Paula Fox Was am Ende bleibt

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Inhaltsangabe zu „Was am Ende bleibt“ von Paula Fox

<p>Paula Fox’ bis heute berühmtester Roman "Was am Ende bleibt", der seinerzeit mit Shirley MacLaine verfilmt wurde, gehört inzwischen zum Kanon der amerikanischen Literatur. Er erzählt von Sophie und Otto Brentwood, einem kinderlosen, recht wohlhabenden Ehepaar, das ein Backsteinhaus in Brooklyn bewohnt. Sophie, die gelegentlich französische Bücher übersetzt und Drehbücher schreibt, lebt vor allem vom Geld ihres als Anwalt sehr gut verdienenden Mannes, fühlt sich in ihrer Ehe aber immer unwohler und leerer.<br /> Ein kleiner Vorfall, der Biss einer streunenden Katze, wächst sich zur lebensbedrohenden Krise aus, Pannen, Missverständnisse und Streitigkeiten enthüllen die Fragilität ihres Ehe- und Gesellschaftslebens. Faszinierend ist, wie Paula Fox privates Unglück und gesellschaftliche Verfallserscheinungen subtil aufeinander bezieht und dabei ganz im Bereich des Menschlich- Abgründigen bleibt.</p>

Juni 2017

— Hacka
Hacka

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    Was am Ende bleibt
    R-E-R

    R-E-R

    07. June 2013 um 23:21

    Ein beschaulicher Abend im trauten Heim. Ein exzellentes Essen, guter Wein, Kerzenlicht, gemütliche Behaglichkeit. Eine Szene wie der Beginn einer lichten Romanze und doch bereits mit dem Schatten einer Ehe vor dem Abgrund verdüstert. Sophie wird an der eigenen Hinterhoftür von einer streunenden Katze gebissen. Otto hat seinen Geschäftspartner verloren, der kurz zuvor aus der gemeinsamen Rechtsanwaltskanzlei ausgestiegen ist. Gebissen, verlassen, verloren. Auf diesen einfachen Nenner könnte man auch den Roman von Paula Fox bringen. Der Katzenbiss wird zum Indikator des Zerfalls für eine Ehe, die keine glückliche Beziehung mehr ist und für ein gemeinsames Leben, das schon lange nicht mehr so genannt werden kann. “Sie lächelte und fragte sich, ob die Katze schon einmal eine freundliche Berührung eines Menschen verspürt hatte, und wenn ja, wie oft, und sie lächelte immer noch, als die Katze sich auf die Hinterbeine stellte, und sogar noch, als sie mit ausgefahrenen Krallen auf sie einhieb, und sie lächelte weiter bis zu der Sekunde, als die Katze ihre Zähne in den Rücken ihrer linken Hand grub und sich so an ihr Fleisch hängte, dass sie beinahe nach vorne fiel, fassungslos und entsetzt, doch war sie sich der Anwesenheit Ottos bewusst genug, um den Schrei zu unterdrücken, der in ihrer Kehle aufstieg, als sie ihre Hand mit einem Ruck aus diesem mit Widerhaken besetzten Kreis zurückzog.” Paula Fox zeichnet das Bild eines Paares, dessen Leben harmonisch und ausgeglichen wirkt. Finanziell gut gestellt, kultiviert, eigenes Haus im New Yorker Stadtteil Brooklyn und auf dem Land, interessante Freunde, zufrieden trotz Kinderlosigkeit. Erste Risse in dieser Optik werden durch den Angriff des Tieres deutlich. Sophie hat das streunende Tier gefüttert, Otto war von Beginn an dagegen. Als das Tier zubeißt und Sophie ernstlich verletzt, verschweigt diese den Vorfall aus Scham und versteckt ihre Hand. Es dauert eine Weile bis Sophie Otto den Biss gesteht und noch einmal einen ganzen Tag, bis sie sich von ihm widerwillig ins Krankenhaus bringen lässt um die eiternde Wunde versorgen zu lassen. Die drohende Diagnose einer Blutvergiftung wird mit einem Besuch im Landhaus verdrängt. Die Feststellung, das dort eingebrochen und alles verwüstet wurde, treibt das Ehepaar wieder in die Stadt. Die Nerven liegen blank. Und noch immer ist das schlimmste nicht überstanden. Die Frage, ob Sophie sich bei dem Biss mit Tollwut infiziert hat. Mich hat der Roman, trotz aller Vorschusslorbeeren auf dem Buchcover und im Internet, nicht wirklich überzeugt. Die reine Beschreibung der Lebensumstände eines Mittelklassepaares im New York der 1970er Jahr gelingt Paula Fox sehr gut. Angefangen von der Wohnungseinrichtung, über Geschirr, Gerichte, Getränke, Gespräche, Mode, Trends und Strömungen lässt sich der Geist dieser Zeit gut ablesen. Die Aufarbeitung der Psyche ihrer Figuren dagegen fand ich schwach. Erzählt wird fast ausschließlich aus der Sicht Sophies und mit ihr konnte ich leider überhaupt nichts anfangen. Durch den Katzenbiss wird ihr zum ersten Mal ihre Sterblichkeit bewusst. Sie fürchtet sich vor Schmerzen und Qual, daher verzichtet sie zunächst auch auf die helfenden Spritzen. Warum und woher diese Angst kommt, wird jedoch nicht deutlich. Auch der Grund für den Seitensprung, an den sie sich in Rückblenden erinnert, bleibt unklar. Leidenschaftliche Liebe klingt anders. So wie sie ihren Liebhaber und das Verhältnis zu ihm beschreibt, klingt es eher wie Leiden schaffendes Ungemach. Für wesentlich interessanter hielt ich den als beherrscht beschriebenen Ehemann Otto. Dieser rät seiner überspannten Frau, sich nicht so anzustellen. Ein Rat den ich nachvollziehen kann. Auch scheint er mir der liebevollere Partner zu sein. Trotz seiner Ungeduld, ist bei ihm ein Gefühl der Verantwortung spürbar und auch der Liebe. Wenngleich sie sich nur zwischen den Zeilen äußert. Seine Sicht auf die Dinge wären sicher aufschlussreich gewesen. Am Ende blieb für mich das Gefühl nur die halbe Wahrheit erfahren zu haben und noch dazu die von der falschen Hälfte.

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  • Rezension zu "Was am Ende bleibt" von Paula Fox

    Was am Ende bleibt
    Brentini

    Brentini

    12. November 2012 um 01:35

    Für mich etwas zu langatmig und langweilig, da zum Zeitpunkt der Lektüre noch recht jung und Single. Das Buch beschreibt die Szenen einer Ehe am Zenit ihrer Liebe, wo sich beide Partnern fast gar nichts mehr zu sagen haben und nebeneinander existieren wie im Halbschlaf.

  • Rezension zu "Was am Ende bleibt" von Paula Fox

    Was am Ende bleibt
    papalagi

    papalagi

    24. February 2009 um 08:38

    Es scheint, dass durch einen Katzenbiss, die Ehe auseinanderbricht. Die zum Teil kurzen Sätze bringen es voll auf den Punkt. Alte Verletzungen kommen zur Sprache. Eindrücklich

  • Rezension zu "Was am Ende bleibt" von Paula Fox

    Was am Ende bleibt
    variety

    variety

    20. January 2008 um 18:14

    Mir gefiel dieses kleine Buch (knappe 200 Seiten) sehr gut, vor allem die Sprache von Paula Fox mit ihren meist kurzen, aber dennoch tiefschürfenden Sätzen. Die Thematik Katzenbiss (oder war es ein Hund?) und Tollwut gerät mit der Zeit immer weiter in den Hintergrund (bis sie am Schluss dann natürlich nochmals Spannung erzeugt). Dafür spürt man, dass diese Ehe nicht so fehlerfrei ist, wie sie vielleicht den Anschein gemacht hat. Hinter der schönen Fassade bröckelt der Putz schon ziemlich stark. Leider ist mir die Szene in der Nacht (Kapitel 12) zu wenig intensiv von Paula Fox "interpretiert" worden und einige der kurzen Geschichten, die sie in die Haupthandlung einfügt, hätten eine vertiefte Behandlung ebenfalls verdient gehabt. Deshalb "nur" 4 Sterne.

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