Paulus Vennebusch Giganten der Zärtlichkeit

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Inhaltsangabe zu „Giganten der Zärtlichkeit“ von Paulus Vennebusch

Jürgen Schober und Manfred Trenk sind »Die Papi’s« - und der lebende Beweis dafür, dass Begabung keine zwingende Voraussetzung für Erfolg ist: Mit viel Naivität, Glück und vom Spott aller objektiven Beobachter begleitet, werden die beiden zu Deutschlands erfolgreichstem Musik-Duo – und das mit haarsträubenden Titeln wie „Ein Stückweit geil“, „Null zu eins für die Liebe“ und „Sandro, der Junge mit den grünen Sandalen“! Auf ihrem Weg nach oben (und auch auf dem Rückweg) lassen sie kaum eine Peinlichkeit aus: eine vollkommen neue Qualität des Fremdschämens! Die ganze Welt von »Die Papi's« unter: www.die-papis.de

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  • Rezension zu "Giganten der Zärtlichkeit" von Paulus Vennebusch

    Giganten der Zärtlichkeit
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. March 2011 um 14:23

    Paulus Vennebusch – Giganten der Zärtlichkeit Am Schlagerhimmel der Unbedarften Paulus Vennebusch ist ein etablierter Autor im Bereich Comedy in Deutschland. Nicht nur als Gag Lieferant für Olli Dietrich, Anke Engelke, Ingo Appelt und viele andere hat er sich einen Namen gemacht, auch ganze Bühnenprogramm wie das von Guido Cantz oder Ingolf Lück hat er mit verantwortet. Dieser Paulus Vennebusch hat nun einen ganz eigenen, persiflierten, mit warmen Humor und spitzer Ironie versehenen, Schlagerkosmos um seine beiden Protagonisten, den „katholisch tiefgläubigen“ (und hemmungslos naiven) Jürgen Schober samt seinem kongenialen Pendant, den „geerdeten“ (und letztlich diskret dumpfen) Manfred Trenk erschaffen. Zwei Männer, die sich just zur gleichen Zeit auf der Entbindungsstation antrafen und, ganz im Gegensatz zum eigentlich modernen Mann, diese jeweilige Entbindung auf althergebrachte Art und Weise begehen, in der Kneipe um die Ecke. Schober, der „Guitar Hero“, sein Leben als Sportlehrer im wahrsten Sinne des Wortes „fristend“ der nach Jahren des Übens mindestens drei verschiedene Akkorde beherrscht und Trenk, der Bäcker mit Leib und Seele, dessen gewaltige „Böhm Orgel“ Zeit seines Lebens als Ablagetisch diente. Schöpfer so unvergleichlicher Songs wie „Sandro, der Junge mit den grünen Sandalen“ oder „Giganten der Zärtlichkeit“ oder gar „0 zu 1 für die Liebe“. Ein Duo, dass, aus der Feder Vennebuschs heraus, ohne jedes dafür können oder dazu tun, aus dem Rohmaterial der legendären „Bergheimer Sessions“ (von Kennern als Katzenmusik bezeichnet) erkleckliche Verkaufszahlen und ausverkaufte Tourneen heraus kreieren, den täglichen Kampf mit ihren Frauen und dem Ruhm auszufechten haben, von ihrem Manager mit warmem Blick an jeder Nase herumgeführt werden und letztlich vor den Trümmern ihrer (unglaublichen und durch nichts gerechtfertigten) musikalischen Karriere stehen. Und das alles, nachdem die ersten Auftritte im privaten Familienrahmen für erschreckende Fluchten diverser Feiernder gesorgt hatten. Werden die beiden doch noch mitten in ihrem Leben ankommen, angesichts solch harter Rückschläge und solch miesen Verrats? Immer wieder gelingt es Vennebusch, die „wahren“ Hintergründe dieser unbedarften und unbeleckten Männer samt der erschreckenden, aber natürlich gar nicht wahrgenommenen Reaktionen der Fachwelt wunderbar ins Licht zu rücken. Liebevoll gestaltet er eine ganz eigene Welt, beginnend mit einem biographischen Blick auf das Leben beider Un-Musiker und das Ergehen privat, auf der Bühne und an den Instrumenten des Lebens. Persifliert, übertrieben, nie aber bitterböse oder gar zynisch, übersteigert Vennebusch die Welt des Schlagers und der Karrieren, der Printmedien und der Radiostationen einerseits zum Wegwerfen komisch, andererseits durchaus mit dem ein oder anderen erhellenden Blick hinter die Kulissen. Wie ein völlig unbegabtes Etwas durch reinen Zufall (besser Unfall) durch die Presse ins Rampenlicht von „Fans“ gerät, dass ist schon auf den Punkt gebracht. Kritisch anzumerken bleibt nur, dass bei einem Comedy-Bühnenprogramm in regelmäßigen Abständen die Aufmerksamkeit neu fesselnde Themenwechsel stattfinden, welche auf den knapp 250 Seiten des Buches nun nicht im Raume stehen. Das führt unweigerlich auf Dauer zu der ein oder anderen Ermüdungserscheinung, trotz des umfassend und in sich schlüssig konstruierten „Lebenskonzeptes“ der „Papis“, jener „Giganten der Zärtlichkeit“, die von unten nach ob, wieder nach unten und zum Schluss dann doch mitten in ihrem Leben ankommen. Witzig, ironisch, immer wieder voller Seitenhiebe und indirekt die Inhaltslosigkeit einer ganzen Musiksparte auf die Schippe nehmend ist Paulus Vennebusch im Gesamten ein höchst vergnügliches Buch gelungen, dass ob der Gleichheit des Stils und der Konzentration auf ein einziges Thema die ein oder andere Länge nicht vermeiden kann. Durchaus aber ein anregendes, lustiges und überwiegend einfach erfrischend komisches Buch.

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