Paula Fox In fremden Kleidern

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Inhaltsangabe zu „In fremden Kleidern“ von Paula Fox

Eine poetische Autobiografie Paula Fox, die große amerikanische Romanautorin, hat ein Buch der Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend vorgelegt, ein bewegendes und erschütterndes Werk. Es erzählt von dem Kind, das von den Bohemien-Eltern nach der Geburt in ein Waisenhaus gebracht und dann von einem armen, aber kultivierten Pfarrer, Uncle Elwood, zu sich genommen wird. Sporadisch tauchen die Eltern auf, der charmante, dem Alkohol zugetane Vater, der Drehbücher für Hollywood schreibt, und die Mutter, eine Schauspielerin, deren Kälte und Gleichgültigkeit so groß sind, daß Paula Fox sich fragt, wie sie überhaupt ein Kind bekommen konnte. Die Eltern verfrachten ihre Tochter in der folgenden Zeit von einem exotischen Ort zum anderen. In New York lebt sie bei ihrer spanischen Großmutter. Auf Kuba wohnt sie eine Weile bei einer entfernten Verwandten, es verschlägt sie nach Florida und dann nach Kalifornien, in die glitzernde Welt von Hollywood. Der rote Faden, der sich durch diese Erinnerungen zieht, sind die wenigen schönen Kleider, die sie von freundlichen Fremden geschenkt bekommt und die ein seltenes Gefühl von Dauer vermitteln. »Eine Sensation, ein Geschenk für Paula-Fox-Leserinnen und eine Einladung an alle, die beste amerikanische Autorin unserer Zeit kennen zu lernen.« Brigitte

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  • Rezension zu "In fremden Kleidern" von Paula Fox

    In fremden Kleidern

    Ailis

    10. January 2012 um 11:31

    In diesem Buch hat Paula Fox ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen niedergeschrieben, teilweise etwas unsortiert und nicht immer deutlich in der Motivation, aber absolut authentisch. Paula Fox hatte ein bewegtes Leben und das begann schon mit ihrer Geburt: ihre Eltern, die sich nicht um sie kümmern wollten, gaben den Säugling kurz nach der Geburt in ein Findelhaus. Als Paulas Großmutter davon hörte, sorgte sie dafür, dass jemand das Mädchen dort wieder abholte und sich um es kümmerte. Sie selber war dazu erst mal nicht in der Lage, da sie in Kuba als Gesellschafterin einer reichen Cousine fungierte. Auf wirren Wegen kam die kleine Paula letztlich zu einem alleinstehenden Pfarrer, der sich in den ersten Jahren ihres jungen Lebens liebevoll um sie kümmerte. Man spürt jeder Zeile, die Paula über ihren Onkel Elwood, wie sie ihn nannte, schreibt an, dass sie ihn über alles liebte. Ab und zu lässt ihr Vater, Paul Fox, von sich hören, schickt Geld oder stattet seiner Tochter kurze Besuche ab, die das Kind verwirren und ihm das Gefühl geben, auch bei ihrem geliebten Onkel Elwwod nicht wirklich sicher zu sein, da sie nicht ganz zu ihm gehört. Und so kommt es, wie es kommen musste: als Paula etwa fünf Jahre alt ist, kehrt ihre Großmutter aus Kuba zurück und nimmt die Kleine zu sich. Jahre später, als sie ihre Erinnerungen niederschreibt, gibt Paula Fox unumwunden zu, dass ihre Großmutter eigentlich kaum eine Chance hatte, einen Platz im Herzen ihrer Enkelin zu finden. Denn sie war es, die Paula und Onkel Elwwod trennte - eine Entscheidung, die Paula der Großmutter nie verzeihen konnte. Und nun folgen Jahre des Vagabundierens für Paula: mit der Großmutter geht es für eine Zeit nach Kuba und auch, als sie zurück in Amerika sind, sollte es für die kleine Paula kein wirkliches Zuhause geben. Mal ist sie bei den Eltern, die sich aber kaum um sie kümmern, dann wird sie zu Bekannten abgeschoben oder wird in die Obhut von Hausangstellten gegeben, die dem Kind zwar alles geben können, was es zum täglichen Leben braucht, aber sicher nicht die Zuneigung, die von den Eltern kommen sollte. Aber Paulas Eltern sind unzuverlässig, die Mutter, Elsie, sogar offen feindselig. Die größte Bekundung von Zuwendung scheint zu sein, wenn ihr Vater sie "mein kleiner Kamerad" nennt. Und so beginnt ihr Leben turbulent und chaotisch und es ist bewundernswert, wie sie es letztlich geschafft hat, ihren Platz im Leben zu finden und zu behaupten. Aber davon ist in diesem Buch noch nicht die Rede, denn die Erinnerungen, die sie hier aufgefangen hat, enden mit ihrem 21. Lebensjahr. Wer sich für die komplette Biographie interessiert, sollte Bernadette Conrads Biographie zu Paula Fox lesen, die ich nur empfehlen kann. Ich habe die Lektüre dieser Aufzeichnungen sehr genossen und habe mich nicht daran gestört, dass manche Sätze und Erinnerungen bruchstückhaft wirkten und manchmal vollkommen unvermittelt dort standen. Wer einen durchgehenden Erzählfluss erwartet, so als habe er einen geordneten Roman in Händen, könnte hier sicher enttäuscht sein. Aber "In fremden Kleidern" ist nun mal eine autobiographische Schrift und Erinnerungen bringt man nicht immer klar aufs Papier. Auf mich wirkte es dadurch noch authentischer und fesselnder, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das nicht jedem so geht und viele sich an scheinbar belanglosen Einlassungen stören, die in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen. Wenn man sich davon jedoch nicht irritieren lässt, hält man ein wirklich beeindruckendes Stück Zeit- und Lebensgeschichte in den Händen, dessen Inhalt noch lange in einem nachhallen wird.

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  • Rezension zu "In fremden Kleidern" von Paula Fox

    In fremden Kleidern

    Clari

    13. July 2010 um 14:49

    Die glaubwürdige Geschichte einer ungewöhnlichen Kindheit und Jugend! 1923 in New York geboren erlebt Paula Fox eine zerrissene , traurige, bewegte und unstete Kindheit. Die Eltern leben ein Vagabundenleben; man lebt von der Hand in den Mund, trinkt, raucht, reist und bewegt sich in Künstlerkreisen, unter Drehbuchschreibern, Dichtern und Schauspielern. In diesem Leben hatte ein Kind keinen Platz. So lebt Paula die ersten Jahre ihres Lebens bei einem liebevollen Pfarrer, Onkel Elwood. Zwei Jahre etwa darf sie dort eine vertrauensvolle und fürsorgliche Zeit erleben. Dann beginnt auch für sie ein Vagabundenleben: sie lebt einige Jahre bei der Großmutter, einer eingewanderten Spanierin, die außer ihrer Tochter Elsie, Paulas Mutter, zahlreiche Söhne hat. Alle scheinen ein wenig verkorkst, neurotisch, teilweise cholerisch, keiner einer geregelten Arbeit zugeneigt. Einmal tauchen sie auf, verschwinden,--auch die Großmutter reist mit Paula mal hier und mal dahin. Ab und zu erscheinen die Eltern; sie nehmen Paula auf unterschiedliche Reisen und zu wechselnden Wohnsitzen mit. New York, Kalifornien und Kuba sind neben vielen anderen die Stationen dieses Lebens. Zuweilen wird sie einfach zurückgelassen bei Personen, die ihr ganz und gar fremd sind. Später gehen ihre Eltern auseinander, so daß Paula sich an neue Lebensgefährten der Eltern gewöhnen muß. Die unsteten Jahre setzen sich fort und Paula wird älter und reifer. Unruhiger und bindungsloser kann man sich ein Leben kaum vorstellen. Zuletzt erscheint sie uns als reife Frau, die gelernt hat, mit diesem prallen und erfüllten Leben und ihren ungeheuren Widersprüchen fertig zu werden. Lakonisch, nüchtern und von keinerlei unechten Gefühlen verfälscht beeindruckt Paula Fox mit dieser Erzählung ihre Leser. Sie befreit sich mit der Erzählung gleichsam von ihrer belasteten Kindheit. Wenn man sich in ihre Sicht der Welt hineinversetzt, merkt man, daß sie alles registriert, beobachtet und zu Anfang nicht viel versteht von dem, was mit ihr passiert. Man spürt die ambivalente Beziehung zur Mutter mit ihrer bizarren, distanzierten und Kälte ausstrahlenden Dimension sehr klar. Der Vater ist der Tochter gegenüber eher freundlich gesonnenund zugetan. Er bleibt aber unberechenbar und von labilem Charakter. Immerhin sorgt er, auch hier vage und unzuverlässig, für ihre Aufenthalte in wechselnden Unterkünften und Schulen in Amerika. Gegen Ende des Buches wird die feine Beobachtungsgabe und sensible Wiedergabe von Zeiten, Orten und Begnungen immer beeindruckender. Das ist für mich bisher das beste Buch von Paula Fox, ergreifend, ans Herz rührend und von sprachlicher Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht.

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  • Liebe Lesende, wodurch zeichnet sich für euch ein "Frauenbuch" ...

    DaniM

    Liebe Lesende,

    wodurch zeichnet sich für euch ein "Frauenbuch" aus und hat diese Bezeichnung für euch einen negativen Beigeschmack?

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