Die Spionin

von Paulo Coelho 
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Die Spionin
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Aufräumen mit einem Mythos

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Guter Schreibstil, aber die Geschichte konnte mich nicht packen!

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Inhaltsangabe zu "Die Spionin"

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257244106
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:26.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.11.2016 bei Diogenes erschienen.

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    karatekaddvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Aufräumen mit einem Mythos
    Biografie per Brief


    „Wer war die Frau hinter dem schillernden Mythos?“  Wem ist  Paulo Coelho  da auf der Spur? Für wen springt er in die Breche und schreibt einen letzten Brief?

    Am 07.08.1876 wird in Leuwarden eine Frau geboren: Margaretha Geertruida Zelle.  Ein künstlerisch begabtes Mädchen, das ihren zukünftigen Ehemann mit 19 Jahren durch eine Zeitungsannonce kennen lernt. Mit diesem reist sie nach Java und nennt sich später  MATA HARI , das bedeutet SONNE oder AUGE DES TAGES. Die Ehe bringt kein Glück, ein Sohn stirbt im dritten Lebensjahr, mit einer Tochter wird sie kaum Verbindung haben.

    Doch nach ihrer Rückkehr startet sie eine „Karriere“ als Tänzerin,  die sie berühmt machen wird. Das, was sie tanzt, hat nicht viel mit den javanischen nebst anderen exotischen oder orientalischen Tänzen zu tun, als die sie ihre Darstellungen in den Städten Europas ausgibt. Aber sie begeistert ihr (männliches) Publikum, sei es von Adel oder seien sie Bürger. Mata Hari setzt ihre Kunst (?) und ihren Körper ein, um ihr nicht immer aber doch oft luxuriöses Leben zu ermöglichen. So lernt sie natürlich Männer kennen, die genau dies ausnutzen wollen, am Vorabend des 1. Weltkrieges. Dadurch wird sie, älter geworden und nicht mehr erfolgreich, ich würde sagen durch Naivität, zur Spionin bzw. zur Gegenspionin. Frankreich und das Deutsche Kaiserreich wollen sich ihrer bedienen und sie verstrickt sich in kleine und größere Schwindeleien, vermutete Spionage wird ihr zum Verhängnis. Sie wird angeklagt und am 15. Oktober 1917 tritt sie vor ein Peloton. 

    Dieser Frau nimmt der brasilianische Schriftsteller an, er schreibt ihren letzten Brief. So bekommen wir eine Art Biografie, die uns eintauchen lässt in eine unbekannte Welt, die im Aufbruch in die Moderne ist, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzende Freizügigkeit bedeutet. Benutzt, geliebt und angebetet, wird die einst schillernde Femme fatale am Ende keine wirksame Unterstützung einstiger Bewunderer erhalten.

    Der biografieartige Brief wird der Leserin, dem Leser zeigen, dass es mit der Spionage offenbar nicht weit her war, auch wenn die Dame als H21 in der Abteilung IIIb des deutschen Generalstabes, dem militärischen Nachrichtendienst, geführt wurde. Hier zeigt uns der Autor eine verletzliche, naive, nach Liebe suchende Künstlerin, die mit ihrer Kunst zwar brillierte, welche aber der offiziellen Moral entgegenstand. 

    Hätte es Coelho dabei belassen, wäre das im Diogenes Verlag 2017 verlegte Taschenbuch nur ein Buch unter vielen anderen über Mata Hari gewesen. Als einziger Vorzug hätte sich danach das Jahr der Herausgabe erwiesen: Seit der Hinrichtung waren 100 Jahre vergangen. Aber Coelho hängt dem Buch einen zweiten Brief an. Zurück schreibt der Adressat des ersten Briefes, ihr Anwalt Clunet. So manches betätigt er, einiges relativiert er, vor allem aber zeigt er, dass der Prozess eine Farce war. Es ist aber auch ein sehr persönlicher, an anteilnehmender Text, der dieser Frau (zumindest in Coelhos‘ Roman) gerecht wird sowie die Tragik ihres Lebens und Sterbens unterstreicht.

    Paulo Coelho erzählt im Abspann, dass sowohl der französische Hauptankläger kurz nach Mata Haris Exekution selbst wegen Doppelspionage angeklagt wurde. Ebenso geriet der Staatsanwalt später in das Visier der französischen Justiz nach dem 2. Weltkrieg. Er soll gestanden haben, dass der Prozess gegen Mata Hari auf  „Vermutungen, Extrapolationen und Annahmen beruht habe: ‚Entre Nous, il n´y avait pas de quoi fouetter un chat – einmal ganz unter uns, wir hatten eigentlich nichts gegen sie in der Hand.“ (Seite 172)

    Die Geschichte dieser Frau wurde (mindestens) zehnmal verfilmt. Die Hauptrollen spielten unter anderen  Greta Garbo (1931)  Jeanne Moreau(1964) und  Natalia Wörner (2017). Die erste war  Asta Nielsen – bereits im Jahr 1920 in einer deutschen Produktion. Es gibt Bühnenwerke, Musik, sogar Videospiel, ebenso massenweise Bücher – Biografien, Dokumentationen, Romane... 

    Es ist vielleicht etwas vermessen, den Roman Coelhos in diese Reihe einzuordnen, aber für mich scheint es so, dass eben dieses Buch für mich genau das Richtige war.

    Paulo Coelho hat gesagt: 
    „Sie war eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts, 
    die von Männern des 19. Jahrhunderts hingerichtet wurde.“ 

    „Das war mein Leben. Ich bin die Nachtigall, 
    die für die Liebe alles gegeben hat und darüber starb.“

    Paulo Coelho hatte es bisher nicht in unseren Blog geschafft. Der Grund ist schlicht: Der Blogger zumindest hatte kein Buch von ihm gelesen. Seit dem Besuch eines Konzerts  Nine Secrets des Weltstars  Ute Lemper über  Die Schriften von Accra von Paulo Coelho schlich er immer wieder um die Auslagen in diversen Buchhandlungen drumrum. Wie gelegentlich schon geschehen, waren es dann Buchbesprechungen anderer Blogger, die ihn zugreifen ließen. Der 1947 geborene Autor hat eigene Erfahrungen mit der Psychiatrie in der brasilianischen Militärdiktatur gesammelt, vielleicht kommt daher die Suche nach spirituellen Dingen, die sich in solchen Lebensweisheiten niederschlagen.

    © Bücherjunge



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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 3 Monaten
    Einfach nur ärgerlich

    Nun also zum ersten Mal Paulo Coelho. Trotz des hohen Bekanntheitsgrades habe ich mich nie durchringen können, ein Buch dieses Autors zu lesen. Und das eigentlich ohne Grund. Hohe Auflagenzahlen und das Erscheinen im Diogenes Verlag sprechen eigentlich für sich.
    Bei diesem Roman hat mich das Bild auf dem Umschlag gleich angezogen. Es zeigt das Sepiabild einer Frau in orientalisch anmutendem Kostüm. Der Klappentext verrät, es geht um Mata Hari, die deutsche Tänzerin, um deren Tätigkeit als Spionin im Ersten Weltkrieg sich Legenden gebildet haben. Ein Thema, für das ich mich, schon weil ich selbst Tänzerin war, durchaus interessiere.
    Mit Aufschlagen des Buches begann eine tour d'horreur, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Der Roman beginnt mit der Erschießung Mata Haris durch ein französisches Kommando, die der Autor genüßlich langsam und reißerisch ausbreitet. Ich hatte schnell das Gefühl, mich in einem drittklassigen Groschenheftchen zu befinden. Und dieses Gefühl hat mich bis zum Schluß nicht verlassen. In Ermangelung anderer Lektüre zu diesem Zeitpunkt, habe ich das unsägliche Machwerk nicht aus dem Zugfenster gepfeffert, obwohl mein Handgelenk so manches Mal verlangend zuckte. Hölzerne Dialoge, platte esoterische Sentenzen, leblose Charaktere. Das Ganze wirkt wie aus vorgefertigten Versatzstücken lieblos zusammengesetzt, nach Erfolgsrezept angerührt: ein bißchen Drama, ein bißchen aufgesetzte Lebensweisheit, ein bißchen Sex und Tragödie und ein bißchen Vergewaltigung. Das Alles oberflächlich zusammen gemischt, nur bloß nicht tiefere Schichten ankratzen, und fertig ist der Bestseller.
    Unfassbarerweise geht die Rechnung tatsächlich auf, der Roman wird teilweise hymnisch gelobt. Ich konnte nach Zuklappen des Buches nur höchst ärgerlich mit dem Kopf schütteln und beschließen, dass es bei diesem einen Coelho bleiben wird. Wenn ich so etwas lesen möchte, greife ich tatsächlich lieber zu einem Groschenheft, als mir dieses in den Mantel der Literatur gewandete Geschreibsel anzutun.
    Den Grad meines Unwillens kann jeder ermessen, der weiß, dass Verrisse nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. Daher noch einmal die gemäßigte Variante: Ich mag dieses Buch nicht, keine einzige Seite davon. Aber ich gönne den Coelho-Fans natürlich trotzdem ihren Spass.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 4 Monaten
    Faszinierender Einblick in das Leben von Mata Hari

    Mata Hari umgibt bis heute etwas Geheimnisvolles: Berühmt geworden als Spionin und Tänzerin, wird sie 1917 zum Tode verurteilt und erschossen. Paulo Coelho beschreibt in seinem Roman „Die Spionin“ das Leben der Frau, die als Margarete Zelle in den Niederlanden geboren wurde und mit ihrem Mann nach Ostindien ging, bevor sie sie in verließ und unter dem Namen Mata Hari Berühmtheit erlangte.
    Der Roman ist dreigeteilt und den Hauptteil bildet ein Brief, den Mata Hari aus dem Gefängnis an ihren Anwalt schreibt und in dem sie ihr Leben Revue passieren lässt. Sie betont mehrfach, dass sie davon ausgeht, begnadigt zu werden, doch die Geschichte beweist das Gegenteil. Durch diesen Brief bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in das Denken und Handeln dieser fiktiven Mata Hari, denn auch wenn Coelho sich an der Biographie orientierte, kann er über ihr Innenleben immer nur spekulieren. Das macht er jedoch auf sehr spannende und bewegende Art und Weise. Obwohl ihre Handlungen sie kalt und berechnend wirken lassen, erreicht einen die Protagonistin schnell und man fühlt mit ihr mit, auch wenn einem bewusst ist, dass ihre Verantwortungslosigkeit sie unweigerlich in den Abgrund führt. Den Abschluss des Romans bildet ein Brief ihres Anwalts, in dem er seine Verteidigung erklärt und ihre Geschichte aus der Außensicht noch einmal in einem Zusammenhang rückt, der viele Zweifel an Mata Haris Version aufkommen lassen. Doch wie auch in der Realität, weiß man nie genau, was Erfindung von Mata Hari ist und was Realität. Und das macht die ganze Geschichte auch wieder so spannend.
    Mit „Die Spionin“ ist Paulo Coelho eine äußerst unterhaltsame und kurzweilige Geschichte über eine der berühmtesten Spioninnen des 20. Jahrhunderts gelungen. Ein tolles Buch, das sich in einem Rutsch weglesen lässt, weil Mata Hari einen so in ihren Bann zieht – wie sie auch vor über 100 Jahren schon mit den Menschen tat, denen sie begegnete. 

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    Monawundervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: leider eine enttäuschung, ich hatte mir viel von dem werk von coelho erwartet!
    paulo, satz mit x. das war wohl nix!

    "wer ist die frau hinter dem schillernden mythos? paulo coelho schlüpft in ihre haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten krieg brief aus dem gefängnis ihr außergewöhnliches leben selbst erzählen: vom mädchen margaretha zelle aus der holländischen provinz zur exotischen tänzerin mata hari, die nach ihren eigenen vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre art zu einer der ersten feministinnen wurde."

    ja und genau hier ist das problem. er hat versucht sie zu charakterisieren. aber ihre art und ihre beweggründe für ihre handlungen kamen nicht gut zum vorschein. insgesamt  hatte es potential, gefallen hat es mir allerdings nicht.der angang, als ihr leben noch zusammengefasst wird, gefiel mir noch, aber am ende nahm die handlung rasant an fahrt auf und war plötzlich vorbei. wirklich schade!

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    Bambisusuus avatar
    Bambisusuuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Guter Schreibstil, aber die Geschichte konnte mich nicht packen!
    Mata Haris Schicksal

    Der Autor "Paulo Coelho" ist bekannt für seine zahlreichen Weltbestseller. Paulo Coelho hat mit dem Roman "Die Spionin" seinen nächsten Bestseller geschrieben. Mich jedoch konnte der Roman nicht packen. 

    Mata Hari - eine sinnliche Verführerin, die mutig ihren Weg ging und dafür einen hohen Preis zahlen musste. Ein schrillender Mythos herrscht über die Frau Mata Hari. Doch was steckt hinter alldem? Ein fiktiver Brief lässt mehr über ihr außergewöhnliches Leben erfahren. Als junges Mädchen ist sie ein Nichts. Sie steht vor einem Neuanfang und schafft es in kurzer Zeit, die Menschen von sich als Tänzerin zu fesseln. Nach einem schnellen Ruhm wendet sich plötzlich das Blatt. Mata Hari wird angeklagt. Das Portrait der einzigartigen Frau wird vervollständigt und lässt tief blicken.

    Paulo Coelho, ein Autor, der durch seine facettenreichen Werke bekannt geworden ist. Die Spionin ist mein erster Roman von ihm und meine Erwartungen habe ich ziemlich hoch angesetzt. Ein schlichter und doch interessanter Schreibstil haben mich neugierig gemacht. Die sachliche und zurückhaltende Art macht den Roman auf seine Weise besonders. Trotzdem wurde ich enttäuscht, denn die Geschichte hat mich emotional nicht mitgerissen.

    Mata Hari ist eine bekannte und einzigartige Frau. Viele Romane und Geschichten erzählen von ihr. Paulo Coelho hat sich das zu Nutzen gemacht. Mit einem fiktiven Brief soll der Leser eine andere Seite der Mata Hari kennen lernen. Ihre Gefühle, Gedanken und Schicksale stehen im Fokus. So richtig warm geworden bin ich mit den Charakteren jedoch nicht. Die vielen positiven Meinungen konnte ich deshalb nicht nachvollziehen. Für mich gab es keine Hoch und Tiefs. Eher monoton und einfach wird die Geschichte abgehandelt. Teilweise habe ich die Geschichte als oberflächlich empfunden.

    Wahrhaftige Informationen geben dem Roman die Mischung aus Illusion und Realität. Es wird mit den Gedanken des Lesers gespielt. Hineinversetzen fiel mir bei Mata Hari schwer. Viele Informationen sind bekannt und die Fotos innerhalb der Handlung passen nicht immer in das Geschehen. Schlau bin ich aus diesem Buch nicht geworden, auch wenn die Idee interessant ist.

    Ein tolles Cover und der interessante Schreibstil konnten mich zu Beginn entzücken. Meine Erwartung und die positiven Meinungen wurden aber nicht gestillt!

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    Dagmar_Urbans avatar
    Dagmar_Urbanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnd: skandalöse Hintergründe eines Show-Prozesses mit tödlichem Ausgang
    Spielball der Macht - das dramatische Schicksal der Mata Hari

    Am 15. Oktober 1917 wurde Margaretha Zelle, alias Mata Hari, als Spionin in Paris hingerichtet. Bis dahin hatte die 39jährige Niederländerin in ihrer französischen Wahlheimat mit außergewöhnlich freizügigen Tanz-Auftritten zunächst große Erfolge gefeiert. Sie wurde geliebt, bewundert und beneidet. Zu ihren Liebhabern zählten einflussreiche Männer, die sie protegierten und förderten. Doch mehr und mehr imitierten jüngere Tänzerinnen ihren Stil, das öffentliche Interesse verlagerte sich von ihrer Kunst zu ihren „Eskapaden“. Ein selbstbestimmtes Leben als unverheiratete Frau kratzte an der damaligen Moral, schürte Misstrauen und Ängste. Besonders in den Kreisen der Mächtigen, zumal es Mata Hari mit der Wahrheit offenbar nicht allzu genau nahm. So wurde sie zum leichten Opfer für Politiker, Ankläger und Richter, die von Horrormeldungen über die Schlachten bei Verdun oder eigenen Fehlentscheidungen ablenken wollten.

    Das und die Gründe für Margaretha Zelles Verhalten erfährt der Leser aus dem fiktiven Brief, den die Verurteilte ihrem Anwalt schreibt, sowie aus seiner Antwort.

    Paulo Coelho hat aus wahren Begebenheiten einen Roman geschaffen über eine Frau, die entgegen aller Schwierigkeiten und Konventionen ihren eigenen Weg geht. Gekonnt holt er die Berühmtheit vom Sockel, zeigt einfühlsam ihre menschliche Seite und die Dramatik ihres Schicksals.

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    anahita88mirvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag komplett durch gelesen, es ist ziemlich Spannend beschrieben.
    Die Spionin

    Die Themen wie Liebe und das Leben  sind wie alle seine Bücher wieder hier auch ziemlich Präsenz und stehen im Mittelpunkt seines Buches 

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ein wundervolles Buch, inhaltlich nichts hinzuzufügen, perfekt !!!
    Letzter Brief der Mata Hari

    Ich  mag Paulo Coelho als Autor extrem gern und so auch in diesem ganz besonderen Roman, der mich fasziniert hat. Ich wollte mich über Mata Hari informieren bezüglich eines Buches, welches ich momentan schreibe, zu Frauen der Weltgeschichte .... mehr verrate ich mal nicht .... - und kam im Zuge meiner Recherchen auf "Die Spionin" von Coelho. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen, war begeistert und nachhaltig beeindruckt, vor allem auch bestens informiert und kurzweilig unterhalten.

    Sie war mutig und unabhängig, sie war aber auch erotisch und Verführerin und sie zahlte dafür !!! Der Mythos Mata Hari hat mich fasziniert und nun weiß ich noch mehr über sie ... Wie Coelho "Die Spionin" darstellt, ist eine ganz eigenwillige, die mir allerdings sehr gut gefallen hat. Er lässt diese unkonventionelle Person sozusagen selbst zu Wort kommen. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten.

    Wir steigen mit dem Prolog im Paris des Oktober 1917 in die Handlung ein.

    Leseprobe:
    ... Es war kurz vor fünf Uhr morgens. Eine Gruppe von achtzehn Männern, vornehmlich Offiziere der französischen Armee, stieg hinauf in den zweiten Stock des Frauengefängnisses Saint-Lazare in Paris. Ihnen voran ging der Gefängnisaufseher mit einem brennenden Span und zündete damit die Öllampen an den Wänden an. Vor Zelle zwölf blieben alle stehen ....

    Das Buch ist mit einem Schutzumschlag versehen, ansich in Leinen gebunden, sehr edel aufgemacht.

    Die Geschichte der Mata Hari ist extrem fesselnd geschrieben und hat mich in ihren Bann gezogen. Ich konnte sehr gut mit ihr mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Die Feministin spielt ein Doppelspiel und muss dafür büßen. An dieser mutigen Frau kann sich so mancher ein Beispiel nehmen.

    Innerhalb eines letzten Briefes (den gab es nicht wirklich) kommt die Spionin zu Wort. Coelho konnte das so schreiben, da er die Möglichkeit hatte, die Geheimakten einzusehen. Daher ist die gesamte Geschichte auch wirklich sehr tiefgründig und emotional ehrlich und offen, vor allen aber real und wirklich.

    Dem Buch sind einige Abbildungen beigefügt, so z. B. 1904 im Kostüm einer Hinduprinzessin, Auflistung des Inhalts der Schrankkoffer, Nachruf auf Mata Hari am Tag nach ihrer Erschießung in Vincennes Paris in der "New York Times" vom 16. Oktober 1917 ...

    Für Biografiefans und Interessierte an der Person sowie auch für Leser, die sich für Geschichte interessieren, ein wundervolles Buch, inhaltlich nichts hinzuzufügen, perfekt !!!

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    HappiestGirls avatar
    HappiestGirlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweilig! Immer noch nicht meins!
    Das Leben der Mata Hari

    Inhalt:
    Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

    Meine Meinung:
    Es war mein zweiter Versuch mit Paulo Coelho warm zu werden. Ich habe das Buch gelesen, da mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht hatte. Zwischendrin hatte ich aber immer wieder meine Durststrecken. Habe es sogar mal beiseitegelegt und ein anderes eingeschoben. Nichtsdestotrotz war es interessant. Die Erzählperspektive hat einiges noch für mich gerettet. Wäre das Buch in der dritten Person geschrieben gewesen, hätte ich vielleicht sogar abgebrochen. Die Geschichte hatte auch einige Höhen, die es spannend gemacht haben und mich am Buch gehalten haben.
    Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft.
    Aber es ist sicher für jeden etwas, der die Bücher von Coelho mag oder liebt.

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    Datahavor einem Jahr
    Die Geschichte der Mata Hari

    Paulo Coelho legt in seinem Roman „Die Spionin“ die Lebensgeschichte der Niederländerin Margarethe  Zelle, der Welt besser bekannt als „Mata Hari“ zu Grunde.  Coelho schreibt hier fiktiv, verarbeitet aber reale Daten. Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Im Prolog wird der Tag der Hinrichtung am 17. Oktober 1917 beschrieben. Teile 1 und 2 befassen sich mit dem in der „Ich“-Form geschriebenen Lebenslauf der Protagonistin in Form von Briefen an ihren Anwalt. Im ersten Teil geht er auf  Margarethe Zelles Jugend und ihre unglückliche Ehe ein.  Im zweiten Teil geht es um die Tänzerin Mata Hari und ihre Verbindungen. Dieser zweite Teil war für mich ein wenig zu oberflächlich.  In Teil 3 kommt der Anwalt zu Wort, der sich im Grunde bei Mata Hari für deren Verurteilung entschuldigt. Es gibt noch einen kurzen Epilog und einen Anhang mit Fotos von Originaldokumenten.

    Insgesamt war das Buch für mich sehr interessant, da ich schon seit langem vom Mythos Mata Hari gehört hatte. Allerdings habe ich mich nie näher informiert, wer sie eigentlich wirklich war. Deshalb war mir auch gleich klar, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Leider hat das Buch einige Schwächen, so kam mir besonders der dritte Teil sehr abgehackt und eher nichtssagend vor.

    Das Cover zeigt ein Bild der Tänzerin Mata Hari und ist durch den farbigen Hintergrund ein richtiger Hingucker. Das Büchlein liegt insgesamt sehr schön in der Hand und lässt sich flüssig lesen.

    Mein Fazit: Grundsätzlich ein ganz interessantes Buch, das allerdings viele Fragen offen lässt.

           

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Mythos oder Realität?

    Vor fast hundert Jahren wurde Mata Hari, die exotische Tänzerin und berühmte Spionin, exekutiert. Während ihrer letzten Woche im Gefängnis hat sie den Wunsch geäußert, Papier und Stift zu bekommen, um Briefe zu schreiben. Paulo Coelho hat ihren letzten Brief rekonstruiert, in dem sie über ihr ganzes Leben erzählt und ihre eigene Wahrheit schildert.
    In seinem neuesten Buch "Die Spionin" zeigt Paulo Coelho die Geschichte Mata Haris, der berühmtesten Spionin aller Zeiten, in einem neuen Licht.
    War sie wirklich die Hochverräterin, wofür sie sterben musste? Laut Coelho, war sie nur "eine Frau, deren einziges Verbrechen darin bestand, unabhängig zu sein".
    "Die Spionin" wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist bereits kurz nach dessen Erscheinung ein Weltbestseller geworden.
    Ihr habt jetzt die Möglichkeit, diesen geheimnisvollen, fesselnden und ausdrucksvollen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen!

    Zum Inhalt
    Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

    Leseprobe

    Zum Autor
    Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere "Der Alchimist", "Veronika beschließt zu sterben", "Elf Minuten" und zuletzt "Untreue", sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 210 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

    Wer war Mata Hari in Wirklichkeit? Was hat sie in ihrem letzten Brief geschrieben?
    Zusammen mit Diogenes verlosen wir 25 Exemplare von "Die Spionin" unter allen, die Lust auf eine Leserunde zu Mata Hari haben und sich über ihre Geschichte austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 04.12. bewerben und auf folgende Frage antworten:

    Wann habt ihr das letzte Mal einen echten Brief geschrieben? Per Hand, auf Papier und mit einer Briefmarke darauf? Wer war der Empfänger? Habt ihr Lust, über den Inhalt des Briefes zu erzählen?

    Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

    * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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