Paula Kuitunen

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Paula Kuitunen

Cover des Buches Mein Tabulu (ISBN: 9783863214302)

Mein Tabulu

 (2)
Erschienen am 06.01.2020
Cover des Buches Dani und die Dosenmonster (ISBN: 9783863214418)

Dani und die Dosenmonster

 (1)
Erschienen am 04.11.2019

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Neu
Cover des Buches Dani und die Dosenmonster (ISBN: 9783863214418)Claudia_Reinländers avatar

Rezension zu "Dani und die Dosenmonster" von Paula Kuitunen

Türöffner ...
Claudia_Reinländervor 4 Monaten

Klappentext:


Als Danis Papa arbeitslos wird, ziehen kurz darauf komische Gestalten in die Wohnung ein. Erst ist nur eine da, aber bald sind sie überall: die Dosenmonster. Je mehr Papa trinkt, desto mehr fehlt ihm die Energie, sich um seinen Sohn zu kümmern. So sehr Dani sich auch bemüht – alleine schafft er es nicht, die Dosenmonster zu vertreiben. Zum Glück weiß Tante Julia, was zu tun ist.
Das Buch zum Thema Alkoholabhängigkeit soll als Türöffner für Gespräche dienen und Mut machen, den Dosenmonstern den Kampf anzusagen. Fachliche Ratschläge dazu gibt der Psychologe Sören Kuitunen-Paul im Anschluss an die Bildergeschichte.


Cover:


Das Cover zeigt einen kleinen Jungen, welcher ziemlich erschrocken ausschaut und um ihn herum sind viele Blechdosen, mit grimmig dreinblickenden Gesichtern, welchen ihn zu ängstigen scheinen. Ein Cover, das nachdenklich stimmt und für Gesprächsstoff sorgt und als Türöffner für ein brisantes Thema dient.


Meinung:


Ein Buch, welches ein sensibles Thema auf kindgerechte Weise anspricht und zugleich Türöffner zu diesem Thema ist.


Dani muss mit erleben, wie nach und nach kleine Dosenmonster bei ihm einziehen, nachdem sein Vater arbeitslos geworden ist. Sein Vater wird immer antriebsloser und ist kaum noch für Dani da, aber zum Glück ist da ja noch seine Tante Julia. Gemeinsam gehen sie das Problem an.


Eine emotionale und ergreifende Geschichte, die auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht. Sie zeigt auf, was Alkohol anrichten kann und zeigt auf altersentsprechende Weise, wie man mit dem Thema umgehen sollte und bietet zugleich Gesprächsstoff zu diesem Thema. Durch die Geschichte kann man das Thema bei Betroffenen sehr gut ansprechen und mit Kindern dieses Thema gemeinsam be- und verarbeiten.


Sehr hilfreich sind zudem auch die Hintergrundinformationen zu diesem Thema. In diesem angehängten Teil kann man sehr viel zum Thema Alkoholkonsum, Alkoholproblem und Hilfe für Betroffene, sowie deren Kinder erfahren. 


Die Geschichte ist kindgerecht und altersentsprechend aufgearbeitet und erzählt in einfachen Worten die Geschichte von Dani und seinem Vater, der anfängt zu trinken und dadurch immer mehr Dosenmonster einziehen. Hier wird mit übertragbaren Metaphern gearbeitet und so den Kindern altersentsprechend die Problematik aufgezeigt und besprochen. Dadurch kann man gemeinsam dieses Thema angehen und den Kindern auch Mut machen. Zudem bekommt man fachliche Ratschläge im Kampf gegen diese Sucht, im Anschluss an die Bildergeschichte.


 Die Illustrationen der Bildergeschichte sind dem Thema angepasst und sehr passend dargestellt. Auch die Emotionen und Gefühle kommen über die Zeichnungen sehr gut rüber und veranschaulichen die Problematik. Die Bilder greifen die Thematik sehr gut auf und veranschaulichen das Gelesene.


Fazit:


Eine emotionale und ergreifende Geschichte, zu einem wichtigen Thema, die als Türöffner dienen soll, um so die Problematik angehen zu können.


 

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Cover des Buches Mein Tabulu (ISBN: 9783863214302)Osillas avatar

Rezension zu "Mein Tabulu" von Paula Kuitunen

Angst muss nicht immer etwas Erschreckendes sein
Osillavor einem Jahr

Heute habe ich mal wieder ein schönes Kinderbuch zum Thema Angst für euch parat. "Mein Tabulu" bietet eine wunderbare Grundlage um mit Kindern über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen.

Die Autorin:
Paula Kuitunen wurde 1983 in Finnland geboren und lebt inzwischen mit ihrer Familie in Dresden. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher zu den Themen psychische Gesundheit und Krankheit und trägt selbst einen eigenen Tabulu mit sich herum.

Inhalt:
„Tabea ist sieben Jahre alt, als sie mit ihrer Familie in eine andere Stadt zieht. Am ersten Schultag soll sie sich der neuen Klasse vorstellen. Doch wie aus dem Nichts ist plötzlich Tabulu da. Er sitzt auf Tabeas Schulter, zwickt sie, piepst ihr ins Ohr und macht es ihr unmöglich, überhaupt ein Wort herauszubringen. Das nervige Wesen begleitet sie nun Tag und Nacht. Es wird immer größer und größer und lässt sich nicht ignorieren. Das Tabulu ist Tabeas Angst. Es verschwindet nicht, doch es wird wieder kleiner, als das Mädchen lernt, mit ihm umzugehen. Erleichtert stellt Tabea fest, dass auch andere ihre Angst mit sich herumtragen.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover des Buchs ist schon etwas speziell. Es zeigt das Tabulu mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, welches einem Küken gleicht. Im Hintergrund sieht man ein wahnsinnig großes Schattengebilde, dessen Schwanz ein Mädchen umschlungen hält.

Der Geschichte vorangestellt ist ein Vorwort, welches in Briefform die Leser direkt anspricht. Hier werden auch weitere Informationsquellen genannt.

Das Mädchen Tabea beschreibt ihre eigene Geschichte, sie erzählt von ihrem früheren Leben und dem Leben nach dem Umzug. Als das Tabulu zum ersten Mal auftaucht, versucht Tabea vor ihm wegzulaufen. Weil ihre Angst, und somit das Tabulu, aber immer mit einem kommt, versucht sie auch verschiedene andere Wege, das Tabulu los zu werden. Doch diese Versuche machen das Tabulu nur noch größer und angsteinflößender. Hinzu kommt, dass niemand außer ihr das Tabulu sehen kann. Als feststeht, dass Tabea wieder zurück in die Schule gehen muss, stellt sie das Tabulu zur Rede und erkennt, dass es gar nicht so böse ist, wie sie immer gedacht hat. Mehr noch, das Tabulu ist ein Teil von ihr. Außerdem trägt jeder sein eigenes Tabulu mit sich herum.

Dadurch dass die Angst zu einem Wesen stilisiert wird, wird sie für Kinder greifbar und weniger beängstigend. Am Ende gibt es sogar eine Doppelseite, die die Kinder mit ihrem eigenen Angstwesen gestalten können. So verlieren die Kinder ihre Hemmungen und können offen von ihren Ängsten und Gefühlen sprechen.

Wie üblich bei Kinderbüchern des Mabuse Verlags gibt es ein umfangreiches Nachwort mit hilfreichen Hintergrundinformationen zu Angststörungen.


"Mein Tabulu" ist ein wunderbares Buch, welches Brücken schlagen kann. Es hilft über die eigenen Gefühle zu sprechen und zeigt dabei, dass man nicht alleine ist, dass jeder Angst vor irgend etwas hat und dass das etwas ganz Normales ist.

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Cover des Buches Mein Tabulu (ISBN: 9783863214302)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Mein Tabulu" von Paula Kuitunen

‚Die nächsten Tage tat ich so einiges, um Tabulu los zu werden.'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Die nächsten Tage tat ich so einiges, um Tabulu los zu werden. ...doch bei jedem Versuch, es abzuschütteln, wegzusperren oder abzuhängen, wurde es sogar noch ein Stückchen größer, lauter und nerviger.‘

Die siebenjährige Tabea ist Jungseglerin und hat eine beste Freundin, mit der sie eigene Comics zeichnet. Doch dann wird ihr Leben ganz schön durcheinander geschüttelt, denn sie muss mit ihrer Familie umziehen, alles, was sie kennt, hinter sich lassen und woanders ganz neu anfangen.

Und da taucht Tabulu auf und sorgt dafür, dass Tabea Schwierigkeiten mit Situationen bekommt, die sie bisher problemlos bewältigen konnte.

Tabea versucht, das Tabulu los zu werden, aber je mehr sie sich bemüht, desto größer wird es. Bis sie eines Tages ihre Strategie ändert, mit dem Tabulu redet und Mitgefühl mit dem einsamen, ungeliebten Tabulu entwickelt.

Die Zeichnungen im Buch sind wunderbar: kindgerecht, detailreich und ausdrucksstark. Auch die Texte sind sehr gelungen und erklären am Beispiel Tabea auf sehr verständliche Art und Weise, was Angststörungen bedeuten, wie sie das Leben verändern und wie man sich von ihnen befreien kann. Paula Kuitunen ist dabei ein sehr einfühlsames Buch gelungen, das zudem zeigt, dass Betroffene nicht allein mit ihrer Angst sind.

Im Buch finden sich neben der Geschichte um Tabea auch Hintergrundinformationen zu Angst und Angststörungen.

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