Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen und habe erstmal ohne große Erwartungen mit dem Lesen begonnen, weil mich die Zeit der Pharaoonen generell sehr interessiert.
Das Buch entpuppte sich als eine unerwartete Überraschung. Sehr spannend und authentisch erzählt. Man wird richtig mit der Handlung und der Protagonistin mitgerissen. Auch die Ereignisse sind sehr authentisch erzählt, zumindest mit den Dokus verglichen, die ich zu dieser Epoche gesehen habe. Auch mal super interessant die Geschichte aus Sicht einer Pharaoinin zu lesen. Der Schreibstil ist lebending und abwechslungsreich und es wird nie langweilig oder schwafelig.
Pauline Gedge
Lebenslauf
Alle Bücher von Pauline Gedge
Die Herrin vom Nil
Pharao
Das Mädchen Thu und der Pharao
Der fremde Pharao
Der Sohn des Pharao
In der Oase
Die Herrin Thu
Der Seher des Pharao
Neue Rezensionen zu Pauline Gedge
Echnatons Vater Amenophis III. hat Ägypten Wohlstand und Frieden beschert. Eigentlich sollte sein älterer Sohn, Thutmosis, sein Nachfolger werden. Da er aber vor seinem Vater stirbt, gelangte Amenophis IV. (Echnaton) auf dem Thron. Unter seiner Herrschaft ging das Land fast unter. Er hat viele Veränderungen durchgenommen: Er gründete eine neue Hauptstadt, verehrte nicht mehr dem Gott Amun, sondern Aton und änderte seinen Namen, von Amenophis in Echnaton. Auch wenn die Geschichte von Echnaton handelt, steht hier aber seine Mutter Teje im Mittelpunkt, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Dies ist der Autorin sprachlich gut gelungen und der Schreibstil war flüssig und einfach.
Was ich an der Geschichte heftig fand, ist, war die Erzählung über das inzestuöse Leben im Palast. Da es nun mal wirklich so gewesen ist, kann ich hier der Autorin keinen Vorwurf über Geschmacklosigkeit machen. Sie hat es unverblümt beschrieben und so wirkte einfach nur unglaublich.
Altes Ägypten - genial erzählt!
Die Sprache war häufig für die Zeit in der es spielt unangemessen. Nun mag man meine Vorliebe für die alten Namen der Städte, z.B. Waset für Theben den Büchern von Andreas Schrammek zurechnen, aber immer wieder kamen Begriffe, die einfach nicht paßten. Leviten lesen 1.400 vor Christus? Noch vor dem angeblichen Auszug der Israeliten aus Ägypten? Das paßt einfach nicht. Nach etwa 100 bis 200 Seiten hatte ich mich aber so daran gewöhnt, daß ich gelegentliche Ausreißer einfach überlesen habe.
Bei aller Kritik sei aber zu erwähnen, daß es Pauline Gedges Erstlingswerk ist. Während ich dieses Buch von ihr nicht empfehlen kann halte ich sie dennoch für eine Schriftstellerin, deren spätere Werke lesenswert sind.
Sehr zu empfehlen wäre...
"Hanns Kneifel Hatschepsut, Die Pharaonin"
Dieses Buch ist ein Muß für jeden Kenner und Liebhaber der ägyptischen Hochkultur. Hans Kneifel hat sehr gut recherchiert, so dass der Leser sich sehr gut das Leben Hatschepsuts vorstellen kann, ihre Verantwortung als Pharaonin und ihr persönliches Schicksal als Frau jener Zeit in einer solchen Position.
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Pauline Gedge wurde am 11. Dezember 1945 in Auckland (Neuseeland) geboren.
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