Pawel Sanajew Begrabt mich hinter der Fußleiste

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Inhaltsangabe zu „Begrabt mich hinter der Fußleiste“ von Pawel Sanajew

Sascha lebt bei seiner Großmutter, die mit ihren wilden Flüchen einem bösen Märchen entsprungen zu sein scheint. Seine Welt besteht aus Verboten, Wollstrumpfhosen und merkwürdigen Badeprozeduren. Saschas Glück ist die Mutter, sein Leben ist die Großmutter, und das eine scheint das andere auszuschließen. Kaum je wurde der Horror einer Kindheit mit solch tragikomischem Witz beschrieben.

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  • Kindheit eines kranken Jungen in Russland

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Kattro

    30. August 2013 um 10:46

    "Begrabt mich hinter der Fuszleiste" - ein Titel, der gleichzeitig amuesiert und neugierig macht. Im Buch eroeffnet sich dann die bittere Wahrheit, die hinter dem Titel steckt. Der kranke Junge Sascha lebt bei seinen Groszeltern in Russland. Nicht nur er hat durch seine staendigen Krankheiten, sondern jeder in diesem Buch hat sein Kreuz zu tragen. Trotz vieler komischer Momente, bei denen man unwillkuerlich laecheln muss, ueberwiegt doch die erdenschwere Tragik des Geschehens. Immer wieder ueberlegt man, wie schrecklich es noch werden kann und mag doch nicht so ganz alles glauben, was man da liest. Sanajew regt mit seinem Roman zum Nachdenken an und erinnert den Leser indirekt daran, sich auch ueber die kleinen, und dadurch umso wertvolleren Dinge im Leben zu freuen und Fuszleisten einmal etwas anders zu betrachten.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Ritja

    11. August 2012 um 11:31

    Das Buch wurde gelobt und mit "tragischem Witz" und "witzigen Tragik" beschrieben, so dass ich neugierig worde. Auch soll der "Leser zuweilen Rotz und Wasser heulen" beim Lesen dieser Geschichte. Doch leider fand ich diese Geschichte weder witzig noch zum Heulen, eher war ich bei der Hälfte des Buches schon genervt von den Kraftausdrücken und Beleidigungen, die gegenüber einem Kind und anderen ausgesprochen wurden. Warum müsssen in jedem dritten Satz Wörter wie "Flittchen", "Miststück", "Hundesohn", "undankbares Stück Scheiße", "verfaule", "verrecke" oder ähnliches stehen? Eine Geschichte, die mich nicht angesprochen hat und deren Lob ich nur schwer nachvollziehen kann. Schade.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Gilfaen

    21. February 2011 um 18:58

    Sascha Saweljew leidet an Staphylococcus aureus, ist ständig krank und lebt bei seinen Großeltern. Die Großmutter leidet darunter von allen nicht geliebt zu werden, ist aber selbst für dieses Schicksal verantwortlich – Sie beschimpft nicht nur ihren Enkel, sondern auch ihren Ehemann und auch die Mutter, die sie als „Nutte“, als „Erbschleicherin“, als „schlechte Mutter“ bezeichnet, die ihren Sohn gegen einen „Giftzwerg“ eingetauscht hat. In diesem Drama ist niemand frei von Schuld und so geht es nicht wie im Klappentext versprochen um eine „russische Kindheit“, sondern darum alte, ungelöste Konflikte zwischen Mutter und Tochter zu beobachten, bei denen Sascha in der Mitte steht, nicht weiß, wie er agieren, reagieren, zu wem er halten soll. Die Sprache ist vulgär und sehr derb, vor allem in der Person der Großmutter. Sie drangsaliert ihre Familie, sie umgeht jedes lieb gemeinte Wort, weiß kaum positive Beschreibungen für ihre Lebenssituation zu finden. Und doch, inmitten dieser sehr harten Realität ist die Geschichte so humorvoll geschildert, dass man über die Schrulligkeit der Figuren nur lachen kann. Der Witz bleibt trotz der Dramatik immer erhalten. Die Geschichte wirkt sehr plastisch, sehr schnelllebig. Man wird hinein gezogen und fiebert mit wie der Konflikt sich entlädt. Eine lohnenswerte Lektüre, die mir viel Freude bereitet hat.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    dyabollo

    20. September 2009 um 11:21

    Das Buch wird erzählt aus der Sicht eines Zweitklässlers Namens Sascha. Saschas Mutter soll diesen eingetauscht haben gegen einen Säufer und nun hängt der kleine Sasche wie ein schweres Kreuz auf Großmutters Hals. So zumindest beginnt die Erzählung die der kleine Junge scheinbar selbst an den Mann bzw. an die Frau bringt. Sehr unterhaltsam berichtet Sascha über das Leben bei den Großeltern, scheinbar überspitzt erzählt er über seinen Alltag und die Tiraden und Ausfälle seiner Oma. Besonders auffallend ist die schöpferische Gabe dieser Großmama wenn es um Schimpfworte, Flüche und Ausdrücke geht. Scheinbar unendlich erscheint ihr Wortschatz in diesem Bereich und der arme Sascha versucht auch noch das schlimmste zu verschweigen. Gerade aus diesem Grund empfehle ich die russische Version des Buches, da die deutsche Sprache einfach zu arm und einfältig in diesem Bereich ist. Wenn sich in dem deutschen Buch dauernd das Wort "Miststück" wiederholt liegt es nur daran, dass die deutsche Sprache zu wenige Variationen dafür hat. In der russischen Ausgabe bekommt sogar noch die Möglichkeit eine paar neue Flüche zu lernen :) Je weiter man liest, desto mehr bleibt einem jedoch das Lachen im Halse stecken. Es wird immer bitterer und man weiß gegen Ende gar nicht mehr mit wem man Mitleid haben muss. Irgendwie scheinen alle an der Situation zu erbrechen und egal welchen Weg man zu gehen versucht, mindestens einer wird immer darunter leiden. Dieses Buch erzählt über eine kranke egoistische Liebe zu einem Kind. Eine Liebe die einen Menschen zu zerstören vermag. Es ist eine fiktiove Geschichte jedoch keineswegs erfunden. Täglich werden Kinder auf die eine odere andere Art missbraucht und auch hier wird zwar humorvoll und trotzdem hart über genau solche Situationen berichtet. Einen Stern ziehe ich ab, da ich bereits zu Beginn wusste um was es in dem Buch geht. Das hat zwar nicht geschadet aber ein wenig an Spannung genommen. Einen Stern sollte ich eigentlich noch für die immer wieder gleichen Flüche abziehen, aber daran ist ja nicht der Autor sondern die deutsche Sprache schuld :) Noch eine Sache: in der deutschen Ausbage fehlt das letzte Kapitel. Dieses hat jedoch gar keinen Zusammenhang zu der Geschichte davor und erzählt etwas völlig anderes von daher ist es auch kein wahnsinns Verlust!

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Markus22

    28. July 2009 um 21:13

    nicht wirklich eine geschichte, eher eine ansammlung von kindheitserinnerungen

  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Jibrile

    14. May 2009 um 13:14

    Aufgrund der Kritiken hier habe ich angefangen, das Buch zu lesen, das schon so lange in meinem Regal steht. Nun habe ich es beendet und bin doch ein wenig verwundert über diese. Für mich war das Buch Horror, um es so auszudrücken. Es ist depressiv, traurig und erdrückend von der ersten Seite an. Es lässt einen wütend werden über die ganzen kleinen und großen Ungerechtigkeiten, die vorkommen und gleichzeitig versteht man alle Charaktere, da jeder sein eigenes Paket zu tragen hat. Doch zum anderen zeigt es vor allem, dass man die kleinen Momente des Glücks im Leben zu schätzen wissen und sehen sollte. Trotzdem nur zwei Sterne, da ich es schon aus der Hand legen wollte, aber einfach nicht der Typ bin, der ein Buch mittendrin abbricht. Entweder man liebt es oder man hasst es. Doch auf jeden Fall denkt man darüber nach.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Ameise

    17. April 2009 um 22:18

    "Begrabt mich hinter der Fußleiste" war ein Spontankauf, weil mir das Cover gefiel und ich den Titel abgefahren fand - und siehe da, ich habe eine echte kleine Perle erwischt! Ich habe dieses Büchlein verschlungen, auch wenn ich etwas ganz anderes erwartet habe, nämlich einen eher lustigen Roman. Tatsächlich kommt der Roman am Anfang noch recht heiter daher, wird später aber immer bedrückender und regelrecht verstörend. Hauptperson des Buches ist der siebenjährige Sascha, ein kränklicher Junge, der bei seinen Großeltern in einer Moskauer Wohnsiedlung aufwächst. Sein Leben wird von der Großmutter dominiert, die Sascha und den Rest der Familie tyrannisiert und mit den übelsten Flüchen beschimpft und sich gleichzeitig bis zur Selbstaufgabe der Pflege des ständig kranken Jungen widmet. Der Großvater steht völlig unter der Fuchtel seiner Frau und entflieht meist ihren gewaltigen Schimpftiraden, indem er zum Angeln fährt. Der einzige Lichtblick in Saschas Leben ist seine Mutter, die ihn einmal im Monat besucht. Leider ist diese von ihrer eigenen Mutter viel zu verunsichert, um den Jungen für immer zu sich zu nehmen... Dem Autor Pawel Sanajew ist das Kunststück gelungen, einen sowohl tieftraurigen als auch heiteren Roman zu schreiben. Das Thema bietet eigentlich die allerbesten Voraussetzungen für eine Tragödie erster Güte: Sascha ist mit Haut und Haaren den Launen seiner fast schon bösartigen Großmutter ausgeliefert, seine Kindheit kann man getrost als Alptraum bezeichnen. Aber wenn die durchaus nicht unintelligente Oma ihre merkwürdigen Baderituale zelebriert und wieder mal bei einem endlosen Flüche-Marathon zur Höchstform aufläuft, oder wenn Sascha seine Mutter liebevoll Flittchen nennt, während er selbst von seinem Großvater genauso liebevoll mit "Kadaverchen" betitelt wird, kann man sich nur schwer ein Grinsen verkneifen. All das sorgt für eine absurde Komik, die genau richtig dosiert wurde, um das Buch nicht zu einem rührseligen Drama verkommen zu lassen. Fazit: Ein schlicht und einfach geschriebener, aber umso eindringlicherer kleiner Roman - sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Sonnenscheinchen

    06. July 2007 um 11:24

    "Begrabt mich hinter der Fuszleiste" - ein Titel, der gleichzeitig amuesiert und neugierig macht. Im Buch eroeffnet sich dann die bittere Wahrheit, die hinter dem Titel steckt. Der kranke Junge Sascha lebt bei seinen Groszeltern in Russland. Nicht nur er hat durch seine staendigen Krankheiten, sondern jeder in diesem Buch hat sein Kreuz zu tragen. Trotz vieler komischer Momente, bei denen man unwillkuerlich laecheln muss, ueberwiegt doch die erdenschwere Tragik des Geschehens. Immer wieder ueberlegt man, wie schrecklich es noch werden kann und mag doch nicht so ganz alles glauben, was man da liest. Sanajew regt mit seinem Roman zum Nachdenken an und erinnert den Leser indirekt daran, sich auch ueber die kleinen, und dadurch umso wertvolleren Dinge im Leben zu freuen und Fuszleisten einmal etwas anders zu betrachten.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    mufti

    05. June 2007 um 12:31

    "Begrabt mich hinter der Fussleiste" spielt in den 1970er Jahren der Sowjetunion. Sascha Saweljew erzählt uns seine Geschichte: Er ist sieben Jahre alt, geht in die zweite Klasse und lebt bei seinen Großeltern. Denn seine Mutter hat ihn gegen einen Giftzwerg, einen Erbschleicher eingetauscht. Das weiß er von seiner Großmutter. "Gleich zu Beginn meines Berichts möchte ich erzählen, wie ich von Großmutter gebadet werde, und ich bin sicher, das wird euch interessieren. Das Baden war bei Großmutter nämlich eine ganz besondere Prozedur, davon werdet ihr euch gleich selbst überzeugen können." Und damit hat er recht, so eine Art Baden ist wirklich ungewöhnlich: Die Großmutter wäscht Sascha unter tosendem Gebrüll und Beschimpfungen. Denn er, das Miststück das langsam verfault, kann es nicht allein. Sascha hat Angst, die Großmutter könnte ihn in der Wanne ertränken und als sie seinen Hals waschen will überlegt er, ob sie ihn vielleicht erwürgen will. Doch soweit kommt es nicht, denn die Großmutter liebt ihren Enkel. Sie ist eine Tyrannin, tobsüchtig und verletzend. Sie hat Sascha seiner Mutter entrissen und gestatte ihr nur sehr selten, ihren Sohn zu sehen. Doch genau diese Besuche sind es, die Sascha Freude bereiten. Er sehnt sich nach ihrer Nähe und Wärme, aber für ihn ist dieses Verhältnis ganz normal: Sein Glück ist seine Mutter, sein Leben ist seine Großmutter. Der Buchtitel rührt von einem Gedanken Saschas her: Er leidet an Staphylococcus aureus, was bedeutet, dass er mit spätestens 16 Jahren verfault sein wird, so seine Großmutter. Also wünscht er sich, hinter der Fussleiste in der Wohnung seiner Mutter begraben zu werden, sobald es soweit sein würde. Weil es dort keine Würmer gibt, weil der Friedhof ein viel schlimmerer Ort ist, damit seine Mutter ihm nahe sein kann. "Begrabt mich hinter der Fussleiste" schildert ein Kindheitsdrama, das bewegt. Es ist nüchtern erschreckend oder makaber komisch. Aber nicht melancholisch sentimental. Man erkennt ein Familiendrama, das auf Mißverständnis, Sturheit und Eigensinn gründet. Alles zulasten des kleinen Sascha -der all das erstaunlicherweise als selbstverständlich wahrnimmt und emotionsgeladene Aussagen als Fakten akzeptiert. Daher verwundert es auch nicht, dass er seine Mutter liebevoll "Flittchen" nennt..-übernommen aus dem Wortschatz seiner Großmutter.

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  • Rezension zu "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew

    Begrabt mich hinter der Fußleiste

    Liisa

    07. May 2007 um 20:22

    Ein mir bisher unbekannter russischer Schriftsteller und ein ungewöhnlicher Titel, das hat mich natürlich gleich angefixt. Und der Debütroman von Pawel Sanajew packt einen beim Lesen mehr und mehr. Die Geschichte ist tragisch-komisch, mehr als einmal bleibt einem das Lachen aber auch im Halse stecken. Der kleine Sascha erzählt von seiner Kindheit, die er hauptsächlich bei den Großeltern verbringt. Wer nun schon einmal die Bekanntschaft einer russischen Großmutter gemacht hat, wird einerseits bekannte Züge wiederentdecken andererseits aber ist Saschas Oma ganz anders. Im steten Kampf gegen die Unbillen des Alltags, unglücklich über den Verlauf ihres eigenen Lebens, voller Sorgen um den Enkel, den sie großzieht und einem Hass auf ihre Tochter, Saschas Mutter, ergibt sich daraus eine Mischung, die es in sich hat. Sascha versucht verzweifelt die Großmutter nicht zu verärgern - was einem Jungen in seinem Alter gar nicht gelingen kann - und seine Loyalität zu ihr unter Beweis zu stellen ohne dabei seine Loyalität gegenüber seiner Mutter zu verraten - ein fast hoffnungsloses Unterfangen. Dazwischen der Großvater, der im Grunde nicht viel zu melden hat und seine Frau eher still erleidet. Sascha darf alles mögliche nicht, weil es seinem von Krankheiten und Allergien zerrütteten Körper schaden könnte - behauptet zumindest die Großmutter -, wird einerseits behandelt wie ein rohes Ei andererseits sind freundliche Worte ihm gegenüber eher die Ausnahme. Viel öfter muss er sich die Flüche und düsteren Prophezeiungen der Großmutter über den weiteren Verlauf seines »armseligen« Lebens anhören oder bekommt auf grobe Art Großmutters Lebensweisheiten vermittelt, die ihm das Leben kurz darauf zu bestätigen scheint. Als er z.B. zum Abschluss einer Kinderkur etwas Zuckerwatte isst, und daraufhin prompt mit seinen Kameraden von der Kurärztin mit einem Einlauf zur Vermeidung eines Darmverschlusses traktiert wird. heißt es: "Während ich keuchend vor Schmerz, auf dem kalten Wachstuch der Behandlungsliege lag und das Gefühl hatte, das in mich einlaufende Wasser würde mich im nächsten Augenblick zerreißen, dachte ich an Großmutter, wie recht sie hatte, wenn sie sagte: ›Du willst wie die anderen sein? Und wenn die anderen nun anfangen sich einer nach dem anderen aufzuhängen?‹ Meine Zugehörigkeit zu den anderen war mich teuer zu stehen gekommen." Der Konflikt zwischen Großmutter und Mutter spitzt sich gegen Ende des Romans dramatisch zu und Sascha findet sich in der Mitte dieser Zerreißprobe wieder, bis sich schließlich alles doch noch auflöst - wenn auch nicht ganz in Friede Freude, Eierkuchen. Sascha aber auch seine Großmutter sind literarische Figuren, die ich sicher so schnell nicht vergessen werde - zumal ich weiß, dass sie keine reine Erfindung sind, sondern für viele stehen, die in ähnlichen Verhältnissen und unter ähnlichen Umständen leben. Saschas Gründe für seinen Wunsch hinter der Fußleiste begraben zu werden kann ich sehr nachvollziehen und betrachte die Fußleisten um mich herum nun mit anderen Augen. ;o)

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