Pedro Fernandez Der Bauer des Königs

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Inhaltsangabe zu „Der Bauer des Königs“ von Pedro Fernandez

Schachmatt für den König. Ein großer historischer Roman, wochenlang an der Spitze der spanischen Bestsellerlisten. Der Dominikanermönch Raoul de Hinault hat einen guten Namen als Gelehrter weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Da erreicht ihn eines Tages ein Ruf an den spanischen Hof in Toledo. König Alfonso, Herrscher über ein zwischen christlicher, jüdischer und arabischer Kultur zerrissenes Spanien, liebäugelt mit der deutsch-römischen Kaiserkrone. Raoul soll die diplomatischen Fäden spinnen, um diesen Traum zu verwirklichen. Unterwegs erhält Raoul einen mysteriösen Auftrag: Er soll zunächst nach Santiago de Compostela pilgern und dort einen Mord aufklären, in den ein hoher Amtsträger des Reiches verwickelt ist. Verwundert folgt Raoul der neuen Weisung. Diskret stellt er auf dem Jakobsweg Nachforschungen an und klärt schließlich durch eine List den Mord auf. Endlich in Toledo angekommen, erkennt er, daß der König ihn für ein übles taktisches Spiel mißbraucht hat.

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  • Rezension zu "Der Bauer des Königs" von Pedro Fernandez

    Der Bauer des Königs

    kornmuhme

    11. June 2012 um 12:41

    Ein sehr sowohl sprachlich als auch inhaltlich anspruchsvolles Buch! Inhalt: Im 13. Jahrhundert wird der Dominikanermönch Raoul de Hinault mit einem zunächst nicht ganz durchsichtigen Auftrag an den kastilischen Hof zu König Alfonso X. geschickt. Auf seinem Weg durch Spanien wird ihm vermittlet, dass er einen Mordfall aufklären soll, in den ein guter Freund des Königs verwickelt ist und sogar als angeblicher Täter im Kerker sitzt. Der König kann und will nicht öffentlich als Fürsprecher in Erscheinung treten, so dass Raoul auf eigene Faust die Puzzelteilchen suchen und zusammensetzen muss, um schließlich die Wahrheit zu finden ... Das Buch ist als Bericht Raouls de Hinault verfasst, wodurch es eine gehobene Sprache aufweist - Raoul ist immerhin Dominikanermönch, der an der Universität von Paris lehrt! Die Wortwahl ist eher ungewöhnlich, teilweise sperrig, aber ich konnte mich schnell darauf einlassen und muss auch sagen, dass es stilistisch einfach passte. Auch sehr schön und stimmig fand ich die Beschreibungen Raouls zum Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Er macht auf vielen Stationen und in kleinen Städtchen Halt, übernachtet hier, bleibt dort ein paar Tage ... Das Wandern eines Pilgers zur damaligen Zeit wird stimmig und realistisch beschrieben, durch die sich wandelnde Landschaft Spaniens, gemeinsam mit einem Pilgerzug, in unterschiedlichsten Herbergen. Das hat mir gut gefallen! Was weniger erfreulich war, war die Entwicklung des Plots. Seitenweise wurde über total unwichtige Nebendinge referiert, z.B. über die amourösen Beziehungen Lucas, eines Reisegefährten Raouls, mit den beiden Töchtern eines Ehepaares, das ebenfalls in der Pilgergruppe reist. Wozu?? So ging es mir leider mit einigen Begebenheiten, wo ich einfach nur dachte, komm doch jetzt mal wieder auf deinen eigentlichen Auftrag zurück! Das Buch hat sich einfach sehr in die Länge gezogen, es kam nur wenig Spannung auf (Ausnahme: der Prozess zum Ende des Buches), viele Nebensächlichkeiten wurden lang und breit erzählt - an diesen Stellen war die Sprache des Romans dann auch eher sperrig und kompliziert. Zu den Charakteren kann ich auch nicht viel sagen. Dadurch, dass alles aus der Sicht Raouls geschrieben ist, lernt man die übrigen Figuren nur sehr subjektiv kennen, in einem teilweise sehr geschwollenen Erzählstil. Richtig warm geworden bin ich mit Raoul auch nicht, dazu ar er mir zu abgehoben und teilweise auch arrogant - hatte schon das Gefühl, dass er sich auf sein Wissen und seinen Scharfsinn etwas einbildet. Was man bei dem griff zu diesem Buch auch bedenken sollte, ist, dass der Autor Kunsthistoriker ist - diese Tatsache schimmert öfters durch, gerade wenn Gebäude, Fassaden oder Räume beschrieben werden. Auf Dauer war es für mich anstrengend zu lesen. Man sollte auch durchaus Interesse an der Geschichte, den gesellschaftlichen Zusammenhängen und der Landschaft Spaniens haben, damit das Buch vielleicht ein Genuss werden kann. Ich fühle mich eher im Mittelalter Deutschlands, Frankreichs und Englands "zu Hause" :-). 3 von 5 Sternen

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