Peer Meter , Barbara Yelin Gift

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(5)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gift“ von Peer Meter

Bremen 1831. Den Auftrag im Gepäck, eine Reisebeschreibung über die Hansestadt zu verfassen, trifft eine junge Schriftstellerin an der Weser ein. Doch ihr schlägt eine Atmosphäre des Misstrauens entgegen, denn die Stadt kennt dieser Tage nur ein Thema: die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung der mehrfachen Giftmörderin Gesche Gottfried. Ungewollt verbindet sich das Schicksal der jungen Frau mit dem der Gesche Gottfried...§Im März 1828 wurde in Bremen ein Kriminalfall aufgedeckt, der die Stadt erschüttern sollte und der in seiner Beispiellosigkeit ungeheures Aufsehen erregte. Bereits in den ersten Verhören gestand die 43-jährige Gesche Margarethe Gottfried, von 1813 bis 1827 fünfzehn Menschen vergiftet zu haben, darunter ihre Ehemänner, ihre Eltern und ihre Kinder. Ausgehend von diesem historischen Drama entwickeln Peer Meter (Szenario) und Barbara Yelin (Zeichnungen) eine Geschichte voller Spannung und Intensität.

Stöbern in Comic

Die Stadt der Träumenden Bücher - Buchhaim

Die graphische Umsetzung des Romans ist opulent, detailverliebt und auf jeder Seite des Buchs immer passend.

Flaventus

Die Stadt der Träumenden Bücher - Die Katakomben

Wie zu erwarten Wunderbar! Die Bilder am Ende haben mich besonders umgehauen!

Buchenrauch

Paper Girls 3

es geht spannend weiter :)

reason

Sherlock 3

Wie immer toll!

_mrsjauk_

Sherlock 2

Spannend :)

_mrsjauk_

Walt Disneys Frohes Weihnachtsfest

Ich liebe es jedes Jahr aufs Neue zu Weihnachten nach Entenhausen zu schauen. Sehr gelungen! Ein Stück Kindheit.

Zyprim

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • eindrückliches Gesellschaftsbild

    Gift

    MilaW

    19. December 2017 um 14:12

    „Von Anfang an war es nicht mein Wille, dass er sterben sollte, drum gab ich ihm zum Sterben nicht genug. Ich wusste aber wohl, dass er sterben müsste, wenn er zu viel von dem Gift bekommt. Gewöhnlich gab ich eine Messerspitze. Aber an mehr als einer Messerspitze stirbt man. Mir war gar nicht schlimm dabei zumute. Ich konnte die Mäusebutter ohne die mindesten Gewissensbisse und mit völliger Seelenruhe geben. Es war mir als wenn eine innere Stimme mir sagt, ich müsse es tun.“ Inhalt: Im Jahre 1831 wird in Bremen unter großem internationalem Aufsehen die letzte Frau hingerichtet. Gesche Gottfried hat gestanden 15 Menschen, darunter ihre Ehemänner, Kinder und Freundinnen, vergiftet zu haben. Die Stadt ist erschüttert, niemand kann sich die Beweggründe der Mörderin erklären, die ihre Opfer jahrelang selbstlos gepflegt hat. Auch eine junge Schriftstellerin, die eigentlich eine Reisebeschreibung über Bremen schreiben sollte, kann sich der Mischung aus Schrecken und Sensationslust nicht entziehen und findet sich in einer zutiefst beengten Gesellschaft wieder. Meine Meinung: Der Autor Peer Meter hat auch Sachbücher über den wahren Fall Gesche Gottfrieds verfasst, was man dem Text anmerkt. Die Zitate der Angeklagten sind aus den echten Prozessakten übernommen und es gibt auch am Ende eine weiterführende Erklärung des Falles, der bis heute Rätsel aufgibt. Barbara Yelin illustriert die Geschichte mit düsteren, skizzenhaft wirkenden Bildern. Es wird nicht versucht, den Fall aufzuklären. Gesche Gottfried bleibt ein Rätsel. Was die Autoren allerdings eindrücklich zeigen, ist die beengte patriarchalische Gesellschaft mit ihren vielfältigen Zwängen. An der Frage, ob Gesche Gottfried eine geldgierige, kaltblütige Mörderin oder eine psychisch Kranke ist, erhitzen sich die oftmals bigotten moralischen Gemüter. Geheime Prozessakten werden gewinnbringend verkauft, Gottfrieds Anwalt handelt zutiefst widersprüchlich, Ärzte gaben falsche Todesursachen an und es wird immer klarer, dass die Behörden bei der Aufklärung der Morde komplett versagt haben. Es geht nicht wie in vielen Kriminalgeschichten darum, den Täter oder die Täterin zu finden, sondern um die Hilflosigkeit im Umgang mit einer Verbrecherin, die scheinbar ohne erkennbares Motiv handelt. Und gerade das macht die Besonderheit des Werkes aus. Eine sehr lesenswerte Graphik Novel, die ein eindrückliches Bild der gesellschaftlichen Situation der Zeit zeichnet.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks