Peer Meter , Isabel Kreitz Haarmann

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Inhaltsangabe zu „Haarmann“ von Peer Meter

Fritz Haarmann, einer der brutalsten Serienmörder Europas, arbeitete als Spitzel für die hannoversche Polizei. Nacht für Nacht durchstreifte er die Wartesäle des Bahnhofs auf der Suche nach jungen, allein reisenden Männern. Mit Hilfe seines Polizeiausweises konnte er das Vertrauen seiner Opfer erlangen. Er führte sie in seine Wohnung, vergewaltigte sie und biß ihnen im Sexualrausch die Kehle durch. Obgleich es über Jahre immer wieder Anzeigen gegen Fritz Haarmann gegeben hat, konnte er ungehindert sein mörderisches Treiben fortsetzen, gedeckt von der Polizei und umkreist von skrupellosen Schmarotzern, die aus Haarmanns Treiben ihren Vorteil gezogen haben. Eine unheimliche Geschichte in düster-beklemmenden Bildern.

Gruselige Graphic Novel mit atmosphärischen Zeichnungen ... mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Hackefleisch aus dir!

— Marina_Nordbreze

Beklemmende Charakterstudie - nicht nur von Fritz Haarmann, sondern auch Polizisten und Nachbarn.

— Archer

Sehr gute Zeichnung .irgendwie erinnert mich jetzt der Geruch des Buches an Haarmann xD riecht so eigen.

— Jeremy07

Haarmann - eine Geschichte, die aufrüttelt ...

— Marina10

Sehr detailierter Bleistift-Krimi-Comic nach einem wahren Fall. Danach will man erstmal nur Salat essen...

— Frischmilch

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  • "Kriminal" Haarmann

    Haarmann

    Archer

    25. May 2017 um 19:00

    Hannover, zwischen Ende des 1. Weltkrieges und 1924. Weimarer Republik, ausgeblutetes Volk, Typhus, Hunger, Abgestumpftheit prägen diese Zeit. Alle sehen zu, dass sie irgendwie über die Runden kommen, die meisten mehr schlecht als recht. Zu dieser Zeit tauchen so viele Knochen in der Leine auf, dass sie irgendwann abgelassen wird, um diese Sache zu untersuchen. Und bald steht fest - es sind menschliche Überreste. Jemand bringt Leute um. Dieser Jemand - damit spoilere ich nicht, da es den Tatsachen entspricht - heißt Fritz Haarmann und ist Polizeispitzel, was es ihm erleichtert, auf dem Bahnhof junge Männer anzusprechen und mit nach Hause zu nehmen. Er hat Sex mit ihnen, bringt sie um und verkauft dann ihr Fleisch an Nachbarn und ein Wirtshaus, auch die Sachen der Ermordeten finden dankbare Abnehmer. Lange Zeit geht er fast unbelästigt seinen grausamen Taten nach, geschützt durch unglaubliche Zufälle und geschützt durch die Polizei selbst, die einen "guten" Spitzel nicht verdächtigen will.Eine Graphic Novel, die sich mit einem Serienkiller beschäftigt? Kann man da der Materie überhaupt gerecht werden? Man kann. Und das sehr gut. Bezeichnend für diese Geschichte ist wohl, dass hier nicht nur das reißerische Hauptaugenmerk auf dem Killer liegt. Tatsächlich erhält der seine Charakterstudie dadurch, dass mit ihm interagierende Personen durch ihre Handlungen und ihr Denken Haarmann besser beschreiben, als das durch den intensiven Fokus auf ihm selbst geschehen könnte. Die Geschichte ist sehr gut ausgefeilt und wird durch die Superzeichnungen getragen. Im Innenteil des Buches gibt es Kurzbeschreibungen all seiner Opfer (auch wenn die Story der Beschreibung des Friedel Rothe widerspricht) und am Ende gibt es auch noch einmal eine Kurzzusammenfassung zu Haarmann und der Zeit, in der er agierte. Eine empfehlenswerte GN, düster, beklemmend und man fragt sich manchmal, wer das Monster ist: derjenige, der tötet oder diejenigen, die durch ihre Gier, ihre Selbstzufriedenheit und durch ihre Arroganz den Morden Vorschub leisteten.

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    • 4
  • Warte, warte nur ein Weilchen...

    Haarmann

    SitataTirulala

    11. July 2016 um 20:29

    "Haarmann" ist die Geschichte eines wahren Kriminalfalls, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Hannover in Atem gehalten hat. Fritz Haarmann hat seinerzeit für die hannover'sche Polizei als Spitzel gearbeitet, vornehmlich am Hauptbahnhof, wo er in der Wartehalle herumstreunende junge Männer angesprochen und vermeintlich überprüft hat. Tatsächlich war das für Haarmann die perfekte Gelegenheit, seine Opfer anzusprechen. Wer wird schon misstrauisch, wenn ihm ein Ausweis der Polizei unter die Nase gehalten wird? Er hat seine Opfer, übrigens durchweg besagte junge Männer, angesprochen und oftmals zum Essen eingeladen, ihnen manchmal sogar Kleider geschenkt, die, wie später herausgefunden wurde, nicht selten von seinen vorigen Opfern stammten. Seine Nachbarschaft hat Fritz Haarmann immer mit frischem Fleisch versorgt, auch wenn sonst nirgendwo welches zu kriegen war. Der Verdacht drängt sich auf, dass es sich dabei um Menschenfleisch gehandelt hat, bewiesen wurde das aber nicht. Peer Meter nimmt uns mit in die damalige Zeit und gibt Einblick in die Welt dieses Mannes, gegen den immer wieder Anzeigen erstattet wurden, auch wegen des merkwürdigen Verwesungsgestanks aus seiner Wohnung, und der doch frei schalten und walten konnte, weil die Polizei diese Anschuldigungen nicht ernst genommen haben. Oder nicht ernst nehmen wollten, denn dann hätten sie ja eingestehen müssen, dass sie einen Mörder beschäftigten. Sämtliche Illustrationen, mit denen Isabel Kreitz die Geschichte unterlegt hat, sind in schwarz-weiß gehalten, was die bedrückende Atmosphäre ziemlich gut rüber bringt. Man fühlt sich wirklich in das damalige Hannover versetzt. Sehr eigen war für mich der Dialekt der Charaktere, den ich gar nicht richtig einordnen konnte, dabei heißt es doch immer die Niedersachsen sprechen das dialektfreieste Deutsch überhaupt. Aber im großen und ganzen hat sich alles wenn nicht beim ersten, so doch zumindest beim zweiten Mal lesen erschlossen. Immer wieder fragt man sich: ist das jetzt der Stein, der Haarmann endlich ins Stolpern bringt? Und kann dann nur fassungslos dabei zusehen, wie er einfach ungehindert weitermachen kann, dass einem manchmal sogar ein bisschen schlecht wird. Die 175 Seiten ließen sich wunderbar intensiv runter lesen, das ging wie durch warme Butter und dafür gibt es von mir 4 Blümchen!---------- Rezension hier: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2016/05/comicrezension-haarmann.html

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  • Haarmann - eine Geschichte, die fesselt ...

    Haarmann

    Marina10

    Zum Inhalt: Fritz Haarmann, einer der brutalsten Serienmörder Europas, arbeitete als Spitzel für die hannoversche Polizei. Nacht für Nacht durchstreifte er die Wartesäle des Bahnhofs auf der Suche nach jungen, allein reisenden Männern. Mit Hilfe seines Polizeiausweises konnte er das Vertrauen seiner Opfer erlangen. Er führte sie in seine Wohnung, vergewaltigte sie und biß ihnen im Sexualrausch die Kehle durch. Obgleich es über Jahre immer wieder Anzeigen gegen Fritz Haarmann gegeben hat, konnte er ungehindert sein mörderisches Treiben fortsetzen, gedeckt von der Polizei und umkreist von skrupellosen Schmarotzern, die aus Haarmanns Treiben ihren Vorteil gezogen haben. Eine unheimliche Geschichte in düster-beklemmenden Bildern. Meine Meinung: Es war das erste Buch, das ich in diesem Style gelesen habe, aber ich habe mich ruck zuck rein gefunden und war von diesen wahnsinnig detailgetreuen Zeichnungen absolut begeistert Die Geschichte von Fritz Haarmann hat mich schon immer fasziniert und ich habe mich gefreut mehr darüber erfahren zu können. Gefallen hat mich auch der Dialekt, in dem Das Buch geschrieben wurde, man kann sich richtig gut vorstellen wie sich die Leute in diesem Dialekt unterhalten haben und auch wenn man die Worte laut ausgesprochen hat, hat es sich sympathisch angehört. Die Geschichte hat damals die Menschen aufgerüttelt und auch jetzt noch ist es kaum vorstellbar, das ein Mensch zu sowas fähig ist. Aber es fasziniert mich auch wie slebstverständlich Haarmann diese Taten begangen hat. Richtig angeekelt dagegen hat mich, dass er das Fleisch auch noch abgegeben hat um seine Nachbarn damit zu versorgen. Die wichtigste Frage, die es nun aber für mich rauszufinden gibt ist, bin ich nun mit ihm verwandt oder nicht ??? ich trage den gleichen Nachnamen und werde mich nun mal auf Spurensuche begeben... Mein Fazit: Für mich war das Buch ein voller Erfolg und ich bin begeistert von jeder Seite ... ich kann nur 5 Sterne vergeben ....

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    • 3
  • Rezension zu "Haarmann" von Peer Meter

    Haarmann

    PaulTemple

    Der historische Kriminalfall des Massenmörders und Polizeispitzels Fritz Haarmann, der im Hannover der 20er Jahre mindestens 24 junge Männer bestialisch ermordete wird in dieser Graphic Novel atmosphärisch ausgezeichnet wiedergegeben. Hierzu tragen zu einem sehr großen Teil die wunderbaren schwarzweiß-Zeichnungen bei, welche die gesellschaftliche Situation in Hannovers Armutsvierteln sehr detailliert einfangen. Die Story beschäftigt sich dazu nicht nur ausgiebig mit Haarmann selbst, sondern beleuchtet zudem auch die Versuche der hannoverschen Justiz, diesen Skandal zu verschleiern (dutzende Hinweise der Bevölkerung bezüglich Haarmanns Morden wurden ignoriert) und nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.

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    • 2

    joleta

    21. March 2014 um 20:56
  • Ich wollte ja keinen umbringen...

    Haarmann

    Igelmanu66

    „Ich wollte ja keinen umbringen, aber ab und zu war immer einer tot.“ Fritz Haarmann war – wie vermutlich jedem bekannt sein dürfte – ein Serienmörder, der im Hannover des Jahres 1924 für Angst und Schrecken sorgte. Dort verschwanden innerhalb kurzer Zeit diverse Jungen und junge Männer spurlos. Irgendwann tauchten in der Leine immer mehr Schädel und Gebeine auf. Alle waren sorgfältig vom Körper getrennt worden und das Fleisch wurde sauber abgeschabt. Und Fritz Haarmann war in der ganzen Nachbarschaft gut bekannt dafür, dass man bei ihm immer wieder Fleisch, Würste und Altkleider erwerben konnte... Am 19. Dezember 1924 wurde er wegen des Mordes an 24 Jungen zwischen 10 und 22 Jahren zum Tode verurteilt. Und so mancher seiner ehemaligen Nachbarn dürfte anschließend zum Vegetarier geworden sein. Peer Meter, den ich durch sein Buch zur Giftmörderin Geesche Gottfried kennengelernt habe, hat auch für seine Graphic Novel über Fritz Haarmann wieder gut recherchiert und es verstanden, die Geschehnisse atmosphärisch überaus eindrucksvoll darzustellen. Schon als ich das Buch aufschlug, lief mir ein Schauer über den Rücken. Da, wo man sonst einen Klappentext erwartet, gibt es über die kompletten zwei Buchseiten hinweg eine Auflistung von Opfern mit unter anderem Name, Alter und dem Datum des Verschwindens. Meine Güte! Ich wusste ja, dass dieser Mensch so viele Jungen getötet hatte, aber mir war nicht bewusst gewesen, dass alle diese Morde in so einem kurzen Zeitraum geschahen! Manchmal lagen nur wenige Tage zwischen den einzelnen Taten! An nicht wenigen Stellen bekommt man auch gute Eindrücke von Haarmanns gestörtem Geisteszustand. Diesem Mann würde man heute vermutlich Schuldunfähigkeit attestieren. Tatsächlich hat man ihm schon früh „unheilbaren Schwachsinn“ und später Schizophrenie bescheinigt, was aber die Polizei nicht davon abhielt, ihn als Spitzel einzusetzen. Überhaupt die Rolle der Polizei! Seinem Treiben hätte schon viel früher ein Ende gesetzt werden können, denn immer wieder gab es Hinweise aus der Bevölkerung, die ihn beschuldigten. Doch war er überaus wertvoll bei der Überführung von Hehlern, deshalb wurden sämtliche Hinweise abgewehrt. Die Zeichnungen sind wieder großartig! Manche Geschehnisse kommen ohne Text aus – da kann man einfach die Bilder in ihrer ganzen Intensität auf sich wirken lassen. Im Anschluss an die „Novel“ findet sich ein historischer Überblick, der neben Fotos Infos über Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg bringt und das Leben von Haarmann und diversen weiteren in der Geschichte vorkommenden Personen zeigt. Favoritenstatus!

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    • 8

    Igelmanu66

    04. March 2014 um 21:53
    bs1958 schreibt Obwohl ich den Film mit Götz George kenne, ist das Buch dank Deiner Rezi auf meiner WuLi gelandet.

    Das freut mich - es ist wirklich ein tolles Buch :-)

  • Der blanke Horror in Hannover

    Haarmann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eklig gut: Eine tolles Buch mit wunderbaren Zeichnungen und hervorragenden Texten. Hier stimmt alles - die (vorgegebene) Story, der Diktus+Dialekt, der Bleistiftstrich. Meine erste Graphic Novel konnte mich überzeugen: Mehr davon!

    • 2
  • Ab und zu war immer einer tot

    Haarmann

    HelmuthSantler

    20. December 2013 um 16:31

    „Ein Mensch ist nicht viel, höchstens eine Aktentasche voll“: Der Schlächter von Hannover in einer herausragenden Graphic Novel. „Warte, warte nur ein Weilchen, / bald kommt Haarmann auch zu dir, / mit dem kleinen Hackebeilchen / macht er Hackefleisch aus dir.“ Dieser in Deutschland geläufige Kinderreim erinnert an eine der archetypischen Schreckensgestalten der Neuzeit: Fritz Haarmann, der Jungenschlächter, der seine zumindest 24 Opfer vergewaltigte und ihnen dabei die Luftröhre durchbiss. Anschließend tranchierte er sie fachgerecht und verkaufte das Fleisch im bitterarmen Hungerdeutschland auf dem Schwarzmarkt. Die atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Graphic-Novel erspart uns die Horrorszenen im grafischen Detail und zeichnet stattdessen ein bedrückendes Zeitporträt: Die Staatsgewalt drückte sich in der zutiefst korrupten Willkür Einzelner aus, obrigkeitliche Allmachtsfantasien ließen nicht einmal den Gedanken zu, gewöhnliche Bürger seien zu polizeirelevanten Aussagen fähig. Das machte den Fall Haarmann überhaupt erst möglich: Der bieder wirkende Mann war als „erheblich schwachsinnig“ vom Militärdienst befreit und wurde bei der Polizei als „gemeingefährlicher Geisteskranker“ geführt. Dennoch erhielt er, der Flüchtling einer „Idiotenanstalt“, nach seiner Rückkehr nach Hannover ein „Unbescholtenheitszeugnis“ und verdingte sich als Kleinkrimineller und Spitzel mit Polizeiausweis (!). Jahrelang gingen Anzeigen über ihn ein und blieben unbeachtet, selbst eine Menschenfleischprobe änderte nichts an der Haltung der Behörde: „Schwein.“ Bis hin zu Haarmanns eigentümlicher Sprache („Schreiben Sie man dazu.“) authentisch wirkende, detailversessene und großartig gezeichnete Aufarbeitung eines der grauenvollsten Verbrechen der Geschichte – und einer Epoche, die solchem Wahnsinn erst den Boden bereitete.

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  • Rezension zu "Haarmann" von Peer Meter

    Haarmann

    sabatayn76

    25. December 2011 um 11:31

    'Der Mensch ist nicht viel, höchstens eine Aktentasche voll.' Inhalt und Eindruck: In sehr detaillierten Bildern erzählen Peer Meter und Isabel Kreitz vom Serienmörder Fritz Haarmann, der in den 1920er Jahren in Hannover sein Unwesen trieb. Dabei wurden einige Modifikationen im Vergleich zum tatsächlichen Fall vorgenommen - im Allgemeinen halten sich Meter und Kreitz jedoch an historische Fakten. Die s/w-Zeichnungen unterstreichen dabei die düstere Stimmung im Hannover der Weimarer Republik, die Armut und die Verzweiflung der Menschen. Im Anschluss an die Graphic Novel findet der Leser Informationen zu Fritz Haarmann und zu weiteren Akteuren, die in der Graphic Novel erwähnt werden und in Bezug zum historischen Fall standen, sowie Original-Fotografien von Haarmann und seiner Wohnung in Hannover. Mein Resümee: Großartig gezeichnet, unheimlich und erschreckend.

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  • Rezension zu "Haarmann" von Peer Meter

    Haarmann

    hexlein

    25. March 2011 um 18:03

    Comic mit Bleistifbildern über den Massenmörder Fritz Haarmann, der im Hannover des vorigen Jahrhunderts innerhalb eines Jahres über 20 Männer auf bestialische Weise getötet hat. Ein wirkich gut gemachtes Buch.

  • Rezension zu "Haarmann" von Peer Meter

    Haarmann

    Mr. Rail

    27. February 2011 um 12:21

    “Ich wollte ja keinen umbringen, aber ab und zu war immer einer tot.” Hannover 1924. In den Gassen der Altstadt geht die Angst um - bereits seit Monaten verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Als in der Leine die blanken Schädel und Gebeine mehrer junger Männer gefunden werden, scheinen sich die schauerlichen Gerüchte zu bestätigen, denn sämtliche Knochen wurden mit einem scharfen Messer sauber vom Körper abgetrennt. Im tristen Deutschland nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sind die Folgen der hohen Reparationszahlungen an die Siegermächte deutlich spürbar. Zur erdrückten Stimmung im Land kommt die Sorge um Lebensmittel und um die eigene Zukunft. Auch Hannover ist von Armut und Tristesse gezeichnet. Fleisch ist Mangelware und wenn verfügbar, dann unerschwinglich teuer. Nur Fritz Haarmann hat immer etwas im Angebot. Bezahlbar und - in Anbetracht des allgemeinen Mangels - von akzeptabler Qualität. Ein wenig weißlich und glibberig ist das Fleisch mit dem er handelt, oder das er auch mal gegen andere Dinge eintauscht. Beliebt ist er wegen seiner Quellen und der Handel floriert. Auch gebrauchte Kleidungsstücke für Männer hat er oft auf Lager. Jacken und Hosen, Hemden und Schuhe - purer Luxus und beste Ware auf den florierenden Schwarzmärkten. Haarmann ist keineswegs ein unbeschriebenes Blatt und gilt als ein wenig zwielichtig , aber seine Spitzeltätigkeit für die Polizei in Hannover vermittelt den Eindruck eines ehrenwerten Bürgers. Nur die Nachbarschaft muckt auf. Es stinkt verfault aus seiner Wohnung, junge Männer gehen aus und ein! Die Polizei jedoch reagiert auf keinen Hinweis aus der Bevölkerung. Die Mordserie weitet sich aus. Der unbekannte Täter lässt zwischen 1923 und 1924 insgesamt 24 junge Männer spurlos verschwinden. Spurlos? Nicht ganz…. Es gibt Fleisch und Bekleidung…. Und schließlich einen Zufall, der sogar der Polizei die Augen öffnet. In der Graphic Novel aus dem Hause Carlsen widmen sich Peer Meter (Text) und Isabel Kreitz (Zeichnungen) der wahren Geschichte des Serienmörders Fritz Haarmann in einer atmosphärischen Art und Weise, die den Leser und Betrachter in seinen Bann zieht. Die Illustrationen sprechen eine eigene Sprache - eindringlich, düster und ohne schmückendes Beiwerk visualisieren sie sowohl Lebensumstände als auch Charakterbilder der handelnden Menschen. Die Geschichte ist gut erzählt, mit der typischen Sprache des Serienmörders (aus Prozessunterlagen überliefert) angereichert und in der Dynamik eines optisch inhaltlichen Dramas angelegt. Der Anhang verdeutlicht äußerst sachlich den realen Hintergrund der Geschichte in Wort und Fotografie. Mein Ausflug in die Welt der Graphic Novel hat sich gelohnt. Nicht nur Worte und Bilder habe ich verinnerlicht - eine perfekte Symbiose aus beidem schwingt deutlich nach und wirkt noch immer. Absolut Lesens- und sehenswert!

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