Paula McLain Lady Africa

(57)

Lovelybooks Bewertung

  • 44 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 1 Leser
  • 36 Rezensionen
(22)
(20)
(12)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lady Africa“ von Paula McLain

Die Frau, die den Himmel bezwang. Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig und hat von ihrem Vater alles über Pferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hatton, das Abenteuer ihres Lebens. Ein großes Afrika-Epos und die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte. »Paula McLain hat eine unglaubliche Gabe, Figuren zum Leben zu erwecken.« Jojo Moyes. „Ein wunderbarer Schmöker.“ Anita Rohland, Der Tagesspiegel. „Was für eine Frau!“ Saskia Stöcker, Freundin.

Lebendig geschilderte Lebensgeschichte einer mutigen, unkonventionellen Frau.

— Lies-inger

Hat mir sehr gut gefallen ... ein wunderbarer Einblick in die Zeit und die verschiedenen Menschen, die in Afrika ihr Glück versucht haben.

— engineerwife

Stöbern in Romane

Das Haus ohne Männer

Anfangs war ich doch verwirrt &skeptisch, aber im Laufe der Geschichte war die Verbindung der Frauen sehr wichtig. Ich liebe es.

Glitterbooklisa

Acht Berge

Welch ein berührendes Buch, das alle Fragen des Lebens so eindringlich und schön gearbeitet verhandelt - ein ganz große Empfehlung!

hundertwasser

Und jetzt auch noch Liebe

Eine gute Geschichte, an manchen Stellen etwas unrealistisch.

Traubenbaer

Lügnerin

Ein tolles Buch, ein merkwürdiges Ende

naninka

Birthday Girl

3.5 Sterne

AlinchenBienchen

Underground Railroad

Eine grandios geschriebene Abrechnung!

RubyKairo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Meine Neugier auf Afrika ist geweckt ...

    Lady Africa

    engineerwife

    08. June 2017 um 13:38

    Ich wollte zwischendurch mal „was ganz anderes“ lesen und habe mir die afrikanische Lady aus dem SUB gezogen. Obwohl ich sonst nicht so viel mit Afrika am Hut habe, hat mich dieses Buch doch sofort fasziniert. Die Autorin Paula McLain schafft es spielend mir das Afrika vor hundert Jahren vor Augen zu führen und näher zu bringen. Wer ging damals nach Afrika? Reiche Jungs, die ihren Spaß haben wollten aber auch hart arbeitende Menschen, die sich dort ein neues Zuhause und ein Geschäft aufbauen wollten. Im Falle von Beryl und ihrem Vater drehte sich vorerst alles um die Pferdezucht. Die Mutter und der kleine Bruder sind schnell total überfordert mit diesem Leben und ziehen sich nach England zurück, eine Tatsache, die der kleinen Beryl sehr nahe geht. Doch sie ist tough und beißt sich besser durchs afrikanische Leben als mancher Junge oder Mann. Ihre Mutproben besteht sie im Mädchenalter zusammen mit ihrem einheimischen Freund. Als der sich jedoch als junger Mann in eine andere Richtung entwickelt, ja stammesbedingt sogar entwickeln muss, sucht sie sich neue Herausforderungen. Ehrgeizig wie sie ist, gelingt es ihr als erster Frau die Lizenz als Pferdetrainerin zu erwerben. Weniger Glück hat sie in der Liebe. Ihre erste Ehe, die sie schon mit 16 Jahren eingeht, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Auch später wird sie immer nur bedingt glücklich. Die Krönung setzt sie ihrer Geschichte natürlich auf, in dem sie als erste Frau den Sprung über den Atlantik wagt! Die Beschreibungen der Landschaft und ihrer Menschen, der Tierwelt, der Jagdveranstaltungen und der vielen unterschiedlichen Stimmungen sind der Autorin wirklich gelungen. Die Erwähnung der durch den Roman „Out of Africa“ bekannt und berühmt gewordenen Karen Blixen, die mit Beryl zeitweise befreundet war, hat mich dazu inspiriert, mir dieses Buch zu besorgen. Ich gehöre wahrscheinlich zu den Wenigen, die es noch nie gelesen haben und bin schon gespannt auf Frau Blixens Sicht der Dinge.

    Mehr
  • Schöne Bilder, langatmige Geschichte

    Lady Africa

    veronika_lackerbauer

    11. March 2016 um 22:44

    Das koloniale Kenia und das Leben der britischen Kolonialherren auf dem schwarzen Kontinent. Leider deutlich weniger farbenprächtig und mitreißend als die bekannten Größen des Genres, "Jenseits von Afrika" und Co. Die Distanz zu den Figuren ist ziemlich groß und wird auch nicht kleiner. Man beobachtet sie aus der Ferne, ohne wirklich mit ihnen zu leiden, lieben, leben. Schade. Alles in allem ein solides Lesevergnügen, aber kein Page-Turner!

    Mehr
  • definitiv eines meiner Lieblingsbücher

    Lady Africa

    robbylesegern

    26. February 2016 um 13:01

    Im letzten Jahr habe ich das Buch " Madame Hemingway" gelesen, das mir fantastisch gefallen hat und als " Lady Africa " herauskam, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen werde. Wenn ich diese beiden Bücher vergleichen sollte, was die Wirkung auf mich angeht, wäre meine Antwort, " Madame Hemingway " war die Generalprobe, " Lady Africa " ist die überzeugende Premiere. Ich habe an jeder Seite dieses Buches geklebt und mich in das Leben der faszinierende Persönlichkeit von Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantikflug von England nach Amerika wagte, hineinziehen lassen. Es passiert mir selten, dass mich ein Buch so gefangen nimmt wie dieses und deshalb kann ich ohne zu überlegen sagen, dass dieses Buch ein Jahreshighlight war und definitiv zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Geboren in England übersiedelt Beryl schon im Kindesalter mit ihren Eltern nach Kenia. Ihr Vater kauft dort Land und versucht sich in der Pferdezucht. Beryls Mutter kehrt mit ihrem Bruder zwei Jahre später wieder nach England zurück und Beryl wächst ohne Mutter, aber auch ohne ihre Ermahnungen und Erziehung in Kenia auf. Es ist für sie ein schönes Leben, mit ihrem Freund, einem Eingeborenen, ungezügelt die Weiten und Möglichkeiten der afrikanischen Welt zu erkunden. Als ihr Vater seine Farm aufgeben muss, da er hoch verschuldet ist, bleibt sie in einer übereilten Ehe gefangen. Ihr ganzes Leben ist ein Aufbegehren gegen Zwänge und ihr unkonventionelles Leben sorgt für reichlich Gesprächsstoff, nicht nur in der Kolonie, sondern auch später in England. Wie schon zu Anfang erwähnt, war dieses Buch für mich ein absoluter Lesegenuss und eines der wenigen Bücher, bei denen ich es bereue , es so schnell durchgelesen zu haben. Paula McLain hat mir schon in ihrem ersten Buch bewiesen, dass sie es versteht zu schreiben. Doch mit diesem Buch hat sie sich wirklich in mein Herz geschrieben. Sie hat ihre Protagonistin und Afrika so interessant und vielschichtig beschrieben, dass sich bei mir schnell ein Kopfkino einstellte. Ich habe häufig an " Jenseits von Afrika " gedacht , nicht nur weil Figuren wie Karen Blixen und Finch Hatton auch in diesem Buch eine Rolle spielen, sondern weil der Schreibstil der Autorin so lebhaft und farbenfroh war, dass man Afrika vor sich sah. Die Zeit in der dieser Roman spielt wird realistisch rübergebracht und man kann erahnen , wie schwer es eine Frau wie Beryl in dieser Zeit hatte, ihren eigenen Weg zu gehen und damit gegen alle Konventionen zu verstoßen, die zwar teilweise auch von anderen gelebt wurden, aber in der von einem strengen Korsett bestimmten englischen Gesellschaft nicht öffentlich gemacht werden durften. Ich werde dieses Buch sicherlich noch ein zweites Mal lesen, was mir nur bei wenigen Büchern passiert und freue mich schon auf die nächste interessante Frau, die sich Paula McLain für ihr nächstes Buch vornimmt. 

    Mehr
  • Beeindruckender Roman über eine außergewöhnliche Frau !

    Lady Africa

    Penelope1

    01. January 2016 um 18:52

    Anfang 20. Jahrhundert in Kenia: Beryl Markham wächst im afrikanischen Busch auf - ihre adelige Familie hat eine Farm im unberührten Buschland gekauft, doch ihre Mutter entflieht dem kargen und anstrengenden Leben nach kurzer Zeit, sodass Beryl und ihr Vater alleine zurückbleiben. Beryl’s Vater ist ein „Mann der Pferde“ und so wundert es kaum, dass auch Beryl ihr Herz für Pferde entdeckt. Ihr Vater, den der Aufbau der Farm voll in Anspruch nimmt, lässt ihr viele Freiheiten, sie wächst meist ungezwungen auf, entwickelt sich zu einer mutigen und unerschrockenen jungen Dame, deren beste Freunde ihre Pferde und die einheimischen Kipsigis sind. Als sie den für Damen ihrer Zeit unschicklichen Beruf einer Pferdetrainerin ergreift , begibt sie sich schließlich vollends in die Position einer Außenseiterin , die sie Zeit ihres Lebens nicht wirklich loswird. Zum Glück lernt sie Karen Blixen kennen, eine ebenfalls eigenwillige Persönlichkeit, mit der sie nicht nur ihre Sorgen und Nöte teilt, sondern auch die besondere Verbundenheit zum Abenteurer Denys Finch. Meine Meinung: Die Autorin Paula McLain erzählt in diesem biographischen Roman die Geschichte der jungen Beryl Markham, die als „Erste Frau, die den Atlantik überquerte“ weltberühmt wurde. Kein Wunder, immerhin setzte sie mit ihrer Tat ein weiteres Zeichen hinsichtlich des Frauenbildes in einer Epoche des Umbruches und des Umdenkens. Mc Lain beginnt im Jahre 1904 mit den frühen Kindheitsjahren dieser außergewöhnlichen Frau , sodass der Leser Einblicke in die Familiengeschichte und Hintergründe erhält ... und so erahnen kann, welche Ereignisse und Beryl’s Charakter geprägt haben. Geschickt verknüpft die Autorin reale Figuren und Ereignisse mit fiktiven Geschehnissen zu einer unterhaltsamen und berührenden Geschichte. Hat man „Lady Africa“ aufgrund des vielversprechenden Covertextes gekauft oder zu lesen begonnen, so merkt man bald: Genauso wie die Pferde eine äußerst wichtige Rolle in Beryls Leben spielten – immerhin trat sie in die Fußstapfen ihres Vaters und trainierte Rassepferde – so nimmt das Thema Pferde auch im Roman einen recht großen Raum ein. Meine Erwartungshaltung gegenüber dieser Biographie ging anhand des Covertextes, verstärkt durch den Prolog, eher in Richtung der Lebensjahre, in der Beryl Fluggeschichte schrieb: wie und wann entdeckte „Lady Africa“ ihre Flug-Leidenschaft, wie kam sie zur Herausforderung der Atlantiküberquerung? Wie entwickelte sich ihr Leben nach diesem Rekord weiter ? Meine diesbezüglichen Erwartungen wurden nicht erfüllt, denn der zeitliche Rahmen, mit dem sich diese Biographie vorwiegend befasst, liegt VOR der Atlantiküberquerung, als sich die hübsche junge Frau noch weniger für die Fliegerei, als vielmehr für Pferde und Männer interessierte. Im Anhang schließlich erhält man doch noch „schnell“ einige nähere Informationen darüber. Dennoch kann und will ich nicht behaupten, dass ich enttäuscht bin, im Gegenteil - ich fand es sehr interessant und informativ zu erfahren, wie diese „Frau, die den Himmel bezwang“ ihre Jugendjahre verbracht hat (bis ca. 30 Jahre) und letztendlich - wen auch eher "nebenbei" zu lesen, wem sie letztendlich wohl ihre Flugleidenschaft zu verdanken hat . Gleichzeitig habe ich die lebhaften und ebenfalls sehr authentischen Schilderungen über Afrika genossen - Mc Lain vermittelt dem Leser wirklich beeindrucke Einblicke in das Leben und die Hintergründe zur Zeit des Umbruches, der Kolonialisierung „Als Kenia noch nicht Kenia war“ und die Zeit kurz darauf. Die Autorin hat mithilfe vieler authentischer Quellen, nicht zuletzt Beryl’s eigenem Werk „Westwärts mit der Nacht – mein Leben in Afrika“ einen unterhaltsamen Roman über eine beeindruckende Frau geschrieben, über Afrika/Kenia zur Zeit der Kolonialisierung, der Fiktion und Realität gekonnt miteinander verbindet. Indem sie in der „Ich-Form“ schreibt, erhält der Roman eine sehr authentische und biographische Note, sodass ich fast dazu neigte zu vergessen, dass ich hier einen doch fiktiven Roman in den Händen hielt. Sehr hilfreich und dankbar bin ich daher über den Absatz im Anhang „Wahrheitsgehalt der Figuren“ , in dem sich einige meiner Fragen aufgeklärt werden. Außerdem erhält man im Anhang einige Anmerkungen zu den einzelnen Quellen und Informatives zur Kolonialgeschichte Kenias . Fazit: Mich hat dieser biographischer Roman über „Lady Africa“ sehr gut gefallen, auch wenn das Grundthema ein anderes als erwartet war.

    Mehr
  • Tolle Frauengeschichte

    Lady Africa

    Fantasia08

    29. December 2015 um 18:12

    Eine starke Persönlichkeit, ein spannendes Zeitalter und ein aussergewöhnliches Leben, was will man mehr als Leser. Die Geschichte ist total spannen und gut erzählt. Leider manchmal ein bisschen zu ausschweifend.  Zudem gab es bei mir einen Abzug, weil im Klappentext von der Fliegerei die Rede ist, diese aber erst auf den letzten Seite zur Sprache kommt. Das fand ich schade. Aber ansonsten finde ich es einen gelungenen historischen Roman, mit realem Hintergrund.

    Mehr
  • Ein tolles Buch

    Lady Africa

    Saruna

    24. December 2015 um 13:04

    In der Schule machen wir Buchbesprechungen und ich habe mich für dieses Buch entschieden und zwar ehrlich gesagt wegen des Titels. Ich fand das hört sich irgendwie cool und magisch an. Als ich dann aber sowohl das Cover sah, als auch den Klappentext las, war meine Freude etwas gedämpft. Dies, so tönte es, war kein Buch welches ich normalerweise lesen würde. Aber nun gut, ich hatte mich dafür entscheiden, da musste ich nun durch. So fing ich an… Die ersten 150. Seiten habe ich in einem Ruck gelesen und habe dann nur aufgehört weil es schon spät war. Die Geschichte und besonders der Schreibstil waren packend, authentisch und ich habe mich sofort in Beryl verliebt! Um was geht’s denn nun? Es geht um die junge Beryl, welche in Afrika, mehr als Junge, denn als Mädchen von ihrem Vater grossgezogen wird. Stark und Mutig interessiert sie sich nicht für Mädchenkram und lernt lieber alles über die Pferdezucht. Wir begleiten sie durch ihre Kindheit, ihre Jugend, erleben Hautnah mit wie sie den falschen Mann Heiratet und schliesslich zu ihrer grössten Leidenschaft, dem Fliegen, kommt. Lady Afrika ist ein Roman der auf dem Leben von Beryl Markham basiert, der ersten Frau die den Atlantik überflog, von England aus! Ein wenig zu bemängeln habe ich den eher kindlichen und naiven Charakter von Beryl im jungen Erwachsenen alter. Ich fand einige Entscheidungen und Handlungen von ihr nicht nachvollziehbar. War sie doch als Kind so taff und wusste genau was sie wollte und brauchte. Ebenfalls schade fand ich das dieser Roman da endet wo ihr Leben gerade richtig in Fahrt, oder wohl eher Flug, kommt. Es ist keine Biographie, weshalb man nicht alles für bare Münzen nehmen kann, trotzdem ist dies ein wunderbarer Roman über eine wirklich tolle Frau!

    Mehr
  • Afrika

    Lady Africa

    Pat82

    03. December 2015 um 12:47

    Aufgewachsen unter britischen Kolonialisten in Afrika, Pferdetrainerin und Flugpionieren, dazu zahlreiche Liebschaften: Das Leben der Beryl Markham klingt nach einem Roman - und genau das hat Paula McLain nun daraus gemacht. Sehr intressant und mitreissend geschrieben. Emotionen sind vorhanden, ein tolles Buch Story: Die Frau, die den Himmel bezwang: Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens. Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in diesem großen Afrika-Epos die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte.

    Mehr
  • Leserunde zu "Lady Africa" von Paula McLain

    Lady Africa

    aufbauverlag

    Wir laden euch - schon vorab - zur virtuellen Leserunde nach Afrika ein und möchten euch die Gelegenheit geben, auf den Spuren von Lady Africa zu wandeln. Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in "Lady Africa" die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte. Das Buch erscheint bei uns am 21. August - in den USA ist es gerade auf Platz 4 der New York Times Bestsellerliste eingestiegen! Paula McLain - Lady Africa Die Frau, die den Himmel bezwang Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens. -> Zur Leseprobe Mehr Informationen und Extras gibt es auf www.aufbau-verlag.de/ladyafrica.html -- Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 13.08. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Lady Africa" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

    Mehr
    • 643
  • Nein, leider nein.

    Lady Africa

    Reykjavik101

    29. November 2015 um 18:39

    Es lässt sich gut an, dieses Buch und die Autorin vermag es Sätze zum Aufmerken zu platzieren - Aber: Bitte nicht noch einen dünnhäutigen Vergleich der Autorin Beryls mit einem ihrer Pferde! Und überhaupt: Es spricht absolut nichts gegen einen niveauvollen Anhang, aber wo waren diese Informationen innerhalb des Buches? Wo ist die Qualität eines Biographen, wenn er sich einfach nur der Lebensgeschichte einer Person bedient um daraus Unterhaltungsliteratur zu stricken? Wenn ein Anhang zur Information nötig wird und nicht als Untermauerung / sinnvolle Fortführung des Gesagten dient... dann, liebe Leute, ist in meinen Augen etwas schief gelaufen! Es lohnt nicht, sich weiter aufzuregen. Ich möchte nur noch darum bitten die Protagonistin nicht mit dem Unvermögen der Autorin zu verwechseln. Danke.

    Mehr
  • Beryl, Lady Africa

    Lady Africa

    SABO

    06. November 2015 um 16:24

    Paula McLain - Lady Africa - Aufbau-Verlag Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum ersten Mal.. ..und dafür gibt es Pioniere. Beryl Markham, aufgewachsen in all ihrer Wildheit in Ostafrika. Wie so viele englische Familien wanderten auch die Clutterbucks nach Kenia aus, in den Kolonien versuchte man sein Glück auf einer Plantage oder in eine Pferdezucht. Der Verlust von Frau und Sohn hielt Mr Clutterbuck nicht davon ab, einer der besten Pferdezüchter zu werden. Beryl war weit davon entfernt mit Rock und Spitzenkragen herumzulaufen, die Mutter, zurück im entfernten England, hatte keinen Einfluss mehr. Am Fuße der Ngong-Berge konnte man immer gut über sein nächstbestes Abenteuer nachdenken. Die Eingeborenen waren ihre Freunde, sie wusste alles über Pferde und ritt wie der Teufel. Das alles machte sie nicht wirklich zur Lady, aber zur ersten weiblichen Pferdetrainerin, die erste, die es wagte sich anzumelden und sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, sie gewann viele Preise. Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum wiederholten Mal.. ..und so etwas nennt man dann Klischee. Beryl hatte keine Ahnung von Männern, heiratete jung und wünschte, sie hätte sich nicht dazu drängen lassen. Jock Purves war nett, reich, und gutaussehend. Beryl zähmen zu wollen, war sein größter Fehler. Viel zu oft bekam er eine trockene Kehle und trank Alkohol in rauen Mengen. Beryl begann eine Affäre, beendete sie und verliebte sich in den Mann einer anderen Frau. Jedoch nicht irgendeine Frau - es war Karen Blixen, nicht irgendein Mann - es war Denys Finch Hatton. Damals gab es diese Redewendung: "Sind sie verheiratet oder leben sie in Kenia?" Es gibt eine Zeit im Leben, da geschieht alles zum letzten Mal.. .. ein Drama ohne "Vorhang". Der gute Berkley macht zum letzten Mal seine charmanten Witze, das Schwarzwasserfieber rafft den guten Freund dahin. Ein letzter Kuss, eine letzte Umarmung, ein letztes Goodbye und ein letztes Winken und Hoffen. Denys Finch Hatton flog davon und kehrte nie wieder. Auch Karen Blixen kam nach der Beerdigung nie zurück. Als Beryl von ihrer Atlantiktour zurück nach England kam, erfährt sie vom Tod ihres Freundes und Fluglehrers. Beryls Sohn besuchte sie zum letzten Mal, er starb früh bei einem Unfall. Beryl wollte keinen Glamour, sie wollte ein einfaches Leben. Eine Zeit lang flog sie Safaris und verwirklichte Denys´ Traum. Beryl Markham war nicht nur die erste Frau, die den Atlantik überquerte, sie war auch der erste Mensch, der dies von England aus tat. Auch wenn Beryl vieles zum ersten Mal getan hat, schließt sich auch hinter ihr die Tür. Die Flugpionierin, starb mit 84 Jahren in ihrem geliebten Afrika. "Der betet gut, der den Menschen liebt, den Vogel und das wilde Tier." Aus Denys´ Lieblingsgedicht Eine ganz wundervolle Biografie, die Paula McLain uns da gemalt hat, wildes Ostafrika wurde lebendig. Die Autorin hat eine große Wortmagie, melancholisch und einfach schön! Ich bin begeistert! Lesetipp!

    Mehr
  • Das Leben der Flugpionierin Beryl Markham

    Lady Africa

    Tammy1982

    30. October 2015 um 20:28

    In ihrem Roman "Lady Africa" erzählt Paula McLain die Lebensgeschichte von Beryl Markham, der ersten Frau, die in einem Flugzeug den Atlantik überquerte. Im Gegensatz zu Karen Blixen, die alleine durch das Buch und den Film "Jenseits von Afrika" zu einer gewissen Berühmtheit gelangt ist, war mir Beryl Markham bis dato noch kein Begriff und entsprechend wusste ich auch nicht, wo die Geschichte hinführt. Das Buch beginnt in der frühen Kindheit von Beryl und beschreibt dann ihren Lebensweg bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie den Atlantik überquert. Leider bricht das Buch dann ab und beleuchtet ihre späteren Jahre nicht mehr, was ich doch etwas schade fand. Aus der Ich-Perspektive erlebt der Leser dafür das aufwachsen und älter werden von Beryl und erlebt vor allem hautnah mit, wie Beryl immer wieder für Skandale sorgt oder sich in einem wiederfindet und einfach nicht mit der britischen Kolonialgesellschaft zurecht kommt. Erklärt wird das ganz gut durch Beryl's relativ freie Kindheit und die Tatsache, dass ihr Vater ihr den Umgang mit Pferden beigebracht hat, aber nicht, wie Frau sich zu der Zeit zu verhalten hat. Trotz der guten Erklärungen blieb Beryl für mich aber das gesamte Buch über ein sehr sperriger Charakter und oft musste ich einfach nur den Kopf über sie schütteln, da ich das Gefühl hatte, dass sie immer wie so ein trotziger Teenager agiert und irgendwie nicht wirklich erwachsen werden möchte. Dabei kommt hinzu, dass trotz der Ich-Perspektive ich zum Teil das Gefühl hatte, dass Beryl gar keine richtigen Gefühle hat. Vieles wird sehr kalt beschrieben, was zu einem außenstehenden Erzähler gut passen würde, bei dieser Perspektive aber eher seltsam ist. Gut gelungen ist der Autorin ein lebendiges Bild der damaligen Gesellschaft und sie hat es ganz gut hinbekommen, den ganzen realen historischen Personen entsprechend Leben einzuhauchen. Trotzdem war der Roman für mich zum Teil eher unspektakulär zu lesen und ich konnte das Buch auch tagelang liegen lassen, ohne dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Viele Begebenheiten und Episoden wirken zu dem etwas lieblos aneinandergereiht und es fehlt eine klare Zeitangabe. Zum Teil sind sehr große zeitliche Sprünge vorhanden, dann wieder nicht, für mich als Leser war das aber nie so richtig nachvollziehbar. Das Buch endet mit dem legendären Flug von Beryl und nur im Nachwort wird noch kurz auf ihr Leben eingegangen, aber ich finde es schade, dass so suggeriert wird, für Beryl wäre damit der Höhepunkt ihres Lebens überschritten gewesen. Alles in allem konnte mich das Buch nicht so wirklich überzeugen. Ich finde es gut, dass die Person Beryl Markham intensiver beleuchtet wurde und sie mir dank dem Buch jetzt auch ein Begriff ist. Jedoch sorgte die eher distanzierte Erzählweise und die zum Teil nicht nachvollziehbaren zeitlichen Sprünge dafür, dass sich ein richtiger Lesefluss so gar nicht einstellen wollte. Dafür gibt es drei Sterne.

    Mehr
  • Lady Africa

    Lady Africa

    MaikeHerzpotenzial

    23. October 2015 um 16:15

    Seit sie sich erinnern kann, lebt Beryl auf einer Farm in Kenia. Ihr Vater, ein englischer Lord, hat das Land der Farm für sich und seine Familie erworben, doch gerade in den ersten Jahren ist das Leben hart. Ihre Mutter hält das nicht lange durch und als Beryl 4 Jahre alt ist, kehrt sie nach England zurück. Fortan lebt das Mädchen allein mit seinem Vater auf der Farm und wächst dort frei und ungezwungen auf. Genau wie ihr Vater entdeckt sie früh ihre Liebe zu Pferden, eine Leidenschaft, die sie ihr Leben lang prägen wird. Und sie zeigt früh ihren unerschütterlichen Willen und ihren Drang zur Selbstbestimmtheit. Bereits früh umschwärmen sie zahlreiche Männer, doch im Gegensatz zu vielen anderen Frauen ihrer Zeit ist sie nicht bereit, sich ihnen unterzuordnen. So ist ihr Leben von zahlreichen unglücklichen Liebesgeschichten geprägt. Und auch beruflich hat sie zu kämpfen. Als Pferdetrainerin muss sie sich in einer Männerdomäne behaupten, jeder ihrer Erfolge ist hart erkämpft. Doch es gelingt ihr, alle Rückschläge wegzustecken und sich immer wieder hochzurappeln. Paula McLain schreibt über das Leben einer sehr starken Frau. Beryl Markhams Leben war unglaublich ereignisreich, voller Höhen und Tiefen. Die Autorin beschönigt dabei nichts, sondern zeigt sie mit all ihren Stärken und Schwächen. Beryl ist immer wagemutig und schreckt vor nichts zurück – eine Tatsache, die ich ihr zwar manches Mal als Naivität ausgelegt habe, die mich aber dennoch sehr beeindruckt hat. Selbst heftige Rückschläge bringen sie nicht dazu, sich zu verkriechen oder zu verändern. Dabei kommt sie nie von Afrika los, das Land ist der Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Egal, wohin es sie verschlägt, irgendwann kommt sie immer wieder zurück, als hänge ihr persönliches Glück an diesem Land. Die Geschichte lebt eindeutig von McLains Stil. Sie schreibt einfühlsam und gleichzeitig schonungslos. Die Auswahl der Ereignisse, die die Autorin für ihr Buch ausgewählt hat, zeigt eine runde und flüssige Lebensgeschichte, die sich perfekt zu einem Bild vor dem Leser zusammenfügt. Nur schade, dass es weniger ums Fliegen geht. Da hatte ich von Klappentext her etwas mehr erwartet. Aber das ist bei Weitem nicht der Fehler der Autorin. Was mich persönlich auch sehr begeistert hat, sind McLains Beschreibungen von Afrika im Allgemeinen und von Kenia im Besonderen. Auch wenn man hier von starken Romantisierungen ausgehen muss, mich hatte sie damit an der Angel. Ein Paradebeispiel dafür, was Sprache auslösen kann, wenn man seine Worte mit bedacht wählt. Einzig die vielen Beziehungskisten von Beryl und ihren Bekannten fand ich etwas verwirrend. Da habe ich tatsächlich irgendwann den Überblick verloren. Der Satz „Sind sie verheiratet oder leben sie in Kenia“, der irgendwo im Buch fällt, beschreibt dieses Chaos ganz passend.

    Mehr
  • Zwischen Reitsport, Farm und Dekadenz - ein Afrika-Roman....

    Lady Africa

    bearelic

    18. October 2015 um 16:38

    Inhaltsangabe: Die Frau, die den Himmel bezwang „Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens. Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in diesem großen Afrika-Epos die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte“ Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass mir die Beurteilung dieses Buches sehr schwer gefallen ist, da meine Ambition diese Geschichte zu lesen, eine andere war, als die Meinung, die ich während des Lesens bekam. Nach der Leseprobe, die den Prolog über den Atlantikflug von Beryl Markham enthielt, und aufgrund der Inhaltsangabe, sowie des Covers die den Aspekt ihres „Titels als Flugpionierin“ sehr hervorhoben, waren meine Erwartungen sehr hoch, was den Umfang des Lebensabschnittes in der Geschichte betraf, der ihre Zeit als Buschpilotin und Flugpionierin beschreibt, sowie die Hintergründe näher beleuchtet. Davon ausgehend hätte ich sicher schlechter bewertet, da der für mich interessante Teil über das Fliegen gerade mal ca. 70 Seiten befasst, wenn man den Prolog mitrechnet. Wenn man die Geschichte jedoch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann ich mich ruhigen Gewissen 4,5 Sterne vergeben, da Paula McLain eine beeindruckend recherchierte und immer noch beeindruckende Geschichte über eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit geschaffen hat, die die schwierige und verlustreiche Kindheit von Beryl auf einer Pferdefarm in Afrika zum Inhalt hat. Ein Wildfang der mit den Eingeborenen lebt, in ihrem Leben immer wieder Hals über Kopf ihr Herz an verschiedene Männer verschenkt und als erste weibliche Pferdetrainerin die Meinungen der Kolonie spaltet, um sich letztendlich in ein Abenteuer hoch über den Wolken zu stürzen. Trotz der letztendlich guten Unterhaltung die ich mit dem Buch hatte, bleibt mir unklar, warum Paula McLain einen fiktiven Roman aus der Ich-Perspektive von Beryl schreibt, wenn es bereits mit „Westwärts mit der Nacht“ (1942) von Markham persönlich ein Buch über ihre Erlebnisse gibt, das selbst Hemingway lobend erwähnte. Fazit: Nachdem ich meine Erwartungen über Bord geworfen habe, war dieser Roman alles in allem sehr interessant, um mehr über die Persönlichkeit von Beryl zu erfahren und zu verstehen, wie sie sich zu dieser Frau entwickelt hat, für die scheinbar alles – Reiten, Kämpfen, Auto fahren und Fliegen – möglich war. Denn wie heißt es so schön…die spannendsten Geschichten schreibt das Leben selbst! Für Fans des Reitsports und der Geschichtsinteressierten zur Kolonialisierung Ost-Afrikas ein absolut lesenswerter Roman, um sich von bildgewaltigen detailreichen Beschreibungen faszinieren und das Leben und Wirken einer starken Frau näher bringen zu lassen, die für ihre Zeit ein absolutes Unikat und ein herausragendes Beispiel für Emanzipation war, weil sie sich in Männerdomänen nicht klein kriegen lies. Der Film „Jenseits von Afrika“ von Tania Blixen und die Biografie von Beryl Markham scheinen mir als Ergänzung dazu ebenfalls unabdingbar, um sich vollumfänglich in die Magie dieses Buches zu begeben. Abschließen kann ich sagen, dass es ein lesenswertes Buch über eine interessante Frau ihrer Zeit ist, auch wenn mich das Buch nicht 100% überzeugen konnte.

    Mehr
  • Spannendes und faszinierendes Portrait über eine sehr interessante Frau

    Lady Africa

    raven1711

    14. October 2015 um 09:11

    Inhalt aus dem Klappentext: Die Frau, die den Himmel bezwang: Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens. Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in diesem großen Afrika-Epos die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte. Meinung: Biopics finde ich unheimlich spannend und als ich „Lady Africa“ in der Verlagsvorschau entdeckte, stand mein Entschluss schnell fest, dass ich dieses Buch lesen wollte. Das vielgelobte Buch „Madame Hemingway“ der Autorin kannte ich zwar noch nicht, hatte aber schon viel positives Feedback dazu gelesen und gehört. Der Einstieg in die Geschichte ist schnell erfolgt und wir begleiten Beryl durch die Anfangsjahre ihres Lebens. In England geboren und in Afrika aufgewachsen, durchläuft Beryl eine Kindheit, in der ihre Mutter fehlt und sie mit ihrem Vater allein in Afrika bleibt. Die Mutter hält nichts auf der Farm und den kleinen Bruder nimmt sie direkt mit. Somit fehlt Beryl ein wichtiger Bestandteil in ihrer Kindheit, der sie auch im späteren Leben immer prägen wird. Beryl wächst relativ frei und sehr naturnah auf, ihr Vater ist ihr zwar liebevoll zugeneigt, kann und will sich aber nicht mit ihrer Erziehung befassen. Dafür lernt Beryl viel über Rennpferde und Dressur, was sie ihr Leben lang fortführen wird. Überhaupt ist diese prägende Kindheit der Grundstein für ihr bewegtes Leben. Viele Höhen und Tiefen begleiten sie bis sie zur Fliegerei kommt, welches sie letztendlich berühmt macht. Beryl ist eine Frau, die mir zwar nicht immer sympathisch war, aber deren Beweggründe immer nachvollziehbar sind. Paula McLain hat es ganz toll geschafft, diese Frau authentisch rüber zu bringen und ich habe mit ihr gelitten und mitgefiebert. Auch die Nebenfiguren sind spannend skizziert und runden die Geschichte gut ab. Dabei trifft man auf einige bekannte historische Figuren. Wer den Film „Jenseits von Afrika“ kennt, wird hier einige Personen wiedertreffen. Überhaupt hat die Autorin einen sehr fesselnden Schreibstil. Paula McLain hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten in der Geschichte auf, kann aber plastisch schildern und so ein lebendiges Bild von Beryl und Afrika schaffen. Ein klein wenig Schade fand ich, dass die Fliegerei, für die Beryl ja bekannt wird, nur einen winzig kleinen Part in der Geschichte eingenommen hat. Ansonsten war es einfach faszinierend, Beryls Lebensweg zu verfolgen. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive und als Leser erfährt man alles aus Beryls Sicht. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und der flüssige Schreibstil macht das Buch zu einem richtigen Pageturner. Das Buch ist in drei Teile gegliedert und im Nachwort erfährt man noch wichtige Eckdaten rund um Beryl und Kenia. Fazit: Mein Ausflug in Beryls Geschichte war faszinierend und spannend. Paula McLain hat hier ein tolles Bild über eine sehr interessante Frau geschrieben, die viel im Leben durchmachen musste und doch Erstaunliches vollbracht hat. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten

    Mehr
  • Die ungezähmte Kriegerin

    Lady Africa

    RosaEmma

    27. September 2015 um 15:04

    Nachdem ich Paula McLains internationalen Bestseller Madame Hemingway mit Begeisterung gelesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass sie diesen Roman noch übertreffen könnte. Doch mit ihrem neuesten Buch Lady Africa ist es ihr tatsächlich gelungen. Im Fokus ihrer außergewöhnlichen Geschichte steht eine einzigartige Frau: Beryl Markham. Als Tochter eines Lords wuchs sie im afrikanischen Busch auf, erhielt mit 18 als erste und jüngste Frau eine Lizenz als Pferdetrainerin und überquerte schließlich als erste weibliche Pionierin der Lüfte den Atlantik im Alleinflug. Markhams bewegtes Leben inspirierte McLain zu diesem ausgezeichneten Roman, den ich euch wirklich sehr empfehlen kann. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes abenteuerlich - so wie das Leben dieser kühnen Querdenkerin. Wildes Land Als Charles Clutterbuck im Jahre 1904 mit seiner Frau Clara und den Kindern Beryl und Dickie nach Britisch-Ostafrika (heutiges Kenia) übersiedelt, finden sie sich im Herzen der Wildnis wieder. Unberührtes Buschland und primitive Hütten sind fortan ihr Zuhause. Während sich Charles und die kleine Beryl auf diese Herausforderung einlassen, kann Mutter Clara sich in keiner Weise mit diesem ihr völlig fremden Land anfreunden und verlässt nach nur zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Sohn Dickie ihren Mann und ihre Tochter, um nach England zurückzukehren. Beryl kann den Verlust ihrer Mutter nur sehr schwer verwinden. Auch ihr Vater kann ihr nicht viel Zeit widmen, denn er ist zu sehr mit dem Aufbau der Farm beschäftigt, die langsam aber stetig Form annimmt. Und so wächst Beryl auf sich allein gestellt, aber frei und unbeschwert mit den einheimischen Kipsigis heran - insbesondere der kleine Kibii wird zu ihrem besten Freund. Seine Familie nimmt sie als eine der ihren auf und gibt ihr den Namen Lakwet (sehr kleines Mädchen). So lernt sie u.a., mit dem Speer umzugehen und Warzenschweine zu jagen. Als ihr Vater mit seiner Farm Green Hills von Tag zu Tag erfolgreicher wird und parallel dazu auch noch eine bemerkenswerte Zucht von edlen Rennpferden aufbaut, könnte Beryl nicht glücklicher sein, denn - wie ihr Vater - ist sie eine absolute Pferdenärrin. Dunkle Schatten Doch als aus dem wilden Mädchen schließlich eine junge Frau wird, fallen erste Schatten auf Beryls zwangloses, sorgenfreies Leben. Ihr Vater und seine neue Partnerin Emma möchten, dass sie zur Schule und später auf ein Internat geht. Doch das ist mit Beryl nicht zu machen, denn sie ist nicht bereit, nach Konventionen zu leben und strikte Regeln zu befolgen. Auf der Schule gilt sie als schwer erziehbar, und auch das Internat kann sie nicht formen. Als ihr Vater in finanzielle Schwierigkeiten gerät und gezwungen ist, einen Job in Kapstadt anzunehmen, gibt Beryl schließlich auf Drängen ihres Vaters dem Werben von Jock Purves, einem Farmbesitzer, nach und heiratet ihn, obwohl sie ihn nicht liebt. Sie ist schnell desillusioniert und erkennt, dass sie eigentlich nichts von Männern weiß und auch für die Ehe nicht gemacht ist. Beryl will die Scheidung, doch Jock ist nicht bereit, sie gehen zu lassen, weil es zur damaligen Zeit einfach nicht üblich war, dass eine Frau ihren Mann verlässt. Unkonventionelle Liebe Nachdem Beryl das Unmögliche geschafft hat, nämlich mit nur 18 Jahren als erste Frau eine Lizenz als Pferdetrainerin zu erhalten, ist sie rastlos und versucht, sich in die Gesellschaft einzufügen, was ihr jedoch nicht gut gelingt. Sie lernt die unterschiedlichsten Männer kennen, aber keiner kann sie wirklich begeistern. Dies ändert sich, als sie Denys Finch Hatton, den Geliebten der dänischen Baronin Karen Blixen, kennenlernt, der ihre große Liebe wird. In ihm sieht sie einen Seelenverwandten, denn er ist - wie sie - frei und unabhängig, lässt sich in kein Schema pressen und lebt nach seinen eigenen Regeln. Dies macht ihn aber ebenso untauglich für eine Beziehung, die sich Beryl trotz ihrer Unabhängigkeit wünscht. Obwohl sie ihre Freundin Karen Blixen, die später ihre Erinnerungen in ihrem berühmten Roman Jenseits von Afrika festhalten wird, nicht verletzten möchte, beginnt sie eine Beziehung mit Finch Hatton, dessen Leidenschaft für das Fliegen sich auf Beryl überträgt. Sie nimmt Flugstunden und entpuppt sich als Naturtalent. Tragische Wendung Aufgrund ihres non-konformen Lebenswandels wird Beryl schnell zur Zielscheibe von Klatsch und Tratsch, doch als Freigeist denkt sie gar nicht daran, sich anzupassen. Dass sie für ihr selbstbestimmtes Leben einen hohen Preis zahlen muss, nimmt Beryl in Kauf, denn ihre Liebe zu Denys ist ihr ein immenser Halt. Doch nichts kann sie auf die Tragödie vorbereiten, die ihrem Leben eine weitere unvorhergesehene Wendung gibt und sie vor die Entscheidung stellt, sich aufzugeben oder abermals über sich hinauszuwachsen... Berührendes Porträt einer unerschrockenen Abenteurerin Mit Lady Africa ist es Paula McLain auf beeindruckende Weise gelungen, uns im Rahmen dieser fiktiven Geschichte erstaunliche Einblicke in die Lebensanschauung dieser singulären Persönlichkeit zu gewähren und Beryl Markham jenseits aller Gerüchte als selbstbestimmte und unerschrockene Pionierin zu zeigen, die ihrer Zeit weit voraus war. McLains Informationsquellen über Beryl Markham waren allerdings limitiert. In ihren Memoiren West With The Night gibt Markham nur sehr wenig über sich als Privatperson preis, sie berichtet allerdings detailliert über ihre Kindheit in Afrika. Ihre Zurückhaltung bei allem Privaten rührt daher, dass sie aufgrund ihres neuartigen Lebensstils oftmals Gegenstand von haarsträubenden, unerhörten Spekulationen und daher ein gebranntes Kind in Bezug auf die Presse war. Die anzüglichen Gerüchte über Markham und ihre angeblich zahlreichen Männergeschichten, die McLain im Rahmen ihrer Recherche-Reise nach Kenia noch immer zu hören bekam, haben sich auch fast 30 Jahre nach dem Tod der Flugpionierin im Jahre 1986 nicht verflüchtigt und auch nichts von ihrer Boshaftigkeit verloren. Doch ganz gleich, was man auch immer über Beryl Markham sagen mag: Es gab kaum eine Frau ihrer Zeit, die ihr das Wasser reichen konnte. Und dies wird auch in Paula McLains Roman unausgesprochen deutlich.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks