Paula Fox Lauras Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Lauras Schweigen“ von Paula Fox

Am Vorabend ihrer Reise nach Afrika warten Laura Maldonada Clapper und ihr zweiter Mann Desmond in einem New Yorker Hotelzimmer auf die Ankunft der Gäste für ein kleines, familiäres Abendessen: Lauras Bruder Carlos, Clara, ihre schüchterne Tochter aus erster Ehe, und Peter, ein melancholischer Lektor, der Laura schon lange verehrt. Aber was zunächst wie ein freundlicher Abschiedsabend beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem beklemmenden Schlagabtausch. Laura Clapper steuert das Spiel der Andeutungen und Verletzungen mit grausamer Herrschergeste, denn sie verschweigt, was sie schon seit Stunden weiß: daß ihre Mutter, die dunkle Mitte der Familie, am Morgen an einem Herzanfall gestorben ist. Lauras Schweigen ist ein dichter, streng gebauter und spannender Roman, der sich auf einen einzigen Abend und den darauffolgenden Tag beschränkt. Erzählt wird die Geschichte der Familie Maldonada, die Geschichte von Menschen, denen es nicht gelingt, füreinander zu sorgen, und die mit ihren Leidenschaften und Wünschen, ihren Gefährdungen und Ängsten zugleich miteinander verstrickt sind und allein bleiben. Ein hochkonzentriertes, sehr poetisches und bewegendes Buch.

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  • Rezension zu "Lauras Schweigen" von Paula Fox

    Lauras Schweigen

    Thaila

    22. March 2010 um 16:51

    Paula Fox' Roman Lauras Schweigen hat die Intimität eines Kammerspieles. Ein Großteil der Romanhandlung spielt sich an einem einzigen Abend und in der darauf folgenden Nacht ab. Fünf Menschen treffen sich zu einem Diner: Laura Maldonado, ihr Bruder Carlos, ihre Tochter Clara, ihr zweiter Ehemann Demsond und ein alter Freund und Verehrer, Peter. In diesem fragilen Beziehungsnetz sitzt Laura in der Mitte wie eine Spinne. Die anderen sind von ihrer Eleganz angezogen, aber auch von ihrer Launenhaftigkeit abgestossen. Laura und Carlos sind Kinder einer kubanischen Immigrantin adeliger Herkunft. Der Prestige- und Besitzverlust, den ihre Familie durch die Revolution erlitten hat, haben sie nie verwunden. So ist der ganze Roman von einer melancholischen Stimmung des Verlusts geprägt. Lauras Schweigen ist nicht einfach zu lesen. Die Beziehungen der Protagonisten zeichen sich nicht durch Liebe und Vertrauen, oder auch nur durch gegenseitiges Wohlwollen aus, sondern leben von Abneigung und Abhängigkeit. Eigentlich versteht man nicht so richtig, warum die Personen diesen Abend miteinander verbringen, der von allen nur als Belastung erlebt wird. Besonders das Verhältnis von Laura und ihrer Tochter Clara ist quälend. Clara, die ihre Mutter kaum kennt, da sie nie gemeinsam gelebt haben, ist von Angst zu ihr erfüllt, die es ihrer Mutter noch leichter macht, sie zu verletzten und terrorisieren. Der handlungsarme Roman lässt sich alle Zeit die Charaktere der handelnden Personen auszulotten, ihre Herkunft zu ergründen und zu erklären, warum sie sind, wie sie sind. Das ganze ist in eine nüchternen, fast mageren Sprache gekleidet, der es trotzdem gelingt eine stimmungsvolle Situation zu zeichnen. Lesenswert!

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  • Rezension zu "Lauras Schweigen" von Paula Fox

    Lauras Schweigen

    Anja_Lev

    18. May 2009 um 10:46

    Eine Frau lädt ihre erwachsene Tochter, ihren Bruder sowie einen Freund zum Abendessen ein, bevor sie mit ihrem zweiten Ehemann in den Urlaub fährt. Die Familie ist zwar nicht offiziell zerstritten, jedoch bestimmt von ständigen Machtkämpfen und mehr oder weniger offentsichtlichen Attacken gegeneinander. Der Abend wird zur Zerreißprobe, die Protagonistin Laura verschweigt den anderen den Tod ihrer Mutter am Nachmittag desselben Tages, reagiert jedoch extrem empfindlich auf alle Anspielungen zum Thema, so dass die Personen schließlich im Streit auseinandergehen. Dem Freund der Familie fällt die Aufgabe zu, die anderen vom Tod zu benachrichtigen, die Beerdigung findet direkt am nächsten Tag in ebenfalls sehr angespannter Stimmung statt. Paula Fox schildert asu verschiedenen Perspektiven den Abend, die Nacht sowie die Beerdigung am folgenden Tag. Das so entstehende Bild ist höcht beklemmend, mir wurden die letzten 50 Seiten auf denen die Beziehungen der Personen zueinander nochmals intensiv beleuchet werden jedoch etwas zu lang und zu anstrengend. Kein "buch für zwischendurch", schon aufgrund der sehr negativen und deprimierenden Stimmung, die es vermittelt.

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  • Rezension zu "Lauras Schweigen" von Paula Fox

    Lauras Schweigen

    papalagi

    24. February 2009 um 08:26

    Roman wie ein Bühnenstück oder Hörspiel für 6 Personen, die zu einem familiären Abschiedsabend in einem New Yorker Hotel zusammenkommen. In räumlicher Enge zusammengepfercht, ergeht man sich im Smalltalk. Alle Anwesenden versuchen, das Theaterstück familiärer Zuneigung mitzuspielen und in dem daneben ablaufenden Kleinkrieg der Anzüglichkeiten, Sticheleien, unvermuteten Angriffe und wechselnden Bündnisse Punkte zu machen. Die Gastgeberin Laura, mehr als üblich gereizt und rücksichtslos, verschweigt, was sie seit Stunden weiß: dass ihre Mutter im Altersheim verstorben ist. Als die Nachricht endlich herauskommt, schlägt sie wie ein Blitz ein und löst die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Scheinbar leichthändig erzählend, aber teilnahmslos beobachtend wie ein Naturforscher, legt die Autorin die seelischen Mechanismen ihrer Figuren bloß - ein subtiles Stück moderner Literatur.

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