Der grüne Palast

von Peggy Hohmann 
4,2 Sterne bei63 Bewertungen
Der grüne Palast
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Positiv (52):
Tinatunas avatar

Tolle Briefwechsel, die Einblick in das Leben von Fürst, Gräfin, Prinzessin und co. geben. Den Rest muss man sich selber träumen!

Kritisch (3):
Waldi236s avatar

Für mich ein Flop, wenn nicht sogar der Flop des Jahres

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Inhaltsangabe zu "Der grüne Palast"

Eine Geschichte von Freiheit und LiebeWien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst Metternich mit von der Partie ist. Der kluge politische Kopf gilt am Hof als skrupelloser Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als eine große Lüge.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548613529
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:10.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Klusis avatar
    Klusivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Brief-Roman, der mich mit seinem außergewöhnlichen Konzept und mit seiner Lebendigkeit überrascht und gefesselt hat.
    Der grüne Palast

    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.

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    AenHens avatar
    AenHenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zieht den Leser in den Bann mit hintergründigem, schlauem Witz, feiner, unerwarteter Poetik und fesselnden Schilderungen der Ereignisse.
    Geschliffene Episteln zwischen Liebe und Politik

    Die Herrschaft Napoleons in Europa ist vorüber. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ist Geschichte. Der Wiener Kongress hat die territorialen Verhältnisse in Europa neu sortiert und geregelt. Federführend ein Mann: Fürst von Metternich. Seine Aufgabe und sein Interesse besteht auch danach, im Knüpfen günstiger Bündnisse für das Habsburgerreich. Und dabei ist eine Heirat nicht die schlechteste Idee – dies hat sich in der Vergangenheit schon gezeigt. Zum Glück hat Kaiser Franz I. noch einige unverheiratete Töchter aufzuweisen, und daher ist der Fürst auf diplomatischem Parkett unterwegs, um für die 19-jährige Leopoldine, den passenden Heiratskandidaten ausfindig zu machen. In Dom Pedro, dem Sohn des portugiesischen Königs scheint ein solcher gefunden. Nicht nur die Verquickung zweier Häuser lockt die Herren, auch die Tatsache, dass eben jener Kandidat in Brasilien residiert und dort umfangreiche Bodenschätze im Erdreich schlummern, macht die Verbindung auch in ökonomischer Hinsicht reizvoll.

    Auf diesem Tableau entwickelt Peggy Hohmann einen wundervollen Briefroman, der von den Schriftwechseln der wichtigsten Protagonisten untereinander getragen wird: Erzherzogin Leopoldine, ihre Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma und ebenfalls „geschickt verheiratet“ mit Napoleon Bonaparte, Gräfin Lazansky, Erzieherin und Vertraute Leopoldines, Fürst Metternich und seinem diplomatischen Gegenstück aus Lissabon Marquis Marialva. In einer wundervoll ausformulierten Sprache verliert man sich schnell völlig in den kurzen oder längeren Episteln, deren Inhalt von amourösen Anbahnungen bis hin zu dem weltpolitischen Geschehen und den sozialen Verhältnissen in Brasilien reichen. Auf völlig beiläufige Weise erfährt der Leser so eine ganze Menge über die Politik jenseits des in den Geschichtsbüchern abgehandelten Stoffs zu Wiener Kongress und Kolonialpolitik und beleuchtet vor allem die Person Leopoldines, die, davon gehe ich jetzt einfach einmal aus, den meisten hierzuland unbekannt sein dürfte, in Brasilien aber bis heute tatsächlich eine historisch wertgeschätzte Person ist, die nicht unwesentlich zur Unabhängigkeit des Staates von der portugiesischen Krone beigetragen hat.

    Fazit: absolute Leseempfehlung! Der oder besser die Briefwechsel ziehen den Leser völlig in den Bann mit ihrem hintergründigen, schlauen Witz, ihrer feinen, unerwarteten Poetik und ihren fesselnden Schilderungen der Ereignisse.

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    spozal89s avatar
    spozal89vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein etwas anderer historischer Roman, der in Briefform geschrieben ist. Fand ich richtig klasse
    Ein etwas anderer historischer Roman

    Die junge Gräfin Leopoldinde von Österreich soll 1816 an den portugiesischen Don Pedro verheiratet werden, um die politischen Beziehungen zu festigen. Dieser befindet sich allerdings in Brasilien im Exil und scheint nicht der umgänglichste Mann zu sein. Zusammen mit ihrer Hofdame Gräfin Lazansky siedelt Leopoldinde den weiten weg nach Brasilien. Ebenfalls mit von der Partie ist Fürst von Metternich, der diesen politischen Coup für den Fürsten von Österreich eingefädelt hat. Die Gräfin ist über diesen Reisebegleiter alles andere als begeistert, da Metternich als Frauenheld verschrien ist. In Brasilien angekommen, scheint alles erstmal heile Welt zu sein. Doch Leopoldine ahnt
    nicht, wie sehr sich alles wenden wird.

    "Der grüne Palast" ist erstmal ein wenig anders, als alle bisherigen historischen Romane die ich gelesen habe. Das komplette Buch ist in Briefform geschrieben. Auf so einen Erzählstil muss man sich einlassen, dann macht das Buch auch richtig Spaß.

    Die Kapitel sind wegen der Briefform relativ kurz gehalten und lassen sich so auch hervorragend lesen. Man kommt gut bin, alles wird gut erklärt und zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt. Die Handlung war zudem auch schön spannend aufgebaut. Die jeweiligen Briefe werden sowohl von Leopoldine, als auch von der Gräfin, dem Fürst von Metternich, als auch von einem portugisischen Gesanden verfasst.

    Trotz Briefform, fand ich relativ schnell zugang zu den einzelnen Charakteren und Leopoldinde mochte ich von Anfang an gerne. Wie stark sie diesen Lebenswandel mitgemacht hat, fand ich klasse erzählt.

    Für mich auf jedenfall ein Buch, dass sich von der Masse abhebt und mich richtig gut unterhalten hat. Daher volle Sternezahl.

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    Tara01092012vor einem Jahr
    leider nichts für mich

    Vorab muss ich zu dem Buch sagen, dass es sich hier um eine Lektüre aus einem Genre handelt, dass ich jetzt nicht unbedingt lesen will. Da ich es aber von einer Freundin empfohlen bekommen habe und sie es mir auch noch ausgeliehen hat, dachte ich mir, dass ich mich ja auch mal an etwas "Anderes" wagen kann...

    Zunächst war ich ein wenig über die Art des Buches verwundert, eine Geschichte, komplett in Briefform. Aussergewöhnlich und meiner Meinung nach muss man sowas mögen, für mich war das leider nach ein paar Seiten schon sehr anstrengend und langweilig, da sich durch die Form kaum Spannung aufgetan hat. Somit konnte mich die Handlung nicht packen und auch die Personen konnten mich nicht überzeugen.

    Trotzdem will ich es nicht als schlecht abstempeln, da es vermutlich einfach nur daran lag, dass es absolut nicht mein Genre war.

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    Lesemamavor einem Jahr
    Überraschend


              Zum Inhalt:
    Eine Geschichte von Freiheit und Liebe Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst Metternich mit von der Partie ist. Der kluge politische Kopf gilt am Hof als skrupelloser Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als eine große Lüge.


    Meine Meinung: 
    Ich muss zugeben, ich war überrascht. Ich dachte nicht, dass ein Buch, welches nur in Briefen geschrieben ist, so toll unterhalten kann. 
    Die Briefe wurde von verschieden Personen geschrieben, ergeben aber eine wunderbar nachvollziehbar Geschichte. 
    So fand ich z.B. die Briefe zwischen Erzherzogin Leopoldine von Österreich und Marie-Louise, Herzogin von Parma unglaublich berührend. Oder auch die von Fürst von Metternich sehr spannend und Geschichtstträchtig.


    Fazit: 
    Ein ganz toll recherchierter, historischer Roman, der durch die Briefform spannend war. Richtig überraschend und toll zu lesen.
            

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    robbertavor einem Jahr
    interessanter historischer Briefwechsel

    Der grüne Palast Peggy Hohmann

    Eine Geschichte von Freiheit und Liebe Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst Metternich mit von der Partie ist. Der kluge politische Kopf gilt am Hof als skrupelloser Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als eine große Lüge.

    XXX


    Die Debüt-Autorin Peggy Hohmann verwendet diverse hochwohlgeborene Briefwechsel um diese zu einem spannenden Roman zusammen zu fügen. Der Schreibstil wirkt authentisch und man fühlt sich ins 19.Jahrhundert zu Zeiten Napoleon zurückversetzt. Obwohl man die Geschichte kennt ist man nun gespannt wie es weitergeht. Der Brief, das Kommunikationsmittel der damaligen Zeit, wird hier gekonnt als taktische Mittel eingesetzt. Versteckte Andeutungen und mehrdeutig auslegbare Angebote und zu verschiedenen Seiten abgesicherte Allianzen bei denen Frauen und Kinder als Pfand dienten waren an der Tagesordnung. Herrscher und machtgierige Männer verschacherten skrupellos ihre Mütter, Töchter und Schwestern um Besitz und macht zu mehren.

    Aber auch hochwohlgeborene Frauen beherrschten die Kunst des Schreibens und der Ränkespiele.

    Der historische Briefwechsel gibt einen kleinen bitteren Vorgeschmack wie damals das Leben von jungen Frauen aus politischem Kalkül geopfert wurde.


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    G
    Gisevor einem Jahr
    Reger Briefwechsel ergibt einen spannenden historischen Roman

    Wien, 1816: Die Erzherzogin Leopoldine heiratet den portugiesischen Thronfolger. Da der portugiesische Hofstaat aus politischen Gründen in Brasilien residiert, bricht die junge Frau in Begleitung der Gräfin Lazansky zu einer abenteuerlichen Reise ins Unbekannte auf. Im Hintergrund der Verhandlungen sind politische Überlegungen gelaufen, so soll die Heirat das österreichische Kaiserreich unterstützen. Ein reger Briefwechsel schildert den Aufbruch in die Neue Welt und das Leben Leopoldines in Brasilien, Briefe von der Erzherzogin und deren Schwester, der Gräfin und deren Schwester, von Kaiser Franz I., vom österreichischen Staatskanzler Fürst von Metternich und dem portugiesischen Diplomaten Marquis de Marialva.

    Die Autorin Peggy Hohmann hat einen interessanten Aspekt der Geschichte im 19. Jahrhundert ausgesucht, der auf wahren Begebenheiten beruht. Im Anhang an den Roman schildert sie den historischen Hintergrund und bekräftigt, dass Leopoldine noch heute in Brasilien verehrt wird. Der Roman schildert ihren Werdegang von der jungen, unbedarften Frau, die in Liebesdingen noch nicht bewandert ist, über ihre Entwicklung zur selbstbewussten Frau bis zu ihrem Tod. Der Autorin ist damit eine spannende Geschichte gelungen, die durch die verschiedenen Briefe mehrere Sichtweisen der Ereignisse darstellt. Der Leser ist den handelnden Personen immer einen Schritt voraus und ahnt, in welche Richtung die Erzählung gehen wird. Dadurch entsteht ein äußerst spannender historischer Roman.

    Die Fülle an Personen macht den Einstieg in das Buch etwas schwierig, doch die Autorin hat im Anschluss an die Erzählung die handelnden Figuren zusammengestellt und in kurzen Worten erläutert, so dass der Leser dennoch gut in die Geschichte hineinfindet, sogar ohne den geschichtlichen Hintergrund der damaligen Zeit zu kennen.

    Einen solch hervorragend geschriebenen historischen Roman, der kompetent einen Einblick in die damalige Zeit gibt, kann ich nur unbedingt weiter empfehlen.

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    J
    Jonas1704vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Brief-Roman über das Leben Leopoldines
    Ein Brief-Roman über das Leben Leopoldines

    Das Buch ist in Briefform gehalten, was mich in Büchern nicht begeistert. Wenn man aber erst mal richtig in der Geschichte drin ist, dann liest sich das Buch sehr flüssig und man merkt, dass letztends diese Schreibart doch treffend für diesen historischen Roman war. 
    Anfang des 19. Jahrhunderts. Leopoldine ist die Erzherzogin von Österreich. Obwohl nicht begeistert aber wegen politischen Hintergründen heiratet sie den portugiesischen Thronfolger Dom Pedro, welcher in Brasilien im Exil lebt. Gräfin Lazansky und den Fürsten Metternich nimmt sie gleich mit auf die Reise denn sie kennt weder das ferne Land noch ihren zukünftigen Ehemann. Dieser entpuppt sich jedoch als schlechter Charakter und die Beweggründe der Heirat sind alles andere als Gefühle und Familiengründung, obwohl letzere nicht zu kurz kommen wird. Leopoldine versucht ihre neue Heimat kennenzulernen, die wird mit der dort herschenden Armut konfrontiert und versucht ihren Beitrag zu leisten. Beeindruckend wird sie sich zu einer selbstbewusten Frau entwickeln, die sich für die unteren soziallen Schichten und die Politik interessiert. 
    Brasilien als Land wird schon in den Briefen beschrieben, gern hätte ich noch etwas mehr davon. Da der Roman fiktiv ist wollte die Autorin vielleicht sich damit nicht binden und datierte die Briefe kaum. Dies war etwas irreführend, denn man möchte schon ein Gefühl der Zeit haben. 
    Abgesehen von diesen kleinen Minuspunkten hat mich das Buch doch recht positiv überrascht.

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    Bibi1960vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter Roman in Briefform - lesenswert!
    Interessanter Roman in Briefform

    Die vielen überwiegend guten Bewertungen und Rezensionen auf der Seite von Lovelybooks machten mich auf das Buch „Der grüne Palast“ von Peggy Hohmann aufmerksam, zumal ich vorher schon über die tragische Lebensgeschichte der Erzherzogin Leopoldine von Österreich gelesen hatte.

    Auf den ersten Seiten weist die Autorin ausdrücklich darauf hin, dass es sich um eine frei erfundene Geschichte handelt, die von den historischen Ereignissen des Lebens von Leopoldine inspiriert wurde.

    Über einen Zeitraum von elf Jahren und in 185 Briefen verfolgt der Leser erst das Leben am Hof Franz I. und später das Geschehen in Brasilien. Er erhält Einblicke in das Leben von Erzherzogin Leopoldine, ihrer Schwester Marie-Louise (der Frau/Ex-Frau Napoleons), dem Politiker Fürst Metternich und der Freundin und Vertrauten Leopoldines Gräfin Lazansky, deren Geschichte geschickt mit der Leopoldines verknüpft wird.

    Obwohl fiktiv, geben die Briefe einen wunderbaren Einblick in die Politik und das Gebaren der damaligen Zeit. Unvorstellbar, wie skrupel- und respektlos über das Schicksal der Erzherzogin entschieden und ihr die Wahrheit über den „grünen Palast“ vorenthalten wurde. Leopoldines Wohlergehen schien letztendlich niemanden zu interessieren.

    Peggy Hohmann schreibt klar, deutlich, flüssig und stilsicher. Sie überlässt dem Leser genügend Spielraum, um auch Ungeschriebenes in den Briefen erkennen zu können. Die Lebensgeschichten der beiden jungen Frauen enden für die Eine glücklich und für die Andere tödlich.

    Fazit:
    Mir haben sowohl der Roman als auch die Briefform sehr gut gefallen. Vielleicht weckt der Roman bei dem einen oder anderen Leser auch den Appetit auf mehr geschichtliche Hintergründe.

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    coala_bookss avatar
    coala_booksvor einem Jahr
    Lebendige Geschichtsstunde


    Ein sehr interessantes Debüt über die österreichische Erzherzogin, welches sofort fesseln konnte. Dass das Buchin Briefform geschrieben ist, hebt den Roman für mich ab, da es ja doch nicht mehr  so oft vorkommt. Zudem passt es hervorragend zur damaligen Zeit, in der eben per Brief kommuniziert wurde. Es geht um Intrigen, Verwicklungen und die Liebe. Die Autorin schafft es, fesselnde Figuren zu Erwecken, sodass man gerne mitfiebert. Die Geschichte ist fesselnd und unterhaltsam und konnte durchweg überzeugen. Trotzdem ist der Schreibstil gut lesebar und locker gehalten, sodass man gut in der Geschichte verweilen kann.


    Ein überraschend der Roman, der vollstens überzeugen konnte. Die interessante Briefform, die perfekt zur Zeit und Geschichte passte sowie spannende Charaktere und eine fesselnde Geschichte machen das Buch zu einer definitiven Empfehlung.

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