Pearl S. Buck Die Welt voller Wunder

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Inhaltsangabe zu „Die Welt voller Wunder“ von Pearl S. Buck

<p>Der lang verschollene letzte Roman der Nobelpreisträgerin</p><br /><p>Dass Rann Colfax etwas Besonderes ist, merken seine Eltern schon kurz nach seiner Geburt: Er ist hochbegabt – und wächst deshalb ohne Freunde auf. Sein Vater beschließt, mit Rann um die Welt zu reisen, damit er neue Eindrücke gewinnt und seinen Horizont erweitern kann. Doch noch bevor die Reise stattfindet, stirbt der Vater ? und Rann muss sich allein aufmachen in die weite Welt, wo er die Unwägbarkeiten des Lebens kennenlernt und schließlich auch die Liebe.</p>

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  • Die Welt voller Wunder

    Die Welt voller Wunder
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    06. June 2016 um 16:10

    Randolf Colfax ist von Geburt an mit einer übernatürlichen Neugier, Instinkt und Intelligenz gesegnet. Alles will er wissen und lernt rasend schnell. Sein Vater wird sein wichtigster Förderer. So kommt es, dass er mit der Schule nicht viel anfangen kann und recht einsam ist.  Rann, wie er genannt werden möchte,  ist zu jung für das College. Sein Vater beschliesst, dass eine Bildungsreise rund um die Welt das Beste wäre. Doch es kommt anders. Er stirbt an Krebs.  Daraufhin versucht Rann seinen Weg selbst zu finden. Er bricht alleine auf diese Reise auf und geht erst einmal nach New York. Dort lernt er seinen Grossvater kennen. Dieser alte weise Mann rät ihm eine Leidenschaft zu finden, dann würde er seinen Weg schon finden. Er reist weiter nach England. Auf der Überfahrt stürzt er sich in eine Affäre mit einer jungen Witwe. Diese führt ihn in die körperliche Liebe ein. Bald fühlt er sich ausgenützt und unterfordert. Er setzt seine Reise fort und fährt nach Paris. Dort verliebt er sich in die Halbchinesin. Sie führt ihn in die Familie ein und er lernt von ihrem Vater viel über die fernöstliche Kultur. Rann wird als Soldat in den Koreakrieg einbezogen. Seine Beobachtungen und Erfahrungen schreibt er nieder und veröffentlicht sie als Roman. Dieser wird ein Bestseller. Bald muss Rann erkennen, dass es auch da nicht alle mit ihm gut meinen.   Als ich anfing zu lesen, war ich hin und hergerissen. Zuerst war ich begeistert. Von der Beschreibung wie sich wohl ein Baby kurz vor der Geburt fühlen muss und dann zur Welt kommt. So liebevoll und zärtlich. Dann war ich wiederum genervt. Akribisch schildert sie wie der kleine Rannie seine Welt neugierig und staunend erkundet. Ich hatte manchmal das Gefühl, die Beschreibung dauern länger als  Rann etwas gelernt hat. Später ändert sich irgendwie der Schreibstil und ich habe es genossen die Welt durch die Augen dieses  Jungen zu erkunden. Man fängt automatisch an über die menschlichen Werte und über die Welt von heute zu reflektieren.  Das Manuskript wurde in einer Lagerhalle in Texas gefunden. Dort wurden einige Utensilien der Autorin entdeckt. Die Familie von Pearl S. Buck hat das Manuskript erworben. Ihr Adoptivsohn hat den Text redigiert.  Daher kann ich die Kritik in vielen Buchbesprechungen nicht verstehen. Da heisst es öfters, das Buch sei altbacken und altmodisch. Nun die Autorin ist 1973 gestorben. Das war nun mal eine andere Zeit. Ein Klassiker nennt man auch nicht altmodisch. Ein Roman ist immer ein Zeitdokument. Als einzige Kritik lasse ich gelten, dass der Roman unrealistisch in Bezug auf das Vermögen von Randolf Colfax ist. Ihm fliegt das Geld nur so zu. Er braucht sich niemals finanzielle Sorgen zu machen. Es ist eine fiktive Geschichte. Mich stört es daher nicht. Ich wünsche dem Buch viele Leser, die mit dem Protagonisten die Welt auf eine kindliche, naive Art erkunden wollen. 

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  • Das Leben, die Liebe, Konflikte und Kulturunterschiede

    Die Welt voller Wunder
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    Der Klappentext des Verlages: Dass Rann Colfax etwas Besonderes ist, merken seine Eltern schon kurz nach seiner Geburt: Er ist hochbegabt. Durch seine Intelligenz und Aufgewecktheit macht sich der Junge jedoch wenig Freunde und wächst als Einzelgänger auf. Also beschließt sein Vater, mit dem Sohn um die Welt zu reisen, damit dieser neue Eindrücke gewinnen und seinen Horizont erweitern kann. Doch noch bevor die Reise stattfinden kann, stirbt der Vater. Wissensdurst und Neugier treiben Rann allein in die weite Welt. Auf Stationen in England, New York, Korea und Paris lernt er die Unwägbarkeiten des Lebens kennen - und schließlich auch die Liebe. Der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte: Das Manuskript zu diesem Roman wurde im Winter 2012 zufällig in einer verlassenen Lagerhalle in Texas entdeckt. Die Finderin gab das kostbare Stück an Bucks Adoptivsohn Edgar Walsh, der sich um den Nachlass der Schriftstellerin kümmert. Er vermutet, dass seine Mutter diesen letzten Roman kurz vor ihrem Krebstod im Jahr 1973 beendete. Nachdem Walsh den Text sorgfältig ediert hatte, erschien der Roman in Amerika erstmals im Oktober 2013 und liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor: ein sensationeller Fund! Randolf Colfax, von seinen Eltern Rannie genannt, gibt sich schon als Baby der Beschäftigung des Lernens hin. Vom Instinkt angetrieben geht er dazu über, sich Wissen anzueignen und versetzt damit sich und auch seine Eltern in Staunen. "Du verstehst nicht, welche Verantwortung eine Intelligenz wie die seine uns auferlegt." (S. 57) Während Rannies Vater schon sehr früh bewusst ist, dass die Intelligenz seines Sohnes diesen einerseits ausgrenzen, jedoch andererseits ein Leben voller Wunder haben lassen wird, liegt es seiner Mutter Susan am Herzen, dass ihr Sohn nicht als einsames Kind aufwächst. Mit der Einschulung wird sehr schnell klar, wie deutlich Rannie sich von den anderen Kindern unterscheidet und dass seine stetige Neugier auf einer normalen Schule nicht befriedigt werden kann. Aber auch hier setzt sein Vater alles daran, seinen Sohn sowie andere hochbegabte Kinder individuell zu fördern. Als es, durch den vorzeitigen Tod des Vaters, nicht zu der geplanten Weltreise kommt, begibt sich Rannie mit dreizehn Jahren auf das College, wo er sich allerdings eingezwängt und geknebelt fühlt. "Manchmal kam es ihm so vor, als wäre er allein in einer Wüste, in einer Wüste, die er sich selbst erschaffen hatte, nur weil er so war, wie er war." (S. 84) Einzig in Prof. Shape findet er einen Mentor und Freund, bei dem er sich verstanden fühlt, aber auch einen Grund, sein Zuhause zu verlassen und sich mit fünfzehn Jahren auf Reisen zu begeben. "Er wollte das Leben kennenlernen; wollte das Leben nutzen, um zu lernen...Das Staunen war seine Grundhaltung, das Staunen über all die Wunder, die er um sich herum sah und hörte." (S. 130/131) Egal ob New York, England, Paris - jeder Ort, an dem er verweilt, ist sein Zuhause. Dabei lebt er intensiv im Augenblick und nimmt die Tage, wie sie kommen...ohne Pläne und mit unerwarteten Begegnungen. "Die Welt besteht aus sehr vielen verschiedenen Menschen,..., und während du, und nur du ganz allein, dafür verantwortlich bist, zu was für einen Menschen du wirst, musst du doch so viele Menschen kennenlernen, wie nur möglich, denn sie sind die Grundlage des Lebens, so wie wir es heutzutage kennen." (S. 320) Dauerhaft Sympathie für Randolf Colfax aufzubringen, gestaltete sich gar nicht so einfach für mich; was ich zum einen seiner Andersartigkeit und zum anderen dem, trotz vorhandener Einschnitte, ohne Schwerfälligkeiten auskommenden Verlauf zuschreibe. Im Gegensatz dazu haben weitere Charaktere, denen weniger Platz eingeräumt wurde, einen - für mich - starken Eindruck hinterlassen, der sich erst nach dem Auslesen in meinen Gedanken zu diesem Buch ausgebreitet hat. Unter anderem gehört Rannies Mutter Susan zu diesen Figuren, bei denen mich die Gefühle und ihr Denken beschäftigt hat. Bedingungslos schenkt sie ihm ihre Liebe, obwohl er sie schon sehr früh auf Abstand hält und ihr dadurch so einiges an der Mutter-Kind-Beziehung genommen wurde. Ein stetiges Loslassen verbunden mit dem Wunsch, dass ihr Sohn das findet, was er sucht/braucht und sie ihm nicht geben kann - so habe ich es empfunden. Aber auch die quirlige Stephanie Kung, die Halb Chinesin Halb Amerikanerin ist und in Paris lebt, hinterlässt deutliche Spuren...im Buch und beim Leser. Auf eine Einteilung in Kapitel wurde verzichtet und somit besteht dieses Buch ausschließlich aus zwei Teilen. Während Teil Eins, beginnend im Mutterleib, die Entwicklung von Rannie und dessen Reise beschreibt, zeigt der zweite Teil auf, welche Erkenntnisse ihm die stetige Suche nach Antworten sowie Wahrheiten gebracht haben und macht selbst vor einer Tragödie nicht halt. Das Leben, die Liebe, Konflikte und Kulturunterschiede sorgen bei diesem Roman für eine durchaus unterhaltsame Lesezeit, bei der ich mich zwischen "Absolut gefangen" und einem durch Klischees ausgelöstes "War zu erwarten" befunden habe. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass sich die Verbundenheit der Autorin zu China dezent und dennoch ausdrucksstark in dieser Geschichte wiederfindet. Es hat den Anschein, als wäre es ihr ein ausgesprochenes Anliegen gewesen und daher unentbehrlich auch wenn die Erlebnisse von Randolf Colfax im Vordergrund stehen. Pearl S. Buck: wurde 1892 in Hillsboro, West-Virginia, geboren. Sie wuchs als Tochter eines amerikanischen Missionarsehepaares in China auf, studierte Literatur in den USA und kehrte 1914 nach China zurück, wo sie ihren Mann John L. Buck kennenlernte und 1918 heiratete. Ihrem ersten Roman "Ostwind - Westwind" folgte ihr bekanntestes Werk "Die gute Erde", für das sie den Pulitzer-Preis erhielt. Nach der Scheidung von John L. Buck heiratete sie ihren Verleger Richard J. Walsh, ließ sich mit ihm in Pennsylvania nieder und verstarb 1973 in Danby, Vermont. Sie wurde 1938 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet und veröffentlichte 80 Werke sowie fünf Romane unter dem Pseudonym John Sedges.

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    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    11. January 2016 um 21:04