Aleph

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Inhaltsangabe zu „Aleph“ von Paulo Coelho

Innehalten. Nachdenken. Träumen. Sich ausprobieren. Sich neu entdecken. Wach werden. Wagen. Handeln. Gewinnen. Mit ›Aleph‹ beginnt Ihr Leben neu!

Obwohl ich Paulo Coelho mag, konnte ich mit diesem Buch nichts anfangen und habe es nicht bis zum Ende gelesen.

— Lumaca
Lumaca

Eines meiner Lieblingsbücher von Paulo. Voller Lebensweisheiten und Seiten, die einen im Leben inspirieren und weiter bringen.

— cheshirecatannett
cheshirecatannett

Ein echter Coelho - liebevoll, konzentriert, weise und besonders lesenswert für alle, die mehr wissen wollen über sich und "das Leben".

— Dagmar_Urban
Dagmar_Urban

Jakobsweg mal anders. Mir ist dieser Coelho zu esoterisch und verworren. Ich kann ihm nicht denselben Zauber abgewinnen wie dem Alchimisten.

— SofiaR
SofiaR

War leider gaaaar nicht mein Fall.

— BelleBurtonesque
BelleBurtonesque

Das kleine und das große Aleph. Eher kleiner und großer - sehr großer - Stuss! Geht gar nicht.

— Queenelyza
Queenelyza

Eine ziemlich unglaubwürdige Geschichte. Attraktive, merkwürdige junge Frau schmachtet alten Mann an. Puh ...

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

Genauso hochtrabend wie man es von Coelho gewohnt ist.

— Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer

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  • Zwischen den Welten in der Transsibirischen Eisenbahn

    Aleph
    Dagmar_Urban

    Dagmar_Urban

    23. August 2016 um 13:01

    Eine Stargeigerin folgt einem Schriftsteller auf seiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Im Aleph, einem Paralleluniversum ohne Zeit und Raum, erkennt er, dass sie sich aus einem früheren Leben kennen. Sie ist der Schlüssel zu seiner dunklen Seite und hilft ihm, eine alte Schuld zu bewältigen.  

  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    bernauerin

    bernauerin

    wenn es tatsächlich coelhos "autobiographischstes" buch ist, dann sieht man daran wohl, dass es nicht genügt, eigene erlebnisse zu schildern, um ein wirklich gutes buch zu schreiben. die handlung (auf zwei zeitebenen) wirkt immer wieder zu konstruiert und man wartet immer auf eine art höhepunkt, an dem sich das wirklich entscheidende ergeignis einstellt, aber der konflikt zwischen den beiden hauptfiguren beschränkt sich dann auf einen faustschlag ins gesicht, der ein wenig blutvergießen auslöst.
    dass sich durch die reise das leben des protagonisten geändert hat, mag ja sein, aber damit sich das leben des lesers durch die lektüre auch ändert, so wie es schlaue vermarktungsstrategen ankündigen, müsste tiefer geschürft werden. "der alchimist" öffnet wirklich eine neue sichtweise, aber "aleph" scheint mir so heruntergeschrieben, ziemlich konzeptlos, inhaltlich wie formal.
    das buch ist stellenweise recht spannend und liest sich leicht, aber nach der lektüre macht sich doch enttäuschung breit. war das wirklich alles?

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  • Leider eine Enttäuschung

    Aleph
    Pooly

    Pooly

    20. May 2013 um 15:21

    Paulo Coelho, das ist wohl ein Name, den sehr viele Menschen kennen, denn dieser Autor zählt zu den bekanntesten der Welt. Trotzdem ist "Aleph" das erste Buch, das ich von ihm lese und das ich auch mit sehr hohen Erwartungen begonnen habe. Eine Reise auf der Suche nach sich selbst - das klingt nach einer interessanten Erfahrung und weil ich hier die Möglichkeit haben sollte, gleichzeitig noch etwas über den Autoren zu erfahren, schien dieses Buch genau das Richtige für mich zu sein.Leider wurden meine Erwartungen aber enttäuscht. Generell hat das Buch einen sehr harmonischen und flüssigen Schreibstil und auch die Länge der Szenen fand ich sehr angenehm. Den generellen Gedanken und die Idee mit der Transsib fand ich dabei schon von vorn herein sehr toll, weil eine Reise in sich selbst manchmal auch nur funktioniert - und da stimme ich dem Autoren zu - wenn man sich vom Bekannten löst und nicht nur das Unbekannte in der Welt, sondern gleichzeitig auch in sich selbst sucht. Die Entwicklung der verschiedenen Charaktere, die ihn während dieser Reise begleiten hat mir ebenfalls gut gefallen, man spürt, wie die Atmosphäre von genervt und angespannt wechselt und man sich sogar an das ewige Ruckeln des Zuges gewöhnt, es sogar fast schon vermisst, wenn man einen Zwischenhalt einlegt und wieder "festen Boden" unter den Füßen hat. Der Roman hat mir auf jeden Fall Lust auf eine ebenso große Reise gemacht.Leider gibt es neben diesen positiven Fakten aber auch vieles, das mich weniger angesprochen hat. Im Vordergrund die Philosophie und die Weltansicht des Autoren. Was ich anfangs noch als interessant empfand, wurde im Laufe der Zeit mit dem Lesen immer müßiger. Ich verstehe und toleriere die Meinung eines jeden, was den Glauben betrifft und auch die Gedankengänge des Autoren konnte ich in diesem Buch zumindest verstehen, auch wenn ich auf vielen Ebenen nicht gleicher Ansicht bin wie er. Was mich aber massiv gestört hat war, dass er eben genau diese Gedanken und diese Weltanschauung nicht als seine eigenen Ansichten vermittelt hat, sondern als vollkommene Wahrheit dargestellt hat - es wirkte teilweise bei seinen Reden schon fast, als empfände er sich selbst als Propheten oder etwas in der Richtung. Dem Leser wird nicht selbst überlassen, ob er die Lehren dieses Buches annimmt, sie werden ihm nahezu aufgezwängt, es gibt keinen Zweifel an dem, was Coelho sagt und dabei wirkt er immer mehr belehrend und zurechtweisend - den ganzen Roman über. Das hat mir während des Lesens ein sehr unangenehmes Gefühl beschert, denn ich bin jemand, der gern selbst denkt, der für sich selbst entscheidet, ob er Aussagen als wahr annimmt und ihnen zustimmt, oder eben nicht. Dafür bietet dieses Buch nicht den geringsten Platz.Zu dieser belehrenden Grundstimmung des Werkes kommt das Umfeld, das ich selbst einfach als unglaubwürdig empfunden habe. Immer, wenn er beginnt, seine Reden über das Leben, all unsere Wiedergeburten und Gott zu schwingen, gibt es nie den leisesten Anflug von Diskussionen, die hier entstehen würden, im Gegenteil, alle hängen wie gebannt an seinen Lippen und wundern sich nicht einmal über die abstrusesten Gedanken, die er äußert. So entstanden in meinen Augen sehr aufgesetzte, seltsame bis teilweise paradoxe Szenen, die ich dem Autoren einfach nicht abkaufen konnte. Beispielsweise als er einem Fremden gegenüber etwas über Hilal erzählt und darüber, dass er sie schon seit über 500 Jahren lieben würde - und nicht einmal dieser Fremde etwas dazu sagt oder überrascht reagiert.Der Autor als "Protagonist" in diesem Werk wirkte aufgrund des allwissenden Tones, den er immer wieder anschlug zuletzt einfach sehr unsympathisch, besonders in Szenen wie der, als sein Übersetzer mit ihm zu einem Schamanen fährt, um ein spirituelles Ritual durchzuführen und Coelho nur keine Lust darauf hat, weil er der Meinung ist, er wüsste sowieso schon alles, was dieser Schamane auch wüsste. Die teilweise schon überhebliche Grundeinstellung des Autoren hat mir zusätzlich den Lesespaß genommen. Selbstverständlich ist Paulo Coelho ein unglaublich erfolgreicher und auch kluger Mann, das möchte ich hier gar nicht anzweifeln. Er hat sehr viel erreicht - mehr als sich andere von uns erträumen können und ich bewundere ihn auch dafür, dass er so fest zu seinem Glauben und seinen Ansichten steht. Trotzdem ist mir die zurechtweisende Art, in der er eben diese Weltanschauung vermittelt, nicht sehr sympathisch. Abschließend zitiere ich Kai Meyer: "Ich würde niemals (wieder) Paulo Coelho lesen, weil er das literarische Äquivalent zu jemandem ist, der an meiner Tür klingelt und mir weismachen will, dass mein Leben nicht gut genug ist - er mir aber erklären kann, wie's richtig geht. Und die Hand dafür aufhält. Oder beide."

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Vinschen

    Vinschen

    31. January 2013 um 18:43

    Ein Schriftsteller trifft eine junge Geigerin. Eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und ein "Ort", den man das "Aleph" nennt. Eine verworrene Geschichte mit langweiligen Lebensweisheiten, diffusen Zeit- und Raumreisen - ein fürchterliches Buch, das wahrscheinlich autobiographische Erlebnissen des Autors widerspiegelt.
    Coelhos Romane sind entweder richtig gut, oder furchtbar - die letzten leider letzteres!

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    leserin

    leserin

    19. December 2012 um 21:45

    war mir zu esoterisch

  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    MvK

    MvK

    31. October 2012 um 23:23

    Gerade die ersten 80 Seiten jedoch sind langatmig und verwirrend. Paulo kommt nicht auf den Punkt, seine Botschaft bleibt im Dunkeln, was er mit diesen eher "langweiligen" Ereignissen aussagen will. Ich glaube nicht, dass dies seine Absicht war - den Leser bewusst zu verwirren -, denn ich war kurz davor, dass Buch alsbald auf die Seite zu legen, um ein anderes zu beginnen. Also Geduld mitbringen!
    Lesenswert ist das Buch trotzdem auch wenn es nicht an seine Werke wie 'Veronika beschließt zu sterben', oder 'Elf Minuten' herankommt!
    Ich musste mich schon lange nicht mehr so sehr durch ein Buch quälen, weshalb ich es nicht weiter empfehlen kann. Dies ist wirklich nur Kost für die hartgesottenen Esoteriker und Spirituellen unter uns. Einzig Top ist die "Nebenhandlung", eben die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn.

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Cosifan

    Cosifan

    23. July 2012 um 14:05

    Dieses Buch handelt vordergründig von einer Reise mit der transsibirischen Eisenbahn, eigentlich geht es aber um die Aufarbeitung von Schuld, die der Autor in einem früheren Leben auf sich geladen haben will. Ich fand das Buch geradezu wirr, schlecht geschrieben, häufig zusammenhanglos, mich hat es überhaupt nicht angesprochen. Ich glaube, man muss sehr esoterisch veranlagt sein, um dem Inhalt etwas abzugewinnen. Immerhin habe ich es durchgelesen, deshalb vergebe ich einen Punkt.

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    10. April 2012 um 14:29

    Dies war mein erster Coelho. Und dieser Autor spaltet die Leserschaft: entweder liebt oder haßt man ihn. Ich zähle nun mehr wohl eher zu den Letzteren.

    "Aleph" ist das neueste Werk von Coelho und wohl sein autobiografischstes. Laut eigener Aussage haben die geschilderten Erlebnisse genau so stattgefunden.

    Der Ich-Erzähler begibt sich in einer Sinnkrise auf Autorenreise nach Asien und reist mit der Transsibirischen Eisenbahn. Er will die Reise nutzen, um wieder zu sich selbst zu finden. Das er hierbei allerlei seltsamen, aber auch freundlichen Menschen begegnet, liefert einen gewissen Stoff als Grundlage für das Buch.

    Doch Coelho ergeht sich vor allem in seiner Begegnung zu einer jungen Musikerin, die er bereits zu kennen glaubt, obwohl sie um so vieles jünger ist als er. Und siehe da - er ist ihr wirklich schon einmal begegnet: in einem früheren Leben, auf einer Metaebene. Und er hat etwas wieder gut zu machen, denn bei ihrem ersten Zusammentreffen hat er Unrecht an ihr getan.

    Für mich wirkte der ganze Plot doch sehr weit hergeholt und mystisch. Coelho findet eine doch sehr abstruse Begründung für die Anziehung, die er zu der jungen Frau Hilal empfindet und die sehr grenzwertig an einer Affaire vorbeischrammt.

    Ich wurde überhaupt nicht warm mit dieser Geschichte und der Sprecher Sven Görtz liest das ganze auch noch so monoton, dass beim Hören meine Gedanken oft abschweiften. Wer auf philosphisch-esoterische Ergüsse steht, dem sei das Buch empfohlen. Für alle anderen: Finger weg!

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    steffchen3010

    steffchen3010

    25. March 2012 um 05:27

    „Unser Leben ist eine einzige Reise, von der Geburt bis zum Tod. Die Landschaft verändert sich, die Menschen verändern sich, unsere Bedürfnisse wandeln sich, aber der Zug fährt immer weiter. Das Leben ist dieser Zug, nicht der Bahnhof. Und was du im Moment tust, hat nichts mit Reisen zu tun. Du wechselst lediglich die Landschaft, und das ist etwas vollkommen anderes."
    -
    Zitat, Seite 20
    -
    Ein Schriftsteller (scheinbar Coelho selbst) begibt sich auf eine große Reise. Er entscheidet sich zu einer Art „Lesereise“, auf der er mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau bis Wladiwostok 9288,2 km zurücklegt. Auf dem Weg durch Russland erhofft er sich, das verloren geglaubte Feingefühl für sein Leben wieder zu erlangen und dadurch erneut König „seines Reiches“ zu werden.
    Vor Antritt der Reise trifft er auf die 21-jährige Stargeigerin Hilal, die sich ihm quasi aufdrängt. Während er sich anfangs noch von ihr bedrängt fühlt und ihre scheinbaren Gefühle für ihn nicht erwidern kann, bemerkt er, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.
    -
    Im einem Zeitloch in der Mitte eines Wagons geraten sie gemeinsam ins Aleph, einem Paralleluniversum, in dem es möglich zu sein scheint, in die Vergangenheit zu reisen. Man schenkt dem Schriftsteller die Chance, vergangene Momente Revue passieren zu lassen und für begangene Fehler Buße zu tun. Fehler, die auf seinem Leben lasten und die es ihm unmöglich machen, das Jetzt und Hier in seiner Ganzheitlichkeit zu erleben.
    Je länger die beiden Reisenden miteinander unterwegs sind, desto inniger wird ihr Verhältnis. Ein Verhältnis, das ihnen nicht nur helfen wird, mit Vergangenem abzuschließen sondern auch ihren eigenen Weg zu finden.
    -
    *„Ich liebe dich wie ein Fluss, der als kleines Rinnsal in einem Gebirge entsteht, der wächst und wächst und sich mit anderen Flüssen vereinigt, bis er so groß wird, dass er jedes Hindernis umfließen kann, um dahin zu gelangen, wohin auch immer er will.
    Ich empfange deine Liebe und gebe dir meine. Nicht die Liebe eines Mannes für eine Frau, nicht die Liebe eines Vaters für seine Tochter, nicht die Liebe Gottes für seine Geschöpfe. Sondern eine namenlose Liebe, für die es keine Erklärung gibt, so wie auch ein Fluss seinen Lauf nicht erklären kann, sondern diesem nur folgt. Eine Liebe, die nichts erbittet und nichts gibt, die sich nur offenbart. Ich werde nie dein sein, du wirst nie mein sein, aber dennoch kann ich voller Überzeugung sagen: Ich liebe dich.“*
    -
    Zitat, Seite 244
    -
    ~°..Mein Fazit..°~
    -
    „Das Magische, das Außergewöhnliche ist immer präsent, aber zuweilen vergessen wir es und müssen uns wieder daran erinnern, indem wir beispielsweise den größten Kontinent der Erde von einem Ende bis zum anderen durchqueren. Wir kehren mit Schätzen beladen wieder zurück, die möglicherweise bald wieder vom Alltag begraben werden, und dann müssen wir irgendwann erneut aufbrechen, um sie zu suchen. Und genau das macht das Leben interessant: an Schätze und Wunder zu glauben.“
    -
    Zitat, Seite 290
    -
    Coelho ist für seine lehrreichen Geschichten bekannt. Seine philosophischen Zeilen schenken dem Leser oft mehr, als man es auf den ersten Blick vermutet. Mancher Satz braucht Zeit, um sich zu entfalten. Viele seiner Aussagen entpuppen sich als sinnvolle Lebensweisheiten und gesellen sich zu dir, um dich ein Stück deines Weges zu begleiten. Du findest sie derart faszinierend, dass du dich immer wieder dabei ertappst, sie dir aufs Neue durchzulesen. Ich bewundere Coelho für seinen beeindruckenden Lebenslauf; seine Neugierde, das Leben stets aufs Neue zu hinterfragen und für seine Lebenserfahrung. Dennoch kann und will ich nicht alles gutheißen, was Coelho tatsächlich schreibt.
    -
    Denn nicht jeder Satz in „Aleph“ erschloss sich mir in seiner vollen Logik. Coelho spricht viele Dinge an und lässt sie dennoch ungelöst im Raum stehen, was unweigerlich für Unverständnis und Verwirrung auf meiner Seite sorgte. Der Ausflug in die vergangenen Ereignisse des Schriftstellers überforderte mich an der ein oder anderen Stelle gewaltig. Das plötzliche Erwähnen vieler Details machte es mir unmöglich, den Dingen vollends folgen zu können. Das Aleph erschien mir irgendwie eine Spur ZU surreal, die Erlebnisse ZU spirituell.
    -
    Die Reise des Schriftstellers in „Aleph“ scheint Teil von Coelhos persönlicher Reise durchs Leben zu sein. Ob er sich nun tatsächlich selbst auf die Reise mit der transsibirischen Eisenbahn begeben hat, oder sie nur seine vergangene Suche nach dem Sinn des Lebens versinnbildlichen soll: klar wird, dass dieses Werk autobiographische Züge besitzt. Ich kann mich nur schwer bewusst FÜR oder GEGEN das Werk aussprechen. Kann sein, dass ich das “Aleph” nicht ganz verstanden habe; kann sein, dass Coelhos neuestes Werk von Grund auf nicht das Einfachste ist. “Aleph” bekommt daher letztendlich nur 3 von 5 schaukelnden transsibirischen Wagons.

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Alchemilla

    Alchemilla

    23. March 2012 um 09:47

    Die Einleitung:

    Die letzten Jahre waren für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
    Unglücklich im Beruf trotz oder gerade wegen des Stellenwechsels, ständig Streit mit meinem Vater und anderen Menschen, dazu eine latente Unzufriedenheit.
    Freundschaften zerbrachen, geliebte Menschen und ein geliebtes Tier starben und mittendrin in diesem Strudel mein Ich.
    Irgendwo dazwischen ist mir mein spirituelles Ich abhanden gekommen, welches sich zuvor mit philosophischen Fragen, mit Esoterik und Magie beschäftigt hat und ich fühle mich irgendwie ziellos und leer, wie ein leerer Zugwaggon auf einer stillgelegten Zugstrecke.
    Statt inne zu halten für die Schönheit des Lebens und der Natur, statt mich mit tiefer gehenden Themen zu beschäftigen, stumpfte ich ab.
    Mein Alltag bestand aus kaum mehr als arbeiten, schlafen und essen.
    Irgendwann kamen die bohrenden Fragen, die immer lauter wurden:
    Wer bin ich? Wer oder was will ich sein? Wohin führt mich meine Reise?
    Als ich „Aleph“ bei www.bloggdeinbuch.de entdeckte, hielt ich endlich einmal inne, fühlte mich von dem Buchtitel und der Buchbeschreibung angesprochen und wusste, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

    Der Autor:

    Paulo Coehlo, geboren 1947 in Rio de Janeiro, ist einer der meistgelesenen Schriftsteller der Welt.
    Alle seine Romane, insbesondere Der Alchimist, Veronika beschließt zu sterben und Elf Minuten, wurden Weltbestseller, die in einer Auflage von über 135 Millionen Exemplaren in 73 Sprachen und 160 Ländern erschienen sind.
    Das Buch „Veronika beschließt zu sterben“ wurde sogar verfilmt.
    Der Autor bloggt auch über seine Gedanken und Erlebnisse: http://paulocoelhoblog.com/

    Fakten zum Buch:

    Das gebundene Taschenbuch erschien am 3. Januar 2012 beim Diogenes – Verlag.
    Der Originaltitel des Buches lautet „O Aleph“ und ist auf Brasilianisch.
    Maralde Meyer-Minnemann hat es ins Deutsche übersetzt.
    Es umfasst 309 Seiten und ist im Buchhandel für 19,90 Euro zu haben.
    Das Buch gibt es außerdem noch als Audiobook und als Hörbuch-Download.
    Bisher habe ich es auf Brasilianisch, Italienisch, Englisch und Deutsch entdeckt und bin mir sicher, dass noch weitere Sprachen folgen werden.

    Die Gestaltung des Buches:

    Die Gestaltung des Buches ist schlicht und einfach, was mir gut gefällt.
    Es hat den für den Diogenes-Verlag typischen weißen Einband mit dem Namen des Autors und dem Titel des Buches unter einem Bild.
    Auf dem Bild sieht man Hilal, die junge Geigerin und wertvolle Begleiterin Paulo Coelhos während seiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und zum Aleph.
    Hilal sitzt in der Eisenbahn, ihr Kopf ist vom Fenster abgewandt und sie scheint zu schlafen.
    Ihr Gesichtsausdruck wirkt friedlich, doch wer das Buch gelesen hat weiß, dass das täuscht.
    Die Umschlaghülle hat auf der Innenseite des Buches eine kleine Zusammenfassung des Inhalts und auf der Rückseite Informationen zum Buch und zum Autor.
    Auf der hinteren Innenseite gibt es eine Übersicht über die beim Diogenes erschienenen Bücher von Paulo Coelho.
    Die Umschlaghülle habe ich abgenommen und durch eine Stoffhülle ersetzt, um sie nicht zu beschädigen.
    Entfernt man die Umschlaghülle, kommt ein grauer, gebundener Einband zum Vorschein, welcher am Buchrücken mit goldenen Buchstaben den Namen des Autors und den Buchtitel preisgibt.
    Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut.
    Es wirkt schlicht und klar und trotzdem sehr hochwertig.

    Der Verlag über das Buch:

    Innehalten. Nachdenken. Träumen. Sich ausprobieren.
    Sich neu entdecken.
    Wach werden. Wagen. Handeln. Gewinnen.
    Mit Aleph beginnt ein neues Kapitel in ihrem Leben!
    Der neue Weltbestseller von Paulo Coelho.

    Die Geschichte und meine Meinung dazu:

    Das Buch beginnt mit verschiedenen Widmungen und Zitaten aus dem Lukas-Evangelium.
    Eine der Widmungen sticht mir besonders ins Auge, denn sie gilt Hilal, einer der wichtigsten Personen in diesem Buch.
    Danach folgen ein Zitat aus „Das Aleph“ von Jorge Luis Borges und eines von Oscar Wilde.
    Das Buch „Das Aleph“ von Jorge Luis Borges muss ich auch mal lesen.
    Es scheint interessant zu sein.
    Am Anfang des Buches macht Paulo Coelho deutlich, in welcher Zeit wir uns gerade befinden.
    Inmitten von Hoffnungslosigkeit, Krieg und Umweltzerstörung finden wir keine Zeit zum Nachdenken oder nehmen uns keine Zeit dafür.
    Durch J., seinen Meister erkennt er, dass er verlernt hat zu leben.
    Alles ist für ihn alltäglich geworden, dient nur noch als Mittel zum Zweck.
    Herr Coelho hat sich zurückgezogen und muss das Leben erst wieder neu erlernen.
    Ihn quält das Gefühl neu Gelerntes nicht verinnerlichen zu können und er fühlt sich nicht mehr als „König seines eigenen Reichs“.
    Ihm fehlt der Bezug zur Magie, seine Sehnsucht nach schneller Erkenntnis bleibt unbefriedigt.
    J. fordert ihn dazu auf, die Routine hinter sich zu lassen, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, neue Wege zu gehen, um wieder zu sich selbst zu finden, doch Herr Coelho sträubt sich zunächst dagegen.
    Während seiner Meditation mit J. ist von einem Fluch die Rede und davon, dass er Menschen finden muss, denen er wehgetan hat.
    Ich bin gespannt, was es damit auf sich hat.
    Ich erfahre etwas über Coelhos berufliche Vergangenheit, seinen ungewöhnlichen Alltag mit Freunden und der Familie.
    Er hat ungewöhnliche Begegnungen und scheint ein faszinierender, belesener Gesprächspartner zu sein.
    Während einer Buchmesse in London inspiriert ein Zeitungsartikel den Autor zu einer zweimonatigen Reise durch verschiedene Länder.
    Dort möchte er seine Leser treffen und gleichzeitig wieder zu sich selbst finden.
    Seine Agentin zeigt sich zunächst wenig begeistert, doch die verschiedenen Verleger aus den unterschiedlichen Ländern sind begeistert.
    Schließlich reist Paulo nach London, Sofia, Tunis, Kiew, Santiago de Compostela u.v.m.
    Paulo tritt seine Reise erstmal mit seiner Frau an, später verabschiedet sie sich und verabredet mit ihm einen Treffpunkt, an dem sie sich wieder sehen werden.
    Die Beiden scheinen ein sehr inniges Verhältnis zueinander zu haben und mehr als ein Mal habe ich mich während der Lektüre des Buches gefragt, wie seine Frau wohl dazu stehen wird, wenn sie manche Zeilen liest.
    Nach den Schilderungen der Reisen durch die zahlreichen Länder folgt eine Karte der Route der Transsibirischen Eisenbahn, denn der Autor fuhr nach Moskau und von dort aus mit ebendieser weiter nach Wladiwostok.
    Diese Reise ist sehr spirituell und macht einen Großteil des Buches aus.
    In Moskau begegnete Herr Coelho Hilal, einer begnadete Geigerin.
    Sie erwies sich als besonders hartnäckige Leserin mit dem Ziel ihn auf seiner Reise zu begleiten, um ihm dabei zu helfen.
    Anfangs sträubte er sich dagegen, nahm die junge Frau nicht bewusst wahr und wahrte eine gewisse Distanz ihr gegenüber.
    Dann jedoch fanden ihre Worte bei ihm Anklang und sie durfte mit auf die lange Reise.
    Mit von der Partie waren außerdem unter anderem noch seine Lektorin und sein Übersetzer Yao, welcher mir im Laufe des Buches immer sympathischer wurde.
    Hilals unverblümte, offene, ja geradezu penetrante Art lag nicht allen Mitreisenden und selbst Paulo musste sie mehr als ein Mal daran erinnern, seine Grenzen einzuhalten.
    So ging die Fahrt inmitten von philosophischen Gesprächen, dem Genuss von Wodka und Hillas Geigenspiel weiter und an den einzelnen Stationen signierte der Autor die Bücher seiner Leser und wurde von wichtigen Personen eingeladen oder gab Interviews.
    Auch seinen Mitreisenden gegenüber war er sehr mitteilsam und wurde oft bei Fragen zu Rate gezogen.
    Hilal war meist mit von der Partie und erwies sich als hartnäckige Verehrerin, die ihm unablässig auf verschiedenste, sehr emotionale Weise ihre Liebe offenbarte und ihn aufforderte es ihr gleichzutun.
    Wieder und wieder fragte ich mich, wohin das Ganze denn führen mochte.
    Würde Paulo seiner geliebten Frau untreu werden?
    Herr Coelho merkte mehr und mehr, dass er Hilal aus einem früheren Leben kannte und sie beide etwas verband, was er noch nicht greifen konnte, sie beide aber deutlich spürten.
    Mit ihr reiste er ins Aleph, welches er als Punkt im Universum erklärt, in dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aufgehoben sind.
    Laut ihm gibt es überall auf der Welt solche Punkte und er konnte mit Hilal darin eintreten, weil sie als eng miteinander verbundene Menschen dort zufällig zusammen trafen.
    Im Aleph und später durch Zuhilfenahme eines Rituals reist er in seine Vergangenheit um herauszufinden, welche Schuld er in einem früheren Leben auf sich geladen hat und welche Rolle Hilal dabei zuteil wird.
    Als diese schließlich selbst am eigenen Leib erfährt, was ihr widerfahren ist, kommt es zu einer brenzligen Situation und auch sonst sorgt Hilal allein durch ihre ungestüme Art und ihre Eifersucht dafür, dass es nie langweilig wird.
    Das Buch endet mit dem Ende der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und einer Anmerkung in Bezug auf Hilal.
    Im Anhang gibt es zu verschiedenen Büchern des Autors jeweils eine kleine Inhaltsangabe.

    Mein Fazit:

    „Aleph“ ist kein Buch, welches man einfach so mal zwischendurch lesen kann.
    Es ist mystisch, spirituell und man muss es in Ruhe lesen, um ganz darin eintauchen zu können.
    Das Buch arbeitet mit dem Leser, wenn er sich darauf einlässt und in meinem Fall war dies ein mehrwöchiger Prozess.
    Ich habe das Buch in der Mittagspause im Kindergarten angefangen und dann entnervt wieder beiseite gelegt, weil es mir um mich herum zu laut
    war.
    Danach las ich es nach Feierabend, mal in der Badewanne, mal im Bett liegend oder auf einer Parkbank in der Stille der Natur.
    Jedes Mal tauchte ich ein in Herrn Coelhos faszinierende, tiefgreifende Schilderungen und fühlte mich danach jedes Mal, als sei ich aus einem Traum erwacht.
    Die Geschichte hat mir außerordentlich gut gefallen.
    In ihr stecken sehr philosophische Gedanken und Erfahrungen zu Themen wie Reinkarnation, Schamanismus und Selbstfindung.
    Die zahlreichen Zitate und Anekdoten des Autors sind ein wahrer Fundus an stimmigen Weisheiten, die mir selbst viel gegeben haben.
    Ich denke, jeder Leser zieht seine eigenen Weisheiten aus diesem Buch.
    Ich konnte die Beweggründe des Autors für seine Reise gut nachvollziehen und war fasziniert von seinen zahlreichen mystischen Erlebnissen, die ihn seinem Selbst näher brachten.
    Es gefällt mir, dass Herr Coelho so offen auf seine Leser zugeht,
    Interesse an ihnen zeigt und sogar eine von ihnen mit auf seine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn genommen hat.
    Mir wurde schnell klar, dass das Buch von ihm selbst handelt, da oft sein Name fiel und ich in einem Artikel der diesjährigen Frühlingsausgabe des Diogenes Magazins darüber gelesen hatte.
    Dort sagt er, dass der Roman autobiographisch ist und er ihn als eine Reise zu sich selbst betrachtet.
    Hilal nennt er dort ein junges Mädchen, welches ihm half wieder in Verbindung mit sich selbst zu treten.
    Neben dem Autor selbst war mir besonders Yao sehr sympathisch.
    Er weckte mein Interesse für Aikido und begeisterte mich durch seine ausgleichende Art.
    Dies war mein erstes Buch von Paulo Coelho und es wird nicht das Letzte sein, denn sein Schreibstil und seine Buchinhalte gefallen mir sehr.
    „Aleph“ werde ich nie wieder hergeben, denn meiner Meinung ist es ein Buch, welches man zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben lesen und jedes Mal etwas anderes daraus ziehen kann.

    Viel Spaß beim Lesen wünscht Alchemilla

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    11. March 2012 um 16:04

    Endlich ein neuer Paulo Coelho - endlich.

    Jedes neue Buch, was seiner Schreibfeder entspringt, erwarte ich voller Neugier und bin voller Vorfreude darauf, was mich nun erwarten wird. Endlich lag nun auch Aleph vor mir. Coelho´s Bücher muss ich einfach lesen, egal über welches Thema er schreibt, egal wie dünn oder dick sie sind, ich bin einfach Fan seiner Werke. Auch als ich Aleph in der Hand hielt ging ich nach meine persönlichen coelhoschen Schema vor. Folie ab, keinen Klappentext lesen, Schutzumschlag beiseite und ab zwischen seine oftmals spirituellen Worte.

    Bahnhof. Genau dort stand ich, mit Aleph in der Hand. Eine Fahrt in die Zukunft, da schien mir Aleph genau das richtige Buch. Zwar stieg ich nicht in die Transsibirische Eisenbahn, leider, dennoch war ich unterwegs und das Fahrgefühl brachte mich dem Buch sofort näher.

    Das Leben ist dieser Zug – nicht der Bahnhof.

    Alles begann mit Meister J., dem Mann der Coelho in die spirituelle Tradition eingeführt hat, dem Mann der Coelho immer wieder neu zum Leben verhilft und ihm wieder etwas Neues lehrt. In seinem Garten in Saint-Martin treffen sie sich an der über funfhundert Jahre alten Eiche und legen ihre Hände an ihren Stamm. Ein Ritual, wieder ein Ritual. Coelho ist unglücklich, er glaubt an seinen Grenzen angelangt zu sein, er zweifelt. Da der Zweifel den Menschen antreibt, ist J. erfreut und möchte das Paulo sich sofort auf die Reise begibt, etwas ändert, die Vergangenheit in die Gegenwart bringt. Denn was man in der Gegenwart tut, wiegt die Handlungen in der Vergangenheit auf und im Gegensatz dazu, verändert sich auch die Zukunft. Coelho soll sein Reich zurückerobern, soll aufbrechen, ausbrechen, die Routine ablegen, das Glück wieder spüren.

    “Der Augenblick jedoch steht außerhalb der Zeit: Er ist die Ewigkeit.”

    Das Leben ist dieser Zug – nicht der Bahnhof.

    Letztendlich ist der chinesische Bambus der Auslöser für Coelhos sofortigen Aufbruch, gleich nach der Buchmesse in London. Coelho fühlt seine spirituelle Seite, er fühlt sich im fünften Jahr, genau wie der Bambus, denn in diesem Jahr beginnt er wieder zu wachsen. Er will nicht verrückt werden, er will wieder Wurzeln schlagen und zwar genau jetzt. Er braucht Fremde um sich herum, viele Fremde die ihm helfen zu wachsen und Fremde trifft er meistens nach den Signierstunden auf Partys. Und dann kommt die Frage, wann Coelho nach Russland kommt und genau diese Frage ist die Erlösung, denn die Antwort lautet – JETZT.

    Eine Reise in der Transsibirischen Eisenbahn, gekoppelt mit vielen Partys nach Signierstunden – eine bessere Frage hätte es für ihn nicht geben können. Ein Traum erfüllt sich beim Einsteigen in den Zug und der Traum vom endlich weiter kommen im Leben, beginnt sich in die Realität zu verwandeln.

    Das Leben ist dieser Zug – nicht der Bahnhof.

    Hilal – ein Name, ein Gesicht, eine Stimme, eine Frau die Coelho verehrt. Sie liebt ihn, liebt was er schreibt, sucht seine Nähe und schließt sich ihm an. Die Stargeigerin hat in ihrem Inneren eine Stimme gehört, die ihr sagte, dass er für sie ein heiliges Feuer entzündet hat und sie sich eines Tages bei ihm erkenntlich zeigen müsse. Sie will ihm helfen, sie fühlt sich bestimmt, ihm zu helfen.

    Hilal – ein Name der sich bei ihm einbrennen soll - ein Gesicht, eine Stimme, eine Frau mit der er verbunden ist. Hilal – Neumond. Hilal schafft es sich Paulo Coelho immer mehr anzunähern, sie zieht ihn immer mehr an und er kann ihr nicht widerstehen. Mit ihr gelingt ihm etwas, was er vorher noch nie erlebt hat, nie geglaubt hätte erleben zu können. Sie treffen sich an einer ganz bestimmten Stelle und gehen ins Aleph über. Aleph – jener Punkt, in dem sich alles zur selben Zeit an der selben Stelle befindet. Ein Gefühl, ein Erlebnis, einfach unbeschreibbar. Es ist wie ein Punkt im Universum, in dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aufgehoben sind. Magie – ein Fluss der Energien zwischen den Menschen.

    Doch Hilal gibt Coelho nicht nur Kraft, ebenso raubt sie ihm diese, es entstehen Konflikte und beide belasten sich durcheinander. Hilal ist nicht nur stark, sie ist ebenso schwach und verzweifelt. In ihr ruht eine Vergangenheit, die während der Reise an die Oberfläche kommt, in ihr ruht eine Liebe, die sich durch seine Anwesenheit immer mehr entfaltet.

    Eine besondere Zeit in der zwei Menschen ihre Lebensweichen neu stellen, gerade Schienen in die Zukunft legen, auf Gleisbiegungen zurück blicken und den Lebensfahrplan tief in sich verankern – die Signale im Blick und den Pfeifton im Ohr.

    Schuld, Vergebung, Magie, Liebe, Treue, Glauben, Ansehen und vor allem der gemeinsame und doch getrennte Blick in die Zukunft prägen diese Reise durch das weite Land.

    “Die Zeit ist kein Tonband, das vor- oder zurückgespult werden kann.” – “Das Leben ist ein Zug mit vielen Wagen.”

    Das Leben ist dieser Zug – nicht der Bahnhof.

    Jedes Buch weckt vor dem Beginn der ersten Seite gewisse Erwartungen. Auch wenn ich eigentlich keine hatte, bemerkte ich immer mehr, dass ich mir eigentlich einen Roman erhoffte, in dem der Autor selbst als Person nicht zu finden ist. Zwischen seinem neusten Werk und seiner Biografie hätte mehr Abstand liegen sollen, anders kann ich es mir nicht erklären, warum der coelhsche Lesefunke nicht umfassend auf mich übergesprungen ist.

    Aleph habe ich dennoch genossen, denn Coelho wählt Worte, die wie immer einzigartig poetisch und vor allem wahr sind. Viele Zitate habe ich markiert, da sie förmlich Bilder sprechen lassen. Coelho hat sich von einer anderen Seite gezeigt, sich in ein anderes Autorenlicht gerückt, fasziniert mich, enttäuscht mich gleichzeitig aber auch etwas mit seiner Persönlichkeit. Eine Reise die ich trotz des Spagats meines Empfindens nicht missen möchte, denn seine Gedanken, Handlungen und die spirituellen Schilderungen sind faszinierend und haben den Tiefgang, den ich von ihm kenne.

    Aleph wird mich persönlich an meine Zugfahrt in Richtung Zukunft erinnern, ein Tag der sich für mich wie das Aleph anfühlte.

    Eine Reise in der Transibirischen Eisenbahn – eine Reise um wieder König seines eigenen Reiches zu werden, eine Reise die Welten öffnet – Aleph.

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Solifera

    Solifera

    26. February 2012 um 15:45

    "Reisen ist niemals eine Frage des Geldes, sondern des Mutes."

    Mehr oder weniger aus einer Laune heraus, aber auch weil er das Gefühl hat festzustecken, unternimmt der Ich-Erzähler (wohl Coelho selbst, wenn man Andeutungen im Buch glauben darf), eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn.
    Dabei trifft er auf eine eigenwillige, junge, sehr begabte Geigerin, die ihn partout begleiten will, weil sie felsenfest der Überzeugung ist, dass sie Seelengefährten sind. Noch mehr, dass sie sich bereits aus der Vergangenheit kennen. Dies wird auch durch einige Rückblicke unterlegt.
    Am interessantesten fand ich ganz ehrlich diese Rückblicke in ein früheres Leben, wo (zumindest habe ich es so aufgefasst) Coelho Schuld trägt am Tod von Hilial, zur Zeit der Inquisition.

    Und da fängt es auch schon an, zu Konflikten zu kommen: Hilal hat offenbar tiefe Gefühle, wie eben ein Mann eine Frau liebt, Coelho aber nicht, er liebt sie „wie ein Fluss“. Hilal ist weiterhin hartnäckig, aber Coelho ist nunmal verheiratet und würde seine Frau nicht betrügen. Doch etwas verbindet die beiden dennoch. Vielleicht kann ja eine tiefe Freundschaft daraus werden? Zusammen betreten Hilal und Coelho das Aleph, "jenem Punkt in dem sich alles zur selben Zeit an derselben Stelle befindet." Was genau man sich nun darunter vorzustellen hat, muss – denke ich – jeder Leser selbst für sich herausfinden, wirklich konkret wird es im Buch nicht.
    Auch wenn ich Coelho im Buch recht unsympathisch fand und Hilal sich - für mich - ein wenig seltsam verhalten hat, habe ich das Buch dennoch gern gelesen, weil es ein Potpourri an wunderbaren Zitaten ist (wenngleich einige davon nicht selbst vom Autor stammen.)

    "Ich habe die Reise nicht unternommen, um die Worte zu finden, die in meinem Leben fehlen, sondern, um wieder König meines Reiches zu sein. Und das habe ich geschafft, denn ich stehe wieder in Verbindung mit mir selbst und mit dem magischen Universum, das mich umgibt."

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Lumina156

    Lumina156

    25. February 2012 um 14:56

    So wirklich vermag ich zu diesem Buch gar keine Rezi zu verfassen: Es hat mich ein wenig "ent-täuscht", wohl weil ich - aufgrund der Tatsache, dass es ein Coelho-Buch ist - vielleicht mit zu hohen Erwartungen rangegangen bin.

    Die Geschichte handelt vom Autor selbst, der sich in einer "Krise" befindet, sich von sich selbst - von "seinem Reich" wie er es nennt - entfremdet fühlt. Er begibt sich durch recht spontane Zusagen auf eine "Lese-Reise" - mit der transibirischen Eisenbahn quer durch Rußland. Und diese 9288 km lange Reise läßt ihn vieles er- und durchleben, dass ihn zu eigenen Schlüssen bezüglich seiner Vergangenheit (auch aus seinen gefühlten Vorleben) kommen läßt. Mit auf dieser Reise ist Hilal, eine 21jährige Frau, die sich ihm vor Beginn der Fahrt quasi "aufdrängt". Sie ist der Meinung, sie beide gehören zusammen - und läßt sich daher nicht abwimmeln. Was den Autor zunächst nervt und befremdet entwickelt sich im Laufe der Fahrt dann doch zu einer Beziehung der ganz besonderen Art.
    Das "Aleph" meint einen Zustand, den man nur an bestimmten Örtlichkeiten erreichen kann (in diesem Fall ein bestimmer Platz im Zug). Er ermöglicht es den Menschen, in die Vergangenheit ""zu reisen"", um dort mit alten zurückgelassenen, unverarbeiteten, schuldvollen Handlungen, Leben, Ereignissen aufzuräumen. (So habe ich es zumindest verstanden).
    In verschiedenen Phasen wird somit in diesem Buch immer wieder auch zurückgeblendet in vorherige Leben des Autors und dortiger Ereignisse, die ihn in seinem heutigen Dasein noch blockieren.
    Kann er - gemeinsam mit Hilal - diese Blockaden lösen? Ist sie eher eine Bereicherung auf seiner Fahrt oder doch mehr Belastung? Landet er am Ende wirklich mehr bei sich selbst - in seinem verlorenen "Reich"?
    Das alles wirst Du erfahren, wenn Du "Aleph" selber zur Hand nimmst und eintauchst in die Geschichte des Paulo Coelho.
    Vielleicht startest Du mit weniger Erwartungen als ich und wirst nicht so enttäuscht.

    Einige berührende Aussagen fand ich dann aber doch - und diese will ich Euch nicht vorenthalten (es sind nur kleine Auszüge, denn ich will ja nicht die ganze Spannung wegnehmen ,-)) ):

    "Wenn sie es falsch verstanden haben, dann nur, weil diese Idee sich bereits in ihrem Kopf befand" (was für eine wahre Aussage !)

    "Wenn du dich zu sehr damit aufhälst, herauszufinden was an deinem Gegner gut oder schlecht sein könnte, wirst du darüber deine eigene Seele vergessen. Durch die verschwendete Energie wirst du schwach und verletzlich sein."

    Und zu guter letzt:
    "Ein Leben, in dem man nicht für ein Ziel eintritt, ist ein vergeudetes Leben"

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  • Leserunde zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Paulo Coelho ist ein internationaler Bestsellerautor und begeistert seit Jahren Leser auf der ganzen Welt. Nun ist vor wenigen Tagen endlich sein neuer Roman "Aleph" im Diogenes Verlag erschienen und wir suchen 25 Testleser:

    http://www.diogenes.ch/leser/neuheiten/hardcover/alle/9783257068108/buch

    Kann man seine Vergangenheit zurücklassen wie einen Bahnhof, aus dem man gerade hinausfährt? Kann man sich selbst neu entdecken wie ein fremdes, neues Land? In der Transsibirischen Eisenbahn begegnet ein Schriftsteller einer jungen Stargeigerin – und gleichzeitig einer dunklen Seite seines früheren Lebens. Er gerät in ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum zusammenfallen – das ›Aleph‹. Und er erkennt seine Chance, eine alte Schuld zu bewältigen und sein Leben noch einmal neu zu beginnen....

    Wollt Ihr dabei sein und diesen Roman zusammen mit anderen Lesern diskutieren? Dann kommentiert bis einschliesslich 11. Januar 2012, was Euch an Paulo Coelho und seinen Büchern so fasziniert und warum Ihr gerade dieses Buch testlesen wollt. Wir freuen uns auf Eure Eintrage!

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    • 303
  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph
    Selenebeaupre

    Selenebeaupre

    19. February 2012 um 16:53

    "Ich habe die Reise nicht unternommen, um die Worte zu finden, die in meinem Leben fehlen, sondern, um wieder König meines Reiches zu sein. Und das habe ich geschafft, denn ich stehe wieder in Verbindung mit mir selbst und mit dem magischen Universum, das mich umgibt."

    Paulo Sie waren mir Anfang sehr unsympathisch. Sie sind sehr berühmt mit Ihren Büchern geworden und sie den Trubel um sich genossen und so auch akzeptiert doch sie haben sie sich nicht mehr wieder erkannt was das mit Ihnen gemacht hat. Egoistisch und Selbstsüchtig und sie haben nicht erkannt was mit Ihren Mitmenschen passiert oder geschieht manche sehen sie als erfolgreichen Autor und ich persönlich ich auch ich vergöttere Sie einfach!!!

    Waren Sie immer religös? Die Weisheiten habe ich einfach geliebt und ich kannte auch ein paar. Sie haben sehr viel in Ihrem Leben erlebt und das bewundere ich sehr!!!

    Zum Buch:

    Es ist ein autobiografischer Roman. Paulo ist 59 Jahre alt in diesem Zeitpunkt erzählt seine Geschichte als er entscheidet eine Reise zu machen mit der Transsibirischen Eisenbahn (gehört zu dem längsten Eisenbahnstrecken der Welt."Man kann die Reise an jedem beliebigen Bahnhof Europas antreten, in Russland aber verbindet sie auf 9288 Kilometern Hunderte von kleinen und großen Städten miteinander."(S.74)
    Er möchte sich wieder selbst finden und für seinen Mitmenschen da sein.
    Ihm begegnet eine junge Frau auf der Reise Hilal ist 21 Jahre alt spielt das Instrument "Die Geige": " Sie haben offensichtlich Ihre Berufung gefunden, sagte die Frau des Botschafters, so viel Glück hat nicht jeder.
    Ich würde es nicht gerade meine Berufung nennen . Ich habe bloß deshalb so viele Stunden in der Woche geübt, weil ich mit zehn Jahren missbraucht wurde."(S.64)
    Yao mag ich sehr. Er ist der Übersetzer von dem Autor. Paulo hat immer wieder Déjà-vus von den vergangenen Leben die er erlebt hatte. Es wird auch von Hilal und dem Autor eine vergangene Geschichte erzählt..

    Der Titel des Buches "Aleph" hat verschiedene Bedeutungen.

    S.43
    "Eine junge Frau stellt die erste Frage: Was es mit den Zeichen auf sich habe, von denen in meinem Büchern so häufig die Rede sei? Wie man sie erkennen könne? Ich erkläre, dass sie eine sehr persönliche Sprache sind, die wir im Laufe eines Lebens nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum erlernen, bis wir begreifen, dass Gott uns führt."

    S.88
    "Ich bin im Aleph,jenem Punkt, in dem sich alles zur selben Zeit an derselben Stelle befindet."

    S.100
    "Auch wenn ich es wollte, wie könnte ich das Aleph beschreiben?"

    S.112
    "Man kann das Aleph nicht erkären, das hast du selbst erlebt. Aber in der Magie zeigt es sich auf zweierlei Weise:"

    S.121
    "In der Fachsprache bedeutet es" die Zahl, die alle Zahlen enthält. Es geht darin um die Kabbala der Mathematik mit Aleph die Mächtigkeit unendlicher Mengen...."

    Meine Meinung:

    Die Geschichte zwischen Hilal und Paulo ist etwas besonderes sie ist war und es wurden Sachen hinzugefügt das die Geschichte noch spannender wirkt.
    Das Buch finde ich gut aber meine Meinung nach war Schutzengel besser. Ich habe jetzt 2 Bücher von dem Autor Aleph und Schutzengel gelesen.
    Manche Passagen musste ich zwei Mal lesen und manche Sachen konnte man auch weglassen.

    "Der Moment kurz vor dem Einschlafen ist ähnlich wie der Tod. Uns überkommt eine Mattigkeit, und es ist unmöglich zu entscheiden, wann unser " ICH" anfängt, in einer anderen Form zu existieren. Unsere Träume sind unser zweites Leben, nicht ohne Schaudern durchschreiten."

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