Pearl S. Buck

 4 Sterne bei 317 Bewertungen
Autorin von Die gute Erde, Die Frauen des Hauses Wu und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Pearl S. Buck

Pearl Sydenstricker Buck † 6. März 1973 in Danby. Sie erhielt 1938 den Literatur-Nobelpreis.

Alle Bücher von Pearl S. Buck

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Die gute Erde

Die gute Erde

 (60)
Erschienen am 21.08.2015
Das Mädchen Orchidee

Das Mädchen Orchidee

 (37)
Erschienen am 21.07.2011
Die Frauen des Hauses Wu

Die Frauen des Hauses Wu

 (37)
Erschienen am 21.06.2012
Ostwind, Westwind

Ostwind, Westwind

 (25)
Erschienen am 01.07.2013
Die Welt voller Wunder

Die Welt voller Wunder

 (7)
Erschienen am 10.11.2017
Der Drachenfisch

Der Drachenfisch

 (6)
Erschienen am 01.11.2008
Söhne

Söhne

 (8)
Erschienen am 01.07.2005
Das geteilte Haus

Das geteilte Haus

 (7)
Erschienen am 01.01.2006

Neue Rezensionen zu Pearl S. Buck

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Naibenaks avatar

Rezension zu "Die Welt voller Wunder" von Pearl S. Buck

Eine einfühlsame Hommage an die Wunder des Lebens.
Naibenakvor 10 Monaten

Rann Colfax ist ein hochbegabtes Kind, ja fast schon ein Genie. Mit drei Jahren will er rechnen und lesen lernen, beginnt alles aufzusaugen, was ihm an Wissen vermittelt wird. Die Mutter steht dem immer etwas skeptisch gegenüber, aber insbesondere der Vater, selbst Hochschulprofessor, erkennt in Rannie den aufgeschlossenen und wissbegierigen Jungen, der immer mehr verlangt und dabei aus dem Staunen über das Leben und seine Wunder nicht herauskommt. Er ist es, der Rannie einer besonderen und ganz persönlichen Förderung unterzieht und der schließlich mit ihm eine Weltreise plant. Kurz vor Reiseantritt stirbt jedoch der Vater und Rann – inzwischen siebzehnjährig - will sich allein auf diese Reise begeben. Eine Reise, die ihm viel Unbekanntes zeigt und ihn verändern wird. Eine Reise, bei der der stets einsame Rann auch die Liebe kennenlernt.

„, Du wirst oft verletzt sein, denn du liebst die Schönheit und Ordnung in allem, was du tust, aber die Menschen sind nun einmal nicht immer schön und ordentlich. Sie werden nicht immer so sein, wie du es dir wünschst. Sei also zufrieden, wenn sie zumindest ehrlich sein können zu dir und du die Möglichkeit hast, sie verstehen zu lernen, so wie sie sind. Du darfst dich davon aber nicht aufsaugen lassen und musst der Mensch sein, der du selbst zu sein wünschst. Auf diese Weise wird eines Tages jemand – irgendwo – deines Weges kommen und die beweisen, dass alles Schöne auch gut ist, und wenn dieser Mensch dir begegnet, wirst du ihn erkennen, denn du wirdt zuvor schon viele andere kennengelernt haben und bereit sein für die dauerhafte Beziehung, die, für sich genommen, die tiefste Zufriedenheit für den Menschen bedeutet.'“ (S.320/321, Brief des Vaters an Rann)

Dieser Roman der Nobelpreisträgerin (1938) Pearl S. Buck (1892-1973) wurde im Jahre 2013 erstmals veröffentlicht. Das lang verschollene Manuskript wurde erst 2012 zufällig entdeckt. Es handelt sich um den wohl letzten Roman der Autorin vor ihrem Tod. Für mich ist es der erste Roman von ihr, den ich gelesen habe. Und ich bin sehr beeindruckt von ihrer warmherzigen, ruhigen, leichtfüßigen und eindringlichen Schreibweise. Ich mag die leisen Tönen, die angeschlagen werden und sich zu einem wunderbaren orchestralen Werk entwickeln., wenn auch einem bis zum Schluss gedämpften. Hier gibt es keinen Paukenschlag, sondern kontinuierliche Aufs und Abs - wie das Leben so spielt und fließt. Dieses Dahinfließen hat allerdings auch manches Mal zur Folge, dass es eher vor sich hin „plätschert“ und dadurch einige Längen aufweist. Das ist allerdings nicht weiter dramatisch und nur ein kleiner Kritikpunkt.

Die Geschichte dieses Wunderkindes wird aus seiner Sicht erzählt und so merke ich als Leser bald, wie unheimlich schwierig es ist, mit solchen Begabungen das Leben zu meistern. Man sollte meinen, das fällt dann besonders leicht. Aber genau dem ist nicht so, denn insbesondere die Frage nach dem Platz im Leben und nach seiner Bestimmung mit eben jenen besonderen Begabungen ist eine, die sich Rann am meisten stellt. Und soziale Kontakte zu knüpfen ist ebenfalls nicht ganz einfach für den Einzelgänger, obwohl er doch sehr aufgeschlossen scheint und im Grunde seines Herzens nach Nähe sucht. Umso wichtiger scheint es, die liebenden, sanftmütigen Eltern stets im Hintergrund zu wissen. Als Halt. Und als Energiequell.

„Ja, sein Geist war ein Warenlager, ein auf Leben programmierter Computer, Minute um Minute, Stunde um Stunde, Tag und Nacht. Er vergaß nichts, sei es nützlich oder nutzlos. Nützlich! Aber wofür? Wen kümmerte die Frage, wen kümmerte die Antwort. Es reichte, so zu sein, wie er war, er selbst, in jedem Augenblick lebendig allem und jedem zugewandt.“ (S.337)

Auch die tiefe Verbundenheit der Autorin zu China (sie verbrachte dort ihre Kindheit) kommt eindrücklich zum Ausdruck in diesem Roman, Kulturunterschiede werden liebevoll aufgezeigt und lassen mich manches Mal staunen.

Fazit: Mein erster Roman von Pearl S. Buck, der mich beeindruckt und mir sehr gefallen hat! Einfühlsam, warmherzig, klug – eine wunderbare Hommage an die Wunder des Lebens.

„,Eines Tages blicke ich auf dieses ganze Leben vielleicht wie auf eine Seite aus meiner gesamten Existenz zurück […] mit der Einsicht, dass es Wahrheiten gibt, deren Ursachen wir nicht ergründen können... Vielleicht ist das überhaupt das Wichtigste – dass die Welt für uns immer voller Wunder ist.'“ (S.367)

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M

Rezension zu "Die beiden Schwestern." von Pearl S. Buck

eine wunderschöne Geschichte
MarcoLvor 10 Monaten

„Die zwei Schwestern“ von Pearl S. Buck. 2 Mädchen, 17 und 18 Jahre alt, werden in Korea liebevoll aufgezogen, ihr Vater Missionar. Durch die Wirren des Korea-Krieges gelangen sie zu entfernten Verwandten in die Nähe von NewYork. 2 Welten prallen aufeinander, fernöstliche selbstlose und dennoch liebevolle unverfängliche Lebensart versus des selbstsüchtigen american Way of life. Doch den beiden jungen Damen gelingt in ihrer unschuldigen Art erstaunliches …

Kein Wunder dass die Autorin sowohl Pulitzer - als auch #Nobelpreis bekam. Höchste Literatur in einer leichten Sprache.

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MilaWs avatar

Rezension zu "Die gute Erde" von Pearl S. Buck

Als Frau kann das Leben ganz schön ätzend sein
MilaWvor einem Jahr


Wang Lung lebt mit seinem Vater in ärmlichen Verhältnissen. Er kauft sich eine ehemalige Sklavin als Frau und arbeitet unermüdlich auf seinem Land, der „guten Erde“. Sein Ziel ist es, so reich zu werden, dass er das Land der ehemaligen Besitzer seiner Frau aufkaufen kann. Doch bis dahin ist es ein weiter und sehr steiniger Weg.


Meine Meinung:
Ich wurde mit den Personen nicht so recht warm. Wang Lung ist kein Held, sondern ein nicht besonders kluger 0815-Typ mit etlichen Fehlern. Das ist ja nicht schlimm, aber es gibt keinerlei psychologische Entwicklung oder emotionales Mitfühlen. Sein Schicksal war mir schlicht und ergreifend ziemlich egal auch wenn die Handlung ganz spannend ist. Besonders hervorstechende Nebenfiguren gibt es auch nicht.
Man kann dem Roman zugute halten, dass das Leben eines chinesischen Bauers ohne den typischen neumodischen Schnickschnack historischer Romane beschrieben wurde. Es gibt keine heißen Sexszenen, keine unglaubwürdig Emanze/streitsüchtige Amazone, keine offene Kritik an den Verhältnissen, keine historischen Großereignisse, die mit Beispielschicksalen gefüllt werden. Leider gibt es auch keinen Humor der einen bei Stange hält.
Eins lernt man aber sehr eindrücklich: eine Frau zu sein, besonders in einer armen Familie, war auch in China ziemlich ätzend. Man rackert sich ab, wird wenn man schön ist, von irgendwelchen Typen vergewaltigt, oder geschlagen wenn man nicht so schön ist. Dann wird man von einem Mann gekauft, verheiratet und darf sich weiter abrackern und ständig Kinder gebären, möglichst Jungen. Ist man dann alt geworden wird man, wenn man gut genug gearbeitet hat um Geld einzubringen, von einer jüngeren Konkubine ersetzt, die man dann auch noch versorgen darf. Das fand ich ziemlich deprimierend dargestellt, ist aber vielleicht auch meine moderne Sichtweise.
Ich wäre wohl nicht so enttäuscht, wenn Pearl S. Buck nicht den Literaturnobelpreis bekommen hätte. Sonst wäre es einfach nur ein historischer Roman mit interessanter Handlung aber schlichter Schreibweise. So fand ich es enttäuschend.

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Gespräche aus der Community

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Hallorins avatar
Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Die gute Erde" von Pearl S. Buck lesen.

Wikipedia sagt folgendes:

"Die gute Erde (englischer Originaltitel: The Good Earth) ist ein Roman von Pearl S. Buck. Das Buch, das 1931 erstmals erschien, wurde 1932 mit dem Pulitzer-Preis und 1935 mit der William Dean Howells Medaille ausgezeichnet. Die gute Erde ist der erste Teil einer Roman-Trilogie, zu der auch die Bücher Söhne und Das geteilte Haus gehören."

Wir freuen uns natürlich über jeden Mitleser - solange man sein eigenes Buch dabei hat, ist jedermann und jederfrau willkommen!
Hallorins avatar
Letzter Beitrag von  Hallorinvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Pearl S. Buck wurde am 26. Juni 1892 in Hillsboro (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 409 Bibliotheken

auf 86 Wunschlisten

von 9 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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