Paulo Coelho Die Schriften von Accra

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Inhaltsangabe zu „Die Schriften von Accra“ von Paulo Coelho

Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden.

Mehr hübsche Zitatesammlung als Roman. Allerdings viel Wahres und Weises dabei.

— littleowl

Ein Roman, der keiner ist, und auch kein Ratgeber, Ein Buch an dem sich die Geister scheiden, trotz wortgewaltiger, schöner Sätze.

— Buecherspiegel

Klare Sprache, ausdrucksstarke Sätze und ein Inhalt der zum Nachdenken anregt.

— schwedische_leseratte

Weisheits-Literatur in einen historischen Rahmen gestellt.

— NicolasDierks

Mir hat das Buch außerordentlich gefallen, sehr lehrreich!

— labbelman

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  • Eine Predigt voller guter Worte, als Roman ausgegeben, als Ratgeber getarnt

    Die Schriften von Accra

    Buecherspiegel

    27. August 2016 um 20:43

    Es ist der 14. Juli 1099 vor einer gewaltigen Schlacht und es geht um nicht weniger als die Stadt Jerusalem. Doch weder will ich schnell flüchten noch mich vorbereiten, denn ich habe etwas besseres vor. Ich lausche dem weisen Ratgeber für alle Lebenslagen, einem zugereisten Kopten aus dem fernen Griechenland. Dem Kopten können wir Fragen zu allem stellen, was uns im Leben Probleme bereitet oder wozu wir generelle Fragen haben. Sein ganzes Leben hat der Kopte sich mit Anderen über die verschiedensten Situationen in Politik, Religion und weiteren Themen ausgetauscht, und er unterhält sich gerne mit den zu sich gesellten Bürgern. Es ist ihm wichtig, dass die Antworten weitergegeben werden, auf das Andere davon lernen mögen. Die mit anwesenden Führer der wichtigsten Religionsgemeinschaften, ein christlicher Priester, ein Rabbi und ein Imam, sitzen oder stehen schweigend dabei. Nur um kurz am Ende der Frage- und Antwortstunde ihre Stimme zu erheben, aber erst, als der Kopte sie fragt, ob sie überhaupt etwas zu sagen haben. Nein, Realistisch ist das nicht, aber es ist ja auch ein Roman. Obwohl, ein Roman an sich, besteht er wirklich nur aus Fragen und Antworten? Handelt es sich nicht eher um einen Ratgeber? Hätte ein unbekannter Autor einen Verlag dafür gefunden? Als Roman ausgewiesen und mit dem Namen eines Paulo Coelho und dem Anspruch auf intellektuelle, kluge Sätze schon. Das sind sie gewiss. Zum Nachdenken anregend, um die Welt besser zu machen, das eigene Verhalten zu hinterfragen? Ich habe da so meine Zweifel. Und auch der Protagonist des Autors hat da seine Zweifel, der Kopte selbst glaubt nicht, dass sich in den nächsten tausend Jahren etwas ändern wird. Jede Frage ist berechtigt, die Antworten so harmonisch, als gäbe es nur schwarz und weiß, aber keinerlei Grautöne in der Welt. Als ob es so einfach ist alles und alle zu verändern, auf das sich nur noch Gutes einstellen möge. Dazu passenderweise keine kleinen Schritte, wie werde ich ein besserer Mensch, wie komme ich zu einem guten Sexleben mit meinem Partner. Nein, lass dich ein, gib dich hin, nimm die Liebe an, dann wird es dein Partner auch tun. Und schon sind alle Probleme gelöst. Da wird gar nicht erst hinterfragt, ob es da nicht das eine oder andere klitzekleine Problem gäbe, warum sich ein Partner trotzdem nicht einlassen kann, nur um bei diesem Beispiel zu bleiben. Der Autor macht sich diese und auch alle anderen Antworten auf die Fragen zu einfach. Selbstverständlich tauchen da noch Fragen zum bevorstehenden Kampf auf, was es denn mit den Feinden, dem Ehrgefühl, Loyalität, Waffen und mehr auf sich hat. Die Antworten aber bereiten die Menschen in keinster Weise auf die Gräuel vor, die da kommen. Und da gibt es noch dieses murren, wenn eine Frau fragt, was es denn mit Eleganz, Anmut und Vornehmheit auf sich hat, aber auch darauf weiß der Kopte eine weise formulierte Antwort, die die Murrenden ebenfalls verstummen lässt. Man stelle sich vor, das würde in irgendeiner Stadt in der zurzeit Krieg herrscht, vor der allumfassenden Schlacht stattfinden. Tut mir leid, dafür reicht meine Phantasie nicht aus. Ich weiß, vielen gefällt dieser Roman, der für mich keiner ist. Eher gleicht das Buch einem Märchen für Erwachsene oder einer Predigt mit frommen Sprüchen und Empfehlungen. Und genau so verstehe ich dieses Werk.

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  • Die Schriften von Accra

    Die Schriften von Accra

    Themistokeles

    29. February 2016 um 10:15

    Mein erstes Buch von Coelho und auch mein erstes Buch, dass in einem solchen Stil geschrieben ist, wie es »Die Schriften von Accra« sind. Ich muss dazu sagen, dass ich ein Mensch bin, der eher wenig von Religionen hält und dabei die Meinung vertritt, dass jeder gern seine Religion leben soll, solange er damit andere nicht negativ beeinflusst oder jemanden bekehren will etc. Jedem das seine ist in diesem Fall einfach meine Meinung. Von daher war es für mich schon sehr interessant zu sehen, wie sehr doch dieses Buch an religiösem auch immer mal wieder festgemacht wurde, da ja bei dem Gespräch mit dem Kopten, der ja selbst schon deutlich macht, dass es einen religiösen Anstrich haben wird, auch extra aus allen der wichtigsten religiösen Richtungen ein Vertreter dabei ist. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich die Art der Umsetzung wiederum sehr gern mochte, da eigentlich in vielen der Erklärungen zu den Fragestellungen der Menschen weniger auf religiöses eingegangen wurde, sondern auf Dinge, die irgendwie, wenn man sie so zu Papier gebracht liest, verdammt klar erscheinen und eine große Wahrheit in sich bergen, die so mancher noch nicht erkannt hat. Ganz besonders bewegend finde ich persönlich das Kapitel in dem es um das Alleinsein geht, da für mich in diesen wenigen Worten teilweise ein sehr große Wahrheit gelegen hat, die ich auch selbst schon bei anderen Menschen erkennen musste, wie zum Beispiel in folgenden Zitaten: »Daher sind diejenigen gesegnet, die gut mit sich selbst allein sein können und die sich nicht voller Angst in Arbeit vergraben oder mit Zerstreuungen abzulenken versuchen. Denn wer niemals allein ist, kennt sich selbst nicht. Und wer sich selbst nicht kennt, fürchtet die Leere.« »Wenn du nicht allein sein kannst, wird die Liebe nicht lange an deiner Seite verweilen.« Mich erinnert das einfach daran, dass ich so viele Leute kenne, die immer was zu tun haben müssen und einfach keinen Augenblick allein sein können, weil sie dann vollkommen verrückt werden, weil sie nicht wissen, was sie mit sich selbst anfangen sollen. Für mich eine seltsame Vorstellung, aber irgendwie passt dieser Satz so verdammt gut auf viele Menschen und genau dieses Verhalten. Ebenso wie viele andere Weisheiten in diesem kleinen Buch, die mich auch sehr zum Nachdenken gebracht haben. Ich kann das Buch daher zwar nicht mit anderen von Coelho vergleichen und ob sich hier dem passionierten Coelho-Leser etwas neues bietet, aber für mich zeigt dieses Buch so einiges auf, das mir vollkommen neu aus einem Buch war, aber wirklich viel Weisheit enthält. Und neben den schon genannten Zitaten hat mich, wohl dadurch, dass ich selbst ein Pferd besitze und weiß, wie mancher mit diesen wunderschönen Tieren umgeht, auch dieser Satz begeistert: »Wenn du reitest, lausche dem Wind, aber vergiss darüber das Pferd nicht.« Und genau gerade wegen diesen vielen sehr weisen Aussagen, aber auch der poetischen Art, in der es geschrieben ist, hat mich dieses Buch auf eine gewisse Weise fasziniert, die ich so gar nicht beschreiben kann, aber eins weiß ich, das man aus diesem Buch, so seltsam es auch für manchen klingen mag, noch so einiges lernen kann.

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  • Ein Buch voller Weisheit

    Die Schriften von Accra

    Shenjaliest

    23. November 2015 um 11:55

    http://shenjaliest.blogspot.de/2013/02/die-schriften-von-accra.html

  • Wenn der Kopte spricht...

    Die Schriften von Accra

    labbelman

    Ich habe das Buch „Die Schriften von Accra“ bei vorablesen gewonnen und da ich den Autor Paulo Coelho bis dato gar nicht kannte, außer vom Hörensagen, habe ich ohne Erwartungen begonnen zu lesen. Coelho verwendet eine unglaublich tolle Sprache, die den Leser direkt in seinen Bann zieht. Man fühlt sich regelrecht verzaubert. Der Roman spielt am 14. Juli 1099, als Jerusalem kurz davor steht, belagert und überfallen zu werden. Die Bürger der Stadt sorgen sich sehr um sich und ihre Zukunft, da taucht der mysteriöse Kopte auf. Er spricht mit den Bürgern über ihre Ängste und Sorgen und gibt ihnen Hoffnung. Das geschriebene Wort wirkt wie eine Rede und spricht mir förmlich aus der Seele. Es werden zahlreiche Probleme des Menschen angesprochen wie Liebe, Angst, Erfolg, Alleinsein und vieles mehr. Dabei findet der Autor für mein Empfinden immer genau die richtigen Worte. Fazit: Mich konnte der Roman sehr begeistern, vor allem weil die Sätze Coelhos einem im Gedächtnis bleiben und zum Nachdenken anregen. Ich kann nur meine Leseempfehlung aussprechen!

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    • 2
  • Weisheit am Vorabend der Zerstörung

    Die Schriften von Accra

    NicolasDierks

    Wie konnte das passieren – ich saß ohne Buch in der Bahn! Schnell eilte ich beim Umsteigen in eine Bahnhofs-Buchhandlung, und taxierte hektisch die Regale. Plötzlich hatte ich einen Coelho in der Hand – „Die Schriften von Accra“ (Diogenes, 2013). Nicht zu lang, gut zu lesen – und die Gelegenheit, sich von einem meisterhaften Erzähler einfangen zu lassen...also gut. Fünf Minuten später war ich wie in einer anderen Welt. Jerusalem im Jahre 1099 n. Chr., am Abend vor seiner Eroberung am Ende des ersten Kreuzzuges: Juden, Christen und Muslime haben sich versammelt und lauschen einem koptischen Weisen, der – für alle sprechend – auf ihre Fragen antwortet. Sie sind versammelt im Geist des Friedens, der Liebe und der Weisheit. Sie schreiben die Worte des Kopten auf oder bewahren sie im Herzen, um so ihr Gelerntes der Nachwelt zu erhalten – bevor die Kreuzritter am nächsten Morgen einfallen und ein blutiges Massaker unter den Einwohnern anrichten. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung in dieses Setting und endet mit der Verabschiedung der Versammlung. Seine Kapitel bilden die längeren Antworten des Kopten, angeregt von kurzen Fragen über Freiheit, Liebe, Niederlagen, Angst und andere Grundthemen des Lebens. Die Sprache des Kopten hat Coelho dabei so klar und schnörkellos gestaltet, dass sie hinter den Inhalt zurücktritt. Es sind die vielen Verirrungen des menschlichen Herzens, die offengelegt werden – immer verständnisvoll, nie anklagend. Mit liebevollem und manchmal etwas traurigem Blick auf die Vielfalt menschlicher Belange bündelt Coelho hier das Ideal einer friedlichen Gemeinschaft, um es nicht verloren gehen zu lassen inmitten von Borniertheit, Angst, Hass und Krieg. Hat diese Botschaft des Friedens und der Gleichberechtigung vielleicht den weisen Nathan erreicht, dessen Erlebnisse in Jerusalem hundert Jahre später (während des dritten Kreuzuges) Lessing schilderte? Obwohl dieses Buch als „Roman“ eingestuft ist, kann es ebenso zur Weisheits-Literatur gezählt werden. Eine eigentliche Handlung mit Charakteren gibt es nicht – ähnlich wie schon in Coelhos Handbuch des Kriegers des Lichts. Es handelt sich um ein Sammlung von Lebensbetrachtungen, eingebettet in die Schilderung einer historischen Situation. Diese lässt die 182 Seiten als ein bewegendes, fast tragisches Dokument erscheinen. Die literarische Form einer fikiven Weisheitsschrift erinnert an Nietzsches Also sprach Zarathustra – nur dass bei Coelho nicht der einsame Weise vom Berg kommend seine Mitmenschen schockiert, sondern eine liberale Gemeinschaft der Nachwelt den Schatz ihres Wissens übermittelt. Dass hier stets aus einer gottesgläubigen Sicht gesprochen wird, dürfte auch für nicht-religiöse Menschen kein Hindernis darstellen: Erstens weil Gott hier nicht strafender oder vergebender Richter ist, sondern eine Sichtweise, das menschliche Leben gleichsam von außerhalb zu betrachten. Zweitens kommen praktisch keine Verweise auf heilige Text oder Aufrufe zu einem frommen Leben vor. Und drittens werden die Lehren hier eben doch in einem fiktiven Erzählrahmen ausgesprochen. Während der Bahnfahrt hat mich dieses Buch förmlich aufgesogen. Coelho ist es hier gelungen, ohne Umschweife die Türen zu unserem inneren Leben aufzuschließen. An vielen Sätzen blieb ich hängen, so manchen könnte man sich als Zitat an die Wand hängen – oder noch besser: erinnern. Mancher mag Coelhos Sichtweise als übertrieben optimistisch empfinden – so als ob sich die Probleme der Welt allein durch Liebe und weise Sentenzen lösen ließen. Ist das letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks? Wer eine nachdenkliche, lebensbetrachtende Lektüre schätzt, aber vielleicht statt zu Ratgebern oder Sachbüchern eher zur Bellestristik neigt, der wird an diesem Buch seine Freude haben.

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    • 3
  • Die Schriften von Accra

    Die Schriften von Accra

    Pixibuch

    30. August 2013 um 22:56

    Kein Buch im üblichen Sinne, etwas zum Nachdenken, zum Philosophieren. Antworten auf Fragen die einen schon oft und lange beschäftigt haben oder beschäftigen. Was ist die Zukunft, was geschieht mit mir? Was heißt Leben, Lieben Glück? Warum hat man Depressionen, ist unzufrieden? Warum verplempert man seine Zeit mit Unwichtigen obwohl es für Geist udn Seele wichtigeres als Äußerlichkeiten gibt? Warum gibt es kein Paradies auf Erden? Haben Adam und Eva Schuld? Warum regiert Geld die Welt und nicht Hilfsbereitschaft und Demut? Man schreibt den 14.07.1099. Vor demn Toren Jeruslams steht das Heer der Kreuzritter, das im Morgengrauen angreifen wird. Es wird die letzte Nacht in der Stadt sein, in der Muslime, Christen und Juden in Eintracht und Frieden beieinander leben. Doch ein kleiner Kreis von Männern und Frauen scharen sich um den Kopten, der einst sich in Jerusalem niedergelassen hat. Von igm möchten sie noch einige extenzielle Fragen beantwortet haben. Sie denken nicht an den Tod. Sie wollen für ihre Seele Balsam haben. Paulo Coehlo weiß über diese Themen ungeheurlich Bescheid, was er auch in seinen vielen Büchern immer wieder gezeigt hat. Mich hat insbesondere gefreut, dass Vorablesen sein neustes Buch aufgenommen hat und ich auch noch das Buch bekommen habe. Gerne schaue ich mir diese Seiten an, reszensiere sie auch gerne mit Freunden, die die gleiche Wellenlänge wie ich haben. Es ist kenie Lektüre, die man liest und dann wegstellt. Es ist ein Büchlein von Lebesnweisheiten, das man immer sieder sehr gerne zur Hand nehmen will. Man kann aus diesen Thesen sehr viel herauslesen, wenn man Probleme hat. Die einzelnen Beiträge sind kurz und übersichtlich. Das Thema wird auf der Seite zuvor sehr gründlich als Überschrift erwähnt. Es geht um Niederlagen, das Lebensende, Einsamkeit, Sex, Irrwege, Lebensmut, Düsternis, Überflüssgkeit und noch vieles mehr. Auch wenn man auf den Einband schaut, ist das wie eine große Beruhigung. Auf dem schlichten weißen Cover mit schwarzer Schrift sind ein gelbes und ein grünes Ginkoblatt zu sehen. Alles ist eine Einheit, alles stimmt miteinander überein. Alles ist ein Fluß, ein Karma.

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  • Das Buch der schönen Worte

    Die Schriften von Accra

    nicigirl85

    22. August 2013 um 14:25

    Anfang diesen Jahres habe ich dieses tolle Buch gelesen. Anbei meine Rezi dazu:Bei den Büchern von Paulo Coelho bin ich immer wieder hin- und hergerissen zwischen mögen und total gelangweilt sein. Seine Bücher "Der Alchimist" und "Schutzengel" mochte ich sehr gern, der Roman "Aleph" hingegen gefiel mir absolut nicht. So waren meine Erwartungen an "Die Schriften von Accra" sehr hoch, aber ich wurde nicht enttäuscht. Für mich ist der Roman ein Buch der schönen Worte und Sätze, denn es enthält zahlreiche Weisheiten, die man sich einfach notieren möchte, um sie später mit anderen zu teilen. Der Roman katapultiert den Leser in das Jahr 1099 vor die Tore Jerusalems, welches kurz davor steht angegriffen zu werden. Die Menschen in der Stadt suchen Trost, den ihnen der Kopte bietet mit seinen Weisheiten. Fast wirkt sein Reden als eine Art Predigt. Ich finde, dass der Autor mit seiner zauberhaften Sprache den Leser einfängt und ihn mit seinem Werk verwebt. Zumindest spiegelt das geschriebene Wort hier für mich ganz klar meine Gedanken wider. Besonders hängen geblieben sind bei mir unter anderem die Sätze: "Besiegt ist nur wer aufgibt." "Wenn du nicht allein sein kannst, wird die Liebe nicht lange an deiner Seite verweilen." "Nein sagen ist kein Mangel an Großzügigkeit." "Eine Niederlage erleiden die Tapferen." Einziger Minuspunkt ist die Kürze des Werkes mit seinen 184 Seiten und der sehr großen Schrift, die sich zwar gut lesen lässt, der Roman aber auch dadurch viel zu schnell vorbei ist. Fazit: Ein gelungener Coelho, der sofort zu begeistern weiß. Empfehlenswert!

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  • Rezension - Die Schriften von Accra - Paulo Coelho

    Die Schriften von Accra

    Bröselchen

    26. July 2013 um 21:47

    *KURZBESCHREIBUNG* In der Nacht des 14. Juli 1099 findet ein geheimnisvoller Fremder nach Jerusalem. Die Stadt wird von einem feindlich gesinnten Heer bedroht und die dort friedlich zusammenlebenden Christen, Juden und Muslime hoffen darauf, von dem fremden Abenteurer all die Antworten auf Fragen zu bekommen, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt. *MEINE* *MEINUNG* Die Kurzbeschreibung wirkt sehr kurz? Das liegt wohl daran, dass es zum Inhalt nicht viel mehr zu sagen gibt. Sehr einfach wollte es sich Paulo Coelho dieses Mal machen und hat alle Weisheiten, die er in seinen anderen Werken noch nicht untergebracht hat, einfach in die Geschichte des geheimnisvollen Fremden gepackt. Auf dem Weg die Welt zu erobern, war der Abenteurer in Athen aufgebrochen und hatte einen "Schatz gefunden, den ihm keiner mehr rauben könne": Die Antworten auf all die Fragen der jungen und alten Männer und Frauen der Stadt Jerusalems. Oder anders ausgedrückt: So kann man philosophische und tiefgehende Fragen des Lebens auch zu einer Geschichte zusammenstückeln. Genau hier liegt der knackende Punkt: Die Erzählung an sich wirkt oberflächlich und abgehackt, da die Kapitel von Frage zu Frage der Bewohner springen. Obwohl die Antworten bzw. Erfahrungen des Fremden, wie auch schon in den anderen Werken Coelhos, tiefgründig sind und positiv zum Nachdenken anregen, lässt es dennoch nicht über den künstlich erzwungenen "roten Faden" hinwegsehen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich ein Coelho Fan bleiben werde, denn entweder sind meine Erwartungen mittlerweile zu hoch oder die große Palette der Lebensweisheiten gibt einfach nicht mehr genug für wirklich lesenswerte Titel her? Sollte der Autor selbst einfach mal eine längere Pause einlegen? Genau diese Fragen haben mich nach Beenden des Buches beschäftigt, auf die wohl selbst der allwissende Fremde der Geschichte keine Antworten hat. Eine melancholische und hoffnungsvolle Atmosphäre, wie Paulo Coelho bspw. in "Der Alchimist" oder "Veronika beschließt zu sterben" ermöglicht hat, vermisst man schmerzlich und in diesem Fall hat mich "Die Schriften von Accra" mehr als enttäuscht.

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  • Nette Phrasen - insgesamt leider enttäuscht

    Die Schriften von Accra

    Josi_ZZW

    23. June 2013 um 16:25

    Jerusalem im Jahre 1099. Eine Zusammenkunft von verschiedenen Menschen in einer der schwarzen Stunden dieser Stadt. Alle wissen, dass die meisten von Ihnen den morgigen Tag nicht überleben werden. Denn die Stadt wird von Kreuzrittern belagert. Doch anstatt sich voll Angst in ihren Häusern zu verstecken sitzen sie zusammen und reden mit einem Kopten über die verschiedensten Dinge, Liebe, Hoffnung, Eleganz, Sieg und Niederlage. Dieser Kopte ist ein weit gereister Mann, seine Reise begann in Athen und endet nun in Jerusalem. Auf seiner Reise fand er die Antworten auf die ihm gestellten Fragen. Ich bin leider sehr enttäuscht über dieses Buch gewesen. Normalerweise bin ich immer von Coehlos Büchern begeistert gewesen, weil sie sehr tiefsinnig sind. Aber meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine Aneinanderreihung von Phrasen. Teilweise ohne wirklichen Zusammenhang zu der gestellten Frage. Anfangs ist mir das noch nicht so aufgefallen, weil auch sehr viele schöne Gedanken vorkommen. Aber zum Ende hin merkt man, wie sehr sich die Antworten wiederholen. Meist ist die Antwort sinngemäß nur: finde die Liebe zu den Dingen die zu tust und alles wird gut. Ich habe mir wirklich mehr erhofft als diese Aussage.

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  • Nette Phrasen - insgesamt leider enttäuscht

    Die Schriften von Accra

    Josi_ZZW

    23. June 2013 um 16:24

    Jerusalem im Jahre 1099. Eine Zusammenkunft von verschiedenen Menschen in einer der schwarzen Stunden dieser Stadt. Alle wissen, dass die meisten von Ihnen den morgigen Tag nicht überleben werden. Denn die Stadt wird von Kreuzrittern belagert. Doch anstatt sich voll Angst in ihren Häusern zu verstecken sitzen sie zusammen und reden mit einem Kopten über die verschiedensten Dinge, Liebe, Hoffnung, Eleganz, Sieg und Niederlage. Dieser Kopte ist ein weit gereister Mann, seine Reise begann in Athen und endet nun in Jerusalem. Auf seiner Reise fand er die Antworten auf die ihm gestellten Fragen. Ich bin leider sehr enttäuscht über dieses Buch gewesen. Normalerweise bin ich immer von Coehlos Büchern begeistert gewesen, weil sie sehr tiefsinnig sind. Aber meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine Aneinanderreihung von Phrasen. Teilweise ohne wirklichen Zusammenhang zu der gestellten Frage. Anfangs ist mir das noch nicht so aufgefallen, weil auch sehr viele schöne Gedanken vorkommen. Aber zum Ende hin merkt man, wie sehr sich die Antworten wiederholen. Meist ist die Antwort sinngemäß nur: finde die Liebe zu den Dingen die zu tust und alles wird gut. Ich habe mir wirklich mehr erhofft als diese Aussage.

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  • Ein geniales Buch zum nachdenken

    Die Schriften von Accra

    latabaiba

    15. April 2013 um 18:48

    "In diesem Buch bezieht sich der Autor auf ein historische überlieferter Ereignis - nämlich die Einnahme Jerusalems durch die Kreuzritter im Jahre 1099. Er bezieht sich auf die herrschende Stimmung in der Stadt in der Angehörige der drei großen zu dieser Zeit in Jerusalem beheimateten Religionen, Christen, Moslems und Juden jahrelang in Toleranz und friedlicher Koexistenz miteinander lebten. So wie Coelho es immer wieder schafft eine verzaubernde Sprachpoesie anklingen zu lassen fasziniert mich auch seine Fähigkeit eine Stimmung  eindringlich zu vermitteln. Er versteht es eine Leser in den Bann zu ziehen und in Gedanken mitten ins Geschehen zu versetzen. Egal welcher Religion der Leser angehört, denke ich das ein jeder für sich etwas aus diesen Texten mitnehmen könnte. Ob Bibelzitate, Stellen aus dem Talmud oder dem Koran oder Zen-Koans dieses Gedankengut klingt durch den Text immer wieder an. Die Leute in der Stadt sind verängstigt und bangen vor dem Morgen derweilen sie sich um den mysteriösen Fremden versammeln, den sie im Buch den Kopten nennen und dem sie die immer wieder auftauchenden "großen Fragen" stellen. Über Liebe, Erfolgk Mut und alles was sie bewegt. Und der Kopte lädt ein zu verweilen, nachzudenken auch wenn die Situation ausweglos erscheint und zu versuchen einen Weg zu erkennen auch wenn es schwer möglich scheint.... "Daher gib uns heute unser tägliches Wunder, Herr, und vergib uns, wenn wir es nicht erkennen können." Ein wunderschön geschriebenes Buch, zum innehalten und sich versenken in die immer wieder gleichen, alten und trotzdem aktuellen und jederzeit wichtigen Fragen, die jeden Menschen egal welcher Relgion und Hautfarbe beschäftigen. Mit zeitlosen, intelligenten Antworten und Anregungen zum innehalten, nachdenken und vielleicht einmal von einem anderen Ansatz her betrachten. Zum immer wieder lesen und genießen wärmstens zu empfehlen.!"

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  • Kein Roman im eigentlichen Sinne, aber ein Muss für Coelho-Fans

    Die Schriften von Accra

    Eulenmail

    18. March 2013 um 13:01

    KLAPPENTEXT […] Er ist vor langer Zeit auf der Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschen, die über die Jahrtausende immer wieder gestellt werden: Liebe, Sex, Mut, Siegen und Scheitern, Alleinsein können und friedliches Miteinander. […] MEINE ERWARTUNGEN Paulo Coelho ist für mich der Mann der (versteckten) Botschaften über das Leben. Ich wünschte mir eine schöne Geschichte, die über das Leben erzählt und wie man es leben sollte. MEINE EINDRÜCKE Zunächst einmal vorweg: Es ist kein Roman im eigentlichen Sinne. Denn eine richtige Handlung gibt es nicht. Das, was auf dem Klappentext steht, beschreibt die Ausgangssituation. Der Hauptteil des Buches wird von den Antworten des geheimnisvollen Fremden auf die Fragen der Menschen eingenommen. So liest sich das Buch nicht wie eine Geschichte, sondern mehr wie ein kleiner Ratgeber. Ein recht spiritueller, religiöser Ratgeber. Denn Gott und die Schöpfung spielen hier immer wieder eine Rolle. Wenngleich es hier nicht speziell um einen bestimmten Gott geht. Schließlich befindet man sich in Jerusalem: der Stadt, in der Juden, Muslime und Christen zusammenleben. Ich habe das Büchlein auf zwei Zugfahrten gelesen. Schon nach wenigen Seiten war ich total versunken in die Antworten des Fremden und wünschte mir, Post-its oder einen Bleistift dabei zu haben. Denn es wimmelt nur so von Lebensweisheiten. Immer wieder musste ich lächeln oder Gedanken versunken aus dem Fenster schauen. Dem ein oder anderen mag dies zu plakativ sein, aber Paulo Coelho kleidet diese Sätze in so schöne Worte, die so sanft und leise daherkommen, dass man sich ihnen nur schwer verschließen kann. Man kann dieses Buch auch einfach mal zwischendurch zur Hand nehmen. Nach einer Frage blättern und sich die Antwort dazu durchlesen. So passt es eigentlich zu jeder Lebenslage. Denn die Fragen, die gestellt werden, hat sich eigentlich jeder schon einmal gestellt. FAZIT Ich habe dieses Buch schnell in mein Herz geschlossen. Auch wenn es kein Roman ist, wie ich es erwartet hatte, so ist es doch wiederum Coelho durch und durch. Sicherlich kein Buch für jedermann, aber "Ein Buch darüber, dass man jeden Augenblick so bewusst leben sollte, als wäre es der letzte, und dass man seine Träume nicht aufschieben soll."

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  • Rezension zu "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho

    Die Schriften von Accra

    Blaustern

    28. February 2013 um 20:31

    14. Juli 1099: Jerusalem wird von französischen Truppen belagert. Ein riesiges Herr von Kreuzrittern wird im Morgengrauen die Stadt überfallen. Die meisten Bewohner rüsten sich zum Kampf, und niemand weiß, was der nächste Tag bringen wird. Doch eine Gruppe von Menschen verschiedener Altersgruppen und Religionen versammelt sich um einen geheimnisvollen Athener, dem Kopten, der sehr weise und reich an Erfahrungen ist. Er schlägt vor, die Lebensweisheiten aufzuschreiben oder auch mündlich weiterzugeben, da sie nicht wissen, wie dieser Krieg ausgeht. Er lässt die Einheimischen die seit jeher wirklich großen Fragen der Menschheit stellen, die das Leben betreffen und antwortet geduldig in dieser Nacht darauf. Wie findet man heraus, welchen Weg man wirklich einschlagen soll im Leben? Warum haben manche Menschen mehr Erfolg im Leben als andere? Was ist wahre Schönheit? Wie sollte man seinen Feinden begegnen? Und viele andere … Ein Buch voller Weisheiten und Wahrheiten, religiös und spirituell, so wie man es von Paulo Coelho kennt. Er gibt uns hier Antworten, Hinweise und Ratschläge für unseren eigenen Lebensweg, worüber wir lange nachdenken und auch viel mitnehmen können. Man kann es auch immer wieder in die Hand nehmen als Wegweiser, da jedes Thema für sich selbst steht, und es ist auch sehr hilfreich in schwierigen Lebenslagen und bei Trauer um einen geliebten Menschen.

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  • Rezension zu "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho

    Die Schriften von Accra

    Angie*

    18. February 2013 um 13:03

    Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch. Esoterische und religiös angehauchte Plattheiten, schon tausendmal gehoert , konnten mich nicht überzeugen und Fesseln!

  • Rezension zu "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho

    Die Schriften von Accra

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. February 2013 um 08:26

    Der fremde Kopte beantwortet in Jerusalem große Fragen der Menschheit. Ich fand das Buch wunderschön und voller Weisheit. Entgegen zu anderen gefiel mir das Buch ganz gut, durch die Trennung steht jedes Thema für sich und kann auch mal ein ander mal einzeln gelesen werden. Der Text erinnert stark an einen Bibeltext, in dem ein Prophet zum Volk spricht, ich finde es gut, dass es jedoch nicht ganz biblisch gehalten wurde und besser verständlich ist. Ich denke man kann aus dem Buch sehr viel mitnehmen und es waren auch oft Erkentnisse dabei, die zwar so offensichtlich waren, man aber blind war. Bei Coelho ist es bei mir immer wie auf einer Achterbahnfahrt, einige Bücher finde ich genial, mit anderen kann ich nicht viel anfangen, doch dieses ist durch seine neutrale Sicht auf das Leben sehr bewegend und verleitet zum Nachdenken, es öffnet einem die Augen.

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