Paulo Coelho Veronika beschließt zu sterben

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Inhaltsangabe zu „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise 'Verrücktheit', die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.

Eine Ode an das Leben!

— lebenistmeer

Unbedingt lesenswert

— mvieten

Sehr einfühlsam, sehr wahr. Eines meiner Lieblingsbücher! Einfach unvergleichlich!

— lydi_marie_kem

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher! Paulo Coelho schreibt sehr tiefgründig und bringt einen dazu sich auf das Wesentliche zu besinnen.

— Lina-Mit-Ell

Eine gute Aussage aber wenig Gefühl dahinter...

— ricysreadingcorner

durchaus lesenswert, aber der Film gefiel mir besser

— CorneliaP

Ein zartes, tief berührendes Meisterwerk das Coelho da geschaffen hat!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Das Buch fängt ganz schön hart an und wandelt sich dann zu einem lebensbejahenden Buch. Absolut lebenswert!

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  • Auf dem Weg zum Klassiker

    Veronika beschließt zu sterben

    mvieten

    03. October 2017 um 15:13

    In seinem Roman ‚Veronika beschließt zu sterben‘, erschienen im Diogenes Verlag, beschreibt Paulo Coelho den misslungenen Selbstmord und die darauf folgenden Tage im Leben einer jungen Frau. Schon auf den ersten Seiten offenbart Veronika uns ihre Rechtfertigung für die Tat. Sie hat ihre Ziele früh erreicht und fürchtet, in den nächsten dreißig, vierzig oder gar fünfzig Jahren würde sich ihr Leben nur noch wiederholen und ein Tag würde dem anderen gleichen. Auf die Idee, ihre Ziele höher zu setzen oder sich einfach andere zu suchen, um die befürchtete Tragödie zu vermeiden, kommt sie nicht. Dabei liegt es nahe, dass Veronika von Gott Talente anvertraut bekommen hat, die sie zu mehr befähigen als sie bis dahin getan hat. Sonst hätte sie ihre bisherigen Ziele nicht so früh erreicht und wäre darüber nicht so unzufrieden. Und selbst wenn es nicht so wäre. Können wir uns in unserer heutigen Gesellschaft vorstellen, dass unser Lebenszweck lediglich darin besteht zufrieden zu sein und unser Leben zu genießen? Schwierig genug ist es ja. Und damit würden wir auch dem Leistungsanspruch unserer Gesellschaft entsprechen. Schließlich ist kaum etwas schwieriger als zufrieden zu sein. Ist es nicht möglich, dass der Sinn unseres Daseins einfach darin besteht, die Vielfalt des Lebens und die Schönheit dieses Planeten zu genießen? Mehr nicht? Wer könnte das besser als ein zufriedener Mensch? Und sind nicht die am unzufriedensten, die genau das nicht mehr können? Sich über die Dinge freuen, die jeden Tag einfach da sind? Ohne dass wir etwas dafür tun müssen. ‚Veronika beschließt zu sterben‘ wäre kein Coelho wenn es nicht eine Botschaft gäbe. Ich habe für mich herausgelesen, dass wir nicht enttäuscht darüber sein sollten, was wir im Leben vorfinden. Denn unsere Talente haben wir für eben diesen Zweck. Aus dem was wir vorfinden etwas zu gestalten. Im Rahmen unserer Möglichkeiten und bis zu unserer Zufriedenheit.

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  • Ein sehr einfühlsamer Roman über das Leben und eine Prise Verrücktheit

    Veronika beschließt zu sterben

    lydi_marie_kem

    20. September 2017 um 18:03

    Veronika beschließt zu sterben ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Paulo Coelho! Veronika möchte sterben, sie kann dem Leben nichts mehr abgewinnen und plant ihren Tod. Als sie eines Tages in einer Psychiatrie erwacht ist ihr klar, dass alles anders gekommen ist als sie es sich gewünscht hat. Abseits von allem was sie bisher kannte, schließt sie neue Freundschaften und Verbindungen. Sie beginnt zu erkennen, worauf es wirklich ankommt und was Glück für jeden einzelnen bedeuten kann. Paulo Coelho hat eine einzigartige Art zu schreiben, sehr einfühlsam und sehr philosophisch. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und war immer wieder erstaunt wie authentisch die Charaktere dargestellt wurden. Im Buch werden vielerlei Dinge an- und ausgesprochen, die sonst eher im verborgenen bleiben. Ich konnte jederzeit sehr gut nachempfinden, wie Veronika sich gefühlt hat und wie sie ihre Umwelt wahrnahm. Solange sie so funktionierte, wie alle es von ihr verlangten und erwarteten war alles in bester Ordnung. Für diese Menschen zumindest. Das Buch ist wie eine Ode an die Verrücktheit in jedem von uns und ein Weg zu erkennen, dass Glück für jeden Menschen etwas anderes bedeutet.  . . . "Sie hatte genug von Selbstbeherrschung, Masken und angepasstem Verhalten." . . . "Du besserst dich. Du fragst ohne zu fürchten, man könnte dich für indiskret halten.". . . "Ich kann leben, aber nutze ich diese Chance überhaupt?"Nur drei von den besten Kernaussagen des Buches. Ich kann es absolut empfehlen. "Sehr einfühlsam, sehr wahr. Eines meiner Lieblingsbücher!  Einfach unvergleichlich!"

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  • Eine gute Aussage aber wenig Gefühl dahinter...

    Veronika beschließt zu sterben

    ricysreadingcorner

    27. August 2017 um 19:07

    InhaltDie 24-jährige Veronika geht es zwar eigentlich sehr gut, jedoch ist sie ihres eintönigen Lebens überdrüssig und beschließt daher dem ganzen ein Ende zu setzen, bevor das noch Jahrzehnte so weitergeht. Ganz pragmatisch sammelt sie daher über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten und versucht sich mit einer gehörigen Menge davon das Leben zu nehmen. Sie kommt in einer psychiatrischen Klinik wieder zu sich und muss erkennen, dass ihr Plan nicht aufgegangen ist. Noch nicht, denn dann wird ihr eröffnet, dass sie ihr Herz mit den Tabletten so sehr geschädigt hat, dass sie nur noch eine Woche zu leben hat. In dieser Woche lernt sie andere "Verrückte" kennen und merkt, dass diese eigentlich das Leben viel eher verstanden haben und dass es ein bisschen Verrücktheit braucht um ein glückliches Leben führen zu können. Sie spürt endlich Hass und Liebe, eine ganze Palette an Emotionen und nicht nur Gleichgültigkeit. Und, da sie eh bald sterben wird, traut sie sich zum ersten Mal diese zuzulassen.Meine MeinungMit dem Inhalt sind auch eigentlich schon die wichtigsten Aussagen des Buches wiedergegeben: "Im Angesicht des Todes, bekommt man endlich den Mut richtig zu leben und kann so lernen das Leben zu lieben" und "'Verrücktsein' ist Ansichtssache bzw. nur, wer ein bisschen Verrücktheit zulässt und zulässt, ganz er selbst zu sein, der kann das Leben richtig genießen".Und das sind keine subtilen Botschaften, die der Leser durch die Analyse der Handlung und der Entwicklung der Charaktere mühsam herausarbeiten muss, sondern sie werden einem vielmehr die ganze Zeit um die Ohren gehauen, ständig, auf jeder Seite aufs Neue.Neben diesen Aussagen, die tatsächlich meistens "Aussagen" irgendwelcher Figuren sind, passiert nicht viel. Veronika lernt andere Patienten kennen, wir erfahren ein bisschen etwas über ihre Geschichten und dennoch bleiben alle Charaktere irgendwie flach. Ich hatte das Gefühl, sie werden nur eingeführt um die Aussage - nochmal - zu unterstreichen. Eduard, ein Schizophrener, den ich sogar zunächst ganz sympathisch fand, scheint z.B. nur die Aufgabe zu haben, dass Veronika sich in ihn verlieben kann und so auch noch kurz - da sie ja bald sterben wird - die Liebe finden kann: plakativ beschreibend, aber für mich keinesfalls authentisch und gefühlvoll.Auch Veronika selbst lernt man kaum kennen. Ja, sie war dadurch verbittert, dass sie ihr Leben eintönig fand, was darauf schließen lässt, dass auch sie auch - wenigstens oberflächlich - ein ziemlich langweiliger Charakter ist. Aber müsste sie sich laut Aussage des Buches im Angesicht des Todes dann nicht selbst finden? Wenn diese Selbstfindung darin bestehen soll, dass sie ausgelassen masturbiert, weiß ich auch nicht weiter...Die Dialoge sind offenbar ebenfalls nur darauf ausgerichtet, die Aussage des Buches, die man wahrscheinlich eigentlich schon beim Lesen des Klappentextes verstanden hat, zu verdeutlichen. Es wirkt dann eher so als würde ein Philosoph zu einem Priester sprechen, als dass sich gerade ein Psychiatrie-Insasse, der sich gerade zum ersten Mal seit Langem einem Mitmenschen öffnet, einem anderen Psychiatrie-Insassen anvertraut.Der Stil erinnert insgesamt stark an ein Märchen oder eine Parabel: Es ist ein kurzes Buch, dass eine Lehre herüberbringen soll. Auch die überschaubare Länge von nur etwas mehr als zweihundert Seiten trägt zu diesem Eindruck bei.Der Schreibstil bleibt dabei sehr einfach und erklärend und wirkte für mich irgendwie plump.Die Erzähltechnik hingegen ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die Perspektive wechselt nämlich immer wieder zwischen verschiedenen Charakteren. Während wir einem Großteil der Handlung aus Veronikas Sicht folgen, kommt es immer wieder vor, dass die Perspektive z.B. auch mitten im Gespräch wechselt und dann ein anderer Charakter seine Geschichte erzählt. Dies geschieht zwar immer in der Dritten Person, die Charaktere "denken" aber in der wörtlichen Rede, was wieder irgendwie plump wirkt und mich oft an die Erzählweise eines Kinderbuchs erinnerte: "'Ich weiß, dass die Welt meine Anstrengungen nicht anerkennen wird', sagte er sich..."...Ganz merkwürdig fand ich es, als Paolo Coelho nach der Beschreibung, wie Veronika in der Anstalt aufwacht, selbst kurz vorkommt, als Autor, der beschließt, diese Geschichte zu erzählen, da er selbst als Jugendlicher in eine Psychiatrie abgeschoben wurde und das Thema ihm sehr am Herzen lag. Hätte er das nicht einfach in einem Vorwort machen können? Oder seine eigene Geschichte als "autobiographische" Rahmenhandlung nutzen können? So war ich jedenfalls erstmal wieder herausgerissen.Die Aussage des Buches, die wie eine Leuchtreklame über allem schwebt, ist natürlich eigentlich eine sehr wichtige, aber auch nichts wirklich Neues. Man hätte sie sicherlich in einer längeren Geschichte mit interessanten Charakteren und einer liebevoll ausgearbeiteten Handlung gut verpacken können.Aber so wie sie in diesem Roman verarbeitet ist, hätte es eigentlich kaum eine Geschichte drumherum gebraucht. Eins von diesen Sonnenuntergangs-Bildern mit einem schnörkeligen Text drauf hätte es auch getan.Was ich diesem Buch aber wirklich zugutehalten muss ist zum einen das Ende und zum anderen die ganze Geschichte um den Chefarzt der Klinik, der versucht zu beweisen, dass ein Großteil der Menschen an einer Bitterkeit erkrankt ist, die dadurch entsteht, dass man nur noch nach festen Regeln und Gewohnheiten lebt. Er erkennt nämlich auch Folgendes:"Je glücklicher, die Menschen sein können, desto unglücklicher werden sie." (S. 84)Und alleine dieser Satz hat für mich soviel mehr Aussagewert, als alles andere, was einem in diesem Roman immer wieder vorgekaut wird. Er bezieht sich damit darauf, dass in Krisenzeiten, die Depressionsraten und andere psychische Krankheiten in dem betroffenen Land abnehmen. Wenn das Problem gelöst ist, würden sie wieder ansteigen. Er geht daher davon aus, dass alltägliche Problemchen, wie Stress, Langeweile und Liebeskummer, für die wir nur Zeit und Aufmerksamkeit haben, wenn es uns vergleichsweise gut geht, viel eher zu psychischen Problemen führen.Warum gab's nicht viel mehr von Dr. Igor?!Ich möchte das Ende natürlich nicht verraten, aber es gibt dem Buch ein bisschen von der Originalität, die die Geschichte meines Erachtens nach sonst leider ziemlich vermissen ließ. Ich kann also jedem empfehlen, wenn ihr das Buch lest und es euch ähnlich geht wie mir, dass ihr euch zwischendurch denkt, was das denn alles soll, dann lest es zuende, denn es lohnt sich!Beim Titel des Buches habe ich eigentlich viel mehr "Vorgeschichte" erwartet, dass wir erfahren oder sogar ein bisschen miterleben, was genau Veronika zu diesem Entschluss gebracht hat und dass man sie auch eher bei der Vorbereitung dieses Schrittes begleitet. Stattdessen setzt die Handlung schon mit dem Selbstmordversuch ein, was dem Ganzen irgendwie die Substanz nimmt, die ich erwartet hätte. Selbstmord ist ein ziemlich heftiges Thema, aber hier wird es irgendwie auf die leichte Schulter genommen. Sie bringt sich um, weil sie gelangweilt ist? Das würde vielleicht Sinn machen, wenn man Veronika ein bisschen mehr kennen würde, sich in sie hineinversetzen könnte.FazitIch empfehle erst einmal jedem, dieses Buch zu lesen. Das klingt nach dieser Rezension wahrscheinlich komisch, hat aber seine Gründe:1. Es ist sehr kurz und leicht geschrieben, sodass es eine einfache und schnelle Lektüre ist, durch die man sich, wenn sie einem nicht gefällt nicht endlos lange durchquälen muss. Das heißt man kann sich relativ schnell eine eigene Meinung dazu bilden.2. Offenbar scheiden sich an diesem Buch die Geister…Die einen sind begeistert, die anderen total enttäuscht. Diese Rezension stellt eben nur eine Meinung dar. Vielleicht ist es daher tatsächlich "ein Buch das man gelesen haben muss", um sich eine eigene Meinung bilden zu können.Der Roman hat definitiv wichtige Aussagen, hat diese für meinen Geschmack nur zu wenig originell und etwas lieblos verpackt. Ich hätte eine herzzerreißende Geschichte über die Schönheit des Lebens im Angesicht des Todes wie bei "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erwartet. Denn Veronika muss erst einen Selbstmordversuch begehen und in der Psychiatrie landen, um zu merken, wie schön das Leben ist. Blöd nur, dass sie jetzt nur noch eine Woche zu leben hat. Da war das Schicksal doch wirklich ein mieser Verräter. Aber ich wurde enttäuscht. Mir war das alles zu gestellt und aufgesetzt, als dass die Geschichte und vor allem der Charakter Veronika mein Herz hätte berühren können.Nichtsdestotrotz regt es zum Nachdenken über das eigene Leben an!Und speziell die Aussage von Dr. Igor (dem Chefarzt) wird mir ewig im Gedächtnis bleiben: Je glücklicher die Menschen sein können, desto unglücklicher werden sie.Etwas was wir uns täglich vor Augen führen sollten. Uns geht es so gut, das sollten wir nutzen!

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  • Veronika beschließt zu sterben

    Veronika beschließt zu sterben

    ErinaSchnabu

    09. February 2017 um 18:58

    „Veronika beschließt zu sterben“ habe ich vor rund neun Jahren gelesen. Trotzdem kann ich mich noch recht gut erinnern, wie es mir beim Lesen erging, weshalb ich nun, eine Ewigkeit später, diese Rezension schreiben möchte. Inhalt Die 24-jährige Veronika begeht einen Selbstmordversuch mit Tabletten, an dem sie jedoch nicht stirbt. Sie wird in eine Psychiatrie gebracht und bekommt dort die Prognose, dass sie in Folge der Tablettenüberdosis sterben wird. Und dies in absehbarer Zeit. Ihre letzten Tage verbringt sie in der Klinik, dort lernt sie die schönen Seiten des Lebens sowie die Liebe kennen und erfährt immer mehr Dinge über ihr baldiges Ableben. Meinung Ich weiß noch, dass das Buch mich gefesselt und mich in irgendeiner Art und Weise berührt hat. Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade an einer neuen Schule und stellte mir Eduard (der junge Mann, in den Veronika sich verliebt) wie einen Mitschüler vor. Beide hatten etwas sehr eigensinniges und künstlerisches an sich. Dieser Mitschüler verließ nach kurzer die Klasse schon wieder, weshalb ich sehr traurig war. Deshalb ist das Buch gefühlsmäßig mit ihm verbunden, obwohl er nichts damit zu tun hat. Ich weiß, dass ihm dieses Buch gefallen hätte, vielleicht hat er es ja auch mal gelesen, nachdem ich ihm sagte, dass er mich an Eduard erinnerte. Wie dem auch sei. Trotzdem kann ich nicht von diesem Roman schwärmen. Er ist eben sehr kitschig und Coelho schreibt sehr salbungsvoll und alles wirkt gewollt. Coelho scheint immer mit aller Gewalt möglichst philosophisch-spirituelle Aussagen in einen Roman packen, sodass am Ende alles unauthentisch, belehrend, pseudo-weise und scheinheilig wirkt. Ich kaufe Coelho diese ganze Eso-Schiene nicht ab. Ich habe immer das Gefühl, er will krampfhaft etwas Tiefgründiges, weltbewegendes schreiben, um irgendwann den Nobelpreis für Literatur zu ergattern. Die Charaktere in dem Buch, ihre Handlungsweisen aber auch die Umgebung, alles wirkt sehr konstruiert und kaum realistisch. Die Geschichte wirkt aufgrund der Message, die schon von Anfang an heraus zu lesen ist, sehr vorhersehbar. Spannung ist kaum vorhanden. Trotzdem wurden die Emotionen gar nicht so schlecht transportiert. Einen Eindruck hat es bei mir ja hinterlassen.

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    • 6
  • durchgequält

    Veronika beschließt zu sterben

    Silliv

    07. January 2017 um 11:32

    Philosophien, Theorien, Selbstbefriedigung, alles nichts für mich, ich habe michdurchgequält.
    Man konnte sich das Ende schon denken, aber nur theoretisch!

  • Große Coelho-Verlosung: Geschenk Box mit ausgewählten Werken und Wandkalender 2017 zu gewinnen

    Geschenk-Box

    aba

    Bücher, die dein Leben verändern können Wenn es Literaturwerke gibt, auf die diese Aussage perfekt trifft, dann sind es die Bücher von dem Brasilianischen Autor Paulo Coelho.Weltweit werden seine Sätze, Aphorismen und Weisheiten zitiert, seine Bücher, die für zahllose Leser eine Inspirationsquelle sind, verkaufen sich in mehr als 150 Ländern. Er ist einer der meistgelesenen Autoren weltweit und viele seiner Leser behaupten, er hat ihr Leben verändert.Diese Woche haben alle Fans von Coelho – und alle, die es noch werden wollen – im Rahmen unserer großen Coelho-Aktionswoche die Möglichkeit, eine exklusive Geschenk-Box mit ausgewählten Werken zu gewinnen.Diese Gelegenheit dürft ihr auf keinen Fall verpassen!Mehr zu Paulo CoelhoGeboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt er heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere "Der Alchimist", "Veronika beschließt zu sterben", "Elf Minuten" und zuletzt "Untreue", sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 210 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.Zusammen mit Diogenes verlosen wir 3 x eine exklusive Geschenk-Box mit jeweils folgenden Titeln von Paulo Coelho:"Der Alchimist""Brida""Elf Minuten""Die Hexe von Portobello""Auf dem Jakobsweg""Veronika beschließt zu sterben"Und wenn ihr nicht genug von dem brasilianischen Autor haben könnt, verlosen wir zusätzlich 10 x den Coelho Wandkalender 2017 - Paulo Coelho für das ganze Jahr!Was müsst ihr dafür tun? Einfach nur auf diese Frage antworten und euch über den "Jetzt bewerben-Button" bis zum 04.12. bewerben*:Gibt es ein Buch von Paulo Coelho, das euch besonders tief berührt hat, oder von dem ihr sagen könnt, dass es euer Leben verändert kann? Was war so besonders an diesem Buch?Falls ihr noch kein Buch von Coelho gelesen habt, erzählt bitte, welches seiner Bücher ihr unbedingt lesen möchtet und warum.Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!Wer schon alle Werke Coelhos kennt und auf sein neuestes Buch gespannt ist, kann sich gerne für unsere Leserunde zu "Die Spionin" bewerben!* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 231
  • Leserunde zu "Die Spionin" von Paulo Coelho

    Die Spionin

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    Mythos oder Realität? Vor fast hundert Jahren wurde Mata Hari, die exotische Tänzerin und berühmte Spionin, exekutiert. Während ihrer letzten Woche im Gefängnis hat sie den Wunsch geäußert, Papier und Stift zu bekommen, um Briefe zu schreiben. Paulo Coelho hat ihren letzten Brief rekonstruiert, in dem sie über ihr ganzes Leben erzählt und ihre eigene Wahrheit schildert.In seinem neuesten Buch "Die Spionin" zeigt Paulo Coelho die Geschichte Mata Haris, der berühmtesten Spionin aller Zeiten, in einem neuen Licht.War sie wirklich die Hochverräterin, wofür sie sterben musste? Laut Coelho, war sie nur "eine Frau, deren einziges Verbrechen darin bestand, unabhängig zu sein"."Die Spionin" wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist bereits kurz nach dessen Erscheinung ein Weltbestseller geworden.Ihr habt jetzt die Möglichkeit, diesen geheimnisvollen, fesselnden und ausdrucksvollen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen!Zum InhaltWer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.LeseprobeZum AutorPaulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere "Der Alchimist", "Veronika beschließt zu sterben", "Elf Minuten" und zuletzt "Untreue", sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 210 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.Wer war Mata Hari in Wirklichkeit? Was hat sie in ihrem letzten Brief geschrieben?Zusammen mit Diogenes verlosen wir 25 Exemplare von "Die Spionin" unter allen, die Lust auf eine Leserunde zu Mata Hari haben und sich über ihre Geschichte austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 04.12. bewerben und auf folgende Frage antworten:Wann habt ihr das letzte Mal einen echten Brief geschrieben? Per Hand, auf Papier und mit einer Briefmarke darauf? Wer war der Empfänger? Habt ihr Lust, über den Inhalt des Briefes zu erzählen?Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 890
  • Ungewöhnlich, aber unterhaltsam

    Veronika beschließt zu sterben

    Isaopera

    18. August 2016 um 14:57

    Von Paul Coelho habe ich bereits ein sehr gutes Buch gelesen, aber auch schon eines, was mir nicht so gut gefallen hat. Somit war ich vor dem Start dieses Buches eigentlich neutral. "Veronika beschließt zu sterben" ist sehr ungewöhnlich geschrieben, denn im Vorwort werden einige Parallelen zum Leben des Autors gezogen und auf eine wahre Geschichte verwiesen, von der man aber nicht erfährt, ob sie sich wirklich so zugetragen hat. Anfang und Ende des Buches haben mir gut gefallen, auch die Charaktere fand ich insgesamt sehr gut. Der Mittelteil war für mich etwas ereignislos und auch verwirrend. Diese ganze Geschichte mit der sexuellen Befreiung von Veronika...nun ja, das war mir ehrlich gesagt etwas viel und auch nicht so ganz relevant, irgendwie... Der Psychiater war eine interessante Person und seine Theorien sind durchaus anfechtbar. Nicht nur die Geschichte mit der neuen Heilungsmethode, sondern auch die Gespräche, die er mit Mari und der Mutter von Veronika führt, fand ich etwas merkwürdig und einen Tick zuviel des Guten. Das Ende hat mich im Gegensatz zu vielen anderen Lesern nicht so sehr überrascht, ich hatte es vorher schon mal geahnt und fand es dadurch etwas vorhersehbarer. Trotzdem hat mir das Ende aber wirklich gut gefallen, keine Frage. Eduard ist auch eine sehr angenehme Figur und seine Rückblende fand ich durchaus interessant, interessanter als bei anderen Figuren. Insgesamt ein lesenswerter Roman, aber eben doch recht speziell und nicht unglaublich ereignisreich. Man nimmt als Leser einige schöne Zitate mit auf den Weg, bleibt aber auch etwas irritiert zurück.

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  • Bewegend schön

    Veronika beschließt zu sterben

    LeseMaedchen95

    02. August 2016 um 10:25

    Das Buch erinnert einen daran, wie lebenswert das Leben eigentlich ist und dass wir jeden Tag genießen sollten. Paulo Coelhos Worte sind berührend, echt und einfach.
    Ein ganz tolles Buch, dass zum Nachdenken anregt!

  • Was ist schon normal?

    Veronika beschließt zu sterben

    -Leselust-

    29. July 2016 um 21:42

    Bewertung: 4 von 5 Sternen  Kurzmeinung:  Dieses Buch hat mir wirklich bewegt und zum Nachdenken angeregt. In wunderschöner Sprache hinterfragt Coelho, was eigentlich "normal" ist und zeigt die alltäglichen Zwänge der Gesellschaft auf. Sehr eindrücklich werden das Leben und Leiden der Charaktere beschrieben. Das Bucht ist voller schöner Zitate, die mich noch lange verfolgt haben und werden.  Klappentext:  Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise ›Verrücktheit‹, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von unsS.17 "Veronika hatte beschlossen, an diesem schönen in Ljubljana zu sterben, während bolivianische Musiker auf dem Platz spielten, ein junger Mann unter ihrem Fenster vorbeiging, und sie war glücklich über das, was ihre Augen sahen und ihre Ohren hörten. Noch glücklicher war sie, dass sie dies nicht noch weitere dreißig, vierzig oder fünfzig Jahre sehen musste, denn es würde sich abnutzen und zur Tragödie eines Lebens werden, in dem sich alles wiederholte und ein Tag dem anderengleicht." Zum Buch:  Gleich zum Anfang des Buches lernen wir Veronika kennen, die nicht mehr so richtig Lust auf das Leben hat und keine Perspektive für sich sieht. Sie beschließt daher sich das Leben zu nehmen. S.13 "Ihr Leben verlief gleichförmig, und wenn die Jugend erst einmal vorbei war, würde es nur noch abwärts gehen, sie würde altern, krank werden, Freunde verlieren. Letztlich würde Weiterleben nichts bringen, vermutlich nur mehr Leid."So nimmt Veronika eine Überdosis Pillen und legt sich hin, um auf den Tod zu warten. Der Selbstmordversuch misslingt allerdings und sie erwacht in der Psychiatrie "Villette". Dort teilen die Ärzte ihr mit, dass ihr Herz durch die Pillen stark geschädigt wurde und sie in den nächsten Tagen sterben wird. So ist die Protagonisten nun gezwungen, sich mit dieser skurrilen Situation zu arrangieren und lernt das Leben in Vilette und seine Bewohner kennen. S. 21 "Wie sollte man in einer Welt, in der man um jeden Preis versucht zu überleben, Menschen beurteilen, die zu sterben beschließen?"Und in dieser ungewöhnlichen Umgebung und im Austausch mit den vermeintlich "Verrückten" lernt sie, dass es im Leben so viel mehr gibt, als sich an Regeln zu halten und sich den Normen entsprechend zu verhalten. Sie lernt sich selbst (wieder) kennen und entdeckt ihre alten Wünsche und Träume. Losgelöst von den Zwängen der Gesellschaft hinterfragt sie, was denn "normales" Verhalten ist und wem es eigentlich zusteht, sie zu bewerten. S.181 "Jeder Mensch ist einmalig und einzigartig, mit seinen Eigenschaften, Trieben, Begierden und Abenteuern. Doch die Gesellschaft zwingt ihm ein kollektives Verhaltensmuster auf..."Sie kann frei und ungezwungen einfach sie selbst sein, ohne das sie von jemandem beurteilt wird -und findet dadurch zu sich selbst und ins Leben zurück. S. 46  "Hier drinnen können alle sagen, was sie denken, tun, was sie wollen, ohne auf Kritik zu stoßen."S. 73 "Als ich die Tabletten genommen habe, wollte ich jemanden umbringen, den ich hasste. Ich wusste nicht, dass es in mir auch Veronikas gab, die ich lieben könnte."Natürlich ist das kein leichter Weg und Veronika hadert immer wieder mit ihrem Schicksal. Es findet in ihr eine Entwicklung statt, die man als Leser auch gut nachvollziehen kann.  Meine Meinung:  Was für ein schönes Buch. Es hat mich wirklich sehr bewegt. Wie ihr eventuell schon gemerkt habt, habe ich mir sehr viele schöne Zitate rausgeschrieben, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben. (Deswegen habe ich für das Lesen dieses eigentlich recht kurzen Buches auch so lange gebraucht...) Die Charaktere sind komplex und anders, als andere Charaktere, die man sonst so aus Büchern kennt. Es war bei mir nicht so, dass ich die Charaktere besonders mochte, oder ihnen besonders nahe war. Trotzdem konnten sie mich berühren und mir (und Veronika) ihre Lektionen erteilen. Man lernt die Villette- Bewohner kennen, ihre Geschichten, wie sie aus dem "Leben draußen" nach Vilette gekommen sind. Die Geschichten sind alle sehr unterschiedlich und immer sprechen die Personen sehr reflektiert über ihre Reise, so dass man als Leser viele tiefe Einblicke und Erkenntnisse gewinnen kann. S.42 "Ich hoffe allerdings, dass diese Substanz mir nur das Problem meiner chronischen Depression löst. Ansonsten möchte ich weiterhin verrückt sein, mein Leben so leben, wie ich es mir erträume, und nicht so, wie die anderen es von mir erwarten."Es geht um Liebe, Freundschaft, persönliches Leid und um Ängste, den Ansprüchen der Gesellschaft und den Erwartungen an eine aufgedrängte Rolle nicht erfüllen zu können. Man wird als Leser gezwungen, seine eigenen Ansichten über "normales Verhalten" zu überdenken und wird mit seinen eigenen Vorurteilen gegen psychisch Kranke konfrontiert. Stigmatisierung spielt eine große Rolle. Mir hat das Buch gut gefallen, gerade weil es mich teilweise aus meiner Komfortzone gedrängt hat und ich mir schwierige Fragen stellen musste.Und auch das ich über mein eigenes Leben nachdenken musste, warum ich es lebenswert finde, und das ich die alltäglichen Freuden zumindest für eine Zeit nicht mehr als so selbstverständlich annehme, hat mir gefallen. Ich finde, die Lektüre dieses Buches ist auf jeden Fall eine Bereicherung.  Verfilmung: Manche von euch kennen vielleicht auch den Film. Der hat mir auch sehr gut gefallen und hat viele Szenen aus dem Buch gut umgesetzt. Allerdings wurde auch einiges geändert und vor allem das Ende ist deutlich anders. Aber sowohl Buch als auch Film sind als eigenständige Werke zu empfehlen. Ich habe den Film vorher gesehen und war beim Lesen dementsprechend manchmal etwas überrascht. Im Film nimmt zum Beispiel die Liebesgeschichte zwischen Veronika und einem schizophrenen Insasse viel mehr Raum ein. Das Buch konnte mit der wunderschönen Sprache und den vielen tollen Zitaten wirklich überzeugen. 

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  • Ohne Zauber

    Veronika beschließt zu sterben

    BrittaRoeder

    Veronika, eine junge Slowenin Anfang zwanzig, versucht sich umzubringen. Ihr Suizid scheitert und sie erwacht in einer psychiatrischen Klinik. Da ihr Herz durch den Selbstmordversuch geschädigt ist, so sagt man ihr, habe sie nur noch wenige Tage zu leben. Und nun angesichts des Todes beginnt sie den Wert des Lebens für sich zu entdecken. Coelho, der in seinen Büchern immer wieder die großen existentiellen Fragen anschneidet, widmet sich in dieser Erzählung der Frage, was das Leben lebenswert macht. Dabei bleibt Veronika nicht die einzige Figur, deren Geschichte erzählt wird. Neben ihr sind noch weitere Schicksale in der psychiatrischen Klinik gestrandet und trotz unterschiedlicher Biographien zeigt sich bald der ihnen allen gemeinsame Nenner: Es geht darum, die eigene "Verrücktheit" zu akzeptieren und auszuleben. Der Weg zum Glück führt über das eigene Ich, das sich finden muss. Das alles klingt banal? Ist es auch. Ist aber an sich gar nicht schlimm. Denn es gibt viele wundervolle Romane, die auf einem vergleichbar schlichten Plot beruhen. Sich inhaltlich auf das Wesentliche zu konzentrieren, muss keine Schwäche sein. Aber leider ist es auch nicht automatisch ein Garant für eine gute Erzählung. Ich kann an Coelhos Geschichte keinen wirkungsvollen Zauber ausmachen. Wo ist die Phantasie des Erzählens, die eine Fiktion so glaubhaft werden lässt, dass sie dem Leser wie das Abbild echten Lebens erscheint? Coelhos Darstellungen wirken auf mich wie mühsam zusammengereimte Exempel. Hinzu kommen kleine Holperer in der inneren Logik, die gerade bei einer so kurzen Erzählung mehr als störende Schönheitsfehler sind. Und wo ist die Poesie der Sprache, die gerade in einer einfach gebauten Story ungestört zur Blüte kommen kann? In der Übersetzung verloren gegangen? Millionen zufriedener Leserinnen und Leser schätzen und lieben Coelho für seine Gradlinigkeit, mit der er seine Geschichten erzählt. Auf mich hat das Ganze den Charme eines esoterischen Lehrbuchs. Für gelungene Literatur gibt es zum Glück andere Beispiele.

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    • 14
  • Beschließt zu sterben?

    Veronika beschließt zu sterben

    loveAmaro

    28. May 2016 um 08:45

    Obwohl das Buch nur 223 Seiten hat kam es mir doch ein wenig langwierig vor. Konnte es leider nicht flüssig lesen (den Grund dafür kann ich nicht beschreiben)Im Endeffekt ist man doch Neugierig ob sie es jetzt "schafft" sich das leben zu nehmen oder wie,was wo, wann?! Meiner Meinung nach wusste ich schon ab der Hälfte wie es aus geht. WARUM? weibliche Intuition?! Keine Anhung ;)Tolles Buch, hat zwar etwas länger als normal zum Lesen gedauert doch im Endeffekt denk ich im nachhinein ein wenig mehr über mein Leben nach.Ideal wenn mal ein wenig Abwechslung  braucht.Viel Spaß beim Lesen.

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  • Eine unvorhersehbare Geschichte – Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho

    Veronika beschließt zu sterben

    BookBroker

    22. May 2016 um 12:00

    Wenn Veronika das beschließt, kann sie das auch ruhig machen. Nicht vorherzusehen war, dass eine Schwester des Klosters, in dem sie übernachtete, sie dabei unterbrach. Mit einer Überdosis an Medikamenten wollte sie sich ins Jenseits katapultieren, wurde dann aber leider in eine Psychiatrie eingeliefert. Wie kam es aber zum Suizidversuch? Im einleitenden Teil des Buches beschreibt sie, wie satt sie es hatte, auf alles warten zu müssen: auf den Bus, auf den einen oder anderen Termin usw. Wie oft passiert es uns selbst, dass wir z.B. auf das langersehnte Wochenende warten? Veronika machte diese Philosophie des Wartens wahnsinnig. Bis sie sich mit Ihrer Diagnose „Warten auf den Tod durch Herzstillstand“ tatsächlich zu den Wahnsinnigen gesellte. Einem Ort, wo jeder das tun konnte, was er wollte – ohne jegliches Kopfschütteln durch Dritte. So lernte sie einen klavierspielenden Epileptiker kennen und befriedigte sich zu allem Überfluss noch selbst vor ihm. Ein etwas skurriles Buch, das uns eigentlich etwas ganz Einfaches mitteilen möchte! Um an die Botschaft des Buches zu gelangen empfehle ich die gesamte Lektüre des Bestsellers.

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  • Sind wir nicht alle ein bisschen verrückt?

    Veronika beschließt zu sterben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2016 um 09:41

    "Veronika beschließt zu sterben" - ein Buch das ich nur wegen dem Titel gekauft habe, ich kannte damals weder Paulo Coelho, noch wusste ich um was es in dem Buch geht, aber ich musste es haben! Veronika entdeckt ihren Überlebenswillen wieder und lernt dabei das es völlig ok ist wenn man ein bisschen verrückt ist. Klar das Buch ist ein bisschen langatmig geschrieben, trotzdem habe ich es schon mehrmals gelesen, einfach weil mir die Aussage so gut gefällt! Das Leben ist kurz und kann jederzeit vorbei sein, warum tuen wir dann nicht das was uns gefällt??? Wenn wir in der Bahn Lust haben ein Lied mit zu singen, warum machen wir es dann nicht? Warum fangen wir nicht an auf der Straße zu tanzen wenn uns danach ist? Man schadet ja niemandem damit! Viele Sachen verdrängt man einfach weil "man das nicht macht".... aber was könnte schon passieren, außer das man von anderen (Fremden!) komisch angeschaut wird? Man sollte seinen Gefühlen und Bedürfnissen viel öfter nachgeben - eigentlich sind wir alle ein bisschen verrückt - nur wollen es die wenigstens zeigen. Hätten wir alle den "Mut" unsere Verrücktheit auszuleben, wäre es schon wieder normal sich so zu verhalten. Wir schränken uns alle gegenseitig ein.

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  • Tolles Buch für zwischendurch

    Veronika beschließt zu sterben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2016 um 02:32

    Schon der Titel von diesem Buch hat in mir eine gewisse Neugier geweckt. An sich ist dieses Thema ja doch noch mit Berührungsängsten behaftet. Eines kann ich vorweg schon sagen: Es geht gar nicht so sehr um einen Selbstmord. Die Story des Buches ergibt sich aus den Folgen eines Selbstmordversuches. Es ist wirklich anrührend geschrieben und man kann sich sehr gut in Veronika hineinversetzen und alles ist sehr mitfühlend beschrieben, wobei man merkt, dass der Autor selbst damit schon Erfahrung hat. Ich war enttäuscht, dass dieses Buch nur so schmal ist und auch das Ende kommt etwas sehr plötzlich. Allein vom Handlungsstrang hätte es noch ein paar weiteren Erklärungen bedurft um ganz hinter die Handlungsweise von Dr. Igor zu steigen. Was mich besonders gefreut hat, war die kleine Liebesgeschichte, die am Ende entstand. Und auch am Ende hat man ein paar Denkanstöße mitbekommen, über die man nach Abschluss des Buches noch nachdenkt. Einfach lesen lautet mein Rat. Es ist kurz, witzig und auch tiefgreifend. Alles, was ich bei diesem Titel auf keinen Fall erwartet habe.

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