Pearl S. Buck

 4 Sterne bei 355 Bewertungen
Autorin von Die gute Erde, Die Frauen des Hauses Wu und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Pearl S. Buck

Pearl Sydenstricker Buck † 6. März 1973 in Danby. Sie erhielt 1938 den Literatur-Nobelpreis.

Alle Bücher von Pearl S. Buck

Cover des Buches Die gute Erde (ISBN: 9783423144377)

Die gute Erde

 (69)
Erschienen am 21.08.2015
Cover des Buches Die Frauen des Hauses Wu (ISBN: 9783596903986)

Die Frauen des Hauses Wu

 (41)
Erschienen am 21.06.2012
Cover des Buches Das Mädchen Orchidee (ISBN: 9783293306240)

Das Mädchen Orchidee

 (38)
Erschienen am 01.05.2019
Cover des Buches Ostwind, Westwind (ISBN: 9783423142328)

Ostwind, Westwind

 (30)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Die Welt voller Wunder (ISBN: 9783423146036)

Die Welt voller Wunder

 (11)
Erschienen am 10.11.2017
Cover des Buches Das geteilte Haus (ISBN: 9783423134170)

Das geteilte Haus

 (8)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Der Drachenfisch (ISBN: 9783473520831)

Der Drachenfisch

 (7)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches Söhne (ISBN: 9783423133500)

Söhne

 (9)
Erschienen am 01.07.2005

Neue Rezensionen zu Pearl S. Buck

Cover des Buches Die gute Erde (ISBN: 9783423144377)Herbstroses avatar

Rezension zu "Die gute Erde" von Pearl S. Buck

Nur wer sät, wird auch ernten …
Herbstrosevor 9 Monaten

Es ist nur ein kleines Stück Land, das Wang Lung bewirtschaftet, und von dessen Ertrag er und sein alter Vater leben. Als seine Zeit zu heiraten gekommen ist, kann sich der Vater für ihn nur die unansehnliche OLan, die bisher als Sklavin bei der reichen Familie Hwang gedient hat, leisten. Doch O-Lan ist tüchtig und packt mit an, so dass die junge Familie bald neues Land dazu kaufen kann. Drei Kinder haben sie, als die große Dürre im Land ausbricht und die hungernde Familie in den Süden ziehen muss, wo sie sich durch Betteln und Hilfsarbeiten über Wasser halten. Eine Rückkehr in die Heimat ist aus Geldmangel nicht möglich, bis es ihnen gelingt, auf unehrenhafte Weise während der Wirren des Bürgerkrieges  eine große Menge Schmuck, Edelsteine und Gold zu erbeuten. Sie kehren zurück und kaufen der inzwischen verarmten Familie Hwang ihr Land ab. Wang Lung ist nun Großgrundbesitzer und seine Ehe längst schon freudlos, als ihm O-Lan noch Zwillinge gebiert. Das Schicksal nimmt seinen Lauf als Wang Lung sich entschließt, das Mädchen Lotus aus dem Freudenhaus als Zweitfrau ins Haus zu holen … 

Die US-amerikanische Schriftstellerin Pearl S. Buck lebte vom 26.6.1892 bis 6.3.1973. Sie wuchs in China auf, studierte in Amerika und kehrte 1914 nach China zurück, wo sie den Missionar John Lossing Buck kennen lernte und 1918 heiratete. 1920 gebar sie Tochter Carol und adoptierte 1925 das Mädchen Janice. 1929 trennte sie sich von ihrem Ehemann und ging in die USA zurück, wo sie für immer blieb. Nach ihrer Scheidung 1935 heiratete sie den Verleger Richard J. Walsh. Bereits 1932 erhielt sie für ihren Roman „Die gute Erde“ den Pulitzer-Preis, 1938 wurde sie für ihre Gesamtwerke mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 

Ohne politische Hintergründe aufzugreifen schildert die Autorin das bäuerliche Leben in China vor der Revolution. Sie bedient sich dabei einer sehr distanzierten Sprache, effektheischende Höhepunkte sucht man vergebens. Erdverbundenheit, der Kampf ums Überleben, alte Traditionen und dabei authentisch herausgearbeitete Figuren bestimmen das Geschehen. Der Kontrast zwischen arm und reich, die Gier zu besitzen und das Streben nach Reichtum und Ansehen, sind weitere Merkmale der Geschichte. Mit Hochachtung vor der chinesischen Kultur veranschaulicht uns die Autorin die alten Traditionen. Wir erfahren von der Versklavung der Frauen, vom Verkauf der Töchter und vom Bandagieren der Mädchenfüße, aber auch von der Hochachtung gegenüber dem Alter, der Hilfsbereitschaft innerhalb der Verwandtschaft und lernen die Bräuche bei Hochzeiten und Todesfällen kennen. In dem Protagonisten Wang Lung lernen wir einen Mann kennen, der es vom armen Bauern zum achtbaren Patriarchen bringt, was seinen Charaktereigenschaften nicht unbedingt förderlich ist. 

Fazit: Ein Klassiker der Weltliteratur, eine interessante Lebensgeschichte, sehr lesenswert. 

Kommentare: 5
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Cover des Buches Die Frauen des Hauses Wu (ISBN: 9783596903986)Tausendléxis avatar

Rezension zu "Die Frauen des Hauses Wu" von Pearl S. Buck

Traditionelles China im Wandel
Tausendléxivor einem Jahr

Die Frauen des Hauses Wu entstand 1946 und wurde 1948 ins deutsche übersetzt.

Handlung: Madame Ailian Wu feiert ihren vierzigsten Geburtstag. Sie ist Mutter von vier Söhnen, von denen zwei in den Hafen der Ehe gefunden haben. Madame Wu selbst, wurde im Alter von sechzehn Jahren mit ihrem Mann verheiratet. Sie führt im Hintergrund das Familienunternehmen, er agiert. Ein Modell, das sich schon viele Jahre bestens bewährt hat. Die Familie Wu lebt feudal, umsorgt von ihren Bediensteten. Alles scheint in bester Ordnung, doch der Schein trügt. Denn Madame Wu hat einen folgenschweren Entschluss gefasst. Sie möchte für ihren Mann eine Konkubine aussuchen und sich aus dem sexuellen Eheleben heraus nehmen. Ihr Kinderwunsch, ihre Pflicht ist erfüllt, sie möchte keine weiteren Kinder. Jedoch ihr Mann soll keinen Entzug in dieser intimen Hinsicht erleiden.

Sie unterbreitet ihrem Mann ihren Plan. Dieser reagiert mit Unverständnis, so wie alle Familienmitglieder und Eingeweihte. Ihre Schwiegertochter Rulan ist entsetzt, sie kritisiert diese Entscheidung von Madame Wu und versucht ihr den Hinweis des Konkubinat – Verbotes der Republik China ( 1931 ) nahezubringen. Doch Madame Wu hat ihren Entschluss gefasst und bringt damit Geschehnisse ins Rollen die keiner voraus sehen konnte.

Pearl S. Buck gibt in ihrem Roman, tiefe Einblicke in die Traditionen in China, in den 1930 – 1940 Jahren. Es erfolgt ein Wandel. Die Frauen Chinas werden gesetzlich mit den Männern  gleichgestellt. Die jungen Frauen brechen aus den traditionellen Gefüge aus und emanzipieren sich zunehmend. Für ältere Chinesinnen bedeutet das teilweise, der Verlust klassischer Werte. Jedoch ist die Neuerung auf den Weg gebracht.

Pearl S. Buck besticht durch ihre besondere Art des Schreibens. Die ausgeschmückte, zarte Prosa, wirkt sehr klar und anschaulich, ohne kitschig zu wirken. Die Zeilen gleiten unterhaltsam dahin und verbreiten Kurzweil. Die Thematik ist äußerst interessant und wartet mit Überraschungen auf. Was will man mehr? Ein Klassiker mit großem Empfehlungswert!

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Cover des Buches Letzte große Liebe (ISBN: 9783596283354)Tausendléxis avatar

Rezension zu "Letzte große Liebe" von Pearl S. Buck

Lest und fühlt dieses Buch!
Tausendléxivor einem Jahr

Auf dieses wundervolle Buch bin ich durch einen Hinweis in > Das Bücherhaus < von John Kaag gestoßen. Im Vertrauen, nicht die einzige Empfehlung.

Dieser berührende Roman beinhaltet die verschiedenen Lebenssituationen, der im Mittelpunkt dieser Geschichte stehenden, Edith Chardman. Edith ist zweiundvierzig Jahre und verwitwet. Ihr Mann Arnold , ist verstorben.

In ihrer Trauer zieht sie sich in einer Berghütte zurück um ihr Leben neu zu ordnen. Eine lange Freundschaft zu dem sechsundziebzig jährigen Philosophen Edwin Steadley, wird wiederbelebt und es entsteht ein zartes Band der Liebe. 


Ich will dir eine erstaunliche Wahrheit über den Menschen sagen. Du bist zu jung, um es zu wissen , aber ich weiß es. Die Liebesfähigkeit ist das Geheimnis des Lebens. Solange man einen anderen Menschen lieben kann, wirklich lieben kann, ist der Tod weit weg. Erst wenn die Liebesfähigkeit vergeht, kommt der Tod bald. Ich danke die, mein Liebling, dass ich dich lieben darf. Das versperrt dem Tod meine Tür.

Seite 26


Durch einen Zufall lernen sich Edith und der junge Jared Barrow kennen.  Nun ist Edith die ältere und der junge Mann fühlt sich mächtig von dieser hübschen und sehr intelligenten Frau magisch angezogen. Edith fühlt sich geschmeichelt, doch sie weiß sehr wohl, dass diese tiefe Verbundenheit keine Liebe mit Zukunft werden kann. So ist es Edith, die über ihre Gefühle ihren Verstand stellt und wahrlich Größe zeigt. 

Pearl S. Buck vermittelt in diesem Roman, das Gefühl der innigen und aufrichtigen Liebe. Die über der körperlichen Zweisamkeit steht. Immer wieder überrascht sie mit neuen Definitionen der Liebe. Auf verschiedenen Ebenen, wie etwa der ältere Edwin Steadley die jüngere Edith oder der junge Jared die ältere Edith liebt, zeigt sie uns die unterschiedlichen Facetten auf. Pearl S. Buck hinterfragt diese Gefühle und Emotionen und zeigt sie ganz offen in ihrer reinsten Art. Sehr berührend und immens warmherzig ist > Letzte große Liebe < geschrieben und zeigt wieder sehr eindrücklich, dass Pearl S. Buck zu Recht den Literaturnobelpreis erhalten hat. Lest und fühlt es!

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Gespräche aus der Community

Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Die gute Erde" von Pearl S. Buck lesen.

Wikipedia sagt folgendes:

"Die gute Erde (englischer Originaltitel: The Good Earth) ist ein Roman von Pearl S. Buck. Das Buch, das 1931 erstmals erschien, wurde 1932 mit dem Pulitzer-Preis und 1935 mit der William Dean Howells Medaille ausgezeichnet. Die gute Erde ist der erste Teil einer Roman-Trilogie, zu der auch die Bücher Söhne und Das geteilte Haus gehören."

Wir freuen uns natürlich über jeden Mitleser - solange man sein eigenes Buch dabei hat, ist jedermann und jederfrau willkommen!
97 Beiträge
Hallorins avatar
Letzter Beitrag von  Hallorinvor 6 Jahren

Zusätzliche Informationen

Pearl S. Buck wurde am 25. Juni 1892 in Hillsboro (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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