Die Luft da oben

von Pauline Keller 
4,0 Sterne bei33 Bewertungen
Die Luft da oben
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (27):
galerias avatar

Eine Geschichte über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Witzig und bewegend.

Kritisch (1):
katha_strophes avatar

Abgebrochen auf S. 75 - teils zusammenhangslose Geschichte und unerträglicher Schreibstil. Sehr enttäuschend!

Alle 33 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Luft da oben"

War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"?
Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin -. die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen.
Aufrichtig und mit schwarzem Humor erzählt "Die Luft da oben" von einer Außenseiterin. Es gelingt der Autorin, einen unsichtbaren Gegner sichtbar werden zu lassen - den mächtigsten Gegner, den ein junger Mensch haben kann: sich selbst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783735780621
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:22.04.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Mondplatzs avatar
    Mondplatzvor 2 Jahren
    Lenas Befreiungsschlag

    Lena hat es nicht leicht: Ihre Eltern schreiben ihr vor, wie sie sich zu verhalten und zu entscheiden hat, sie hat keine gute Freundin, schmerzhafte Erinnerungen an ihre Schulzeit und ein angeknackstes Selbstwertgefühl wegen ihrer 1,82 m Körpergröße. Zwar bin ich nicht so groß, vieles davon jedoch kenne ich selbst, und so konnte ich mich mit Lena identifizieren wie sonst nie mit den Protagonistinnen in Frauenromanen. Lena ist außergewöhnlich, keine Figur, sondern echt. Pauline Keller hat eine Person geschaffen, die in sich stimmig ist und die es für mich in der Art noch nicht vorher zu lesen gegeben hat. Mir hat Lenas Entwicklung geholfen: Wie sie nach und nach Stärke entwickelt und anfängt, sich zur Wehr zu setzen. Und wie sie ihr Klassentreffen nutzt, um ihren früheren Schulkameraden zu zeigen, dass aus ihr etwas geworden ist. Lena schafft es, sich zu befreien ... Das hat mich als Leserin berührt!

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    H
    hei_ke82vor 2 Jahren
    Ein tiefgründiges Lesevergnügen

    "Die Luft da oben" erzählt den Selbstfindungsprozess der 25-jährigen Lena knackig, kurzweilig und mit (Wort-) Witz. In vielen von Lenas Gedanken und Selbstzweifeln habe ich mich wiederfinden können, und so hat mich ihre Geschichte mitten ins Herz getroffen. Noch jetzt, nach der Lektüre, klingen Stellen des Buches in mir nach und lassen mich über mich selbst und mein Leben nachdenken:
    - Könnte ich mich nur auch einmal für ein Entweder entscheiden, ohne dann von der Angst aufgefressen zu werden, ob mir das fehlende Oder in der Zukunft das Genick brechen wird! (S. 71)
    - Ich habe schon viel zu oft aus Angst die sichere Seite gewählt. Ich will es alleine schaffen, aber ich brauche dazu euer Vertrauen! Glaubt an mich, damit ich an mich selbst glauben kann. (S. 168)
    - Was lebe ich also, als ob ich ewig Zeit hätte? Wenn man jemanden glücklich machen will, dann doch wohl sich selbst! (S. 241)
    Trotz Happy-End war ich wehmütig, als ich die letzte Seite umgeschlagen habe - so sehr ist mir Lena ans Herz gewachsen!

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    bookofmylifesinas avatar
    bookofmylifesinavor 3 Jahren
    Ein Buch, dass mich positiv überrascht und sehr überzeugt hat

    Inhalt:

    War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"?
    Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin -. die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen.

    Gestaltung:

    Mir gefällt das Cover & die Aufmachung des Buches sehr gut. Am Anfang wurde mir der Sinn hinter der Giraffe nicht ganz klar, aber während des Lesens habe ich bemerkt, wieso eine Giraffe als Cover gewählt wurde.

    Meine Meinung:

    Ich habe bei diesem Buch eine Geschichte erwartet, die mich gut unterhält und bei der ich mich entspannen kann. Genau das habe ich auch bekommen, aber dazu auch noch so viel mehr. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich Lena sehr mochte. Ich fand sie toll und deshalb war es gleich noch schöner das Buch zu lesen, weil Lena in dem Buch eine große Verwandlung hinlegt, für die ich sie echt nur bewundern kann.

    Zuerst einmal zu Lena: Lena versucht es allen anderen Recht zu machen und verliert dabei total aus den Augen, was sie eigentlich will. Ihr wurde schon früher klargemacht, dass sie nicht gut genug ist und sie plagen bis heute Selbstzweifel. Ihre Eltern, ihre Familie generell und ihre 'beste Freundin' sind ihr dabei auch keine Hilfe, denn sie sind auch nicht grade nett zu Lena, denn sie unterstützen Lena nicht bei dem, was sie eigentlich machen will, sondern halten ihr jeden Tag nur vor Augen, was sie falsch macht.

    Lena macht, aber durch das Klassentreffe in dem Buch eine große Veränderung durch. Dort will sie am Anfang eigentlich nicht hin, aber sie geht dann doch und dadurch ändert sich alles. Schon im Laufe des Buches macht Lena Fortschritte, aber durch das Klassentreffen werden ihr Sachen vor Augen geführt mit denen sie niemals gerechnet hätte, was alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Dadurch merkt Lena, dass sie so nicht mehr weitermachen will und entwickelt sich weiter und genau diese Entwicklung, erst Recht gegen die Menschen, die ihr immer nur Schlechtes wollten, hat mir sehr gut gefallen. Das Ende konnte ich so zwar schon ahnen, aber es hat mir trotzdem sehr gefallen.

    Lena hat auch einen Freund, Christian, den ich sehr mochte und der Lena auch unterstützt, leider kam er für meinen Geschmack etwas zu kurz, was ich sehr schade fand. Die anderen Nebenpersonen mochte ich mal mehr und mal weniger, aber man konnte genau merken, welche Personen sympathisch und welche unsympathisch sein sollten. (:

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch, bis auf ein paar kleine Schwächen, sehr gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter, denn man wird bei dem Buch unterhalten, aber lernt gleichzeitig auch ein paar Lektionen fürs Leben. (:

    Fazit:

    4 von 5 Sternen. Ein Buch, dass mich wirklich positiv überrascht hat und eine sehr überzeugende Protagonistin hat.

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    Gospelsingers avatar
    Gospelsingervor 3 Jahren
    Den eigenen Weg finden

    Eigentlich könnte Lena zufrieden sein. Sie hat gerade die letzten Prüfungen ihres Studiums erfolgreich hinter sich gebracht. Grund genug, mit der Familie im „Napoli“ den Erfolg zu feiern.
    Die Eltern allerdings sind enttäuscht. Ihre Tochter hat seit geschlagenen zwei Stunden ihren Abschluss und noch keine Arbeitsstelle vorzuweisen! Grund genug, sie in Grund und Boden zu kritisieren. Was dem widerlichen Schwager Manfred Auftrieb gibt. Und dann bekommt Lena auch noch detaillierte Anweisungen, wo sie sich gefälligst zu bewerben hat.

    Grund genug, sich bei der besten Freundin auszuheulen. Die allerdings eingeschnappt ist und Lena unterstellt, sich wegen ihres abgeschlossenen Studiums als etwas Besseres zu sehen.
    Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, warnt der Arzt, Lena solle Kinder gebären, bevor sie 30 wird, um Brustkrebs zu verhindern.

    Lediglich ihr Freund Christian ist eine Stütze für Lena, so wie es früher ihr Opa war.
    Schließlich bekommt Lena auch noch eine Einladung zum Klassentreffen. Sehr verlockend ist die Aussicht, diejenigen wiederzutreffen, die sie damals wegen ihrer Größe (1,82m) ausgegrenzt haben, nicht. Aber Lena nimmt ihren Mut zusammen und geht hin. Zum Glück, denn auf dem Treffen erfährt sie etwas, was ihr Leben verändert.

    Lena hätte ich zwischendurch gern ein wenig durchgeschüttelt, damit sie sich nicht so viel gefallen lässt. Aber wenn man in dieser Situation steckt, die ich aus eigener Erfahrung auch kenne, ist Widerstand nicht so einfach. Der geballten Familienkraft entkommt man nicht so leicht.
    Starke Persönlichkeiten schaffen es irgendwann, und so ist die Geschichte von Lena die Geschichte einer starken Frau, die ihren Weg gegen alle Widerstände findet. Die es lernt, auch einmal Nein zu sagen. Die ihren Träumen folgt.

    Der Roman ist witzig und locker geschrieben und liest sich gut weg, trotz des ernsten Themas. Mangelndes Selbstbewusstsein, Druck von der Familie, falsche Freunde und Probleme mit den gängigen Schönheitsidealen sind allgegenwärtig, vor Jahrzehnten ebenso wie heute. Und nach wie vor braucht es Kraft, sie zu überwinden.

    Dieses Buch ist eine richtig schöne Mutmach-Geschichte.

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    Lese_Lenis avatar
    Lese_Lenivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Humorvoll, locker und mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit
    Pauline Keller erzählt von Lena, der 'langen Latte', die sich selbst zum größten Feind wird

    Erste Sätze


    Was bin ich dämlich! Hatte ich wirklich geglaubt, ich bräuchte mich bloß mehr anstrengen und dann wäre dieses mal alles anders?


    Inhaltsbeschreibung 


    War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"?
    Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin - ... die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen.


    Meine Meinung


    Seit langem war "Die Luft da oben" mal wieder ein Buch, bei welchem ich mir selbst nach dem Lesen des Klappentextes nicht vorstellen konnte welche Art von Geschichte mich erwarten würde. Einer der Gründe, warum ich mich entschieden habe dieses Buch zu lesen, war jedoch, dass ich mich sofort sowohl mit dem Titel als auch mit der Inhaltsbeschreibung identifizieren konnte, denn wie die Protagonistin auch, bin ich mit meinen 1,80 Meter auch eine 'lange Latte' :D 

    Im Gegensatz zu mir, hat Lena schwer mit ihrer Größe zu kämpfen. Gehänselt, ausgegrenzt und von allen fertig gemacht, stiefelt sie mit jeder Menge Selbstzweifel durchs Leben. Dass sowohl ihre Familie, als auch ihre "beste Freundin" nicht hinter ihr stehen, macht es ihr nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Sie machen ihr das Leben zur Hölle. Der einzige Mensch auf den sie sich verlassen kann und der nicht immer alles besser weiß, ist ihr Freund Christian. 


     "Christian war das ganze Paket! Der Mann, den ich mir erträumt hatte, und wenn ich mit ihm zusammen war, fing ich sogar an, mich selbst ein bisschen zu mögen." Seite 44


    Von Selbst- und Fremdzweifel geplagt, hat Lena immer mehr das Gefühl eine Versagerin zu sein. Aber was tun? Den Erwartungen der Eltern gerecht werden oder einen eigenen Weg einschlagen? Lena weiß es nicht, genauso wenig wie welche Menschen gut und welche schlecht für sie sind. Zwischendurch möchte man sie am liebsten an den Schultern packen und ein paar mal kräftig schütteln! Schulter zurück, Brust raus und glaub, verdammt noch mal, an dich!!!! 


    "Das Leben schon mal nicht so ernst nehmen. Keine Angst soll ich haben, sondern vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen soll. Mein Bestes geben, dann darf ich stolz auf mich sein, egal wie das Ergebnis aussieht" Seite 107 


     Lenas Geschichte hat mich sehr schockiert und getroffen. Wie kann man sich selbst so wahrnehmen? Wie kann man so wenig von sich selbst halten? Um so schöner fand ich es, dass sie durch verschiedene schicksalhafte Umstände, beginnt sich ihren Weg freizuschaufeln.



     Fazit


    Humorvoll, locker und mit der richtigen Portion Ernsthaftigkeit erzählt Pauline Keller von Lena, der 'langen Latte', die sich selbst zum größten Feind wird.


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    Nimmer_Satts avatar
    Nimmer_Sattvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist ein humorvoller Roman gepaart mit jede Menge Tiefgang.
    Ein nettes Häppchen für Zwischendurch

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    BonnieParkers avatar
    BonnieParkervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich interessanter Debütroman über ein schwieriges Thema, der nicht für jeden geeignet ist.
    Ein bewegender Debütroman

    Dieses Buch hat ein interessantes Cover von dem sich zunächst nicht auf den Inhalt schließen lässt, außer das es mit Höhe zu tun haben muss. Wenn man den Klappentext liest erschließt sich bei der Körpergröße von 1,82m der Hauptprotagonistin schnell der Zusammenhang. Aber so ganz genau war mir dann immer noch nicht klar, was mich erwarten würde.
    Um in dieses Buch rein zukommen habe ich nicht allzu lange gebraucht. Die Autorin hat einen angenehmen und leichten Schreibstil, der mir oft aus der Seele sprach. In vielen Szenen habe ich Parallelen gefunden und geschmunzelt. Aber auch oft stimmten mich einige Situationen nachdenklich. Ich muss sagen, dieses Buch war keine leichte Kost. Ich muss ehrlich sagen, die Autorin hat sich hier an ein schwieriges Thema gewagt.
    Selbstzweifel und ein niedriges Selbstwertgefühl kennen sicher alle mal von uns, der eine mehr der andere weniger. Wie es dann noch ist, wenn auch die Familie einen unter Druck setzt und an einen immer was rumzumeckern hat, wird hier wirklich eindrucksvoll geschildert. Welche Gedanken einen Menschen in solch einer Situation begleiten, wie er damit umgeht und wie sie auf einen wirken wird hier wirklich gut an Lena veranschaulicht.
    Wie sehr unser Blick auf uns selbst durch Einflüsse von außen gesteuert wird und wie wichtig die Akzeptanz im sozialen Umfeld für uns ist erfährt der Leser durch dieses Buch.
    Ich muss aber auch sagen, dass ich es nicht Personen empfehlen würde, die selbst schon an einem geringen Selbstwertgefühl oder an Depressionen leiden. Ich denke diese könnten durch diesen Roman auch negativ beeinflusst werden.
    Ich fand das Debüt von Pauline Keller gut geschrieben und ich fand es mutig von ihr sich diesem Thema zu widmen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die positiven und negativen Gedanken und Geschehnisse sich die Waage halten. Hier kam mir die optimistische Seite leider ein wenig zu kurz. 

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    Diiiamond93vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für Leser, die sich für die Thematik "Selbstfindung" interessieren, ist dieses Buch empfehlenswert.
    Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstfindung

    Lena (25), die eine erstaunliche Größe von 1,82 m hat, hat gerade ihr Studium beendet und möchte nun eine Auszeit nehmen, um heraus zu finden, was sie denn nun machen möchte. Während ihr Freund ihr unterstützend zur Seite steht, kann ihre Familie diese Entscheidung überhaupt nicht verstehen und auch nicht akzeptieren. Sie wird sogar als Faulenzerin beschimpft und ständig von ihren Eltern mit anderen verglichen. Und dann steht auch noch das Klassentreffen an, dass sie an ihre elende Schullaufbahn erinnert und die Selbstzweifel wieder hoch kommen lässt.

    Wir alle kennen das doch sicherlich, diese Selbstzweifel, die sich manchmal in unsere Gedanken schleichen. Wer bin ich eigentlich? Habe ich den richtigen Beruf gewählt? Das richtige Fach studiert? Bin ich zu klein? Bin ich zu groß? Bin ich zu dick? Lena, die Protagonistin von "Die Luft da oben" wurde schon immer wegen ihrer Größe von 1,82 m aufgezogen. "Lena, na, wie ist heute die Luft da oben?", solche Fragen und andere doofe Sprüche musste sie sich immer wieder gefallen lassen. Kein Wunder also, dass es ihr an Selbstbewusstsein mangelt und sie sich von anderen so einiges gefallen lässt.

    Mir hat das Buch relativ gut gefallen. Ich mochte die Protagonistin Lena und bin mir sicher, dass sich viele Personen mit ihr identifizieren können. Sie ist ein interessanter Charakter, der meiner Meinung nach aber auch noch mehr ausgebaut hätte werden können. Ihre Entwicklung vom Mädchen, dass sich alles gefallen lässt, zur Frau, die auch mal ihre Meinung sagt und macht, was sie machen möchte, war zwar schön mitzuerleben, aber ging mir persönlich etwas zu schnell. Dennoch habe ich Lena gerne auf ihrem Weg begleitet.

    Von den weiteren Charakteren mochte ich eigentlich nur Lenas Freund. Er war richtig süß und hat sie unterstützt, wo er nur konnte. Dahingegen fand ich ihre Familie einfach nur schrecklich. Ständig haben sie sich beschwert und an Lena rumgenörgelt, anstatt ihr zur Seite zu stehen. Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas schwierig. Ich weiß nicht genau, woran es letztendlich lag, aber irgendwie habe ich beim Lesen immer wieder gestockt. Alles in allem war dieses Buch jedoch eine nette Abwechslung für zwischendurch!

    FAZIT:
    Der Roman "Die Luft da oben" hat mir relativ gut gefallen. Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstfindung, witzige Szenen und ernste Themen haben diesem Buch Würze gegeben, auch wenn es für mich einige Mängel gab. Für Leser, die sich für die Thematik "Selbstfindung" interessieren, ist dieses Buch empfehlenswert.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman über eine junge Frau, die zu sich selbst finden muss. Hat mich nicht unbeeindruckt gelassen hat, aber hat noch "Luft nach oben"
    Selbstfindung

    Meine Meinung: 
    Die liebe Pauline Keller hat mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich ihren Roman gerne lesen möchte und nachdem ich in die Leseprobe reingelesen habe, sagte ich gerne zu. Leider habe ich das Buch dann doch viel zu lange hier ungelesen liegen lassen, aber nun habe ich meine Rezension zu diesem Buch, das mit dem herrlichen lustigen Cover auffällt und eigentlich Fröhlickeit versprüht.

    Fröhlich fand ich diesen Roman allerdings ganz und gar nicht! Mir hat er teilweise ziemlich zugesetzt und mich heruntergezogen, denn unsere Hauptprotagonistin Lena wird von ihrer Umgebung eigentlich in jeder Weise nur schikaniert und mies behandelt.
    Dabei hat Lena gerade ihr BWL-Studium bravurös gemeistert und abgeschlossen und hat ihren wundervollen Freund Christian. Eigentlich müsste sie glücklich sein, doch da sind zuerst ihre eigenen Zweifel, was sie nun nach ihrem Studienende weiter machen will. Sie kann sich noch nicht dazu entscheiden in eine bestimmte Richtung zu gehen - zum vollen Unverständis ihrer Eltern. Diese halten ihr vor, dass ihr Studium nur Zeitverschwendung war und sie längst etwas "Gescheites" hätte lernen können. Außerdem hätte sie doch bereits genügend Zeit gehabt sich bei Firmen zu bewerben. Dann schlägt ihre Mutter auch noch vor als Buchhalterin beim Mann ihrer Schwester zu arbeiten, doch Lena will nicht Buchhalterin werden und schon gar nicht in Walters Firma. Dieser Walter ist ein richtiger "Ungustl", wenn man es mal so auf österreichisch audrücken darf! Ein Mann, der mir schon nach wenigen Minuten einen dicken Hals beschert und den ich am liebsten meine Meinung sagen würde.
    Nicht nur ihre Eltern und Schwager Walter wissen besser als sie, was sie zu tun hätte, sondern auch ihre angeblich "beste" Freundin Verena, die sie nur beschimpft und ausnutzt. Lena ist seit Jahren in diesem Kreis aus Anforderungen gefangen, denn seitdem sie die ungewöhnliche Größe von 1m 82 cm erreicht hat, knabbert sie an ihren Selbstzweifeln und hat null Selbstvertrauen. Sie leidet unter ihrer Größe und den gut gemeinten Sprüchen wie "Na, wie ist denn  die Luft da oben?"
    Und dann bekommt sie noch eine Einladung zum Klassentreffen, die ihre Mutter in ihrem Namen selbstverständlich bereits angeommen und zugesagt hat. Doch Lena fürchtet sich vor den Hänseleien der anderen und was diese wohl bereits geleistet und geschafft haben werden....

    Der Lebensumstand unserer Hauptprotagonistin hat mich nicht nur wütend, sondern auch traurig gemacht und ich habe mich immer wieder gefragt, wann sie sich endlich von all diesen Menschen löst, die ihr nicht gut tun! Einzig Cristian ist ihr Fels in der Brandung und hält immer zu ihr....ein wahrer Mann und Freund. Doch dieser ist in diesem Roman wirklich der Einzige. Verstehen konnte ich Lenas geringes Selbstbewusstein, denn wenn man Jahre vorgekaut bekommt, was man nicht alles hätte besser machen können und man nur ein Versager ist, dann glaubt man das auch eines Tages. Trotzdem hätte ich sie liebend gerne geschüttelt und gefragt, wann sie endlich ihr eigenes Leben lebt und in die Hand nimmt.

    Und dann - Gott sei Dank - ändert sich Lena doch noch eine kleines bisschen und Schuld daran ist das gefürchtete Klassentreffen...
    Das Ende und Lenas Wandlung kam mir dann etwas zu schnell und konnte mich nicht ganz überzeugen.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil passte meiner Meinung nicht ganz zu der allumfassenden drückenden Stimmung im Roman, denn dieser ist sehr jugendlich, flapsig und lebhaft. Er ist auch sehr dialoglastig, jedoch mochte ich die Ausdrucksweise nicht immer. Ebenso wirkte er manchmal sehr unruhig auf mich.

    Fazit:
    Eine Geschichte, über eine junge Frau, die zu sich selbst finden muss. Ein Roman, der mich nicht unbeeindruckt gelassen hat, der aber noch "Luft nach oben" hat ;)

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    Anchesenamuns avatar
    Anchesenamunvor 3 Jahren
    Rezension: "Die Luft da oben" (P. Keller)

    Zum Inhalt:

    Die 25jährige Lena hat gerade erfolgreich ihr BWL-Studium beendet und versucht herauszufinden, was sie eigentlich vom Leben möchte. Ihr Freund Christian unterstützt sie hierbei, doch da ist er auch der Einzige. Lenas Familie hat nichts Anderes als Vorwürfe für sie übrig, und ihre "beste Freundin" Verena macht ihr eine Szene nach der anderen.

    Dabei ist Lenas Selbstbewusstsein sowieso schon seit Langem im Keller. Seit der Pubertät leidet sie unter ihrer Körpergröße von 1,82 m. Hässlich, ja regelrecht abartig findet sie sich damit! Und dann meldet ihre Mutter sie auch noch zu diesem Klassentreffen an, vor dem sich Lena am liebsten drücken würde...

    Meine Meinung:

    Meist kämpfen Frauen in der Literatur ja eher mit ihrem Übergewicht. Eine Protagonistin, die unter ihrer Körpergröße leidet, ist mal etwas Anderes. Aber für mich war der optische Makel hier sowieso nur zweitrangig, denn es wird schnell klar, dass die wahren Gründe für Lenas Selbstzweifel und Selbsthass weniger an ihrem Aussehen selbst liegen, sondern daran, wie ihr Umfeld sie behandelt.

    Mit Ausnahme ihres Freundes Christian ist sie eigentlich nur von A-Löchern umgeben. Ihre Eltern wollen ihr vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat und machen ihr einfach für alles Vorwürfe. Wie stark Lenas Mutter auf die Meinung der ätzenden Tratsch-Nachbarin fixiert ist, ist nahezu krankhaft. Kein nettes Wort fällt zwischen den Familienmitgliedern, im Gegenteil. Lenas Schwager Manfred schießt sicherlich den Vogel ab und ist hier die unsympathischste Figur unter vielen. Er ist feist und unverschämt und hat wirklich kein Fünkchen Liebenswürdigkeit an sich. Er beleidigt Lena in einer Tour und behandelt seine Frau wie eine Dienstmagd. Mein Mitleid für Lenas Schwester hielt sich jedoch in Grenzen, da sie auch nur auf ihrer kleinen Schwester herumhackt, selbst dann noch, wenn Lena ihr verbal zur Hilfe gegen Manfred eilen will. Eine ätzendere Familie könnte ich mir persönlich nicht vorstellen.

    Dazu kommen noch weitere Nebenfiguren, die der Protagonistin das Leben schwer machen. Allen voran Lenas „beste Freundin“ Verena, an der man wirklich beim besten Willen nichts Positives finden kann. Sie ist extrem egozentrisch und tyrannisiert Lena. Bei Verenas Ausrastern dachte ich mir, von Familie kann man sich schwer trennen, aber dass Lena schon seit der Schule mit diesem Monster befreundet ist, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Hier war ich dann auch von Lena sehr genervt, die sich jahrelang so vieles gefallen ließ und sich auch noch schlecht fühlte bei all den lächerlichen und unangemessenen Vorwürfen ihrer „Freundin“. Dass Lena dann endlich einen Schnitt machen konnte, hat mich gefreut, aber es hat mich auch etwas gewundert, dass das noch so vielen Jahren dann doch plötzlich so schnell geht.

    Daneben gibt es noch eine beleidigende Schwiegermutter in spe, der Lena nicht gut genug ist (aber gut genug, um ihr Enkel zu gebären…), ein spinnerter Frauenarzt, der Lena allen Ernstes dazu drängt, endlich mal mit dem Kinderkriegen anzufangen, um einer späteren Brustkrebserkrankung vorzubeugen sowie eine tratschsüchtige Nachbarin, die eine Spitze nach der anderen von sich gibt.

    Welch eine Wohltat ist dagegen Freund Christian, der wenigstens im Gegensatz zu Lena auch mal den Mund aufmacht, wenn es ihm reicht. Und auf dem Klassentreffen gibt es dann auch glücklicherweise noch Menschen, die gegenüber Lena nett sind.

    Mein Hauptkritikpunkt an Lenas Geschichte ist der, dass sie sich 25 Jahre lang so von allen unterbuttern lässt und dann plötzlich innerhalb einiger Tage/Wochen einen starken Wandel vollzieht. Es sei ihr ja gegönnt, aber diese Entwicklung kam mir zu schnell und deshalb auch zu oberflächlich daher. Auch die Erkenntnis beim Klassentreffen, dass sie ihren Beliebtheitsgrad zu Schulzeiten völlig falsch eingeschätzt hat, fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen. (Da ich nicht spoilern will, führe ich dies nicht genauer aus.)

    Auch mit dem Schreibstil war ich nicht gänzlich zufrieden. An und für sich hat sich das Buch schnell gelesen, aber ich empfand den Stil als sehr unruhig mit vielen Einschüben bzw. Satzzeichen (v. a. Ausrufezeichen) mitten in den Sätzen. Und es gab doch wirklich einige Formulierungen, über die ich gestolpert bin, wie z. B.:

    - "Ich bemühe mich um eine aufrechtere Körperhaltung, als wonach mir eigentlich zumute ist."

    - "Ich nicke ihr dankend in die Augen."

    - "Und danach - schluck! - wackelt mir's Gestell."

    Hier wäre es sinnvoll, für weitere Auflagen noch einmal jemanden Korrektur lesen zu lassen.

    Da ich selbst Fränkin bin, habe ich mich sehr gefreut, dass Lenas Geschichte quasi bei mir um die Ecke spielt und fühlte mich natürlich mit dem einfließenden fränkischen Vokabular vertraut. Aber da die Figuren an sich keinen Dialekt sprechen, hätte ich Dialektworte wie „Spätze“ oder „‘rüber und ‘nüber“ dann auch konsequent weggelassen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

    Gut hingegen fand ich die innere Zerrissenheit von Lena. Ihre Gedanken und inneren Monologe geben sehr gut wieder, wie sich jemand fühlt, der ein kaputtes Selbstbewusstsein hat – diese Selbstzerfleischung und diese furchtbar verzerrte Wahrnehmung, die man selbst von sich hat. Die Autorin hat diese Problematik des Selbsthasses gut dargestellt. Ich denke, Lenas Geschichte ist vor allem interessant und ggf. sogar hilfreich für Menschen mit geringem Selbstbewusstsein. Leser, die Lenas Selbsthass nicht nachvollziehen können, könnten hingegen schnell von ihr genervt sein.

    Alles in allem ist "Die Luft da oben" ein Debütroman mit einigen Mängeln, aber guten Ansätzen. Ich freue mich auf Neues von dieser Autorin!

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