Paulo Coelho Aleph

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Inhaltsangabe zu „Aleph“ von Paulo Coelho

In der Transsibirischen Eisenbahn begegnet ein Schriftsteller einer jungen Stargeigerin – und gleichzeitig einer dunklen Seite seines früheren Lebens. Er gerät in ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum zusammenfallen – das Aleph. Und er erkennt seine Chance, eine alte Schuld zu bewältigen und sein Leben noch einmal neu zu beginnen.

wie immer bei Paulo Coehlo, muss man zwischen den Zeilen lesen... eine wunderbare Geschichte

— CaPiT

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  • Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho

    Aleph

    WinfriedStanzick

    18. January 2012 um 08:39

    An einer Stelle in seines neuen Buches, als die Handlung schon weit fortgeschritten ist, erklärt der Schriftsteller Paulo Coelho einer Frau namens Hilal, die in dem Roman eine wichtige Funktion hat, seinen Glauben an die Reinkarnation der Seele: „Alle Menschen, mit denen wir in der ‚Vergangenheit’ Probleme hatten, tauchen in unserem Leben wieder auf, in dem, was die Mystiker das Rad der Zeit nennen. Mit jeder Inkarnation werden wir uns dessen bewusster, und nach und nach werden diese Konflikte gelöst. Wenn überall die Konflikte aller Menschen geklärt sind, wird die Menschheit in eine neuen Phase eintreten.“ Wenn man dies nicht sofort als esoterischen Unsinn abtun möchte, lohnt es sich durchaus, das neue Buch von Coelho zu lesen. Der Diogenes Verlag bewirbt das Buch mit der reißerischen Aussage. „Mit Aleph beginnt ein neues Kapitel in Ihrem Leben“ und macht damit genau den Fehler, den meiner Meinung nach unzählige Leser und Fans von Coelho, denen er in diesem Roman auch in Massen begegnet und die ihn regelrecht anbeten, den Fehler nämlich zu glauben, durch die Lektüre von esoterischen Büchern könne man sein Leben ändern, oder auch nur in irgendeiner Weise spiritueller werden. So wie Tausende andere Menschen jeden Tag, erlebt irgendwann zu Beginn des Jahres 2006 der berühmte Schriftsteller Paulo Coelho eine Lebens- und Sinnkrise. Er fühlt sich allem, was er in seinen Büchern beschrieben hat, fremd, spürt sich selbst nicht mehr in einem Leben, das zwar immer reicher an Materiellem geworden ist, ihn aber offenbar von sich selbst entfremdet hat. Er trifft sich mit seinem Freund J., einem weisen Mann, der an der Eiche vor Coelhos Haus in Südfrankreich ein Rituale mit ihm durchführt. Coelho spürt, er muss neu aufbrechen, um sich wieder finden zu können. Nach schnellem Abschluss von Verträgen für zahlreiche Lesereisen bildet eine lange Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok den Höhepunkt seines Aufbruchs. Doch schon vor der Abfahrt stellt sich eine junge, gerade mal 21- jährige Frau in sein Leben. Sie heißt Hilal, hat seine Bücher gelesen und glaubt, sie müsse ihn treffen: „Ich weiß, dass Sie mit dem Zug durch ganz Russland reisen werden, und ich werde mit Ihnen fahren. Als ich Ihr erstes Buch gelesen habe, sagte mir eine Stimme, dass Sie ein heiliges Feuer für mich entzündet haben und dass ich mich eines Tages dafür erkenntlich zeigen müsse. Ich habe Nacht für Nacht von diesem Feuer geträumt und war sogar fast soweit nach Brasilien zu fahren und Sie zu suchen. Ich weiß, dass Sie Hilfe brauchen. Deswegen bin ich hier.“ Hilal schafft es gegen erhebliche Widerstände, in den Zug zu kommen und dauernd in seiner Nähe zu sein. Mit ihr ist er im „Aleph, jenem Punkt, an dem sich alles zur selben Zeit an derselben Stelle befindet.“ Und es stellt sich heraus, indem Coelho sich selbst mit einer bestimmten Technik, von der er aber seinen Lesern am Ende dringend abrät, in ein früheres Leben zurück beamt, dass er als Ordenspriester im Jahr 1492 bei der Verbrennung von acht Hexen dabei war. Hilal war in einer früheren Inkarnation eine von ihnen. Sie liebte den Ordenspriester und ist auch jetzt in der gegenwärtigen Inkarnation in Paulo Coelho verliebt. Doch er hält die Beziehung auf der geistigen Ebene und bittet sie, ihm zu verzeihen, was sie auch tut, bevor sie nach dem Ende der Reise in ihr eigenes Leben zurückgeht. Das Buch liest sich gut, auch wenn ich bei den meisten seiner spirituellen Annahmen und Glaubenssätze nicht mitgehen kann. Es ist nicht wichtig, ob man an Reinkarnation glaubt oder nicht, wichtig für ein spirituell waches und bewusstes Leben im Hier und Heute ist, dass man sein Leben annimmt, dass man besonders in der Krise die Chance für eine Weiterentwicklung sieht und sie nutzt. Wenn das Buch Menschen dazu Mut macht, hat es seinen Sinn erfüllt. Doch die Lektüre esoterischer Bücher hat noch nie gereicht für eine geistige und spirituelle Entwicklung, die der Franziskanerpater Richard Rohr und Mystiker in seinem Buch „Pure Präsenz“ (Claudius 2011) so beschreibt: "Alles Reden muss durch Schweigen ausbalanciert werden. Alles Wissen muss durch Nichtwissen relativiert werden. Ohne diesen Ausgleich wird Religion unweigerlich arrogant, ausgrenzend und sogar gewalttätig. Alles Licht muss austariert werden durch Finsternis und jeder Erfolg durch Leiden. Der Heilige Johannes von Kreuz nannte dies die 'leuchtende Dunkelheit', der Heilige Augustinus das 'österliche Geheimnis' oder das 'notwendige Pessach' und Katholiken proklamieren es bei jeder Eucharistiefeier ausdrücklich als das Geheimnis des Glaubens: Tod und Auferstehung gehören zusammen. Aber dieses Axiom ist nur selten der reale Kern unserer Existenz". Vieles von diesen Weisheiten fehlt mir bei Coelho. Er bleibt letztlich, so wie die meisten Esoteriker oberflächlich und lässt sich nicht wirklich, wie die Mystiker, die er dauernd zitiert, auf das Leiden und die Welt ein. Dazu liebt er seinen eigenen Erfolg und seinen Narzissmus zu sehr. Die ungekürzte Lesung von Sven Görtz ist gut produziert, kann aber die Mängel und die Oberflächlichkeit des Buches nicht ausgleichen. Wie auch.

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