorin http://www.paula-dreyser.de/de/Leseproben und Geschichten aus den 70ern stehen auf dem Mainzer Blog https://goo.gl/WjuPe0Rezensionen gibt es auf dem Blog von Ira Ebner http://goo.gl/b3ysHkund auf Amazon http://goo.gl/tRliK6Das Making-Of oder – die sozialen Medien machten es möglichIm Februar 2014 startete Paula Dreyser auf Facebook ihre Suche nach früheren Freunden aus der deutsch-amerikanischen Szene der späten 70er Jahre im Rhein-Main-Gebiet. Sie wurde fündig – in verschiedenen Facebook-Gruppen. Und nicht nur das. 2015 kam es zu mehreren Treffen in Deutschland und den USA, Wiedersehen mit Jugendfreuden nach fast 40 Jahren. Per Facebook, E-Mail und Skype wurden die Kontakte gepflegt.In einer kleineren Gruppe entstand ein reger Austausch darüber, wie „es“ früher war, im Kalten Krieg, in den Diskotheken, wie die GIs Deutschland und die Deutschen erlebten und wie es für ein deutsches Mädchen war, mit einem GI „zu gehen“.Inspiriert von den vielen höchst unterschiedlichen persönlichen Geschichten, nicht zuletzt von den Frauen, die in die USA ausgewandert waren und auch von denen, die sich dagegen entschieden hatten, entschloss sie sich, einen Roman zu schreiben.Aus dem Fundus an Erlebnissen hat Paula Dreyser die Geschichte von Lydia und Steve konstruiert, eine Geschichte, die genau so hätte passiert sein können – eine schwierige Liebe in schwierigen Zeiten.Als Kultur- und Sozialwissenschaftlerin ging es der Autorin auch darum, etwas von dem Leben in den späten 70ern widerzuspiegeln.Der VerlagAls kleiner Verlag bemühen wir uns, deutsche Autoren aufzunehmen und zu fördern. Wir publizieren Fantasy, Erotik und Liebesromane, nehmen aber auch Historisches und Heimatliches in unser Programm auf. Neben dem Bereich der Kinder-& Jugendbücher wurde der der Sachbücher, insbesondere der für Trainer/innen und Lehrer/innen intensiv ausgebaut. Gerne könnt ihr die Homepage des VA-Verlags besuchen: www.va-verlag.deDie AutorinWie bereits erwähnt führt Paula Dreyser durch die Leserunde.Verlosung Wie gesagt, verlost werden 10 Bücher, nach Wahl Taschenbücher oder E-Books für den Kindle. BewerbungDie Frist endet am 30.06.2016. Bewerben kann sich jeder Leser, der auf LovelyBooks mindestens zwei aussagekräftige Rezensionen eingestellt hat. Außerdem interessieren mich zwei der Gründe, warum du dich für den Roman interessierst.Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, die mindestens bei LovelyBooks und Amazon eingestellt werden sollte.Wer das Buch bereits gelesen hat und mitmachen möchte, ist herzlich und ganz ausdrücklich eingeladen!Verlag und Autorin freuen sich auf euch!

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    • 261
  • Authentischer Rückblick und unkitschige Liebesgeschichte

    Calling USA

    kingofmusic

    28. July 2016 um 12:42

    „So wenig ist der Grund dafür, dass so vieles nicht Wirklichkeit wurde.“ (S. 315) Wer kennt das nicht? Für eine Geburtstagsfeier oder eine Hochzeit werden alte Fotos rausgekramt und nicht selten kommt es vor, dass man beim Anblick selig vergangener Tage sentimental wird und in Gedanken die alte Zeit wieder heraufbeschwört. Lydia, die Protagonistin dieses Romans, geht noch einen Schritt weiter und begibt sich auf die Suche nach ihrer großen (und letztlich) einzigen Liebe ihres Lebens. Ob und wie sie Steve wiederfindet, wie es überhaupt zu der Beziehung zwischen einer Deutschen und einem amerikanischen GI kommt und was in der Zwischenzeit passiert ist, erzählt uns Paula Dreyser in diesem wunderbaren Roman „Calling USA“, der den Auftakt zu einer Reihe von Romanen aus der Zeit des „Kalten Krieges“ darstellt. Eingebettet in eine authentische Schilderung der Ära Ende der 1970er Jahre erleben wir einen zeitgeschichtlichen Rückblick ins Lebensgefühl einer Generation junger Menschen, die sich mehr und mehr (politischen) Themen zuwendet, die sich für den Klimaschutz einsetzt und entsetzt auf die Terrorakte der RAF reagieren. Gleichzeitig lassen die „jungen Wilden“ sich den Spaß nicht verderben, rauchen was das Zeug hält, tanzen zu Musik von Fleetwood Mac, Dire Straits und machen sich Gedanken um ihre Zukunft. Wenn ich in diesem Zusammenhang an meine eigene Jugend zurückdenke, merkt man, dass sich alles mehr oder weniger immer wiederholt (nur mit anderen (politischen) Ereignissen, anderer Musik…). Man merkt, dass die Autorin intensive Recherche für ihren Roman betrieben hat, denn obwohl ich selber erst 1975 geboren bin, fühlte ich mich beim Lesen sehr gut darüber informiert, wie die Stimmung und das Lebensgefühl damals war. Auch die wieder ins Gedächtnis gerufenen politischen Hintergründe werden geschickt mit der Geschichte von Lydia und Steve verknüpft. Das Ende kommt überraschend, ist aber intensiv und lässt den Leser emotionsgeladen zurück. Wer bis hier gelesen hat, dürfte gemerkt haben, dass ich begeistert bin von diesem Roman. Und ja: ich bin begeistert und konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wie diese auf jeglichen Kitsch verzichtende Liebesgeschichte zu Ende geht. Toller Debüt-Roman von einer mehr als kompetenten Autorin, von der ich gerne weitere Bücher lese! „Auch dann, wenn es nur für kurze Zeit war, das Leben ist nicht umsonst gewesen, wenn man geliebt hat.“ (S. 321)

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    • 2
  • Über eine deutsch-amerikanische Beziehung

    Calling USA

    Waschbaerin

    28. July 2016 um 00:00

    Lydia feiert bald ihren 54. Geburtstag und kramt auf Wunsch ihrer Tochter in der alten Bilderkiste nach Fotos aus ihrer Vergangenheit. Dabei fällt ihr auch das Bild von Steve, des smarten GIs mit Hazel Eyes, in die Hände. Und plötzlich ist alles wieder gegenwärtig, was sie in den vergangenen mehr als 3 Jahrzehnten zu vergessen versuchte. Ermutigt durch eine Freundin und dank Internet und facebook macht sie die Schwestern ihres früheren Freundes ausfindig und tritt mit ihnen in Kontakt. Steve sei schwer erkrankt, erfährt sie. Während eines Telefonates mit ihm stellt sich die alte Vertrautheit wieder ein und sie entscheidet spontan zu ihm zu fliegen. Instinktiv weiß sie, viel zu lange hat sie es schon aufgeschoben, nicht mehr an dem gerührt, was in den verborgensten Winkeln der Seele noch immer schmerzt. Weglaufen geht jetzt nicht mehr. Lydia will es auch nicht mehr. Sie spürt, es ist der Zeitpunkt gekommen, sich der Vergangenheit zu stellen. Egal, wie es ausgeht. Während des Fluges gehen ihre Gedanken zurück in die Zeit von 1977 bis 1979, als sie durch Zufall diesen smarten Soldaten mit den dunklen Locken kennenlernt, sich sofort in ihn verliebt und mit ihm zusammen für eine begrenzte Zeit sehr glücklich war. Beim Lesen tauchen wir ein in die Zeit der RAF mit ihren Anschlägen und Entführungen und die Aera des Kalten Krieges, als US-Soldaten in Mainz als auch in einigen anderen Orten Deutschlands zum Stadtbild gehörten. Diese GIs waren Gäste in unserem Land und gehörten dazu. Obwohl die Eltern oftmals warnend die Finger hoben, trafen sich viele Mädchen mit diesen Boys - die weit weg von ihren Familien lebten. In Discotheken und Bars (in den USA hat "Bar" eine andere Bedeutung als bei uns) lernten sie sich kennen, befreundeten sich mit ihnen, begannen ein Verhältnis. Doch oft genug war es Liebe, wie bei Steve und Lydia. Für Lydia ist es wie ein wunderbarer Traum. Die Realität schlägt zu, als sie eine Hotellehre macht und mit dem Alltag konfrontiert wird, der ihr nicht gefällt. Steve's Zeit bei der Army neigt sich zwischenzeitlich dem Ende zu und er will zurück in die Staaten, Geschichte studieren, wie er es sich seit längerem wünscht. Doch Lydia zuliebe gibt er diesen Wunsch auf, verlängert ein Jahr bei der Army und bleibt in Deutschland. Nach diesem Jahr will er Lydia heiraten, in die USA mitnehmen. Doch sie zaudert, hat Angst vor dem Unbekannten. Sie ist zu jung für diesen Spagat und ihr fehlt der Mut für diese Entscheidung, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und den Sprung in eine ungewisse Zukunft zu wagen. Die Trennung scheint unausweichlich. Nun, mehr als dreißig Jahre später treffen sie sich wieder. Als Leser empfindet man, als erreichten sie endlich ihr vorgegebenes Ziel. Das Leben hat beide gezeichnet. Sowohl Steve, als auch Lydia sind in ihren Ehen nicht glücklich geworden und geschieden. Schnell stellen sie fest, Steve wollte immer nur Lydia und Lydia vermisste in den vergangenen Jahren immer nur Steve. Sie haben diese kurze Zeit von Lydias USA Aufenthalt, in der Steve und Lydia erkennen, dass sie vor vielen Jahren an einer Stelle ihres Lebens nicht die richtige Entscheidungen trafen und an einer entscheidenden Kreuzung falsch abgebogen sind. Nun ist es, wie es ist. Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Wie das Buch endet, will ich nicht verraten. Nur so viel, es ist kein Kitschroman, sondern sehr realitätsbezogen. Dieses Buch von Paula Dreyser ist eine wunderbare Zeitreise in eine nahe Vergangenheit. Zeitlich ist es nur ein Wimpernschlag und trotzdem scheint es eine andere Welt gewesen zu sein.

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  • Was wäre wenn…

    Calling USA

    LaMensch

    27. July 2016 um 17:28

    Lydia lebt mit ihrer Tochter Laura in Mainz. Ihr Leben ist perfekt, wenn nicht plötzlich das Foto mit einem amerikanischen Soldaten auftauchen würde. Es lässt sie nicht mehr los, zu erfahren was aus ihm wurde, nachdem er in die USA zurückgekehrt war. Damals, in längst vergangenen Zeiten war sie mit ihm verlobt und sie wollten heiraten, doch alles kam anders als das Herz wollte. Ihre Wege trennten sich, doch jetzt, viele Jahre später sollen sie wieder vereint werden, unter dramatischen Umständen.Dies ist das 1. Buch einer entstehenden Reihe. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut, zwischen einigen Absätzen sind immer wieder Zeichnungen von Telefonen anzuschauen, diese machen das Buch so unkonventionell und einzigartig. Der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut, doch einige Stellen sind kursiv geschrieben, wohin der Mann unter diversen Umständen die Logik leider nicht finden kann. Es ist toll, dass Begriffe oder Textstellen aus Liedern kursiv geschrieben sind und auch die Gedankengänge, ich hätte beides jedoch in unterschiedliche Schriftarten gepackt, denn so stelle ich persönlich leider immer wieder zwischen den Gedanken von Lydia und den Liedern einen Zusammenhang her, der eigentlich nicht existent ist. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gefallen, es ist mitreißend aber mir fehlt das gewisse Etwas, am Ende etwas mehr Gefühl und Plopp hätten es 5 Sterne werden können.Da ich jedoch einige Kritikpunkte leider hatte und mir das gewisse etwas gefehlt hat vergebe ich wunderbare 4 von 5 Sternen.

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  • Was hätte sein können wenn….Einfühlsame Liebesgeschichte einer deutsch-amerikanischen Beziehung in d

    Calling USA

    Gina1627

    25. July 2016 um 21:00

    Paula Dreyser  erzählt uns nicht nur eine sehr einfühlsame und berührende  Liebesgeschichte zwischen einem GI und einem deutschen Mädchen, sondern sie entführt uns auch gleichzeitig durch  geschichtliche, gut recherchierte Rückblicke,  in die Zeit der 70iger Jahre und  der Gegenwart. Calling USA ist ein sehr unterhaltsamer und gefühlsbetonter Roman, der die Unterschiede zwischen beiden Kulturen und den Vorurteilen und Zwängen der damaligen Gesellschaft  gut darstellt. Der Schreibstil ist flüssig und  leicht lesbar und immer wieder abwechslungsreich durch die zeitlich unterschiedlichen Erzählstränge. Die beiden Hauptdarsteller Lydia und Steve werden sehr sympathisch und interessant beschrieben und ihre Liebesgeschichte ist wunderschön und tragisch. Besonders hervorzuheben ist noch, dass Lydias Gedanken, die sehr gut ihre Sehnsucht, Unsicherheit, Ängste und Gefühle  transportieren, in einem anderen Schriftbild dargestellt werden. Gestartet wird mit Lydias verzweifeltem  Anruf aus einer Telefonzelle nach Amerika im Jahr 1984, der leider durch Verbindungs- unterbrechungen nicht zustande kommt. Schon ist man mittendrin in ihrem Gefühlschaos. Durch einen zeitlichen Sprung in das Jahr 2014 lernen wir die erwachsene Lydia kennen, die nach einer gescheiterten Ehe, aber mit einer liebevollen Tochter beschenkt, immer noch daran zweifelt in ihrer Jugend die falschen oder richtigen Entscheidungen getroffen zu haben und überwindet sich schließlich ihr Schicksal noch einmal in die Hand zu nehmen.    Geprägt durch das Zeitalter der RAF und Einsätze der GSG 9 blickt sie zurück auf die Anfänge ihrer Liebe zu Steve, einem typischen lockeren, selbstbewussten und gut aussehenden Amerikaner, der so ganz anders war wie ihre Schulkameraden in der Klasse. Die Autorin versteht es sehr gut einem die Unbekümmertheit der Jugend, die Sehnsüchte  und  Zweifel, später auch den emotionalen Druck der beiden,  näher zu bringen. Man ist selber mittendrin in der Geschichte und kann alles sehr gut nachempfinden. Erschüttert und berührt  ist man als Leser letztendlich, als Steve und Lydia sich nach 30 Jahren wieder sehen. Paula Dreyser hat das in einem wunderschönen Abschlußsatz  und Zitat von Steve beschrieben: „ Auch dann, wenn es nur für eine kurze Zeit war, das Leben ist nicht umsonst gewesen, wenn man geliebt hat.“ Calling USA ist eine unbedingte Leseempfehlung und hat meine Erwartungen voll erfüllt. Verdient bekommt dieses  Buch von mir 5 wunderbare Sterne.

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  • Zeitreise in die 70iger Jahre

    Calling USA

    Lilofee

    24. July 2016 um 14:31

    Calling USA von Paula Dreysererschienen im VA-VerlagLydia findet über 30 Jahre alte Fotos undfällt in die Vergangenheit zurück.Ende der 70iger Jahre waren sie und Steve ein Paar.Lydia aus gutem Haus und Steve ein amerikanischer Besatzungssoldat.Lydia begibt sich auf die Suche nach Steve.Was ist aus Steve geworden?Über Facebook nimmt sie Kontakt mit einer Schwester von Steve auf.Was Lydia erfährt sie sehr. Steve ist schwer krank.Ein Roman über eine vergangene Liebe in einervergangenen Zeit. Eine Zeitreise in die 70iger Jahre.In die Zeit des kalten Krieges. Die Liebesgeschichte der beiden wirdeingeflochten in die politischen geschehen und so nebenbei kommt dasLebensgefühl aus dieser Zeit auf. Für diejenigen die diese Zeitmiterlebt haben ist es eine schöne Erinnerung und für die jüngerenLeser ein geschichtliches Zeitdokument.Die flüssig und sehr gut geschriebene Liebesgeschichte liest sich spannendund zieht einen in den Bann. Emotional aber nie rührselig.Man möchte unbedingt erfahren warum diese Beziehung zumScheitern verurteilt war. Eine Geschichte über verpasste Gelegenheitenund verlorenen Chancen.Lesen!

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  • Buch mit großer Nachwirkung

    Calling USA

    Langeweile

    23. July 2016 um 10:01

    Ich habe das Buch für eine Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen und es mit großer Begeisterung gelesen. Es beginnt im Jahr 2014, Lydia kramt für eine Präsentation anlässlich ihres 54.Geburtstages, in alten Fotos. Erinnerungen an ihre große und unvergessene Liebe "Steve, "der 1977/1978 als GI einen Teil seiner militärischen Ausbildung in Mainz absolvierte , werden wach. Der letzte Kontakt zu ihm war im Jahr 1984 und bestand aus einem kurzen Telefonat.Nun aber lässt sie der Gedanke an ihn nicht mehr los und sie beginnt Nachforschungen im Netz. Nun wird die Geschichte in einer langen Rückblende erzählt, das erste Kennenlernen, das Wachsen der Liebe mit allen Hochs und Tiefs.Die Beziehung zwischen einem amerikanischen Soldaten und einer deutschen Frau war gesellschaftlich nicht akzeptiert.Lydias Eltern waren hin -und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Zwängen und Sympathie für Steve.Lediglich ihre Oma Lina, eine sehr tolerante Frau, stand voll auf ihrer Seite. Auch in Lydias Freundeskreis gab es mehrere Frauen, die Beziehungen zu Amerikanern hatten, das jedoch vor ihren Eltern verheimlichen mussten und in stetiger Sorge vor Entdeckung lebten. Zusätzlich zu der Liebesgeschichte , auf die ich nicht weiter eingehen möchte,wurde der geschichtliche Hintergrund ausführlich beschrieben. Der weitere Verlauf der Geschichte spielt dann wieder im Jahr 2014 , wo es zu einem Wiedersehen der beiden Liebenden kommt. Für mich war das Buch eine Zeitreise, da ich diese Zeit , wenn auch in anderer Umgebung, erlebt habe. Aber auch der jungen Generation, die in einer wesentlich offeneren und toleranteren Gesellschaft aufgewachsen ist ,kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Es hat mich sehr bewegt und wird mir noch länger im Gedächtnis bleiben.

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  • Leserunde zu "Calling USA" von Paula Dreyser

    Calling USA

    VA-Verlag

    Einladung zur Leserunde Ganz herzlich lade ich alle interessierten Leser zur dritten Leserunde des VA-Verlages ein. Vorgestellt wird „Calling USA“ von Paula Dreyser. Gleich vorab: Die Autorin begleitet die Leserunde, steht während der gesamten Zeit zur Verfügung. „Calling USA“ ist auch, aber nicht nur, ein Liebesroman. Die Handlung vollzieht sich auf zwei Ebenen: in den späten 70er Jahren und in der aktuellen Zeit. Die späten 70er „einzufangen“, den Leser dorthin zurückzuführen, ist ein wesentliches Anliegen des Romans. Klappentext Es beginnt mit alten Fotos … Nach mehr als dreißig Jahren findet Lydia Steve wieder – über Facebook. Ende der siebziger Jahre lernten sie sich in Mainz kennen und waren mehrere Jahre ein Paar, eine junge Deutsche und ein amerikanischer Soldat. Am Ende scheiterte die Beziehung trotz aller Bemühungen. „Calling USA“ ist aber mehr als ein Liebesroman. Es ist ein Roman über Beziehungen, denn Lydias und Steves persönliche Geschichte ist mit vielen anderen Geschichten verwoben. Eingebettet ist dieses „Beziehungs-Patchwork“ in die Ära des Kalten Krieges mit ihrer sehr speziellen Weltordnung, ihren Werten und Einstellungen, ihrem spezifischen Zeitgeist und ihrer Alltagskultur. „Calling USA“ ist daher auch ein Stück erlebte Zeitgeschichte.Die Frage ist, ob Lydia nach so vielen Jahren die Chance bekommt, das, was sie umtreibt, endlich zu klären, denn Steve ist schwerkrank …Leseproben findet ihr auf der Webseite der Autorin http://goo.gl/xNeRsZUnd auf dem Mainzer Blog https://goo.gl/4ssFI3Rezensionen gibt es auf dem Blog von Ira Ebner http://goo.gl/b3ysHkund auf Amazon http://goo.gl/tRliK6 Das Making-of oder – die sozialen Medien machten es möglich Im Februar 2014 startete Paula Dreyser auf Facebook ihre Suche nach früheren Freunden aus der deutsch-amerikanischen Szene der späten 70er Jahre im Rhein-Main-Gebiet. Sie wurde fündig – in verschiedenen Facebook-Gruppen. Und nicht nur das. 2015 kam es zu mehreren Treffen in Deutschland und den USA, Wiedersehen mit Jugendfreuden nach fast 40 Jahren. Per Facebook, E-Mail und Skype wurden die Kontakte gepflegt.In einer kleineren Gruppe entstand ein reger Austausch darüber, wie „es“ früher war, im Kalten Krieg, in den Diskotheken, wie die GIs Deutschland und die Deutschen erlebten und wie es für ein deutsches Mädchen war, mit einem GI „zu gehen“.Inspiriert von den vielen höchst unterschiedlichen persönlichen Geschichten, nicht zuletzt von den Frauen, die in die USA ausgewandert waren und auch von denen, die sich dagegen entschieden hatten, entschloss sie sich, einen Roman zu schreiben.Aus dem Fundus an Erlebnissen hat Paula Dreyser die Geschichte von Lydia und Steve konstruiert, eine Geschichte, die genau so hätte passiert sein können – eine schwierige Liebe in schwierigen Zeiten.Als Kultur- und Sozialwissenschaftlerin ging es der Autorin auch darum, etwas von dem Leben in den späten 70ern widerzuspiegeln. Der Verlag Als kleiner Verlag bemühen wir uns, deutsche Autoren aufzunehmen und zu fördern. Wir publizieren Fantasy, Erotik und Liebesromane, nehmen aber auch Historisches und Heimatliches in unser Programm auf. Neben dem Bereich der Kinder-& Jugendbücher wurde der der Sachbücher, insbesondere der für Trainer/innen und Lehrer/innen intensiv ausgebaut. Nebenbei entwerfen wir Cover, Flyer, Plakate und Co. aus reiner Leidenschaft – nicht nur für unsere Autoren! Gerne könnt ihr die Homepage des VA-Verlags besuchen: www.va-verlag.de Die Autorin Wie bereits erwähnt führt Paula Dreyser durch die Leserunde. Verlosung und Bewerbung Verlost werden fünf Taschenbücher und fünf E-Books (nur für Amazon). Bitte teilt mir mit, welches Format für Euch in Frage kommt.Die Frist endet am 19.03.2016., 18.00 Uhr. Bewerben kann sich jeder Leser, der auf LovelyBooks mindestens zwei aussagekräftige Rezensionen eingestellt hat. Außerdem interessieren mich zwei der Gründe, warum du dich für den Roman interessierst.Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, die mindestens bei LovelyBooks und Amazon eingestellt werden sollte.Wer schon ein Buch gekauft hat, ist selbstverständlich ebenfalls herzlich eingeladen.

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  • Ein absolutes Lesemuss!

    Calling USA

    9Sunny8

    14. April 2016 um 23:01

    Zum InhaltÜber 30 Jahre ist es her, dass Lydia das letzte Mal Steve gegenüber stand. Dann findet sie ihn wieder, über Facebook. Ihre Geschichte begann Ende der Siebziger in Mainz. Sie - eine junge Deutsche, Er- ein amerikanischer Soldat. Trotz der unterschiedlichen Welten verlieben sie sich ineinander und bleiben mehrere Jahre zusammen. Es scheint die große Liebe zu sein, doch sie scheint dennoch der Realität nicht gewachsen zu sein. Meine MeinungZu aller erst muss ich der Autorin ein großes Lob aussprechen! Das Buch ist so liebevoll ausgearbeitet und gestaltet, dass man es kaum noch aus der Hand legen kann. Vor allem die kleinen, aber wichtigen historischen Details, die man ab und an in der Geschichte befinden, machen es zu einem unfassbaren Lesevergnügen. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Man kann sich die Umgebung und die ganze Situation gut vorstellen und taucht voll und ganz in die Geschichte ein. Die Emotionen sind so realistisch und authentisch, dass man vor allem gegen Ende hin, richtig angesteckt wird und mitfiebert und leidet. Der Ablauf der Geschichte wird von Seite für Seite besser und besser. Anfänglich hatte ich persönlich noch ein paar kleine Bedenken, ob die Geschichte wirklich etwas für mich ist, aber spätestens ab dem Sprung in die Vergangenheit wusste ich, was für ein wirklich guter Roman das Ganze ist. Die Geschichte von Lydia und Steve ist einfach tiefgreifend und fesselnd. Man gewinnt die Hauptcharaktere lieb und schließt sie ins Herz. Auch für Historik-liebhaber ist es ein tolles Buch, denn die zeitlichen Vorkommnisse Ende der Siebziger werden nebenbei eingebunden, machen die Story aber so real das ist es unfassbar ist. Dann wird hier mal die RAF erwähnt, dann da mal das Aufkommen der Grünen. Einfach Spitze.Ich gebe ,,Calling USA" mit vollem Herzen 5 absolut verdiente Sterne! Ein wirklich toller Roman! Vor allem Freunde von Romantik, Herzschmerz und auch von der deutschen Geschichte sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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  • Revival!

    Calling USA

    BF4711

    07. April 2016 um 18:03

    Man fühlt sich direkt in die frühere Zeit zurückgesetzt! Ein tolles, verständliches Buch, sehr realistisch geschrieben!

  • Ein Buch, das berührt

    Calling USA

    liberty52

    04. April 2016 um 10:23

    Im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks erhielt ich ein Verlagsexemplar des Buches mit der Maßgabe eine ehrliche und unabhängige Wertung abzugeben. Als Lydia in alten Fotos für eine Geburtstagspräsentation kramt, holt sie ihre Vergangenheit ein. Und sie erinnert sich an Lydia, die Gymnasiastin aus biederer Mittelstandsfamilie, die sich in Steve, einen in Mainz stationierten US-Amerikaner verliebt. Es wird nicht nur eine persönliche, nicht immer unproblematische Liebesgeschichte erzählt, sondern sie ist eingewoben in die politische und soziale Realität am Ende der 1970er Jahre. Warschauer Pakt steht der NATO gegenüber. Die RAF erregt durch die Schleyer-Entführung und die Kaperung einer Passagiermaschine für dramatisches Aufsehen. Die Meinung der Deutschen den Amerikanern gegenüber ist gespalten. Spannend, dramatisch, einfühlsam, bewegend erzählt der Roman die Probleme, denen sich Lydia und Steve stellen müssen. Man erkennt kulturelle Unterschiede, andere Sichtweisen, feiert, lacht und leidet mit den Protagonisten. Es ist ein gehaltvoller Roman, den man nicht so einfach nebenher liest. Er bringt zum Nachdenken über Vorurteile, Zeitgeschichte, aber auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten. Der Leser findet schnell und leicht in das Geschehen und wird mitgerissen. Die Sprache ist leicht, teilweise bildhaft und eingängig, versteht aber auch Zwischentöne, das Geschehen zwischen den Zeilen zu vermitteln. Die Protagonisten erwachen zu Leben mit Unsicherheiten, menschlichen Schwächen, Widersprüchlichkeiten und familiärer Prägung. Und ganz nebenbei erfährt vor allem der jüngere Leser viel über das Leben und die Besonderheiten jener Zeit. Wer kann sich heute noch ein Leben ohne Handy und Kommunikation in öffentlichen Telefonzellen vorstellen? Das Buch hat mich tief bewegt. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung für Leser, die nicht nur seichte Unterhaltung suchen.

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