Paulo Coelho Die Spionin

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Inhaltsangabe zu „Die Spionin“ von Paulo Coelho

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Fesselnd: skandalöse Hintergründe eines Show-Prozesses mit tödlichem Ausgang

— Dagmar_Urban
Dagmar_Urban

Unglaublich! Ein Lesemuss

— elodie_k
elodie_k

Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag komplett durch gelesen, es ist ziemlich Spannend beschrieben.

— anahita88mir
anahita88mir

ein wundervolles Buch, inhaltlich nichts hinzuzufügen, perfekt !!!

— HEIDIZ
HEIDIZ

Kurzweilig! Immer noch nicht meins!

— HappiestGirl
HappiestGirl

Spannend, allerdings hab ich mehr Tiefgang erwartet...

— naninka
naninka

ein interessanter kleiner Einblick in Mata Haris Leben, hat mein Interesse nach mehr geweckt.

— rainybooks
rainybooks

Marta Hari - eine einzigartige Frau

— Laura126
Laura126

Leider ist es in meinen Augen eher eine Biografie als der Titel verspricht. 3 Sterne da es sich sehr gut lesen lässt.

— Calipso
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Brillante Retrospektive einer freiheitsliebenden Femme Fatale

— RosaEmma
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  • Spielball der Macht - das dramatische Schicksal der Mata Hari

    Die Spionin
    Dagmar_Urban

    Dagmar_Urban

    18. September 2017 um 19:23

    Am 15. Oktober 1917 wurde Margaretha Zelle, alias Mata Hari, als Spionin in Paris hingerichtet. Bis dahin hatte die 39jährige Niederländerin in ihrer französischen Wahlheimat mit außergewöhnlich freizügigen Tanz-Auftritten zunächst große Erfolge gefeiert. Sie wurde geliebt, bewundert und beneidet. Zu ihren Liebhabern zählten einflussreiche Männer, die sie protegierten und förderten. Doch mehr und mehr imitierten jüngere Tänzerinnen ihren Stil, das öffentliche Interesse verlagerte sich von ihrer Kunst zu ihren „Eskapaden“. Ein selbstbestimmtes Leben als unverheiratete Frau kratzte an der damaligen Moral, schürte Misstrauen und Ängste. Besonders in den Kreisen der Mächtigen, zumal es Mata Hari mit der Wahrheit offenbar nicht allzu genau nahm. So wurde sie zum leichten Opfer für Politiker, Ankläger und Richter, die von Horrormeldungen über die Schlachten bei Verdun oder eigenen Fehlentscheidungen ablenken wollten. Das und die Gründe für Margaretha Zelles Verhalten erfährt der Leser aus dem fiktiven Brief, den die Verurteilte ihrem Anwalt schreibt, sowie aus seiner Antwort. Paulo Coelho hat aus wahren Begebenheiten einen Roman geschaffen über eine Frau, die entgegen aller Schwierigkeiten und Konventionen ihren eigenen Weg geht. Gekonnt holt er die Berühmtheit vom Sockel, zeigt einfühlsam ihre menschliche Seite und die Dramatik ihres Schicksals.

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  • Die Spionin

    Die Spionin
    anahita88mir

    anahita88mir

    23. July 2017 um 16:10

    Die Themen wie Liebe und das Leben  sind wie alle seine Bücher wieder hier auch ziemlich Präsenz und stehen im Mittelpunkt seines Buches 

  • Letzter Brief der Mata Hari

    Die Spionin
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    14. June 2017 um 07:31

    Ich  mag Paulo Coelho als Autor extrem gern und so auch in diesem ganz besonderen Roman, der mich fasziniert hat. Ich wollte mich über Mata Hari informieren bezüglich eines Buches, welches ich momentan schreibe, zu Frauen der Weltgeschichte .... mehr verrate ich mal nicht .... - und kam im Zuge meiner Recherchen auf "Die Spionin" von Coelho. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen, war begeistert und nachhaltig beeindruckt, vor allem auch bestens informiert und kurzweilig unterhalten. Sie war mutig und unabhängig, sie war aber auch erotisch und Verführerin und sie zahlte dafür !!! Der Mythos Mata Hari hat mich fasziniert und nun weiß ich noch mehr über sie ... Wie Coelho "Die Spionin" darstellt, ist eine ganz eigenwillige, die mir allerdings sehr gut gefallen hat. Er lässt diese unkonventionelle Person sozusagen selbst zu Wort kommen. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten. Wir steigen mit dem Prolog im Paris des Oktober 1917 in die Handlung ein. Leseprobe:... Es war kurz vor fünf Uhr morgens. Eine Gruppe von achtzehn Männern, vornehmlich Offiziere der französischen Armee, stieg hinauf in den zweiten Stock des Frauengefängnisses Saint-Lazare in Paris. Ihnen voran ging der Gefängnisaufseher mit einem brennenden Span und zündete damit die Öllampen an den Wänden an. Vor Zelle zwölf blieben alle stehen .... Das Buch ist mit einem Schutzumschlag versehen, ansich in Leinen gebunden, sehr edel aufgemacht. Die Geschichte der Mata Hari ist extrem fesselnd geschrieben und hat mich in ihren Bann gezogen. Ich konnte sehr gut mit ihr mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Die Feministin spielt ein Doppelspiel und muss dafür büßen. An dieser mutigen Frau kann sich so mancher ein Beispiel nehmen. Innerhalb eines letzten Briefes (den gab es nicht wirklich) kommt die Spionin zu Wort. Coelho konnte das so schreiben, da er die Möglichkeit hatte, die Geheimakten einzusehen. Daher ist die gesamte Geschichte auch wirklich sehr tiefgründig und emotional ehrlich und offen, vor allen aber real und wirklich. Dem Buch sind einige Abbildungen beigefügt, so z. B. 1904 im Kostüm einer Hinduprinzessin, Auflistung des Inhalts der Schrankkoffer, Nachruf auf Mata Hari am Tag nach ihrer Erschießung in Vincennes Paris in der "New York Times" vom 16. Oktober 1917 ...Für Biografiefans und Interessierte an der Person sowie auch für Leser, die sich für Geschichte interessieren, ein wundervolles Buch, inhaltlich nichts hinzuzufügen, perfekt !!!

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  • Das Leben der Mata Hari

    Die Spionin
    HappiestGirl

    HappiestGirl

    07. May 2017 um 19:22

    Inhalt:Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.Meine Meinung:Es war mein zweiter Versuch mit Paulo Coelho warm zu werden. Ich habe das Buch gelesen, da mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht hatte. Zwischendrin hatte ich aber immer wieder meine Durststrecken. Habe es sogar mal beiseitegelegt und ein anderes eingeschoben. Nichtsdestotrotz war es interessant. Die Erzählperspektive hat einiges noch für mich gerettet. Wäre das Buch in der dritten Person geschrieben gewesen, hätte ich vielleicht sogar abgebrochen. Die Geschichte hatte auch einige Höhen, die es spannend gemacht haben und mich am Buch gehalten haben.Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft.Aber es ist sicher für jeden etwas, der die Bücher von Coelho mag oder liebt.

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    • 3
  • Die Geschichte der Mata Hari

    Die Spionin
    Dataha

    Dataha

    27. April 2017 um 13:06

    Paulo Coelho legt in seinem Roman „Die Spionin“ die Lebensgeschichte der Niederländerin Margarethe  Zelle, der Welt besser bekannt als „Mata Hari“ zu Grunde.  Coelho schreibt hier fiktiv, verarbeitet aber reale Daten. Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Im Prolog wird der Tag der Hinrichtung am 17. Oktober 1917 beschrieben. Teile 1 und 2 befassen sich mit dem in der „Ich“-Form geschriebenen Lebenslauf der Protagonistin in Form von Briefen an ihren Anwalt. Im ersten Teil geht er auf  Margarethe Zelles Jugend und ihre unglückliche Ehe ein.  Im zweiten Teil geht es um die Tänzerin Mata Hari und ihre Verbindungen. Dieser zweite Teil war für mich ein wenig zu oberflächlich.  In Teil 3 kommt der Anwalt zu Wort, der sich im Grunde bei Mata Hari für deren Verurteilung entschuldigt. Es gibt noch einen kurzen Epilog und einen Anhang mit Fotos von Originaldokumenten. Insgesamt war das Buch für mich sehr interessant, da ich schon seit langem vom Mythos Mata Hari gehört hatte. Allerdings habe ich mich nie näher informiert, wer sie eigentlich wirklich war. Deshalb war mir auch gleich klar, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Leider hat das Buch einige Schwächen, so kam mir besonders der dritte Teil sehr abgehackt und eher nichtssagend vor. Das Cover zeigt ein Bild der Tänzerin Mata Hari und ist durch den farbigen Hintergrund ein richtiger Hingucker. Das Büchlein liegt insgesamt sehr schön in der Hand und lässt sich flüssig lesen.Mein Fazit: Grundsätzlich ein ganz interessantes Buch, das allerdings viele Fragen offen lässt.       

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  • Marta Hari - eine einzigartige Frau

    Die Spionin
    Laura126

    Laura126

    20. February 2017 um 20:16

    Mata Hari - wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? In seinem neuen Buch „Die Spionin“ lässt Paulo Coelho sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis über ihr außergewöhnliches Leben berichten. Sie lebte und liebte nach ihren eigenen Vorstellungen und wurde so zu einer der ersten Feministinnen. Sie war eine besonders außergewöhnliche Person zu ihrer und wusste genau, was sie will und was sie nicht will. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein. Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen - ein typischer Coelho, der meine Erwartungen nicht enttäuschte. Der Autor beschreibt sehr gut Gedanken, und Gefühle sowie die Charakterzüge, wie Willensstärke und Zielstrebigkeit, der Protagonistin. Die Fakten und Gegebenheiten sind gut recherchiert, was dem Leser einen guten Einblick in das Leben vom niederländischen Mädchen, später einer exotischen Tänzerin und Spionin Mata Hari, gibt. Coelhos „Spionin“ ist keine Mata Haris Biographie, der einzigartige Schreibstil des Autors lässt uns dennoch das Gefühl der damaligen Zeit als sehr lebendig zu empfinden. Ein Buch, das uns gut unterhalten und nachdenken lassen kann.  

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  • Ein interessantes Leben

    Die Spionin
    misery3103

    misery3103

    17. February 2017 um 21:26

    In "Die Spionin" erzählt Paulo Coelho die Lebensgeschichte von Margaretha Zelle, besser bekannt unter ihrem späteren Künstlernamen Mata Hari, die 1917 nach dem Vorwurf der Spionage hingerichtet wurde. Die Ende des 19. Jahrhunderts geborene Margaretha wusste schon früh, dass sie mehr vom Leben wollte, als ihr der kleine niederländische Ort Leeuwarden bieten konnte, in dem sie aufwuchs. Mit 18 heiratete sie deshalb einen Offizier und ging mit ihm nach Niederländisch-Ostindien, bekam zwei Kinder und war immer noch nicht dort angekommen, wo sie ihrer Meinung nach sein müsste. Zurück in den Niederlanden verließ sie ihren Mann und ging nach Paris, wo sie als exotische Tänzerin zu Ruhm kam und von wohlhabenden Männern ausgehalten wurde. Mata Hari führte ein für die Zeit ungewöhnliches Leben und war wohl alles, nur keine Spionin. Ein interessantes Buch mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte.

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  • Freiheit

    Die Spionin
    raveneye

    raveneye

    17. February 2017 um 11:38

    Mata Hari wird 1917 zum Tode verurteilt und vor ein Erschießungskommando gestellt. Vor ihrem Tod schrieb sie noch einen Brief an ihren Anwalt Maître Clunet, in dem sie von ihrem Leben erzählt. Das Cover ist typisch Diogenes und zeigt ein Bild von Mata Hari im Profil. Coelho legt mit "Die Spionin" einen Roman vor, der nach seinen eigenen Worten gar nicht den Anspruch hat eine Biografie zu sein. Sprich, er hat sich die eine oder andere künstlerische Freiheit genommen um der ganzen Gechichte Leben einzuhauchen. Er lässt Mata Hari als Ich-Erzählerin auftreten und sie von ihrem Leben erzählen. Ihrer Suche nach Freiheit und ihrer Liebe zum Tanz. Geboren als Margaretha Zelle flieht sich aus einer lieblosen und gewalttätigen Ehe um sich diesen Traum zu verwirklichen. Um dies zu erreichen geht sie Wege, die mit den Moralvorstellungen der damaligen Zeit nicht gerade konform gehen. Die Erzählung erfolgt in einem durchaus gesetzten Ton und einer Wortwahl, die der damalien Zeit angemessn ist. Zwar werden Gefühle und Emotionen durchaus durch den Text transportiert, aber auch hier eher unterschwellig und gesetzt. Ohne Aufsehen zu erregen sozusagen. Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Mir hat es gut gefallen.

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  • Mata Hari: Jenseits des Mythos

    Die Spionin
    RosaEmma

    RosaEmma

    11. February 2017 um 16:15

    Als Protagonistin seines neuesten Romans Die Spionin hat der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho eine schillernde und undurchsichtige Frauenfigur gewählt, die ihren eigenen Mythos schuf und die Gesellschaft wie kaum eine andere polarisierte. Die Geschichte der niederländischen Hutmacher-Tochter Margaretha Zelle, die als exotische Tänzerin unter dem Künstlernamen Mata Hari (javanisch: Auge des Tages/Sonne) alle in ihren Bann zog und als glamouröse Kurtisane mächtiger Männer ein Luxusleben führte, ist ebenso abenteuerlich wie tragisch. Für die einen war sie die sinnliche Verkörperung eines unbezähmbaren Freigeistes und einer emanzipierten Frau, die nach ihren eigenen Regeln lebte und sich in einer von Männern dominierten Welt behauptete. Für die anderen war sie eine manipulative Lügnerin und Exhibitionistin, die sich auf der Bühne auszog und sich für Geld, Schmuck und teure Kleider prostituierte. Lichtgestalt im Schatten Doch wer bzw. wie war sie wirklich? Dass die Lichtgestalt hinter all dem Glanz ein Schattendasein fristete, scheint undenkbar. Hier setzt Coelho an und stellt auf seine ganz spezielle Weise die diversen Facetten des nebulösen Charaktermosaiks der Femme Fatale heraus. Mittels eines aus drei Teilen bestehenden fiktiven Briefromans erzählt er vom ungewöhnlichen Aufstieg und fatalen Niedergang der freiheitsliebenden Diva: Zum einen aus Sicht der Ich-Erzählerin Margaretha/Mata, die aus dem Gefängnis in einem Brief an ihren glücklosen Anwalt Maître Clunet ihr Leben Revue passieren lässt (Teil 1 und Teil 2) – zum anderen aus Sicht des zweiten Ich-Erzählers, ihres o.g. Verteidigers, der verzweifelt versucht, sie zu retten (Teil 3). Es ist ein bewegtes, aufregendes, gefährliches, aber auch oberflächliches Leben, an dem Coelho uns teilhaben lässt, für das die berühmte Schlüsselfigur am Ende den höchsten Preis zahlen muss. Trauma und Flucht Margaretha Zelles Lebensgeschichte beginnt zunächst recht beschaulich. Sie wurde 1876 im niederländischen Leeuwarden geboren, wo ihre Eltern eine Hutmacherei betreiben. Die erfolgreichen Börsenspekulationen ihres Vaters ermöglichen ihnen anfänglich eine sorgenfreie Existenz, die kleine Margaretha wächst rundum behütet auf. Als die Mutter jedoch krank wird und stirbt, ändert sich alles. Margaretha wird auf eine Schule in Leiden geschickt – dort wird sie ein traumatisches Erlebnis für immer verändern: Der Direktor der Schule vergewaltigt sie im Alter von 16 Jahren, und nichts ist mehr wie vorher. Sie beschließt, dem spießigen, kleinbürgerlichen Milieu zu entfliehen und sieht nur einen Ausweg aus ihrem Dilemma: Die Ehe mit einem adäquaten Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt. Alptraum einer Ehe Und so antwortet sie auf eine Annonce des mehr als doppelt so alten Rudolph MacLeod, ein Offizier aus Niederländisch-Ostindien, der auch tatsächlich anbeißt. Sie heiratet ihn, zieht mit ihm nach Java und bekommt zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, der jedoch auf tragische Weise ums Leben kommt. Ihre Ehe, von der sie sich so viel erhofft hatte, erweist sich als Alptraum: Ihr Mann trinkt, betrügt, schlägt und vergewaltigt sie. Zunächst erduldet sie alles, doch nach einem grausamen Erlebnis, das sie tief erschüttert, hat sie genug. Sie verlässt ihren Mann und ihre Tochter, um in Europa nochmals von vorne zu beginnen. Schillernder Neubeginn Margaretha erfindet sich neu, sogar ihren Namen legt sie ab. Sie weiß um ihre Wirkung auf Männer und strebt als geheimnisvolle Mata Hari eine Karriere als glamouröse orientalische Tänzerin in Paris an. Mit dramatischen Kostümen, opulentem Schmuck und sinnlichen Tänzen, an deren Ende sie sich vollständig entkleidet, setzt sie sich gekonnt in Szene und avanciert schließlich zum Star. Auftritte im Olympia und mit den namhaften Folies Bergères lassen sie zu einer – wenn auch skandalösen – Berühmtheit werden. Ihre Gönner – mächtige, reiche Männer aus Politik und anderen einflusssreichen Kreisen – geben sich die Klinke in die Hand und lassen sie im Luxus schwelgen. Doch wo bleibt das Glück? Der Liebe hat sie nach ihrer Vergewaltigung abgeschworen, Sex ist für sie nur Mittel zum Zweck. Für sie ist alles ein großes Spiel, sich selbst sieht sie als Kriegerin, die stets alles unter Kontrolle hat und nur gewinnen kann. Sie manipuliert Männer wie Frauen und bekommt am Ende immer das, was sie will. Auch ihren Mythos kreiert sie selbst: Die rätselhafte verführerische Exotin, um deren Vergangenheit sich viele Gerüchte ranken und die jeden auf geheimnisvolle Art in ihren Bann zieht. Gefährliches Spiel Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, wendet sich das Blatt. Mata wird von französischer und deutscher Seite animiert, als Spionin tätig zu werden. Nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich begibt, erklärt sie sich – auf beiden Seiten – dazu bereit, obwohl sie in keiner Weise die Absicht hat, zu spionieren. Sie beschließt, lediglich Klatsch und Tratsch weiterzugeben, der ihr bei ihren Treffen mit den Mächtigen, Reichen und Schönen zu Ohren kommt. Aber sie unterschätzt ihre Gegenspieler, und so kommt es wie es kommen muss.: Man verhaftet sie als Doppelagentin wegen Hochverrats. Mata ist fest davon überzeugt, dass ihr nichts passieren kann und sich einer ihrer reichen Gönner bestimmt für sie einsetzt. Doch alle ziehen sich zurück, am Ende ist sie ganz auf sich allein gestellt. Nur ihr Verteidiger Clunet setzt alles daran, ihr Leben zu retten, aber Matas Hang zur Unwahrheit setzt eine fatale Abwärtsspirale in Gang, die am Ende den höchsten Tribut fordert… Brillante Retrospektive einer freiheitsliebenden Femme Fatale Mit Die Spionin ist Paulo Coelho eine brillante Retrospektive einer unkonventionellen Frau und Künstlerin gelungen, die ihrer Zeit weit voraus war und die für ihr selbstbestimmtes, freies Leben schließlich teuer bezahlte. Coelho hat exzellent recherchiert: Er erforschte nicht nur Mata Haris Leben en detail, sondern studierte auch insbesondere ihre Gerichtsakten. Die berührende Lebensbeichte der rätselhaften Femme Fatale, die gleichzeitig auch eine bestechend scharfe Selbstanalyse ist, hat Coelho so realitätsnah komponiert, dass man vergisst, dass es sich hierbei um Fiktion handelt. Mit großem Einfühlungsvermögen versetzt er sich in die Gedankenwelt dieses weiblichen Libertins und lässt uns teilhaben an ihren Träumen, ihrem grausamen Erwachen, ihrem Neubeginn, ihrem kometenhaften Aufstieg und schließlich auch an ihrem tragischen Niedergang. Es ist eine Gratwanderung, die Coelho jedoch meisterhaft gelingt: Sein Vermischen von Facts & Fiction macht den Roman zu einem ganz besonderen Leseerlebnis, an dessen Ende wir nicht umhin kommen, Margaretha/Mata zu bewundern – für ihr unermüdliches Streben nach Freiheit in einer patriarchalischen Gesellschaft, für ihren Mut, ihre Macht als Frau zu ihren eigenen Gunsten zu nutzen, für ihre Kühnheit, über alle gesellschaftlichen Regeln hinweg ihr eigenes Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten, auch wenn es für Frauen damals wenig schicklich war.  Und die nonkonforme Rebellin geht ihren Weg unbeirrt bis zum Schluss, um ihrem Schicksal – scheinbar furchtlos – noch ein letztes Mal die Stirn zu bieten. Mein Fazit: Ein brillanter Roman – sehr lesens- und empfehlenswert!

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  • Faszinierender Einblick in die Gedankenwelt Mata Haris

    Die Spionin
    Nooki

    Nooki

    07. February 2017 um 13:46

    Mata Hari, Margaretha Zelle, H21 - Alle ein und die selbe Person und doch weiß man bis heute kaum wer sie wirklich war. Paulo Coelho versucht uns hier eine EInblick in die GEdankenwelt dieser mysteriöse Frau zu geben. Einer Frau die ein schillerndes Leben ab von den Regeln und Zwänge der Gesellschaft gesucht hat. Es auch gefunden hat, dabei aber nie das Glück gefunden hat und so immer wie eine Suchende gewirkt hat. Das Buch ist keine Biografie und will es auch nicht sein. Es ist als fiktiver Brief von Mata Hari an ihren Anwalt bzw ihre Tochter gerichtet, geschrieben. Hierin schildert sie ihr Leben und ihre Beweggründe für ihre Entscheidungen Geschrieben in einem sehr flüssigen Stil ist das Buch sehr angenehm zu lesen und macht neugierig darauf sich intensiver mit dem Leben diese mysteriösen Frau auseinanderzusetzen: War sie wirklich die selbstbewusste Frau für die Sie sich gehalten hat? War sie rein ein Opfer der Politik? Oder war Sie einfach nur jemand der sein eigenes Ego befriedigen musste egal zu welchem Presi?

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  • blasse Geschichte

    Die Spionin
    monster

    monster

    01. February 2017 um 17:12

    Ich hatte noch kein Buch von Paulo Coelho gelesen, da mir seine bisherigen immer etwas zu esoterisch und verkopft anmuteten. Aber da er ein so erfolgreicher Autor ist und ich Mata Hari, die Hauptfigur von „Die Spionin“ sehr interessant finde, habe ich mich an diese historische Biographie doch herangewagt. Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil gut gefallen hat. Leicht lesbar aber nicht trivial und keineswegs zu verzwirbelt und nicht spirituell wie seine vorhergehenden Geschichten. Allerdings bliebt mir die Figur der Mata Hari fremd und der Autor schaffte es nicht, ihr wirklich Leben einzuhauchen. Er beginnt die Geschichte mit der Hinrichtung der Spionin – allen bekannt - , um dann in einer Art Brief ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Es gab einige Brüche im Leben dieser interessanten Frau. Und obwohl doch sehr viele von ihr schon mal gehört haben, so ist doch viel zu wenig von ihr bekannt. Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen. Trotz der teils dramatischen und eigentlich spannenden Ereignisse, ist Mata Hara blass geblieben und ihre Motivationen waren mir oft nur schwer nachvollziehbar. War die Frau kalt wie ein Fisch oder nur cool, war sie einsam oder einfach eine Egomanin. Es bleiben viele Fragen

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  • Ein Mythos wird 100

    Die Spionin
    Freda_Graufuss

    Freda_Graufuss

    29. January 2017 um 20:21

    Fast genau ein Jahrhundert ist vergangen, seit Mata Hari in Frankreich aufgrund einer Verurteilung zur Doppelagentin hingerichtet wurde. War sie als exotische Tänzerin bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Hauptstadt eine Legende, so wurde sie nun wegen ihrer - wahrscheinlich grundlosen Verurteilung - zum Mythos. Über dem man immerhin 100 Jahre danach immer noch spricht. Ich selbst kannte sie eigentlich nur als "Spionin". Mit ihrer Persönlichkeit oder ihrer Kunst selbst hatte ich mich bisher nie beschäftigt. Und was eignet sich besser als ein rundes Jubiläum um auf den ersten Blich spektakuläre Geschichte unter das Volk zu bringen? Paulo Coelho (unter anderem bekannt für "Der Alchimist" und "Veronika beschließt zu sterben") hat es sicher nicht nötig sich für ein paar Verkäufe einer solchen Persönlichkeit zu bedienen. Aber schaden kann es sicher auch nicht :) Das Büchlein - ja leider nur ein Büchlein - ist im typischen Diogenes-Design und hat tatsächlich nicht einmal 200 Seiten Text. Aufgrund einiger Bilder und am Ende auch zweier Originaldokumente ist es in der Tat nur ein kurzer Text, der sich schnell, flüssig und durchaus spannend liest. Nun bin ich nicht mit vielen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Bisher hatte ich nichts groß von Mata Hari gehört und überhaupt nichts von Paulo Coelho gelesen. Daher konnte ich vollkommen uneingenommen an die Lektüre gehen. Coelho lässt seine Protagonistin hier einen allerletzten Brief aus dem Gefängnis schreiben. Sie weiß noch nicht, dass ihr Gnadengesuch abgelehnt wurde und hofft daher, dass ihre Art von Rechtfertigung nie an das Tageslicht kommen wird. Mata Hari/ Coelho skizziert in knappen Zügen die Geschichte einer Frau, die in der niederländischen Provinz zur Welt kam und sich schon immer nach der großen weiten Welt sehnte. Daher stürzt sie sich zunächst blutjung in eine Ehe mit einem deutlich älteren Offizier, der auf Java stationiert ist. Als diese Ehe zur Hölle wird, flieht sie erst zurück in die Niederlande und dort - unter Aufgabe des Sorgerechts für ihre Tochter - in das Nachtleben von Paris. Wo sie schon bald zum viel umjubelnden Star wird. Das ganze wird ziemlich nüchtern runter geschrieben. Doch es mischen sich viele Überlegungen und Gedanken über das "was und warum war" darunter. Und hier liegt auch der Grund, warum ich dieses Buch für mich selbst so schlecht einordnen kann. Es liest sich prima, es ist spannend. Keine Frage. Aber bis zum Schluss wusste ich nicht so recht, was das Buch sein und was es mir eigentlich sagen will.Es ist keine Biographie - denn dafür wird man über zu viele Dinge im unklaren gelassen. Die Pariser Jahre zum Beispiel werden auf nur wenigen Seiten dargestellt. Es ist keine Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg; wenn überhaupt dann nur am Rande. Und auch der Satz "ihr einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein", der als Einleitung für den Klappentext dient, kann nicht wirklich als Leitsatz für den Roman dienen.

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  • Ein fiktiver Brief über das Leben Mata Haris

    Die Spionin
    Jonas1704

    Jonas1704

    23. January 2017 um 22:40

    Passend zu den 100 Jahren nach ihrem Tod erschien das Buch von Paolo Coelho über das aufregende Leben Mata Haris, die zur Spionage und Verrat zu Tode verurteilt wurde. Der Mythos um diese Frau ist und bleibt immer noch lebendig und Coelho gab mit seiner literarischen Art die Erklärung über ihre Taten und ihr Handeln durch ihre eigene Feder, da das Buch im wesentlichen ein fiktiver Brief der Protagonistin darstellt, das sie angeblich vor ihrem Tod in der Zelle schrieb, wo sie noch mit der Hoffnung auf Begnadigung lebte, die niemals kam. So lernen wir angeblich aus erster Hand über die Geschichte jener Frau, die zu ihrer Zeit als ein Legende galt und dies bis heute noch ist. Mysteriös, sinnlich, listig, intelligent, eigensinnig, stur, abenteuerlustig, risikoreich und selbstbewusst tritt sie im Buch auf und nimmt den Leser mit auf eine Reise in der er sich selbst Gedanken machen kann, ob diese Frau nun zu Unrecht verurteilt wurde. Ihre Persönlichkeit war sicherlich ihrer Zeit voraus und das versucht uns das Buch näherzubringen. Obwohl am Ende keine klare Fäden gezogen werden bezüglich ihrer Einmischung zur Spionage, ist doch das Buch sehr informativ, mit der gewohnten Schreibart Coelhos und erlaubt einen gewissen Einblick in die Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau.

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  • Lesen und danach: Wikipedia!

    Die Spionin
    DangerDan

    DangerDan

    19. January 2017 um 17:38

    Dieses Buch war mein erster Coelho-Roman. Ich liebe Bücher über die Zeit in der Mata Hari lebte, somit war es für mich keine Überraschung dass ich mir dieses Buch im Buchladen kaufte. Sehr interessante und für diese Zeit polarisierende Frau.
    Danach habe ich einige Stunden auf Wikipedia verbracht und vieles nachgeforscht und nachgelesen.

  • Leserunde zu "Die Spionin" von Paulo Coelho

    Die Spionin
    aba

    aba

    Mythos oder Realität? Vor fast hundert Jahren wurde Mata Hari, die exotische Tänzerin und berühmte Spionin, exekutiert. Während ihrer letzten Woche im Gefängnis hat sie den Wunsch geäußert, Papier und Stift zu bekommen, um Briefe zu schreiben. Paulo Coelho hat ihren letzten Brief rekonstruiert, in dem sie über ihr ganzes Leben erzählt und ihre eigene Wahrheit schildert.In seinem neuesten Buch "Die Spionin" zeigt Paulo Coelho die Geschichte Mata Haris, der berühmtesten Spionin aller Zeiten, in einem neuen Licht.War sie wirklich die Hochverräterin, wofür sie sterben musste? Laut Coelho, war sie nur "eine Frau, deren einziges Verbrechen darin bestand, unabhängig zu sein"."Die Spionin" wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist bereits kurz nach dessen Erscheinung ein Weltbestseller geworden.Ihr habt jetzt die Möglichkeit, diesen geheimnisvollen, fesselnden und ausdrucksvollen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen!Zum InhaltWer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.LeseprobeZum AutorPaulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere "Der Alchimist", "Veronika beschließt zu sterben", "Elf Minuten" und zuletzt "Untreue", sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 210 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.Wer war Mata Hari in Wirklichkeit? Was hat sie in ihrem letzten Brief geschrieben?Zusammen mit Diogenes verlosen wir 25 Exemplare von "Die Spionin" unter allen, die Lust auf eine Leserunde zu Mata Hari haben und sich über ihre Geschichte austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 04.12. bewerben und auf folgende Frage antworten:Wann habt ihr das letzte Mal einen echten Brief geschrieben? Per Hand, auf Papier und mit einer Briefmarke darauf? Wer war der Empfänger? Habt ihr Lust, über den Inhalt des Briefes zu erzählen?Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 890
    simone_richter

    simone_richter

    18. January 2017 um 12:14
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