Pedro Lenz

 4.1 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Der Goalie bin ig, Radio und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Pedro Lenz

Pedro Lenz wurde am 08.März 1965 in Langenthal in der Schweiz geboren. Er machte eine Lehre zum Maurer und erhielt 1984 seinen Abschluss. Er schlug einen zweiten Bildungsweg ein und absolvierte er die Eidgenössische Matura. 1995 studierte er einige Semester Spanische Literatur an der Universität Bern. Pedro Lenz lebt und arbeitet in Bern. Seit 2001 begann er Vollzeit als Autor zu arbeiten, schreibt Kolumnen für diverse Zeitungen und Magazine und verfasste Texte für unterschiedliche Theatergruppen sowie für das Schweizer Radio DRS. Als Autor ist er Mitglied des Bühnenprojekts „Hohe Stirnen“ und der Spoken Word-Gruppe „Bern ist überall“. Pedro Lenz ist Gewinner einiger Preise, Auszeichnungen und Stipendien. Unter anderem bekam er 2005 ein Literaturstipendium der Stadt Bern in Glasgow und gewann im selben Jahr den Kulturpreis der Stadt Langenthal. 2008 und 2010 gewann er den Literaturpreis des Kantons Bern.

Alle Bücher von Pedro Lenz

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Die schöne Fanny

Die schöne Fanny

 (2)
Erschienen am 29.11.2017
Der Goalie bin ich

Der Goalie bin ich

 (2)
Erschienen am 25.06.2014
Der Goalie bin ich

Der Goalie bin ich

 (1)
Erschienen am 25.06.2014
Der Gondoliere der Berge

Der Gondoliere der Berge

 (1)
Erschienen am 01.10.2015
Der Keeper bin ich

Der Keeper bin ich

 (1)
Erschienen am 29.02.2012
Tarzan in der Schweiz

Tarzan in der Schweiz

 (0)
Erschienen am 22.07.2003
I wott nüt gseit ha

I wott nüt gseit ha

 (1)
Erschienen am 08.10.2004
Ungerdüre

Ungerdüre

 (0)
Erschienen am 01.04.2008

Neue Rezensionen zu Pedro Lenz

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Rezension zu "Die schöne Fanny" von Pedro Lenz

Formen der Leichtigkeit des Sein
Clarivor 2 Tagen

Drei Freunde leben in diesem Roman in den Tag hinein: Frank alias Jackpot, Louis und Grunz; letztere sind Maler, Jackpot freier Schriftsteller. Während die beiden Maler noch etwas zustande bringen, ist der Schriftsteller immer vermeintlich auf Erfolgskurs, hat aber fast noch keine Zeile für seinen neuen Roman geschrieben. Sie leben in der kleinen Stadt Olten in der Schweiz.
Die beiden Maler sind schon an die 70 Jahre alt, Jackpot ist nur halb so alt.
Alles dreht sich um die schöne Fanny, ein Modell der beiden Maler, in die sich Jackpot unsterblich verliebt. Er wartet, sucht und findet sie ab und zu wieder, aber sie bleibt nie lange, und für ihn ist sie geheimnisumwittert. Wie sich später rausstellen soll: zu Recht!


In einem lockeren, amüsierten Tonfall mit zahlreichen lakonischen Einschüben hat Pedro Lenz seinen Roman garniert. Man liest ihn mit Schmunzeln und ergötzt sich an dem leichtlebigen Dasein der drei Künstler. Der Roman gemahnt an eine Art Schelmenroman, in der es um die unbeschwerte Lebensart und die heitere Liebe geht. Der Ton bleibt immer witzig und locker. Man zieht sich gegenseitig ein wenig auf und verbringt viele Stunden beim gemeinsamen Essen und Trinken. Ausstellungseröffnungen und Begegnungen mit vielerlei Charakteren geben den Roman den Pfiff und eine gewisse Aktualität. Der Text ist angereichert mit durchaus klugen, zuweilen gar philosophischen Gedanken und setzt eine gewisse Bildung voraus. „Ich beschloss, mit dem Nachdenken aufzuhören. Aber mach das mal bewusst, nicht mehr zu denken. Das funktioniert nicht, weil auch der Gedanken, nicht denken zu wollen, gedacht werden muss“. Logisch, nicht wahr?
In der Erzählung von Pedro Lenz geht es u.a. auch um die ganz alltäglichen Dinge wie die Beschaffung von Geld.
Der immer wieder angekündigte Roman von Jackpot bleibt lange nur Fiktion, denn es fehlt ihm an Eingebung. Sein Bruder, ein erfolgreicher Geschäftsmann, unterstützt ihn großzügig mit Geld, so dass er seinem Bohèmeleben frönen kann, ohne zu verhungern.

Man wartet geduldig darauf, dass seine Liebesgeschichte und die Gestaltung seines Romans Formen annimmt. So lange darf man weiter an den ergötzlichen Tagesereignissen teilnehmen.
Ach, aber alles kommt am Ende ganz anders als erwartet! Die Geschichte steuert auf ein gutes Ende zu.
Das Leben: es spielt zuweilen verrückt. In diesem Roman dürfen wir der Leichtigkeit des Seins nachspüren. Spannung darf man nicht erwarten. Man freut sich am Ende an der Auflösung des Rätsels um Fannys Leben und Jackpots Roman und hat unterhaltsame Stunden gehabt. Die Empfehlung des Schweizer Literaturclubs ist gerechtfertigt!

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A

Rezension zu "Der Goalie bin ig" von Pedro Lenz

En ungerhautsame Laferi, dä Goalie
Aaron_Aebivor 4 Monaten

D Närven ahgschpant wi d Zugseili vor Jungfroubahn, bringts dr Pedro Lenz ufe Punkt. Dass d Jungfroubahn e Zahnradbahn isch, muess me ja nid a di grossi Glogge hänke. Schön gschribe isch "Dr Goalie bin ig" uf jede Fau. Und wüu es Buech i däm Dialäkt haut leider e Rarität isch, muess es o nid verruckt spannend oder fesselnd oder was o immer sy. Es si eifach schöni Gschichte, wi se ds Läbe schribt und Punkt. Mängisch e Laferi, dä Goalie, aber das won er verzeut, isch emu geng churzwilig.

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Rezension zu "Die schöne Fanny" von Pedro Lenz

Charmante und witzige Story eines Aussenseiters
NeriFeevor 10 Monaten

Das erste Mal gehört habe ich von diesem Roman im Literaturclub. Das ist eine Sendung die sich ausschließlich neuen Büchern widmet und diese im Rahmen einer Diskussion mit Gästen bespricht. Ausgestrahlt wird sie im 3sat und im SRF. Die schöne Fanny vom Schweizer Autoren Pedro Lenz wurde dort auf sehr witzige und charmante Weise diskutiert, so dass ich neugierig wurde und den Verlag kurzerhand um ein Rezensionsexemplar bat.

Darum gehts
Frank, genannt Jackpot ist ein eher erfolgloser Schriftsteller und durch seine Freunde Louis und Grunz kunstinteressiert. Als er Louis, einen Kunstmaler eines Tages besucht, läuft ihm die Kunststudentin Fanny über den Weg, welche Louis als Aktmodell zur Verfügung stand. Jackpot ist sofort hin und weg von der jungen Frau und fortan geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Auch die anderen Freunde von Jackpot kennen Fanny und alle scheinen auf die ein oder andere Weise fasziniert von der Zwanzigjährigen. Unbewusst stiftet Fanny Unruhe in der Clique rund um Jackpot. Aber wer genau ist Fanny?

Die Geschichte beginnt peppig und rasant. Ich war sofort mittendrin im Geschehen und konnte mir ein Bild von Jackpot machen. Ganz reizvoll fand ich die Tatsache, dass die Story in der Schweiz spielt. Ich habe bisher noch kein Buch eines Schweizer Autoren gelesen und fand viele Textpassagen sehr witzig. Natürlich ist das Buch ins Hochdeutsche übersetzt, dennoch kommt der Charme von Lenz zweifelsfrei durch und ich fühlte mich an viele Ortschaften in der Schweiz versetzt.

Der Charakter des Jackpot wird authentisch und identifizierbar gezeichnet. Er besticht durch seinen Humor und seine zeitweilig ungebremsten Emotionen. Ich hatte gleich zu Beginn den Eindruck, dass Jackpot ein geselliger Mensch ist, der dennoch sehr einsam zu sein scheint. Seine Freunde Louis, Koni und Grunz spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle. Dennoch piesacken sie sich gegenseitig, was der Geschichte viel Amüsanz verleiht. Lenz verführt den Leser in ein Milieu von Aussenseitern und schafft damit eine raue aber durchaus charmante Atmosphäre.

Das Cover ist so wunderschön und gehört schon jetzt zu meinen Liebsten. In Anlehnung an die Kunst, welche in dem Roman nicht zu kurz kommt, gleicht das Bild von Fanny einem Gemälde. Die Farben harmonieren wunderbar und geben der Geschichte Persönlichkeit.

Ein sehr lesenswertes Buch, welches viele Emotionen bedient, die verliebte Menschen kennen. Darunter auch und vor allem die Eifersucht, die Jackpot quält. Mir gefielen die warmherzigen Passagen, aber auch die etwas schrofferen Töne sehr gut. Pedro Lenz gelingt eine tolle Mischung. Ich kann das Buch allen ans Herz legen, die ihren Lesehorizont erweitern wollen.


Ich danke dem Kein&Aber-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Zusätzliche Informationen

Pedro Lenz wurde am 07. März 1965 in Langenthal (Schweiz) geboren.

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