Paula Henkels Wir wollten nur Dich: Traum und Albtraum Adoptivkind

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Inhaltsangabe zu „Wir wollten nur Dich: Traum und Albtraum Adoptivkind“ von Paula Henkels

Erbanlagen lassen sich nicht weglieben. Das weiß ich heute. Das weiß meine ganze Familie heute. Doch ehe wir das begriffen haben, mussten so viel Schmerz, Entsetzen und Erschütterung ertragen werden. Wie es begann, als wir endlich den sechs Monate alten Adoptivsohn in die Arme schließen konnten, ihm stets alle Liebe der Welt schenkten, und wie es 31 Jahre danach endete, können Sie hier nachlesen.
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  • Vom Traum zum Drama

    Wir wollten nur Dich: Traum und Albtraum Adoptivkind

    Buchdaisy

    21. September 2017 um 14:13

    Dieses Buch habe ich fast in einem Stück gelesen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen, seit ich es gestern begonnen habe, so sehr zog es mich in diesen Sog aus Spannung, Dramatik, und Gefühlen, denn nichts ist so spannend, wie das wahre Leben! Es ist die autobiografische Geschichte einer Familie und ihres adoptierten Kindes. Ich liebe Familiengeschichten, schreibe selbst welche, doch solch ein Szenarium macht mich beinahe sprachlos.Bea hat bereits zwei Kinder, als sie nach einer Operation keine mehr bekommen kann. Dennoch sie hat den Wunsch nach einem dritten Kind und auch die finanziellen und räumlichen Möglichkeiten, so dass sie ihren Mann überzeugt, ein Kind zu adoptieren. Nach einem schwierigen Weg durch die Instanzen des Jugendamtes steht fest: Benny soll es sein. Der Kleine hat ihr Herz im Sturm erobert. Ob es nun nur das Aussehen war oder mehr, die Chemie stimmte einfach. Das Glück scheint perfekt, zumindest eine Zeit lang. Denn Bea und Horst wissen, aus welchen Verhältnissen ihr Kind kommt und was der Kleine schon erleben musste. Ihre uneingeschränkte Liebe soll seine Seele heilen. So verschweigen sie dem Jungen auch seine biologischen Eltern. Nachvollziehbar für den Moment. Die schreckliche Wende beginnt mit Bennys Pubertät. Immer mehr entgleitet er seinen Eltern, bricht aus und läuft neben der Spur. Auch für eine Aufklärung seiner Herkunft findet sich nie der richtige Zeitpunkt. Dennoch scheint Benny etwas zu spüren, kämpft gegen etwas und zerstört langsam sich selbst und seine Familie. Immer wieder greifen ihm Horst und Bea unter die Arme, obwohl - oder gerade weil er ein Adoptivkind ist, den sie doch von Herzen lieben. Sind es die Umstände, oder doch das elterliche Erbe, welches die Katastrophe heraufbeschwört? Darüber sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden.Das Buch ist in einem, trotz der Dramatik, recht lockerem Stil verfasst. Paula Henkels findet einfache, klare Worte für das gesamte Geschehen. Bemerkenswert sind die vielen Begriffe, die sie für Benny verwendet, von liebevoll über ironisch bis nachvollziehbar wütend. Da wird nichts beschönigt. Ich selbst habe auf jeder Seite mit der Familie mit gelitten und auf ein versöhnliches Ende gehofft. Was wirklich kam, habe ich nicht erwartet. Und ich bin noch immer betroffen davon.Das Buch hat mich zutiefst berührt und ich empfehle es sehr gerne weiter! 5 Sterne, mehr geht ja nicht.

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