Peadar O Guilin Die Kuppel

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Inhaltsangabe zu „Die Kuppel“ von Peadar O Guilin

Jäger oder Gejagter – was willst Du sein? Es ist eine grausame und barbarische Welt, in der der junge Stolperzunge heranwächst. Sein täglicher Überlebenskampf lässt sich auf eine schlichte Formel reduzieren: essen – oder gefressen werden. Als eines Tages eine seltsame und unerhört schöne Frau in einer Metallkugel vom Himmel fällt, weiß der junge Wilde, dass sie sein Schicksal und das seiner Sippe für immer verändern wird …

anfangs ein schwieriges Buch aber zum Schluss hin sehr spannend

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar O Guilin

    Die Kuppel

    HelmuthSantler

    15. February 2013 um 11:57

    Stolperzunge, ein junger Menschenkrieger, hat es wirklich nicht leicht: Die Welt, in der er lebt, ist unvorstellbar grausam und unerbittlich, bevölkert von unterschiedlichen intelligenten Wesen, die miteinander im permanenten Kampf ums Überleben stehen. Denn es gibt nur ein Nahrungsmittel: Fleisch. Jeder unter dem “Großen Dach” ist gleichermaßen Jäger und potenzielle Beute – oder Handelsware. “Freiwillige” opfern ihre nutzlos gewordenen Körper im Tausch mit Alten, Kranken und Schwachen anderer Völker, der Haarigen, Bluthäute, Panzerrücken oder wie sie alle heißen. Stolperzunge hat aber darüber hinaus noch ganz eigene Probleme: Weil er fürchterlich stottert, halten ihn viele für dumm, und die Mädchen interessieren sich ohnedies viel mehr für seinen beliebten, strahlenden großen Bruder Wandbrecher. Alles ändert sich, als eine der “Sphären”, am Großen Dach umherkreuzende Fluggeräte, abstürzt und eine vollkommene Frau in das Leben des Stammes tritt. Zur gleichen Zeit ereignet sich weiteres Ungehörtes: Mehrere feindliche Völker gehen als Alliierte gemeinsam vor. Wie konnten sie die unüberwindlichen Sprachbarrieren zwischen den Rassen durchbrechen? “Die Kuppel” ist Thriller, Fantasy, Science Fiction, Action, Sozialdystopie und Horrorstory in einem. Linear und packend, wenn auch nicht gänzlich stolperfrei erzählt (was an der Übersetzung liegen mag). Das befremdliche Geschehen verbleibt allerdings zu sehr im abgründigen Detail der Bodenbewohnerschaft, um eine über die actionfreudige Beschreibung der Show hinausgehende, gesellschaftskritische Position von nennenswertem Tiefgang einzunehmen. Die Grundidee, den Verursachern zur Abwechslung ihre eigene verdorbene Kost zu schmecken zu geben, ist ein bewährtes, an Rachegelüste appellierendes Schema; auch die Option “zweite Chance nach Besserung und tätiger Reue” wird immer wieder gerne strapaziert. Alles in allem kein Meisterwerk, aber deutlich über den Durchschnitt ragende, drastische Postapokalyptik-Kost.

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  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar O Guilin

    Die Kuppel

    Buecherdiebin

    20. August 2012 um 08:22

    In einer Welt, die von einer riesigen Kuppel, dem Großen Dach, umschlossen ist, gibt es nur ein Gesetz: Fressen oder gefressen werden! Stolperzunge, ein noch recht junger Jäger der Menschen, wird in dieser Welt groß, in der es verschiedene Arten von Monstern gibt, die man entweder jagen und essen kann, oder man wird von ihnen gejagt und verspeist. Aber die Menschen sind gute Jäger und so führen sie ein hartes, aber zufriedenes Leben. Das alles ändert sich, als vom Großen Dach eine Sphäre herunterfällt, in ihr eine wunderschöne, fremdartige Frau, die wie ein Mensch aussieht, aber nicht die Stammessprache spricht und kein Fleisch essen will. Stolperzunge, der bei einem Übergriff auf Feinde schwer verwundet wurde, wird von Indrani, der seltsamen Frau, gesund gepflegt und lernt von ihr, dass sein Horizont beengt ist und dass das Große Dach einige Überraschungen bereit hält. ***************************** Eigentlich keine schlechte Idee für einen Roman: Abgeschlossene Welt, primitive Gesetze, survival of the fittest. Schade nur, dass der Autor einfach nicht zum Punkt kommt. Natürlich hätte mich brennend interessiert, WARUM Menschen und Monster unter dem Großen Dach kämpfen müssen... aber das bleibt mir leider verwährt, das Ende des Buches ist zwar überraschend (wie in einer anderen Rezension angedeutet), aber unbefriedigend.

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  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar Ó Guilín

    Die Kuppel

    Chrischan

    05. July 2012 um 19:56

    Stell dir ein riesiges Terrarium vor, in dem du Ameisen, Termiten und anderes kleines Getier aussetzt und dabei beobachtest, wie sie sich untereinander bekämpfen, um zu überleben. Komische Vorstellung? Genau so etwas ähnliches vollführt Peadar Ó Guilín in seinem Roman Die Kuppel. Nur das er hier keine kleinen Insekten aussetzt, sondern Menschen direkt zwischen einer Vielzahl Furcht erregender Bestien. Und irgendwo weit oben über den Köpfen all dieser Kreaturen beobachtet eine geheimnisvolle Macht das blutrünstige Treiben. O´Guilín präsentiert eine interessante Idee. Doch leider erschöpft sich eine gute Geschichte nicht darin, dass über zwei Drittel des Buches in jedem Kapitel eine neue Art von Bestien eingeführt wird. Der Handlungsverlauf ist selbst für eine Fantasy- oder Science-Fiction-Story zu abstrus und unglaubwürdig und verliert schnell an Reiz. Zu einfallslos, zu vorhersehbar präsentieren sich die besagten zwei Drittel. Doch wer die übersteht, darf sich auf ein doch noch gelungenes Finale freuen. Denn das Ende hält eine faszinierende Überraschung bereit. Durchkämpfen, lieber Leser! (c) Christian Hesse 2010

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  • Frage zu "Die Kuppel" von Peadar Ó Guilín

    Die Kuppel

    S1m0n

    Scheinbar ist "Die Kuppel" der Auftakt einer Trilogie. Weiss jemand, wann es weiter geht?

    • 3

    Weltverbesserer

    04. October 2011 um 17:30
  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar O Guilin

    Die Kuppel

    Feuerfluegel

    02. September 2011 um 19:23

    „Die Kuppel“ beschreibt eine degenerierte Welt, die von Verfall und Elend geprägt ist und in der jegliches Wissen verloren gegangen ist. Eine Welt, die von „Menschen“ bevölkert ist, die mehr – so auch im Buch irgendwann genannt – an Wilde erinnern, als an Menschen. Und neben den Menschen leben dort die sogenannten Bestien. Wesenheiten, vom Aussehen mehr Tier als Mensch, mit unterschiedlichen sozialen Strukturen und einer wahnwitzigen Physiologie. Insgesamt eine düstere Mischung. Eine Dystophie, so grausam und beängstigend, wie ich sie bisher selten gelesen habe. Das Buch ist eher in das Genre der Science Fantasy einzuordnen, da es Elemente der fantastischen Lietartur, der Science Ficiton und die von Endzeitromanen miteinander zu einer gelungenen Mischung verbindet. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Denn Niemand, oder besser nichts, ist ultimativ böse. Das Leben in dieser Welt ist geprägt vom täglichen Kampf ums Überleben. Hier gilt nur das Recht des Stärkeren. Es heißt, fressen oder gefressen werden. Wer körperlich oder geistig nicht mithalten kann, endet als Frischfleisch für andere. Und auch denen, die zu alt werden um noch nützlich sein zu können, ereilt das gleiche Schicksal. Es ist eine hoffnungslose und bedrückende Welt. Die Menschen wirken in den Augen des Lesers so fremdartig, dass es im ersten Moment schwer fällt, hier eine Identifikationsfigur zu finden. Aber der Protagonist Stolperzunge, ein junger, unsicherer, aber kluger Mann, mit dem Makel des Stottern, ist solch ein Sympathieträger, dass er es dem Leser einfach macht, sich nach und nach in seiner Welt zurecht zu finden. Dennoch bleibt eine gewisse Distanz bestehen. Und durch diese Distanz fiel es mir schwer mit Stolperzunge zu lieben und leiden. Immer ist es ein wenig so, als würde ich ihn und seinen Stamm durch eine Art Glasscheibe betrachten und nicht wirklich mit ihm fühlen. (Vor allem gegen Ende, zeigt sich, wie geschickt das vom Autor eigentlich gemacht ist und welchen Grund dieser Stil haben könnte.) Aber im Verlauf des Buches werden die Grenzen weicher, die Fremdartigkeit weicht einem Gefühl der Verbundenheit und plötzlich ist es Stolperzunge, der „zivilisiert“ wirkt und die anderen sind die „Wilden“. Die Charakterentwicklung verläuft schleichend und zunächst unbemerkt. Gerade das macht Stolperzunge so glaubwürdig und die Handlung so erschreckend realistisch. Aber auch Indrani, die geheimnisvolle Frau, die irgendwann in dieser Welt landet, und die – sagen wir – dem Leser eigentlich näher sein sollte, als die Wilden, dient nicht als Identifikationsfigur. Ihre Gefühle und ihre Ambitionen bleiben lange im Dunkel und sind zunächst nicht nachvollziehbar. Außerdem ist sie als Figur zu erhöht, also auf andere Weise zu fremdartig für den Leser. Mit der Zeit entwickelte sich bei mir sogar eine richtige Antipathie gegen diese Figur, da sie immer arroganter wird und immer gefühlskälter. Aber auch sie macht gegen Ende eine erschreckende Entwicklung durch. Viele der anderen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Der Autor schafft es ihnen mit wenigen Sätzen und Beschreibungen ein sehr deutliches Gesicht zu geben. Auf den ersten Seiten war mir zunächst auch nicht klar, worauf die Geschichte hinaus laufen sollte. Die Beschreibungen waren eher dem Alltag angepasst, wirkten wie die Erläuterungen normaler Abläufe. Was spannend zu lesen war und auch wichtig um sich zurecht finden zu können, aber an mancher Stelle auch etwas arm an Höhepunkten, was dazu führt, dass das Buch keinen richtigen Sog entwickelt konnte. Dennoch ist es absolut empfehlenswert. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, wo das Ganze hinführen soll und hier beginnt dann auch die wahre Spannung – und auch das wahre Entsetzen. Denn der Autor schont seine Leser nicht. Die Hoffnungslosigkeit der Welt und das bedrückende Gefühl, der sich immerfort wiederholenden Verhaltensweisen und Handlungen machen das Buch auf unvergleichliche Weise bedrückend und schwer. Der Kannibalismus, der ständige Kampf und das Blut tun ihr Übriges dazu. Trotz der relativ einfachen Zutaten und des einfach gestrickten Handlungsbogens ist das Buch nicht unbedingt ein Buch für Zwischendurch. Es lädt auch zum Nachdenken ein, zum Nachdenken über unsere heutige Situation und unser Verhalten in dieser Welt. Wie fremd sind uns die Wilden wirklich? Ansonsten kann ich das Buch nur schlichtweg empfehlen. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön, gebunden, mit einem Prägedruck auf dem Schutzumschlag. Das Buch darunter ist blutrot und schlicht gehalten. Format und Zeichengröße sind angemessen und angenehm. Aber auch inhaltlich hat das Buch einiges zu bieten. Es weicht auf interessante Weise vom normalen Mainstream des Genres ab. Hier hat der Verlag definitiv alles richtig gemacht. Zum Ende hin, wird die Handlung noch mal Richtung spannend und der Actionfaktor steigt noch mal an. Das Ende selbst ist bitter. Bitter auf eine ganz besondere Art und Weise. Es bleibt im Kopf hängen, auf den Lippen kleben und lässt einen nicht mehr los. Die zuvor eher fehlenden Emotionen, kommen hier zwar sanft, aber plötzlich in geballter Ladung. Viele Geheimnisse werden gelüftet. Aber auch das erst ganz zum Schluss und ohne einen großen Aha-Effekt zu hinterlassen. Denn vieles konnte der Leser bisher erahnen – oder besser befürchten. Auch wird erklärt, was es mit der Kuppel wirklich auf dich hat und gerade die Offenbarung hat mich erschreckt und mit einem flauen Gefühl im Magen zurück gelassen. Das Buch wirkt zwar rund, bedient den Leser aber mit einem sehr offenen Ende. Wie es weiter gehen wird/kann, ist unklar und lässt viel Raum für Spekulationen und Hoffnungen. Bei einem so düsteren Setting und dieser bedrückenden Atmosphäre ist das Ende aber sehr treffend. Denn hier ein klares Happy End, oder ein Ende ohne Fragen, hätte nicht richtig gepasst. Da es sich bei dem Buch um den Beginn einer Trilogie handelt, dürfte dieser Cliffhangar sowieso zu verschmerzen sein. Fazit: Für jeden, der gerne Mal über den Tellerrand, der „normalen“ fantastischen Literatur blicken möchte, ist das Buch definitiv geeignet. Es bekommt 4,5 von 5 Punkten von mir, einen halben Punkt Abzug für die anfängliche etwas unnatürliche Distanz und die fehlenden Emotionen im Mittelteil.

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  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar O Guilin

    Die Kuppel

    lalibertad

    23. June 2011 um 00:02

    Von der Kraft der Liebe in einer schrecklichen Welt! Die Welt des jungen Jägers Stolperzunge liegt unter einer gigantischen Kuppel. An diesem Ort gibt es kein Sonnenlicht, keine Regeln und keine Moral - dafür jedoch unzählige tödliche Gefahren. Und das bekommt auch Stolperzunge zu spüren: Von seinem eigenen Bruder heimtückisch verraten, wird er vom Jäger zum Gejagten und muss um sein Leben kämpfen. Doch dann fällt eine Seltsame und unerhört schöne Frau vom Himmel. Kennt sie den Ausweg aus dieser grausamen Welt? Stolperzunge lebt in einer Welt, in der die Menschen Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen müssen, den zum Leben müssen sie Jagen, da alle Pflanzen unter besagter Kuppel, dem Großen Dach, giftig sind. Unter diesem Großen Dach gibt es zahlreiche Kreaturen, die von den Menschen gejagt werden und ebenfalls Jagd auf die Menschen machen. In Stolperzunges Gesellschaft ist es üblich, dass alte oder arbeitsunfähige Menschen sich als Freiwillige melden, um sich gegen Fleisch eintauschen zu lassen. Außerdem ist ein gewisser Kanibalismus Gang und Gebe, denn Verstorbene werden vom Stamm verzehrt. Alles andere würde als eine Verschwendung von Fleisch angesehen werden. Jedoch ist diese Gesellschaft nicht ohne Regeln und Moral, so wie es der Klappentext vermitteln will. Ó Guilín hat lediglich eine Welt geschaffen, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in welcher ein Überleben nach unseren moralischen Maßstäben unmöglich wäre. Die Menschen unter dem Großen Dach sind wie gesagt einfache Menschen, die mit Speeren, Messern und Steinschleudern auf die Jagd gehen, ganz ohne technische Hilfsmittel. Im Gegensatz dazu steht Indrani, die vom Großen Dach kommt. Dort gibt es sogenannte Sphären, die als Fortbewegungsmittel dienen. Ihre ist abgestürzt und sie unter dem Großen Dach gefangen. Nach einigen Wirrungen und einem Streit zwischen Stolperzunge und seinem Bruder Wandbrecher, der Häuptling des Stammes ist, ziehen Indrani, Stolperzunge und Steinfaust, ein älterer Jäger, der sich ihnen anschließt, los, um das Große Dach zu erreichen. Insgesamt erfährt mal leider sehr wenig über das Große Dach und darüber, warum einige Menschen darunter gefangen sind und - vor allem - wie es auf dem Großen Dach zugeht. Da es sich bei "Die Kuppel" allerdings um den ersten Band einer Trilogie handelt, ist dies nicht weiter schlimm. Ich hoffe, dass in den folgenden Bänden einige meiner Fragen beantwortet werden und natürlich dass sich die Liebesgeschichte zwischen Indrani und Stolperzunge zum Guten entwickeln wird. Mit den beiden hat Ó Guilín nämlich großartige, glaubwürdige Charaktere geschaffen, mit ihren kleinen Fehlern, Unsicherheiten und mit ihrer Verschiedenheit. Stolperzunge ist ein recht guter Jäger und ein noch besserer Läufer, der in seinem Stamm allerdings wegen seines Sprachfehlers gering geachtet wird. Nur aufgrund seines Bruders Wandbrecher wird er geduldet. Im Laufe des Buches trennt er sich von Wandbrecher und dem Stamm und beweist, dass auch er Führungsqualitäten, aber auch 'zivilisierte' Eigenschaften wie Mitgefühl besitzt. Indrani ist zunächst unnahbar und lässt niemanden an sich heran. Als sie jedoch Stolperzunge wieder gesund pflegt und von ihm die Sprache der Menschen unter dem Großen Dach erlernt, wird sie offener, jedenfalls Stolperzunge gegenüber. Auch sie macht eine Wandlung durch: Zunächst rührt sie kein Fleisch an, da es auf dem Großen Dach eine Sünde ist. Mit der Zeit gewöhnt sie sich aber daran, genauso wie an das Leben in dieser gefährlichen Welt. Beide habe ich sehr ins Herz geschlossen und es genossen, ihr Abenteuer zu lesen. Mein Lieblingscharakter jedoch ist Steinfaust. Der ältere Jäger ist draufgängerisch, liebt das Risiko und hat immer einen blöden Spruch auf den Lippen. Als er aber seine Familie verliert und zu guter letzt auch noch eine schwere Verletzung erleidet, die ihn in seiner Bewegungsfreiheit einschränkt, wird er ruhiger. Auch sprachlich hat mir dieser Roman gut gefallen. Es war schön, mal wieder etwas zu lesen, was kein reines Jugendbuch ist. Dementsprechend waren auch die Sätze länger und komplexer. Positiv aufgefallen ist mir auch, wie Ó Guilín durch die Wortwahl verschiedene Sprachen voneinander abgrenzt und zeigt, dass wie es durch Sprache zu Verständigungsproblemen kommen kann. So gibt es in Stolperzunges Sprache einige Worte nicht, die es in Indranis gibt und umgekehrt. Auf dem Großen Dach gibt es ein Gerät, welches sich Sprecher nennt. Er kann alle Sprachen übersetzten sodass sich auch Mitglieder verschiedener Arten unterhalten können. Jedoch wird es problematisch, wenn es um Dinge geht, die es in der anderen Sprache nicht gibt. Dieses Problem, was auch zu Problemen innerhalb einer Gemeinschaft führen kann, ist sehr schön dargestellt. Zu den Covern und dem Titel sage ich nur kurz etwas: Bis auf das rote Cover oben rechts finde ich alle passend und ansprechend. Das zweite deutsche Cover zeigt das Große Dach und einen Mann mit einem Speer. Auch auf einem der englischen Cover ist ein Speer abgebildet. Beides passt gut zum Inhalt. Auch das blaue Cover mit den Kugeln ist passend, da diese Kugeln Sphären sein könnten, die sich über der Oberfläche des Großen Dachs bewegen. Der englische Titel "The Inferior" gefällt mir weitaus besser, als "Die Kuppel". Er beschreibt viel besser, worum es in dem Buch geht: ein "Unterlegener" in vielerlei Hinsicht, der seinen Weg meistert. Abschließend muss ich sagen, dass dieses Buch so viele Elemente enthält, dass ich leider gar nicht alle ansprechen kann. Insgesamt ist es aber ein großartiges Buch in einer sehr gut ausgearbeiteten Welt, welches den Weg eines als minderwertig angesehenen erzählt und sich mit ganz vielen Dingen auseinander setzt. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, was in so einer komplexen Welt spielt. Absolut empfehlenswert!

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  • Frage zu "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" von Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

    Elfe12

    ich hab jetzt schon alle drei bücher gelesen und finde sie toll. Kennt ihr noch so ähnliche bücher?

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  • Rezension zu "Die Kuppel" von Peadar O Guilin

    Die Kuppel

    Eltragalibros

    22. February 2009 um 19:40

    Die Brüder Wandbrecher und Stolperzunge leben in einer steinzeitartigen Welt, in der nur der Stärkere überlebt. Ihr Stamm besteht aus Menschen, die ständig auf Jagd sind und sich gegen die anderen Stämme – welche aus fremden und bösartigen Wesen bestehen – verteidigen müssen. Jedes Stammesmitglied muss für die Gemeinschaft von Nutzen sein, denn nur derjenige, welcher dem Stamm nützt, darf auch am Leben bleiben. Zum einen leben sie dort in einer Art Waffenstillstand mit den Haarigen, große Wesen, die gerne Menschenfleisch essen. Im Tauschhandel gegen andere Nahrung erbieten sich daher oft „Freiwillige“, d.h. Menschen die entweder nutzlosgeworden sind, oder die sich für einen anderen Menschen opfern. Was die Menschen nicht wissen, ist, dass sie alle in einer Kuppel leben, welche von hoch technologisierten Menschen entworfen wurde, um dort Verlierer-Völker oder verbannte Menschen unterzubringen. Eines Tages fällt eine Kugel auf das Gebiet des Stammes, in der sich eine Frau befindetI Indrani. Mit der Zeit lernt sie die Sprache, die die Menschen innerhalb der Kuppel sprechen und kann sich – insbesondere mit Stolperzunge – gut verständigen. Doch sein Bruder Wandbrecher hat sie, gegen ihren Willen, zu seiner Zweitfrau gemacht. Außerdem strebt er das Amt des Häuptlings an, um seinen Stamm vor der Vernichtung zu retten, denn die anderen Wesen haben sich zusammengeschlossen und bereits einige Stämme vollständig ausgelöscht. Wandbrecher will verhindern, dass dieses Schicksal auch die Menschen ereilt. Doch dabie verändert er sich sehr. Indrani und Stolperzunge fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Kuppel. Die Frage bleibt nur, ob sie es auch wirklich schaffen aus dieser Welt zu fliehen. „Die Kuppel“ konnte mich lange Zeit nicht überzeugen. Ich hatte mich auf etwas anderes – eher in Sci-Fi-Richtung – gefasst gemacht und konnte mich daher schwer mit den „Steinzeitbeschreibungen“ anfreunden. Die anfänglichen einfachen Dialoge geben sich im Laufe des Buches – oder zumindest kam es mir so vor. Mit dem Protagonisten Stolperzunge fühlt man schnell mit – auch wenn sein Name und die Namen seiner Stammesmitglieder noch so ungewöhnlich sind. Er ist kein typischer Held, der stark und schlau ist und alles zur richtigen Zeit richtig macht, sondern er begeht Fehler und hat in dieser gefährlichen Welt, die von unmenschlichen Wesen besiedelt ist, auch oft Angst. Nach und nach taucht man auch in die Gedankenwelt von ihm ein und versteht, warum er wie handelt, bzw. was in dieser Welt wichtig ist, um zu überleben. Dennoch sind manche Handlungsweisen für den Leser unverständlich oder sogar paradox. Irgendwann wirkt die Handlung dennoch abstrus. Stolperzunge und seine Leute treffen auf eine Gruppe von Menschen, welche religiösen Fanatikern ähneln und von Indranis ehemaligen Anhängern verbannt wurden. Das mag daran liegen, dass dem Leser zu viele Hintergrundinformationen, vor allem was die „Außenwelt“ betriff, fehlen. Dadurch bleibt der Leser genauso unwissend wie Stolperzunge. Der Schluss kann den einen oder anderen Leser unter Umständen etwas enttäuschen, da man sich mehr Aufklärung erhofft hat. Dieses eher offene Ende lässt aber auf spannende Folgebände hoffen, denn Suchtgefahr besteht, meiner Meinung nach, bei diesem Buch durchaus, denn Vermutungen, wie die ganze Geschichte weitergeht, kann der Leser nicht aus dem Ärmel schütteln.

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