Pearl S. Buck

 4 Sterne bei 371 Bewertungen
Autorin von Die gute Erde, Die Frauen des Hauses Wu und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Pearl S. Buck

Pearl Sydenstricker Buck † 6. März 1973 in Danby. Sie erhielt 1938 den Literatur-Nobelpreis.

Alle Bücher von Pearl S. Buck

Cover des Buches Die gute Erde (ISBN: 9783423144377)

Die gute Erde

 (72)
Erschienen am 21.08.2015
Cover des Buches Die Frauen des Hauses Wu (ISBN: 9783596903986)

Die Frauen des Hauses Wu

 (41)
Erschienen am 21.06.2012
Cover des Buches Das Mädchen Orchidee (ISBN: 9783293306240)

Das Mädchen Orchidee

 (40)
Erschienen am 01.05.2019
Cover des Buches Ostwind - Westwind (ISBN: 9783423142328)

Ostwind - Westwind

 (32)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Die Welt voller Wunder (ISBN: 9783423146036)

Die Welt voller Wunder

 (12)
Erschienen am 10.11.2017
Cover des Buches Das geteilte Haus (ISBN: 9783423144391)

Das geteilte Haus

 (8)
Erschienen am 21.08.2015
Cover des Buches Der Drachenfisch (ISBN: 9783473543922)

Der Drachenfisch

 (7)
Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches Söhne (ISBN: 9783423144384)

Söhne

 (9)
Erschienen am 21.08.2015

Neue Rezensionen zu Pearl S. Buck

Cover des Buches Die Mutter (ISBN: 9783492231749)
G

Rezension zu "Die Mutter" von Pearl S. Buck

Schöne Sprache, hartes Leben
gerda_badischlvor 8 Monaten

Pearl S. Buck veröffentlichte "The Mother" 1934. Die  amerikanische Schriftstellerin, die einen Großteil ihres Lebens in China verbracht hat, erhielt 1938 den Literaturnobelpreis. 

Inhalt:

Das harte Leben einer namenlosen chinesischen Bäuerin. Mehr möchte ich nicht verraten. Wenn es dir beim Lesen geht wie mir, und du unbedingt wissen möchtest ob es gut oder schlecht ausgeht, kannst du ja die folgenden Zeilen lesen. Ich selbst habe nicht vorgeblättert, und ich kann nicht sagen, ob es an meinem Lese-Erlebnis etwas geändert hätte. Schlechte Nachrichten: es wird immer alles noch schlechter - obwohl ganz am Ende ein kleiner Lichtschimmer steht..

Mein Lese-Erlebnis:

Ich liebe Pearl S. Bucks "Die gute Erde" - eines meiner allerliebsten Bücher. "Die Mutter" ist von der Idee und auch vom Schreibstil her ähnlich: In kraftvoller, einfacher Sprache beschreibt sie liebevoll einfache Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen. Gleichzeitig lernt der Leser auch die fremde Welt des ländlichen China am Anfang des 20. Jahrhunderts kennen. Und diese Welt und das Leben in dieser Welt ist hart. Vor allem für die Frauen, und vor allem für diese eine Frau ... Mir war es insgesamt ein bisschen zu hart und traurig um ein wirkliches "Lesevergnügen" zu bieten.#

Leseprobe:

"Sie schritt weiter und begegnete keiner Seele, denn es war die Stunde nach dem Mittag, da die Leute ruhen. Wenn hier oder dort ein Mann früher auf seine Felder gegangen war, hatte er den Schatten gesucht, denn die Hitze war jetzt schon allzu heftig für die Arbeit auf dem Felde, und er lag schlafend irgendwo unter einem Baume, hatte das Gesicht mit dem Hut vor den Fliegen geschützt, und neben ihm stand sein Tier mit gesenktem Kopf und ganz schlaffem Körper vor Hitze und Schlaftrunkenheit.  Die Mutter aber konnte die Hitze ertragen, weil diese Hitze vom Himmel herabkam und nicht eingeschlossen war zwischen vier Wänden noch in den Adern des Körpers.

Sie arbeitete eine Weile auf ihren Saatbeeten, und sie grub mit der Harke eine kleine Bresche in den höheren Rand des Beetes, und sie hob einen kleinen Kanal aus, der zum Teiche führte, und dann ging sie zum Ufer des Teichs, und mit den Eimern, die an der Stange hingen, schöpfte sie Wasser, und sie tauchte zuerst den einen ein und dann den anderen und leerte sie in den Kanal, den sie gegraben. Immer wieder tauchte sie ein, und sie sah, wie dei Erde dunkel wurde und feucht, und es war ihr, als nährte sie ein dürstendes Geschöpf und gäbe ihm Leben."

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Cover des Buches Die Welt voller Wunder (ISBN: 9783423146036)
gsts avatar

Rezension zu "Die Welt voller Wunder" von Pearl S. Buck

Das Wunderkind
gstvor einem Jahr

Er ist ein Einzelgänger. Das wissen wir. Und er muss es auch wissen – und lernen, dass ihm Freuden und Befähigungen zur Verfügung stehen, von denen die normalen Menschen nicht einmal etwas ahnen. Er wird ein Leben voller Wunder haben – stell dir nur einmal vor, was das für eine Freude sein wird! Er wird staunend durch diese Welt gehen in dem steten Wunsch, sie zu verstehen, und stets von Neugier getrieben!“

sagt Randolphs Vater auf 58 zur Mutter seines Sohnes.

Das Buch beginnt ungewöhnlich. Wir Leser*innen lernen Randolph bereits im Bauch seiner Mutter kennen und verfolgen seine Entwicklungsstufen bis ins Erwachsenenalter. Geistig ausgesprochen rege und wissbegierig hinkt er emotional lange hinter Gleichaltrigen her. Mit 15 macht er sich auf den Weg in die Fremde um das Leben an sich zu studieren. Er entschied 

nicht so sehr bewusst als vielmehr instinktiv, dass er weder weiter aufs College gehen noch an irgendwelchen Studienabschlüsse und Doktorarbeiten denken würde.“ (Seite 130).


Angeblich wurde das handgeschriebene Manuskript der bereits 1973 verstorbenen, mehrfach preisgekrönten Autorin zu diesem Roman zufällig 2012 in einem verlassenen Lagerraum entdeckt und von Edgar Walsh, dem Adoptivsohn der Autorin behutsam redigiert.


Herausgekommen ist ein märchenhaftes Buch, in dem die Menschen besonders gut aussehen, der Protagonist außerordentlich leicht lernt, immer genug Geld für weite Reisen vorhanden ist und Fremdsprachen kein Problem darstellen. Auch wenn all das im regulären Leben nicht unmöglich ist, widersprachen viele Aussagen dem „normalen“ Leben. Ansprechend dagegen fand ich die Einstellung des Vaters, der seinem Sohn alle Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen wollte – wohlgemerkt: ohne ihn zu triezen.

Es dauerte eine Weile, ehe ich mit dem Buch warm wurde. Erst als China und die chinesische Lebenseinstellung Raum bekam, entdeckte ich meine Lieblingsautorin wieder. Bisher kannte ich sie nur aus detaillierten Schilderungen des chinesischen Lebens. Die spät geschriebenen Werke der Nobelpreisträgerin für Literatur von 1938 kenne ich (noch) nicht.

Fazit: Ein Buch, an das man unvoreingenommen herangehen sollte. Es hat trotz meiner kritischen Einstellung durchaus lesenswerte Passagen.

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Cover des Buches Peony (ISBN: 9783548237343)
SotsiaalneKeskkonds avatar

Rezension zu "Peony" von Pearl S. Buck

Eine jüdische Familie im China der Vergangenheit
SotsiaalneKeskkondvor einem Jahr

Poeny ist die Dienerin im Hause des jüdischen Geschäftsmanns Ezra. Sie verbindet eine lange Geschichte mit dessen Sohn David, da sie als Kind von der Familie gekauft wurde und sie zusammen mit David aufwuchs. Nun soll David mit Leah, der Tochter des Rabbiners verheiratet werden. Allerdings empfindet er nicht unbedingt romantische Gefühle für die junge Jüdin, sondern viel mehr für die Tochter des chinesischen Geschäftspartners seines Vaters. Und auch Peony ist nicht so begeistert von der Idee, dass ihr Meister Leah heiratet und so beginnt sie Intrigen zu schmieden. 

Der Einstieg in die Geschichte verlief ein wenig holprig. Der Schreibstil ist wirklich nichts Besonderes. Weder besonders mitreißend, poetisch oder bildhaft. Schnell musste ich aber merken, dass das Buch nicht den Spannungslevel überschreiten wird, den es auf der ersten Seite allerdings hatte. Die Geschichte fließt zäh dahin, der Spannungsbogen bleibt gegen Null. Zwar hat die Geschichte bzw. die Idee dahinter extrem viel Potential für Drama, Kampf um Selbstbestimmung und Identität und das Suchen nach wahrer Liebe geboten, allerdings blieb das Potential völlig unausgeschöpft. Sobald eine Stelle brenzlig wurde, wurde sie vom Autor schnell wieder abgetan. So kam man nicht wirklich schnell durch die Geschichte. Zusätzlich konnte ich mich auch nicht mit den Protagonisten anfreunden. Die Hauptprotagonisten waren schon flach, die Nebenpersonen kann ich nicht anders als schattenhafte namenlose Umrisse bezeichnen. Den Charakteren mangelte es an Gefühlen und Emotionen, an Gedanken, sodass ihre Handlungen kaum nachvollziehbar wurden und man sich wirklich nicht in sie hineinversetzen konnte. Hier merkt man, dass das Buch aus den 40er Jahren stammt und Gefühle damals einfach noch nicht so in waren, wie es heutzutage ist. Wer auch immer dieses Buch lesen will, soll gewarnt sein, dass Leah, Davids Mutter und der Rabbiner ein menschenfeindliches und konservatives Weltbild vertreten, dass mich wirklich entsetzt hat. 

Insgesamt hat mich das Buch einfach nicht mitreisen können und deswegen kann ich es kaum empfehlen. 

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Gespräche aus der Community

Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Die gute Erde" von Pearl S. Buck lesen.

Wikipedia sagt folgendes:

"Die gute Erde (englischer Originaltitel: The Good Earth) ist ein Roman von Pearl S. Buck. Das Buch, das 1931 erstmals erschien, wurde 1932 mit dem Pulitzer-Preis und 1935 mit der William Dean Howells Medaille ausgezeichnet. Die gute Erde ist der erste Teil einer Roman-Trilogie, zu der auch die Bücher Söhne und Das geteilte Haus gehören."

Wir freuen uns natürlich über jeden Mitleser - solange man sein eigenes Buch dabei hat, ist jedermann und jederfrau willkommen!
96 Beiträge
Hallorins avatar
Letzter Beitrag von  Hallorinvor 8 Jahren

Zusätzliche Informationen

Pearl S. Buck wurde am 25. Juni 1892 in Hillsboro (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 474 Bibliotheken

von 73 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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