Pearl S. Buck Die gute Erde

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Inhaltsangabe zu „Die gute Erde“ von Pearl S. Buck

Für den ersten Band der großen Familiensaga, in dem der Aufstieg des armen Bauern Wang Lung im Mittelpunkt steht, wurde Pearl S. Buck mit dem Pulitzerpreis und dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Eine interessante Rundreise durch das alte China und ein Menschenleben.

— wakinyan
wakinyan

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Ich spreche eine Leseempfehlung aus und lege euch dieses kleine Buchschätzchen ans Herz.

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  • Die Erde ist gut und rund

    Die gute Erde
    wakinyan

    wakinyan

    Im Supermarkt fiel mir dieses Buch in die Hände, weil es sich rot und zart in der Wühlkiste hervorhob. Der Titel tat sein übriges: "Die gute Erde". Ja, darüber wollte ich lesen, dass die Erde gut war. Es dauerte nicht lange und schon war ich mittendrin im Leben des Bauern Wang Lung und im alten China vor der Revolution. Voller Neugier entdeckte ich die fremde Kultur und verfolgte das Leben von Wang Lung, das sich ständig wandelte, wie die Erde in ihren Jahreszeiten. "Als der Teig sauber geschnitten auf dem Tisch lag, fertig zum Backen, klopfte Wang Lungs Herz vor großen Stolz. Nicht eine Frau im Dorf hätte gekonnt, was seine Frau getan hatte - solche Kuchen zu machen, wie sie nur die Reichen zum Fest aßen."Überdeutlich schildert die Geschichte die Distanz zwischen arm und reich, die Ausbeutung, die Verachtung und den Überlebenskampf. Der arme Wang Lung setzt auf die Erde, kauft Land, lebt sparsam und arbeitet wie ein Ochse auf seinen Feldern. Fast hätte eine Hungersnot die ganze Familie ausgelöscht, doch dann kehrt das Glück zurück und Stück für Stück hält der Reichtum Einzug. Mit dem Geld kommt die Gier und das Verlangen nach diesem und jenem. Endlich möchte Wang Lung eine schöne Frau haben und kauft sie sich einfach. Seine erste Ehefrau, die ihm drei Söhne geschenkt hat, beachtet er nicht mehr. Er weiß, dass er falsch handelt, kann sich der Versuchung aber nicht erwehren. So plagt ihn das schlechte Gewissen und beim kleinsten Anlass bricht es zornig aus ihm heraus. Die feine Sprache und der Stil sind ein Hochgenuss. Die spitzfindigen Charakterbilder setzen sich zu einem verzweigten Gesamtbild zusammen, gewaltig und gleichzeitig zart. Kein Wunder, dass dieses Werk 1938 mit den Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.

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    • 6
  • Die gute Erde

    Die gute Erde
    Sikal

    Sikal

    Der Bauer Wang Lung lebt mit seinem alten Vater allein in einem Lehmhaus und bewirtschaftet so gut es geht sein eigenes Land. Er heiratet die Sklavin O-lan aus dem Hause der reichen Familie Hwang und ist froh, nun nicht mehr morgens das heiße Wasser seinem Vater bringen zu müssen. Wang Lung schätzt sein Land, sein eigenes Korn und hütet seine geringen Ersparnisse, um zusätzliches Land anschaffen zu können. Seine Frau O-lan ist bescheiden, ruhig und steht hinter dem Ehrgeiz ihres Mannes. Sie schenkt ihm drei Söhne und eine Tochter und bemüht sich um Haus, Hof und den alten Vater. Zwischendurch hilft sie Wang Lung noch auf den Feldern und ist dankbar für dieses Leben – nie ist Wang Lung gewalttätig und grausam zu ihr, was sie sehr schätzt. Die beiden kämpfen gegen Überschwemmungen, Dürrekatastrophen und Hunger, müssen von ihrem Haus und Hof flüchten und in Armut leben. Doch immer steht ihr gemeinsames Ziel vor ihnen: Sie wollen wieder in das alte Lehmhaus und zu ihren Feldern zurückkehren. Im Laufe der Geschichte erlebt man den Aufstieg Wang Lungs, die steigende soziale Anerkennung im Dorf, den Kauf von weiteren Feldern und den Schulbesuch der Söhne. Im Gegensatz dazu erlebt man den Abstieg und Zerfall der Familie Hwang, die mit Not nicht umzugehen wusste, Einschränkungen des täglichen Lebens nicht akzeptieren konnte und so letztendlich alles verlieren. Die Autorin Pearl S. Buck schrieb diesen Roman bereits Anfang der 1930er Jahre und hat dafür den Literaturnobelpreis erhalten. Sie hatte damals Gelegenheit – als Tochter eines Missionars – in China aufzuwachsen und in zwei unterschiedlichen Welten zu leben. In einem Interview hat sie mal erwähnt, dass es die westliche Welt absolut nicht interessiert, was in China vor sich geht, wie die Jugendlichen dort leben, wie ein Haushalt geführt wird usw. In vielen ihrer Bücher gewährt sie einen tiefen Einblick in dieses riesige Land und dessen Unterschiede. Sie schafft es, den Personen eine Würde zu verleihen, beschreibt ihre Handlungen mit einer großen Wertschätzung und erzählt ohne Dramatik aber mit Leidenschaft eine wunderbare Lebensgeschichte. Während des Lesens wird ein Teil der Kultur wieder bewusst - die Versklavung oder der Verkauf der Töchter, die Ehrerbietung gegenüber Älteren, das Durchfüttern der Verwandtschaft in der größten Not und das Bandagieren der Füße bei Mädchen, um den Lotosfuß zur Schau stellen zu können. „Die gute Erde“ ist der Beginn der Trilogie um die Familie Wang und macht neugierig auf die weiteren Bände.

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    • 2
  • Der harte Kampf um ein Stückchen Land

    Die gute Erde
    Ginevra

    Ginevra

    Wang Lung ist ein armer Bauer aus Nordchina. Als er heiraten will, bleibt ihm nur eine Wahl: er nimmt die Sklavin O-lan aus dem reichen Hause Hwang zur Frau. In diesem Haus wird er äußerst herablassend behandelt und gedemütigt, was seinen Ehrgeiz weckt. O-lan erweist sich als eine außergewöhnlich stille, kräftige, fleissige und leidensfähige Frau. Sie ist nicht schön, ihre Füße sind nicht bandagiert, aber sie tut alles für ihren Mann – sogar auf dem Feld schwere Arbeit erledigen, trotz Schwangerschaften und Entbindungen, die sie grundsätzlich ganz alleine durchsteht. Wang Lung und O-lan erarbeiten sich einen bescheidenen Reichtum, so dass sie zwei Reisfelder kaufen können – von der Familie Hwang, mit denen es zeitgleich wirtschaftlich bergab geht. Mit drei Söhnen und einer Tochter wird Wang Lung reich gesegnet. Doch als eine große Dürre das Land überfällt, wendet sich das Blatt… Pearl Sydenstricker Buck, chinesisch 賽珍珠, lebte von 1892 – 1973 in den USA und in China. Als Frau eines Missionars setzte sie sich mit den Weltreligionen auseinander, aber auch mit Feminismus. Für „Die gute Erde“, dem ersten Teil der „Das Haus der Erde“- Trilogie, wurde Pearl S. Buck 1932 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 1937 wurde der Roman erfolgreich verfimt.1938 erhielt sie den Literatur-Nobelpreis für ihre Romane über das chinesische Bauernleben. Mir hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Trotz aller Fehler und Schwächen werden die Figuren liebevoll beschrieben und verlieren nie ihre Würde. In der größten Hungersnot sorgt Wang Lung sich um seine Familie und opfert alles – doch als reicher Mann steigen seine Ansprüche, und er macht verhängnisvolle Fehler, die aber aus seiner Sicht verständlich erscheinen. Für mich war es sehr interessant, Einblick in diese längst vergangene Zeit vor der Kulturrevolution zu bekommen. Es klang für mich, als würde die Autorin die Geschichte ihrer Vorfahren erzählen: plausibel und realistisch , nicht überfrachtet mit dramatischen Wendungen, wie andere historische Romane. Feministische Ideen werden sehr hintergründig eingeflochten, indem z.B. das Bandagieren der Füße, das Verkaufen von Töchtern und Frauen beschrieben werden, und die Folgen - neben den Vorteilen für die Männer - für alle Beteiligten zuletzt nur Elend und innere Not sind. Fazit: ein absolut lesenswerter, neu aufgelegter Klassiker der Weltliteratur, leicht verständlich, berührend und anschaulich. Von mir 5 von 5 Sternen – ich bin gespannt auf die beiden anderen Bände der Trilogie!

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    • 2
  • Leserunde zu "Die gute Erde" von Pearl S. Buck

    Die gute Erde
    Hallorin

    Hallorin

    Im Rahmen der "Preisträger-Runde" innerhalb der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" wollen wir "Die gute Erde" von Pearl S. Buck lesen. Wikipedia sagt folgendes: "Die gute Erde (englischer Originaltitel: The Good Earth) ist ein Roman von Pearl S. Buck. Das Buch, das 1931 erstmals erschien, wurde 1932 mit dem Pulitzer-Preis und 1935 mit der William Dean Howells Medaille ausgezeichnet. Die gute Erde ist der erste Teil einer Roman-Trilogie, zu der auch die Bücher Söhne und Das geteilte Haus gehören." Wir freuen uns natürlich über jeden Mitleser - solange man sein eigenes Buch dabei hat, ist jedermann und jederfrau willkommen!

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    • 97
    Hallorin

    Hallorin

    09. December 2014 um 15:59
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    gst schreibt Soweit ich gelesen habe, sind die geschnürten Frauen damals aber auch reihenweise umgefallen ...

    Und Schwangerschaften auf solchen Füßen möchte ich mir gar nicht vorstellen...

  • Lesenswert

    Die gute Erde
    sanrafael

    sanrafael

    08. October 2013 um 09:35

    Bauer Wang Lung lebt allein mit seinem Vater in Armut. Früh morgens gibt es heißes Wasser zu trinken und nur an besonderen Tagen werden ein paar Teeblätter hinzugegeben. Er beschließt zu heiraten, eine Familie zu gründen und so der Hungersnot zu entkommen. Doch das Leben in China auf dem Land ist hart, jahrelang kämpft er ums überleben. Zusätzlich zu Dürre und Überschwemmung werden die Bauern von einer gefährlichen Bande überfallen und ausgeraubt. Doch Wang Lung kommt dennoch zu Wohlstand. Nun, nicht mehr täglich der Arbeit nachgehend, besucht er das Freudenhaus der Stadt. Durch sein Geld ist er ein gern gesehener Gast und verliebt sich in die schöne Lotus. Seine Söhne, inzwischen selbst verheiratet kehren dem Landleben den Rücken. Ein Roman über das Leben, mit einer sehr schönen Sprache erzählt, für den die Autorin Pearl S. Buck den Literaturnobelpreis erhalten hat.

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  • Rezension zu "Die gute Erde" von Pearl S. Buck

    Die gute Erde
    rumble-bee

    rumble-bee

    22. November 2009 um 14:41

    Ich empfinde es als sehr schwierig, eine Rezension über diese Buch zu verfassen. Denn da ist zum einen der Nobelpreis, der der Autorin für dieses Buch verliehen wurde, aber andererseits besteht da in meinen Augen eine sich mit den Jahren vergrößernde Kluft, eine spürbare Distanz, was Erwartungen an Romane und an Schreibstile betrifft. Mit anderen Worten: ich bin mir fast sicher, dass dieses Buch in der heutigen Zeit keinen Nobelpreis mehr gewinnen würde. Aber DASS es ihn gewonnen hat, erzählt uns einiges über damalige Normen und Wervorstellungen. Zum Buch selber: Mich hat durchaus bewegt, wie breit und episch die Geschichte angelegt ist. Man verfolgt den Werdegang Wang Lungs von seinem Hochzeitstag an bis hin in sein hohes Alter. Das Ende ist angenehm offen genug: man ahnt nur, dass alles, was Wang Lung aufgebaut hat, wieder zerrinnen wird - weil es seine Söhne nur noch auf Profit abgesehen haben, und das Land wohl verkaufen werden. Zwischendurch hat mich immer wieder überrascht, wie viel Psychologie die Autorin eingebaut hat - das war für die damalige Zeit sicher ungeheuer modern! Wang Lung, selbst als chinesischer Bauer, kennt so etwas wie Selbstzweifel, macht erstaunliche Erkenntnisse über sich selbst und die ihn umgebenden Personen - und kann dennoch nicht aus seiner Haut. Erstaunt hat mich, wie wenig Politik vorkam - wirklich nur am äußersten Rand. Und das in einem Land wie China, das doch so eine turbulente Geschichte hat! Aber wahrscheinlich war genau dies die Absicht der Autorin: zu zeigen, wie wenig sich Weltpolitisches Geschehen in einem Riesenreich wie China auswirkt. Auf dem Land kommt das jedenfalls so gut wie nicht an. Allerdings wirkt das auf heutige Leser durchaus ein wenig befremdlich - entrückt und weltfremd. Und auch die Sprache, der ganze Erzählstil - teilweise wirkte das auf mich wirklich nahezu "biblisch"! Sehr gestelzt, und irgendwie weit weg von den Figuren. Man findet sie schon sympathisch oder unsympathisch, aber man hat, zumindest als heutiger Leser, den Eindruck, sie alle würden nur vorgeführt, wie in einer Versuchsanordnung. "Und als er diese seine Frau so ansah, da dachte er bei sich"..... und so weiter, ihr ahnt schon, was ich meine. Es klingt wie die Bibel, oder wie ein Lehrbuch - und nach heutigen Maßstäben hätte man an einen Roman doch deutlich andere Erwartungen. Um doch mal ein Fazit zu ziehen: Als Geschichte an sich durchaus interessant und spannend. Aber man muss sich beim Lesen doch deutlich anstrengen, um bei der Sache zu bleiben. Es ist in seiner ganzen Art einfach "angestaubt", und wirklich nur noch für solche Leser empfehlenswert, die sich entweder sehr für China interessieren, oder die einen geruhsamen Erzählstil lieben.

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  • Rezension zu "Die gute Erde" von Pearl S. Buck

    Die gute Erde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2008 um 20:33

    Ich habe dieses Buch am heutigen Nachmittag vor den Türen einer Bibliothek in der Aussonderungskiste gefunden.. es passt zum momentanen Olympiastart. Ich freue mich auf die Lektüre. Der Roman spielt im China des frühen 20. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte um Wang Lung, der sich mit der Sklavin O-Ian verheiratet. Geschildert wird sein Leben mit der wachsenden Familie, sein Aufsteigen durch gute Bewirtschaftung, seine Krise in Zeiten der Dürre. Er bricht mit seiner Familie nach Süden auf, um dort wieder auf die Beine zu kommen. Bucks Sprache ist einfach, der Ton des Buches umfängt einen in seiner Ehrlichkeit und löst durch Handlung und Art des Erzählens ein großes Interesse für ihren Roman aus. In der Mitte des Buches angelangt, habe ich mich gleich nach den anderen Teilen der Trilogie umgesehen. Das Buch kommt mit einer inneren Logik daher, das Leben von Wang Lung, dem einfachen Bauern und späteren Großgrundbesitzers, wird aus seinen Augen geschildert. Und die Art der Schilderungen müssen von einer großen Beschäftigung und Beobachtungsgier getränkt gewesen sein. Der persönliche Hintergrund der Autorin, die als Tochter eines Missionars lange Zeit in China gelebt hatte, bilden die Basis für ein wirklich lesenwertes Werk. Sie hat für "Die gute Erde" den Pulitzerpreis erhalten.

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