Pawel Huelle

 3,9 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor*in von Weiser Dawidek, Mercedes-Benz und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Pawel Huelle

Cover des Buches Das letzte Abendmahl (ISBN: 9783406582431)

Das letzte Abendmahl

 (1)
Erschienen am 16.02.2009
Cover des Buches Weiser Dawidek (ISBN: 9783596127962)

Weiser Dawidek

 (4)
Erschienen am 01.06.1998
Cover des Buches Mercedes-Benz (ISBN: 9781852428693)

Mercedes-Benz

 (3)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Castorp (ISBN: 1852429453)

Castorp

 (1)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Schnecken, Pfützen, Regen (ISBN: 9783596127979)

Schnecken, Pfützen, Regen

 (0)
Erschienen am 01.09.1999

Neue Rezensionen zu Pawel Huelle

Cover des Buches Weiser Dawidek (ISBN: 9783596127962)
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Rezension zu "Weiser Dawidek" von Pawel Huelle

Eine Befreiung von der Vergangenheit
Timo_Jancavor 2 Monaten

Pawel Huelles Roman stellt eine Zäsur in der polnischen Gegenwartsliteratur dar. Kurz vor dem Ende der sowjetischen Epoche entsteht ein Werk, wo der namenlose Protagonist diese bereits als Vergangenheit begreift. Der mysteriöse Titelheld tritt als Gegenentwurf zu den Autoritäten von Schule und Kirche auf. Anhand seiner Figur erklärt sich der namenlose Protagonist seine zunehmende Emanzipation. Diese erfolgt anhand abenteuerlicher Unternehmungen der Jugendlichen. Kuriose Ereignisse stellen bisherige Wahrheiten in Frage. 

Die Handlung spielt auf drei Zeitebenen, um die Distanz des Protagonisten zur Vergangenheit zu verdeutlichen. Dies ist wohl die einzige kleine Schwäche der Handlung. Ansonsten trotz des schweren historischen Kontextes eine leichtfüßige Erzählweise mit vielen stillen und lauten Andeutungen.

Cover des Buches Castorp (ISBN: 9783423135832)
PaulTemples avatar

Rezension zu "Castorp" von Pawel Huelle

Wunderbares Prequel zum "Zauberberg"
PaulTemplevor 10 Jahren

Im Jahr 1924 lässt Thomas Mann seinen Protagonisten Hans Castorp den "Zauberberg" bereisen und erschafft damit ein Werk, was mich nach wie vor tief beeindruckt und fasziniert. In einem Nebensatz erfährt der Leser, dass Castorp vier Semester in Danzig studiert hat. Genau diese Randbemerkung nimmt Pawel Huelle 2004 zum Anlass, einen Roman über diese zwei Jahre im Leben des Studenten zu verfassen. So begleitet der Leser den jungen und anfangs sehr disziplinierten Hans Castorp an das Polytechnikum zu Danzig, wo er 1904 mit dem Studium des Schiffbaus beginnt. Durch einen Zufall begegnet er einer aufreizenden Fremden, die sein Gefühlsleben und seine innere Ordnung ordentlich durcheinanderbringt und schließlich zu psychologischen Behandlungen, einem Privatdetektiv und gar einem Mord führt.
Auch Huelle verschreibt sich dem Bildungsroman und imitiert auf herrliche Art und Weise den Sprachstil Thomas Manns, nicht ohne eine gewisse Portion Ironie hinzuzufügen und mehrere Parallelen zum späteren "Zauberberg" aufzuzeigen.
Ich habe "Castorp" SEHR genossen: Definitive Leseempfehlung!

Cover des Buches Verschollene Kapitel (ISBN: 9783930325290)
Hallogens avatar

Rezension zu "Verschollene Kapitel" von Pawel Huelle

Rezension zu "Verschollene Kapitel" von Pawel Huelle
Hallogenvor 14 Jahren

Diese literarischen Kolumnen sind relativ weit gestreut, reichen von Erika Steinbach (Bund der Vertriebenen) bis zur Französischen Revolution, beschäftigen sich aber v. a. mit Anekdoten und Randepisoden mitteleuropäischer Autoren und Philosophen wie Elias Canetti, Bohumil Hrabal, Bruno Schulz oder Karl Popper und mit russischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts (Muratov, Nabokov, Bulgakov) sowie mit dem Literaturbetrieb als solchen. Mehrfach schildert Huelle Reisen zu den Heimatorten von Schriftstellern (Nabokov, Dostojevski), auf denen er deren Umfeld nachfühlen will. Die thematische Vielfalt lässt die Zusammenstellung dann aber willkürlich erscheinen, denn Stalin, Erika Steinbach oder Kaiser Hirohito haben mit Literatur nun wirklich nichts zu tun. Zudem ist der Ton einige Male unpassend. Das Buch zeugt von der Bildung des Autors, aber auch davon, dass er manchmal etwas zu ungestüm vorgeht (etwa wenn er darauf verfällt, Kriegsverbrechen aufzurechnen oder wenn er Strafe für Stalin fordert).


Es ist mehr ein Buch zum Rumblättern als zum Lesen, denn diese Anekdötchen sind zwar recht nett, aber so besonders spannend ist es dann auch nicht, dass etwa Schulz genau ein Jahr nach seinem letzten Brief an seine Brieffreundin starb. Recht amüsante Details aus dem Leben von Schriftstellern (so heuerte Hrabal einen Doppelgänger an, um Touristen etwas zu bieten), mehr nicht.

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