Pauline Keller Die Luft da oben

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Inhaltsangabe zu „Die Luft da oben“ von Pauline Keller

War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"? Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin -. die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen. Aufrichtig und mit schwarzem Humor erzählt "Die Luft da oben" von einer Außenseiterin. Es gelingt der Autorin, einen unsichtbaren Gegner sichtbar werden zu lassen - den mächtigsten Gegner, den ein junger Mensch haben kann: sich selbst.

Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Und wie habe ich bei Lenas Wendepunkt aufgeatmet!

— one_love
one_love

Humorvoll, locker und mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit

— Lese_Leni
Lese_Leni

Ein sehr tiefgründiges Buch über die Probleme (vermutlich) eines jeden Menschen: die Selbstfindung und eigene Sicht der Dinge :)

— ReadingVanni
ReadingVanni

Es ist ein humorvoller Roman gepaart mit jede Menge Tiefgang.

— Nimmer_Satt
Nimmer_Satt

Ein wirklich interessanter Debütroman über ein schwieriges Thema, der nicht für jeden geeignet ist.

— BonnieParker
BonnieParker

Für Leser, die sich für die Thematik "Selbstfindung" interessieren, ist dieses Buch empfehlenswert.

— Diiiamond93
Diiiamond93

Mit Lena habe ich gelitten, aber auch viel geschmunzelt und gelacht. Lesenswerter Debütroman.

— goodies
goodies

Ein Roman über eine junge Frau, die zu sich selbst finden muss. Hat mich nicht unbeeindruckt gelassen hat, aber hat noch "Luft nach oben"

— tinstamp
tinstamp

Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt. Für zwischendurch ein Lesevergnügen, welches das Potenzial der jungen Autorin zeigt. Weiter so! :)

— LeseBlick
LeseBlick

Eine tragisch-schöne Geschichte, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte

— Ichbinswieder
Ichbinswieder

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    Knorke

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  • Lenas Befreiungsschlag

    Die Luft da oben
    Mondplatz

    Mondplatz

    10. November 2016 um 13:49

    Lena hat es nicht leicht: Ihre Eltern schreiben ihr vor, wie sie sich zu verhalten und zu entscheiden hat, sie hat keine gute Freundin, schmerzhafte Erinnerungen an ihre Schulzeit und ein angeknackstes Selbstwertgefühl wegen ihrer 1,82 m Körpergröße. Zwar bin ich nicht so groß, vieles davon jedoch kenne ich selbst, und so konnte ich mich mit Lena identifizieren wie sonst nie mit den Protagonistinnen in Frauenromanen. Lena ist außergewöhnlich, keine Figur, sondern echt. Pauline Keller hat eine Person geschaffen, die in sich stimmig ist und die es für mich in der Art noch nicht vorher zu lesen gegeben hat. Mir hat Lenas Entwicklung geholfen: Wie sie nach und nach Stärke entwickelt und anfängt, sich zur Wehr zu setzen. Und wie sie ihr Klassentreffen nutzt, um ihren früheren Schulkameraden zu zeigen, dass aus ihr etwas geworden ist. Lena schafft es, sich zu befreien ... Das hat mich als Leserin berührt!

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  • Ein tiefgründiges Lesevergnügen

    Die Luft da oben
    hei_ke82

    hei_ke82

    09. November 2016 um 17:07

    "Die Luft da oben" erzählt den Selbstfindungsprozess der 25-jährigen Lena knackig, kurzweilig und mit (Wort-) Witz. In vielen von Lenas Gedanken und Selbstzweifeln habe ich mich wiederfinden können, und so hat mich ihre Geschichte mitten ins Herz getroffen. Noch jetzt, nach der Lektüre, klingen Stellen des Buches in mir nach und lassen mich über mich selbst und mein Leben nachdenken:- Könnte ich mich nur auch einmal für ein Entweder entscheiden, ohne dann von der Angst aufgefressen zu werden, ob mir das fehlende Oder in der Zukunft das Genick brechen wird! (S. 71)- Ich habe schon viel zu oft aus Angst die sichere Seite gewählt. Ich will es alleine schaffen, aber ich brauche dazu euer Vertrauen! Glaubt an mich, damit ich an mich selbst glauben kann. (S. 168)- Was lebe ich also, als ob ich ewig Zeit hätte? Wenn man jemanden glücklich machen will, dann doch wohl sich selbst! (S. 241)Trotz Happy-End war ich wehmütig, als ich die letzte Seite umgeschlagen habe - so sehr ist mir Lena ans Herz gewachsen!

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  • Ein Buch, dass mich positiv überrascht und sehr überzeugt hat

    Die Luft da oben
    bookofmylifesina

    bookofmylifesina

    19. April 2016 um 19:45

    Inhalt: War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"? Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin -. die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen. Gestaltung: Mir gefällt das Cover & die Aufmachung des Buches sehr gut. Am Anfang wurde mir der Sinn hinter der Giraffe nicht ganz klar, aber während des Lesens habe ich bemerkt, wieso eine Giraffe als Cover gewählt wurde. Meine Meinung: Ich habe bei diesem Buch eine Geschichte erwartet, die mich gut unterhält und bei der ich mich entspannen kann. Genau das habe ich auch bekommen, aber dazu auch noch so viel mehr. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich Lena sehr mochte. Ich fand sie toll und deshalb war es gleich noch schöner das Buch zu lesen, weil Lena in dem Buch eine große Verwandlung hinlegt, für die ich sie echt nur bewundern kann. Zuerst einmal zu Lena: Lena versucht es allen anderen Recht zu machen und verliert dabei total aus den Augen, was sie eigentlich will. Ihr wurde schon früher klargemacht, dass sie nicht gut genug ist und sie plagen bis heute Selbstzweifel. Ihre Eltern, ihre Familie generell und ihre 'beste Freundin' sind ihr dabei auch keine Hilfe, denn sie sind auch nicht grade nett zu Lena, denn sie unterstützen Lena nicht bei dem, was sie eigentlich machen will, sondern halten ihr jeden Tag nur vor Augen, was sie falsch macht. Lena macht, aber durch das Klassentreffe in dem Buch eine große Veränderung durch. Dort will sie am Anfang eigentlich nicht hin, aber sie geht dann doch und dadurch ändert sich alles. Schon im Laufe des Buches macht Lena Fortschritte, aber durch das Klassentreffen werden ihr Sachen vor Augen geführt mit denen sie niemals gerechnet hätte, was alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Dadurch merkt Lena, dass sie so nicht mehr weitermachen will und entwickelt sich weiter und genau diese Entwicklung, erst Recht gegen die Menschen, die ihr immer nur Schlechtes wollten, hat mir sehr gut gefallen. Das Ende konnte ich so zwar schon ahnen, aber es hat mir trotzdem sehr gefallen. Lena hat auch einen Freund, Christian, den ich sehr mochte und der Lena auch unterstützt, leider kam er für meinen Geschmack etwas zu kurz, was ich sehr schade fand. Die anderen Nebenpersonen mochte ich mal mehr und mal weniger, aber man konnte genau merken, welche Personen sympathisch und welche unsympathisch sein sollten. (: Im Großen und Ganzen hat mir das Buch, bis auf ein paar kleine Schwächen, sehr gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter, denn man wird bei dem Buch unterhalten, aber lernt gleichzeitig auch ein paar Lektionen fürs Leben. (: Fazit: 4 von 5 Sternen. Ein Buch, dass mich wirklich positiv überrascht hat und eine sehr überzeugende Protagonistin hat.

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  • Den eigenen Weg finden

    Die Luft da oben
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    31. March 2016 um 18:54

    Eigentlich könnte Lena zufrieden sein. Sie hat gerade die letzten Prüfungen ihres Studiums erfolgreich hinter sich gebracht. Grund genug, mit der Familie im „Napoli“ den Erfolg zu feiern.Die Eltern allerdings sind enttäuscht. Ihre Tochter hat seit geschlagenen zwei Stunden ihren Abschluss und noch keine Arbeitsstelle vorzuweisen! Grund genug, sie in Grund und Boden zu kritisieren. Was dem widerlichen Schwager Manfred Auftrieb gibt. Und dann bekommt Lena auch noch detaillierte Anweisungen, wo sie sich gefälligst zu bewerben hat.Grund genug, sich bei der besten Freundin auszuheulen. Die allerdings eingeschnappt ist und Lena unterstellt, sich wegen ihres abgeschlossenen Studiums als etwas Besseres zu sehen.Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, warnt der Arzt, Lena solle Kinder gebären, bevor sie 30 wird, um Brustkrebs zu verhindern.Lediglich ihr Freund Christian ist eine Stütze für Lena, so wie es früher ihr Opa war.Schließlich bekommt Lena auch noch eine Einladung zum Klassentreffen. Sehr verlockend ist die Aussicht, diejenigen wiederzutreffen, die sie damals wegen ihrer Größe (1,82m) ausgegrenzt haben, nicht. Aber Lena nimmt ihren Mut zusammen und geht hin. Zum Glück, denn auf dem Treffen erfährt sie etwas, was ihr Leben verändert.Lena hätte ich zwischendurch gern ein wenig durchgeschüttelt, damit sie sich nicht so viel gefallen lässt. Aber wenn man in dieser Situation steckt, die ich aus eigener Erfahrung auch kenne, ist Widerstand nicht so einfach. Der geballten Familienkraft entkommt man nicht so leicht.Starke Persönlichkeiten schaffen es irgendwann, und so ist die Geschichte von Lena die Geschichte einer starken Frau, die ihren Weg gegen alle Widerstände findet. Die es lernt, auch einmal Nein zu sagen. Die ihren Träumen folgt.Der Roman ist witzig und locker geschrieben und liest sich gut weg, trotz des ernsten Themas. Mangelndes Selbstbewusstsein, Druck von der Familie, falsche Freunde und Probleme mit den gängigen Schönheitsidealen sind allgegenwärtig, vor Jahrzehnten ebenso wie heute. Und nach wie vor braucht es Kraft, sie zu überwinden. Dieses Buch ist eine richtig schöne Mutmach-Geschichte.

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  • Pauline Keller erzählt von Lena, der 'langen Latte', die sich selbst zum größten Feind wird

    Die Luft da oben
    Lese_Leni

    Lese_Leni

    30. March 2016 um 18:16

    Erste Sätze Was bin ich dämlich! Hatte ich wirklich geglaubt, ich bräuchte mich bloß mehr anstrengen und dann wäre dieses mal alles anders? Inhaltsbeschreibung  War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"?Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin - ... die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen. Meine Meinung Seit langem war "Die Luft da oben" mal wieder ein Buch, bei welchem ich mir selbst nach dem Lesen des Klappentextes nicht vorstellen konnte welche Art von Geschichte mich erwarten würde. Einer der Gründe, warum ich mich entschieden habe dieses Buch zu lesen, war jedoch, dass ich mich sofort sowohl mit dem Titel als auch mit der Inhaltsbeschreibung identifizieren konnte, denn wie die Protagonistin auch, bin ich mit meinen 1,80 Meter auch eine 'lange Latte' :D  Im Gegensatz zu mir, hat Lena schwer mit ihrer Größe zu kämpfen. Gehänselt, ausgegrenzt und von allen fertig gemacht, stiefelt sie mit jeder Menge Selbstzweifel durchs Leben. Dass sowohl ihre Familie, als auch ihre "beste Freundin" nicht hinter ihr stehen, macht es ihr nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Sie machen ihr das Leben zur Hölle. Der einzige Mensch auf den sie sich verlassen kann und der nicht immer alles besser weiß, ist ihr Freund Christian.   "Christian war das ganze Paket! Der Mann, den ich mir erträumt hatte, und wenn ich mit ihm zusammen war, fing ich sogar an, mich selbst ein bisschen zu mögen." Seite 44 Von Selbst- und Fremdzweifel geplagt, hat Lena immer mehr das Gefühl eine Versagerin zu sein. Aber was tun? Den Erwartungen der Eltern gerecht werden oder einen eigenen Weg einschlagen? Lena weiß es nicht, genauso wenig wie welche Menschen gut und welche schlecht für sie sind. Zwischendurch möchte man sie am liebsten an den Schultern packen und ein paar mal kräftig schütteln! Schulter zurück, Brust raus und glaub, verdammt noch mal, an dich!!!!  "Das Leben schon mal nicht so ernst nehmen. Keine Angst soll ich haben, sondern vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen soll. Mein Bestes geben, dann darf ich stolz auf mich sein, egal wie das Ergebnis aussieht" Seite 107   Lenas Geschichte hat mich sehr schockiert und getroffen. Wie kann man sich selbst so wahrnehmen? Wie kann man so wenig von sich selbst halten? Um so schöner fand ich es, dass sie durch verschiedene schicksalhafte Umstände, beginnt sich ihren Weg freizuschaufeln.  Fazit Humorvoll, locker und mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit erzählt Pauline Keller von Lena, der 'langen Latte', die sich selbst zum größten Feind wird.

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  • Ein nettes Häppchen für Zwischendurch

    Die Luft da oben
    Nimmer_Satt

    Nimmer_Satt

    30. March 2016 um 17:14
  • Ein bewegender Debütroman

    Die Luft da oben
    BonnieParker

    BonnieParker

    28. March 2016 um 20:22

    Dieses Buch hat ein interessantes Cover von dem sich zunächst nicht auf den Inhalt schließen lässt, außer das es mit Höhe zu tun haben muss. Wenn man den Klappentext liest erschließt sich bei der Körpergröße von 1,82m der Hauptprotagonistin schnell der Zusammenhang. Aber so ganz genau war mir dann immer noch nicht klar, was mich erwarten würde. Um in dieses Buch rein zukommen habe ich nicht allzu lange gebraucht. Die Autorin hat einen angenehmen und leichten Schreibstil, der mir oft aus der Seele sprach. In vielen Szenen habe ich Parallelen gefunden und geschmunzelt. Aber auch oft stimmten mich einige Situationen nachdenklich. Ich muss sagen, dieses Buch war keine leichte Kost. Ich muss ehrlich sagen, die Autorin hat sich hier an ein schwieriges Thema gewagt. Selbstzweifel und ein niedriges Selbstwertgefühl kennen sicher alle mal von uns, der eine mehr der andere weniger. Wie es dann noch ist, wenn auch die Familie einen unter Druck setzt und an einen immer was rumzumeckern hat, wird hier wirklich eindrucksvoll geschildert. Welche Gedanken einen Menschen in solch einer Situation begleiten, wie er damit umgeht und wie sie auf einen wirken wird hier wirklich gut an Lena veranschaulicht. Wie sehr unser Blick auf uns selbst durch Einflüsse von außen gesteuert wird und wie wichtig die Akzeptanz im sozialen Umfeld für uns ist erfährt der Leser durch dieses Buch. Ich muss aber auch sagen, dass ich es nicht Personen empfehlen würde, die selbst schon an einem geringen Selbstwertgefühl oder an Depressionen leiden. Ich denke diese könnten durch diesen Roman auch negativ beeinflusst werden. Ich fand das Debüt von Pauline Keller gut geschrieben und ich fand es mutig von ihr sich diesem Thema zu widmen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die positiven und negativen Gedanken und Geschehnisse sich die Waage halten. Hier kam mir die optimistische Seite leider ein wenig zu kurz. 

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  • Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstfindung

    Die Luft da oben
    Diiiamond93

    Diiiamond93

    28. March 2016 um 16:04

    Lena (25), die eine erstaunliche Größe von 1,82 m hat, hat gerade ihr Studium beendet und möchte nun eine Auszeit nehmen, um heraus zu finden, was sie denn nun machen möchte. Während ihr Freund ihr unterstützend zur Seite steht, kann ihre Familie diese Entscheidung überhaupt nicht verstehen und auch nicht akzeptieren. Sie wird sogar als Faulenzerin beschimpft und ständig von ihren Eltern mit anderen verglichen. Und dann steht auch noch das Klassentreffen an, dass sie an ihre elende Schullaufbahn erinnert und die Selbstzweifel wieder hoch kommen lässt.Wir alle kennen das doch sicherlich, diese Selbstzweifel, die sich manchmal in unsere Gedanken schleichen. Wer bin ich eigentlich? Habe ich den richtigen Beruf gewählt? Das richtige Fach studiert? Bin ich zu klein? Bin ich zu groß? Bin ich zu dick? Lena, die Protagonistin von "Die Luft da oben" wurde schon immer wegen ihrer Größe von 1,82 m aufgezogen. "Lena, na, wie ist heute die Luft da oben?", solche Fragen und andere doofe Sprüche musste sie sich immer wieder gefallen lassen. Kein Wunder also, dass es ihr an Selbstbewusstsein mangelt und sie sich von anderen so einiges gefallen lässt.Mir hat das Buch relativ gut gefallen. Ich mochte die Protagonistin Lena und bin mir sicher, dass sich viele Personen mit ihr identifizieren können. Sie ist ein interessanter Charakter, der meiner Meinung nach aber auch noch mehr ausgebaut hätte werden können. Ihre Entwicklung vom Mädchen, dass sich alles gefallen lässt, zur Frau, die auch mal ihre Meinung sagt und macht, was sie machen möchte, war zwar schön mitzuerleben, aber ging mir persönlich etwas zu schnell. Dennoch habe ich Lena gerne auf ihrem Weg begleitet.Von den weiteren Charakteren mochte ich eigentlich nur Lenas Freund. Er war richtig süß und hat sie unterstützt, wo er nur konnte. Dahingegen fand ich ihre Familie einfach nur schrecklich. Ständig haben sie sich beschwert und an Lena rumgenörgelt, anstatt ihr zur Seite zu stehen. Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas schwierig. Ich weiß nicht genau, woran es letztendlich lag, aber irgendwie habe ich beim Lesen immer wieder gestockt. Alles in allem war dieses Buch jedoch eine nette Abwechslung für zwischendurch!FAZIT:Der Roman "Die Luft da oben" hat mir relativ gut gefallen. Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstfindung, witzige Szenen und ernste Themen haben diesem Buch Würze gegeben, auch wenn es für mich einige Mängel gab. Für Leser, die sich für die Thematik "Selbstfindung" interessieren, ist dieses Buch empfehlenswert.

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  • Selbstfindung

    Die Luft da oben
    tinstamp

    tinstamp

    20. March 2016 um 21:21

    Meine Meinung:  Die liebe Pauline Keller hat mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich ihren Roman gerne lesen möchte und nachdem ich in die Leseprobe reingelesen habe, sagte ich gerne zu. Leider habe ich das Buch dann doch viel zu lange hier ungelesen liegen lassen, aber nun habe ich meine Rezension zu diesem Buch, das mit dem herrlichen lustigen Cover auffällt und eigentlich Fröhlickeit versprüht. Fröhlich fand ich diesen Roman allerdings ganz und gar nicht! Mir hat er teilweise ziemlich zugesetzt und mich heruntergezogen, denn unsere Hauptprotagonistin Lena wird von ihrer Umgebung eigentlich in jeder Weise nur schikaniert und mies behandelt. Dabei hat Lena gerade ihr BWL-Studium bravurös gemeistert und abgeschlossen und hat ihren wundervollen Freund Christian. Eigentlich müsste sie glücklich sein, doch da sind zuerst ihre eigenen Zweifel, was sie nun nach ihrem Studienende weiter machen will. Sie kann sich noch nicht dazu entscheiden in eine bestimmte Richtung zu gehen - zum vollen Unverständis ihrer Eltern. Diese halten ihr vor, dass ihr Studium nur Zeitverschwendung war und sie längst etwas "Gescheites" hätte lernen können. Außerdem hätte sie doch bereits genügend Zeit gehabt sich bei Firmen zu bewerben. Dann schlägt ihre Mutter auch noch vor als Buchhalterin beim Mann ihrer Schwester zu arbeiten, doch Lena will nicht Buchhalterin werden und schon gar nicht in Walters Firma. Dieser Walter ist ein richtiger "Ungustl", wenn man es mal so auf österreichisch audrücken darf! Ein Mann, der mir schon nach wenigen Minuten einen dicken Hals beschert und den ich am liebsten meine Meinung sagen würde. Nicht nur ihre Eltern und Schwager Walter wissen besser als sie, was sie zu tun hätte, sondern auch ihre angeblich "beste" Freundin Verena, die sie nur beschimpft und ausnutzt. Lena ist seit Jahren in diesem Kreis aus Anforderungen gefangen, denn seitdem sie die ungewöhnliche Größe von 1m 82 cm erreicht hat, knabbert sie an ihren Selbstzweifeln und hat null Selbstvertrauen. Sie leidet unter ihrer Größe und den gut gemeinten Sprüchen wie "Na, wie ist denn  die Luft da oben?" Und dann bekommt sie noch eine Einladung zum Klassentreffen, die ihre Mutter in ihrem Namen selbstverständlich bereits angeommen und zugesagt hat. Doch Lena fürchtet sich vor den Hänseleien der anderen und was diese wohl bereits geleistet und geschafft haben werden.... Der Lebensumstand unserer Hauptprotagonistin hat mich nicht nur wütend, sondern auch traurig gemacht und ich habe mich immer wieder gefragt, wann sie sich endlich von all diesen Menschen löst, die ihr nicht gut tun! Einzig Cristian ist ihr Fels in der Brandung und hält immer zu ihr....ein wahrer Mann und Freund. Doch dieser ist in diesem Roman wirklich der Einzige. Verstehen konnte ich Lenas geringes Selbstbewusstein, denn wenn man Jahre vorgekaut bekommt, was man nicht alles hätte besser machen können und man nur ein Versager ist, dann glaubt man das auch eines Tages. Trotzdem hätte ich sie liebend gerne geschüttelt und gefragt, wann sie endlich ihr eigenes Leben lebt und in die Hand nimmt. Und dann - Gott sei Dank - ändert sich Lena doch noch eine kleines bisschen und Schuld daran ist das gefürchtete Klassentreffen... Das Ende und Lenas Wandlung kam mir dann etwas zu schnell und konnte mich nicht ganz überzeugen. Schreibstil: Der Schreibstil passte meiner Meinung nicht ganz zu der allumfassenden drückenden Stimmung im Roman, denn dieser ist sehr jugendlich, flapsig und lebhaft. Er ist auch sehr dialoglastig, jedoch mochte ich die Ausdrucksweise nicht immer. Ebenso wirkte er manchmal sehr unruhig auf mich. Fazit: Eine Geschichte, über eine junge Frau, die zu sich selbst finden muss. Ein Roman, der mich nicht unbeeindruckt gelassen hat, der aber noch "Luft nach oben" hat ;)

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  • Rezension: "Die Luft da oben" (P. Keller)

    Die Luft da oben
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    17. March 2016 um 21:59

    Zum Inhalt: Die 25jährige Lena hat gerade erfolgreich ihr BWL-Studium beendet und versucht herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben möchte. Ihr Freund Christian unterstützt sie hierbei, doch da ist er auch der Einzige. Lenas Familie hat nichts Anderes als Vorwürfe für sie übrig, und ihre "beste Freundin" Verena macht ihr eine Szene nach der anderen. Dabei ist Lenas Selbstbewusstsein sowieso schon seit Langem im Keller. Seit der Pubertät leidet sie unter ihrer Körpergröße von 1,82 m. Hässlich, ja regelrecht abartig findet sie sich damit! Und dann meldet ihre Mutter sie auch noch zu diesem Klassentreffen an, vor dem sich Lena am liebsten drücken würde... Meine Meinung: Meist kämpfen Frauen in der Literatur ja eher mit ihrem Übergewicht. Eine Protagonistin, die unter ihrer Körpergröße leidet, ist mal etwas Anderes. Aber für mich war der optische Makel hier sowieso nur zweitrangig, denn es wird schnell klar, dass die wahren Gründe für Lenas Selbstzweifel und Selbsthass weniger an ihrem Aussehen selbst liegen, sondern daran, wie ihr Umfeld sie behandelt. Mit Ausnahme ihres Freundes Christian ist sie eigentlich nur von A-Löchern umgeben. Ihre Eltern wollen ihr vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat und machen ihr einfach für alles Vorwürfe. Wie stark Lenas Mutter auf die Meinung der ätzenden Tratsch-Nachbarin fixiert ist, ist nahezu krankhaft. Kein nettes Wort fällt zwischen den Familienmitgliedern, im Gegenteil. Lenas Schwager Manfred schießt sicherlich den Vogel ab und ist hier die unsympathischste Figur unter vielen. Er ist feist und unverschämt und hat wirklich kein Fünkchen Liebenswürdigkeit an sich. Er beleidigt Lena in einer Tour und behandelt seine Frau wie eine Dienstmagd. Mein Mitleid für Lenas Schwester hielt sich jedoch in Grenzen, da sie auch nur auf ihrer kleinen Schwester herumhackt, selbst dann noch, wenn Lena ihr verbal zur Hilfe gegen Manfred eilen will. Eine ätzendere Familie könnte ich mir persönlich nicht vorstellen.Dazu kommen noch weitere Nebenfiguren, die der Protagonistin das Leben schwer machen. Allen voran Lenas „beste Freundin“ Verena, an der man wirklich beim besten Willen nichts Positives finden kann. Sie ist extrem egozentrisch und tyrannisiert Lena. Bei Verenas Ausrastern dachte ich mir, von Familie kann man sich schwer trennen, aber dass Lena schon seit der Schule mit diesem Monster befreundet ist, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Hier war ich dann auch von Lena sehr genervt, die sich jahrelang so vieles gefallen ließ und sich auch noch schlecht fühlte bei all den lächerlichen und unangemessenen Vorwürfen ihrer „Freundin“. Dass Lena dann endlich einen Schnitt machen konnte, hat mich gefreut, aber es hat mich auch etwas gewundert, dass das noch so vielen Jahren dann doch plötzlich so schnell geht.Daneben gibt es noch eine beleidigende Schwiegermutter in spe, der Lena nicht gut genug ist (aber gut genug, um ihr Enkel zu gebären…), ein spinnerter Frauenarzt, der Lena allen Ernstes dazu drängt, endlich mal mit dem Kinderkriegen anzufangen, um einer späteren Brustkrebserkrankung vorzubeugen sowie eine tratschsüchtige Nachbarin, die eine Spitze nach der anderen von sich gibt.Welch eine Wohltat ist dagegen Freund Christian, der wenigstens im Gegensatz zu Lena auch mal den Mund aufmacht, wenn es ihm reicht. Und auf dem Klassentreffen gibt es dann auch glücklicherweise noch Menschen, die gegenüber Lena nett sind. Mein Hauptkritikpunkt an Lenas Geschichte ist der, dass sie sich 25 Jahre lang so von allen unterbuttern lässt und dann plötzlich innerhalb einiger Tage/Wochen einen starken Wandel vollzieht. Es sei ihr ja gegönnt, aber diese Entwicklung kam mir zu schnell und deshalb auch zu oberflächlich daher. Auch die Erkenntnis beim Klassentreffen, dass sie ihren Beliebtheitsgrad zu Schulzeiten völlig falsch eingeschätzt hat, fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen. (Da ich nicht spoilern will, führe ich dies nicht genauer aus.)Auch mit dem Schreibstil war ich nicht gänzlich zufrieden. An und für sich hat sich das Buch schnell gelesen, aber ich empfand den Stil als sehr unruhig mit vielen Einschüben bzw. Satzzeichen (v. a. Ausrufezeichen) mitten in den Sätzen. Und es gab doch wirklich einige Formulierungen, über die ich gestolpert bin, wie z. B.:- "Ich bemühe mich um eine aufrechtere Körperhaltung, als wonach mir eigentlich zumute ist."- "Ich nicke ihr dankend in die Augen."- "Und danach - schluck! - wackelt mir's Gestell."Hier wäre es sinnvoll, für weitere Auflagen noch einmal jemanden Korrektur lesen zu lassen.Da ich selbst Fränkin bin, habe ich mich sehr gefreut, dass Lenas Geschichte quasi bei mir um die Ecke spielt und fühlte mich natürlich mit dem einfließenden fränkischen Vokabular vertraut. Aber da die Figuren an sich keinen Dialekt sprechen, hätte ich Dialektworte wie „Spätze“ oder „‘rüber und ‘nüber“ dann auch konsequent weggelassen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Gut hingegen fand ich die innere Zerrissenheit von Lena. Ihre Gedanken und inneren Monologe geben sehr gut wieder, wie sich jemand fühlt, der ein kaputtes Selbstbewusstsein hat – diese Selbstzerfleischung und diese furchtbar verzerrte Wahrnehmung, die man selbst von sich hat. Die Autorin hat diese Problematik des Selbsthasses gut dargestellt. Ich denke, Lenas Geschichte ist vor allem interessant und ggf. sogar hilfreich für Menschen mit geringem Selbstbewusstsein. Leser, die Lenas Selbsthass nicht nachvollziehen können, könnten hingegen schnell von ihr genervt sein. Alles in allem ist "Die Luft da oben" ein Debütroman mit einigen Mängeln, aber guten Ansätzen. Ich freue mich auf Neues von dieser Autorin!

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  • Ein tolles Debüt, welches Lust auf mehr macht.

    Die Luft da oben
    LeseBlick

    LeseBlick

    27. February 2016 um 18:08

    Inhaltsangabe War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"? Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin - ... die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen. Meine Meinung Auf dieses Buch bin weniger ich allein aufmerksam geworden, sondern ich wurde von der unheimlich sympathischen Autorin angeschrieben, ob ich Interesse hätte, ihren Debütroman zu lesen und zu rezensieren. Auf den ersten Blick fiel dieses Buch in den Jugendbuchbereich, in dem ich mich ja immer mal wieder ausprobiere, der aber nicht zu meinen Hauptgenres gehört. Erst kürzlich wurde in der Bloggerszene diskutiert, dass wir Buchblogger Bücher zu subjektiv bewerten. Gerade aus diesem Grund scheue ich mich nicht davor auch Bücher zu lesen und zu rezensieren, welche nicht auf meiner Wunschliste stehen bzw. welche ich mir nicht selbst gekauft habe. Jeder Autor und jeder Autorin gehört der nötige Respekt zugesprochen, ihr Werk mehr objektiv als subjektiv zu bewerten. Pauline Keller erschuf einen interessanten Charakter. Lena ist Mitte 20, gerade fertig mit ihrem BWL-Studium und ist sich noch nicht so ganz sicher, welchen Weg sich zukünftig einschlagen soll. Einerseits erscheint Lena unsicher, introvertiert und naiv, anderseits mochte ich ihre oft taffe und direkte Art unheimlich gern. Die sehr unterschiedlichen Charaktereigenschaften waren für mich anfangs eher schwierig miteinander zu vereinen, aber dieser Punkt lockerte die Story immer wieder auf. Die eher lockere und eigensinnige Art Lena’s, vermischt mit dem sehr eigenen Schreibstil der Autorin waren für mich persönlich das Highlight des Buches. Trotz des eher beklemmenden Themas konnte mir immer wieder mit Witz und Charme ein Lächeln auf die Lippen gezaubert werden. Zur Thematik fallen mir folgende Begriffe ein: Selbstfindung, Unterdrückung, wenig Selbstbestimmtheit, Verständnislosigkeit, Unsicherheit und Selbstwahrnehmung. Auf den ersten Blick sind es negative Wortlaute und alle finden in diesem Buch ihren Platz, denn die Protagonistin wird von ihnen beherrscht. Jugendliche und auch junge Erwachsene, die unter ähnlichen Umständen, wie Lena leben, können diese Geschichte wahrscheinlich um einiges besser nachvollziehen, aber auch ich konnte mich in Lenas Lage gut hineinversetzen und verstehe, warum sie so ist, wie sie ist. Lenas gesamte Geschichte und die Faktoren, die ihr immer wieder im Weg stehen, wie Lena sich im Buch entwickelt und welchen Weg sie für ihre Zukunft einschlagen wird, verrate ich euch an dieser Stelle nicht. Jeder Leser sollte angespornt sein, zu diesem Buch zu greifen. Für mich persönlich wäre ein interessanter und spannender Faktor, ob die Autorin mit ihren Ideen auch in die Erwachsenenliteratur gehen könnte. Trotzdem Lena mit ihren 25 Jahren ein Alter hat, welches in dieser Riege liegt, spricht die Autorin doch eher Themen an, die Jugendliche und junge Erwachsene beschäftigen. Diesen frischen Schreibstil kann ich mir auch super im Erwachsenenbereich vorstellen. ____________________________________________________________ Der Titel des Buches hat auf jeden Fall einen Bezug zum Buch und findet auch wortwörtlich einen Platz in der Story. Für mich ist Lenas Größe im Nachhinein allerdings nicht das große Thema. Aufgrund des Titels habe ich mit vielen Hänseleien gerechnet, auch im schulischen Bereich, da ich mit Lena viel jünger vorgestellt hatte. Das Cover ist zum Thema „Die Luft da oben“ natürlich passend und lässt den Zusammenhang erkennen. Optisch hat jeder Leser meiner Meinung nach einen anderen Geschmack, den wir jedoch keinem Autor aufzwingen sollten, denn es steckt nicht unser Herzblut im Buch. Mein Fazit Ein Buch, das ein Thema anspricht, über welches ich immer wieder sehr gern lese. Selbstfindung nimmt meiner Meinung nach vor allem im Jugendbuchbereich einen großen Stellenwert ein. Bewertet man das Buch in diesem Bereich, ist Pauline Keller mit „Die Luft da oben“ ein tolles Debüt gelungen. Gerne würde ich nochmal etwas von diesem lockeren, ehrlichen und direktem Schreibstil lesen.

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  • Eine Geschichte mitten aus dem Leben, vielleicht ein Trost für alle die sich selbst auch noch suchen

    Die Luft da oben
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    23. February 2016 um 12:39

    Mein Dank gilt der unheimlich netten Autorin, für das Rezensions Exemplar. Vielen Dank auch an Books on Demand!  Das Cover passt für mich nicht so gut zum Inhalt, aber da in diesem Fall vor allem der Inhalt wichtig ist, sollte der Leser hier nicht so genau hinsehen. Schließlich zählen die inneren Werte. Lena Wagner ist 25 und gerade fertig mit ihrem BWL Studium. Sie ist unentschlossen wohin es sie treibt und daher plant sie eine Pause um zu sehen, was sie sich vom Leben wünscht. Leider ist das völlig gegen den Willen ihrer Eltern, und den der restlichen Familie, da ist sie direkt als Faulenzer abgestempelt. Ihre beste Freundin ist völlig damit beschäftigt Lena die Schuld für praktisch alles Schlechte in ihrem Leben zu geben und auch sonst läuft es so gar nicht. Bis auf ihren Freund Christian steht ihr niemand bei und plötzlich hat sie das Gefühl, dass die ganze Welt sich gegen sich verschworen hat.  Ich muss sagen, der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht schwer gefallen. Es geht auch direkt beim Familienessen zur Sache. Eigentlich feiern alle die bestandenen Prüfungen, aber davon merkt man nur gefühlte 5 Minuten etwas. Dann beginnt das Martyrium, dass sich stark durch das Buch zieht. Lena kann es niemandem recht machen, ihre Familie ist völlig gegen jede ihrer Entscheidungen. Sie drängeln Lena in eine Richtung, vor allem aus Scham davor, was die Nachbarn denken könnten.  Am härtesten fand ich die Reaktion ihrer "besten" Freundin Verena. Ich kann es nicht fassen, wie schnell ein Mensch all seinen "Müll" bei einem anderen ablädt und das auch noch für richtig hält. Ich könnte mich sooooo in Rage reden, das würde aber weder Lena noch mir helfen. ;)  Lena ist sehr sensibel, sie nimmt sich wahnsinnig schnell zu Herzen was andere Menschen sagen, vor allem die Meinungen der Menschen die ihr wichtig sind. Sie versucht es allen Recht zu machen, verbiegt sich selbst um für alle eine glückliche Situation zu schaffen und vergisst darüber hinaus sich selbst. Manchmal scheint es als würde Lena sich völlig in Vorwürfen und Fehlern der anderen verlieren, als würde sie sich selbst und ihre Stärken gar nicht kennen.  Die Autorin erzählt realistisch und umgangsprachlich was es bedeutet, nicht man selbst zu sein. Nicht zu wissen, wohin einen das Leben führt und vor allem gebückt durchs Leben zu gehen. Diese Geschichte zeigt aber auch, wie wichtig es ist, darüber nachzudenken was man anderen Menschen um die Ohren haut, vor allem wenn man sie liebt. Gerade in einer Welt in der wir uns alle doch tagtäglich verändern und unsere Meinung ändern.  Ich denke dieses Buch macht anderen Betroffenen Mut und am Ende gehen wir hoffentlich alle etwas aufrechter durchs Leben.  Fazit Eine Geschichte mitten aus dem Leben, vielleicht ein Trost für alle die sich selbst auch noch suchen.

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  • Außergewöhnlicher Debüt-Roman

    Die Luft da oben
    Blaetterwind

    Blaetterwind

    12. February 2016 um 21:37

    Darum geht's: Lena hätte eigentlich allen Grund zu feiern. Sie hat gerade ihre Abschlussprüfung des BWL-Studiums erfolgreich abgeschlossen. Wäre da nicht ihre Familie, die sie als Faulenzerin, als arbeitslose Versagerin abstempeln würde und sie ständig mit anderen vergleicht. Wäre da nicht ihre falsche Freundin Verena, die sie wie ein Taschentuch benutzt und wegschmeißt. Wäre da nicht dieses Klassentreffen, das sie daran erinnert, wie sie während ihre Schullaufbahn wegen ihren 1,82 Meter Körpergröße immer wieder verbale Seitenhiebe verpasst bekommen hat. "Lena, wie ist die Luft da oben?" Aber vor allem: Wären da nicht ihre Selbstzweifel und ihre verzerrte Wahrnehmung, die sie von sich selbst hat. Wie bereitet sich Lena mit diesen Voraussetzungen auf das Klassentreffen vor? Wie findet sie doch einen Weg zu sich selbst? Cover, Titel, Klappentext: Natürlich ist das Cover jetzt nicht gerade das ästhetischste, aber mir stach das Buch wegen seinem sehr besonderen Aussehen sofort ins Auge, unabhängig davon. Es ist vor allem außergewöhnlich. Und das hat sofort meine Neugier geweckt. Auch der Titel passt wunderbar dazu. Lena wird auch im Roman selbst mehrmals danach gefragt, wie die Luft da oben denn so sei. Alles spielt sehr gekonnt auf ihre Problematik ein. Der Witz mit der Giraffe täuscht vielleicht über den doch teilweise ein lustiges Buch vor, was es aber nur bedingt ist. In vielen Teilen ist es schon sehr ernst und nachdenklich. Worüber gar nicht erzählt wird, ist die Problematik mit ihrem sozialen Umfeld, was auch noch ein wichtiges Thema im Buch ist. Vor allem am Anfang wird fast gar nicht auf die Körpergröße eingegangen. Dennoch nehmen das Klassentreffen und ihre Komplexe einen zentralen Punkt der Geschichte ein und deswegen finde ich es passend. Außergewöhnlicher Debüt-Roman: Was kann ich? Was will ich? Wie soll es weitergehen? Diese und noch ganz andere Gedanken teilt uns Lena in der Ich-Perspektive mit. Es ist die Angst, mit ihrem Beruf nicht glücklich zu werden, denn eigentlich will sie nur das. Zugegeben, das ist noch nicht besonders außergewöhnlich. Aber das Buch hat viele Elemente, die es von anderen doch schon unterscheidet. Zunächst ist da der Druck, den sie von allen Seiten bekommt und ihr keinen ruhigen Moment zulässt, um über sich selbst nachzudenken. Da ist ihre Familie, der man, während man das Buch liest, am liebsten die Leviten lesen würde. "'Und Faulenzer werden nirgends gern gesehen' 'Faulenzer?' Mir stockt der Atem. 'Redest du von mir?' 'Ich sage nur, wie es ist.'" - S. 14 Von ihrer Familie muss sie sich regelmäßig anhören, dass das Studium Zeitverschwendung war und dass sie eine anständige Ausbildung hätte machen sollen. Und auch, dass sie schon längst hätte Bewerbungen losschicken sollen, anstatt darüber nachzudenken, was sie wirklich will. Dabei merkt man, wie Lena anfänglich zu ein Spielball verschiedener Personen wird. Zwischen den Anforderungen ihrer Familie und denen ihrer angeblich besten Freundin Verena, die alle eine sehr starre Vorstellung davon haben, wie Lena sich zu verhalten hat, versucht sie es allen recht zu machen und kann bei diesen unrealistischen Anforderungen nur scheitern. Als Leser kann man sich nur fragen: Wieso tust du dir das an? Warum umgibst du dich mit solchen Personen, die dir nur schaden? Auf die Antwort wird man nicht hingewiesen, aber es ist dennoch ganz deutlich: Wegen ihres sehr geringen Selbstbewusstseins, das auch für ihre verzerrte Selbstwahrnehmung verantwortlich ist. Man merkt beim Lesen immer mehr, wie wenig sie sich selbst zutraut und wie sehr sie sich selbst unterschätzt. Ihre Erinnerungen, die sie schildert, sind davon geprägt, dass sie versagt hat, dass sie anders war, dass sie gehänselt wurde. "Andere sind all das, was ich nicht bin! Andere sind froh, dankbar, tüchtig, sparsam, ordentlich, selbstständig und schlafen am Wochenende nicht bis ultimo. Von klein auf wurde das in mein Hirn eingemeißelt." - S. 75 Solche Erlebnisse haben wohl Spuren hinterlassen und als Leser erhält man nach und nach immer mehr Verständnis dafür, wieso sie sich zu so einer Person entwickelt hat. Und das ohne melodramatische, kitschige Vergangenheit. Lena ist in ihrer Person mit ihrer Problematik sehr außergewöhnlich, und dennoch ist es nicht so realitätsfern, dass man sie auch immer nachvollziehen und sich mit ihr identifizieren kann. Die sympathische Außenseiterin entwickelt sich im Laufe des Buchs - zum Glück! Immer mehr nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand, immer mehr nimmt sie sich auch in Schutz. Auch das Klassentreffen, wovor sie wegen den Hänseleien so Angst hatte, nimmt sie als Chance an: Als Chance zu zeigen, dass sie sich nicht mehr verstecken muss. Und das alles wirkt nicht künstlich oder gestellt, die Entwicklung scheint fließend und immer nachvollziehbar. Auch wenn ich Lena manchmal am liebsten richtig durchgerüttelt hätte, konnte ich sie in jedem Moment auch irgendwo verstehen. Stilistisch wird diese doch sehr erdrückende Thematik etwas aufgelockert. Der Schreibstil ist sehr jugendlich, modern und auch sehr lebhaft. Vieles wird in GROSSBUCHSTABEN geschrieben, wenn etwas geschrien wird, oft tauchen auch gleich mehrere Ausrufezeichen in Kombination (?! !!!) auf, es wird mit Onomatopoetika gearbeitet ("KLICK-KLACK" S. 212), einige Worte werden lang gezogen ("Ääääääällllllviiiiis!" S. 165), Lena schreit auch ab und zu ihre Fassungslosigkeit in Gedanken heraus. Insgesamt war mir der Schreibstil etwas zu unruhig, und zu aufbrausend. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass das Buch nur sehr starke Emotionen beschreibt und die zarten eher außen vor lässt. Aber das ist Ansichts- und Geschmackssache und ich finde, dass dieser Schreibstil sehr gut zu Lena als Person passt. Es hat sie auch nahbar und lebendig gemacht. Die Dialoge wurden dadurch pfiffig und echt unterhaltsam, aber für mich persönlich auf Dauer etwas anstrengend zum Lesen. Es gab nur zwei Dinge, die mich etwas gestört haben. 1. gibt es durchaus Passagen, die sich etwas in die Länge gezogen haben, weil sie sich zu sehr ins Detail verstrickt haben. Andererseits gibt es auch Passagen, in denen mir manches zu schnell abgehandelt wurde, wo ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht hätte. 2. fand ich das Ende zu leicht gelöst. Gerne hätte ich mehr Zeit mit Lenas Entwicklung verbracht, aber am Ende gab es einen doch sehr abrupten und plötzlichen Wandel, der mir zu schnell abgehandelt wurde. Pauline Keller hat während der Handlung bereits bewiesen, dass sie dies gut schildern kann - wieso also hier nicht? Insgesamt bin ich aber mit der Lösung einverstanden, auch wenn ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht hätte. Fazit: Die Luft da oben erzählt eine wunderbare Geschichte von einer jungen Erwachsenen, die auf Umwegen lernen muss, was es bedeutet, sich selbst kennen zu lernen. Ein sicherlich alltägliches Thema, das viele beschäftigt, wird hier ohne Melodramatik oder Tragik, sondern ganz realitätsnah an den Leser herangeführt und regt zum Nachdenken an. Mit teilweise etwas langen Passagen und einem abrupten Ende ist das Buch dennoch empfehlenswert für all diejenigen, die sich für die Thematik interessieren.

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  • Rezension zu "Die Luft da oben" von Pauline Keller

    Die Luft da oben
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    08. February 2016 um 20:21

    Vor einigen Wochen bekam ich eine sehr liebe E-Mail von einer Autorin – Pauline Keller –, die mir ihr neues Buch ans Herz gelegt hat und mich bat, es zu lesen und zu rezensieren. Obwohl ich den Autoren in der letzten Zeit grundsätzlich wegen Zeitmangels abgesagt habe, machte ich hier eine Ausnahme. Allein ihre Anfrage hat mich so neugierig auf ihr Buch „Die Luft da oben“ gemacht, dass ich kurzerhand zugesagt und gelesen habe. Zugegeben, die kurze Zusammenfassung klang erst einmal etwas verwirrend, doch schon nach ein paar gelesenen Seiten wusste ich, dass diese Geschichte einiges für den Leser bereithält. Das bunte und fröhliche Cover täuscht auf den ersten Blick ein wenig über die Geschehnisse in der Abhandlung hinweg und lässt eher auf einen lustigen Schmöker schließen. Denn richtig lustig wird es für Lena eigentlich nie, jedoch passt es sehr gut zu ihrem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein im Bezug auf ihre Körpergröße. Wer bin ich? Was will ich? Worin bin ich gut? Diese drei Fragen beschäftigen Lena schon eine ganze Weile, denn nach ihrem Studium weiß sie nicht mehr, was sie mit ihrem Abschluss anfangen soll. Soll sie dem Drängen ihrer Eltern nachgeben und das nächstbeste Jobangebot ihres verhassten Schwagers Manfred annehmen, um diese zu besänftigen? Doch genauso läuft es bis jetzt immer in ihrem Leben: Lena tat das, was andere für richtig hielten. Insbesondere ihre Eltern vergleichen sie gerne mit anderen und egal wie viel Mühe Lena sich auch macht, es ist nie ausreichend. In einem einnehmenden Stil erzählt Pauline Keller die geistvolle Geschichte einer Außenseiterin, die von Menschen umgeben ist, die ihr alles andere als gut tun. Die Menschen, die sie überwiegend ihr ganzes Leben begleiten, haben deutliche Spuren auf Lenas Seele hinterlassen und sie geprägt. Für mich war es sehr aufschlussreich durch Lenas Geschichte zu erfahren, wie wir Menschen uns von anderen leiten lassen, ohne einige Dinge zu hinterfragen. Aber auch wie intensive Erlebnisse den Charakter formen. Während des Lesens kamen bei mir einige Fragen auf, weil Lena ein sehr konträres Leben zu meinem führt. Fragen wie: Warum umgibt sie sich immer mit denselben Menschen? Wieso lässt sie sich in ihr Leben reinreden? Warum hat sie so große Angst davor Menschen zu verlieren, die ihr nicht gut tun? Fragen über Fragen … Lena hat sie mir nach und nach beantwortet, wenn auch nicht immer zufriedenstellend. Die Protagonistin Lena war eine harte Nuss, die ich erst mit einiger Mühe geknackt habe. Nach den ersten 30 Seiten musste ich sogar eine kleine Pause einlegen, weil mich die leicht depressive Stimmung und die schwierigen Charaktere, die um Lena agieren, fast erdrückt haben. Nach 50 Seiten hatte ich dann meinen ersten Gefühlsausbruch und ich hätte Lena am liebsten höchstpersönlich aus dem Buch gezerrt und ihr eine Standpauke gehalten, dass sie sich doch bitte nicht alles gefallen lassen soll und besonders ihren enervierenden Eltern endlich einmal die Meinung sagen soll. Aber Lena war noch nicht so weit. Sie sollte erst noch ein paar andere, für mich sehr unterhaltsame Dinge erleben, die ihr nach und nach zeigen, wer sie selbst ist und wer ihr wahrer und unsichtbarer Gegner ist: sie selbst. Besonders Lenas Rückblicke in ihre Vergangenheit ließen mich verstehen, wie sie zu dem Menschen wurde, der sie heute ist und sich lieber mit anderen Personen beschäftigt, als mit sich selbst. Am Ende versöhnte ich mich mit ihr und konnte zufrieden das Buch schließen. "Die Luft da oben“ von Pauline Keller ist keine Geschichte für zwischendurch. Die interessante Charakterstudie einer jungen Frau, die den Sinn ihres Lebens sucht und dabei zu sich selbst findet, braucht konsequente Leser, die etwas anderes lesen wollen als kurzweilige und unbedeutende Romane. www.kathrineverdeen.blogspot.de

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